
Zugegeben, die Meldung, dass nun endlich die “Hoffnung” mit einem letzten Prusten am Horizont davonschwimmt, hätte mir aus mehreren Gründen gefallen. Es hätte mir jedenfalls die Gaga-Bilder und Kommentare erspart, die von der unwiderruflichen Wandlung einer aufgeklärten Gesellschaft in eine therianthropische Kultgemeinde künden. Was ist los? Nun, mit zugespitzt maskuliner Kaltschnäuzigkeit betrachtet, schwimmt da einfach ein hierzulande selten gesehenes Säugetier in schöner Regelmäßigkeit in flaches Küstengewässer mit unpassendem Salzgehalt und strandet dort. So weit, so bedauerlich. Da dieses Phänomen nun, wie auch schon andernorts auf der Welt beobachtet, hier gleich viermal hintereinander passiert, könnte man kalauern, dass das wiederholte Auf-Grund-Laufen vermutlich seine Gründe haben wird.
Naheliegend wäre zum Beispiel, dass die Kräfte des Buckelwals verletzungs- oder anderweitig bedingt für das dauerhafte Schwimmen im heimischen Atlantik nicht mehr ausreichen und sich das vernunftbegabte Meergeschöpf instinktiv Erleichterung beim wochenlangen Liegen im seichten Wasser verschafft. Die wenigen blutigen Laien wie ich, die weder Meeresbiologie studiert haben noch zum Walversteher geboren sind, könnten annehmen, dass die fehlenden Befreiungsversuche und die verzögerte Atemaktivität dafür sprechen. Man könnte also die Sache einfach mit der gebotenen Distanz beobachten und der Natur respektvoll ihren Lauf lassen, würde man mit einer solchen Haltung nicht umgehend Gefahr laufen, umgehend als gefühlsarmer Hilfsverweigerer oder gar Beihelfer eines Mordgeschehens disqualifiziert zu werden.
Schwärme von Emojis
Und so nehmen die Dinge ihren Lauf. Zunächst muss für den gelingenden Walkampf die reichlich unprätentiöse männliche Bezeichnung “Timmy” in eine transzendent-weibliche Kategorie überführt und der Wal umbenannt werden. Es geht daher jetzt um “Hope” – also um alles. Das funktioniert. Millionenfach scharen sich die sendungsbewussten Guten um das von höheren Kräften gesandte Wesen. Fans stoßen fontänengleich ihre Empörung über die fehlende innere Sicherheit in öffentlichen Gewässern in den Diskursraum, zittern vor Erregung und sehen sich um ihren Schlaf gebracht. Ganze Schwärme von Emojis umrahmen in den sozialen Netzwerken die pathetischen Aufrufe zur nationalen Rettung.
Walflüsterer, Ärzte, Minister und Bundespräsidenten, Baggerfahrer und Chorleiterinnen geben sich vor Ort die Mikrofone in die Hand. Lichterketten werden gebildet. Kometen werden beschworen. „Trauern ist Liebe“, ein emotionales Klangkunstwerk, geht auf YouTube steil, auf TikTok werden mannigfaltige KI-Videos erstellt. Sogar Sarah Connor brüht im Glanze des Walglückes ihre Säugetier-Expertise auf. Spezialistinnen und Spezialisten liefern sich Schlamm- und Schlickschlachten um die Deutungshoheit über die Logistik der Rückführung mit Hochdruckspülern, Luftkissen, Gurten, Netzen, Schlauchbooten, Pontons und Schwimmkäfigen oder gleich der Marine, die vermutlich gerade noch rechtzeitig vor ihrem völkerrechtswidrigen Einsatz in der Straße von Hormuz für die wirklich zentralen heimischen Aufgaben zurückgehalten werden konnte. Für die demonstrativ einfliegenden und nach Befehlsverweigerung der bereits tätigen Ortskräfte wieder beleidigt abreisenden Gurus könnte man wahrscheinlich Wasserflugzeuge im Pendelverkehr einsetzen. Soeben flog die aus Hawaii georderte Sonderbeauftragte ab. Wallace war selbstverständlich ihr Name. Witzeleien verbieten sich.
