Was läuft im Ahrtal anders als in Mariupol?

Der Wiederaufbau Mariupols geht rasant voran (Foto:Imago)

Vor einem Jahr zog eine Flut einen Korridor der Verwüstung durch das Ahrtal. Schnelle Hilfe wurde versprochen, aber weder die Reparaturen noch der angekündigte und notwendige Hochwasserschutz kommen zufriedenstellend voran. Vor wenigen Wochen wurde Mariupol befreit und bereits jetzt befinden sich Neubauten als Ersatz für die zerstörten Wohnhäuser im Bau. Im Ahrtal und auch im Erfttal sind die Schäden der Flutkatastrophe nach einem Jahr immer noch allgegenwärtig. Nicht einmal die Elementarversorgung, Wasser, Strom, Gas und Telefon, ist vollständig wiederhergestellt. Versicherungen wollen nicht bezahlen und Handwerker sind Mangelware. Die Ämter selbst, die schnelle und unbürokratische Hilfe versprochen hatten, verzetteln sich im Gezänk um Zuständigkeiten und Verantwortung. Wer sehen will, wie Katastrophenmanagement nicht funktioniert, dem sei eine Reise ins Ahrtal empfohlen. Die Menschen dort sind wütend, verzweifelt und hoffnungslos. Ja, wir leben im besten aller Deutschlands und sind nicht einmal in der Lage, innerhalb eines Jahres die Folgen einer Katastrophe zu reparieren.

In Mariupol haben die Asow-Banden auf Befehl Kiews verbrannte Erde hinterlassen. Sie haben sich in Wohngebäuden, Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen mit schweren Waffen verschanzt, Zivilsten so als Geiseln genommen und alles getan, dass so viel wie irgend möglich zerstört wird. Frühzeitig wurde die Elementarversorgung sabotiert. Was wir nicht behalten dürfen, das muss zerstört werden, war die Maxime und die wird überall dort angewendet, wo Kiew die Kontrolle verliert. Große Teile Mariupols liegen in Trümmern. Die Wohnungsnot ist groß.

!function(w,d,a){if(!w[a]){var s=d.createElement('script'), x=d.getElementsByTagName('script')[0];s.type='text/javascript'; s.async=!0;s.src ='//widgets.ad.style/native.js';x.parentNode .insertBefore(s,x);}w[a]=w[a]||function(){(w[a].q=w[a].q||[]) .push(arguments)};}(window, document, '_as'); _as('create',{wi:4458});

In Mariupol werden schon neue Häuser gebaut

Betrachtet man nun die aktuellen Bilder und Reportagen aus Mariupol (Alina Lipp sei hierfür besonders gedankt), so stellt man fest, dass die Straßen weitgehend von Schutt befreit sind. Strom und Wasser fließt wieder in die meisten Ecken der Stadt. Der Hafen und der Strand sind von Minen befreit, die die Asow-Banden hinterlassen hatten. Der Hafen ist wieder in Betrieb und einige Frachtschiffe beladen mit Getreide haben abgelegt. Am bemerkenswertesten empfinde ich aber, dass schon Wohnhäuser neu gebaut werden. Es handelt sich um ein Projekt für 1.000 Wohnungen und die sind zum Teil in ihrem Baufortschritt schon über das dritte Stockwerk hinausgewachsen. Bis zum Herbst werden sie bezugsreif sein. Was also läuft in Mariupol anders, oder besser, als im Ahrtal?

In Deutschland ersticken wir am Anspruch der Perfektion. Daran, alles bis ins Letzte durchdenken zu wollen, bevor auch nur ein Finger gerührt werden darf, um nur ja keinen Fehler zu machen. Dazu kommt ein ewiges Kompetenzgerangel und der Unwille, für irgendetwas Verantwortung übernehmen zu wollen. Für jede Entscheidung müssen Dutzende „Fachleute“ aus ebenso vielen Fakultäten angehört werden. Das geschieht nicht etwa koordiniert. Der eine legt etwas auf den Tisch, um es dann von einem Bedenkenträger eines anderen Amts wieder zerlegen zu lassen. Haben Sie auch dies und das bedacht, wird eingeworfen.

