Wenn „Woke“ den Elefanten im Raum nicht sehen wollen

Linke Scheinentrüstung (Symbolbild:Pixabay)

Da staunen die Rothschilds, die Grünschilds und die Blauschilds: Ex-Ministerin Kristina Schröder und Comedian Dieter Nuhr sollen plötzlich glühende Antisemiten sein! Angeblich haben sie sich des „Dogwhistlings” schuldig gemacht, als sie über die Machtverhältnisse bei der Meinungsbildung in der heutigen Gesellschaft sprachen. Über Minderheiten, welche den Kurs der Medien bestimmen und Eliten, die massiven Einfluss auf die Politik ausüben. Wer könnte damit wohl gemeint sein? Die üblichen Verdächtigen, sprechen wir es aus, die Juden? Oder haben eventuell die empörten Ankläger die Hundepfeife nur gehört, weil sie selbst – ob willentlich oder unwillkürlich – in ihrem Kopf den Zusammenhang zwischen den Begriffen „Verschwörung” und „Jude” hergestellt haben?

Die jeweilige Situation bedarf heutzutage einer genauen Analyse, man kann es im Dschungel der allgemeinen Empörung längst nicht mehr ausmachen, an wen hier eine Schuldzuweisung zu richten ist. Denn Fakt ist auch: In Deutschland wiegt der Vorwurf des Antisemitismus schwer. Je nachdem, zu welcher gesellschaftlichen Gruppe man gehört, wird man ihn entweder so schwer wieder los wie einen Kaugummi am Schuh – oder er perlt an der gutmenschlichen Teflonhülle einfach ab.

(Screenshot:Twitter)

Ich gebe es zu: Wenn man als Jude die Begriffe „Eliten”, „Medienmacht” oder „Verschwörung” hört, gehen tatsächlich erst einmal sämtliche Alarmlampen an, denn man kennt die Ressentiments, die gegen die eigenen Leute ins Feld geführt werden, in- und auswendig. Es entfährt einem ein Stoßseufzer und die Augen beginnen zu rollen: Nicht schon wieder! Mit einem Taxifahrer nahöstlicher Herkunft verbrachte ich eine halbe Stunde der Diskussion darüber, ob die Aldi-Brüder Juden seien, für ihn war klar: Wer viel Geld hat, ist einer! Da haut ein Mensch, der einem noch nicht einmal unsympathisch ist, plötzlich so eine Aussage heraus. Und weil er eben nicht unsympathisch ist, fängt man nicht gleich ein großes Geschrei an, sondern versucht es erst einmal mit der erschreckenden Wahrheit, zum Beispiel mit dem Hinweis auf den eigenen Kontostand.

Wir haben also folgende Ausgangslage: Es gibt tatsächlich Menschen, die an die große jüdische Verschwörung glauben, die hinter jedem Unheil in der Welt stecken soll. Allerdings ist dieser Glaube nicht an eine politische Ausrichtung geknüpft, auch nicht an den Bildungsgrad oder das Einkommen des Gläubigen. Was der eine eher plump äußert, verpackt der Intellektuelle geschickter, und gehört er darüber hinaus dem eher linken Spektrum an, wird er noch einen Tarnmantel des „Kampfes gegen Kolonialismus und Imperialismus“ darüberlegen. Man mag Dieter Nuhr einen Scheinrebellen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nennen, aber derlei Tendenzen habe ich bei ihm bisher nicht festgestellt. Bei Claudia Roth allerdings schon, aber wer ihr seinen Antisemitismus als postkoloniale Kunst andreht, findet ein offenes Ohr – das haben wir einmal wieder bei der diesjährigen documenta gesehen. Da steht der antisemitische Elefant im Raum und keiner will ihn gesehen haben.

Hysterische Empörung über angebliche „Geheimcodes”

Dieser Elefant befindet sich auch im Raum, wenn es um importierten Antisemitismus geht. Und hier reden wir nicht über irgendwelche Biergarten- oder Facebook-Theorien, sondern eine buchstäblich handfeste Gefahr. In Deutschland kommt es durch diese importierten Antisemiten immer häufiger zu tätlichen Angriffen auf Juden, die irgendwie als solche zu erkennen sind, sei es durch das Tragen einer Kippa oder orthodoxer Kleidung. Da fliegt auch schon einmal ein Brandsatz auf eine Synagoge oder auf Demonstrationen wird gar allen Juden der Tod gewünscht. In unserem Land gibt es mächtigen Aufruhr, wenn es irgendwo zur „Relativierung des Holocaust” gekommen sein soll – etwa durch das Tragen eines sogenannten Impfsterns. Aber – es tut mir furchtbar leid – solange in Berlins Straßen der Holocaust durch Migranten bejubelt werden darf, ohne dass es aus dem linken bis bürgerlichen Spektrum vehementen Widerspruch dagegen gibt, kann ich die hysterische Empörung über falsche Worte oder angebliche Geheimcodes nicht mehr ernst nehmen.

