Wie immer unschuldig: Die Hamas

Hamas-Palästinenser (Foto:ScreenshotTwitter)

Nanu, was ist das da, auf dem obigen Beitragsbild? Sind es etwa böse Israelis, die in Schuhen durch eine heilige Stätte der Religion des Friedens latschen? In der Moschee, so habe ich es gelernt – und auch immer respektiert – bleiben die Schuhe aus. Schließlich wollen die Gläubigen auf den Teppichen noch beten. Auf etwas mit Schuhen herumzulaufen, gilt als Zeichen der Verachtung, im Iran werden etwa hin und wieder vor öffentlichen Gebäuden israelische Fahnen auf den Boden gemalt. Allerdings laufen viele Iraner demonstrativ darum herum, um die Respektlosigkeit ihrer Regierung nicht zu unterstützen.

Nein, es sind natürlich keine Israelis, die hier mit Schuhen stehen, sondern Anhänger der Hamas, welche ihre nächste Attacke auf betende Juden an der Klagemauer vorbereiten. Offiziell gilt die al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg als die drittheiligste Stätte des Islam. Das hält die Hamas allerdings nicht davon ab, sie als Lagerstätte für allerlei Pyrotechnik und Wurfgeschosse zu nutzen. Und offenbar ihre Anhänger auch nicht vom Tragen von Straßenschuhen im Innenraum. So viel zur Wertschätzung, welche das Gebäude durch die Hamas erfährt. „Heilig“ wird die Moschee erst wieder, wenn die israelische Armee dort nach dem Rechten schaut, um die eingelagerten Waffen zu beschlagnahmen. Dann ist das Geschrei groß – eine Sichtweise, die von den deutschen Medien gern übernommen wird.
In der Bebilderung eines Artikel der „Frankfurter Rundschau” sind natürlich nur bewaffnete israelische Soldaten zu sehen, die scheinbar grundlos am Tempelberg Position bezogen haben. Man berichtet, es sei dort zu Konfrontationen gekommen, weil in diesem Jahr Ramadan, Ostern und Pessach zusammenfielen. Zwar stimmt es, dass noch im 19. Jahrhundert Juden am Sederabend von Christen angegriffen wurden, wenn dieser auf Karfreitag fiel: Man glaubte, dabei würde die Kreuzigung Jesu gefeiert und nicht die Befreiung aus ägyptischer Sklaverei. Aber heutzutage sind es wohl kaum christliche Einwohner und Touristen, welche Randale betreiben – sie wollen wie die Juden auch einfach in Ruhe beten.

Aufruhr vom Himmel gefallen

Dennoch klingen deutsche Medienberichte so, als wäre der Aufruhr in Jerusalem vom Himmel gefallen. Was auch immer der Hamas diesmal quer gesessen hat (einen Anlass findet sie eigentlich immer): Die Aggressionen gingen eindeutig von ihren Leuten aus. Eine „Demonstration sei eskaliert“ meldet das ZDF – die Untertreibung hat System. Die Hamas profitiert wieder einmal davon, dass sie in Europa als schlecht ausgerüstetes Rebellentrüppchen wahrgenommen wird – ein Image, das sie gezielt pflegt, um das Ausmaß der von ihr ausgehenden Bedrohung zu verschleiern. Die wollen doch nur spielen! Angesichts der Begeisterung für die Sache der Ukraine – was immer man davon halten mag – löst es bei mir grundsätzlich Missbehagen aus, wenn Israel nicht ebenso das Recht auf die Verteidigung seiner Sicherheit und Identität zugebilligt wird. Aber es ist bekannt, dass hier generell gerne mit zweierlei Maß gemessen wird. Da sitzen Deutschland und Israel in einem Boot: Beiden wird von denselben linken Kräften jeder Schutz des Eigenen misstrauisch untersagt.

Apropos Identität: Auch in Schweden sieht es düster damit aus, vor allem die Stadt Malmö gerät immer wieder in die Schlagzeilen. Als die jüdische Gemeinde ihre Pforten schloss, weil sie durch den Bürgermeister keine Rückendeckung erfuhr – ein klassischer linker Antisemit -, gingen bei den Verantwortlichen keineswegs die Alarmglocken an. Wir erinnern uns, wie lange es dauerte, bis der Filmbeitrag von Henryk Broder dazu in Deutschland ausgestrahlt wurde. Durch arabische Einwanderer verdrängte Juden – das hörte sich nach dem Geschmack der Fernsehmacher der Öffentlich-Rechtlichen wohl zu sehr nach einer möglichen deutschen Zukunft an. Also ab unter den Teppich damit! Doch wenn man in Malmö glaubte, mit dem Wegzug der Juden hätte man die arabische Community zufriedengestellt, so sollte sich das als Täuschung erweisen – denn gerade kracht es dort wieder gewaltig – rechte Demonstrationen seien eskaliert (es hört sich ein bisschen wie die Berichterstattung aus Israel an), erzählt uns das ZDF. Wer hier eskaliert, ist allerdings die Community. Angezündet haben die „Islamophoben“ tatsächlich etwas, nämlich eine Ausgabe des Koran.

