
Was wäre möglich, wenn derselbe Erfindergeist endlich dem Frieden dienen würde? Seit mehr als vier Jahren tobt der Krieg in der Ukraine. Ein Krieg, den sich Europa nach dem Ende des Kalten Krieges kaum noch vorstellen konnte. Ein Krieg voller Leid, Zerstörung und unermesslichen menschlichen Verlustes. Ein Krieg, der niemals hätte beginnen dürfen. Und doch stimmt er mich in mehrfacher Hinsicht nachdenklich. Da ist zunächst die schlichte Tatsache, dass sich die Ukraine als scheinbar hoffnungsloser Außenseiter gegen einen militärisch weit überlegenen Nachbarn behaupten konnte. Kaum jemand hätte zu Beginn des Krieges geglaubt, dass dieser Staat mehr als vier Jahre später noch immer existiert und seine Unabhängigkeit verteidigt. Es ist ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, welche Kräfte der Wille zur Freiheit freisetzen kann. Wir erinnern uns an die hitzigen Diskussionen vor gut anderthalb Jahren über die Lieferung deutscher Taurus-Marschflugkörper. Damals wurde argumentiert, die Ukraine könne diese Systeme ohne deutsche Unterstützung gar nicht einsetzen. Daraus entstand die Sorge, Deutschland könne unmittelbar zur Kriegspartei werden. Dieses Problem hat die Ukraine auf ihre Art gelöst, indem sie analoge Marschflugkörper selber herstellt.
Heute wirken viele dieser Debatten wie Momentaufnahmen einer längst überholten Wirklichkeit. Die Ukraine hat mit atemberaubender Geschwindigkeit Fähigkeiten aufgebaut, die damals kaum jemand für möglich gehalten hätte. Wo westliche Partner zögerten oder nicht liefern konnten, entstanden eigene Lösungen. Aus improvisierten Werkstätten wurden Entwicklungszentren. Aus kleinen Technologieunternehmen wurden hochspezialisierte Entwickler militärischer Systeme. Ingenieure, Softwareentwickler und Techniker schufen neue Drohnen, neue Steuerungssysteme und neue Verfahren elektronischer Kriegsführung, oft innerhalb weniger Wochen statt vieler Jahre. Auch die damaligen amerikanischen Beschränkungen für den Einsatz westlicher Waffen spielen heute kaum noch eine Rolle. Mit Ausnahme der Abwehr ballistischer Raketen hat die Ukraine inzwischen auf nahezu allen militärischen Gebieten bemerkenswerte eigene Fähigkeiten entwickelt oder entscheidend erweitert. Es erscheint durchaus vorstellbar, dass auch die letzten noch bestehenden technologischen Lücken in absehbarer Zeit geschlossen werden. Was für eine Entwicklung!
Entfaltung einer Entwicklungsgeschwindigkeit, die ihresgleichen sucht
Noch erstaunlicher ist jedoch ein anderes Paradoxon: Während der technologisch hochentwickelte Westen der Ukraine jahrelang modernste Systeme lieferte, bemühen sich heute westliche Staaten darum, von ukrainischer Drohnentechnologie und den dort gewonnenen Erfahrungen zu lernen. Wer hätte sich das zu Beginn dieses Krieges vorstellen können? Über die Ursachen dieses Krieges werden Historiker vermutlich noch Jahrzehnte streiten. Wer welche Verantwortung trägt, wird Gegenstand unzähliger Analysen bleiben. Schuldzuweisungen allein bringen jedoch weder die Toten zurück noch bauen sie zerstörte Städte wieder auf. Vielmehr lenken sie den Blick von einer Beobachtung ab, die mich tief nachdenklich macht: Unter existenziellem Druck hat die Ukraine eine Innovationskraft und eine Entwicklungsgeschwindigkeit entfaltet, die ihresgleichen sucht. Warum gelingt uns Menschen in Friedenszeiten oft nur einen Bruchteil dessen, was wir unter existenziellem Druck in kürzester Zeit erreichen? Warum scheinen Bürokratie, Zuständigkeitsdenken und Besitzstandswahrung plötzlich zu verschwinden, sobald das Überleben einer Gesellschaft auf dem Spiel steht? Warum werden Entscheidungen getroffen, für die wir unter normalen Umständen Jahre oder gar Jahrzehnte benötigen?
