Wenn Migration zum Klops wird…

Falafel gut, Flüchtlinge gut, alles gut! (Foto:Imago)

Wenn jemand gerne isst, dann ich. Man sieht es mir auch deutlich an. Da probiere ich auch gern einmal etwas Exotisches aus, vor allem, wenn es angenehm duftet und ansprechend aussieht. Aber demnächst muss ich wohl vorsichtiger sein – nicht wegen meines Magens, sondern weil sich in Deutschland immer häufiger der Gedanke durchsetzt, man müsse neben den Köstlichkeiten einer Kultur auch deren unangenehme Seiten akzeptieren. Jedenfalls, wenn es nach dem Verfasser dieses Tweets geht, der aber durchaus vielen Deutschen aus der Seele zu sprechen scheint:

(Screenshot:Twitter)

Menschen handeln schon mit Dingen aus fernen Ländern, seitdem sie Möglichkeiten gefunden haben, dorthin und wieder an einem Stück zurückzureisen (meistens jedenfalls) – aber dieser Gedanke ist neu. Sonst hätten sich Kartoffeln und Mais wohl nie in Europa durchgesetzt – wer hätte schon die Opferrituale diverser indigener Südamerikaner gleich mit übernommen? Auch streben die Freunde indischer Küche nicht danach, in Deutschland das Kastenwesen einzuführen (es sei denn die Kasten der Geimpften und Ungeimpften). Die Freunde der Migration hingegen fühlen sich durch Falafel für allerlei entschädigt: Wer stört sich schon an ächzenden Sozialsystemen, importiertem Antisemitismus und einem frauenverachtendem Weltbild, wenn dafür ein neues Rezept für Kichererbsen-Klopse ins Land kommt?

Es ist schon seltsam: In der Kopftuchdebatte wird uns Deutschen häufig vorgeworfen, wir akzeptierten es nur bei Frauen, die einer „niedrigen“ Arbeit, etwa dem Reinigen von Gebäuden, nachgehen. Müsste es dann nicht konsequenterweise auch als rassistisch betrachtet werden, Migranten auf ihre gastronomischen Fähigkeiten zu reduzieren? Genau das aber geschieht durch naive Befürworter der Masseneinwanderung nahezu täglich, und hat das Narrativ, Gastarbeiter hätten „Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut„, nahezu ersetzt. Da zahlt ein Migrant 2.000 Dollar und mehr alleine für sein Visum zur Einreise nach Europa – und statt ihm einen gut dotierten Posten als Quantenphysiker anzubieten, soll er in Deutschland Kichererbsen frittieren? Das ist Menschenverachtung in Reinform.

Aber mal im Ernst: Kann man nach allem, was in den letzten Jahren passiert ist – von der Kölner Silvesternacht angefangen bis hin zu Würzburg – tatsächlich noch guten Gewissens annehmen, Migration bedeute nur gastronomische Bereicherung in allen Facetten? Das bedeutet im Gegenzug übrigens keineswegs, in jedem Migranten einen neuen Anis Amri zu sehen, was ebenso falsch wäre. Es geht einzig allein um die Frage, auf welches Risiko man sich einlässt, wenn man auch nur mit derselben Kriminalitätsrate wie in der entsprechenden deutschen Altersgruppe kalkuliert.

Zerfließen vor Selbstmitleid

Derzeit zerfließt man in gewissen Kreisen wieder einmal vor Mitleid mit den armen Menschen, die im düsteren Wald an der polnischen Grenze Hunger und Kälte leiden. Mittendrin befinden sich schließlich auch Kinder, die für die Presse zum liebsten Fotomodell avancieren. Man möchte sie allesamt adoptieren. Moria wiederholt sich, die hausgemachte humanitäre Krise – damals hatten Flüchtlinge das Lager in Brand gesetzt – erweicht die Herzen der Deutschen. Wird hier kompensiert, dass man das Schicksal der eigenen, gegen Ende des zweiten Weltkrieges aus Ostpreußen geflohenen Landsleute auch heute bestenfalls mit einem Schulterzucken abspeist? Da bekommt das Wort „Bevölkerungsaustausch“ gleich eine ganz andere Bedeutung: Man schafft sich Flüchtlinge, denen man die Empathie geben kann, die man den eigenen Leuten verweigert hat – weil man nicht Gefahr laufen will, mit „Nazis“ zu sympathisieren. Das dürfte den vorwiegend jungen Männern, die sich an der polnischen Grenze drängen, ziemlich egal sein – obwohl sie mit Hilfe der Gutmenschen schon sehr gut gelernt haben, diese Grundstimmung für sich zu nutzen. Da verlangen jene noch nicht einmal mehr den ansonsten heiß geliebten Impfausweis.

