Sonntag, 3. März 2024
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Wer will schon immer entscheiden müssen?

Wer will schon immer entscheiden müssen?

Die EU sorgt für spürbare Verbesserung unserer Lebensqualität (Symbolbild:Imago)

Spüren Sie es auch? Diese große Erleichterung, endlich nicht(s) mehr selbst entscheiden zu müssen? Mein Gott, war das in der Vergangenheit anstrengend! Überlegen, nachlesen, diskutieren und dann – nach diesem mühseligen Prozess – auch noch entscheiden… Und als ob das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, wurde es womöglich sogar noch beschwerlicher und unangenehmer: Man musste damals nämlich sogar noch Verantwortung übernehmen für das, was man entschieden hatte.

Außer man war oder ist Beamter oder Politiker. In diesen Positionen kann und konnte man nach Gutsherrenart entscheiden, gerne auch das maximal Korrupte oder Hirntote, muß(te) sich aber nie dafür verantworten. Wenn es gut lief, gab es dafür sogar den üppig ausgestatteten Vorruhestand. Beim Durchschnitts-Michel ist das bis heute nicht so. Jede Entscheidung ist beim Bürger grundsätzlich mit dem Tragen der vollen Verantwortung bezüglich der Folgen seiner Wahl verbunden. Aber zumindest bei der Last des Handelns im Alltag winkt jetzt Erleichterung.

Hilfe durch die EU-Verwaltung

Die untragbare Seelenpein des Sich-Festlegen-Müssens, diese kollektive Plage, hat der Gesetzgeber erkannt und endlich – besonders auf EU-Ebene – für Linderung und Abhilfe gesorgt: Dank einer Fülle von Verwaltungsvorschriften können wir uns jetzt des leidigen Prozesses der Entscheidungsfindung entledigen. Wir machen ganz einfach, was uns gesagt wird, und können uns fortan den wirklich wichtigen Dingen im Leben widmen – wie der Oberweite von Kim Kardashian, dem Hodentrauma eines bekannten Bundesligaspielers oder den Showtanz-Aufführungen grünender Jungpolitiker*innen/außen.

Was haben sich Bauherren früher gequält mit Fragen zu Heizung, Sanitär und Technikausstattung! Das ist heute viel, viel einfacher: Der vom CO2-Sektenkult getriebene Bauamtsmitarbeiter bestimmt ganz einfach Ausstattung und Ausführung von Neubauten. Gasheizung? Auf keinen Fall – des bösen Putins wegen! Wärmepumpe und Solarthermie sind hingegen gewünscht, ob sie vernünftig und wirtschaftlich abbildbar sind oder nicht.

Neusiedlerkonform und wassersparend

Gärten individuell gestalten? Auch von dieser Müh’ und Last erlöst man uns. Die Terrasse nur noch so groß wie erlaubt und genehmigungsfähig, keine Steingärten wegen Vermeidung von Bodenversiegelung, Verbot der Liebeslauben im kuscheligen Eck des Gartens (wegen eventueller Lärmbelästigung der Nachbarschaft durch lautes Atmen und Stöhnen). Es gibt konkrete Vorschriften für alles und wir machen gerne mit – so wie angeordnet. Ganz wunderbar und wirklich praktikabel! Nie mehr nachdenken müssen, keine lästigen Entscheidungen, kein Kopfzerbrechen mehr! Das Leben kann so einfach sein!

Toilettenschüsseln – getreu dem Motto “die Schüssel, zu der er kroch, war von Villeroy & Boch” – gibt es nicht mehr. Neusiedlerkonform und wassersparend wird dort, wo früher das Prachtstück aus Porzellan stand, einfach ein Loch in den Boden gemacht, Haltegriffe an die Wand und alles ist gut. Wunderbare, leichte, geschmeidige neue Zeit! Nicht beurteilen, einfach nur nachmachen.

