Was macht eigentlich Youssuffa Moukouko?

Was macht eigentlich Youssuffa Moukouko?

Wunderkind, bei dem vor allem stets sein angebliches biologisches Alter verwunderte: Youssuffa Moukouko (Foto:ScreenshotYoutube)

…Youssuffa wer? Die Rede ist von dem Wunderkind Youssuffa, dem sensationellen Sturmtalent. “Seine Freundin ist schon 18!” staunt BILD 2017. Erstaunlich, denn: „Der ist doch erst 12 Jahre alt!“, wird damals triumphierend überall gemeldet. Das Biologiewunder überragt alle Mitspieler auf dem Feld um zwei Köpfe, trägt Brustbehaahrung und nach dem Torjubel schon mal seine Mitspieler zur Mittelinie zurück. In seiner ersten Juniorensaison bei Borussia Dortmund schießt er unglaubliche 23 Tore, weitere 67 folgen. In der U17 Nationalelf macht er in fünf Spielen 13 „Buden“, während seiner Einsatzzeiten alle 26 Minuten eine.

Die Presse feiert die Niederkunft eines Fußballgottes, die Politik eine märchengleiche Integrationsgeschichte. Zwar brodelt es hier und da in der Gerüchteküche, ob mit Moukoukos Alter da wirklich so alles mit rechten Dingen zuginge, doch die sportlichen Erfolge übertönen die Fragen der Skeptiker für lange Zeit. Doch allmählich geraten die Verbände zusehends in Erkärungsnot. Schließlich erlöst dann Papa Moukouko alle aus dem aufziehenden Dilemma, indem er ein Dokument aus dem Hut zaubert: Eine Urkunde, die die Geburt des begnadeten Knaben am kolportierten Datum in Kamerun bestätigt. Gegen die in seinem Heimatland – “aus Gründen” – inzwischen übliche, gesonderte Prüfung des biologischen Alters sträubt sich der Erzeuger allerdings vehement, und zwar mit allem was er hat. Mit Erfolg. Was ist dem deutschen Stempelhuldiger schon der Augen- gegen einen vorgelegten Passierschein? Papas goldwerte Tormaschine erhält 2020 einen Millionenvertrag bei den Schwarzgelben und schafft es sogar bis in die Nationalmannschaft. Beim DFB atmet man hörbar auf, der Skandal ist ausgeblieben, ein Nachhaken seitens der Offiziellen unterbleibt.

Nachlassende Performance

Fun Fact: Bei der Vorbereitung auf Qualifikationsspiele für den U17-Afrika-Cup im Januar 2023 wurden zahlreiche Kicker aus Moukoukos Geburtsland Kamerun ausgeschlossen, weil sie den verpflichtenden Altersnachweis (MRT-Test) nicht bestanden: 21 von 30 Spielern der U17-Nationalmannschaft wurden aus dem Kader gestrichen, weil sie bei den MRT-Altersprüfungen nicht als „unter 17“ nachgewiesen werden konnten. Im März 2024 hat der kamerunische Fußballverband FECAFOOT gleich 62 Spieler mit dem Vorwurf suspendiert, sie hätten bei ihren Altersangaben und Identitätsdaten „geschummelt“. Ein Spieler flog aus gleichem Grund aus dem Kader für den Africa Cup of Nations.

In Deutschland läuft das aber anders: 2022 genießt der kraftstrotzende Bub aufgrund seiner überragenden Performance im Nachwuchsbereich einen enormen Vertrauensvorschuss, der sich in einem Marktwert von 30 Millionen Euro widerspiegelt. Von 2022 bis 2025 verdient er rund 8 Millionen Euro pro Jahr; die Erwartungen allerdings erfüllt er nicht. Er wird kein Stammspieler. Ungewohnt – denn seine Gegner in der Abwehr sind ihm körperlich nun plötzlich gewachsen. Moukoukos Leistungskurve sinkt immer weiter, und mit ihr fällt der Marktwert steil nach unten. 2024 wird er an OGC Nizza ausgeliehen, eine Kaufoption wird mit gerade noch 18 Millionen Euro veranschlagt. Im Sommer 2025 ist er noch 10 Millionen wert und wechselt zum FC Kopenhagen. Aktuell ist er auf dem Transfermarkt mit 7 Millionen gelistet und gilt als schwer verkäuflich. Im Kader der deutschen Nationalelf ist er – nach zwei Nominierungen 2022 zur berüchtigten Faeserschen Regenbogen-WM in der Wüste – nicht mehr aufgetaucht. Das Entwicklungspotential des Wunderkinds hat sich als wesentlich dürftiger erwiesen, als es angesichts seines behaupteten Alters zu erwarten war.

5 Kommentare

  1. Mal so am Rande : Was will eine 18jährige mit einem (angeblich) 12jährigen? Entweder wusste die Tussi, dass der kraftstrotzende Bub doch älter war wie angegeben oder was? Fragen über Fragen …..

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  2. ganz einfach. die Deutschen wollen beschissen werden, also bescheißen wir sie.
    die sind so blöd, die wollen das