Weihnachts-„n-tv“: Nur noch dreist

„n-tv“: Der Nachrichtenzwerg in der RTL-Group des Bertelsmann-Konzerns (Foto:Imago)

Bei „n-tv“ gab es zu Weihnachten einen bemerkenswert dreisten Artikel mit Tips für die ganz Doofen. Es ging um den Ukrainekrieg. „Zehn schnelle Argumente für die Feiertagsgespräche”, hieß er. Tatsächlich waren es zehn Behauptungen. Von Argument keine Spur. „Es zieht sich eine tiefe Kluft durch die Gesellschaft, mitten durch Freundschaften und Familien”, ist eine Behauptung, die seit der „Pandemie“ in den verschiedensten Formulierungen immer wieder zu lesen und zu hören gewesen war. Das ist eine zutreffende Behauptung. Wie man die Weihnachtsfeiertage im Kreis seiner Lieben übersteht, ohne daß es zu Hader & Zwietracht kommt, auch darüber gab es viel zu lesen. Was nie zu lesen gewesen ist: Wen diese Kluft innerhalb von Familien und Freundschaften von wem genau trennt – und was der Urgrund für die Kluft ist. Es ist nämlich ziemlich egal, um welches Thema es geht, ob um das rettungsbedürftige Weltklima, den offiziellen Corona- & Impfungs-Schnack oder eben um den Ukrainekrieg. Im Grunde geht es immer um die Kluft zwischen weitgehend Unkritischen und den Skeptikern.

Meinereiner hat es dieses Jahr hervorragend hinbekommen, jeden Streit zu vermeiden. Wo waren die Lieben dieses Jahr im Urlaub? Wer hat welche Fotos dabei? Neffe eins hat den Führerschein gemacht, Neffe zwei studiert jetzt dies und das da und dort, der Fortgang im je persönlichen Leben der Anderen eben. Ist ja auch nicht uninteressant. Politik blieb ganz außen vor. Warum ich dieses Jahr beschlossen hatte, auf das „Gestänker“ zu verzichten? Weil ich mir vorher Gedanken gemacht hatte und zu dem Ergebnis gekommen bin, daß es im Rahmen eines großen Familientreffens ohnehin keine Möglichkeit gibt, lange genug zu reden, um komplexere Zusammenhänge verständlich zu machen. Die anderen wollen sich schließlich ebenfalls mitteilen und über die Dinge reden, die ihnen wichtig sind. Ich hatte mir sogar vorgenommen, gar nichts mehr zu diskutieren zum rettungsbedürftigen Weltklima, zur „Pandemie“, den Maßnahmen, der Impfung oder zum Ukrainekrieg. Hätte jemand versucht, mich in ein solches Gespräch zu verwickeln, dann hätte ich geantwortet, daß ich nicht mehr diskutiere. Wenn er etwas wissen will, soll er einfach fragen und sich mit meiner Antwort zufrieden geben.

Schuss in den Ofen

Meinereiner ist kein Schuldirektor und kein Architekt, weswegen ihm auch nie einfiele, über Fragen der Statik, des Baurechts oder der täglichen Vorkommnisse im Schulbetrieb zu diskutieren. Würde ich dazu etwas wissen wollen, würde ich einfach fragen und mich für die Antwort bedanken. Seltsamerweise gilt bei politischen Themen etwas anderes. Jeder Amateur hat eine Meinung. Das tue ich mir nicht länger mehr an. Nicht zu Weihnachten und auch sonst nicht. Ich bin derjenige, der sich jeden Tag fast den ganzen Tag lang mit Politiknachrichten beschäftigt. Alles, was der Globus hergibt, das meiste davon auf Englisch. Wer etwas von mir wissen will, soll fragen und sich die Antwort anhören. Diskutieren werde ich sicherlich nicht. Das hat sich ganz gut durchhalten lassen an Weihnachten dieses Jahr.