Auch „Fridays for Future“ solidarisiert sich neuerdings mit dem antisemitischen BDS und das juckt kaum jemanden… aber wenn Frau Schröder „Minderheit” sagt, dann soll das plötzlich Antisemitismus sein?!? Da gerät die Verhältnismäßigkeit doch ordentlich in Schieflage. Für die Gewalttaten der einen wird um Verständnis geworben, Schröder und Nuhr erhalten jedoch nicht einmal die Chance, das Gesagte zu erläutern. Das ist absurd und hat ein deutliches Geschmäckle: Hier wird der Antisemitismus vors Loch geschoben, um politische Eigeninteressen notfalls auch mit rabiaten Mitteln durchzusetzen. Wenn es gilt, Kritik auszuschalten, macht sich das „woke“ Milieu plötzlich große Sorgen ums Wohlergehen des jüdischen Volkes. Und leider gibt es in Deutschland noch immer eine jüdische Minderheit, die der linken Bildungsblase diese Besorgnis auch noch dankbar abkauft, weil sie von ihr umschmeichelt wird.

Dünne Argumentationsgrundlage

Wir wissen deshalb aus Erfahrung genau, wen Nuhr und Schröder gemeint haben: Diejenigen Minderheiten, welche im öffentlichen Diskurs um Meinungsfreiheit und Demokratie fehlende Zustimmung in der Bevölkerung durch möglichst lautstarkes, schrilles Auftreten ersetzen. In der gegenwärtigen Debatte um die Gendersprache bezeichnete ein Thüringer CDU-Politiker das Sprachabenteuer als „Eliteprojekt einer kleinen Minderheit” – so in einen anderen Zusammenhang gebracht, ist deutlich zu sehen, wie wenig eine solche Aussage mit Antisemitismus zu tun hat. Denn die Elite, das sind die Bewohner des Gender-Elfenbeinturms, die ihre Ideen der Bevölkerung überstülpen wollen. Und die Minderheit sind jene 0,001 Prozent der Bevölkerung, die auf ihr non-binäres Ich ganz mächtig stolz sind und das der Welt um jeden Preis mitteilen wollen. Über solche Kapriolen muss man öffentlich debattieren können, ohne dass dramatisch inszenierte Empörung vom Kern der Diskussion ablenkt.

Wie dünn muss die Argumentationsgrundlage dieser Minderheit sein, dass sie nun schon zum äußersten Mittel greifen muss, um ihre davonschwimmenden Felle noch festzuhalten? Wie ernst es ihnen mit der Liebe zu den Juden ist, merkt man übrigens als solcher am eigenen Leibe, wenn man sich ihnen entgegenstellt: Dann ist plötzlich keine Beschimpfung mehr zu schäbig, um nicht ausgesprochen zu werden. Und es erweist sich: Der Antisemitismus, den die woken Damen und Herren bei ihren Gegnern zu entdecken glauben, ist in Wirklichkeit ein Blick in den Spiegel.

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11 Kommentare

  1. Aus dem Koran

    Sure 5

    [5:32] Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne daß dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne daß ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach begingen viele von ihnen Ausschreitungen im Land.

    [5:31] Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder daß ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder daß sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.

    https://islam.de/1410.php

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    • Ähnliches findest Du auch in der Thora.

      Der Koran hatte den wohl als Vorlage, denn es betrifft nicht nur das, sondern auch andere Themen.
      Beispiel?
      In der Thora steht, dass Mädchen ab 3 Jahren und einem Tag als Frauen zu betrachten sind.
      Im Koran steht dazu, dass es Mädchen ab 9 Jahren sind.

      Keine Religion ist besser als die andere. Im Gegenteil, jede Religion, die darauf beruht, in ihren Schriften stehen hat, andere Gläubige und „Un“gläubige zu zerstören, ist eine Religion der Finsternis. Sie bringen den Menschen vom Weg ab. Tot und Zerstörung anderer Menschen ist nicht Sinn dieses Lebens hier. Im Gegenteil. Wir sollen zurückfinden zu unserer Göttlichkeit. Religionen verhindern das.

