Welch eine Verhöhnung des NS-Widerstands: Georg-Elser-Auszeichnung für Systemtröte Niedecken

Welch eine Verhöhnung des NS-Widerstands: Georg-Elser-Auszeichnung für Systemtröte Niedecken

Halten ihren wohlfeilen „Kampf gegen rechts“ ernsthaft für einen Akt des “Widerstands“ – und lassen sich dafür noch mit Orden behängen: BAP-Niedecken und ZDF-Hayali (Fotos:ScreenshotsYoutube)

Georg Elser ist einer der wenigen deutschen Widerstandskämpfer, die in Eigenregie gegen den Nationalsozialismus opponierten. Am 8. November 1939 führte er im Münchner Bürgerbräukeller ein Bombenattentat auf Adolf Hitler und die nationalsozialistische Führungsspitze aus, das nur denkbar knapp scheiterte. Anschließend floh er nach Konstanz, wo er mehrere Jahre als Schreiner gearbeitet hatte. Er wollte sich von dort in die benachbarte Schweiz absetzen, wurde jedoch zuvor festgenommen. Als “Sonderhäftling des Führers” kam er ins KZ Sachsenhausen, wurde dort jahrelang misshandelt und schließlich auf persönlichen Befehl Hitlers einen Monat vor Kriegsende ermordet. In Erinnerung an sein Engagement vergibt die Crescere Stiftung Bodensee“ seit dem Jahr 2025 eine jährliche Auszeichnung – die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass mit ihr offenbar linientreue und regierungsergebene Prominente im Linksstaat ausgezeichnet werden, die mit Elsers Courage und seinem Schicksal rein gar nichts gemein haben; im Gegenteil.

Erste Preisträgerin war die “Journalistin” Dunja Hayali, die als Propagandistin wiederholt für Schlagzeilen sorgte – zuletzt durch den KI-Fake im ZDF über Trumps Abschiebebehörde ICE, zuvor mit der Anmoderation des „heute journals“ im ZDF nach der Ermordnung des amerikanischen Aktivisten Charlie Kirk, den sie in übler Pietätlosigkeit zynisch mit einer ganzen Reihe abwertender und diskreditierender Prädikate belegte. Wer so jemandem, der völlig konformistische Systempropagada betreibt, eine Huldigung ausspricht und mit einem nach einem heldenhaften, mutigen Widerstandskämpfer benannten Preis würdigt, ist nicht mehr bei Trost. Doch so wie das ganze linke Milieu bis in Regierungsämter hinauf so tut, als sei man im todesmutigen “Widerstand” gegen die Opposition, wird auch von “Journalisten” der Kampf gegen die AfD mit todesmutiger Courage (viel zu ) Weniger im Dritten Reich verglichen. Mehr Anmaßung geht nicht.

Begeisterung schaffen

Nun, 2026, wird nicht besser: Als neuer Elser-Preisträger folgt nun Wolfgang Niedecken, der Frontmann der Kölner Band BAP. Auch er soll für seinen “Einsatz gegen Rassismus“ gewürdigt werden. Mit seinen Texten und Auftritten gegen den vermeintlichen Rechtsextremismus trage er zur Verteidigung „demokratischer Werte“ bei. Auch hier zeigt sich: Die von dem 2022 verstorbenen Thomas Seger eingerichtete “Crescere Stiftung Bodensee”, die mit dem Preis „Begeisterung schaffen“ will für mutigen und kritischen Einsatz für Demokratie, scheint den gestifteten Preis zu instrumentalisieren für fragwürdige Zweck – denn was sich nach einem hehren Ziel anhört, die Förderung von „Zivilcourage“, erweist sich in realiter als Ertüchtigung zum Mitläufertum und Einsatz gegen die entsprechend dämonisierten Feindbilder unserer Zeit. Solche Figuren wie Hayali und Niedecken wären damals sich nicht im Widerstand gewesen, sondern hätten auf genau der anderen Seite gestanden. Ihr “Engagement” beschränkt sich auf reine Agitation gegenüber AfD und legitimiert sich auf objektiv unhaltbaren, diffamierenden Zuschreibungen und Unterstellungen gegen diese Partei.

