Warum die Schweiz reich ist – und was Deutschland daraus lernen könnte

Warum die Schweiz reich ist – und was Deutschland daraus lernen könnte

Boomtown Zürich: Der Schweizer Wohlstand kommt nicht aus dem Nichts (Foto:Imago)

Die Schweiz gehört zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Doch ihr Erfolg ist weder ein Geschenk der Geografie, noch ist sie allein das Ergebnis von Banken, niedrigen Steuern oder einem legendären Arbeitsethos. Nein, hinter dem Wohlstand steckt ein Wirtschaftsmodell, das auch Deutschland einmal in ähnlicher Form kannte: Starke Unternehmen, politische Stabilität, solide Staatsfinanzen – und Rahmenbedingungen, die wirtschaftlichen Erfolg nicht als soziales Ärgernis oder Problem, sondern als Voraussetzung für gesellschaftlichen Wohlstand betrachten. Als in Deutschland lebender Schweizer Rentner werde ich öfters mit klischeehaften Vorstellungen über mein Heimatland konfrontiert. Für viele Deutsche stellt die Schweiz ein Land der Sehnsüchte dar. Sehr viele Deutsche arbeiten als Grenzgänger in der Schweiz und fühlen sich privilegiert. Zudem führt die Schweiz in Deutschland die Rangliste der beliebtesten Auswanderungsländer an. Somit lohnt sich ein vergleichender Blick Deutschland –Schweiz allemal.

Wer im Ausland an die Schweiz denkt, dem fallen schnell Finanzinstitute, Schokolade, Uhren und vielleicht noch niedrige Steuern ein. Das ist nicht völlig falsch, erklärt jedoch den außergewöhnlichen Wohlstand des Landes aber nur zu einem kleinen Teil. Viel entscheidender ist etwas ganz anderes: Dass die Schweiz nämlich pro Einwohner außerordentlich viel wirtschaftlichen Wert erwirtschaftet. Beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf gehört das Land seit Jahren zur absoluten Weltspitze. Selbst wenn man statistische Besonderheiten wie Grenzgänger, Wechselkurse und die hohen Schweizer Preise berücksichtigt, bleibt ein bemerkenswerter Abstand zu vielen anderen europäischen Industriestaaten. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob die Schweiz reich ist, sondern warum sie es ist.

Wohlstand entsteht nicht durch Umverteilung

Eine einfache ökonomische Wahrheit gerät in politischen Debatten erstaunlich häufig in Vergessenheit: Wohlstand muss erst erwirtschaftet werden, bevor er verteilt werden kann! Hohe Schweizer Löhne sind deshalb nicht die Ursache des Wohlstands, sondern primär dessen Folge. Ein Unternehmen kann einem Mitarbeiter dauerhaft 100.000 oder 120.000 Franken im Jahr nur bezahlen, wenn dieser Arbeitsplatz, zusammen mit Kapital, Technologie und Organisation, eine entsprechend hohe Wertschöpfung ermöglicht. Und das ist der Fall. Exakt hier liegt eine der ganz großen Stärken der Schweiz: Auf relativ kleinem Raum befindet sich eine ungewöhnlich hohe Zahl international erfolgreicher Unternehmen. Namen wie Roche, Novartis, Nestlé, ABB, UBS, Zurich Insurance, Richemont, Swiss Re oder Kühne + Nagel stehen stellvertretend dafür.

Daneben existiert eine Vielzahl weniger bekannter mittelständischer Unternehmen und sogenannter Hidden Champions, die auf ihren jeweiligen Weltmärkten führend sind. Im Gegensatz zur vor allem in Deutschland vorherrschenden Meinung ist die Schweiz keineswegs ein vorrangiger Bankenplatz; sie ist vielmehr auch im Pharma-, Chemie-, Maschinenbau-, Lebensmittel-, Versicherungs-, Logistik-, Präzisions-, Luxusgüter- und Forschungsstandort sehr erfolgreich. Diese industrielle und wirtschaftliche Vielfalt macht das Land widerstandsfähig.

Warum bleiben Unternehmen in einem Hochlohnland?