Vielleicht liegt genau darin die Antwort. Kriege beschleunigen Innovationen nicht, weil Krieg den Menschen kreativer macht. Sie beschleunigen sie, weil plötzlich alles Überflüssige wegfällt. Niemand diskutiert monatelang über Zuständigkeiten. Niemand verliert sich in endlosen Genehmigungsverfahren oder ideologischen Grabenkämpfen. Entscheidungen werden dort getroffen, wo sie gebraucht werden. Die klügsten Köpfe arbeiten gemeinsam an einem Ziel. Fehler werden nicht verwaltet, sondern sofort korrigiert. Ideen werden nicht jahrelang geprüft, sondern unmittelbar getestet, verbessert und umgesetzt.
Was zählt, ist nicht Perfektion, sondern Wirksamkeit. Genau darin liegt die eigentliche Tragik. Offenbar besitzen wir Menschen die Fähigkeit, in kürzester Zeit Außergewöhnliches zu leisten. Aber wir nutzen dieses Potenzial meist erst dann, wenn uns keine andere Wahl mehr bleibt. Vermutlich liegt darin sogar unsere größte Aufgabe als Gesellschaft: Nicht erst dann zusammenzustehen, wenn die Sirenen heulen! Nicht erst dann unsere besten Köpfe zu vereinen, wenn Städte in Trümmern liegen! Sondern den Mut aufzubringen, Konflikte frühzeitig zu entschärfen, ideologische Verhärtungen zu überwinden und jene politischen Entwicklungen rechtzeitig zu korrigieren, die uns immer tiefer in Konfrontation führen.
Es fehlt nur gemeinsame Entschlossenheit
Kriege beginnen nicht mit dem ersten Schuss. Sie beginnen lange vorher: mit gegenseitigem Misstrauen, mit Feindbildern, mit einer Sprache, die nur noch Freund und Feind kennt, und mit Menschen, die glauben, ihre Ziele ließen sich am Ende nur noch mit Gewalt durchsetzen. Deshalb brauchen wir nicht nur bessere Ingenieure und Wissenschaftler, sondern ebenso Politiker, Diplomaten und Bürger, die den Mut besitzen, Brücken zu bauen, bevor andere sie abbrechen. Natürlich wäre es falsch, den Krieg deshalb als Motor des Fortschritts zu verklären. Nichts rechtfertigt das unermessliche Leid, das Millionen Menschen erfahren haben. Kein technischer Fortschritt kann den Verlust von Familien, Städten und Lebensperspektiven aufwiegen. Und dennoch lässt mich ein Gedanke nicht los. Stellen wir uns nur für einen Moment vor, dieselbe Entschlossenheit würde friedlichen Zielen dienen. Was wäre möglich, wenn die besten Ingenieure der Welt gemeinsam an sauberer Energie arbeiten würden, mit derselben Priorität und Motivation, derselben Geschwindigkeit und denselben finanziellen Mitteln, die heute in Kriege fließen? Was wäre möglich bei der Kernfusion? Bei der Entsalzung von Meerwasser? In der Krebsforschung? Bei neuen Medikamenten? In der Landwirtschaft? Beim Schutz unserer Umwelt?
Dann würden wir feststellen, dass viele Probleme unserer Zeit gar nicht unlösbar sind. Uns fehlt nicht das Wissen und vermutlich nicht einmal das Geld. Uns fehlt nur die gemeinsame Entschlossenheit. Müssen wir wirklich erst Krieg führen, um das Beste hervorzubringen, wozu der menschliche Geist fähig ist? Oder könnten wir dieselbe Entschlossenheit, denselben Erfindergeist und dieselbe Zusammenarbeit auch im Frieden entfalten? Wenn es uns gelänge, Bürokratie auf das Notwendige zu beschränken, ideologische Schützengräben zu überwinden und unsere besten Köpfe mit derselben Konsequenz auf die großen Zukunftsfragen zu konzentrieren, dann wäre vermutlich nicht der Krieg der Motor des Fortschritts, sondern endlich der Frieden!
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Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog “Zwischen den Zeiten“.
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11 Kommentare
„Kriege beginnen nicht mit dem ersten Schuss. Sie beginnen lange vorher“
In der Ukraine begann der Krieg bereits 2014, nach dem Putsch vom Maidan.
Die CIA hat fünf Milliarden Dollar investiert, um den gewählten Präsidenten durch eine Marionette zu ersetzen.
Der Autor des Artikels scheint das nicht zu wissen oder es bewusst wegzulassen. Somit ist er nicht besser als der Mainstream.
Pfui!
Wer sind eigentlich „wir“?
Zu diesem im Artikel erwähnten „wir“ zähle ich mich jedenfalls nicht.
Es gab zahlreiche Bemühungen, diesen Krieg zu abzuwenden und später ihn zu beenden. Diese Bemühungen wurden jedoch von sehr einflussreichen Leuten sabotiert, weil sie den Krieg mit Russland unbedingt wollen, um das Riesenreich zu zerschlagen und sich die Scherben einzuverleiben. Die Gier dieser Leute ist unersättlich. Sie sind die Geißel der Menschheit.
