Weihnachtsrückblende: Was uns die Geburtsgeschichte Jesu über das damalige Klima verrät

Weihnachtsrückblende: Was uns die Geburtsgeschichte Jesu über das damalige Klima verrät

Biblisches Motiv der „Hirten auf den Feldern bei Bethlehem“ im Lukas-Evangelium: Eben kein Hinweis auf eine sommerliche Jahreszeit (Symbolbild:Repro/Wikicommons)

In den letzten Tagen waren unsere “Qualitätsmedien” von Funk und Presse wieder wollüstig am Werk, die (noch) gefeierte Geburt Jesu Christi an Heiligabend ganz anders darzustellen, als sie im Lukas-Evangelium überliefert ist: Die Volkszählung von Kaiser Augustus habe überhaupt nicht im Jahr Null stattgefunden, Jesus sei gar nicht in Bethlehem, sondern in Nazareth geboren worden und schon gar nicht im Winter, weil in der kalten Jahreszeit angeblich keine Schafhirten auf den Feldern gewesen sein konnten und so weiter und so fort. So jedenfalls lautet das Narrativ bestimmter Besserwisser. Die mit dieser altklugen Attitüde einhergehende Entmystifizierung und das beharrliche, grundsätzliche Bestreiten christlicher Botschaften hat ebenfalls einen Anteil daran, dass die jüngere Generation entweder agnostisch heranwächst – oder aber den Koranjüngern zunehmend mehr Vertrauen schenkt als dem Christentum. Vielleicht ist es ja das, was die berüchtigten „Fakten-Checker“ mit ihren Absonderungen gerade bezwecken?

Bevor auf den wichtigeren Teil der Überlieferung zur Zeit Jesu behandelt wird, zunächst zu zwei eigentlich nebensächlichen, aber dennoch umstrittenen Punkten. Die Geburt habe nicht in Bethlehem stattgefunden, heißt es. Warum aber sollte Josef mit Maria zur Volkszählung in Nazareth geblieben sein, statt sich in Bethlehem, der Stadt der Vorfahren (darunter David), in die Steuerliste eintragen zu lassen? Von wo aus ist die Familie nach Ägypten geflohen? Wäre Jesus in Nazareth geboren, hätte die Heilige Familie nur ein paar Kilometer nach Westen fliehen brauchen, etwa nach Dor, oder Richtung Osten, nach Abila und damit außerhalb des Herrschaftsbereiches von König Herodes – was sie aber nicht tat. Von Nazareth aus Richtung Süden, nach Ägypten, hätte sie fast vollständig den Machtbereich des König Herodes von rund 300 Kilometer Länge durchqueren müssen; von Bethlehem aus ins damalige Ägypten waren es aber „nur“ rund 75 Kilometer. Was ist dann als Geburtsort wohl plausibler? Über die Logik der „Faktenchecker“ kann man sich nu wundern.

Die Hirten auf den Feldern

Weiter ist zu lesen, dass das Phänomen des “Abendsterns“, wenn überhaupt, in einem anderen Jahr stattgefunden habe. Eine planetare Konjunktion habe im Jahr 7 vor Christus stattgefunden; dabei bewegten sich zwei Planeten, nämlich Jupiter und Saturn, sehr nah aneinander vorbei. Diese “Große Konjunktion” fand im Sternbild der Fische statt und war genaugenommen sogar eine seltene dreifache Konjunktion, denn die beide Planeten wurden gleichzeitig auch noch von unserer Erde überholt. Daher blieben Jupiter und Saturn scheinbar am Himmel stehen, was den kundigen Sterndeutern aufgefallen sein dürfte. Diese Beschreibung passt jedenfalls zur biblischen Erzählung des Evangelisten Matthäus. Das abweichende Geburtsjahr vom astronomisch belegten Abendstern-Phänomen ist mit der Umstellung vom Julianischen auf den Gregorianischen Kalender zu erklären, der die Jahreszahlen verschob, Und damit, dass Dionysius Exiguus zur Kennzeichnung der Jahre römische Ziffern verwendete – ein Zahlensystem, in dem die Null nicht vorkommt. Aber das nur am Rande.

Nun aber zum Zeitpunkt der Geburt Jesu im Jahreslauf, die von „Faktencheckern“ wegen der Hirten mit ihren Schafherden auf den Feldern bestritten wird. Das könne nicht im Winter gewesen sein, denn im Winter seien Schafe nicht auf dem Feld – ja wo denn eigentlich sonst? Doch, kann es sehr wohl! Schafe können grundsätzlich auch im Winter im Freien sein, sowohl hier im heimischen Deutschland, erst recht aber in der Heimat Jesu im vorderen Orient. Zwar liegt Bethlehem 775 Meter über dem Meeresspiegel, wodurch es theoretisch also noch kälter sein könnte als der Winter etwa in der tiefen Rheinebene mit ihrem milden Klima; allerdings liegt Bethlehem vom Äquator aus etwa auf dem 32. Breitengrad–  und damit viel weiter südlich als die Mitte Deutschlands auf dem 51. Breitengrad. So hatte es am 24. Dezember in Bethlehem im Schnitt der letzten Jahre tagsüber 18 Grad plus, nachts immerhin 12 Grad plus.