Eigentlich müsste die Schweiz für viele Unternehmen ein schwieriger Standort sein: Die Löhne sind extrem hoch, die Grundstücke sind teuer und Dienstleistungen kosten viel. Der Franken ist stark und verteuert Schweizer Exporte zusätzlich. Trotzdem produzieren und forschen zahlreiche Weltkonzerne weiterhin dort. Das ist jedoch keinesfalls ein Widerspruch, denn für Unternehmen zählt nicht allein, was ein Arbeitnehmer kostet, sondern vor allem, welchen Wert er schöpft. Ein hochqualifizierter Mitarbeiter, der 150.000 Franken Gesamtkosten verursacht, kann für ein Unternehmen günstiger sein als ein Mitarbeiter in einem Niedriglohnland – weil seine Produktivität entsprechend höher ist! Genau deshalb ist die Vorstellung problematisch, Deutschland könne seine internationale Wettbewerbsfähigkeit hauptsächlich über niedrige Löhne sichern. Ein hoch entwickeltes Industrieland muss nicht möglichst billig sein, sondern es muss möglichst gut sein!

Wie wenig aussagekräftig die Höhe der Löhne allein für die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes ist, zeigt ausgerechnet das schwäbische Traditionsunternehmen Stihl. Während in Deutschland immer wieder argumentiert wird, industrielle Produktion müsse wegen hoher Arbeitskosten zwangsläufig in Niedriglohnländer abwandern, produziert Stihl einen wesentlichen Teil seiner Sägeketten ausgerechnet in der nochmals deutlich teureren Schweiz. Das Schweizer Kettenwerk wurde bereits 1974 gegründet; aus einem kleinen Betrieb mit sechs Mitarbeitern entstanden im Laufe der Jahrzehnte zwei Standorte in Wil und Bronschhofen mit heute rund 1.000 Beschäftigten. Dort werden mehr als 70 unterschiedliche Sägekettentypen hergestellt und in die ganze Welt exportiert.

Ein Hochlohnland kann trotzdem wettbewerbsfähig sein

Das Entscheidende daran ist, dass die Schweiz dabei nicht über niedrige Löhne konkurriert – sondern über Produktivität, Automatisierung, Präzision, Know-how und verlässliche Rahmenbedingungen. Stihl beschreibt seine Schweizer Werke selbst als hochmoderne Produktionsanlagen. Gefertigt wird rund um die Uhr im Dreischichtbetrieb, unterstützt durch hochautomatisierte Anlagen und inzwischen auch durch künstliche Intelligenz in der Qualitätskontrolle. Das Beispiel widerlegt damit eine verbreitete Vorstellung und beweist, dass ein Industriestandort eben nicht billig sein muss, um erfolgreich zu sein. Er muss produktiv sein!

Natürlich gehört im Fall von Stihl zur Wahrheit dazu, dass das Unternehmen weiterhin erheblich in Deutschland investiert und dort wichtige Komponenten produziert. Gerade deshalb ist das Unternehmen ein interessantes Beispiel: Innerhalb ein und desselben Konzerns konkurrieren unterschiedliche Standorte um Investitionen und Produktionsaufgaben. Angesichts dieses nicht untypischen Beispiels sollte sich Deutschland mit der Frage befassen, wieso sich industrielle Hochtechnologie selbst im Hochpreisland Schweiz wirtschaftlich produzieren lässt. Wenn dies gelingt, sind dann tatsächlich die deutschen Löhne das größte Problem? Oder sind es nicht vielmehr die zunehmenden Energiepreise, Bürokratie, Abgaben, langwierige Genehmigungen und mangelnde Planungssicherheit? Eben hier könnte Deutschland von der Schweiz lernen: Nicht, indem es versucht, ein Billiglohnland zu werden – sondern indem es endlich wieder Bedingungen schafft, unter denen sich hohe Löhne durch ebenso hohe Produktivität und Wertschöpfung rechtfertigen lassen. Deutschland muss nicht billiger werden, es muss einfach wieder leistungsstärker und besser werden!

Der eigentliche Schweizer Standortvorteil

Der Schweizer Erfolg beruht auf einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu gehören ein hervorragendes Bildungssystem mit einer starken beruflichen Ausbildung, international anerkannte Hochschulen, eine leistungsfähige Infrastruktur, vergleichsweise verlässliche staatliche Institutionen, ein wettbewerbsfähiges Steuersystem und eine traditionell hohe Offenheit gegenüber den Weltmärkten. Hinzu kommt etwas, das sich nur schwer in Statistiken messen lässt: Nämlich Zuverlässigkeit, Stabilität und Berechenbarkeit. Unternehmen investieren Milliarden nicht für die nächste Legislaturperiode, sondern häufig für Jahrzehnte. Sie wollen deshalb wissen, ob Steuern, Energieversorgung, Regulierung und politische Rahmenbedingungen auch morgen noch kalkulierbar sind. Die Schweiz besitzt hier einen unschätzbaren institutionellen Vorteil: Föderalismus und die direkte Demokratie bremsen zwar manche Entscheidungen; doch genau diese vermeintliche Langsamkeit kann auch verhindern, dass nach jedem Regierungswechsel wirtschaftspolitische Grundentscheidungen wieder umgestoßen werden.

