
Ein Viertel der deutschen Bevölkerung hat eine “Einwanderungsgeschichte”. Das jedenfalls vermeldete diesen Monat das Statistische Bundesamt. Genauer: Sogar 26,3 Prozent. Solche Zahlen sorgen endlich für Klarheit – oder etwa nicht? Schaut man dann genauer hin, liest man, dass weitere fünf Prozent “keine Einwanderungsgeschichte” haben, weil nicht ihre beiden Elternteile, sondern eben nur ein Elternteil eingewandert ist. Also dann reden wir in Wahrheit eigentlich über 31,3 Prozent. Aber sind die auch alle islamisch? Nun; zumindest einmal die Vielzahl ukrainischer Flüchtlinge, die seit dem Angriffskrieg Russlands in Deutschland leben, sind es nicht. Spinnt man diesen Gedanken weiter, wird es nur noch verwirrender: Zwar findet man Statistiken über die Zahl der Muslime in Deutschland – doch sind diese nicht über ihren Glauben definiert. Ist der Islam also keine Religion? Kein Zweifel: Es ist etwas faul im Staate Deutschland.
Versuchen wir nun also in aller Ruhe, dieses Wollknäuel zu entwirren. Tatsächlich ist der Migrationshintergrund denkbar ungeeignet, um das mittlerweile als Vielvölkerstaat zu bezeichnende Deutschland adäquat zu beschreiben. Zur Erklärung: Ausländer ist man im juristischen und administrativen Sinne nur dann, wenn man eine ausländische Staatsbürgerschaft hat. Einen Migrationshintergrund hat man dann, wenn man deutscher Staatsbürger ist, aber zum Zeitpunkt seiner Geburt eine ausländische Staatsbürgerschaft hatte oder von Eltern abstammt, die zum Zeitpunkt ihrer Geburt eine ausländische Staatsbürgerschaft hatten.
Verzerrung mit Folgen
Das klingt zunächst in sich logisch, kann aber absurde Konsequenzen haben. Das in Deutschland geborene Kind österreichischer Staatsbürger hätte einen Migrationshintergrund. Umgekehrt wird das Kind zweier Deutschtürken, die selbst zum Zeitpunkt ihrer Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft hatten, nicht in die Kategorie Migrationshintergrund fallen. Für die längste Zeit des Bestehens der Bundesrepublik war dies eher ein Kuriosum; doch mittlerweile ist es das nicht mehr. Durch die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts konnten ab dem Jahr 2000 viele in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern unter bestimmten Bedingungen von Geburt an die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Da wir mittlerweile 2026 haben, ist klar, dass ein damals geborenes Kind türkischer Eltern mittlerweile alt genug ist, um ein Kind ohne – juristischen – Migrationshintergrund zu zeugen. Die Verzerrung ist aktuell noch klein, aber sie wird mit jedem Jahr weiter anwachsen – bis die Statistik irgendwann ab 2050 keinerlei Aussagekraft mehr hat.
Dieser Logik nach wäre es sogar ein Deutschland theoretisch denkbar, das zwar zu 100 Prozent arabisch ist, aber zu 0 Prozent einen Migrationshintergrund ha.! Zudem gibt es eine Unschärfe, weil im deutschen Zensus die Religionszugehörigkeit nicht abgefragt wird. Wenn der Staat angibt, dass in Deutschland knapp 6 Millionen Muslime leben, ist damit eigentlich nur gemeint, dass so viele Menschen aus mehrheitlich islamischen Staaten eingewandert sind. Das ist als erste Größenordnung gar nicht verkehrt – aber der Teufel steckt im Detail. Denn es gibt atheistische Türken, arabische Christen oder jesidische Kurden. Zum Teil werden also religiöse Gruppen, die ausdrücklich vor islamischen Terroristen geflohen sind, in Deutschland selbst als islamisch deklariert! Man kann jedoch grob davon ausgehen, dass etwa 80 Prozent der definitorischen Herkunftsmuslime gläubige Muslime im eigentlichen Sinne sind. Und es gibt den umgekehrten Fall. So weiß jeder, dass Tschetschenen meist Muslime sind, weil es sich aber völkerrechtlich gesehen um russische Staatsbürger handelt, werden sie gar nicht erst als Muslime gezählt.