Hilfestellung beim Speiseplan

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als es zu überlegen galt, was man die Woche über zu kochen gedenkt und wann und wo man die dafür notwendigen Zutaten einkauft? War das nicht immer eine Qual? Wie viel kostbare Zeit, die man heute besser für Videospiele oder Porno-Glotzen benutzen kann, ging dadurch einst verloren! Und dann immer das leidige Genöle der Vegan-Besserwisser und Tierschutz-Apostel, ob das, was man ißt, auch moralisch und politisch korrekt sei. Selbst wenn man in einen Apfel biss, den man selbst gepflückt hatte, kam irgend so ein Frutarier maulend um die Ecke und versuchte einen zu belehren und bekehren.

Dieses ganze unangenehme Gedöns gehört jetzt ebenfalls der Vergangenheit an: Seit kurzem darf 5 Prozent dessen, was wir zu uns nehmen, aus toten Insekten bestehen. Besser als aus lebendigen Maden, finden unbelehrbare Traditionalisten, die sich ja prinzipiell jedem Fortschritt verschließen. Ist es nicht eine Erleichterung und Befreiung zu wissen, dass man – egal was man ab jetzt vermeintlich ißt – immer auf der politisch richtigen Seite steht? Vegan hin, vegetarisch her: Wer Insekten verspeist, ist klimapolitisch ganz weit vorne mit dabei und ist damit sakrosankt.

Insekten machen die Eßentscheidung einfach!

Leckere Backwaren mit Hausgrillen, Nudeln mit Käfern, Maden im Burger – was Johannes der Täufer in der Wildnis essen konnte (die Angehörigen der Babyboomer-Generation, die noch Religionsunterricht aus der Bibel hatten, kennen die Geschichte), das können wir heute schon lange und niemand wird uns mehr dafür kritisieren. Dass Chitin für uns Menschen toxisch ist, dass es sich im Körper allmählich anreichert und dass Schalentier-Allergiker auf diesen “Zusatzstoff” mit Anaphylaxie reagieren könnten, ist, wie Hans Krankl zu sagen pflegte, “primär”. Wichtig ist und bleibt, dass uns anstrengendes Überlegen und Planen und Kochen ab jetzt erspart bleibt! Packung auf, Insekten-Cevapcici in die Mikrowelle, Ketchup aus roten Blattläusen drübergekippt – lecker!

Wer als Ewiggestriger nun immer noch über die allumfassende Fürsorge der EU-Planer mosert, dem ist nicht zu helfen. Was in der DDR noch im Planungsstadium war (“Genossen, es ist uns gelungen, aus Scheisse Butter zu machen… an Geruch und Geschmack wird noch gearbeitet” – die Älteren unter uns erinnern sich bestimmt an diese sozialistische Erfolgsmeldung) wird jetzt endlich Wirklichkeit! Im nächsten Schritt wird die EU dann von uns verlangen, die Exkremente vegan lebender Zeitgenossen zu verzehren. Wetten, die veröffentlichte Meinung findet auch Argumente, die dafür sprechen? Damit befinden wir uns dann endgültig im Paradies der Entscheidungsbefreiten. Wenn wir künftig jeden Tag in bienenwabengroßen Behausungen in der 15-Minuten-Stadt der Zukunft unseren klimaschonenden Einheits-Insekten-Exkremente-Brei zu uns nehmen, müssen wir uns nie mehr die Frage stellen: “Was esse ich bloß morgen”?

15 Antworten

  1. Da ich immer schon selbst entschieden habe, habe ich auch mit dem grünen WEF Kommunismus eine massive Differenz. Als Dissident entscheide ich auch mit welcher pharmazeutischen Plörre ich mich behandeln lasse oder nicht. Mir haben diese gruppendynamisch links-grün geprägten Gasköpfe, genannt Pauker, schon in der 1. Klasse ins Schulzeugnis geschrieben: …fällt das Einordnen in die Gemeinschaft äußerst schwer. Es wären Maßnahmen überlegenswert. Als 7 Jähriger habe ich schon kapiert, daß die große Mehrheit von denen miese Kommunisten sind. Selbst ohne nennenswert zu Denken habe ich die schon mit Anfang 20 völlig outperformed in Vermögensfragen. Da können die sich 100 Jahre ihren fetten Hintern beim Staat breit hocken, Lachomat! Wenn ich an solche wie den grünen BW- “The Länd” Vogel denke, muß ich schlicht kotzen, solche Typen sind uns einmal in der Schule vorgeturnt. Aber mich haben die nicht verbogen!