Ein Temperaturminimum als Bezugspunkt für “Global Warming

Was aber wichtiger ist im Kontext dieses Artikels: Die Geburt Jesu Christi fiel in das sogenannte Optimum der Römerzeit, eine Warmzeit, die von etwa 200 v. Chr. bis 150 n. Chr. reichte. In dieser Zeit lag die globale Durchschnittstemperatur um gut zwei Grad wärmer (daher die Bezeichnung Warmzeit) – jedoch nicht wie in dieser Quelle angenommen zu heute, sondern zur Temperatur in der sogenannten Kleinen Eiszeit, die etwas kälter als die mittelalterliche Warmzeit war und erst Mitte des 19. Jahrhunderts endete. Die damalige Temperatur entsprach also in etwa der heutigen, die 1,5 Grad über jener der Kleinen Eiszeit liegt. Und weil es zur Zeit Christi nicht kälter war als heute, konnten Schafe eben auch im Winter auf der Weide sein – wie heute auch. Aber was wollen uns die Zweifler vom Dienst eigentlich damit vermitteln, indem sie beharren, dass Jesus tatsächlich nicht Ende Dezember geboren sei?

Wichtig ist vielmehr etwa anderes: Genau das Temperaturminimum zum Ende der Kleinen Eiszeit suchte sich der “Weltklimarat” IPCC als Referenzwert heraus, um daraus Forderung zu erheben, es dürfe maximal 1,5 Grad wärmer werden als um 1850 herum; also dürfe es nie mehr wärmer werden als in der Blütezeit des römischen Imperiums. Wählte der IPCC diese Tieftemperatur als Ausgangspunkt, um zu warnen, dass die Welt ebenso untergehen werde wie das Römische Reich, sollte es wärmer werden? Wohl kaum – denn der Globus ist ungleich resistenter als ein Reich. Die Klimapäpste hätten ebenso gut auch das Jahr Null unserer Zeitrechnung die die Jahre 1850 oder 1870, für ihre 1,5-Grad-Nummer heranziehen können. Aber dadurch würde die Willkür der Wahl des Bezugsjahrs noch offenkundiger.

Schon in der Antike: “Klimamigration” war immer eher Flucht vor Kälte als vor Wärme

Wer mehr über die auffälligen Parallelen zwischen den Temperaturschwankungen und den Lebensbedingungen der letzten zwei Jahrtausende im Mittelmeerraum und Europa erfahren will, dem sei diese aktuelle Ausgabe von “Tichys Morgenwecker empfohlen. Es sind 20 aufschlussreiche Minuten zur Klimageschichte, welchen das Kommen und Gehen von Kulturen erklärt sowie auch die Hintergründe von Wanderungsbewegungen aufzeigt. Ebenfalls ist es auch eine Geschichte von Fluchten – aber nicht etwa der Flucht vor dem „Hitzetod“, sondern Fluchten vor kälteren Zeiten, die stets begleitet waren von Hungerkatastrophen. Globale Abkühlungsphasen haben zu jeder Zeit mehr Leid und Tod ausgelöst als wärmere Epochen. So war der Exodus der Israeliten aus Ägypten in Richtung Nordosten auch nicht dem warmen Reich der Pharaonen geschuldet, sondern den zunehmend fallenden Temperaturen mit Missernten und Unwettern, die ihnen in der dortigen Diaspora zu schaffen machte. “Klimamigration” war fast immer eher Kälteflucht als Wärmeflucht.

Die derzeitige Völkerwanderung aus Vorderasien und Nordafrika zu uns ist ebenfalls nicht einer Klimakatastrophe geschuldet, sondern weil die Brötchen bei uns größer und besser sind als in den Herkunftsländern der Migranten; dasselbe gilt für die Freiheit, die sie bei uns haben, zu Hause aber nicht. Auf die Idee, dass das irgendetwas mit der Ideologie ihres koranischen Glaubens zu tun haben könnte, kommen sie selbst anscheinend nicht, im Gegenteil: Hier angekommen schwören sie ihrer religiösen Ideologie nicht etwa ab, sondern nicht wenige unter ihnen versuchen, uns diese mit allen Mitteln aufzudrängen. Und nicht wenige Politiker geben sich dafür her, dies nicht nur geschehen zu lassen, sondern sie unterstützen auch noch die Verbreitung jener vorgeblichen “Religion“ aktiv. Oft ist dies die gleiche Spezies, die aus der natürlichen Änderung von Sonnenaktivität, Temperaturen und Wetterkapriolen eine Klimareligion macht, während sie ihre eigenen religiösen Wurzeln zynisch seziert und in Frage stellt. Doch so, wie sie das Christentum verneinen, so leugnen sie auch die wahren, wirklich entscheidenden Ursachen klimatischer Veränderungen.