Die „zehn schnellen Argumente für die Feiertagsgespräche” bei „n-tv“ wären unter dem Gesichtspunkt ihres Weihnachtsfrieden-Erhaltungspotentials ein totaler Schuß in den Ofen gewesen. Zudem wäre der Artikel mit „zehn dreiste Lügen gegen die liebe Verwandtschaft“ ehrlich betitelt gewesen. Ich erspare es mir auch, die zehn Punkte einzeln abzuhandeln. Es ist „n-tv“-Bullshit in Reinkultur, der sich evident an solche Leute richtet, die entweder nicht Bescheid wissen oder nur das wissen, was ihnen von den Propagandamedien aufgetischt worden ist. Wäre mir einer mit den zehn schnellen „n-tv“-Argumenten gekommen, hätte er sich – natürlich im übertragenen Sinn – zehn ganz schnelle Maulschellen eingefangen, bevor er hernach seine Kapitulationserklärung unterschrieben hätte. In dieser Kapitulationserklärung hätte u.a. gestanden, daß er zugibt, über keinerlei Medienkompetenz zu verfügen und daß er es schon deshalb zukünftig unterlassen wird, nachzuplappern, was ihm von Propagandisten vorgesetzt wird.

Onkel Heiner mit dem Eierpunsch

Nur ein Beispiel, bei „n-tv“ als „Bonus” präsentiert, wie sich eine Behauptung schnell kontern läßt. Behauptung: „Ach, dieser Selenskyj, das ist doch ein Schauspieler mit einer Koksnase. Die betrügen uns doch alle!” – Schnelles „n-tv“-Argument: „Onkel Heiner, du liest eindeutig zu viel Müll im Internet. Trink lieber deinen Eierpunsch!” – So sieht also ein schnelles Argument aus? – Interessant. Natürlich ist Selenskyj ein Schauspieler und es gibt mehrfach Indizien dafür, daß er auch noch eine Koksnase ist. Oder jedenfalls gewesen ist. Und daß „sie uns alle betrügen” – dafür gibt es mehr als genügend Beweise. Interessant ist ja auch, wer bei „n-tv“ wieder die Rolle des Quadratsdeppen zugeteilt bekommen hat: Der Onkel Heiner mit seinem Eierpunsch. Nicht die Tante Annalena mit ihrem Eierstockspunsch. Östrogen macht klug, Testosteron macht dumm. Die alte Leier.

Es kommt einem zu den Ohren heraus, dieses mediale Spiel mit dem Kalkül um die bestens etablierten „Gewißheiten“ in jenem Volk, dem man mit „zehn schnellen Argumenten” angeblich aushelfen will. Helfen will sich „n-tv“ hauptsächlich selber. Diese Sub-Sub-Bertelsmänner und Bertelsfrauen samt ihrer „Berichterstattung” zu den Themen der Zeit verdienen zu gegebener Zeit ganz generell eine Nachbetrachtung im Stile einer Retrospektive auf die „Aktuelle Kamera“ oder den „Völkischen Beobachter”. Für „n-tv“ gilt wie für so viele andere: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. „n-tv“ ist „RTL-Group”, RTL ist Bertelsmann – und Bertelsmann ist Transatlantik. Das werden die wenigsten wissen, die sich dort mit „zehn schnellen Argumenten für die Feiertagsgespräche” versorgen.

Transatlantisches Mediennetzwerk (Screenshot:Facebook)

Sich ausgerechnet von „n-tv“ mit „zehn schnellen Argumenten für die Feiertagsgespräche“ versorgen zu lassen, ist genauso gut, wie sich beim Kannibalen „zehn schnelle Rezepte für das Feiertagsmenü” zu holen. Das wäre Wahnsinn. Wer einem am Feiertag erzählt, er habe sich seine „Argumente” zum Ukrainekrieg bei „n-tv“ geholt, dem gehört allein dafür schon ein Prellschlag mit der flachen Hand auf den Schädel. Da wäre er noch nicht ein einziges seiner „zehn schnellen Argumente” losgeworden. Merke: Man diskutiert nicht mit Leuten, die keine Medienkompetenz – und deswegen auch keinen blassen Schimmer haben, wer ihnen  aus welchen Gründen welchen Floh ins Ohr gesetzt haben könnte.