Es gibt keine kompetenten Entscheider

Hat man natürlich nicht, denn zumeist handelt es sich um Nebensächlichkeiten, wie zum Beispiel den gefährdeten Lebensraum einer Ersatzschnepfe. So fängt man nach Anhörung der nächsten „Fachberatung“ wieder ganz von vorn an. Schließlich will ja niemand Gefahr laufen, anschließend von Dutzenden Bedenkenträgern vor Gericht gezerrt zu werden, weil man ausgerechnet ihren Einwand mißachtet hat und der war natürlich der wichtigste, der elementarste. Über dem Ganzen liegt dann noch länderübergreifendes Kompetenzgerangel wie Mehltau und das Ergebnis heißt Stillstand. Siehe Flughafen Berlin, Stuttgart 21 oder die Zulaufstrecken der Bahn durch das Rhein- oder Inntal. Unser gesamtes System der Perfektion und der Bedenkenträger legt sich in allen Bereichen lahm. Es kann gar nichts mehr voran gehen, innerhalb einer halbwegs vernünftigen Frist.

Deutschland fehlen kompetente Personen, die das Mandat, die Macht und auch den Mut haben, irrsinnige Fehlentwicklungen zu korrigieren, vorbei an allen Instanzen. Die zum Beispiel frühzeitig hätten eingreifen können und Vorstand und Aufsichtsrat für den Bau des Berliner Flughafen wegen Inkompetenz einfach zu entlassen und durch fähige Leute zu ersetzen. Die die Kompetenz haben, schnelle Entscheidungen zu treffen, jenseits der überbordenden Bürokratie, wenn man sich wieder einmal im Klein-Klein verzettelt und nichts mehr voran geht. Auch auf die „Gefahr“ hin, dass diese Entscheidung dem Einen oder Anderen nicht gefällt. Diese Entscheider müssen jenseits der politischen Parteien, also neutral, erfahrene Fachleute sein, die möglichst breit aufgestellt sind. Kurz und gut, sie müssten so aufgestellt sein, wie sie es zur Kaiserzeit waren.

Es war mal anders…

Dazu ein kleines Beispiel. Als man vor über hundert Jahren darüber diskutierte, ob man das Kraftwerk zwischen Kochel- und Walchensee überhaupt bauen sollte, wandten die Bedenkenträger ein, ob man jemals so viel Strom brauchen würde, wie dieses Kraftwerk liefern werde. Aus der königlich-bayrischen Verwaltung kam das Machtwort, das diese Diskussion beendete: Das Ding wird gebaut! Wir wissen schon lange, dass das die richtige Entscheidung war und wir sollten auch wissen, dass es in unserem heutigen System nie zum Bau dieses Kraftwerks gekommen wäre. Das gleiche gilt für die Zähmung der Isar, mit dem Bau des Isarkanals und einer Fülle an Kraftwerken entlang dieses Kanals. Nichts davon könnte heutzutage auch nur die Planungsphase überstehen, denn die Heerscharen an Bedenkenträgern würden noch heute ihre Einwände unbefriedigt sehen.

Und jetzt blicken wir nach Russland. Nachdem sich die Krimbewohner entschieden hatten, zu Russland gehören zu wollen, – dies war eine demokratische Entscheidung –, wurde die Krim von der Ukraine isoliert. Kiew ließ sogar einen Damm bauen, der die jahrhundertealte Wasserversorgung vom Festland abgesperrt hat. Die Krim konnte nur noch von See versorgt werden. Innerhalb von zwei Jahren hat Russland die längste Brücke Europas aufgestellt, inklusive Planung und einer Eisenbahnlinie. Die Brücke über den Kertsch, die die Engstelle des Asowschen Meers zum Festland überbrückt und so eine sichere Versorgung der Krim garantiert. Nochmals: Zwei Jahre inklusive Planung! Versuchen Sie doch mal, auch nur eine neue Fußgängerbrücke in München über die Isar in dieser Zeitspanne auf die Reihe zu kriegen. Und nein, dieses Beispiel ist nicht erfunden, es ist leider real.