Wollte man am Bodensee tatsächlich eine Parallele zu den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte ziehen, würde man nicht den Namen eines tapferen, mutigen Oppositionellen, tatsächlich unter Todesgefahr und letztlich Verlust seines Lebens dem herrschenden realen, menschenverachtenden Faschismus entgegentrat, dafür missbrauchen, irgendwelche Hofschranzen und Staatskünstler zu prämieren, die weder gegen Diktatur noch Willkür angehen, sondern eine bis heute aus guten Gründen nicht verbotene Partei zu stigmatisieren versuchen. Solch ein merkwürdiges Emporheben ist keinesfalls Anlass zum “Respekt”, wie es die örtliche Lokalpresse suggeriert – sondern ein Armutszeugnis. Manche sprechen auch von Verrat an Elsers Vermächtnis und purer Heuchelei.

Prämierung von blindem Mitläufertum

Niedecken mag ein begnadeter Musiker sein; was jedoch seine Angepasstheit in der Vergangenheit betrifft, eilte er vom einen Superlativ des Konformismus zum nächsten. Bei Corona war er voll auf Kurs, posierte mit Maske. Zur Alternative für Deutschland führte er aus: „Da sind viele Nazis drunter“. In einem Interview mit dem „Stern“ rückte sie in die Nähe von Goebbels und brachte in einer unerträglichen Relativierung in Verbindung mit dessen Zitat: „Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir kommen als Feinde. Wir kommen, um die Demokratie zu zerstören“. Wer solche absurden, bösartigen und grundfalschen Gleichsetzungen zieht, kann wohl kaum ein Vorbild für “Courage” sein; so viel Missgunst, Argwohn und Hass auf Andersdenkende in einer Person vereint sprechen wohl für sich selbst – und jeder, der auch nur den Anschein erweckt, diese Philosophie der Polarisierung gutzuheißen, ist nicht besser.

Jeder soll mit sich selbst ausmachen, was er von Niedecken und seiner Spaltung und Hetze hält. Doch es sollte Protest hervorrufen, wenn jemand honoriert wird, der Geschichte dermaßen klittert. Wer vor Diktatur und Fehlentwicklungen warnen will, sollte sich eher besorgt zeigen angesichts der Methoden, mit denen die AfD willkürlich stigmatisiert und unterdrückt, ihre Sympathisanten ausgegrenzt, angegriffen und benachteiligt werden – durch Boykotte von Firmen, die an sie spenden, oder durch Anprangerung von Unterstützern. Dabei hat  Verwaltungsgericht in Köln gerade noch einmal unterstrichen, dass es an jeglichen Beweisen für die Einstufung als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ mangelt.

Die Indoktrination geht weiter

Trotzdem geht die Indoktrination weiter – eben nicht zuletzt auch dank öffentlichkeitswirksamer Gebaren wie der Übergabe dieser „Georg Elser Auszeichnung“. Es ist bemerkenswert, dass sich ein Kuratorium aus prominenten Mitgliedern wie dem Konstanzer Bürgermeister Dr. Andreas Osner, der Hochschulpräsidentin Professorin Sabine Rein oder der Theologin Hiltrud Schneider-Zimbal vor den Karren spannen lässt und sich für einen derart anrüchigen Zweck herschenkt. All diese Beteiligten müssen selbst wissen, wie sich diese Verhöhnung eines realen Widerstandskämpfers mit dem eigenen Gewissen vereinbaren lässt.

Übrigens: Niedecken gehört auch seit Jahren der Initiative „Arsch huh, Zäng ussenander“ (“Arsch hoch, Zähne auseinander”) an, was augenscheinlich das Niveau beschreibt, auf dem man sich argumentativ, moralisch und ethisch bewegt. Ich schäme mich jedenfalls, wie schon im Vorjahr im Fall Hayali, dass in meiner Heimatstadt Konstanz erneut eine solche Figur glorifiziert wird. Von dieser Farce muss sich jeder angewidert abwenden und sich weitestmöglich distanzieren, der um die tatsächlichen damaligen Greuel der braunen Diktatur weiß und anerkennt, wie hoch der persönliche Einsatz Elsers und anderer echter Widerstandskämpfer war. Alles andere nähme den Opfern der NS-Diktatur den letzten Rest an Würde und Anstand.