Die Dreistigkeit

Die Dreistigkeit bei „n-tv“ ist in erster Linie noch nicht einmal das verlogene, faktenfreie und saudumme Gelalle in den „zehn schnellen Argumenten” gewesen, sondern daß erst ganz am Schluß erklärt wird, wer diesen „Gastbeitrag“ dort verbrochen hatte. Zwar steht oben drüber, wer der Gastautor gewesen ist, Nico Lange nämlich, aber erst ganz am Schluß ist zu lesen, wer dieser Nico Lange ist. Der „n-tv“-Argumentslieferant ist „Senior Fellow der Zeitenwende-Initiative der Münchner Sicherheitskonferenz.” Wer sich von dem mit „zehn schnellen Argumenten für die Feiertagsgespräche” zum Ukrainekrieg „briefen” läßt, der könnte sich auch vom Jägermeister mit zehn schnellen Argumenten für den Segensreichtum von zwanzig Kräuterschnäpsen beim Autofahren versorgen lassen.

Im Grunde illustriert das schon die ganze Vergeblichkeit der ach-so-löblichen „gesellschaftlichen Debatte“ hierzulande. Würde man jemandem, der einem mit seinen „zehn schnellen Bertelsmann-Argumenten” zum Ukrainekrieg kommt, erwidern, daß man zehn gegenläufige Argumente von TASS, RT oder der „Nowaja Gaseta” kennt, die sehr viel plausibler klingen, dann würde einen ausgerechnet der Bertelsmann-„Informierte” für verrückt erklären. Was ist also der eigentliche Grund dafür, daß „n-tv“ damit rechnen kann, mit „zehn schnellen Argumenten für die Feiertagsgespräche” durchzukommen und sogar auf Interesse zu stoßen? – Der Urgrund ist, daß der Westmensch eben gern erzählt, was ihm gefällt. Ob’s wahr ist oder nicht, spielt keine größere Rolle mehr. Das hat alles keinen Sinn mehr.

Deswegen war es auch klug, die weihnachtliche Familienstimmung von jeder Politdiskussion freizuhalten. Die politische Informiertheit hat im Leben der meisten Deutschen einen Stellenwert, der sich aus der verständlichen Prioritätensetzung im täglichen Leben ergibt. Hunderttausend Sachen sind wichtiger als die Nachrichten. Es ist eine verschwindende Minderheit, die sich angesichts dessen überhaupt noch Gedanken zu der Frage macht, von wem diese an sich schon nachrangigen Nachrichten kommen. Der deutsche Demokrat ist leichte Beute für Propagandisten. Nicht, weil er von sich aus naiv wäre, sondern weil sein Tag eben auch nur 24 Stunden hat, von denen er einen wesentlichen Teil mit anderen als politischen Dingen verbringt. Es geht ja auch nicht anders.

Das Debattenniveau

Zum Ukrainekrieg kann man keine Meinung haben. Die Fakten dazu muß man kennen. Um sie zu kennen, hätte man vorher viel Zeit investieren müssen, welche die meisten nicht haben. Dieser Sachverhalt ist der Mist, auf dem dann solche Machwerke wie die „zehn Argumente für Feiertagsgespräche zum Ukrainekrieg” prächtig gedeihen. Das ist der Mist, auf dem die Phrasen und die Schlagwörter gedeihen und auf dem sich alles auf Kindergartenniveau herunterregeln läßt. Zu diesem Niveau gab es bereits recht kluge Bemerkungen anhand der Begriffe „Korrelation” und „Kausalität”, zwei Sachverhalten, die andauernd miteinander in eins gesetzt werden. Vince Ebert lieferte dieser Tage ein weiteres, sehr schönes Beispiel für das deutsche Debattenniveau anhand der beiden Begriffe „Signifikanz” und „Relevanz”.

Seit ich denken kann, werden in der Öffentlichkeit fast nur Diskussionen über Signifikanzen geführt. ‚Die Feinstaubwerte sind heute in Stuttgart signifikant erhöht!‘ sagt dann ein Mann in den Tagesthemen und die Nation dreht durch. Oder: ‚ein Tempolimit von 100 km/h würde unsere CO2 Emissionen signifikant senken‘. Fast niemand fragt: Ist diese signifikante Erhöhung oder Verminderung in irgendeiner Form relevant? Oder noch präziser: Ab welchem konkreten Signifikanzniveau wird ein Zusammenhang wirklich relevant? Das wäre die wesentlich relevantere Frage.“ Soweit Vince Ebert.