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11 Antworten

  1. Zu Weihnachten spielen wir ein klein wenig mit der Idee, was gewesen wäre, wenn Jesus im Grunde ein Buddhist gewesen wäre – sein Lebenswandel legt es eigentlich nah – die Bergpredigt auch. Und: Was wäre, wenn er die Kreuzigung überlebt hätte und zurück nach Hause gegangen wäre, nach Kashmir, wo er als buddhistischer Meister und als Boddhisattva verehrt wurde? Er hätte dann nicht nur das Christentum begründet, sondern wäre auch eine der Hauptfiguren des Buddhismus gewesen. Ein schöner Gedanke! Wir behaupten das aber nicht! Wir stellen nur die Frage….

    1. Wären Siddharta und Jesus einander begegnet, hätten sie sich vermutlich gern gehabt und einen Verein gegründet!
      Denke ich mal. 😉

  2. Die Erde umkreist die Sonne mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von rund 107.000 km/h (ca. 30 km pro Sekunde). Das macht sie schon ziemlich lange und wird auch noch kreisen, wenn der Mensch durch seine vollständige Verblödung durch KI, NGOs und Spaßindustrie schon längst den Planeten wieder verlassen hat. Im Übrigen leben wir auf einer ca. 30 Kilometer dicken Kruste aus erkalteter Lava, darunter brodelt es mit Temperaturen um die 4.000-5.500 °C. Und was macht der Mensch? Er philosophiert über das Klima, bringt sich gegenseitig um und glaubt immer noch an den rosa Elefanten und vergiftet seine Lebensgrundlage. Was verrät das über den Menschen?

    1. Der Mensch kann eigentlich nur eine Fehlentwicklung im Laufe der Evolution sein. Zufällig falsch abgebogen.

  3. Ein Jahr Null hat es nicht gegeben.

    Jede Zeitrechnung fängt mit dem ersten Tag im ersten Jahr an.
    Darüber gibt es nichts zu diskutieren.
    😜

  4. Das Christentum hat Jesus Christus gegründet.
    Den späteren „Abfall“ vom Christentum hat Kaiser Konstantin gegründet und zu einer Kirche gemacht.
    Scheinchristliche Sekten. ( Sekte bedeutet ungefähr: Abspaltung/Abgewandt vom Ursprung)
    Also abgewandt von jesuchristlichen Geboten/Anordnungen = antichristlich.
    Mittlerweile durch Religionswissenschaftlern bestätigt und auch neuerlich in den Medien erwähnt.

    Jesus ist in Bethlehem Ephrata -es gab/gibt 3 Bethlehems in Israel- geboren.
    Dort kehrte damals ungefähr im November eine kalte Regenszeit ein und Hirten waren nicht
    mehr mit den Schafen auf den Feldern.
    ( Jesus = Jeshua, bedeutet: Jehova ist Rettung )
    Also nicht Herr.
    Er war der „Herr“ Jesus.
    Schreiben Sie mal einen Brief an „Herr“ , Buntstr.xx , Buntland xx.
    Wird der Brief ankommen ?
    Den heutigen Klimawandel können Sie mit ca. 2 v.u.Z überhaupt nicht vergleichen.
    Damals gab es keine massiven Wettermanipulationen.
    Was Ihnen die „Schwarzen Nullen“ da in Ihre Ohren Pusten, ist pures verdrehtes Geheuchel.
    Genauso, wie die Kirchen die „Jüdischen Altertümer“ von Josephus in Phrasen verfälscht haben.

    In Kürze werden die Kirchen heftigst von den Staatsführern weltweit angegriffen werden, was
    zu deren Ausmerzung führen wird.
    Man wird ihre verlogenen Taten bloßlegen,ihre Heuchelei aufdecken und ihren Reichtum angreifen.
    Der Hass darauf und eine gewissen Entwicklung dahin sind in den Medien schon deutlich zu
    vernehmen.
    Noch glaubt es kaum einer und man wird sich seiner spöttisch sicher und unangreifbar fühlen.
    Es wird so kommen, kein Fake !
    In Kürze ! KEIN FAKE !

    Ps: Das oben gezeigte Bild zeigt noch eine mit Gräsern gestaltete Landschaft, also keinen Winter.
    Die Personen auf dem Bild sind leicht gekleidet, also kein Winter und keine kalte Regenzeit.

  5. Der Artikel von Freund Albrecht Künstle befasst sich mit dem Klima zur Zeit Christi Geburt und dies lässt sich auch 2000 Jahre danach noch gut nachvollziehen. Und wieder tummeln sich, wie sollte es anders auch sein, Menschen auf einem Gebiet, welches unzählige Interpretationsmöglichkeiten eröffnet und ums Herumschauen sind wir beim Lieblingsthema der Klima-Apologeten, nämlich ihrer Klima-Ideologie. Aber zeichnen sich Ideologien nicht dadurch aus, dass ihr Interpretationsspielraum schier unermessliche Ausmaße annimmt und Ideologien zumeist davon leben, dass man alles in sie hineininterpretieren kann, wie es den Interpretierern gerade so passt und sich Ideologien deshalb auch nur schwer widerlegen lassen.