Vorerst gescheitertes Bürgergeld: Verstoß gegen Ab- und Anstandsgebote

Zweckökonomie: Wichtig ist, was am Ende übrig bleibt – ob fürs Arbeiten oder fürs Faulenzen (Foto:Imago)

Zwar ist das Bürgergeld vorläufig im Bundesrat gescheitert, doch es deutet alles darauf hin, dass es im Vermittlungsausschuss doch noch auf die Zielgerade gebracht wird. Öffentlich werden derweil medial fleißig die Hauptsorge und der Vorwurf der widerstrebenden unionsgeführten Länder torpediert, das Bürgergeld sei arbeits- und leistungsfeindlich. Dabei ist dieser Einwand mehr als stichhaltig. Denn allen Verrenkungsversuchen und Schönrechnereien der in Regierungsdiensten lügenden „Faktenchecker” zum Trotz: Eine Arbeitsaufnahme – jedenfalls zum Mindestlohn – lohnt sich in Deutschland demnächst tatsächlich nicht mehr.

Die Medien hatten in den letzten Tagen nicht weniger als acht verschiedene Vergleichsberechnungen zum Besten gegeben. „Focus” und andere warteten mit einem Ergebnis auf, das den nächsten vermeintlichen Populismus, Arbeit lohne sich infolge des Bürgergeldes nicht mehr, scheinbar widerlegt: „In sieben der acht errechneten Szenarien kommen arbeitende Menschen finanziell besser weg als Bürgergeld-Empfänger. Lediglich im extremen Szenario einer vierköpfigen Familie, die von einem Mindestlohn leben müsste, ist es lohnender, das Bürgergeld zu kassieren.“ Glauben ist gut, nachrechnen aber besser: Was hier behauptet wird, ist schlichtweg falsch. Denn auch in den anderen sieben Szenarien ist das der Fall – wenn man berücksichtigt, dass eine nur marginale finanzielle Besserstellung für Arbeit verglichen mit Nichtstun sicher nicht „lohnend“ und kein Anreiz ist.

Auch der DBG klittert die Wirklichkeit

Doch unverdrossen bläst auch der DGB in dieses Horn der angeblichen Besserstellung Arbeitender und behauptet einen hohen Abstand des Bürgergeldes zum Mindestlohn: „Beschäftigte gegen Erwerbslose auszuspielen, ist verantwortungslos“, meint die gewerkschaftliche Hilfstruppe der linksgrünen Ampel. Wer anderer Meinung ist, betreibe – na was wohl – „Spaltungsprozesse“. Denn, so fabuliert auch der DGB: Neue Berechnungen würden zeigen, dass es in der Regel einen großen finanziellen Unterschied zwischen dem Haushaltseinkommen von Mindestlohnbeschäftigten und dem von Bürgergeldempfängern gebe. Nur bei einer Gruppe sinke die Differenz deutlich. Nachfolgend greife ich die fünf Fallbeispiele des DGB auf und gehe auf diese ein, weil sie im Gegensatz zu den von „Focus” angeführten Szenarien präzisere Zahlen enthalten.

DGB-Fallbeispiel 1:  „Kinderloses Paar, das 28,5 Stunden die Woche für den Mindestlohn arbeitet, 2290 Euro im Monat netto ausgezahlt bekommt. Einem Paar, das Bürgergeld erhält, stünden inklusive Warmmiete nach Arbeitsagenturstatistik 1458 Euro zur Verfügung. Das macht eine Differenz von 832 Euro.“ Soweit der Gewerkschaftsbund. Diese Rechnung ignoriert: Wenn beide je 28,5 Stunden in der Woche arbeiten, sind das im Monat 2 x 127 Arbeitsstunden. Teilt man 832 Euro durch diese 254 Stunden, ergibt das ganze 3,28 Euro mehr Geld pro zu leistende Stunde Arbeit. Das soll ein Anreiz sein zu arbeiten? Zumal für Arbeitende noch Kosten und Zeit für den Weg zur Arbeit und anderes dazukommen.