Während ich begann, dies zu schreiben, wurde im ZDF die Welt auch medial wieder in Ordnung gebracht, ich schaute nur kurz hinein und war bedient. Es ging um eine „rechtspopulistische“ Gruppe – Anspielungen auf real existierende Parteien erfolgten selbstverständlich rein zufällig -, die einen islamistischen Anschlag fingiert hatte, um Stimmung gegen „die Muslime“ zu machen. Wieder einmal wurde jedes nur denkbare Klischee bedient, vom rabiaten Sexualverhalten des jungen „Obernazis“ bis hin zur Computertrollarmee, die falsche Spuren legte. Da wissen wir doch Bescheid: Der nächste islamistische Täter ist dann nicht mehr psychisch krank, sondern ein AfD-Wähler, der sich zur Tarnung einen schwarzen Bart angeklebt hat. Und der Besitzer der Falafel-Bräterei wird zum Helden des Tages, indem er den Schurken mit ein paar kross gebratenen Kichererbsen-Kroketten niederstreckt. So schön kann Selbstbetrug sein.

7 KOMMENTARE

  1. Aha!
    Habe auf ZDF auch diese Sendung „Furia“ gesehen.
    Jetzt ist mir klar, dass bei jeder Straftat eines Migranten doch immer die rechtsextremen Deutschen dahinterstecken.
    Gehirnwäsche, a‘la ZDF, vom Feinsten.

  2. Wenn eine Entscheidung nahezu ausschließlich Probleme verursacht, dann tun die Entscheider am besten so, als wäre es eine gute Entscheidung gewesen, dass muss man nur bis zum bitteren Ende eisern durchhalten, worin unsere Politiker Meister sind.
    Es gibt noch viel mehr Probleme, als öffentlich wahrgenommen werden. Da viele der Einwandererfamilien, vor allem die aus Osteuropa, nur einen prekären Verdiener haben aber Frau und Kinder mitbringen, sind sie auf staatliche Sozialleistungen wie Kindergeld existentiell angewiesen. Da das Geld vom Steuerzahler dringend für die Familienkasse gebraucht wird, gehen diese Kinder nicht in den Kindergarten und sprechen daher bis zur Einschulung nahezu ausschließlich ihre Heimatsprache, mehr als „Alo“ ist in unserer Sprache nicht drin. In der Grundschule verstehen dann 1/3 bis 50% der Schüler praktisch gar nichts. Bis vor kurzem war geplant, schon in der Grundschule Englisch zu lehren, heute ist man froh, wenn die Kinder sich nach der Grundschule rudimentär mit Händen und Füßen verständlich machen und einfachste Sätze schreiben können. Ade du einst so prächtiges Bildungssystem, zertrümmert von dummen, internationalsozialistischen Händen, stirbst du nun einen elendigen Tod in der Gosse.