Epische Schlacht mit ungewissem Ausgang
Schließlich bemüht sogar Till Backhaus angesichts von veritablen Morddrohungen ein ihm wohlbekanntes Instrument: die Duldung. Geduldet, so kündigt er an, werden von ihm die gewissermaßen noch nicht in trockenen, sondern Feuchttüchern befindlichen Rettungsversuche. Ein ungeheures Wagnis, schließlich könnte bei der Remigration etwas schiefgehen und die Deutsche Umwelthilfe oder Pro Asyl könnten vor dem Europäischen Gerichtshof erscheinen und von Till, dem ministerialen Backfisch Schadensersatz fordern.
Manchmal hat “Hope” die Schnauze voll und schwimmt ne Runde. Aber seinen Rettern entkommt er wohl nicht. Wie auch immer: Nach der epischen Schlacht um den Wal mit ungewissem Ausgang wird das Volk erst einmal viel Ruhe brauchen. Schließlich wurde schon eine Menge Kraft in den Kampf gegen Männer, die Massendeportation integrierter Nachbarn, die Grundlast bei der Energieerzeugung, Christian Ulmen oder die an sich vernachlässigbaren Autobahnabschnitte ohne Tempolimit investiert. Kann also gut sein, dass die Regierung dann endlich mal Zeit und Muße hat, so einige strukturelle Reformen voranzubringen, die sie so seit einem Jahr auf dem Zettel hat. Ihre noch nicht verabschiedete Gehaltserhöhung zum Beispiel. Bis dahin gilt: Wer den Wal hat, hat die Qual.
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17 Kommentare
aber Hauptsache diese Endstufen-Schizos lallen für noch mehr äRnäüärbahre wie Windräder aka Vogelschredder, die unsere letzten Milane usw zu Millionen zerheckseln! Was für ein widerliches, verlogenes, degeneriertes hypocrit Abschaum Pack…
So schwierig ist das doch gar nicht! Der Wal hat, wie jede Brieftaube auch, einen eingebauten Kompass. Dazu den Trieb, nach Südwesten zu flüchten. Das ist überall in den Weltmeeren richtig, nur in der Ostsee tödlich. Es hat noch nie ein Wal den Ausweg aus der Ostsee gefunden. Ende Gelände sind immer die Sandbänke vor der deutschen Küste im Südwesten der Ostsee.
Mietet bei einer Werft ein Trockendock, taucht das Dock, bugsiert Timmy da irgendwie rein, bloss nichr auftauchen, das wäre tödlich für Timmy, davor und dahinter ein Gitter, damit Timmy nicht ausbüxen kann-und dann schleppt Timmy ums Skagerak, noch besser auch noch um die britische Insel und dann stubbst Ihn in die irische See und dann hilft nur noch beten !
Wale kommen zum Sterben an die Küsten…
In diesem Fall spielt der Infraschall der schizoiden offshore Vogelschredder noch eine bedeutende Rolle!!! Das Tier ist zu seiner tödlichen Erkrankung (s.o.) noch total verwirrt, DANKE an die Wind/Solar schizos.
So ähnlich wie meine Idee.
Ich wäre allerdings pragmatischer. Seil drumherum, meintwegen auch an der Fluke und ihn durch den Nord-ostseekanal wieder in die Nordsee zurück schleifen.
Wenn er denn eigentlich sterben möchte, kann er sich dort hinabsinken lassen.
Die Pfütze Ostsee hat nicht genug Tiefe.
Nord-Ostsee Kanal geht nicht, der enthält praktisch Süsswassert, das überlebt Timmy nicht.
Wenn man Timmy am Ende des Nord-Ostseekanals hätte, in Brunsbüttel würde der schnurstraks in Richtung Südwesten schwimmen und an den Ostfriesischen Inseln auf Grund laufen.
Das ist kein alter Wal, der des Lebens überdrüssig ist, das ist ein Jungtier mit etwas über 10 Meter Länge, der will leben, ob wir ihm dazu verhelfen können, mit all den profilierungssüchtigen Wichtigtuern, ist eine andere Frage
Wie und an welcher Stelle wollen Sie unter einem so großen und schweren Tier ein Seil durchziehen, ohne das Tier zusätzlich noch zu verängstigen? Und wie bzw. an welcher Stelle kann bei einer solchen Körperform ein Seil festgezurrt werden? M.E.s rutscht es entweder nach vorne oder nach hinten sofort ab, sobald Zug ausgeübt wird.
Mein K0mmentar ist leider verrutscht. War eigentlich als Antwort auf @Gudrun gedacht.
