Wechselt Grünen-Fan Vettel jetzt zur Tour de France?

Mainstreammediales Vollopfer Vettel: Karriere bei den Grünen? (Foto:Imago)

Nachdem er jahrelang fast nur noch Rücklichter gesehen und keinen Titel mehr einfahren konnte, hat der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel heute seinen Rücktritt vom Rennsport bekanntgegeben. Dies ist insofern überraschend, als er noch vor einer Woche die „klare Absicht“ bekundet hatte, seine Karriere fortzusetzen. In dem Video, worin er seine Entscheidung erläutert, nannte er den Wunsch, mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu wollen, als Grund für sein Karriereende. Hat er etwa den Rat von Rallye-Legende Walter Röhrl befolgt, der dem verlogenen Rennpiloten Anfang Juni im Interview den Rücktritt nahegelegt hatte („Ich habe mich mal gefragt, was mit ihm passiert ist. Aber wenn ich mich nach 15 Jahren im Motorsport besinne und jetzt der Meinung bin, dass ich ein Umweltsünder bin, dann muss ich aufhören, basta!”)? Damit ist der Weg nun frei für ihn, sich dem zu widmen, was seit Jahren sein eigentlicher Lebensinhalt zu sein scheint: links-woker Aktivismus auf dem Ticket grüner Gesinnung. Die war bei dem Großverdiener Vettel – dessen CO2-Bilanz („ökologischer Fussabdruck”) dem einer Kleinstadt entsprochen haben dürfte – in etwa so glaubhaft, als hätte Dolly Buster auf dem Höhepunkt ihrer Karriere ein Keuschheitsgelübde abgelegt.

Vergangenes Jahr hatte Vettel im „Spiegel” offen bekannt, die Grünen bei der Bundestagswahl zu wählen, und dieses Bekenntnis mit einem flammenden Plädoyer für deren Klimaschutzagenda verbunden: „Im Moment schreibt fast jede Partei Klimaschutz auf ihre Fahne und ins Programm. Die Frage ist: Bei wem passiert wirklich etwas? Wir sollten für eine Regierung stimmen, von der wir überzeugt sind, dass sie am authentischsten für diese Prinzipien und Werte einsteht”, forderte er damals. Weiter sagte er: „Und dann würde ich mir wünschen, dass in Deutschland ein Wandel geschieht, um der Welt zu zeigen, dass man mit gutem Beispiel vorangeht. Dass man nicht nur darüber redet, sondern endlich handelt. Das Bundesverfassungsgericht hat mit seiner Entscheidung zum Klimaschutz den Druck ja ordentlich erhöht. Ich denke, dass es dazu auch eine Veränderung an der Spitze braucht.

Politisches Sendungsbewusstsein eines Super-Heuchlers

Dass die Grünen zunehmend als Verbotspartei wahrgenommen werden, wollte er nicht gelten lassen: „Wir müssen von Begriffen wie Verbot oder Verzicht wegkommen und von der Befürchtung, alles würde sich zum Schlechten entwickeln. Wir sollten die Chancen erkennen“, befand er. Ob ihm bewusst ist, dass die Grünen heute mehr denn je nichts anderes tun, als Verbot und Verzicht zu predigen, weil ihre realitätsfremde Ideologie nicht anders durchzusetzen ist, darf man bezweifeln. Tatsächlich wunderte sich so mancher schon damals über das bewusste Greenwashing und politische Sendungsbewusstsein des Formel-1-Profis und kam zu dem Schluss, dass sich so eigentlich nur einer anhört, der eigene politische Ambitionen verfolgt. Ist das vielleicht Vettels nächstes Ziel? Sehen wir ihn bald im Bundestag – oder als Staatssekretär ehrenhalber in Habecks Klimaschutzministerium?