Logik zum Nachrechnen

Fallbeispiel 2: „Paar mit achtjährigem Kind, arbeitet 28,5 Stunden pro Woche für den Mindestlohn, erhält insgesamt 2704 Euro. Ein Paar mit achtjährigem Kind im Bürgergeldbezug hätte inklusive Warmmiete 1922 Euro im Monat zur Verfügung. Hier liegt der Unterschied bei 782 Euro.“ Gegenrechnung: 782 EUR geteilt durch 254 Arbeitsstunden ergibt ebenfalls nur 3,08 Euro mehr pro Arbeitsstunde.

Fallbeispiel 3: „Singlehaushalte: Ein Beschäftigter, der 38 Wochenstunden für den Mindestlohn arbeitet, erhält im Monat 1443 Euro netto. Ein Single mit Anspruch auf Bürgergeld würde inklusive Warmmiete 906 Euro erhalten. Die Differenz liegt bei 537 Euro.“  Gegenrechnung: Teilt man diese Differenz durch die 165 Arbeitsstunden im Monat, ergibt das 3,25 Euro pro Stunde mehr. Aller guten Dinge sind drei?

Fallbeispiel 4: „Kinderloses Paar, von dem ein Erwachsener 38 Stunden pro Woche auf Mindestlohnbasis arbeitet. In diesem Haushalt stehen 1569 Euro netto zur Verfügung, während ein Paar in der Grundsicherung 1458 Euro erhält. Nur 111 Euro trennen beide Haushalte voneinander.“ Zitat Ende. Hier die Gegenrechnung: Nur 111 EUR mehr für 165 Stunden Arbeit macht 67 Cent pro Stunde.

Fehlanreize en masse

Fallbeispiel 5: „Haushalt mit zwei Erwachsenen und achtjährigem Kind, eine Person arbeitet 38 Wochenstunden: Dort liegt die Differenz bei 141 Euro.“ Zitat Ende.
Gegenrechnung: Das ergibt ganze 85 Cent mehr pro Stunde Arbeitsmühe. Und das soll jemand dazu bewegen, sein Hinterteil in Bewegung zu setzen?

Ein sechstes Fallbeispiel fehlt hier übrigens –  obwohl es in der Realität millionenfach vorkommt: Der oder die „Alleinerziehende“ mit ein oder mehr Kindern. 2,15 Millionen Einwohner Deutschlands fielen 2021 unter diesen Status; durch die Zuwanderung aus der Ukraine hat sich ihre Zahl auf geschätzte 2,5 Millionen erhöht. Man darf gespannt sein, mit welchem „Wumms” Scholz und sein Schuldenminister dieses Problem lösen wollen. Mit einem „gehartzten“ Bürgergeld – oder etwa „Hartz V”?

Ungeachtet all dieser Tatsachen meinte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland”: „Die Behauptung, niemand würde bei höheren Regelsätzen noch zur Arbeit gehen, stammt aus dem Reich der Märchen und Legenden.“ (Vermutlich ist es dasselbe „Reich der Legenden“, in dem auch die „Behauptungen“ verortet werden, es gäbe kaum Fachkräfte unter den Flüchtlingen oder das deutsche Sozialsystem stelle keinen Fluchtanreiz dar.) Der Mindestlohn von 12 Euro sorge, so Piel, vielmehr dafür, dass die Einkommen in vielen Fällen viele Hundert Euro über dem geplanten Bürgergeld liegen würden – „und das ist auch gut so“, betonte Piel. Wo hat diese Spitzenfunktionärin Rechnen gelernt? Und das Denken? „Viele hundert Euro“ werden relativiert durch viele hundert Arbeitsstunden und das einzige, was jeden Arbeitnehmer interessiert, ist die Frage: Wieviel habe ich am Ende des Monats mehr übrig verglichen mit einem, der gar nicht arbeitet? Und bei der extrem niedrigen bis teilweise negativen Lohnabstandsgrenze rührt bald keiner mehr einen Finger.