Um das auf den Ukrainekrieg zu übertragen: Signifikant war die Zunahme russischer Truppen auf ukrainischem Boden ab dem 24. Februar 2022. Eine Relevanz hat diese signifikante Zunahme hinsichtlich der Frage nach Ursache und Schuld an diesem Krieg keine. Das „Niveau“ jedoch spiegelt sich in zwei Wörtern: „Putins Angriffskrieg”. Das ist das Niveau, auf dem dann bei „n-tv“ von einem Senior Fellow der Münchener Sicherheitskonferenz „zehn schnelle Argumente für Feiertagsgespräche” zum Ukrainekrieg geliefert werden. Meinereiner hätte mehr als zehn schnelle Argumente für die Osterfeiertage im Köcher, um auf einer Familienfeier zu behaupten, die Aussage, die Medien- und Massendemokratie könnte mit der demokratischen Idee etwas zu tun haben, sei nicht mehr als eine bestens etablierte Illusion, damit sich der Untertan nicht als ebensolcher identifiziert. Allerdings ist er sich auch über die erwartbaren Reaktionen durchaus im Klaren. Weswegen er es auch an Ostern bleiben lassen wird, ein solches Gespräch im großen Familienkreis zu starten.

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20 Kommentare

  1. Das ist, mit Verlaub, das beste Essay was hier seit langem veröffentlich wurde. Genauso mache ich es seit einiger Zeit auch. Hat aber leider was gedauert das zu schnallen und hätte mir bestimmt die ein oder andere Wutrede erspart.

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  2. gibt es in diesem verblödeten ddr-2 land nur noch hochbezahlte trottel und denkverweigerer…
    ………………wenn nicht bald ein demokratischer bürgerkriegt die halbdeppen wegfegt sehe ich schwarz für alle die sich in diesen deppenland noch hoffnung auf die zukunft machen…
    versager faulenzer verblödete politiker und wahlbetrugsidioten beherrschen und drangsalieren das arbeitende volk bis auf die knochen…
    nichts zu fressen – dafür super klima…
    und keiner macht das maul auf… bürgerkriegt ist angesagt….
    was bilden sich diese wichtigärsche eigentlich ein… das pack muss weg..
    ….. oder wir, die letzte arbeitende generation bleiben einfach mal 4-6 wochen zuhause …stellen uns krankenschein aus und beantragen harz 4 und hauen wild um uns… es kommt ja eh auch ohne unser dazu tun.zum zusammenbruch.. dafür sorgen die drecksäcke jeden tag dafür… bis es klappt und wir verarmte blödel sind… die welt lacht über uns… und unsere politversager:
    weil wir ihnen nichts wert sind ….
    nur so kriegen wir das pack los…
    denn – wo kein geld mehr fließt verschwinden auch die schmeißfliegen und abzockerdrecksäcke….
    klar, das wird hart aber das halten wir durch… mit dem ziel die verbrecher los zu werden… egal wie und wo aber es wird höchste zeit :
    die demokratie zu retten bevor die politärsche uns alle zu bettlern macht:
    und das mit unserem ersparten… mit was denn sonst…
    also ran an die deppen… maul auf und kontra – einen gegenschlag mit hirn und verstand… ob sie das wenigstens kapieren……
    na ja bevor das letztepack verhungert wird es sich holen was noch über ist von den fleißigen… aber dann bleibt vermutlich von der letzten versüfften generation tatsächlicht
    nichts mehr übrig…
    dann sind sie weg wie gewünscht… ohne kleber nur mit hände arbeit….

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    • 4 Wochen zuhause bleiben – das sage ich seit JAHREN, schon VOR Karola(19).
      Interessiert aber auch keinen. Lieber rennen sie morgens los, tanken teuer, zahlen ’nen Haufen Steuern und Miete und Umlagen, nur um am Monatsende festzustellen, daß sie nicht mehr übrig haben als der Hartzer, der erst mal gemütlich ausschläft und sich die warme Bude vom Steuerzahler bezahlen lässt. Wäre es nicht so, hätten wir das Mafiapack schon lange los.

  3. Wir wissen, sie lügen.
    Sie wissen, sie lügen.
    Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen.
    Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn) Hören Sie es auch, liebe Leser? Dieses dröhnende…

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  4. Ein wirklich kluger Ansatz: Lassen wir die Einzeller in ihrem mentalen Schlamm dahinvegetieren!
    Sobald aber jemand Anzeichen macht, an Land zu kommen, kann man immer noch Energie in ihn stecken.