Ein guter Präsident trifft Entscheidungen und trägt die Verantwortung

Russland hat nicht nur einen Präsident, der den Mut, die Kompetenz und die Macht hat, wichtige Entscheidungen zu treffen, jenseits von Bürokratie. Ihm sind auch kompetente Fachleute unterstellt, die in seinem Sinn Entscheidungen voran bringen. Wie sonst hätte Putin das darniederliegende Russland der Jelzin-Ära so schnell wieder auf Vordermann bringen können? Putin hat nicht nur per Dekret die Oligarchen entmachtet, er hat auch direkt eingegriffen, als ebendiese ein Werk schließen wollten. Nicht etwa weil es Verlust gemacht hat, sondern weil es zu wenig Gewinn abgeworfen hat. Dieses Werk wurde nicht geschlossen. So hat der Präsident persönlich dafür gesorgt, dass viele Arbeitsplätze erhalten blieben und eine ganze Region lebensfähig geblieben ist. Das ist nur ein Beispiel, wie ein guter Präsident für seine Bürger sorgt und so darf es niemanden verwundern, dass er seit zwanzig Jahren ansteigende Zustimmung seiner Wähler erfährt. So geht Demokratie.

Man muss auch mal Entscheidungen treffen, auch harte, die sich erst später als richtig erweisen. Genau das findet bei uns schon lange nicht mehr statt. Der Letzte, der das noch ansatzweise wagte, war „Basta-Schröder“. Mit Merkel aber haben die Bedenkenträger Oberwasser bekommen und die einzigen Entscheidungen, die noch schnell vonstatten gehen, befassen sich damit, separate Toiletten für das dritte und vierte Geschlecht aufzustellen. Oder es kommt ein amerikanischer Oligarch, Elon Musk, und will sein Tesla-Werk in die Heide pflanzen. Da darf sofort mit dem Bau begonnen werden, obwohl noch kein einziges Umweltgutachten abgeschlossen vorliegt. Da werden sogar Bedenkenträger Beiseite geräumt, die auf die Probleme der Wasserwirtschaft hingewiesen haben. Wie sich dann herausstellt, zu Recht. Da kann man nur noch folgern, dass Deutschland nicht vom Kanzleramt regiert wird, sondern von amerikanischen Oligarchen und natürlich von Pharmakonzernen, siehe Corona. Eben vom großen Geld.

Bedenkenträger und ihre Konjunktive bringen dem Land Stillstand

Für Deutschland gilt: Warum einfach, wenn´s auch kompliziert geht? Dazu kommen die Bedenkenträger, die natürlich keine konkreten Sachverhalte darstellen, sondern sich in Konjunktiven ergehen. Es könnte dies oder das geschehen und deswegen dürfen wir es erst gar nicht versuchen. Dann werden wir mit der angeblichen Wissenschaftlichkeit von Computermodellen traktiert, obwohl jeder Fachmann weiß, dass bei Computersimulationen nur und ausschließlich genau das Ergebnis herauskommt, das der Programmierer will. Fachleute in Regierungsämtern? Fehlanzeige und so werden zig Millionen für externe Berater ausgegeben, die aber ihre ganz eigenen Interessen haben. Kurz und schlecht, wir haben zugelassen, von Menschen regiert zu werden, die keine Verantwortung tragen wollen, oder mangels Fähigkeit nicht können, aber alles mit ihren Bedenken im Konjunktiv abwürgen.
Wir brauchen einen Neustart, aber den schaffen wir von Innen heraus nicht.

So hoffe ich jetzt, dass die Ukrainekrise und die irrsinnige Politik gegenüber Russland, die daraus resultierende Energiekrise, zum Katalysator wird, der die ganzen Dilettanten aus den Führungsebenen fegen wird. Wenn dem Letzten bewusst wird, wie uns die Fortsetzung der Merkel-Politik in den Ruin führt, in dunkle, kalte Winter. Wenn wir Russland anbetteln müssen, um etwas Gas und Öl. Vielleicht wird man dann neutral bis positiv nach Russland blicken und analysieren, was in Moskau besser gemacht wird. Vielleicht erhält dann der alte Spruch leicht abgewandelt neue Kraft: Von Russland lernen, heißt siegen lernen! Zumindest überleben. Bis dahin würde ich eine Wette eingehen, dass in Mariupol schon wieder Ordnung und Normalität eingekehrt sein wird, bevor im Ahrtal der letzte Keller trockengelegt ist.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Anderweltonline.

 

_____________________

Auf Ansage! schreiben unterschiedliche Autoren mit ganz unterschiedlichen Meinungen zum Russland-Ukraine-Konflikt. Die Beiträge der jeweiligen Verfasser geben daher nur dessen persönliche Meinung wieder, nicht die der Redaktion.

