Vorehelicher Sex in Indonesien wird verboten – Mittelalter!

Indonesische junge Frauen (hier ausnahmsweise unverschleiert): Gucken, aber nicht anfassen (Symbolbild:Imago)

Wie mehrere Medien (siehe etwa hier) am Dienstag berichteten, wird vorehelicher und außerehelicher Sex in Indonesien verboten. Was dabei in vielen Quellen nicht thematisiert wird, ist die Frage, was dahinter steckt und wie dies einzuordnen ist. Denn welche Religion herrscht in Indonesien vor? Ob es nun noch zur Allgemeinbildung zählt, dies zu wissen, oder nicht mehr: Es ist jedenfalls der Islam. Dabei war Indonesien bislang weit weniger durch islambasierten reaktionären Kram aufgefallen. Das kannte man eher vom Nahen und Mittleren Osten, wo beispielsweise Saudi-Arabien, der Iran und Afghanistan liegen. Dagegen waren Politik und Gesellschaft Indonesiens in religiösen Fragen milde, wobei sicherlich die völlig andere Sprachenwelt (austronesisch nennt man sie) und die ursprünglichen kulturellen Prägungen eine Rolle spielten.

Jedoch scheint sich dies nun zu ändern. Das gesetzliche Verbot des außerehelichen Geschlechtsverkehrs soll 2025 in Kraft treten; ab dann kann man dafür mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden. Dabei ist zu bedenken, daß es sich ja lediglich um den Auftakt einer längerfristigen Entwicklung handeln könnte. Man fühlt sich an eine Nachricht der vergangenen Jahre erinnert, die aus Indonesiens kleinem Nachbarland Brunei kam (einem Sultanat – was ja auch schon einen Fingerzeig gibt). Dort nämlich wurde für Homosexualität von Männern die Todesstrafe per Steinigung eingeführt. Nun kann man über Homosexualität je nach persönlichem Geschmack meinen, was man will – aber Schwule steinigen? Um Himmels willen!

Sorge um den Tourismus

Medien merken an, der Tourismus nach Indonesien könnte unter dem neuen Verbot leiden. Diese Befürchtung besteht völlig zu recht; das Land schneidet sich ins eigene Fleisch. Beispielsweise ist die Trauminsel Bali berühmt. Vor allem Australier machen hier Urlaub – könnten dies aber in Zukunft weniger tun, denn wer möchte beispielsweise als unverheiratetes Pärchen verreisen und im Zielland für das Normalste der Welt in einer Beziehung dann Schwierigkeiten bekommen. Zudem kommt es doch erfahrungsgemäß immer wieder vor, daß man sich im Urlaub verliebt oder zumindest sich auf einen kleinen Flirt einläßt – ich persönlich denke da an eine Andalusierin zurück, aber das war auf spanischem Staatsgebiet. Im ansonsten paradiesischen indonesischen Inselreich droht in Zukunft da schon Gefahr. Warum wohl macht im Iran oder in Afghanistan kaum einer Urlaub, es sei denn vielleicht, man hat einen persönlichen Bezug in eines dieser Länder? Weil all die islamistisch verursachten Einschränkungen doch sehr stören – um es milde auszudrücken. Wer fühlt sich schon im Urlaub wohl, wenn im gleichen Land gemäß der Scharia eine Frau für Ehebruch gesteinigt werden kann – und so vieles mehr der Fall ist.

Als am 12. Oktober 2002 auf Bali ein islamistischer Anschlag verübt wurde (202 Tote, 209 zum Teil schwer Verletzte), hatte das in der Folgezeit – wenig überraschend – ebenfalls negative Auswirkungen auf die Besucherzahlen. Eine derartige Entwicklung ist nun erneut absehbar. Indonesien beraubt sich so übrigens nicht nur einer Einkommensquelle, sondern auch des kulturellen Austauschs: So konnte bislang der Tourist etwas von den einheimischen Bräuchen mitbekommen, der vor Ort Lebende dagegen mehr von westlicher Lebensart, zum Beispiel von australischer Mentalität, erfahren. Der Tourismus wird sich zumindest teilweise in andere Länder der Region verlagern. Beispielsweise nach Thailand, in dem der Buddhismus vorherrscht, oder die Philippinen, wo das Christentum dominiert: Da ist es doch ebenfalls schön.