      Wenn Götter ein Problem unter sich haben, dann sollen die Feiglingen das gefälligst unter sich klären und uns Menschen in Ruhe lassen mit diesem Mist.

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  2. Die Woke-Faschisten können mich mal zum „Götz von Berlichingen“ !

    Es ist schon eigenartig, das man sich i.d. Werbung stetig mit Nig… beschäftigen muss
    und es wird immer mehr.
    In diesen Läden kaufen wir gar nicht mehr ein.
    Es reicht !
    Ach ja, was waren das noch für Kolonialzeiten, wo man solche im Griff hatte
    und sie nicht nach Europa ausreisen konnten.
    Wir haben die Nase voll von den vielen Gewalttaten von Messermännern
    bis hin zum Tod durch derartiges Klientel.
    Natürlich sind nicht alle so besessen uns Leid anzutun, allerdings es
    reicht bereits mit dem bislang bekannt gewordenen !
    Die Besten sind stets die, die gar nicht zu uns kommen.
    Denn es gibt mit diesem Massen-Klientel nur Probleme, einmal davon
    abgesehen, was diese uns Steuerzahler kosten und es ist nicht nur
    die sehr gut bezahlten Hilfen zum Lebensunterhalt, auch die hohen
    Kosten für Krankenbehandlung u.v.a. mehr.
    Warum wohl steigen stetig die Beiträge der Krankenkassen?

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  3. Mir ist es vollkommen Wurscht, was irgendwelche woken Idioten so von sich geben. Die sind in der Regel dumm und haben statt Hirn ein großes schwarzes Loch an der Stelle. Ich kenne die Antisemitismusvorwürfe, die mal den einen, mal den anderen treffen, erst seit 1990. Wenn jemand heutzutage nicht mit den Wölfen heult, findet man immer einen Grund, dass derjenige entweder antisemitisch, rassistisch, Nazi oder was weiß ich nicht noch alles sein soll. Mir ist das vollkommen Wurscht. Wir normalen Deutschen werden doch tagtäglich von früh bis abends mit irgendwelchen Schimpfwörtern belegt. Und genau das ist so gewollt. Dass man Judenhasser ins Land lässt? Nicht hören, nicht sehen, nicht sprechen! Das sind doch unsere Goldstücke, die unsere weiße Existenz einmal ablösen soll. Denen darf man nichts Böses nachsagen. Die sind sakrosankt. Und ihr Buch der Liebe, oh nein, da darf man nicht sagen, dass wir alle gehasst werden, weil wir Ungläubige in deren Augen sind. Außerdem sind Araber auch Semiten. Das sollten sich mal die woken Idioten vor Augen halten. Das heißt in der Endkonsequenz, dass Semiten antisemitisch sind. Na, das ist doch was. Übrigens auch nicht neu. Man hat auch schon Juden des Antisemitismus bezichtigt. Oder meinten die die Araber? So ist das, wenn man nur noch Textbausteine im Kopf hat, wie eben diese woken Idioten.

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  4. „Ich lege hier für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören.“

    Arthur Schopenhauer

    Deshalb Was bitte ist denn Antisemitismus? Die ewige Hebwaffe der Juden, die aber so langsam keinen mehr so wirklich interessiert. Mich nervt der Begriff nur noch! gäääähn…

  5. Am 9.11.2001 wurde der Anschlag in der Firma vorm Kaffeeautomaten diskutiert. In unserer Firma gibt es über 50% Türken und sofort ging die Diskussion in eine Richtung : Die Juden waren`s ! Was dann für Hasstiraden losgingen will ich hier nicht widergeben. Was die Türken ausgesprochen haben, dürfte ich als Deutscher nicht einmal denken, und die haben auch kein Blatt vor mir auf den Mund genommen und auf Deutsch geredet, damit ich „mitdiskutieren“ konnte. So einen Hass auf Juden habe ich vorher noch nie wargenommen, natürlich habe ich mich bedeckt gehalten und mehr oder weniger nur zugehört.

  6. Ich empfehle das neueste Video vom Volkslehrer auf Bitchute, in dem er erklärt, warum
    Antisemitismus für das jüdische Selbstverständnis unverzichtbar ist.

  7. Früher hat man sich entsprechend bemalt oder bute Klamotten angezogen, damit man sofort sehen konnte wer Freund und wer Feind ist. Heute sind es eben Sprüche. Sagt der andere nicht UNSERE Sprüche, ist er der Feind. Und man kann draufhauen. Ohne weiter nachdenken zu müssen. Schön einfach.

    Wenn du weißt wer der Feind ist, hat der Tag doch gleich Struktur.

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