BITTE BEACHTEN: Klarstellung der Redaktion zu Leserkommentaren

!function(w,d,a){if(!w[a]){var s=d.createElement('script'), x=d.getElementsByTagName('script')[0];s.type='text/javascript'; s.async=!0;s.src ='//widgets.ad.style/native.js';x.parentNode .insertBefore(s,x);}w[a]=w[a]||function(){(w[a].q=w[a].q||[]) .push(arguments)};}(window, document, '_as'); _as('create',{wi:4457});

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen wir uns, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Zuwendung unterstützen.

15 Kommentare

  1. Was ist eigentlich aus den hunderten Millionen Euro geworde, die diese obskure „Deutschland hilft“ Organisation mit Hilfe des Fernsehens eingesammelt hat? Wurde inzwischen schon ein Euro ausgezahlt an die Opfer im Ahrtal?

  2. Herr Haisenko hat völlig richtig aufgezeigt, wie eine herunter gewirtschaftete Kleptokratie, dass beste Deutschland aller Zeiten, funktioniert. Allerdings wird sich solange nichts ändern, bis der Hunger und die Kälte zu denkanstössen führt!

  3. Was hat Menschen dazu bewegt, sich in unwirtlichen bergigen Gegenden nieder zu lassen (bzw. falls Haus und Grundstück geerbt wurde, dort zu bleiben), in denen es fast überall schräg ist und Erde, Steine, Wasser, Gebäude oder Fahrzeuge immer nach unten wollen.
    Demnach ist dort der Bau von Wegen und Gebäuden wie auch das Errichten von Wiesen und Feldern, deren Bewirtschaftung wie auch Sicherheiten bei Landmaschinen oder Weidetieren, viel aufwändiger, schwieriger, teurer und risikoreicher. Im Winter um so mehr.

    Wer nimmt denn freiwillig solche Erschwernisse und Strapazen auf sich, wenn es auf dem Flachland wesentlich einfacher geht.

    Wird vielleicht deshalb realitätsverdrängend gerne davon geschwärmt, in „bergiger Idylle“ zu leben, um dem ganzen was positives abzugewinnen?

    Was ist denn an Flora und Fauna in den Bergen idyllischer als im Flachland? Es ist höchstens anders. Berge, Täler und Flachland sind gleichermaßen Ergebnisse äußerst destruktiver tektonischer Verschiebungen, Vulkane, Erdbeben, Flutkatastrophen, Erosionen, Meteoreinschlägen oder Klimaschwankungen.

    In früheren Zeiten hat die große Mehrheit der „Flachländer“ noch nie im Leben Berge, höchstens kleine Erhebungen gesehen. Haben die deshalb etwas vermisst oder verpasst?

    Klar, seitdem die Tourismusindustrie die Geschäftsidee „bergische Idylle“ ins Leben rief, wurden künstlich Bedürfnisse geweckt, bei Touristen aber auch Zeitgenossen, denen eingeredet wurde, im Flachland oder in der Stadt zu leben sei doch „das Letzte“ (bergische Idylle als Statussymbol..).

    Da so gut wie sicher weitere Flutkatastrophen folgen werden, sollte der Staat lieber den Menschen endlich eine neue Heimat im weitaus sichereren und besser zu nutzenden Flachland geben und sie für materiellen und emotional/ideellen Verlust der Heimat großzügig entschädigen.

    Das dann zurück gelassene menschenleere bergige Land kann ja dann zum Naturschutzgebiet erklärt werden.

    Im Braunkohletagebau werden ja auch ganze Dörfer des „Allgemeininteresses“ wegen sogar zwangsweise platt gemacht, anderswo neu aufgebaut und die Zwangs-Umsiedler dafür großzügig entschädigt.
    Wenn’s um Kohle-Gewinnung geht („Kohle“ im doppelten Sinne), scheinen Energiekonzerne und Politik Aufwand und selbst Heimat-Vertreibung nicht zu scheuen.

    Gegen jede Vernunft hat sich aber die Politik im Ahrtal statt für Umsiedlung für Neuaufbau entschieden. Wohl zur Freude der beratenden Wirtschafts-Lobbyisten, für die eine Umsiedlung nur einmalige Großaufträge generieren würde, dagegen bei Neuaufbau in gefährdeten Gegenden garantiert weitere Katastrophen-Folge-Großaufträge vorprogrammiert sein dürften.