Nicht alle Errungenschaften der Kolonialmächte waren schlecht

Ich möchte Sex vor der Ehe und außerhalb der Ehe klar verteidigen. Denn man kauft doch nicht die Katze im Sack. Man möchte doch wissen, ob man im Bett auch harmoniert! Sonst ist man nachher womöglich geehelicht und die Enttäuschung groß. Ich treib’s gerne, war aber noch nie verheiratet. Bei vielen Lesern wird es genauso aussehen – natürlich inklusive der Leserinnen! Würden wir nun in Indonesien leben, hätten wir ein Problem. Ebenfalls ein Problem haben auch sexuelle Minderheiten wie etwa Homosexuelle, die ja in dieser Ecke der Welt kaum miteinander verheiratet sein dürften. Politiker des Landes argumentieren, man löse sich mit dem neuen Gesetz auch ein Stück weit von der kolonialen Vergangenheit – im Falle Indonesiens waren die Niederlande die Kolonialmacht. Auf den ersten Blick einleuchtend, aber nur scheinbar: Denn es war auch nicht alles schlecht, was aus den Kolonialmächten kam. Jedes Element sollte einzeln überdacht werden, ob es nicht doch sinnvoll war; jedoch wird das in diesem Fall anscheinend vergessen.

Auch wenn man sich bemühen sollte, andere Kulturen nachzuvollziehen, so kommt man um eine Einsicht nicht herum: Der Mensch hat einen Sexualtrieb, und den sollte man ihm zugestehen; sonst macht man ihn nur unglücklich. Die entscheidende Voraussetzung ist in Wirklichkeit die, daß die Beteiligten beide einverstanden sind (oder alle drei oder noch mehr, wenn wir die flotten Dreier und die Orgien mitrechnen wollen). Das ist der springende Punkt – und nicht, ob man verheiratet ist. Die moderne europäische, westliche Kultur trägt dem Wesen des Menschen Rechnung, indem sie bezüglich dieses Themas liberal ist. Sie befindet sich damit im Einklang mit der Natur. Religiöse Fanatiker dagegen, und diese kommen nicht nur im Islam vor, sondern auch in anderen Religionen, sind letztendlich lebensfeindlich.

„Übergriff des islamischen Staatswesens”

Die „Achse des Guten“ merkt zu dem neuen Gesetz an: „Weil es so kurios und unterhaltsam klingt, wird dieser vormundschaftliche Übergriff des islamischen Staatswesens gegen seine Bewohner in der übrigen Welt wahrscheinlich nicht für die eigentlich angemessene Empörung sorgen.“ Jedoch sollte genau diese Empörung eben doch in uns aufsteigen und klar zum Ausdruck gebracht werden. Es handelt sich um einen Rückflug ins Mittelalter, um ein Beispielstück der reaktionären Welle, die in unserer Zeit islamische Länder, aber auch andere der Welt, heimsucht; immerhin wird im Iran zur Zeit demonstriert und protestiert. Interessant ist an dem kurzen Bericht der „Achse“ ferner der Hinweise, daß Menschenrechtsorganisationen das Gesetz eine „menschenrechtsverletzende Katastrophe” nennen. Man kann sich den in Indonesien jetzt kommenden Sachverhalt auch einmal so herum klarmachen: Man ist gezwungen, jemanden zu heiraten, um überhaupt Sex haben zu dürfen.

Reden wir doch mal Klartext. Die westliche Kultur hat in den letzten 500 Jahren enorme Fortschritte errungen. Darunter sind Erfindungen wie Eisenbahn, Auto, Telefon, Computer, die moderne Medizin oder geistige Erzeugnisse wie Humanismus, Aufklärung und die moderne Demokratie. Nicht ohne Grund sind die Staaten Europas, Nordamerikas und einiger anderer Gegenden in vieler Hinsicht die erfolgreichsten der Welt. Ja, es gab auch Probleme und Verbrechen im Zusammenhang mit Kolonialismus und politischen Ideologien, die zu Diktaturen führten. In heutigen Diskussionen liegt darauf oft das Augenmerk, und manchmal muß es darauf auch liegen. Unterm Strich jedoch muß auch einmal gesagt werden: Die letzten 500 Jahre waren für uns westlich orientierte Menschen eine große Erfolgsgeschichte, und dies darf uns nicht heruntergeredet werden.

