„Wenn ein Mann eine Frau sein will oder umgekehrt, ist etwas falsch in seinem Kopf”

Szene aus „What is a Woman“: US-Dokumentarfilmer Matt Walsh bei einem seiner etlichen Kurzinterviews (Screenshot:TheDailyWire)

Anfang Juni erschien in den USA der Dokumentarfilm „What is a Woman?” – ein Streifen, von dem man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit annehmen darf, dass er in den öffentlich geförderten Programmkinos Deutschlands nie gezeigt wird (und wenn doch, dann nur unter zornigsten und militanten Protesten des LBFTQIA-Milieus und seiner antifantischen Auxiliartruppen). Darin geht der konservative Journalist Matt Walsh der Titelfrage nach, wie sich das Frausein heute – in Zeiten zunehmender kulturmarxistischer Identitätsklitterung durch Genderwahn, kranke Biologismen und einen perversen Sexualkonstruktivismus – eigentlich definiert. Hierzu bat Wals unterschiedliche Persönlichkeiten um Beantwortung eben dieser Frage, was eine Frau ist. Der von der Webseite „The Daily Wire” produzierte Film ist eine Reaktion auf den in der westlichen Welt mittlerweile ubiquitären Trans-Wahn und die mit ihm einhergehende, grassierende Geschlechterverwirrung. Und tatsächlich gelingt es Walsh auf verblüffende Weise, viele der links-woken Befürworter dieses Kults der unendlich vielen, angeblich subjektiv wählbaren Geschlechter in all ihrer Lächerlichkeit vorzuführen – und zwar ganz einfach, indem er sie reden lässt.

Wer sich „What is a Woman?” zu Gemüte führt, fühlt sich zeitweise wie in einen Rundgang durch ein kollektives Irrenhaus versetzt. Da bestreitet etwa Dr. Michelle Forcier, Ärztin und Dekanin an der renommierten Brown Universität, dass es überhaupt so etwas wie sexuelle Realität gäbe. Weitere interviewte Mediziner behaupten ernsthaft, der Weihnachtsmann sei real – alleine schon deshalb, weil Kinder glauben, dass er real sei, und weil das als wahr zu gelten habe, was wir glauben – selbst wenn es objektiv und intersubjektiv als nicht wahr zu bezeichnen sei. Eine Therapeutin erklärt mit tiefer Überzeugung, die Frage, was eine Frau sei, nicht beantworten zu können, weil sie gar keine Frau sei – auch wenn sie biologisch eindeutig eine ist; sie sei zwar selbst keine Transfrau, aber überzeugt, dass es sich bei ihrem Geschlecht um ein gesellschaftliches Konstrukt handele.

Pausenlose Queerness

Walsh erklärt sich die Inbrunst, mit der hier diese grotesken Aussagen von Vertretern der akademischen Bildungselite geäußert werden, mit einer Art sarkastischen Trotzhaltung: Weil seine Gesprächspartner als Folge einer widerspruchslosen gesellschaftlichen Orthodoxie, die eine ernsthafte Debatte über den Transwahn wirksam unterdrücke, nie und nimmer damit gerechnet hätten, in ihrer Denkweise herausgefordert zu werden, sei für sie anscheinend die Vorstellung abwegig, dass irgendjemand „richtige”, politisch unkorrekte Antworten von ihnen erwarte. Eine der wenigen vernünftigen Antworten gibt im Film die Ärztin Miriam Grossman, die davon ausgeht, dass es tatsächliche Transgender-Personen – also das, was vor diesem fatalen Trend als tatsächlich vorhandene Transsexualität definiert wurde – verschiedenen Erhebungen zufolge etwa zwischen „einmal unter 30.000 bis 110.000 Menschen” gebe. Es sei wichtig, diese wenigen Personen, die tatsächlich darunter litten, im „falschen“ Körper zu leben, zu erkennen und ihnen zu helfen. Mit solchen erfreulich sachlichen und seriösen Klarstellungen entzieht Grossman dem um sich greifenden Irrsinn die reale Grundlage, der infolge einer pausenlosen „queeren“, transaffinen und regenbogenbunten Indoktrination etwa dazu führt, dass sich plötzlich mehrere Schüler in einer Schulklasse für „geschlechtlich nicht eindeutig zuordenbar“ halten. Bei derartigen Phänomenen handele es sich zwangsläufig und unzweifelhaft um Trend- und Mitläufereffekte.