    Auch hier wieder scheint es selten um Vernunft, Umwelt, Nachhaltigkeit, Katastrophenschutz, Rettung, Sicherheit, Zukunftsperpektive, Humanität oder sonst was zu gehen, sondern eher um Profit im Dauer-Abonnement.

    Wer die genannten Nachteile und Gefahren der Berge ignoriert oder verdrängt, scheint ja darauf zu hoffen, zwar „idyllisch“ leben zu können, im Katastrophenfall aber dann auf die Unterstützung der Allgemeinheit zu tählen.
    Das wird dann finanziert von den „minderbemittelten kleinen Leuten“ den „Flachländern und Städtern“ auf die zwar abfällig bedauernd herunter geschaut wird, weil die sich die „bergige Idylle“ nicht leisten können, aber im Katastrophenfalle deren steuerfinanzierte Unterstützung immer wieder gerne genommen wird.

  4. Habeck will von Kanada Gasturbine für Russland, Ukraine nicht

    https://www.pi-news.net/2022/07/habeck-will-von-kanada-gasturbine-fuer-russland-ukraine-nicht/#comment-5878809

    Von KEWIL | Bekanntlich hat Russland das Drosseln von Gaslieferungen durch die Pipeline Nordstream 1 gleich zu Beginn vor Wochen damit begründet, dass eine Siemens-Turbine an der Leitung kaputt sei, die zur Reparatur nach Kanada geschickt wurde, aber wegen der verhängten Sanktionen nicht mehr zurückkomme.

    Natürlich wurde diese Erklärung von der deutschen Presse erstmal verschwiegen und danach nicht geglaubt, sondern alles dem bösen Putin als Schwindel in die Schuhe geschoben..

    Weil aber die Energienot groß ist, wollte unser grüner Vizekanzler Habeck, der für das Schlamassel stark verantwortlich ist, das jetzt ein für allemal geklärt haben und ersuchte Kanada – Sanktion hin oder her – um die gnädige Rücksendung der Turbine nach Russland, gern auch über Deutschland, um Putin keine Ausrede mehr zu lassen.

    Das ist mehr als nur ein Imageverlust für Habeck: seine Suche nach alternativen Versorgungsmöglichkeiten zu dem »bösen russischen Gas« sind bisher ins Leere gelaufen.

    Also knickt er jetzt ein und macht eine 180-Grad-Wende zu seiner eigenen, vollmundig angekündigten Sanktionspolitik.

    Er bittet Kanada eine dort zur Instandsetzung befindliche Gasturbine an Russland auszuliefern, damit die in die Gasleitung Nordstream 1 eingesetzt werden kann.

    Aber der Robert hat seine Rechnung ohne unsere Freunde in der Ukraine gemacht, die alle „Werte“ mit uns teilen.

    Bei denen läuteten sofort alle Alarmglocken, die westlichen Sanktionen sind dem korrupten Regime durchaus heilig:….UNBEDINGT ALLES LESEN !!

    • In Kanada leben viele Ex- Ukrainer, die haben Einfluss und Druck auf die Regierung gemacht. Meines Wissens nach gibt es auch einige ukrainisch staemmige Abgeordnete in Ottawa.
      Da Frudeau, sowiso zur NWO gehoert, wird sich nichts aendern.

  5. Sie haben einen sehr wichtigen Grund vergessen, Herr Haisenko: Es gehr doch nur um die Deutschen und Deutschland ist pfui. Da kübelt man die Hilfsgelder doch lieber über Afghanistan, Indien, China, der Ukraine usw. aus.

  6. Könnte es sein, dass Putin nicht kurzen Prozess mit der Ukraine macht, um dem Westen möglichst lange noch Gelegenheit zu weiteren seinen eigenen Untergang besiegelnden Sanktionen zu geben.

    Putin kann sich genüsslich weiden an diesem Trauerspiel, wie ein ganzes Volk, eine ganze Kultur, mit Feuereifer Selbstmord begeht.“

    Natürlich! Das macht ja gerade den Unterschied aus zwischen einem klugen Strategen und einem Haufen von… Geisteskrüppeln und Dumpfbacken in USA & EU !