Keiner, der aufs Geld schaut, rührt mehr einen Finger

Ratschläge, die man zu der Problematik in den Qualitätsmedien findet (ohne danach zu suchen) lauten dann etwa: „Die nachrangige Sozialleistung Bürgergeld wird die Arbeitsagentur in vielen Fällen sowieso ablehnen.“ Mein Kommentar dazu: Sollen die Leute nun Bürgerfeld beantragen – oder wird es ihnen ausgeredet? Oder: „Sie können nicht einfach Ihren Job kündigen und Bürgergeld bekommen.“ Eigentlich sollte es doch darum gehen, Leute in Arbeit zu bekommen und nicht von der Arbeit zu entwöhnen. Dass Kündigungen wegen des Bürgergeldes überhaupt erwogen werden, lässt schon tief blicken. Teilweise wird da auch betont: „Auch Bürgergeldempfänger müssen nachweisen, dass sie sich um einen Job bemühen.“ Wenn sie das wollten, wäre es schon jetzt möglich – dazu braucht es kein Bürgergeld. Die Arbeitsämter sind aber schon jetzt mit der Arbeitsvermittlung überfordert, und es wird nicht besser.

Am skurrilsten aber ist der folgende Hinweis: „Bürgergeldempfänger zahlen nicht in die Rentenkasse ein, jedes Jahr mindert die Rente.“ Ach, wirklich?? Falsch: Keine Beiträge mindern keine Rente, allenfalls wird sie nicht erhöht. Und „mit 63 Jahren werden sie zwangsverrentet“, heißt es. Soll das eine Drohung sein? Wenn ja, welche?? Mit 63 hat man eine statistische Lebenserwartung von (geschlechtsneutral) gemittelt noch weiteren 21 Jahren, also 252 Monaten. Teilt man 100 Prozent Rentensumme durch 252, ergäben sich versicherungsmathematisch gerundet 0,4 Prozent pro Monat. Die Abschläge der Gesetzlichen Rentenversicherung betragen aber nur 0,3 Prozent. Die kumulierte Rentensumme ist für 21 Jahre Rentenbezug trotz der Abschläge also höher als bei einem späteren Rentenbeginn ohne Abschlag. Die „Zwangsverrentung“ mit 63 ist somit kein „Nachteil” – weder für Bürgergeldbezieher noch für andere. (Ein persönlicher Hinweis in diesem Kontext: Ich war selbst DGB-Kreisvorsitzender, als solcher ein alternierender Vorsitzender eines Arbeitsamtes und qualifizierte mich nach Quittierung dieser Ämter quasi zu einem Rentenfachmann; ich weiß also, wovon ich schreibe.)

Differenz zwischen Arbeit und Nichtarbeit verringert sich weiter

Fazit: Arbeiten gehen rechnet sich nur, wenn die Mindestlohn-Hinzuverdienste nicht angerechnet würden, oder wenn beide Partner annähernd voll arbeiten statt alleine oder in Teilzeit, oder die erzielten Löhne und Gehälter weitaus höher liegen als der Mindestverdienst. Weil sich solche höheren Entgelte wegen der Schwäche der Gewerkschaften und am internationalen Markt allerdings kaum durchzusetzen lassen, lässt sich das Abstandsgebot nur realisieren, indem die Alimentierung der Nichtarbeit nicht in einer Weise erhöht wird, die den Anschein erweckt, diese sozialen Mehrausgaben müssten nicht von anderen Bürgern erwirtschaftet werden. Was sie jedoch müssen; von wem auch sonst?