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    1. Und wenn wir nach der liebevollen Mästung, selbst nur noch fett und eiweissreiche Maden, unsere Waben voll ausfüllen? Wie werden wir verwertet?

  2. Lieber Herr Beaver,
    besten Dank für diesen wirklich ausgezeichneten Artikel! Danke für die großartige Einsicht und Tiefe Ihres Textes. Bitte erlauben Sie mir dennoch, auf eine kleine Ungenauigkeit hinzuweisen: Der Frutarier würde Sie wegen eines Apfels nicht zurechtweisen. Frutarier essen nur, was Planzen zum Zweck des Verzehrs hervorbringen, und da gehören Äpfel dazu (damit der Apfelsamen verteilt wird, mit Dünger außerdem). Eine Karotte wäre passender, die darf ein Frutarier nämlich nicht essen, weil sie Wurzel ist, und die bringt eine Pflanze nicht hervor, damit andere sie verzehren, sondern damit sie Nährstoffe und Wasser aus dem Boden aufnehmen kann.
    Herzliche Grüße, M.Böhm
    PS: Vielleicht bin ich ein wenig korinthenkackerisch, aber immerhin, auch Korinthen sind auf dem Speiseplan eines Frutariers :))

  3. WEF-König Schwab verkündete ja schon die frohe Botschaft, daß wir bis 2030 arm (an Denken und Vermögen) sein werden. Wir gehen goldenen Zeiten entgegen – wahrscheinlich können wir bis dahin die Realität garnicht mehr erfassen, da wir durch die Spritzen umgepoolt wurden. Hoffe, daß die, die sich der Spritze widersetzten Mitleid mit den (Zwangs-) geimpften haben

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    1. Den Daumen runter deswg., da es jedem, da kein tatsächlich körperlicher Zwang, selbst zur Entscheidung stande. Ja und was machte dann der Deutsche? Statt längst schon Gerneralstreik, sagt er; Jawohl, mein Führer.
      Mit mir nicht! Nie wieder Hitler!

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  4. Das Denken wurde doch schrittweise durch Werbung schon abgewöhnt. Jetzt werden alle Entscheidungen auf der Basis des nicht Denkens uns vorgegeben. Bei Tieren nennt man das wohl Dressur. Die Entwicklung des Menschen geht wieder rückwärts bis zum Primitiven. Täglich grüßt die Manipulation auf allen Ebenen.

  5. Hier auf dem Land gibt es kaum Steingärten, da die Grundstücke meißt viel zu groß sind und deshalb als Gärten im herkömmlichen Sinn genutzt werden. Ich kann auch nichts negatives daran erkennen, wenn jemand die 2 m vor seinem Haus immer sauber und ohne Unkraut haben möchte. Ist es nicht in den Städten, vorneweg Berlin, wo ganze Baumalleen weichen müßen für Radwege ? Hier macht es Sinn jeden Quadratmeter zu begrünen, da wo es geht, wenn schon die ” grüne ” Administration dagegen handelt !

  6. Das ist zwar ziemlich krass dargestellt aber genau das, was mit den meisten – auch in unserem Lande – passiert:
    die Umerziehung zur Trägheit, Interesse -und Entscheidungslosigkeit.
    Und dies ist ein Teil dessen, was dabei herauskommt – Video leider nur auf telegram aber um so dringlicher:

    https://t.me/uncutnewsschweiz/1572022

    Vor allem für all diejenigen, die meinen, sie müßten immer noch Gutmensch spielen – egal in welcher Hinsicht!
    Laßt Euch weiter erniedrigen aber haltet UNS Deutsche da heraus!

  7. Das Foto passt haargenau zu einem großen Teil der Bevölkerung Deutschland ist kaputt, und genau diese Typen haben es zugelassen.

  8. ich weis nicht ob ” Ansage” Lesen meinen Gemüt bekommt. Je mehr ich hier lese, desto mehr beschleicht mich das Gefühl, das ein kleiner Atomkrieg diesem Volk gut bekommen würde. Sorry!