Selbstbewusst dem Rest der Welt die sexuelle Freiheit vorleben

In diese Erkenntnis reiht sich auch die folgende Beobachtung ein: Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung war die sogenannte sexuelle Revolution, die in den Sechziger und Siebziger Jahren gesellschaftlich und politisch zu Befreiungsvorgängen führte. Dabei kommen einem vielleicht die 68er in den Sinn. Einige von diesen ließen den Kommunismus, Che Guevara oder Ho Chi Minh hochleben, und das läßt ein Unwohlsein aufkommen. Aber die geschichtlichen Entwicklungen dieser Zeit waren sehr vielfältig und uneinheitlich; neben verfehlten Strömungen wurde eben auch viel Richtiges auf den Tisch gebracht, von dem wir heute noch profitieren, und da ist die sexuelle Freiheit einzuordnen. Heute aber wird sogar in der westlichen Welt vielerorts das Rad zurückgedreht. Wenn wir aus aktuellem Anlaß Indonesien und andere islamische Länder kritisieren, dann darf ein kritischer Blick auf den eigenen Hinterhof nicht ganz unter den Tisch fallen. Das fängt bei Demokratie und Meinungsfreiheit ein. Um nur allein die neuen Verbote in Deutschland aus dem Jahr 2022, auf das wir zurückblicken, zu nennen: Der Sender „Russia Today” (RT) wurde wegzensiert, man darf nicht einmal den Buchstaben „Z” auf sein Auto malen (weil er für die russische Formel „za pobedu,” „für den Sieg„stehen könnte), und zahlreiche geschichtliche Ereignisse darf man nicht mehr leugnen, weil sie vom Gesetzgeber als Völkermord klassifiziert wurden. Dieser illiberale Geist ist eine Schande für eine Demokratie. Oft setzt er sich dann noch in lustfeindlichen Aktionen fort: So wird von manchen Lokalpolitikern sogenannte sexistische Werbung sowie das Abspielen des Partyhits „Layla” verboten. Interessanterweise kommt so etwas typischerweise aus Kreisen, die sich links dünken.

Mit dem ursprünglichen Links, das für Freiheit stand, hat das nichts zu tun. All den genannten freiheitsfeindlichen Entwicklungen muß entgegengetreten werden.
Wir Westler können uns nicht anmaßen, über alles zu urteilen. Ich selbst bin nie in Indonesien gewesen; immerhin ist einer meiner besten Freunde – aufgrund der beruflichen Tätigkeit seiner deutschen Eltern – dort geboren. Was Westler wie wir aber durchaus tun können: in selbstbewußter Form dem Rest der Welt vorleben, daß man mit sexueller Freiheit sehr gut leben kann, und sogar besser. Ein bißchen Eigenverantwortung, und dann geht das. Rückständigkeit führt dagegen nirgendwohin. Die Schlußworte seien dem Pop-Musiker George Michael überlassen. Der war zwar schwul, aber wo er recht hatte, hatte er recht: „Sex is natural, sex is good, not everybody does it, but everybody should.

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12 Kommentare

  1. Ist dort Wichsen jetzt auch verboten? ist ja außerehelicher Sex…also Fragen sind das, aber ansonsten ist mir das so lang wie Fräulein Breit was die in Indonesien machen. – Nächstes Thema…

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  2. Naja, das alles über den Westen und seine Errungenschaften mag stimmen. Aber wir sollten nicht vergessen: die meisten der bahnbrechenden Erfindungen, auch die, die Deutschland machte, entstammen nicht den letzten 50 Jahren. Auch Zuse 1 nicht. 😉

  3. „Nun kann man über Homosexualität je nach persönlichem
    Geschmack meinen, was man will…“

    „Ich möchte Sex vor der Ehe und außerhalb der Ehe klar
    verteidigen. Denn man kauft doch nicht die Katze im Sack.“

    „Ebenfalls ein Problem haben auch sexuelle Minderheiten wie
    etwa Homosexuelle, die ja in dieser Ecke der Welt kaum
    miteinander verheiratet sein dürften.“

    „Wirklichkeit die, daß die Beteiligten beide einverstanden
    sind (oder alle drei oder noch mehr, wenn wir die flotten
    Dreier und die Orgien mitrechnen wollen). Das ist der
    springende Punkt – und nicht, ob man verheiratet ist.“

    Die Gedankenwelt des Jan Henrik Holst, schmierig frivol.

    Und wenn nur alle Beteiligten einverstanden sind, wird
    jegliche Form der Perversion zum Menschenrecht?! – nein
    wird es nicht!