Der „richtige“ Feind muss her

Nun ist es durchaus legitim, dagegen zu protestieren, bei Bücherverbrennungen jeglicher Art hört auch bei mir der Spaß auf. Allerdings blieb es nicht bei friedlichem Protest, sondern binnen kurzem brannten Polizeiwagen und allerhand anderes. Einmal wieder musste eine vorgebliche Beleidigung dazu herhalten um eine Gewaltorgie zu rechtfertigen. Ein Muster, das sich wieder und wieder wie ein roter Faden durch die Ereignisse zieht. Dabei muss es noch nicht einmal um Religiöses gehen, jeder Anlass ist willkommen, um eine Frust- und Randaleaktion auszulösen. Worin auch immer dieses Verhaltensmuster begründet liegt – und ich bin sicher, das ZDF hat Experten an der Hand, die uns eine herzerweichende Erklärung servieren könnten – man ignoriert es einfach. Und im Falle der Israelis räumt man noch nicht einmal das Recht der Selbstverteidigung ein. Obwohl das Land in den letzten Wochen wieder einmal von einer Terrorwelle überzogen wurde, der zahlreiche Zivilisten zum Opfer fielen. Das erfährt man aber nicht vom ZDF.

Wir erleben im Moment, wie viele Deutsche ihren Pazifismus über Bord werfen und sich darin überbieten, welche Waffen an die Ukraine geliefert werden sollen, wobei man oft sogar den Eindruck hat, die Beteiligten hätten noch nicht einmal besondere Ahnung davon, von welchen Waffen sie überhaupt reden. „Gebt ihnen Panzer!”, ruft Anton Hofreiter und wird dafür auch von Konservativen bejubelt. Selbst wenn diese Haltung gerechtfertigt ist, sollte die Frage erlaubt sein, warum gerade jetzt die Erkenntnis reift, dass nicht jeder Konflikt durch Reden zu bewältigen ist. Muss in Deutschland erst der richtige Feind antreten, einer, den alle unsympathisch finden? Und warum meint gerade die deutsche Politelite, über das Selbstverteidigungsrecht eines Staates entscheiden zu dürfen? Da wird es zur ideologischen Glückssache, ob man ein nationales Selbstbewusstsein haben, die eigenen Bürger schützen und notfalls auch zu drastischen Mitteln greifen darf. Im Großen wie im Kleinen, im Krieg und beim Umgang mit inneren Gefahren. Eine objektive Beurteilung findet nicht statt, und unsere Medien liefern die Bilder dazu. Und wundern sich dann, dass man ihnen nicht mehr über den Weg traut. Ein hausgemachtes Problem, das sie auch nur selbst wieder beheben können. Aber dazu fehlt die nötige Einsicht.

3 Kommentare

  1. Die Mullahwelt mit ihren mittelalterlichen Ansichten ist und bleibt nicht akzeptabel.
    Sie gehört dort hin, wo sie zuhause ist, nicht nach hier, denn zwischen Morgen- und
    Abendland liegen ganze Galaxien.

  2. > Petra: das ist exakt diese großkotzige Selbstdarstellung der US-CIA-Mossad-„Denkfabriken“-Gangs und den unsere Welt beherrschen wollenden Kapital-Faschisten ! Darum geht’s auch im Stellvertreter-Krieg Russland – Ukraine !
    Hast schon einmal recherchiert, wie hoch die Zahl der Massenmorde ist, die das Israel-Regime seit Beginn seiner Raubzüge mit Hilfe seiner US- und London-City-Paten veranstaltet hat ?

  3. Das einzige was die Palästinenser den friedlichen und gebildeten Israels entgegensetzen können ist Gewalt und Zerstörung. Zu mehr reicht der Intellekt nicht. Wahrscheinlich auch ein Auswuchs über die Erkenntnis des eigenen Unvermögens.
    Gefährlich, wenn man neben und mit solchen Leuten leben muss.

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