What is past is prologue: Sehenswerte Dokumentation „Hitler über München“

Münchner BDM-Mädels, das 1937er-Pendant der Greta-Jugend (Screenshot:Youtube(Chronos-Media)

Vor wenigen Tagen erschien unter Federführung von Deutschlands größtem unabhängigen Privatarchiv Chronos-Media eine digital überarbeitete, hochprofessionelle Filmdokumentation in 3K-Qualität unter dem Titel „Hitler über München 1937-1945”, mit restauriertem Filmmaterial aus den letzten Vorkriegsjahren und sodann vom Ende des Dritten Reichs. Der Zusammenschnitt in hochauflösenden, lebensechten Bildern lässt die Realität der damaligen Zeit authentischer wirken als je zuvor, doch mindestens ebenso bemerkenswert sind die eindringlichen Kommentarauszüge, die der Chronos-Dokumentation „München – Geschichte einer Stadt“ von 1981 entnommen sind. Man meint, dass das, was der Sprecher vor 41 Jahren den damaligen Zuschauern zu denken gab, prophetisch auf die heutige Zeit gemünzt ist, also weitere vier Jahrzehnte später – denn die Mahnungen, dass sich Geschichte wiederholt und sich das, was damals in Deutschland geschah, jederzeit wiederholen kann, erlangten erst in der Corona-Krise und in den ideologietriefenden Freiheitsberaubungen unserer Tage wieder echte Aktualität -, während sie im Jahr 1981 eine eher theoretische Abstraktion des „Nie wieder!” waren.

Der 11-minütige Film (Verlinkung auf Youtube hier bzw. nachfolgend unten) ist eine wahrlich über alle Maßen sehenswerte Dokumentation. Aus dem Jahr 1937 stammen dabei jene Aufnahmen, die das Münchner Stadtleben und die Selbstinszenierung des Nazi-Regimes am „Tag der Deutschen Kunst” zeigen. Von 1945 stammen dann die Bilder des zerstörten München und von Dachau. Es stünde den Moralisten, Gutmenschen, Klimaschreihälsen und intellektuellen Selbstgerechten der deutschen Gegenwart gut zu Gesicht, sich diesen Film mit halb distanziertem, halb demütigen Blick anzuschauen und sich einmal ehrlich die Frage zu beantworten, wo in der damaligen Gesellschaft sie wohl zu finden gewesen wären, wären sie 85 Jahre früher geboren. Die Antwort darauf kann sich freilich nur der geben, der zu kritischer Selbstreflexion befähigt ist.

9 Kommentare

  1. Vergleiche mit der heutigen Zeit sind durchaus nachvollziehbar. Zwar fehlen die Beflaggung, die seinerzeit jeden Winkel schmückte, aber Aufmärsche und Selbstinszenierungen gibt es heute wieder. Ob Antifa-Demonstrationen oder Klima-Hüpferei – wer dahinter schaut, sieht die hässliche Fratze des Faschismus, diesmal nur in roter, statt brauner Lackierung.

    • Und damit es nicht so auffällt, dass sich heutzutage und (nicht nur) hierzulande der rote Faschismus breitmacht, schmückt selbiger sich gern mit woken Regenbogenfähnchen. Die passen ja auch so schön zum ebenfalls bunt geschmückten Narrenschiff Utopia, auf dem wir schon seit langem unterwegs sind.

  2. Das Problem ist, daß die damals ideologisch verblendeten vergleichbar mit den heute ideologisch verblendeten sind und ein ideologisch verblödeter nicht in der Lage zur Selbstreflektion ist. Da scheitern die Selbstgerechten an sich selbst und geben dafür die Schuld dem Gegenüber.
    Nach 45 kam die Begründung: Der Hitler wars.
    Nach der bevorstehenden ökologischen Katastrophe wird vielleicht die Begründung kommen: die Merkel wars oder der Habeck oder besser: Die Grünen waren es.
    Das sind dann vielleicht noch die letzten freien Gedanken im Umerziehungslager ….

  3. Schaut euch an, wie man als deutscher Mensch in dieser BRD leben muss; und nun seht euch die Bilder von damals an!

  4. Ich habe mir den kurzen Teil angeschaut. Leider kann ich mit diesen nachdenklich-besinnlichen Aussagen nichts anfangen. Weil sie einfach nicht in die gegenwärtige Stimmungslage passen und diese auch nicht aufgreifen. Die manipulierte und instrumentalisierte Kraft der Massen durch einen zuvor verlorenen Krieg und der Zorn gegen die damaligen Sieger und Friedensdiktierer findet hier keinen Wiederklang. Genau das, was den Nationalsozialismus als Massenphänomen ausmachte, fehlt. Hatte man Redebeiträge eingespielt, so hätten sich schnell vertraute Eindrücke zur gegenwärtigen Kriegsrhetorik einstellen können

    Kann man den Eindruck haben, dass sich die heutigen Politiker noch an das Ausmaß und die Folgen dieses Krieges erinnern? Offensichtlich im Bereich Nato und Grün: Nein!
    Es wird gehetzt, gefälscht, getäuscht und verheimlicht.
    Nichts wird besser, wenn man noch ständig Öl ins Feuer gießt. ABB ist aktuell die faktische Kriegsministerin und zeigt sich höchst moralisch und damit politisch unfähig. Der Bundeskanzler, der offenbar noch einen Rest Verantwortungsgefühl verspürt, sollte diese angefachte Kriegsrhetorik jedenfalls strengstens unterbinden. Mit Ausweitung der Waffenlieferung steht man kurz vor der Ausweitung der Kampfhandlungen über den jetzigen Rahmen hinaus. Es wären das Perverseste, was sich die Nationen leisten können.

    Und bei aller offenbar urdeutschen Moralkeule sollten wir in die Nachbarländer schauen, wie diese sich einlassen und auch einmal fragen, warum die USA ihre Sanktionen herunterfahren und sogar mehr Öl aus Russland beziehen als zuvor!

  5. Wie sich die Bilder der Gören damals und zu Zeiten der Beatles Konzerte gleichen !
    Ektase pur.
    Bei den Beatles bekamen einige Weibsen sogar feuchte Höschen und pullerten
    unter sich.
    Ob das zu Schicklgruber-Zeiten auch so war, mag dahin gestellt sein.

  6. Leider ist es so, daß sich die Bilder gleichen. Genauso primitiv und dumm. Ein einziges Kaspertheater.
    Leider ist es so das der Egomane Scholz unbedingt Kanzler werden wollt und zwar um jeden Preis;siehe Baerbock, Roth und die gesamte Entourage. Schade um unser schönes Vaterland, dem Land der Dichter und Denker. Heute leider Idiotistan!!

  7. Vor allem das Verhalten der Heutigen ist identisch mit dem der Damaligen. Damals wie heute wären diese Regime nicht ohne die Euphorie der Massen möglich gewesen. Je primitiver die Einpeitscher, desto wirkungsvoller. Der Mensch behauptet, ein intelligentes Wesen zu sein. Das trifft in vielen Fällen nicht zu. Die sog. Intelligenz kann man ihnen getrost absprechen.

  8. Hochmut kommt vor dem Fall, damals wie heute.
    Die Welt verführt, läßt den Menschen darin stolz
    und eigensinnig werden, macht ihn überheblich.

    Die Welt ist wie ein Gestrüpp aus lauter Verflechtungen,
    in denen Menschen dauerhaft gebunden werden sollen, so
    das sie im Geiste unfrei sind. Im Stumpfsinn des System
    die Nacht zum Tag machend.

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