Aber alle (!) Parteien sind sich darin einig, die Sozialleistungen (Hartz IV bzw. demnächst Bürgergeld, Wohngeld mit Nebenkosten) deutlich zu erhöhen; sie verringern damit die Differenz zwischen Arbeit und Nichtarbeit und damit den Anreiz zur Arbeitsaufnahme. Können so die offenen Stellen besetzt werden? Wohl kaum. Stattdessen tummeln sich die Regierenden auf Nebenkriegsschauplätzen wie „Schonvermögen“. Zählen auch die Hirne der Meinungsmacher und Politiker zum „Vermögen”, das geschont werden soll? Wäre es nicht besser, alles nochmal durchzurechnen, so wie ich es in diesem Beitrag näherungsweise versucht habe? Denn entscheidend für die Motivation für eine Arbeitsaufnahme ist der Grenznutzen einer zu leistenden Stunde – in den gehandelten Fallbeispielen der Medien also 67 Cent bis 3,28 Euro pro Arbeitsstunde. Und sonst gar nichts!

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26 Kommentare

  1. OT – Russland schießt zwei Raketen auf das NATO-Land Polen. Der Startschuss zu WW3?
    Ja, potztausend. Zufällig war ein amerikanischer „Sicherheitsberater“ in der Nähe und konnte sogleich bestätigen das es sich um russische Raketen handelte. Es ist reiner Zufall das diese Sache jetzt von dem bankrotten Scheißhaufen FTX-Börse und dem Rattenschwanz dahinter (Democrats,WEF,Biden) ablenkt – und von den gestohlenen Midterm-Wahlen – und Nordstream2 – und der Bombemexplosion in der Türkei – und, und, und…

    • das einzige: was deutschland berühmt erstrebenswert und unvergleichlich macht:
      wird nicht eingeführt…
      spinnen die , das einzigartige symbol für alle, ausser wir selber, – die gut leben und nichts großartiges tun wollen in diesem unserem lande…
      erwarte viel – und gebe wenig… !
      bitte nein und nochmals nein… wie sonst können wir unser sonderstellung in verschwendung, vergeudeun vernichtung und verarsche den neuen eindringlinen und dummen bürgen klar und erlebbar machen…

  2. Würden ANSTÄNDIGE Löhne und Gehälter bezahlt würde folgendes passieren: Wir hätten das Abstandsgebot erfüllt, der Facharbeitermangel wäre vorbei, es gäbe einen echten Anreiz zu arbeiten, die Binnenwirtschaft wäre gestärkt und ja, ein Zeichen von Anstand wäre es auch.

  3. „Die Behauptung, niemand würde bei höheren Regelsätzen noch zur Arbeit gehen, stammt aus dem Reich der Märchen und Legenden.“
    So argumentieren das Regime und seine Trabanten immer! Natürlich werden dann nicht alle Arbeitnehmer kündigen, das betrifft im Wesentlichen die unteren Einkommenschargen. Das ist bedeutend, da aufgrund einer idiotischen Politik von ausschließlichen Schwachköpfen das ach so reiche Deutschland den größten Niedriglohnsektor in Europa hat. Und zwar absolut sowie anteilsmäßig, aber das ist denn Politikern schon zu hoch. So plappern die und ihre Arschlecker auch nur wie mental retardierte Kinder.

    Viele Sozialleckerlis werden von diesen Kommunistennachgeburten stets unterschlagen, wie etwa die Möglichkeit, sich für symbolische Beiträge bei den Tafeln zu ernähren, das Recht sich für tausende die Sozialbude einrichten zu lassen und einiges mehr, wie die spendenbasierten Möbel- und Kleiderkammern!

    Nun beweise ich, dass dieses System unmenschlich ist! An einem guten früheren Bekannten, der zwar mit rund 3000 DM gut verdiente aber eben auch Schulden hatte und Alimente zahlen musste. Dem ging regelmäßig einige Tage vor Monatsende das Geld aus, der Mann hatte nichts mehr zu essen! Für solche Leute, die diesen Saustaat finanzieren, ist nichts vorgesehen, der hat fast jeden Monat tagelang hungern müssen, aber ohne etwas zu sagen. Mir fiel das irgendwann von selber auf und ich habe angefangen, ihm Essenspakete mitzubringen. So ein glückliches Gesicht und dankbares Gesicht hab ich selten gesehen und seitdem ist dieser erbärmliche Ausbeuterstaat für mich ein menschenfressendes Ungeheuer!