Daher weht der Wind.
😜
Ein Lob für die Ukra-Nazis ??? Seine Unabhängigkeit verteidigt ??? Seit der Unabhängigkeit streben die Ukraine einen
Nationalistischen Staat zu errichten. Minderheiten wurden systematisch deren Rechten beraubt, und das Land an BlackRock verkauft. Wie Frau Merkel es zugegeben hat wollte Ukraine nie eine friedliche Nachbarschaft mit RU und
über Jahre durch ausländische Mächte aufgerüstet. Und so ist aus der Ukraine eine Kriegspartei gegen RU im Interesse
ausl.-Mächte. Das dieser Krieg schon über 4 Jahre dauert ist bedauerlich aber aus ersichtlichen Gründen Tatsache: a) Trump hat immer gesagt er beendet diesen Krieg innerhalb 24 Std-en – Gelogen, und ja RU hat Fehler gemacht an leere Versprechen zu bauen – so hatte die Ukraine noch mehr Zeit von diesen Westlügnern Waffen zu schnorren. Das dabei Menschen sterben scheint all diesen Kriegstreibern sch…. egal zu sein. Man war überzeugt RU genau wie Jugoslawien
zerschlagen zu können, und dann bequem ausbeuten. Für mich hatten weder die Menschen in YU noch Heute in Ukraine – Verstand, haben sich von ausl.-Heuschrecken zum Brudermord hinreißen.
https://www.berliner-zeitung.de/article/geheime-fabrik-in-deutschland-produziert-ki-drohnen-fuer-die-ukraine-bericht-10189165
https://www.zdfheute.de/politik/selenskyj-pistorius-drohnen-treffen-muenchen-100.html
https://www.focus.de/politik/ausland/drohnenfabrik-fuer-ukraine-front-in-bayern-eroeffnet-hat-immense-bedeutung_34c391cb-cf63-47df-9a73-854642bb32a6.html
Warum erst im Krieg die Erfolge in der Forschung nach neuen Techniken so gut funktioniert? Weil dann sowohl die finanziellen Mittel, als auch der Erfolgsdruck stetig steigen.
Die Rüstungsgüter sind Verbrauchsgüter und die Investoren verdienen sich dumm und dusselig. Warum stieg wohl Schindler von Emailie-Produkten auf Messinghülsen um 😉 Die Ukraine ist ein Versuchslabor für Flug-, Land- Wasser-, und sogar Hundedrohnen, welche mit MG ausgestattet auf die russischen Soldaten gehetzt werden.
Und ohne SkyLink wären all die tollen D und ukrainischen Drohnen ziemlich teurer Elektroschrott.
Ohne die westliche Unterstützung wäre die Ukraine schon lange platt. Aber da es daran viel zu verdienen gibt, gibt es viele helfende Länder. Und sei es nur die Hoffnung auf die fruchtbaren Böden und die Bodenschätze (seltene Erden) in russisch besetzten Gebieten. Da soll es schon viele Landkäufe und Absprachen vor Kriegsbeginn gegeben haben. Hunters Laptop etc…
Krebsforschung, Kernenergie u.a. von Ihnen genannten Bereiche sind langfristig nicht rentabel. Stellen Sie sich vor, es gäbe morgen ein Medikament, welches Krebs heilen könnte. Die ganzen – zum Teil mehrere 1000 € teuren – Präparate wären Ladenhüter. Rezepte gegen Diabetes haben oft Nebenwirkungen, die ein Medikament erfordern, das Diabetes als Nebenwirkung hat. Der Kranke wünscht sich Heilung, der Investor ein neues Medikament, dass das Leben verbessert, aber viel Geld kostet und ggf. Nebenwirkungen hat, welche ein weiteres Medikament erforderlich machen.
Was für ein haarsträubender Unsinn.
Der Wertewesten hat hunderte von Milliarden,
in den Krieg investiert und fast die gesamte
Aufklärung und Zieldaten , kommen aus der Natoinfrastruktur, genau wie die Waffensysteme. Alle entscheidenden Waffensysteme, welche in der Ukraine
gebaut werden, sind mit Hilfe der NATO-Staaten entwickelt und gebaut worden.
