Vorrevolutionäre Zustände in Deutschland?

Vorrevolutionäre Zustände in Deutschland?

Alles schonmal dagewesen: Steuern wir auf eine neue bürgerliche Revolte gegen eine entrückte Machtclique zu? (Foto:Imago)

In Deutschland franst das formelle Mitgliederspektrum politischer Parteien nach links und rechts erheblich aus. Es ist im Zentrum maßgeblich durch den Niedergang von CDU und SPD bestimmt. Zugleich findet bei SPD und CDU/CSU zwar auf niederer Ebene noch eine positionelle Differenzierung statt, doch in der parasitären Klasse der Berufspolitiker ein ist qualitätiv-inhaltlicher Unterschied in realiter nicht mehr auszumachen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2024 hatten die CDU 364.202 Mitglieder, die SPD 357.116, Bündnis 90/Die Grünen 155.296, CSU 125.153, FDP 67.412, die Linke 58.532 und die AfD 51.335 Mitglieder. Zusammen ergibt das 1.179.046 Parteimitglieder insgesamt. Bei etwa 84 Millionen Einwohnern und der übergroßen Masse von bis zu 90 Prozent (!) inaktiver Mitglieder von SPD und CDU/CSU ist es legitim, von einem demokratischen Feigenblatt einer formierten Klassengesellschaft zu sprechen, die das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem dieses Landes – auf ganz ähnliche Weise übrigens wie vor dem Ausbruch der Französischen Revolution – von innen vollständig zersetzt hat.

Parteimitglieder in Deutschland (Screenshot:ScienceFiles)

Deutschland wird über CDUSPDCSUGrüne von knapp 150.000 Funktionären und deren NGO-Satelliten gesteuert, die über Hurra-Staatsmedien, Internetzensur und zunehmend verweigerte Wahlzulassungen (Stichwort OB-Wahl Ludwigshafen und rheinland-pfälzisches Ministerdekret zur generellen Nichtzulassung von AfD-Bürgermeisterkandidaten) mögliche Konkurrenz schon im Vorfeld faktisch ausschalten.

Mit dieser und weiteren antidemokratischen Aktionen hat sich Parteiensystem schon heute selbst delegitimiert. Von einer “Mitwirkung bei der politischen Willensbildung”, wie sie in Artikel 21 Grundgesetz eigentlich vorgesehen ist, kann hier überhaupt keine Rede mehr sein, vielmehr von einer systematischen Usurpation aller demokratischen Prozesse durch eine machtbesessene Nomenklatura. Die Folge ist die zunehmende Verweigerung der Bevölkerung, dieses mit dem ganzen Land gleichgesetzte “System” nach innen oder außen zu verteidigen. Auch die DDR ist 1989  einfach implodiert – trotz SED, Staatssicherheit, Volkspolizei, NVA und Staatsmedien, was für niemanden überraschender kam als für die Angehörigen dieser Herrschaftskaste. Die Frage lautet heute: Wie nah sind wir an einem neuen 1989?

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11 Antworten

  1. Das rigorose Vorgehen gegen Proteste, die Zensur abweichender Ansichten und eine zunehmende staatliche Übergriffigkeit sind Anzeichen, daß die Macht der Regierung allmählich bröckelt.

    Die Machthaber bestehen zwar felsenfest darauf, die Öffentlichkeit „schützen“zu wollen, ihre Maßnahmen sind jedoch in Wirklichkeit nur der krampfhafte Versuch, die Kontrolle über eine immer kritischer werdende Bevölkerung zu behalten, welche die Regierung als das eigentliche Problem erkannt hat.

    Insofern ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es zu einer Umwälzung kommt, die es in sich hat.

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  2. Nur die politische Lösung hieße: Den Hausmeister auswechseln wenn man eigentlich einen Psychiater bräuchte…

  3. Weit weg! Die DDR-Bürger hatten ein Ziel: nämlich dendlich den Lebensstandard zu erreichen, den die Brüder und Schwestern im Westen (angeblich) hatten. Was wäre das Ziel der heutigen gesamtdeutschen Bürger? Eigentlich geht es vielen schon schlecht genug, aber mucken die auf? Und diejenigen, die ihren Abstieg nicht sehen wollen, weil es ja „immer noch ganz gut geht“, die machen auch nichts, schon aus Feigheit, sie könnten das, was sie jetzt noch haben, dann schneller verlieren, weil der Staat dann unbarmherzig zuschlägt.
    Wer von denen geht dann für Freiheit auf die Strasse? Bananen kann man essen, aber Freiheit? Wie schmeckt die? Macht sie satt? Nee, Freiheit ist die Mühe der Selbstverantwortung. Und mit der steht es bei den Deutschen ganz schlecht. Die wollen lieber als bürgergeldversorgte Sklaven/Parasiten leben, denn als freie Bürger, die für ihren Lebensunterhalt selber verantwortlich sind, lebenswichtige Entscheidungen selber treffen müssen.
    Wenn man mich fragt: wenn dieser Typus Deutscher ausstirbt, ist es darum nicht schade!

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    1. Die DDR-Bürger werden dieses Ziel des gleichen Lebensstandards auch erreichen, denn so schnell und radikal wie seit der Wende wurde meines Wissens der Wohlstand in Deutschland noch nie vernichtet bzw. dem Großteil der Bevölkerung entzogen. Da im „Osten“ nicht mehr viel zu holen ist, wird der Absturz vermutlich vor allem im Westen stattfinden.

      1. Da werden sicher ordentlich Schutzgelder fällig. Hast Du die schon eingepreist? Oder die etwaigen Zwischenfälle, die bei Bestattungen so auftreten können? Ich denke gerade an den Kerl, der bei irgendeiner Beerdigung eine Handgranate geworfen hat, die zufälligerweise an einem Ast abgeprallt war und ansonsten für sehr viele Tote gesorgt hätte. Als Bestatter ist man ja auch anwesend, da kann so ein Zwischenfall leicht ins Auge gehen.

    1. do guck na:
      dumm dümmer saudumm deutsch… die poller sind da die verbrecher auch… werden ja bereits erwartet sonst wären keine poller da… oh ihr volldeppen im namen des herrn… alice erlöse uns von allen politidioten und kopfgestörten… jag raus was raus muss…. feg weg was weg muss… erledige was zu erledigen gilt…!!!!! alles für alieceutschland… alles aus einer hand….. afd arbeit für deutschland…

    2. Nein, nur für Biodeutsche. Die andere Seite ist schon mehr als ausreichend bewaffnet und auch im Umgang mit solchem Gerät geübt.