BAMF gründlicher als Umfrageinstitute
Man muss sich also geradezu darüber freuen, dass die Statistik nicht nur einen, sondern gleich zwei dicke Fehler enthält, die sich ausgleichen. Aber tun sie das wirklich? Dazu müssten beide Fehlerquellen sich ja um exakt den gleichen Betrag irren. Erfasst der Staat die Religion seiner Einwohner nun oder nicht? Die Antwort ist ein klares: Jein! Zunächst: Nein, eine komplette Erfassung gibt es nicht. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat jedoch 2019 die Studie „Muslimisches Leben in Deutschland“ initiiert, die diese Datenlücke schließen soll. Diese basiert auf großflächigen Umfragen von etwa 4.500 Personen, die auch Auskunft über Familienmitglieder gaben, womit die Aussagekraft auf knapp 15.000 Personen steigt. Die Interviews fanden nicht telefonisch statt (oder online – wo man einfach schnell mal durchklicken kann, damit man es hinter sich hat), sondern direkt in den Wohnungen der Teilnehmer. Das BAMF ging insgesamt deutlich gründlicher vor als die Umfrageinstitute, die regelmäßig die Sonntagsfrage stellen. Um eine Zufallsstichprobe zu erhalten, versuchte das vom BAMF beauftragte Meinungsforschungsunternehmen in einer Stichprobe der Einwohnermeldeämter, Personen aus dem islamischen Kulturkreis zu erfassen, entweder hinsichtlich der Staatsbürgerschaft oder über einen Namensabgleich.
Wie aus einer Karte hervorgeht, konzentrierte sich die Studie auf ein bestimmtes Herkunftsgebiet. Dieser zufolge fallen weite Teile der islamischen Welt heraus, etwa mehrere Staaten in Afrika (Sahelzone), in Zentralasien, aber auch Indien und Indonesien mit zusammen über 400 Millionen Muslimen. Übrigens erfasst dieser Ansatz auch keine Konvertiten;oder würde beispielsweise beim Namen Pierre Vogel eine Glocke klingeln? Auf Deutschland bezogen ist dieser Faktor aber vernachlässigbar gering. Denn grob geschätzt dürften 90 bis 95 Prozent aller Muslime in Deutschland aus den tatsächlich erfassten Staaten stammen. Mit Türkisch, Arabisch und Persisch konnte man einen Großteil der Probanden erfassen. Für jede noch so kleine Nationalität extra weitere Dolmetscher anzuheuern, hätte den Aufwand der Studie unverhältnismäßig in die Höhe getrieben. Natürlich konnten die kontaktierten Personen auch einfach wieder die Haustür schließen… doch dies dürfte die Ergebnisse in Bezug auf die Zahl der ermittelten Muslime in Deutschland nur minimal verzerren. Im Hinblick auf andere Eigenschaften, die abgefragt wurden, muss man hingegen mit einer größeren Fehlerquelle rechnen.
Keine klaren Resultate
Die Gesamtzahl aller Muslime deutschlandweit hinreichend anzugeben, ist mit dieser Methode also gut möglich. Bereits auf der Ebene der Bundesländer wird es schon schwierig, weil die Stichprobe mit jedem weiteren Schritt weiter zerstückelt wird. Aus diesem Grund wurden die Resultate für jeweils Bremen und Hamburg sowie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zusammengelegt. Dass man mit dieser Methode keine Angaben über einzelne Städte oder Landkreise mehr machen kann, ist damit sofort ersichtlich. Spannend wären auch Aussagen über Kriminalitätsraten gewesen. Aber erstens waren solche Antworten politisch wohl nicht gewollt und zweitens hätten die Befragten auch lügen können. Würde der Staat hingegen die Religion seiner Bürger konsequent erfassen, könnte man einfach alle Gefängnisinsassen durchgehen und hätte ein klares Ergebnis. Der Staat hat sich aber im Wesentlichen aus Datenschutzerwägungen gegen dieses Modell entschieden, auch wenn es um mehrere Größenordnungen bessere Erkenntnisse liefern würde. Aus diesem Grund wurden die Umfrageergebnisse auch nur anonymisiert ausgewertet und die Datensätze, die ja jeweils die Adressen und Namen der Betroffenen enthielten, nachträglich vernichtet.