    „Wenn wir aus aktuellem Anlaß Indonesien und andere
    islamische Länder kritisieren, dann darf ein kritischer
    Blick auf den eigenen Hinterhof nicht ganz unter den
    Tisch fallen. Das fängt bei Demokratie und Meinungsfreiheit
    ein.“

    „All den genannten freiheitsfeindlichen Entwicklungen muß
    entgegengetreten werden.“

    Begriffe wie Freiheit und Demokratie werden mißbraucht um
    eine laszive Welt zu erschaffen, die allen christlichen
    Werten entgegen steht. Ein schleichender Sittenverfall,
    welcher von den Schmierern zur Errungenschaft umgedeutet
    wird.

    Der Niedergang des Westens in seiner ganzen Verkommenheit
    bleibt auch Ländern wie Indonesien nicht verborgen und sie
    versuchen dagegen zu steuern . Sie wollen in ihren Ländern
    kein Sodom und Gomorra.

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  4. schickt die rotzgrünen vollgefressenen hin… dann wird sex von alleine zur seltenheit…
    schau die die mädels dort an… und dann die vollgefressenen dummweiner sie das ganze in die hand nehmen..außerehelicher grünen Sex in Indonesien will da keiner mehr… da will keiner mehr ficken…lach…

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  5. Ein weiteres Beispiel dafür, inwieweit der zunehmende Einfluss des radikalen Islam auch solche Gesellschaften bedroht, die wie in dem eher toleranten Indonesien seit Jahren der sich breit machenden Ursurpation durch fundamentalistisch orientierte Gruppierungen ausgesetzt sind. Dass diese fundamentalistischen Gruppierungen in Indonesien hauptsächlich aus den Golfstaaten unterstützt werden, ist ein offenes Geheimnis.
    Wer der Illusion verfällt, dass sich in überwiegend islamisch geprägten Gesellschaften zukünftig so etwas wie Toleranz durchsetzen könne, der muss nur die Entwicklung in Staaten wie Indonesien oder Malaysia während der vergangenen Jahre anschauen.

  6. Ich habe 1990 beruflich für 6 Monate in Indonesien gearbeitet. Man mußte damals schon genauer hinschauen um zu realisieren, daß es ein muslimisches Land ist.

    Ein nächtlicher Spaziergang, alleine und ohne Begleitung, war kein Problem.

    Einer meiner besten/liebsten indonesischen Freunde ist NUR offiziell Muslim; tatsächlich ist er ein naturliebender sehr toleranter Freidenker.

  7. Es ist bei weitem nicht der Auftakt einer Entwicklung.
    Ich habe insgesamt bestimmt 1 bis 1.5 Jahre in Indonesien zugebracht. Jahr für Jahr, immer um die 2 Monate am Stück, manchmal auch 2x im Jahr. Mit Rucksack, Shirts, Shorts und Schlappen…

    Es hat sich langsam aber sicher verändert.
    Dann und wann mit einer Freundin unterwegs gewesen… Und man bekommt plötzlich kein Zimmer mehr, bzw muss suchen, da nicht verheiratet.
    Bier und Wein gab’s im 7/11, später kaum/nicht mehr.
    Zum Anfang hieß es von muslimischen Lokals, beim Anblick vollverschleierter, meist aus dem arabischen Raum stammenden, Touristen – „crazy muslims“
    Wort-wörtlich!
    Bei den Einheimischen hatte sich niemand Verschleiert, hier und da Kopftücher ja… aber auch das hatte sich mit der Zeit geändert.

    Ist leider 5-6 Jahre her, dass ich das letzte mal da war.

  8. Zitat: „Mit dem ursprünglichen Links, das für Freiheit stand, hat das nichts zu tun. All den genannten freiheitsfeindlichen Entwicklungen muss entgegengetreten werden.“

    Leider bekommt der Autor erst am Ende doch noch fast „die Kurve“ … Doch abzulehnen: Nichts und niemand muss hier etwas entgegentreten! Man sollte gerade nicht, wie die Grünen in selbstherrlicher Weise, die Auffassung vertreten, dass „unsere Werte“ und Vorstellungen die einzig richtigen und zu beachtenden seien – und dabei in der Realität genau diese auch noch so schäbig verraten, wie gerade durch die Grünen!

    Wenn man in einem Staat meint, dies oder das sei geboten, erforderlich oder sinnvoll, dann möge er es regeln – oder auch lassen. Andere geht das nichts an!