    „Störe Deinen Feind nie, wenn er gerade Fehler macht.“ (Napoleon Bonaparte).

  7. Absolut richtig!!!

    Es gibt keine kompetenten Entscheider, immer schön mit dem Ar… an der Wand, das ist die Devise!
    Lieber Gedanken ums Image machen!

    Das sieht man genauso bei diversen Großprojekten, allem voran dem BER. Am Ende ist niemand zu fassen gewesen, da viel zu viele involviert sind und waren.
    Bei der BW, Bildung, einfach überall!!!

    Aber Wartets ab, das Pendel schwingt bald ins andere Extrem!

  8. der Unterschied liegt in den Interessen der Regierungen !
    In Mariupol tritt die russische Regierung für das Volk ein und will helfen – und dieses Wollen wird nach Kräften umgesetzt!
    Im Ahrtal wurden die Menschen politisch verheizt und die Hilfe nach Kräften sabotiert – die Regierung will die Menschen im Dreck haben und halten !
    Wenn sie anderer Meinung sind, prüfen sie noch einmal nach, was Bundesregierung, Landesregierung und Landrat in den 3 Tagen zwischen Wasserwarnung und Ankunft gemacht haben !
    Und wenn sie die Gründe wissen wollen – einen werden sie in der damaligen Corona-Entwicklung und dem Intensivbetten-Skandal finden !

  9. Nun, es ist ganz einfach.
    Wenn man sich auf andere verlässt, ist man manchmal verlassen.
    Wenn man sich auf den Staat verlässt, ist man auf jeden Fall verlassen.
    Den Beweis haben die verantwortlichen Politgestalten der Altparteien (z.B. bzgl. des Ahrtals) ja eindeutig erbracht.

    Und wenn man sich täglich diese Politgestalten der Altparteien, deren Helfershelfer und Lakaien anschaut oder anhört oder mitbekommt was die noch so treiben, dann kriegt man immer wieder die Bestätigung, die sind zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen.
    Die sind das Problem für unser Land. Die schaffen die Probleme. Die sind verantwortlich für die Probleme.
    Solchen AltparteienPolitGestalten glaube ich gar nichts, überhaupt nichts und wenn, dann glaube ich das Gegenteil.

    Die haben nicht das Wohl der Deutschen auf dem Schirm, die interessiert auch nicht das deutsche Vaterland. (das findet ja sogar einer zum Kotzen und kann damit nichts anfangen, hat er das vielleicht auch stellvertretend für diese anderen Politgestalten der Altparteien gesagt??) Im Gegenteil, sie tun alles nur für ihr eigenes Wohl gegen die Interessen des deutschen Volkes. Und gaaanz wichtig, „Wir“ müssen immer anderen, allen und jedem helfen, nur nicht den Deutschen.

    Was hier in diesem Staat noch gut funktioniert ist das gierige Steuer- und Abkassierungssystem. Die Überwachung der anständigen Leute, Polizeieinsätze gegen friedliche Bürger oder Coronademonstranten und Propaganda, Propaganda, Propaganda, Parolen und bunte Fahnen sind auch dabei. Und jeden Tag kommen solche Altparteienquatschpolitikermöchtegernwichtigtuernichtsnutze oder *rinnen daher und haben wieder neue „Vorschläge“ bzw. sondern ihre geistigen bzw. geistlosen Ergüsse ab, um ihre Intelligenzdefizite und Inkompetenz erneut zur Schau zu stellen.

    Wohl dem, der gute Freunde und Bekannte hat, die einem helfen.

  10. Das eine war die Zerschlagung faschistischer Strukturen in der Ukraine und die schnelle unbürokratische Hilfe für Mariupol beim Wideraufbau. Das andere war ne Naturkatastrophe deren Hintergründe bis heute nicht aufgeklärt wurden und bei der die Staatsmacht nicht versagt hat sondern sein Gesicht gezeigt hat. Er hat einen Krieg gegen das eigene Volk mit einem hämischen Grinsen im Gesicht nicht nur im Ahrtal entfacht und kein Geld für die eigene Bevölkerung aber Milliarden für Faschisten in anderen Ländern. Ich erinnere mich da auch der Geschichte. Bewilligung der Kriegskredite. Wie sagte doch schon 1922 Kurt Tucholsky: „Wer hat uns verraten?“ Meine Antwort: Sadodämonkraten

  11. >Die Brücke über den Kertsch…Nochmals: Zwei Jahre inklusive Planung!<

    Ein sagenhaftes Bauwerk!