 

19 Kommentare

  1. Dieser dummdreiste Niedecken , keine Ahnung von gar nix, macht einen auf cool und volksnah mit seinem Dialekt , dabei verrät er seine ( bisherigen ) Fans bis in die tiefste Faser ,weil er einfach nicht die Eier hat , zuzugeben, was sich realistisch abspielt….dieser staatsschleimige Heuchler……!! Alle seine Platten hab ich schon lang in den Sperrmüll verfrachtet…….

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    1. Ich habe erst gar keine „Platten“ von Ihm gekauft !!! Es war mir schon immer klar in welche Richtung der Aufruf ging.
      Damals wie Heute ist dein nächster, dein größter Feind. Sonst würde man auch nicht die UA-Nazis finanziert, und wer
      sich weigert kriegt von der Mörderbande Besuch !!!

    2. Geht mir ähnlich, ich kann den Niedecken auf den alten Scheiben auch nicht mehr „singen“ hören. Ist schade um die guten Alben und die gute Musik, geht aber einfach nicht mehr. Und ich war mal vor 40 Jahren ein bekennender, unverwüstlicher BAP-Hardcore-Fan.

      Ist nur schade um die von Klaus Heuser komponierte, streckenweise phantastisch gute Musik, die vom Niedecken und seinem Singsang regelrecht ruiniert und verhunzt worden ist. Als Texter ging der ja in Ordnung, aber was, wenn die einen besseren Sänger gehabt hätten. Heuser wollte ja auch international in Englisch durchstarten, nur Niedecken wollte bei seinem Kölsch bleiben, was dann letztlich auch zum Bruch führte.

    3. Geht mir genauso. Ich habe alle CDs und DVDs von Bapp entsorgt. Genauso von Peter Maffai. In meinem CD-Schrank wird sicherlich noch die ein- oder andere CD in den Müll wandern. Mal sehen was ich dort noch so finde.

  2. …also… das sehe ich doch schon etwas anders, wenn Georg Elser 8 unschuldige Menschen auf dem Gewissen hat und sich selbst in der Schweiz in Sicherheit bringen wollte. Er hat sogar das Leben von rd. 1.500 Zuhörern auf’s Spiel gesetzt, wenn Hitler den Raum nicht eher als geplant verlassen hätte.

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  3. Tjaja, der „Kampf gegen rechts“ ist heute ein Einfacher, totzdem glaubt Jeder dieser Linken mindestens die Gefahr einer weißen Rose aushalten zu müssen.
    Das passt in ihr Selbstbild, nur so fühlen sie sich moralisch überlegen. Wie die Grünen, die Roten, die anderen Mitläufer.
    Einsicht wird da auch nicht kommen, zu hoch sind die Mauern des selbstggebastelten Weltbildes.
    Und am Schluß kommt der Feind aus einer ganz anderen Richtung. Von dort, wo man so sehr bemüht war „Toleranz“ zu zeigen.

  4. Der links-islamische Deep State feiert sich selber ab! Vielleicht bald noch mit Tuntenballett, Live-Schächtung und Jesus-Verhöhnung! Sorry, manchmal gelingt es mir einfach nicht mehr, bei sowas noch Haltung zu bewahren..!