  5. Schon bei den beiden letzten Weihnachtsfesten („Familien-Treffen“) wurden wir von unserer Jugend gebeten, das Thema Co* zu vermeiden, um den Enkelkindern nicht allzu viel Realität zumuten zu müssen! Friede, Freude, Eierkuchen und „Wir haben uns alle lieb“ und „Alle Menschen sind gleich“. Toleranz gegen jeden und alles. (Sie nennen es sogar „Haltung zeigen“!) Das sind die verinnerlichten Überzeugungen (Narrative) unserer gut erzogenen Nachkommenschaft. Sie gehören m.E. zur LOST Generation!
    Inzwischen konnte ich mir’s einmal nicht verkneifen, dass bereits Aristoteles vor gut zweitausend Jahren darauf hingewiesen hat, dass „Toleranz und Apathie die letzten Tugenden einer untergehenden Gesellschaft/Kultur sind“ (sinngemäß zitiert).

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    • Und was glaubst Du, wie schnell sich die „Haltungsgeneration“ verkrümelt, wenn der Opa oder die Oma oder Pflege benötigt?
      Und sei es nur, um vielleicht mal ein bisschen Zeit mit ihnen zu verbringen.
      Aber Pustekuchen: Es bleibt alles an deren Kindern (insbesondere den Frauen) kleben.
      Die Enkel*innen kleben sich derweil lieber an der Straße fest…

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  6. Fast alle Privatsender hat unsere Familie von der Glotze
    befreit.
    Für den DVB-T2 Empfang müssen f.d. Jahreskarte etwa 70 E
    bezahlt werden. Dafür erhält man den u.a. Privatsender
    in HD-Qualität.
    Die lästige lang anhaltende Werbung bleibt.
    Über Schüssel bezogene Privatsender bekommt man in SD-Qualität, zahlt dafür nichts.
    Auch hier bleiben lange Werbungen.
    Was mir noch aufgefallen ist, das immer noch im TV Dreckswerbung für die Giftspitze gemacht wird.
    Hauptsache viel Kohle von unseren Steuergeldern für den
    Dreck erhalten, darum geht es.
    Der größte Fehler war, das man Privat-TV-Rundfunk-Sender
    zugelassen hat.
    Aber egal, die ÖR-Sender mit ihren stetigen Mainstream-Ausstrahlungen sind auch nicht angenehmer.
    Einfach seine Zeit besser und intensiver für die Familie nutzen,
    TV schauen kostet viel Zeit und bringt keinen Mehrwert.

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    • Fernsehen hat noch nie etwas getaugt. Und das Deutsche schon garnicht.

      Ja, es gab damals auch „gute Reportagen“ von Peter von Zahn (ja, schon lange her!).
      Aber letztlich war auch das nur Establishment-Erhalt a la „unsere Freunde, die Amerikaner“, wenn auch natürlich nicht ganz so hurra-patriotisch-pathetisch wie drüben. Ist ja der Deutschen Sache nicht.

      Der Rest war entweder Indoktrination (Presseclub, Löwenthal, Kennzeichen D, die linken Magazine wie Monitor mit Klaus Bednarz & Co.) oder Unterhaltung (R. Lembke, Dalli Dalli, seichtes Serien-TV, (gekürzte) US-Serien und, wenn man Glück hatte, einen Tatort mit Schimi (muss heute mit einer Warnung vorweg ausgestrahlt werden) oder einen tauglichen Spielfilm, auch damals meistens schon spät).
      Andere haben unter Unterhaltung nur Sport bzw. Fußball verstanden. Auch egal. Ergebnis dasselbe: Der Pöbel ist sediert.

      Brot & Spiele halt.

      Die Privaten haben es nur verschlimmert und Möpse inflationiert.
      Die gab es vorher auch, aber meist nur so sicher wie ein schweizer Uhrwerk in den Abendkrimis wie Tatort zu sehen. Deutsche TV-Starlets, von denen man oft nie mehr etwas gehört hat.
      Dann kam RTL („Rammeln Titten Lallen“) mit Tutti Frutti usw. und SAT1 versuchte es mit Kriegsfilmen.
      Das nannte sich dann „Auswahl“. Ja, sicher.