Und dann sind da noch die Staatsfinanzen. Hier wird der Unterschied zu Deutschland besonders interessant. Die Schweiz hat mit ihrer (echten!) Schuldenbremse einen Mechanismus geschaffen, der den Staat zwingt, seine Ausgaben langfristig an seinen Einnahmen auszurichten. Selbstverständlich gibt es auch dort politische Auseinandersetzungen über Ausgaben, Subventionen und Sozialleistungen. Aber der Grundgedanke bleibt bemerkenswert – dass nämlich der Staat auf Dauer nicht mehr verteilen kann, als Wirtschaft und Bürger erwirtschaften. In Deutschland diskutiert man dagegen in zunehmendem Maße darüber, wie zusätzliche Ausgaben über immer neue Schulden, “Sondervermögen”, höhere Abgaben oder zusätzliche Steuern finanziert werden können. Dabei müsste doch primär hinterfragt werden, wie wieder mehr Wachstum und Wertschöpfung geschaffen werden kann.

Deutschland war einmal näher am Schweizer Modell

Deutschland müsste vieles von dem, was zu seiner volkswirtschaftlichen Gesundung nötig ist, gar nicht neu erfinden. Die Bundesrepublik verdankte einen erheblichen Teil ihres Nachkriegserfolgs ganz ähnlichen Prinzipien: Soziale Marktwirtschaft, industrielle Leistungskraft, ein starker Mittelstand, eine duale Berufsausbildung, solide öffentliche Finanzen, bezahlbare Energie und eine außergewöhnlich starke Exportwirtschaft. „Made in Germany“ wurde – gerade wieder nach dem Zweiten Weltkrieg – nicht zum weltweiten Qualitätssiegel. Deutschland besaß Unternehmen, Technologien und Ingenieurskunst, um die es weltweit beneidet wurde. Selbst heute besitzt es davon noch immer viele – auch wenn die vorsätzliche Zerstörung durch eine industriefeindliche Politik rasant fortschreitet und und der anhaltende Abschwung die Substanz immer mehr abschmelzen lässt.

Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen dramatisch verändert. Vor allem Energie ist für viele Unternehmen teuer bis unbezahlbar geworden – nicht zuletzt auf Grund von ideologiebasierten Scheuklappen. Genehmigungsverfahren dauern teilweise Jahre, bürokratische Anforderungen wachsen. Infrastruktur und Digitalisierung weisen erhebliche Defizite auf. Gleichzeitig steigen Sozialausgaben und Abgabenlast. Deutschland leidet daher nicht an einem Mangel an Fähigkeiten. Es droht vielmehr, seine vorhandenen Fähigkeiten durch schlechte Rahmenbedingungen auszubremsen.

Was Deutschland von der Schweiz lernen könnte

Die Schweiz lässt sich nicht kopieren. Neun Millionen Einwohner sind etwas anderes als mehr als 80 Millionen. Geschichte, politische Kultur und Wirtschaftsstruktur unterscheiden sich erheblich. Aber primäre Prinzipien lassen sich durchaus übertragen. Nachfolgend die wichtigsten sieben wichtigsten Aspekte, die es dabei zu beherzigen gälte:

  1. Wertschöpfung muss wieder Vorrang bekommen. Politik sollte bei neuen Gesetzen systematisch fragen, welche Auswirkungen sie auf Investitionen, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit haben.
  2.  Energie muss zuverlässig und international konkurrenzfähig sein. Ein Industrieland kann seine Energiepolitik nicht ausschließlich unter ökologischen Gesichtspunkten betrachten. Versorgungssicherheit und Preise gehören ebenso dazu.
  3. Der Bürokratieabbau muss messbar werden. Nicht ein weiteres „Bürokratieentlastungsgesetz“ ist entscheidend, sondern die Frage, wie viele Arbeitsstunden Unternehmen tatsächlich weniger für staatliche Vorgaben aufwenden müssen.
  4. Berufliche Bildung verdient wieder denselben gesellschaftlichen Stellenwert wie akademische Bildung. Die Schweiz zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht allein in Universitäten entsteht. Gut ausgebildete Facharbeiter, Techniker und Meister sind für eine Industriegesellschaft mindestens ebenso wichtig.
  5. Der Mittelstand braucht Planungssicherheit. Wer eine Fabrik baut, Maschinen kauft oder Mitarbeiter einstellt, investiert für Jahrzehnte. Unternehmen benötigen deshalb verlässliche Regeln statt permanenter politischer Richtungswechsel.
  6. Staatsausgaben müssen wieder stärker nach ihrer Wirkung beurteilt werden. Nicht die Höhe staatlicher Ausgaben entscheidet über deren Qualität. Entscheidend ist, was mit dem Geld erreicht wird.
  7. Föderaler Wettbewerb kann ein Vorteil sein. Die Schweizer Kantone konkurrieren um Einwohner, Unternehmen und Investitionen. Dieser Wettbewerb zwingt Politik stärker dazu, Kosten und Nutzen ihrer Entscheidungen abzuwägen.
    Deutschland besitzt mit seinen Bundesländern grundsätzlich ähnliche Strukturen. Es nutzt deren Wettbewerbspotenzial jedoch nur begrenzt.

Auch die Schweiz ist nicht unfehlbar

Dieser Artikel sollte allerdings nicht allzu blauäugig und vorbehaltlos in schierer Bewunderung für die Schweiz enden. Der eidgenössische Wohlstand ist kein ewiges Naturgesetz. Ein starkes Bevölkerungswachstum kann dazu führen, dass die Gesamtwirtschaft wächst, während der Wohlstand pro Einwohner kaum zunimmt. Hohe Immobilienpreise, steigende Gesundheitskosten, zunehmende Regulierung, Energiefragen und das schwierige Verhältnis zur Europäischen Union beschäftigen auch die Schweiz. Hinzu kommt der allzu starke Franken. Er ist einerseits Ausdruck des Vertrauens in das Land, stellt andererseits jedoch exportierende Unternehmen regelmäßig vor erhebliche Herausforderungen.

Die zentrale, entscheidende Frage, der sich auch die Schweiz stets stellen muss, ist die: Wie können wir jene Rahmenbedingungen erhalten, die den Wohlstand überhaupt erst ermöglicht haben, beziehungsweise: Wie können wir diese Rahmenbedingungen noch optimieren? Wie können wir also noch besser werden? Das Beispiel Japans sollte Europa eine Warnung sein: Über Jahrzehnte galt das Land als nahezu unaufhaltsame Wirtschaftsmacht. In Europa war Deutschland noch bis vor wenigen Jahren die unbestrittene industrielle Lokomotive. Doch die Entwicklung beider Staaten zeigt, dass wirtschaftliche Spitzenpositionen keine Erbhöfe sind.

Wohlstand kann wieder verschwinden

Unternehmen können Investitionen ins Ausland verlagern, Forschung kann anderswo stattfinden. Junge Talente können auswandern. Technologien können verloren gehen. Hinzu kommt, dass ein schleichender Niedergang häufig erst wahrgenommen wird, wenn er bereits weit fortgeschritten ist. Die wichtigste Lehre aus dem Vergleich Deutschland – Schweiz lautet daher keinesfalls “Macht alles genau so wie die Schweizer!”, sondern vielmehr: Behandelt die Grundlagen des Wohlstands nicht als selbstverständlich! Die Schweiz ist reich, weil über Jahrzehnte Bedingungen entstanden sind, unter denen Unternehmen, Arbeitnehmer, Forscher und Unternehmer außergewöhnlich produktiv sein konnten. Deutschland verfügt noch immer über enormes industrielles Know-how, hervorragende Unternehmen, qualifizierte Menschen und eine starke Forschungslandschaft – doch dieses Kapital allein garantiert nichts, zumal es nicht erneuert wird.

Die wichtigste wirtschaftspolitische Herausforderung Deutschlands besteht deshalb nicht darin, immer neue Milliardenprogramme aufzulegen, politische Durchhalteparolen zu perpetuieren und mangelnden Fleiß oder Lebensarbeitszeit der Bürger anzuprangern – sondern darin, wieder ein Land zu werden, in dem es sich lohnt, zu investieren, zu forschen, zu produzieren und unternehmerische Risiken einzugehen. Denn Wohlstand wird auf Dauer weder beschlossen noch verteilt; er muss vielmehr jeden Tag neu erwirtschaftet werden.