Nun aber zur wichtigsten Frage: Enthält die Studie des BAMF Aussagen zur Kinderzahl Auch hier gilt: Ja, aber… Denn was kann man der Befragung konkret entnehmen? Nur eine einzige Zahl! Und diese lässt sich nicht weiter unterscheiden je nach Bundesland, ob türkisch oder arabisch, sunnitisch oder schiitisch usw.. Aber wie lautet diese Zahl denn jetzt? Die Antwort: 1,1. Soviele Kinder leben statistisch in einem durchschnittlichen muslimischen Haushalt in Deutschland. Diese Zahl klingt erstaunlich niedrig und wird auch nicht unbedingt glaubwürdiger, wenn als Referenzwert genannt wird, dass die Kinderzahl pro deutschem Haushalt im Durchschnitt bei gerade einmal 0,3 liegt. Trotzdem kann die Zahl stimmen, denn es wurde nur nach den aktuell im Haushalt lebenden Kindern gefragt. Ein Türke, der allein wohnt und keine Kinder hat, hätte logischerweise nur 0 Kinder. Ebenso jedoch ein Türke, der ein Kind hat, das aber bei der geschiedenen Mutter und/oder in der Türkei lebt. Auch ein 60-jähriges Ehepaar mit 10 Kindern hätte 0 Kinder, wenn sie denn alle schon aus dem Haus sind.
Lösung über Umwege
Aus den Zahlen wird natürlich ersichtlich, dass die islamische Geburtenrate deutlich über der deutschen Geburtenrate liegen muss; aber sie einzig und allein aus dieser Zahl abzuleiten, ist unmöglich. Man müsste dazu die genaue Altersstruktur kennen und wissen, wie lang Kinder durchschnittlich zu Hause bleiben, wie oft Scheidungen vorkommen und so weiter. Wenn all diese Zusatzfaktoren nur mit einer geringfügigen Unschärfe bekannt sind, könnte die Berechnung am Ende trotzdem völlig daneben liegen. In den knapp einstündigen Interviews einfach die Gesamtzahl der Kinder zu erfragen, hätte a) keinen Mehraufwand bedeutet, b) deutlich bessere Ergebnisse geliefert, c) war aber wahrscheinlich politisch nicht gewollt.
Es gibt aber – über Umwege – doch noch eine Lösung des Problems. Einige Bundesländer erfassen die Zahl ihrer muslimischen Schüler. Und hier verlassen sich die staatlichen Stellen nicht auf das Herkunftsland, sondern auf die Angabe der Eltern, ob ihr Kind muslimisch ist oder nicht. Aufgrund der Schulpflicht lässt sich so zumindest über den jüngeren Teil der Bevölkerung endlich eine Zahl ermitteln, mit der sich arbeiten lässt. Dies erfasst übrigens auch Privatschulen. Denn auf diese Weise werden nun auch Personen erfasst, die durch das BAMF-Raster fallen. Also zum Beispiel auch der Tschetschene, der Somali oder ganz exotisch: der konvertierte Brasilianer. Das Bildungsministerium Nordrhein-Westfalen gibt beispielsweise an, dass im Jahr 2024 20,5 Prozent aller Schüler Muslime waren. Ist das also eine verlässliche Zahl für etwa die Altersstufe 6–12 Jahre? Noch nicht ganz; denn die Verteilung auf die Schulformen sieht folgendermaßen aus: Hauptschule 36 Prozent, Realschule: 27,1 Prozent und Gymnasium: 13,1 Prozent (wie sehr sich diese Zahlen übrigens mit dem Mythos der „Ärzte und Ingenieure“ vertragen, braucht uns an dieser Stelle nicht weiter zu interessieren).