Auch seine sonstigen Beteuerungen stellen klassische Gesinnungs-Duftmarken dar, wie sie heute jeder Klimaschutz- und Weltenrettungsköter beim Gassigehen absetzt:  So erklärte er, „privat nur E-Auto” zu fahren, und forderte wiederholt ein Tempolimit in Deutschland: „Die Zeiten, in denen man auf der Autobahn wirklich Gas geben konnte, sind doch vorbei„” behauptete der Mann, der als „Mutter aller Raser“ mit Benzin im Blut und Verbrennern aufwuchs und steinreich wurde. Dabei bemühte er sogar Argumente der Gegner eines Tempolimits, um damit die ideologischen Grundsatzentscheidung zu rechtfertigen: „Gefühlt ist die Hälfte des Straßennetzes eine Baustelle, und die andere Hälfte hat so viel Verkehr, dass man nicht schnell fahren kann. Ich glaube sogar, dass wir besser dran wären, wenn Tempo 120 oder 130 eingeführt ist – weil der Verkehr dann deutlich besser fließen würde.“ Tatsächlich ist es eher umgekehrt: Eben dort, wo die Straßen noch frei sind, muss man den Verkehr nicht noch zusätzlich ausbremsen.

Steuerflüchtling schwebt über den Dingen – und moralisiert von außen

Erstaunlich, dass sich Vettel im deutschen Straßennetz so gut auskennt – lebt er doch seit Jahren als Steuerflüchtling in der Schweiz (nach der Devise „Dann geh doch zu mehr netto!”). Deutschland à la carte – so kennen wir die Luxuslinken seit jeher. The best of both worlds, hauptberuflich seinen Geschwindigkeitsrausch ausleben und anderen die freie Fahrt vermiesen; selbst Steuern sparen, aber eine Partei unterstützen, die die Deutschen auspresst und die Umverteilung – vom Leistungserbringer weg, hin zum Leistungsempfänger – zum Staatsprinzip erklärt. Als die Grünen im Ampel-Vertrag dann kein Tempolimit im Koalitionsvertrag verankern konnten, jammerte Vettel: „Natürlich bin ich deshalb enttäuscht. Das Tempolimit wäre ja ein easy win gewesen“. Den größten Gewinn strich immer noch er ein – auf der Rennstrecke, ohne Tempolimit. Logisch, dass so einer dann auch tiefe Verehrung für eine weitere moralische Heuchlerin der Superlative und Haltungs-Prominente empfindet: Die schwedische Klimafanatikerin Greta Thunberg wird von ihm verehrt. „Ein echtes Vorbild, dem die ganze Welt folgen sollte und vor allem ältere Männer mehr Gehör schenken sollten“, schwärmte er.

Als einer, der nur dadurch zu Ruhm und Reichtum kann, dass er über viele Jahre lang mit einem riesigen Tross hunderte Male um die ganze Welt flog, nur um mit einem Hochleistungsauto umherzufahren, biss sich Vettel lange auf die Lippe und hielt sich – mutmaßlich aus PR-Gründen – wegen allzu offensichtlicher Heuchelei mit seinen Bekenntnissen zurück. Das tut er inzwischen nicht mehr – wohl seit er kapiert und gesehen hat, dass Grüne und Linke mit allem durchkommen können (vom Plagiat über Amigo-Gemauschel bis hin zur offenen Missachtung der eigenen, anderen abverlangten Verhaltensvorgaben), ohne dass es ihrem Image schadet.  Seitdem – und nachdem die Katze einmal aus dem Sack war – legte Vettel sich in seinem linken Aktivismus keinerlei weltanschauliche Zurückhaltung mehr auf: Beim Grand Prix in Ungarn letzten Sommer trug er demonstrativ einen Regenbogenhelm,
um gegen die angebliche „Homophobie” von Ministerpräsident Viktor Orban zu protestieren (dessen Gesetze in Wahrheit lediglich einer staatlichen Frühsexualisierung von Kindern vorbeugen wollen). Vor dem Rennen war Vettel in Regenbogenschuhen und LBGTQ-T-Shirt herumstolziert – ein Verstoß gegen die Formel-1-Statuten. Beim Rennen wurde er dann zwar Zweiter, wurde anschließend aber disqualifiziert und erhielt für seine politischen Statements eine Verwarnung.