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Dieser Beitrag erschien auch auf dem Blog “Zwischen den Zeiten

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7 Kommentare

  1. Es war einmal: In den 60er fuhren wir oft in die Schweiz, da damals dort viele Nahrungsmittel billiger als bei uns waren. Heute ist es andersherum. Heute können sich Schweizer Bauern im Grenzgebiet zum Doof-schland meistens die zum Verkauf stehenden Felder, Wiesen und Höfe deutlich eher kaufen, als die dort ortsansässigen deutschen Bauern. Warum wohl? Wenn denn der Schwetzer-Bauer die Grenze mit vollgeladenem Wagen die Grenze von Deutschland in seine Schweiz überquert, HURRA, HURRA, ist das gerade im vollgeladenen Wagen befindliche Gemüse/Obst/Gras etc. HOKUS-POKUS, dank Doooof-Land, dort auf einmal ein Vielfaches wert. Die hiesigen Bauern sind sowiso für unsere Politiker nur ein überflüssiges Hass-Objekt. Mercosur läßt schon mal grüßen.

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  2. bis in die 1980er galt dies weitgehend auch für Deutschland. Mit dem Durchdringen der grünen Ideologie und Fortschrittsfeindlichkeit wie auch mit der ‚geistig-moralischen-Wende‘ der Regierung Kohl ab 1982 änderten sich diese Rahmenbedingungen und der Abstieg nahm seinen Lauf. Unterbrochen wurde er in den 1990ern kurz durch die Wiedervereinigung die den Aufbau Ost als Motor verstand und sich fälschlicherweise darauf ausruhte und nicht erkannte dass weder Umweltschutz noch billige Löhne wie im Osten zu DDR-Zeiten diesen Wohlstand werden sichern können. An diesem Fehlen nationalökonomischer Grundsätze hat sich bis heute leider nichts geämdert. Heute glaubt man mit Windmühlenstrom eine Industriewirtschaft betreiben zu können, holt sich millionenfach nicht intergrierbare Muslime ins Land die man hofft ausbeuten zu können, die aber letztlich den Sozialstaat sprengen und das Land zerstören werden. Das hier auch äußere Einflüsse aus dem angloamerikanischen ihren Anteil haben sollte man dabei aber ebenfalls nicht vergessen. Der Kampf des Zinskapitalismus gegen die Produktive Wirtschaft die Deutschland einst auszeichnete hat nicht umsonst zwei Weltkriege gefordert.

    1. Die Zerstörung des Sozialsysteme ist doch DER Grund für die Grenzöffnung. Jetzt wird die Privatisierung der Rente eingeleitet. Ein Billionen-Geschäft, abgesegnet von der Zivil-Gesellschaft.

  3. Ein sehr guter Artikel.
    Nur eine Bemerkung: Schweiz wird langsam auch mit (farbigen) Nichtschweizern überflutet. Die Zerstörer Europas wollen ganze Arbeit machen.

  4. Binsenweisheiten.
    Nur: Durch den Euro haben die „deutschen“ Firmen den Wettbewerbsvorteil, dass die Italiener nicht mehr einfach ihre Währung abwerten können und damit bleibt der Gewinn gleich. Und durch die EU kann die „deutsche“ Wirtschaft nach Belieben ihre Jobs in Billig-Lohnländer transferieren, der Euro sichert ja unseren Wohlstand. Lach. Alle Deutschen würden liebend gerne in einer großen Schweiz leben, nur lohnt es sich für die „deutsche“ Wirtschaft mehr, in der EU, im Euro zu sein. Außerdem gibt es hier Subventionen, dass die Ohren schlackern.

  5. Wie viele Weltkriege hat die Schweiz verloren (und 1/3 seines Gebietes)? Wem welche Reparationen zahlen müssen? Wie viele Patente wurden der Schweiz gestohlen und wie viele Wissenschaftler entführt? Muss die Schweiz jährlich Milliarden für den Ukrainekrieg der USA herausrücken? Muss die Schweiz die EU maßgeblich finanzieren? Hat die Schweiz sich irgendeine historische Schuld als Hobby angeschafft, die Milliarden verschlingt? Ist die Schweiz eine US-Kolonie und immer noch besetzt? Operieren Schweizer-Politiker ganz offensichtlich im Interesse „fremder Mächte“ und werden zum Dank dafür mit dubiosen Drehtürjobs belohnt? Hatte die Schweiz eine Sozialismusruine wiederaufzubauen (DDR)? Verschenkten vollverblödete Manager der Schweiz über Jahrzehnte Know-How nach China? Finanziert die Schweiz Radwege in Peru?

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