Grundschul-Entwicklung als Indikator
Bekanntermaßen besuchen Schüler das Gymnasium länger als die Hauptschule. Aufgrund dieses Umstands müsste man daher davon ausgehen, dass der muslimische Bevölkerungsanteil zwischen 6 und 18 Jahren eher über dem muslimischen Schüleranteil liegt. Man könnte dies mit einem Rechenmodell ausgleichen; die Antwort ist aber einfacher: An den Grundschulen beträgt der Islamanteil 21,4 Prozent. Da Muslime häufiger die Hauptschule als das Gymnasium besuchen, ist unter ihnen auch eine höhere Anzahl an Sitzenbleibern zu erwarten. Laut Statistik beträgt die Wiederholerquote unter Grundschülern jedoch nur 0,4 Prozent. Und das ist die Obergrenze des Fehlers. Selbst wenn Muslime dreimal so häufig eine Klasse wiederholen müssten, könnte das den Anteil praktisch nicht verzerren. Üblicherweise besucht man eine Grundschule im Alter von 6–10 Jahren, also lässt sich ein Durchschnittsalter von 8 Jahren annehmen. Nun kann man gedanklich ins Jahr 2016 zurückgehen – und stößt dort auf einen islamischen Anteil von 18,9 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um das 1,13-Fache. Wenn man nun Grundschüler einfach als um 8 Jahre verlängerte Geburtenstatistik begreift, müsste man den islamischen Anteil des Jahres 2024 ebenfalls mit 1,13 multiplizieren, um den Anteil der islamischen Geburten im Jahr 2024 zu ermitteln. Dann landet man bei 24,2 Prozent.
Die Frage ist, ob sich der Anstieg der Geburten von 2016 bis 2024 mit der gleichen Geschwindigkeit vollzogen hat wie der Anstieg der Geburten von 2008 bis 2016. Das lässt sich natürlich ohne Datenmaterial nicht ermitteln, gibt aber einen groben Richtwert vor. Hat zum Beispiel die Flüchtlingskrise des Jahres 2015 die Entwicklung beeinflusst? Natürlich, aber der Effekt ist kleiner als gedacht. Denn 2015 kamen ja viele junge Männer ins Land, die natürlich keine Grundschule besuchen. Bis sich diese Einwanderung in der Geburtenstatistik niederschlägt, mussten diese Männer aber erst mal ihre Frauen nachholen und mit ihnen Kinder kriegen. Wenn man annimmt, dass ein Syrer 2015 ins Land kam, erst 2020 seine Frau nachholte und mit ihr über zehn Jahre hinweg mehrere Kinder zeugt, wird klar, dass der Effekt noch einige Jahre auf sich warten lässt. Umgekehrt könnte der Anteil verzerrt werden, weil er ab 2022 durch viele ukrainische Flüchtlinge überlagert wurde.
Niedrigere Werte im Osten
Wenn ein Syrer 2024 im Alter von acht Jahren die dritte Klasse besuchte, wurde er 2016 vermutlich eher in Syrien als in Deutschland geboren. Wenn man versucht, die Geburtenrate exaktzu ermitteln, wird man also leicht danebenliegen. Aber während die Zahl der syrischen Schüler stetig ansteigt, wird sich das Gleichgewicht unter den Herkunftsländern langsam umkehren. Und sollten nach einem möglichen Friedensschluss viele Ukrainer in ihre Heimat zurückkehren, könnte der islamische Geburtenanteil (nicht die Gesamtzahl Geburten!) allein dadurch ansteigen.
Dieselbe Rechnung für Grundschulkinder kann man ebenso für Bayern und Niedersachsen anstellen. In Bayern liegen die Werte für 2016 beziehungsweise für 2024 bei 8,6 Prozent beziehungsweise 10,6 Prozent, was sich für die Geburten auf etwa 13,2 Prozent multiplizieren lässt. In Niedersachsen liegen die Werte für 2016 beziehungsweise für 2024 bei 8,9 Prozent beziehungsweise 10,9 Prozent, was sich für die Geburten auf etwa 13,3 Prozent multiplizieren lässt. In Rheinland-Pfalz lagen die Werte 2011 beziehungsweise für 2021 bei 7,9 Prozent beziehungsweise 12,6 Prozent; verlängert man dies gedanklich bis 2024, landet man bei 14,5 Prozent, womit man etwa 21,1 Prozent Geburten abschätzen kann. Nun ermittelt man den islamischen Geburtenanteil für alle vier Bundesländer. Dieser liegt bei etwa 18,5 Prozent. Das dürfte auch ein guter Indikator für ganz Deutschland sein. Hamburg, Bremen und Hessen haben einen leicht höheren muslimischen Bevölkerungsanteil als Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg liegt nur knapp darunter. Vor allem der Osten des Landes hat niedrigere Werte.