  4. Warum illegal eingewanderte Typen aus Afrika oder dem Orient dieses bürgergeld auch bekommen sollen, erschließt sich mir nicht. Sollen nun noch mehr Analphabeten angelockt werden, die es sich in unserem bis jetzt noch existierenden Sozialsystem breit machen können? Dazu kassieren sie auch noch das gestiegene Kindergeld ab, für das eine oder mehrere ihrer Frauen als Gebährmaschinen sorgen.

    • Und genau! Das wirtschaftlich Wichtigste: Es sind zuerst billige Arbeitskräfte für die Industrie (Mamazon etc.) Die werden von der Mittelschicht sozial „bezahlt“ und von der Industrie ausgebeutet. Die Industriebetriebe zahlen oft unter 1% Steuern auf ihre Gewinne.

  5. Man wird eine Lösung finden (müssen), denn dieses Bürgergeld ist nicht wirklich für die Kartoffeln gedacht, sondern als Anreiz für Minderentwickelte und Minderbemittelte aus aller Welt. Wichtig in Deutschland und für Deutsche ist Masse, Klasse dagegen verabscheuen sie, fürchten sie, weckt und nährt in ihnen ihre Minderwertigkeitskomplexe.

  6. Bürgergeld noch mehr Anreiz für illegale Importierungen !
    Bürgergeld zudem noch weitere Überlegungen, seinen Job
    aufzugeben und die fehlenden Euros zum Nettolohn
    durch Freundschaftsdienste auszugleichen.
    Denn dann lohnt sich ehrliche Arbeit nicht mehr !
    Für eine 4 köpfige Familie sind das ca. 1800 E + Wohngeld
    +Heizungskosten + fiktiv ersparte Benzinkosten zur
    Arbeit und zurück !
    Wir nähern uns durch unsägliche Multi-Dilettanten einer
    Nation, wo ehrliche Arbeit und somit Selbsterhalt
    nicht mehr attraktiv ist.
    Und das spricht sich natürlich auch bei den uns keinen
    Mehrwert bringenden Importierten herum.
    Die Politik zielt nur noch auf Einwanderung, weil das
    für grünlinke massig Wählerstimmen bringen wird und
    diese dann gegen das eigene Volk verwendet wird.
    Das Land ist fix und fertig, fertiger geht gar nicht mehr.

    Da hilft nur noch die Abwanderung in ein nicht faschistisches
    Nicht-EU-Land, denn unsere Nachkommen haben hier nicht
    wirklich eine gute und sichere Zukunft insbes. wenn der
    politische Islam in spätestens 30 Jahren die politische
    Macht haben wird.
    Erst dann werden sich Altparteien noch warm anziehen müssen !

    • Die Idee des sog. Bürgergeldes dient auch dazu, Menschen in die staatliche Abhängigkeit zu locken. Denn wer in die Abhängigkeit des Staates gerät, der muss sich staatshörig verhalten. Eigentum für die Sicherung seiner Familie schaffen, das kann er nicht mehr.

    • Ja, ich kann dem weitestgehend zustimmen. Der gravierendste Unterschied ist aber, dass treue Deutsche und deutschlandtreue hier schon etwas aufgebaut haben. Und seien es „nur“ die 1000€ auf dem Sparbuch. „Neueingebürgerte“ kommen mit 0 hier an. Sie haben Anspruch auf eine neue Kloschüssel (des Glaubens wegen), Bett, Tisch, Stuhl, Schrank und Küche. Die Sanktion ihnen 1000 € abzunehmen, gibt es nicht. Und die Gutmenschen überhäufen sie zudem mit Geschenken. Ukraineflüchtlinge haben dazu noch einen sozial-priveligierten Status. Wer hat den da noch Interesse an Arbeit? Alleinerziehend mit minderjährigen Kindern, die mit mir in der Bahn reisen, scheißen auf die Maskenpflicht. Schaffner da: jaja, Maske auf (nur halb), Schaffner weg: alle Maske runter, blabla-ausländich, Niesen, husten und pfurzen nach Herzenslust. Und wehe man schreibt das oder noch schlimmer: man spricht die Sozialgeschützten an: Dann ist das SEK schneller da, als dass man bis 3 zählen kann. ENTSCHLDIGEN SIE MEINE AUSSCHWEIFUNGEN