    Mir ist es wurscht, und das sollte es auch jedem anderen und dem deutschen Staat sein, was in einem anderen Land so an Schwachsinn ausgedacht wird. Wenn man eben ein verblödetes mittelalterlich ausgerichtetes Land vor sich hat, dann ist es eben so. Sollen doch die dortigen Menschen entscheiden, ob sie alles mitmachen, was so verordnet wird. Man kann als Konsequenz jedoch den Handel ausschließen, boykottieren oder nicht dorthin fahren – aber Belehrungen sollte man sich schenken! Und genau an diesem Punkt zeigt sich dann oft die ganze Scheinheiligkeit – siehe Qatar.

    Deutsche haben weder als Grüne noch in sonstiger Farbpalette die humane Weisheit gar mit Löffeln gefressen! Man sollte vielmehr dafür sorgen, dass bei uns „unsere Werte“ Beachtung finden und auch gelebt werden. Wer nach Indonesien oder in ein sonstiges Land auswandern möchte oder dort Urlaub machen möchte, sollte sich eben überlegen, ob dies seinen Vorstellungen entspricht oder nicht.

    Im übrigen ist es noch gar nicht so lange her, dass auch bei uns „Übernachtungsverbote für Unverheiratete“ bestanden oder homosexuelles Verhalten einen Straftatbestand darstellte. Schon aus diesen Gründen sollte man sich mit Eigen-Vorstellungen und -Wertungen zurückhalten. Über „grenzwertige Garderobe“ kann man dagegen heute schon bei uns in Kirchen, Museen, Friedhöfen oder Konzerten nachdenken.

    Noch nie bin ich auf die Idee gekommen, meinen Urlaub in einem arabisch oder mohammedanisch geprägtem Land zu verbringen. Und das würde ich auch jedem raten, der einen „Werte-Unterschied“ feststellt – oder er/sei braucht sich nicht zu wundern, wenn er/sie dabei unangenehme Erfahrungen macht!

  9. Der Autor verkennt die Zeit in der er lebt. Ich bin zwar nicht für Verbote, aber auch nicht für Besserwisserei.
    1. In einer gevaxxten Welt wissen wir nicht, wie die Übertragung des Spikeproteins abläuft. Wir wissen aber, daß es übertragen wird. Wer gesunde Kinder möchte, braucht gesunde Eltern. Ein einziger Beischlaf mit einem Gevaxxten mag genügen.
    2. Wir befinden uns in einer Zeit weniger Reisens. Dines nannte es „age of no travel“. Menschen haben weniger Geld zum (wie meine Omi sagte) verjucheien. Immer mehr wird für Brot und Butter benötigt werden, immer weniger ist für Tourismus übrig.
    3. Indonesien ist kein Land im Mittelalter. Diese hardcore muslimische Vorstellung ist mehrheitlich Vergangenheit. Ich vermute, daß mehr Deutsche als zB Saudis Maske tragen. Es sind eher die Deutschen, die ins Mittelalter zurückfallen.
    …und ich könnte weitere derartige Punkte bringen.

    Der Autor hat eine vorgefertigte Meinung und argumentiert aus ihr heraus – ich bin so und Du bist anders.
    Ich lebe international und ich sehe mich als einen ewigen Studenten – ich mach das so und wie machst Du das?
    Ich würde sehr gern einmal in Indonesien leben! Der Charme des Umherziehens ist doch, daß wir unterschiedlich sind und so voneinander lernen.

    Übrigens wurde meine Mutter in Deutschland mit 21 volljährig. Über ihr Sexualleben davor ist mir zwar nichts bekannt, aber ich nehme an es war eher keusch. (Kennt der Autor dieses Wort?)

    Er sagt: „Wenn wir aus aktuellem Anlaß Indonesien und andere islamische Länder kritisieren, dann darf ein kritischer Blick auf den eigenen Hinterhof nicht ganz unter den Tisch fallen.“
    Und hier nennt er dann viele gute Punkte.
    Was er verwechselt ist Freiheit und Schutz.
    Ich bin libertär, aber würde ich meine Kinder schützen wollen bis in Verbote hinein? Ja! Warum? Man nennt es Verantwortung.

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    • andere sagen- du nazi…
      wenn kinderschutz mit asyli vermengt auf dem friedhof endet…
      da musst leider still sein und schweigen…
      tote kinder sind zu vertreten..man gewöhnt sich halt daran….. tote gäste niemals… denk daran………… sollte es dich mal hart treffen…wie illertissen…was ich nicht hoffe…

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