    • Diese Kinder sind meist von Zuzahlungen in Kiga’s oder Horten befreit. Was Sie bezueglich Osteuropaer, ich nehme an Aussiedler schreiben, habe ich als ehemalige Kindergaertnerin andere Erfahrungen. Diese Eltern sind sehr bestrebt darauf dass ihre Kinder gutes Deutsch lernen, integriert sind und Erfolg in der Schule haben. Sie bringen ihre Kinder zuverlaessig in die Einrichtung und falls sie nicht Beitrags befreit sind, arbeiten sie auch mal einen Zweitjob um den Betrag zu bezahlen.
      Bei Roma und Arabern sieht es meist so aus wie Sie beschreiben, allerdings kommt es auch bei ihnen auf die soziale Schicht an, ebenso bei Tuerken und wie weit sie den Ehrgeiz und die Weitsicht haben, ihren Kindern die Integration und den Erfolg in unserer Gesellschaft zu ermoeglichen.
      Falls diese Ethnien den Beitrag nicht bezahlen oder den Kigaplatz trotz langer Warteliste blockieren, werden sie meist vom Jugendant nicht verwarnt oder der Gerichtsvollzieher gesandt, wie bei Deutschen Eltern ueblich, denn dass waere ja auslaenderfeindlich.
      Auslaendische Kinder sollten bevorzugt aufgenommen werden um Deutsch zu lernen, was man ab einem Auslaenderanteil von 50% vergessen kann. Wir mussten tricksen um uns gegenueber dem Jugendamt zurechtfertigen wenn wir mehr deutsche Kids aufnahmen. Dem Amt war es egal, wenn z.B. eine Mutter ihren Arbeitsplatz verlor, da sie nach dreijaehriger Kinderpause keinen Kigaplatz fand. Denen war es lieber dass ein auslaendisches H4 Kind aufenommen wurden, dessen Eltern es z.B. nur alle zwei Wochen in den Kiga brachten, wenn ueberhaupt,
      Geregelter Tagesablauf, Struktur,darauf bestehen, dass Kinder im Kiga nur Deutsch sprechen, waren altmodisch und autoritaer. Meinen linken Vogesetzten war ich deshalb ich ein Dolrn im Auge, wurde gemobt.
      Die Eltern jedoch wussten unseren Kiga zu schaetzen und „meine“ Kinder sprachen gut Deutsch zum Schulanfang, deswegen hatten wir auch lange Wartelisten auch vieler auslaendischer Eltern,
      Vor 20J. habe ich den Beruf frustiert aufgegeben, da ich dem Druck des Amtes nicht mehr standhalten wollte. Die Anordnung des von ihnen gewuenschten, in meinen Augen chaotischen und die Kinder vernachlaessigtem antiautoritaerem Erziehungsstil, konnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren Ausserdem sah/ahnte ich bereits damals, als ich in einem sogenannten Brennpunktviertel arbeitete, was auf uns zu kam und dass ohne 2015 Grenzoeffnung..

  3. Man schafft sich Feindbilder in dem man INKLUSION mit INTEGRATION verwechselt – oder absichtlich
    so handelt.
    Seit der 80er Jahren erhielten Ausländer Aufenthaltserlaubnis nur wenn sie der kulinarischen Bereicherung dienten. Und einige Ausländer erkannten, dass sie nur geduldet waren, solange sie dienten.

    Warum geht die EU den Bach runter, weil sich Deutsche nicht in eine Gemeinschaft einfügen können.
    Die Griechen wurden von anfang an in die MAngel genommen, dass sie sich in die EU INTEGRIEREN müssen. Und Sie wurden wirtschaftlich zerbrochen, bis der neue Regierunngchef mit viel Geld gefügig
    gemacht wurde.

    Leider stelle ich fest, dass das aus USA importierte “ nur ein toter Nigger, ist ein guter Nigger“ noch heute
    auch in der EU funktioniert. In welcher Form auch immer.

  4. Soso, Enno Lenze mag also Baklava und Falafel.

    Ich bin mir ganz sicher, dass sich ein paar Leute freuen werden, nicht nur 3 oder 4 Frauen haben zu können.
    Ich bin mir ganz sicher, dass sich ein paar Leute freuen werden, sich legal einen Harem von mehreren Klein- bis Schulkindern (beiderlei Geschlechts) halten zu können. Es lebe die Vielfalt!

    (Wer Souren von Sarkasmus zu erkennen meint…)

  5. Mag ich auch. Ich mag Bereicherung, Anregung, aber keine Gewalttaten, keine neuen Herrscher, keine Überbevölkerung und vor allem keine Schmarotzer. Ach ja, intelligent dürfen die Anderen auch sein.

  6. Unsere Deutsche Küche ist mittlerweile WELTumspannend, wir essen Paela, Pizza, Croisants, Hamburger, Hot Dogs, Taccos usw. Das bedeutet aber nicht, daß man die ganze WELT deshalb zu uns einladen muß, oder ? Außerdem weiß ich nicht, was ich der afghanischen Küche, oder den Essgewohnheiten der Afrikaner abgewinnen soll ! Auf Küchenmeister „Schmalhans“ kann ich gerne verzichten !

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