Nun kommen wir wieder auf die BAMF-Erhebung zurück, die in einem Fact-Sheet den islamischen Bevölkerungsanteil pro Bundesland ermittelte. Für eine bessere Vergleichbarkeit wäre es jedoch sinnvoll, die 2019er-Werte auf den Stand von 2024 fortzuschreiben. Denn 2015 begann eine massive demografische Veränderung, die die Verteilung der Muslime auf die Bundesländer veränderte. Ab den 1960er-Jahren kamen viele türkische Gastarbeiter nach (West)-Deutschland, während der Osten sich eher abschottete. In den Jahren nach der Wiedervereinigung etablierten sich Muslime schleppend auch in den neuen Bundesländern. Und ab 2015 war es erklärtes Regierungsziel, die Flüchtlinge wenigstens halbwegs gleichmäßig im gesamten Land zu verteilen. Mit Unterstützung durch GPT wurden die Werte des Jahres 2019 für das Jahr 2024 anhand der öffentlich verfügbaren Statistiken über die Herkunft und Anzahl der Flüchtlinge je Bundesland aktualisiert. Dadurch ergeben sich folgende Verschiebungen, die jedoch keine grundlegend anderen Zahlen zutage fördern (Hinweis: Die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens ist nicht zu 30,8 Prozent muslimisch, sondern umgekehrt wohnen 30,8 Prozent aller Muslime in Deutschland in Nordrhein-Westfalen).

Nimmt man die 18,5 Prozent islamischen Geburten des Jahres 2024 für Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, kann man bei einer angenommenen ähnlichen Geburtenrate diesen Wert auf Deutschland hochrechnen. Die vier genannten Länder stellen etwa 53,6 Prozent der Muslime in Deutschland und zugleich 54,1 Prozent aller Geburten. Da ihr Anteil an den Muslimen und ihr Anteil an den Geburten fast identisch sind, lässt sich der dort geschätzte islamische Geburtenanteil von 18,5 Prozent relativ direkt auf Deutschland übertragen. Bundesweit ergäbe sich daraus ein Wert von etwa 18,7 Prozent. Aber auch dieser Wert könnte noch höher liegen. Denn die BAMF-Erhebung erfasste nur etwa 90–95 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime. Wenn man die Werte für Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz festsetzt und die übrigen Bundesländer für die fehlenden 5 Prozent nach oben korrigiert, landet man bei etwa 19,1 Prozent islamischen Geburten.
Und man könnte annehmen, dass die 5 Prozent der ostdeutschen Muslime sogar eine doppelt so hohe Geburtenrate haben wie die westdeutschen Muslime. Denn in Ostdeutschland fand nie eine türkische Masseneinwanderung statt, dort gibt es seit 2015 vorrangig Araber, die a) an sich eine höhere Geburtenrate als Türken haben und b) jünger und damit gebärfähiger als die älteren Türken sind. Damit stiege der Anteil sogar bis auf 19,6 Prozent. Nun ist 2024 aber auch schon wieder zwei Jahre her. Wenn man die bisherige Steigerungsrate fortsetzt, landet man für 2026 bei 20,5 Prozent. Die aktuelle Hochrechnung ist prinzipiell solide, könnte aber natürlich noch nachgebessert werden. Dazu wären zwei Dinge nötig: Das BAMF wiederholt seine Studie über „Muslimisches Leben in Deutschland“ – und weitere Bildungsministerien treffen die Entscheidung, die Zahl der muslimischen Schüler zu erfassen. Es würde schon reichen, wenn nur ein ostdeutsches Bundesland und ein Stadtstaat sich dieser Entwicklung anschließen, um die Resultate wirklich bombensicher zu machen.