    Die erste Planung einer Krim-Brücke datiert aus 1930. Die Deutschen bauten da auch schon mal, 1943, in 150 Tagen eine 4,5 Km lange Eisenbahnbrücke…
    Es geht also, wenn man will.

    Der Neubau der Sauerlandbrücke "soll" übrigens 5 Jahre dauern….also real wohl 10.
    Die BAB-Brücke A1/Leverkusen Planung 2012, Planfeststellung 2016, erstes Teilstück fertig 2023, zweites wohl 2026… ohne Worte!

  12. Hübsches Beispiel: Kurz vor Fertigstellung des Berliner Flughafens sagte ein leitender Baufuzzi im Fernsehen:“ Wir bauen jetzt nur noch einfach alles fertig, Änderungen werden nicht mehr angenommen.“ Dieser Mann hat uns dankenswerterweise die Erklärung für die gesamte bundesweite Misere geliefert. Die große Frage ist natürlich jetzt, wie wir diese schön beschriebene Inkompetenz, den Zuständigkeitswirrwarr und die sozusagen organisierte Verantwortungslosigkeit abschaffen können. Ist das eine sozusagen natürliche Eidendynamik, die uns in den Schlamassel reingeritten hat? Da es vermutlich aber genausoviel Antworten auf diese Frage gibt wie Bürger, hilft uns das auch nicht. Ich bin wirklich ratlos. Das einzige, was man immer sicher festellen kann und auf was man sich wirklich verlassen kann, ist, daß sie es falsch machen.

  13. Die Ukraine ist das jüngste Neocon-Desaster

    http://www.antikrieg.com/aktuell/2022_07_06_dieukraine.htm

    Wenn Europa einen Funken Einsicht hat, wird es sich von diesen außenpolitischen Debakeln der USA lösen.

    Jeffrey D. Sachs

    Der Krieg in der Ukraine ist der Höhepunkt eines 30-jährigen Projekts der amerikanischen neokonservativen Bewegung. In der Regierung Biden sitzen dieselben Neokonservativen, die sich für die Kriege der USA in Serbien (1999), Afghanistan (2001), Irak (2003), Syrien (2011) und Libyen (2011) stark gemacht haben und die den Einmarsch Russlands in die Ukraine so sehr provoziert haben.

    Die Erfolgsbilanz der Neocons ist ein einziges Desaster, und doch hat Biden sein Team mit Neocons besetzt. Infolgedessen steuert Biden die Ukraine, die USA und die Europäische Union in ein weiteres geopolitisches Debakel.

    Wenn Europa einen Funken Einsicht hat, wird es sich von diesen außenpolitischen Debakeln der USA distanzieren.

    Die Neocon-Bewegung entstand in den 1970er Jahren um eine Gruppe öffentlicher Intellektueller, von denen einige von dem Politikwissenschaftler Leo Strauss von der University of Chicago und dem Altphilologen Donald Kagan von der Yale University beeinflusst wurden.

    Zu den führenden Köpfen der Neocons gehörten Norman Podhoretz, Irving Kristol, Paul Wolfowitz, Robert Kagan (Sohn von Donald), Frederick Kagan (Sohn von Donald), Victoria Nuland (Ehefrau von Robert), Elliott Cohen, Elliott Abrams und Kimberley Allen Kagan (Ehefrau von Frederick).

    Die Hauptbotschaft der Neocons lautet, dass die USA in jeder Region der Welt die militärische Vorherrschaft übernehmen und den aufstrebenden regionalen Mächten entgegentreten müssen, die eines Tages die globale oder regionale Vorherrschaft der USA herausfordern könnten, vor allem Russland und China.

    Zu diesem Zweck sollten die US-Militärkräfte in Hunderten von Militärstützpunkten auf der ganzen Welt in Stellung gebracht werden, und die USA sollten darauf vorbereitet sein, bei Bedarf Kriege nach Wahl zu führen.

    Die Vereinten Nationen sollen von den USA nur dann genutzt werden, wenn sie für die Zwecke der USA nützlich sind. …UNBEDINGT ALLES LESEN !!

Kommentarfunktion ist geschlossen.