Ein Zeitgeist-Hampelmann disqualifiziert sich selbst

Verwarnungen braucht Vettel jetzt nicht mehr zu befürchten – ebenso wie er sich nun, als Zeitgeist-Hampelmann selbst disqualifiziert und dafür nicht mehr die FIA braucht. So, wie er sich bereits mehrfach medienwirksam ablichten ließ – Ukraine-Solidaritätsabzeichen, Gay-Pride-Binde, Klimaschutzshirt, Russland-Boykottaufrufen und bevorzugt auf dem Rennrad – wird man ihn künftig noch öfter sehen. Logisch, dass er sich auch in der Impfkampagne systemkonform-servil zum nützlichen Idioten für die Regierungskampagne machte.

Schon fragen sich sarkastische Beobachter, ob er womöglich nur die Sportart ändert – und vom Motorsport in den professionellen Radsport wechselt, um fortan emissionsfrei Rennen zu fahren. Bei der Tour de France vielleicht? Sicher dürfte jedenfalls sein, dass er die Öffentlichkeit im Ruhestand noch penetranter mit unfundiertem Geschwätz und linkspopulistischen Stammtischparolen belästigen wird. Ob er mit Lastenfahrrad an der Tour-de-France teilnehmen oder sich mit der Klimaschutzsekte „Aufstand der Letzen Generation“ gemein macht, bleibt abzuwarten. Vielleicht finanziert er die grüne RAF ja künftig, dann muss diese nicht mehr von der Ampel mit Steuergeldern gefördert werden? Oder ist das nächste, was wir von Vettel hören, dass er sich auf dem Asphalt des Nürburgrings festklebt, um ein Zeichen gegen den klimaschädlichen Rennsport zu setzen? Zuzutrauen wäre es ihm.

BITTE BEACHTEN: Klarstellung der Redaktion zu Leserkommentaren

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen wir uns, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Zuwendung unterstützen.

11 Kommentare

  1. Er ist einfach nicht mehr der Draufgänger, der keine Angst vor dem Rennfahrertod hat.
    Es ist höchste Zeit zum Aufhören!
    Das ist auch einer der Gründe, warum man keinen 50 jährigen F! Piloten kennt. Die denken zu viel an Unfälle!
    Übrigens auch einer der Gründe, warum KFZ-Versicherungen für unter 25 Jahren teurer sind als die für über 25 Jahre.
    Erinnere ich mich an meine Zeit von vor 25 Jahre, frage ich mich immer wieder, wieso lebe ich eigentlich noch?

  2. Vettel ist ein Zombie, der keine eigene Persönlichkeit hat. Performance ist nicht mehr da, also sagen ihm die unfähigen PR-Berater: Sag mal was Soziales, irgendwas mit Klimaschutz, Gender oder Refutschies. Nun, als ordentlicher Robot macht der das dann auch.
    Und irgendwie ist er auch noch, wie die meisten Verbotshanseln: Was man selber nicht kann, nicht braucht oder nicht will, das will man schnell auch anderen verbieten.
    Wenn es dann mit der Leistung nicht klappt, ist man gegen das Leistungsprinzip und weil man ja meint, trotzdem Publicity zu brauchen, faselt man Woke-Schwachsinn.
    Also Kinnlade zu und merken, Vettel: V8 fahren ist Menschenrecht, Grünwählen jedoch nicht, das ist dumm wie Precht!

  3. Wer etwa mit einem Wechsel von Formel 1 zum Profi-Radsport ein Umwelt-Zeichen setzen will (ob der Rennfahrer Vettel das will oder die Presse das nur vermutet oder unterstellt, ist mir nicht klar) sollte sich besser erst mal anhand seriöser Daten kundig machen, ob etwa die Tour de France wirklich umweltschonender als Formel1 ist.