USA als Vergleichsmaßstab
Sind neben den genannten Unschärfen weitere Fehlerquellen denkbar? In der Argumentation auf Basis des Fact-Sheets des BAMF wird der Effekt der Flüchtlingskrise implizit vorausgesetzt. In der Argumentation basierend auf den Schülerzahlen, dass der Anstieg von 2008 bis 2016 auch dem Anstieg von 2016 bis 2024 entspricht, ist der Effekt der Flüchtlingskrise nicht komplett enthalten. Das ist ein Widerspruch, aber beide Fehler wirken in entgegengesetzte Richtungen und dürften sich gegenseitig abschwächen. Denn jede Berechnungsmethode erfasst etwa eine Hälfte der muslimischen Bevölkerung. Zwar ist die Zahl aller Grundschulkinder im Jahr 2024 korrekt, aber man wendet auf sie die Wachstumsrate von 2008 bis 2016 an, obwohl die Wachstumsrate von 2016 bis 2024 höher liegen könnte. Den Fehler exakt zu beziffern, ist aktuell unmöglich. Ein Anstieg auf bis zu 22 Prozent ist nicht undenkbar. Da es sich hier aber – wie oben beschrieben – vor allem um eine Zeitverzögerung handelt, wird der Fehler mit der Zeit von ganz allein verschwinden, wenn man die Zahl der muslimischen Grundschüler jährlich neu auswertet.
Wenn man eine erhöhte Kindersterblichkeit von Muslimen annimmt, könnte ihre Geburtenrate sogar noch höher liegen – aber dafür bräuchte man erstens medizinische Statistiken, die auch die Religionszugehörigkeit erfassen, und zweitens wäre eine höhere Geburtenrate, die durch eine anschließende höhere Kindersterblichkeit begleitet wird, in Bezug auf den gesellschaftlichen Wandel nicht von einer niedrigeren Geburtenrate ohne höhere Kindersterblichkeit zu unterscheiden. Als Vergleichsmaßstab bieten sich die USA an, wo Schwarze eine fast dreifach höhere Kindersterblichkeit haben als Weiße. Die Zahlen klingen dramatisch, sind es aber nicht, weil die Kindersterblichkeit generell sehr niedrig ist. Aus einer angenommenen Geburtenverteilung von 80 Prozent weiß und 20 Prozent schwarz würde bis zum Alter von acht Jahren eine Verteilung von 80,1 Prozent weiß und 19,9 Prozent schwarz entstehen.
Ziemlich viel Aufwand – doch es könnte einfach sein
Auch könnten Umzüge zwischen den Bundesländern im Zeitraum zwischen Geburt und Grundschulalter das Gesamtbild verzerren. Aber nur dann, wenn sich für Muslime und Nicht-Muslime ein systematisch unterschiedliches Umzugsverhalten nachweisen ließe, was nicht sehr plausibel ist. Zudem müsste man in genau diesem Zeitfenster umziehen. Eine Familie mit Kindern im Teenager-Alter, die umzieht, wäre davon nicht betroffen. Und Umzüge zwischen Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz würden zwar in jedem einzelnen Bundesland die Zahlen verändern, aber eben zusammengefassten Zahlen dieser vier Bundesländer nicht beeinflussen können (alle vier Bundesländer stellen 16 Prozent der länderübergreifenden Umzüge). Wenn man diesen Fehler statistisch sauber modelliert, liegt er wohl im Bereich einer Nachkommastelle – und könnte in beide Richtungen ausschlagen. Ziemlich viel Aufwand also – der trotz allem noch eine kleine statistische Unschärfe übrig lässt. Denn wo genau der Wert innerhalb eines Korridors von etwa 19 bis 22 % liegt, lässt sich derzeit noch nicht sagen – sondern erst dann, wenn man die Zahl der muslimischen Grundschüler im Jahr 2034 vorliegen hat.
Dabei wäre es so einfach: England zum Beispiel erfasst den Anteil der nicht-weißen Geburten. Und dieser lag 2021 bei 27,3 Prozent.
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10 Kommentare
🤔 wer vor mehr als 15 Jahren diese Befürchtungen äußerte,da er im Multi (IS) kulturellen Bereichen Erfahrungen gesammelt hatte,der war damals schon fast ein KZ_Leiter,Linksgrün gesehen !! Wer dann noch sich über Islam belesen hatte,der war noch rächter da er eine Warnungen weißsagte. Halt überhaupt nicht woke und Fachmesser Bereicherungs offen,da er das mit „Ungläubige_innen“ verstanden hatte.Im Gegensatz zu „GEZte_grükoten.“ Aber die habt ihr gewählt !! 🤮😰
Die Zukunft Germanistans ist heute schon in den Schulen zu erkennen:
Rassismus gegen Deutsche - mobbing Terror und die sehr rapide
fortschreitende islamisierung der staatlichen Schulen!!