Auf einem Frauenmarsch kommt Walsh mit einer Frau in Kontakt, die ein Schild hochhält mit der Aufschrift: „Wenn Männer schwanger werden könnten, würden wir dieses Gespräch nicht führen.” Als er sie mit „seiner” Frage konfrontiert, was eine Frau sei, behauptet diese mit tiefer Überzeugung, selbstverständlich könnten alle Männer ebenfalls schwanger werden. Zu den erschütterndsten Szenen jedoch gehört Walshs Interview mit Scott Newgent, der von Geburt an eine Frau war und Kelly hieß, bis ihm/ihr Trans-Aktivisten einredeten, im „falschen Körper” zu leben – woraufhin er/sie sich mehrfach operieren ließ, um zum Mann zu werden – nur um sich nun in einem furchtbaren Zustand zu befinden und einzusehen, dass er gar kein Mann sei und sich auch nicht so fühle. Besonders tragisch: Aufgrund all der Torturen durch Hormonbehandlung und Medikamente hat Newgent nach Aussagen seiner Ärzte nicht mehr lange zu leben.

Bestechend scharfe Bestandaufnahme

What is a Woman?“ erweist sich als  bestechend scharfe Bestandsaufnahme einer ebenso grotesken wie gefährlichen, krankhaften Entwicklung, die geeignet ist, die spätdekadenten westlichen Gesellschaften in bürgerkriegsartige Spaltungen zu treiben – und das nur, weil eine kleine, „woke“ Minderheit irrer Akademiker, Aktivisten und Politiker der Ansicht ist, ihren quasireligiösen Wahn zum Maß aller Dinge zu machen, wonach es einerseits unendlich viele Geschlechter gebe, es andererseits aber völlig egal sei, welches Geschlecht man gerade für sich definiere und wähle. Zahllose Leben und Existenzen werden – physisch und psychisch – ruiniert, indem sich alterstypisch nach Orientierung und Selbstfindung strebende, pubertätsverwirrte Jugendliche manipulieren lassen, ihren Körper ohne schützenden Einfluss ihrer Eltern mit staatlichen Segen hormonell und durch Operationen verstümmeln lassen und am Ende lebenslängliche Schäden davontragen. Und wer gegen diesen Wahnsinn aufbegehrt, wird zur Unperson erklärt und sozial geächtet.

Die mit Abstand vernünftigste Antwort erhielt Walsh übrigens von afrikanischen Ureinwohnern, die die Frage des Filmtitels folgendermaßen beantworteten: „Wenn ein Mann eine Frau sein will oder umgekehrt, ist etwas falsch in seinem Kopf und in seiner Familie.” Den Vorwurf der Transphobie brauchen diese Interviewpartner, anders die konservativen weißen Kritiker in den Ursprungsländern der Genderideologie, allerdings nicht zu befürchten – denn dieser wäre dann ja rassistisch. Im Bullshit-Bingo der Verschränkungen linker Tabuzonen und No-Gos neutralisieren sich beide Stereotypen.

12 Kommentare

  1. Kann man diesen gesamten Mist mal auf sich beruhen lassen?

    Da wichtige Tatsachen und Erkenntnisse oft genug unterdrückt werden, sollte man Prioritäten setzen und danach suchen/sie aufgreifen und nicht diesen anti-sexuellen (richtig gelesen!), durchgehend woke-kranken Mist!

  2. Früher sagte man:
    „iehhhhh, die sind ja andersrum.
    Heute: Kranke Typen, denen man absolut keine Bühne
    und keine Gewährleistungspolitik zuteil werden lassen sollte !
    Mensch mit Vagina = Frau
    Mensch mit Penis = Mann
    Ein davor, dazwischen und dahinter ist weder Gesellschaftskonform,
    noch juristisch machbar, absolut unnatürlich !

  3. Ich werde nicht müde, es zu sagen:

    Dieser widerliche Transwahn und Genderdreck beraubt eine Frau ihres Frauseins.

  4. Hervorragender Artikel! Den Trick „ Durchgeknallte Ignoranten einfach reden lassen“ gab es schon bei der CO2 Frage und der Klimadiskussion. Kann man bei jeder Idiotie anwenden. Problem nur: „Mach einem Bekloppten klar, dass er bekloppt ist.“ (Dieter Bohlen).

  5. Ich sehe mir gerade den Film an. Die sind irre. Ich habe, als das Drama vor etwa 20, 25 Jahren richtig anfing, davor gewarnt. Ich wurde ausgelacht, mir wurde geraten, toleranter zu werden. Nun sind die Irren an der Macht. Überall. In jedem Ressort. Und nebenbei: Jeder darf irre sein, wie er will. SOLANGE ER MEINER FAMILIE, MIR UND DER GESELLSCHAFT, IN DER WIR LEBEN, NICHT SCHADET. Und genau DAS tun diese Leute, diese unbedeutende, kleine Minderheit von psychisch Kranken und Vollirren, sie paßt die Gesellschaft an ihre Bedürfnisse, an ihre Sichtweise an.