  7. „Demnach lebten 2015 noch 4,6 Millionen deutsche Staatsbürger von Hartz IV. Davon hatte allerdings ein in der Statistik nicht ausgewiesener Anteil einen Migrationshintergrund. Heute, 2022, sind es nur noch knapp 3,0 Millionen. Die Zahl ist also deutlich zurückgegangen. Dagegen stieg die Anzahl der ausländischen Hartz IV-Bezieher im selben Zeitraum von 1,3 Millionen auf 2,4 Millionen. Das entspricht einem Anstieg von 23 auf eben jetzt 45 Prozent aller künftigen Bezieher des Bürgergeldes.“

    „Zudem werden viele Armutsmigranten, deren wirtschaftlichen Existenz das Bürgergeld sichert, früher oder später eingebürgert.“ Sie sind ja dann keine Ausländer mehr.

    aus

    „45 Prozent aller Hartz IV-Bezieher in Deutschland sind Ausländer“
    https://www.pi-news.net/2022/11/45-prozent-aller-hartz-iv-bezieher-in-deutschland-sind-auslaender/

  8. Wenn ich es nicht überlesen habe, fehlt doch in der Betrachtung ein wichtiger Aspekt.
    Wenn ich „Bürgergeld“ bekomme, habe ich jede Menge Freizeit.
    Was hindert mich daran in dieser Zeit zu arbeiten? Natürlich schwarz!
    Wenn man das mal in die Szenarien einbaut, dann ist der brave Michel, der jeden Tag zu seiner Arbeit trottet, wirklich nur ein dummes Axxxch!

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    • Damit kann man , aus meiner Sicht, nicht glücklich werden. Zum einen hängt einem ständig das Gesetz im Nacken. Zu anderen üben die Behörden eine nicht unerheblichen Druck auf einen aus, eine neue Stelle anzutreten. Und ganz nebenbei arbeitet man ja noch, was auch Ressourcen bindet. Ich kenne keinen, der das durchgehalten hat. Ach ja? Haben Sie Familie oder Haus abzubezahlen? Erklären Sie das mal Ihrer Bank, wo das Geld herkommt. Irgendwann würden wohl die Geldautomaten vor lauter Bargeldeinzahlungen platzenj.

  9. Die 50 Euro mehr die das Bürgergeld zu Hartz4 ausmacht, machen den Braten auch nicht fett.
    Löhne rauf geht nicht, dann sind viele Firmen nicht mehr in der Lage zu konkurrenzfähig Preisen zu produzieren, oder Dienstleistungen anzubieten.
    Oder es gibt mehr Geld, dafür werden dann aber auch die Produkte oder Dienstleistungen teurer, ein Teufelskreis. Auch die mehr Steuereinnahmen die unser bester Staat aller Zeiten, durch Inflation und Teuerung abmelkt, nützen ihm nichts, da alles was der Staat kauft oder an Dienstleistungen in Anspruch nimmt, ebenfalls teurer wird. So kommen wir nicht aus der Nummer raus.

    • Schon richtig. Eines sehe ich aber anders: Viele Konzerne fahren derzeit Milliardengewinne ein und entlassen trotzdem Mitarbeiter und bezahlen die verbleibenden Mitarbeit schlecht. Das zu Ändern wäre aus meiner Sicht der Ausweg aus diesem Teufelskreis.