  5. Sein ungepflegtes Äußeres samt Sonnenbrille -und in den letzten Jahren erheblich gealtert…- lässt darauf schließen, dass ihm die Biowaffen-Injektion nicht bekommen ist („Bei Corona war er voll auf Kurs, posierte mit Maske.“). Vermutlich ist er zur „Buße“ mit Post Vac verdonnert… Das sollte „eigentlich“ allen System-Impflingen so ergehen, bedenkt man, was sie angerichtet haben, ein Jahrhundert-Verbrechen zu unterstützen.
    taz, 19.09.2020: Wolfgang Niedecken über Coronaleugner „Merken die eigentlich gar nichts?“ und hält „Querdenker“ für Scheinriesen. Wir Ungeimpften wünschen ihm dennoch ein langes Leben mit der Giftbrühe…
    Den Orden, der ihm jetzt auch noch zu Kopfe steigt, sollte er schleunigst zurückgeben – diese widerliche Verleihung ist ein Schlag ins Gesicht des Georg Elser, dieses echten Antifaschisten… und reiht sich ein in z.B. die Karls-Preis-Verleihung an Nazis wie Selensky.

  6. Der ehrenwerte und mutige Schwabe Georg Elser würde sich mit stetig zunehmender Geschwindigkeit im Grabe herumdrehen, wenn er in Erfahrung brächte, welch unfassbares Schindluder mit seinem Namen von Personen getrieben wird, die erstens nichts, aber auch nicht das Geringste vom Wesen des Nationalsozialismus verstehen, jedoch der Fall durchaus naheliegen könnte, dass sie sich ihrer aktuellen politisch-gesellschaftlichen Angepasstheit wegen, auch heute noch durchaus auch mit einer Diktatur sehr gut hätten arrangieren können. Vielleicht hat sie auch die Gnade der späten Geburt davor bewahrt, jemals in diese Verlegenheit gekommen zu sein. Und wiederum wir für jeden kritischen Betrachter sichtbar, dass es eine Unzahl an völlig überflüssigen und kontraproduktiven Preisen gibt, die vorwiegend nur einen Zweck erfüllen, nämlich wie im Totalitarismus seit jeher üblich, den aktuell Regierenden nach dem Mund zu reden und Personen mit kritischem, eigenständigem Denken mit dem Bannstrahl des Verschwörungstheoretikers, Schwurblers, Rechtsauslegers oder gar Nazis zu belegen, damit gesellschaftlich auszugrenzen, zu ächten und gnadenlos in den Dreck zu ziehen.

  7. Erinnert mich irgendwie frappierend an Karnevalssitzungen, wo all den vielen Dummschwätzern, die auf der Bühne den größten Blödsinn erzählen, großzügig Orden für ihre großen Verdienste umgehängt werden.

  8. Unglaublich wie weit sie ihre Verhöhnung aufrichtiger, mutiger und ehrenwerte Widerstandskämpfer noch treiben wollen. Dass eine vom linken Mainstream durchsetzte Stiftung bei der Vergabe des Preises nicht auf wirkliche oppositionellen Menschen in unserem Land abzielt, aus dem Umfeld der Corona Zeit gebe es da genügend Namen. Nein es müssen Personen sein, die Tag täglich das unzumutbare in den Medien darbieten und in ihrer Unkultur ihrer kleinen Fankultur verbreiten. Wann wird sich das ändern?

  9. Wenn ich schon das rheinische Mundwerk höre, bekomme ich die Krise.
    Denke, sie mussten sich was neues im rheinischen platt einfallen lassen, denn mit engl. Text oder in hochdeutsch wären sie eh nur 3. Klassig, was sie eh auch heute für mich sind.

    Habe keine einzige Scheibe von denen und das wird auch so bleiben.
    Der Tünnes reimt sich mit einem anderen der eigentlich zum Logopäden müsste in das System ein !

    Systemlinge, die den ganzen politischen Mist systematisch halt
    mittragen und ./. das richtige, ./. das rechte aufbegehren, das kommt bei mir nur negativ an !

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  10. „Der sittliche Wert eines Menschen beginnt erst dort, wo er bereit ist, für seine Überzeugung sein Leben hinzugeben.“  (Henning von Tresckow)

  11. Man findet sie in jeder Gesellschaftsordnung.

    „Solche Figuren wie Hayali und Niedecken wären damals sich nicht im Widerstand gewesen, sondern hätten auf genau der anderen Seite gestanden. Ihr “Engagement” beschränkt sich auf reine Agitation gegenüber AfD und legitimiert sich auf objektiv unhaltbaren, diffamierenden Zuschreibungen und Unterstellungen gegen diese Partei.“

    „Opportunismus ist die
    zweckmäßige Anpassung an Situationen, um ohne Rücksicht auf Prinzipien oder Überzeugungen persönliche Vorteile zu erlangen. Es handelt sich um ein prinzipienloses, eigennütziges Verhalten, das oft moralische Normen verletzt, um Augenblickserfolge zu erzielen. Es ist eine Form der „Anpassung um jeden Preis“. 