Tja, Doofies wollen beschäftigt werden und Dreckspolitiker nutzen das um ihre Unfähigkeit zu verschleiern wie Schröder nach der Oderbruchüberschwemmung.
Ursache der Strandung sind Unterwasserlangwellensender zur U-Boot Kommunikation
wenn es einen Tierschutz gäbe hätte man das Tier längst erschossen so aber tummeln sich die unfähigen Heuchelpolitiker und sülzen herum so wie das Doofpack es gerne hat
Hätten all die Besserwisser, die bislang nichts gebacken bekamen, bloß den echten Fachmann, der den ersten Rettungsversuch durchführte, diesen noch zu Ende bringen lassen! Damals war der Wal zudem noch in einem besseren Zustand. Was jetzt abläuft, mag ja gut gemeint sein. Für mich ist es nur noch Tierquälerei, da die derzeitigen „Retter“ ihr Metier offenbar nicht beherrschen. Eine Kugel halte ich in der gegenwärtigen Situation für die humanste Lösung, denn der Wal kann noch wochenlang dahinsiechen, während ihm die Möven Fleisch aus dem Körper picken, da der geringe Salzgehalt des Ostseewassers die Haut des Wals aufweicht und verletzbar macht.
Mal den Kennedy anrufen:
https://www.spiegel.de/panorama/leute/robert-f-kennedy-jr-neue-bizarre-tier-anekdote-wal-kopf-als-souvenir-mitgenommen-a-ac5ebf29-c1fe-4b1c-87c3-4ae554b41eda
In D. werden täglich tausende Tiere in den Schlachthöfen massakriert.
Auf der ganzen Welt verrecken täglich Delfine und Schildkröten in Fischernetzen oder werden abgeschlachtet.
Das interessiert aber keine Sau. Erst wenn ein Exot am Horizont auftaucht(im wahrsten Sinn)
dreht die Journaille durch.
Dabei stranden viele Wale, nur ist das bestenfalls eine kurze Meldung in den Nachrichten wert.
Die haben allerdings den Vorteil, das sie meistens unbehelligt sterben dürfen. Im Gegensatz zu
„Timmy“, dem man noch mit unsäglichen Methoden zu Leibe rückt, zumal mit einem fragwürdigen Ausgang.
nicht zu vergessen die 100 MILLIONEN Haie, die JEDES Jahr massakriert werden, Flossen ab, Rest zurück ins Wasser!!!…
Da sieht man jetzt Live und in Farbe, wo man diesem Drecksstaat die Prioritäten setzt. Wenn einer von einem Messerkünstler abgeschlachtet wird, berichtet man regional oder nur wiederwillig, oder gar nicht. Was für ein idiotisches, durchgeknalltes Idiotenpack. Diese ganze bekloppte, hilflose Aktion ist die Lachnummer schlechthin und mittlerweile das Markenzeichen für diesen heruntergekommenen, ideologisch verwahrlosten und völlig aus den Fugen geratenen Beamtenstaat. Mal sehen, wie die Experten nacher den Kadaver bergen. Das wird bestimmt die nächste Lachnummer.
Der arme Wal wird zu Tode gerettet. Hoffentlich hat’s der arme Kerl bald hinter sich.
sich wegen eines Wals in die Hosen kacken wo sich unfähige Blödelpolitiler Auge in Auge mit dem Tier unterhalten aber gleich danach mit Ballerair in den Last Minute Saufurlaub nach Malle und in die Türkei fliegen und ganz pervers auf die Malediven die wegen der idiotischen Hotels so langsam im Pazifik versinken.
So muss Anteilnahme an der Natur
Heuchlerbande und Frau im Spiegel Psychoneurotiker
dieser Touristenhype ist eine Sauerei und Tierqälerei und dann wird dieses Elend noch von komplett unfähigen Politikern benutzt um zu zeigen wie sehr ihnen die Natur am Herzen liegt, so wie ihnen das ihr Spindoctor vorgegeben hat, gleichzeitig aber das Land mit Windblödelrädern vollpflastern die tausenden von Vögeln das Leben kosten und unsere Netzstabilität ad absurdum führt die wir dann mit Milliarden bezahlen um aus Atomkraftwerken und Kohlekraftwerken in Drittländern den stabilen Netzstrom zu beziehen.