  10. und die „warmmiete“ ist auch nicht vergleichbar.
    wer schuftet sucht sich seine wohnung selber, eingeschränkt von der lage der arbeitsstelle, oder er muss lange fahrtwege in kauf nehmen, die auch kosten erzeugen.
    wer nicht schuftet, kommt häufig genug in den genuss des immer mehr werdenden sozialen wohnungsbaus. diese wohnungen liegen oft in guter lage (innenstadt).
    viele städte fordern immer höhere prozente an solchen wohnungen, während ein normalverdiener davon nur träumen kann.

    • Und das genau ist der Punkt. Warum nehmen Vermieter lieber Mieter, die ihr Geld „vom Amt“ bekommen, als einzelne in Arbeit stehende Mieter? Zwei Einkommen (Berufstätige) sollten es schon sein, um den Mietvertrag zu bekommen. Oder ein Sozialleistungsempfänger. Wie schräg ist das den? Da lohnt sich Arbeit nicht! Und nicht durch ein Bürgergeld. Sondern die Unzuverlässigkeit der heutigen Arbeitgeber in der Industrie. Als ich 1980 im Handwerk gearbeitet hatte, gab es dort tatsächlich noch Gesellen, die von ihrer Ausbildung an bis zu ihrer Rente im selben Betrieb arbeiten konnten. Nein, das war kein Wolkenschloss, es war real!

  11. Das Bügergeld ist Sozial psychlogisch für den wirtschaftlichen, finanziellen, industriellen politisch gewollten Niedergang der BRD notwendig , um die Arbeitslosigkeit, zunehmende Armut,Obdachlosigkeit, die dt. maroden Sozial-Systeme, Millionen bildungsferner, ein besseres Leben Suchenden, zigtausende Insolvenzen, Deindustriealisierung zu verstecken,
    darüber hinaus sind viele Millionen Bürgergeld Empfänger vom Staat abhänging u. verhalten sich dafür mit Wohlverhalten, Renten entfallen letztendlich durch`s Bürgeld bis Lebensende !
    Das Bürgergeld knapp ausreichend zum Vegetieren – ist der Beginn des rot-grünen Zwang-
    sozialismus u. wesentlicher Bestandteil des “ New Reset “ von Herrn Schwab: “ Arm u. Glücklich nach dem ideologischen Moto: Wir hobeln alle gleich mit Ausnahme der Superreichen, Politeliten, Mächtigen, Herrschenden u. Kriminellen Millionen reichen orientalischen Clans !!!

    • Wow! Harter Tobak. Richtig, Herr Ludwig, richtig. Ich stimme Ihnen zu. Ich möchte noch anfügen, dass Deutschland sich Armengethos und Sozialaufstände politisch nicht leisten kann. Sieht weltpolitisch für eine reiche Industrienation nicht so schick aus. Und glauben Sie mir: Unten, bei uns Armen, sieht es richtig scheiße aus. Ich ernähre mich hauptsächlich von Kohlehydraten -> Kartoffeln und habe den Wunsch mal nach ´nem Rinderbraten. Am 20. ist mein Geld alle. Eier sind meine tierische Eiweißquelle. Man, ich war Feldwebel und bis 32 Jahre berufstätig. Ich bin in Deutschland geboren. Meine Eltern sind Deutsche. Warum werden mir so die Eier rasiert?

  12. Eine perfide Logik der „Mistdemokraten“. Natürlich können nur die Bedürftigen schuld daran haben, dass durch das Bürgergeld der Einkommensabstand zu den mehr oder weniger glücklichen Berufstätigen schrumpft. Dieses böse Gesetz. Arbeit muss sich lohnen! Ja, natürlich. Aber nun mal von der Kausalität betrachtet: Wer zahlt schlechte Löhne und fährt Milliardengewinne ein? Und wer ist bei der Inflation den eher hilfebedürftig? Wer hat zur Aufgabe, einen Sozialmissbrauch zu verhindern? Die unterbezahlten Arbeitnehmer? Wir hier nicht ganz nach dem Radfahrerprinzip nach unten getreten und nach oben geklingelt?

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