  7. Haben wir auch so versucht. Leider hat die Schwägerin (Grünen-Mitglied*in) meine 15-jährige Tochter zu einem Gespäch über den Schulalltag gedrängt. Das schlaue Kind hat sich die Themen Ukraine und Corona verkniffen und über die aus ihrer Sicht harnlosere Regenbogenflagge gesprochen. Hat nur Sekunden gedauert …..
    Habe im Nebenzimmer gewartet, bis die Schwägerin darum bat, die Diskussion zu beenden.
    Sonst war es schön, die Verwandten wiederzusehen.

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  8. Was soll ich schreiben ? Wenn ich das so lese und drüber nachdenke wie lange wir schon von diesen Nullen befreit sind, zwar zahlen müssen , aber wenigstens nicht den Schwachsinn auch noch schauen müssen, geht es mir richtig gut. Die einzige Angst ist die, das die uns den Fernseher zwangsweise einschalten, in allen Zimmern und Stockwerken und wir schauen müssen (was ja jetzt um 38 Jahre zu spät käme). Aber wegen des CO2-Ausstoss der vielen Geräte wird das wohl nicht so kommen.

  9. Also was wären solche Feiertagsgespräche ohne die Argumente von Georg Restle:

    „… das ukrainische Militär terrorisiert die Zivilbevölkerung, es trägt den Krieg mit Artilleriefeuer in Wohn- und Schlafzimmer, es nimmt kaum Rücksicht auf die Not der Menschen und auf deren Leben offenbar noch weniger… Europas Regierungen tragen Mitverantwortung für das rücksichtslose Töten einer Regierung, der sie selbst zur Macht verholfen haben. Deshalb braucht es jetzt eine klare Botschaft an die Machthaber in Kiew: Der Terror gegen die Zivilbevölkerung muss beendet, der Artilleriebeschuss von Wohngebieten sofort eingestellt werden. Wenn nicht, macht sich Europa mitschuldig. Dann sind die getöteten Zivilisten im Häuserkampf von Donezk oder Lugansk auch unsere Toten.“ – Georg Restle (tagesthemen) am 28.07.2014

    „Es war vor allem der Westen, der im Siegesrausch des Kalten Krieges russische Interessen immer wieder ignorierte – und daraus offensichtlich nichts gelernt hat, oder nichts lernen will.“ – Georg Restle (ARD Monitor) am 07.06.2018

    „Keine Frage auch, wer diesen Krieg heraufbeschworen hat, der in der Ukraine längst ein heißer ist. Putin wollte diese Konfrontation, er wollte diesen Krieg…“ – Georg Restle (ARD) am 28.02.2022

    „Und irgendwann ist dann nur noch von ‚Kriegsparteien‘ die Rede… Als wäre alles gleichwertig. Als hätte nicht ein Diktator ein freies Land überfallen. Als sei nicht die eine Seite im Recht und die andere nicht.“ – Georg Restle (ARD) am 06.03.2022

    „Der Kriegstreiber aus Moskau macht Ernst. Mögen alle verstummen, die diesen Mann in den letzten Wochen, Monaten und Jahren verharmlost, schöngeredet und relativiert haben.“ – Georg Restle (ARD) am 24.02.2022

    Das ist das Schöne an Haltungsjournalisten: Sie haben für jede Seite immer die passende Haltung.

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  10. Es wäre interessant gewesen mal die 10 Repliken zu den 10 ntv Punkten von ihnen zu hören. Ich hab die auch gelesen und war irritiert. Könnte nicht auf alle Behauptungen antworten.

  11. „Schnelles „n-tv“-Argument: „Onkel Heiner, du liest eindeutig zu viel Müll im Internet. Trink lieber deinen Eierpunsch!”“ ist zwar kein Argument, aber immerhin ein lebenspraktischer guter Ratschlag. Denn mit einem durch NTV-Müll aus dem Internet vollverblödeten Neffen zu reden, ist Zeitverschwendung. Da tut Onkel Heiner gut daran, seine Ohren auf Durchzug zu stellen und sich lieber dem Eierpunsche zu widmen.

  12. Wie gesagt, der Artikel ist bei n -tv noch online.
    Möchte jemand das auseinander pflücken, wenn der Autor hier es schon nicht will ??

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