    Hier sind die wichtigsten Aspekte:

    Merkmale: Rückgratlosigkeit, Wendehals-Mentalität, vorauseilender Gehorsam, Handeln ohne eigene feste Werte.

    Wirtschaft: Ausnutzen von Gelegenheiten zum eigenen Vorteil, oft durch Nichteinhalten von Versprechen oder Vorenthalten von Informationen.“
    (Quelle: google.com, Opportunismus)

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  12. Für mich sind Stauffenberg aber auch andere Helden. Egal, welche politische Agenda vor dem Attentat war und nach dem Attentat wäre. Man muss es sich mal vorstellen. Bei geglücktem Ausgang des z.B. Stauffenberg –Attentats am 20. Juli 1944 wäre aus deutscher Sicht der Bevölkerung und den Soldaten viel erspart geblieben. Es hätte ein Waffenstillstand ausgehandelt werden können. Nach dem 20. Juli 1944 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs sterben fast ebenso viele Menschen wie in den ganzen Kriegsjahren zuvor.

    Die letzte Gelegenheit dem Morden in Konzentrations- und Vernichtungslagern, dem unsinnigen Sterben an den RÜCKZUGS–Fronten, der Zerstörung der Städte durch Bombenangriffe (Dresden 400.000 Tote) und den großen Fluchtbewegungen Einhalt zu gebieten, war gescheitert. Vielleicht wäre es nicht zu den Gebietsverlusten und zur deutschen Teilung gekommen. Deutsches Reichsgebiet war bis dahin von den Alliierten noch nicht erreicht. Wie sie reagiert hätten, ist Spekulation. Aber die Chance, dass kein Schuss mehr fallen bräuchte, war da.

  13. Der Artikel ist ein Volltreffer ! Völlig richtig analysiert. Georg Elser war so ein unglaublich tapferer und aufrechter
    Mann ! Schaut Euch seine vita an ! Diese Hofschranzen nicht (obwohl Niedecken in den Achtzigerjahren schon ein Freigeist war; zu Hayali sage ich lieber nichts). Es ist tragisch. Und selbst der Bodensee wird noch diskreditiert. Übel.

  14. Niedecken ist allerdings alles andere als ein „begnadeter Musiker“, wie ihm der Autor freundlich, aber fälschlicherweise unterstellt. Diese Ehre wird viel eher dem kongenialen Songschreiber und Lead-Gitarristen Klaus Heuser zuteil. Niedecken war nach dem Kunststudium (Malerei) bloss Gründer, Frontmann und Texter von BAP (was er auch gut konnte damals, das Texten, nicht das Singen). Komponiert und Songs geschrieben hat Niedecken damals in der Hochzeit von BAP fast keine. Und wenn, dann waren das keine Perlen und konnten gegen die Kompositionen von Kompagnon Heuser nicht bestehen.

    Alles andere vom Heuser. Der war der wirkliche musikalische Kopf und Mastermind von BAP, um nicht zu sagen Genius, der während zwei Jahrzehnten von 1980 bis zu seinem Ausstieg 1999 fast das gesamte Songmaterial der Band geschrieben hat. Ohne ihn wäre der grosse Erfolg niemals eingetreten. Die haben nach seinem Abgang bis heute eigentlich nur seine alten phantastischen Songs neu aufgewärmt und rezykliert. Und das neuere Songmaterial von BAP kann man schlicht vergessen. Nix wert. Ich kann die ollen Scheiben auch nicht mehr hören, wegen dem Niedeckschen Singsang. Wenn die bloss damals einen anderen, besseren Sänger gehabt hätten… Und ich sag das als ehemaliger Hardcore-Fan.