  6. Ne Leute, nicht bei den MannFrauWasweißIchTypen ist was falsch, sondern bei denen, die noch glauben, sie wären ein Mann oder eine Frau. Der neue angepasste klimaneutrale Mensch ist weder Mann noch Frau sondern irgendwas dazwischen. Denn jeder kann heute sein was er will, die Medizin machts möglich.
    Der Cyborg der nahen Zukunft wird wohl geschlechtslos werden und somit ist das Menschsein ohne Sinn.

  7. Na ja, wer die Realität bestreitet und ausblendet, muß ja in einer rosa Wohlfühlblase im Einhornwald leben ! Natürlich gibt es Menschen, mit denen es Mutter Natur (wieder was Weibliches ) nicht so gut gemeint hat, aber die dürften sich im Promillebereich liegen. Also, wofür die ewige Hervorhebung !

  8. Merz bekennt sich zur CDU-Frauenquote – und enttäuscht seine Unterstützer
    https://www.welt.de/politik/deutschland/plus239374713/Kurswende-des-Parteichefs-Merz-bekennt-sich-zur-CDU-Frauenquote-und-enttaeuscht-seine-Unterstuetzer.html

    „Friedrich Merz vollzieht einen Schwenk: Der CDU-Chef legt sich auf eine 50-Prozent-Regelung für alle Parteigremien-Posten ab 2024 fest. Damit stellt er sich gegen die Gruppen, die seine Kandidatur um den Vorsitz maßgeblich gestützt hatten. Gelingt ihm das, woran Söder scheiterte?

    Nach monatelangem Zögern hat sich der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz in den Spitzengremien seiner Partei zu einem Vorschlag seiner Vorvorgängerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekannt: Ab 2024 sollen 50 Prozent aller Posten in Gremien ab der Kreisebene mit Frauen besetzt werden müssen.“

  9. Gender bezeichnet ein sozial-kulturelles Geschlecht, das durch gechlechtstypische Verhaltensweisen charakterisiert ist. Mit religionsnaher Dogmatik behaupten Genderideologen, dass es Individuen durch gesellschaftliche Normen aufgezwungen wird. Ideologiefrei arbeitende Sexualforscher wie Dörner, Freund, Diamond, Green, Ward usw. haben vor Jahrzehnten herausgefunden, dass die gechlechtliche Differenzierung des Gehirns in einer kritischen Phase im zweiten Trimester einer Schwangerschaft verläuft, nachdem die im ersten Trimester stattfindende physische geschlechtliche Differenzierung abgeschlossen ist. Für Formen psychischer Intersexualität sind Disbalancen der Sexual- und Stresshormonproduktion verantwortlich. Gerade die Disbalancen der Stresshormonproduktion, speziell des Stresshormons Cortisol, führen nicht nur zu Formen psychischer Intersexualität, sondern auch zu weiteren psychischen Belastungen wie erhöhte Suizidalität, so dass jeder Geschlechtsumwandlungswunsch immer in die Begutachtung eines Psychotherapeuten gehört.
    Kurios ist die bis in hohe Ämter vorgedrungene genderideologische Realitätsverweigerung in Form des verfassungsrichterlich bestätigten Konstrukts eines dritten Geschlechts. Den Trägern dieser Entscheidung ist nicht klar, dass es sich dabei um die Offenlegung der medizinischen Diagnose einer fast immer erblich bedingten Störung der körperlich-sexuellen Entwicklung handelt, die die genetisch Verwandten mitbetrifft, einer Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht gleichkommend.
    Das Postulat der freien Wählbarkeit der psychischen Geschlechtszugehörigkeit rückt Homo- und Transsexualität in die Nähe der Psychotherapierbarkeit, was seit langem als unsinnig festgestellt wurde. Absurd ist die Beheimatung der Genderideologie in Kreisen, die die Zuwanderung von Menschen begrüßen, deren soziale Verwurzelung im krassen Gegensatz dazu steht. Zu den deutschtypischen Absurditäten gehört, dass ein großer Teil der Bürger „Gender-Gaga“ ablehnt, aber Gender-Gaga-Politiker wählt, als ob die glauben, dass diese Politiker nur auf dem Gebiet des Genderismus gaga sind.

Kommentarfunktion ist geschlossen.