S dazu das neueste short der
AFD Fraktion Berlin
Parallelgesellschaften entstehen mitten an unseren Schulen
Zuerst einmal einen großen Dank
an den Autor dieses Berichtes.
Festzhuhalten ist:
Ja. Die INVASOREN rammeln wie
die Steinesel.
Und wir sollen uns noch darüber
freuen.
Dazu kommt:
Kindergeld ( Vielerorts der üppige
Lebensunterhalte bei Moslems).
Später Übermacht in der Schule
und im Stadtbild.
Änderungen wird es mit der CDU
und der SPD nicht geben.
Sind es fleißige „Geburtenmacher“, alles für die Übernahme und das Endergebnis wird sich in der Demografie mit einer möglichen Islamischen Republik D. in spätestens 30 Jahren spiegeln?
Land-, Kultur-, eigenes islam. Recht mit Kalifat, Scharia ./. die Einheimischen?
Zitat: „Der Staat hat sich aber im Wesentlichen aus Datenschutzerwägungen gegen dieses Modell entschieden, auch wenn es um mehrere Größenordnungen bessere Erkenntnisse liefern würde. “
Datenschutzerwägungen? Ich lach mich tot! Wo sind denn diese Erwägungen, wenn jetzt die anlasslose IP-Adressenspeicherung eingeführt wird? Oder damals bei der Volkszählung?
Es geht dem „Staat“, also denen, die unser Gemeinwesen beherrschen, nur darum, das wahre Ausmaß der Migrationspolitik zu verschleiern und zu verhindern, dass dies mit harten Zahlen und Fakten belegt wird! Denn wenn das offenbar würde, dann würden all diese Migrationsgläubigen aus ihren Ämtern gefegt!
Die %te für Sachsen-Anhalt halte ich für FALSCH!
Und stark untertrieben!
Alleine gestern sind mir beim Strassenbummel, mehr als 10 Kopftuch-Muttis mit Kinderwagen+Kleinkind an der Hand in einer mittl. Kleinstadt aufgefallen!
Meine persönliche Meinung:
Der Anteil von Moslems in S/A gegenüber von Nichtmoslems
liegt von mir geschätzt, bei 10% bis 12 % !
Tendenz: Zunehmend!
Die Musliminnen und Negerinnen gebären die Deutschen nieder, indigene Deutsche sind bereits in der Minderheit….
Donnerwetter, das ist ja mal eine Zahlenschlacht! Dabei ist es doch nur ein kleiner Aufwand die IQs aufzulisten. Ich glaube, da liegt der Hase im Pfeffer. Bei den Musels ist der IQ über Generationen auf demselben Stand.
Viele Flüchtlinge von Frau Merkel sind seit Herbst 2015 zu alt und haben eben den geilen BRD-Pass bekommen um die Statistik auf unserem geraubten Grund& Boden zu verbessern auf das der verwöhnte Ureinwohner denken soll das wirklich kräftig abgeschoben wird weil es in der Glotze läuft. Gleichzeitig wurde und wird noch gehetzt gegen eiheimische Erwerbslose sowie Sozialfälle auf das die benebelte Herde springt weil man der Volksvergiftungspropaganda von Hartz& herzlich in Stürmermanier Glauben schenkt mit dem faulen Leistungsempfänger mit vollem Aschenbecher und ohne Zähne. Komischerweise wurden nie Merkels Dauergäste, Passgeburten oder die Ampel-Ukrainer präsentiert da es ansonsten die Zauberzahl 130 mit Volksverhetzung erfüllt wäre, wo Regisseure, Darsteller und Produzenten genau deswegen in U-Haft wären. Zufallsfunde wie Steuerhinterziehung, Drogen und vielleicht pädophiles Material täten da schon mit Medienecho mindestens für den ein oder anderen zwei-drei Jahre schwedische Gardinen bescheren. So sieht die Wahrheit aus in diesem Irrenhaus. mfg
OT: Ist der Islam also keine Religion?
JA!