Lediglich der größte Teil, der Hunderttausenden
von gefallen und verletzten Soldaten, sind ukrainischen Ursprungs, im Natokriegstellvertreterkrieg einer
US Milliardärsbande. Die Ukraine war vor dem
Krieg ein korrupter Staat und heute noch viel mehr, regiert von einem Diktator der die
überfälligen Wahlen verhindert und nichts
anderes als eine US Handpuppe ist. Europa wollte Russland militärisch, wirtschaftlich
ausbluten und geht dabei selbst zugrunde, zur
Freude der US Kapitalbesitzer, die an dem allen
prächtig verdienen.Verlieren werden die Völker Europas samt ihrer ukrainischen Traumtänzer.
Ohne die Milliarden aus der EU, sowie die logistische Unterstützung von Starlink , Geheimdiensten u. a. wäre dies alles nicht möglich und die Ukraine längst überrannt. Die Flucht von hunderttausenden jungen Männern aus dem Land zeugt auch nicht gerade von Willen zur Freiheit, sondern rette sich, wer kann. Wenn ich solche Durchhalteartikel lesen will, kauf ich mir die Bild.
In einer Zeit in der ein Krieg angefangen hat und von vielen Seiten Geld und Waffen kommen, ist die Motivation selbst mit Hand anzulegen wohl sehr groß, vielleicht gibt es dann auch noch einen Orden oder man kommt ins Geschichtsbuch. Mit Frieden lässt sich kein Geld verdienen, ist ja auch langweilig.
Wenn man sich unsere Politiker ansieht, erkennt man,die wollen einen Feind vernichten.
WAS wäre möglich, wenn die Grünen ihre Energie statt gegen Deutschland, FÜR Deutschland einsetzen würden!?
Alle Kriege sind Kriege der Banker. So war es auch bei der Anti-Terror-Operation Kiews im Jahr 2014.
https://tkp.at/2026/04/15/alle-kriege-sind-kriege-der-banker-so-war-es-auch-bei-der-anti-terror-operation-kiews-im-jahr-2014/
Man bedenke: Der Staatsstreich von 2014 und Kiews ATO schufen den Konflikt, der schließlich in einen umfassenden Krieg zwischen der Ukraine und Russland eskalierte, was zu weit über einer Million Opfern und einer fast vollständigen Zerstörung der ukrainischen Wirtschaft und Gesellschaft führte.
Zweifellos wird sich dieser Konflikt weiter ausbreiten und könnte letztendlich zu einem weiteren verheerenden Weltkrieg auf dem europäischen Kontinent führen.
Die „wichtigsten Anteilseigner“ ausfindig zu machen, dürfte nicht allzu schwierig sein, wenn wir eine weitere Eskalation des Krieges verhindern wollten.
Heute kennen wir sogar eine Verdächtige namentlich, dank ihrer Korrespondenz mit ihrem Lieblingsmitarbeiter Jeffrey Epstein: Arianne de Rothschild, CEO der Edmond de Rothschild Group.
Hier ist ein E-Mail-Austausch zwischen den beiden, nur drei Tage nachdem Kiew seine ATO gestartet hatte: ALLES LESEN !
Sowohl in den Massen- als auch in den alternativen Medien gibt es breite Kritik an Kanzler Friedrich Merz.
Das mündet meist in der mehr oder weniger begründeten Parole: „Merz muss weg!“.
Mit überzeugenden Argumenten kann dem nicht widersprochen werden, zumal dieser Schuldenmacher, Lügner und Kriegstreiber nie hätte in dieses Amt gelangen dürfen.
Was Merz tatsächlich zu einer großen Gefahrenquelle macht, ist seine rücksichtslose Verachtung für die Zukunft Deutschlands sowie der ihm und seiner sozialen Schicht eigene Russenhass samt der Veruntreuung vieler Steuergeldmilliarden in das Korruptionsloch Kiew!!
«Hauptprofiteur dieses Krieges»: Ehemalige Selenskyj-Sprecherin wirft Präsident Korruption und Machtmissbrauch vor
https://weltwoche.ch/daily/hauptprofiteur-dieses-krieges-ehemalige-selenskyj-sprecherin-wirft-praesident-korruption-und-machtmissbrauch-vor/?
Die frühere Sprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Julija Mendel, erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber.
«Ich glaube, Selenskyj ist heute der Hauptprofiteur dieses Krieges», sagt sie in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Journal du Dimanche (JDD).
Der Krieg sichere ihm den Machterhalt, da er die Wahlen abgesagt habe. Zudem profitierten Unternehmen aus seinem Umfeld von Milliardenhilfen aus der Europäischen Union.
Sie hatte zudem angedeutet, dass die ukrainische Delegation bei den Gesprächen in Istanbul im Jahr 2022 bereit gewesen sei, „alle Forderungen Russlands“ zu akzeptieren, bevor westlicher Druck die Einigung verhindert habe. ALLES LESEN!!