    Das ist gefühlt gar nicht so sicher, angesichts der zahlreichen Begleitfahrzeuge die dann auch noch der geringen Fahrgeschwindigkeit wegen in Verbrauch und Schadstoffausstoß wohl nicht optimal arbeiten, mit Ersatz-Rennrädern, Ersatzteilen und Getränken beladen, mitfahrenden Monteuren, Trainern, Sanitätern, Managern.
    Dann die Pressefahrzeuge (u.a. kamerabestückte Motorräder), mitfliegende Drohnen oder Hubschrauber, TV-Übertragungswagen, zahlreiche Zuschauer und von weit her gereiste Fans, die irgendwie dahin gekommen sein müssen (Bus, Bahn, Pkw, Flugzeug..). Dann die von den Radrennfahrern tonnenweise weg geschmissenen Trinkflaschen, Verpackungen oder sonstigem Plunder.
    Dann die Vorbereitungsarbeiten, die aufzubauenden Tribünen und Absperrrungen usw. die dort hin transportiert und wieder abgeholt werden müssen, die Streckenmarkierungen und deren Entfernung, die Reinigungsfahrzeuge und nicht zuletzt die zahlreichen Ordner, Polizisten und Polizeifahrzeuge.

  4. Wenn Vettel sich plötzlich um die Umwelt sorgt, dann soll er auch sein gesamtes Vermögen (eine Mio. kann er ja behalten), welches er durch extrem umweltschädigendem Sport bekommen (nicht verdient) hat, an eine Umweltschutzorganisation spenden und wieder in Deutschland seine Steuern zahlen, da wir offenbar das einzige Land sind, das Umweltschutz bis zur Selbstzerstörung betreibt

  5. Der Typ war mir von Anfang an „über“sympathisch – schon die Art wie er von anderen nahezu vergöttert wurde, war mir unangenehm. Ging mir mit Schumacher ebenso. Genau so ein falscher Fuffziger.
    Da war mir Lewis Hamilton der Einzige, dem ich abgenommen habe, keine Show zu spielen.

    • Hamilton?
      Das ist so ein verlogener Sauhund.
      Der schwarze Millionär, der so tat, als wenn er für die „armen“ Schwarzen wäre. Großer Verfechter der rassistischen Black lifes matter Bande. Hamilton ist ein Spalter, der die, die seine Millionen erst ermöglicht haben (alte weiße Männer) in den Dreck tritt.

      Michael hat wenigstens noch Spaß gemacht.
      Vettel macht keinen Spaß. F1 macht keinen Spaß. Das ist alles viel zu weich gespült. Da gibt es keine Männer mehr.

  6. Ein guter Tag für den Motorsport! Hipp,hipp,hurra und dabei einen kräftigen Tritt auf’s Gaspedal!

    Ein herzliches, begeistertes Dankeschön an Theo- Paul Löwengrub! Im Artikel wurde alles gesagt, was zu diesem großen opportunistischen „Erreger“ zu sagen ist. Vettel ist charakterlich prädestiniert für einen Platz bei den maogrünen, heuchlerischen Ideologen.
    Heinrich Heine hat es lyrisch ausgedrückt:
    Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
    Ich kenn’ auch die Herren Verfasser;
    Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
    Und predigten öffentlich Wasser.

    Ein neues Lied, ein besseres Lied,
    O Freunde, will ich Euch dichten!
    Wir wollen hier auf Erden schon
    Das Himmelreich errichten.
    Wir wollen auf Erden glücklich seyn,
    Und wollen nicht mehr darben;

  7. Who the f… is Vettel, doch nicht etwa dieser ultimative Loser der ohne überlegenes Auto nicht mal ins Ziel kommt, „Grün sein“ steht für proklamiertes Versagen, Vettel ist dafür genau das richtige Symbol!
    Er kann auch gleich Dauerheulsuse Hamilton mitnehmen der meint er hätte gegenüber allen anderen Sonderrechte, wenn er die nicht bekommt ist es eben Rassismus!
    Die Formel 1 ist zur totalen Farce verkommen wie unsere Zeit und Deutschland selbst, diesen langweiligen Dreck gebe ich mir schon seit Jahren nicht mehr!
    Die Autos sehen inzwischen aus wie aufgemotzte Rasenmäher wo man nicht einmal mehr erkennen kann was Front und Heck ist und das auch noch mit dem lächerlichsten Sound des Rennsports!

Kommentarfunktion ist geschlossen.