„Putinisieren“ und „Lawrowieren“: Wie man die Lüge parfümiert

„Putinisieren“ und „Lawrowieren“: Wie man die Lüge parfümiert

Sprachverwirrung und manieristische Umschreibungen für Propagandasprache (Symbolbild:Imago)

Wer als Leipziger Philosoph Verben wie „Putinisieren“ und „Lawrowieren“ konstruiert, etikettiert den Anruch statt Wahrheit. Gefragt sind Satz, Beweis, Urteil – sonst wird aus Sprache Duftmarketing. Es gibt Wörter, die sind nicht gemacht, um zu erklären, sondern um zu betäuben. Sie wabern wie ein aufdringliches Raumspray in die stickige Stube und sollen den ranzigen Geruch dessen überdecken, was man nicht wegwerfen oder aufräumen will. „Putinisieren“ und „lawrowieren“ gehören in diese neue Kategorie der Parfüm-Verben: Sie sind stilistische Halstücher, die man der Lüge umbindet, damit sie salonfähig durchs Feuilleton flanieren darf. Der Vorteil: Man muss nicht mehr aussprechen, wer lügt. Man kann es choreographieren, als Anmutungsqualität, als „Tonlage“. Lüge wird zur ästhetische Frage. Der Trick ist alt: Man nehme zwei Namen, die – zu Recht oder Unrecht – für das Böse stehen sollen, etwa Putin und Lawrow, und mache sie zum Transitivum.

Man muss keine Sätze mehr prüfen, keine Beweise anführen, keine Zitate kontextualisieren. Man „entscheidet“ über den Geruch. Ein solches Sprechen verwechselt Kognition mit Parfümberatung. Das Verfahren, das über Tatsachen Rechenschaft ablegen müsste, wird ersetzt durch eine Kollektion von Duftnoten: aggressiv, destruktiv, eine toxische Essenz gegen die Differenz. Aber: Sprache ist kein Badezimmer! Wo Wörter nicht mehr unterscheiden, beginnen sie zu herrschen. Die alte Erkenntnis von Victor Klemperer über die „Lingua Tertii Imperii“ war nicht, dass eine Ideologie besondere Wörter auflistet, sondern dass sie den semantischen Sauerstoff aus dem Raum zieht, in dem Menschen noch atmen und widersprechen können. Übrig bleibt: Propaganda.

Autorität und Verantwortung

An dieser Stelle muss der Blick auf Pirmin Stekeler-Weithofer fallen – Philosoph, Hegel-Kenner, Herausgeber des “Philosophischen Jahrbuchs” und der “Philosophischen Rundschau”, Leipziger Emeritus und ehemaliger Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Solche Ämter sind nicht bloß Zierde; sie verleihen dem gesprochenen Wort institutionelles Gewicht. Wenn diese vermeintliche akademische Autorität Begriffe wie „putinisieren” (путинить) und “lawrowieren” (лавровать) kreiert, prüft und sie als Vorschlag für Lügen-Synonyme (!) Ende Oktober in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” adelt, verschiebt sich der Diskurs: Aus feuilletonistischer Pose wird eine vermeintliche Norm. Der Anlass: Putins Ausdruck „Spezialoperation“ sei eine “sündliche Hässlichkeit”. Die Grade der “weißgebleichten Unwahrheit” der “neuen Maßeinheiten Putin und Lawrow” seien “diplomatisch leicht zu messen, nämlich außerhalb Russlands an der Lautstärke sarkastischen Gelächters, innerhalb aber an der Kraft, die ein rechtschaffener Mensch braucht, um dieses bei sich zu behalten”, so Weithofer. Das Argument trifft dann nicht mehr nur auf die Meinung, sondern auf ein Lehr-, ja Hochamt.

Stekeler-Weithofer weiter: „Jedenfalls klingt ein schmeichelndes ‚Sie haben eben putinisiert‘ harmloser als ‚Sie haben gerade bewusst gelogen‘“, schreibt Weithofer. „‚Hör bitte auf zu lawrowieren‘ ist mindestens ebenso vornehm wie ‚lege endlich die Gewohnheit ab, als Stimme deines Herrn aufzutreten.‘“ Das ist kein Witz. Gerade deshalb ist philosophische Redlichkeit hier gefordert: Der Analytiker darf sich nicht im Duft der Terminologie verlieren, der Dialektiker nicht im Schaum des Zeitgeists. Wer Hegel ernst nimmt, weiß: Urteil ist Bestimmung – und Bestimmung verlangt Begründung. Ein Wort, das nur etikettiert, ohne die Sache zu durchdringen, ist anti-hegelianisch. Es hebt die Vermittlung auf und macht die Negativität zur Pose. Von einer Figur wie Stekeler-Weithofer darf man, ja muss man sogar die Rückkehr zum Satz erwarten: Was genau ist die Behauptung, wo liegt der Trugschluss, worin besteht die Täuschung? Die Verantwortung von Akademien ist, dem Zeitgeist die Prüfverfahren zu erhalten, nicht ihm die Etiketten zu liefern. Dass sich inzwischen ein – von der Herkunft schwäbischer – Philosoph dazu hergibt und damit das akademische Ansehen Sachsens beschmutzt, offenbart Abgründe. Wenn akademische Sprache auf Parfümverben umstellt, erzieht sie die Öffentlichkeit zur Bequemlichkeit. Wenn sie hingegen auf Begriffsarbeit und Beleg insistiert, immunisiert sie gegen Moralschnellschüsse – und dient damit der Freiheit der Forschung wie der Freiheit der Bürger.

Gerichtssaal statt Badezimmer

In diesem Sinn ist die Kritik an „Putinisieren“ und „Lawrowieren“ staatsbürgerlich. Wer „putinisiert“, muss nicht mehr sagen, worin der Irrtum, die Fälschung, die Täuschung besteht; das Wort erledigt das Verdikt. Es ist die Exekution ohne Urteil, das Urteil ohne Beweis, der Beweis ohne Satz. Dann könnte lückenhaftes Erinnern auch “scholzen” genannt werden. Gewiss: In einer Welt des Dauerkriegs der Narrative, der verschachtelten Interessen und gekauften Agenturen ist das moralische Verlangen nach einem Wort, das das Böse bündelt, menschlich. Aber gerade dieses Verlangen ist die Einfallspforte für die Zersetzung. Die Lüge liebt den Nebel, und noch mehr liebt sie den Nebel, der sich für Licht hält. Wer „lawrowiert“ – so suggeriert es das Modewort –, der taktiert, windet, zerredet. Und wer das sagt, muss nicht mehr den Satz nachweisen, der gelogen ist. Die Anklage wird zur Stilfrage. Das ist ästhetisierte Politik im schlechtesten Sinne: eine Opernaufführung, in der man bereits beim Öffnen des Vorhangs weiß, wer Bariton und wer Bösewicht ist.

Man könnte an dieser Stelle beruhigend-aufgeklärt die Achseln zucken: Semantikspiele! Doch der Ernstfall der Sprache ist nie unschuldig. Wo die Lüge parfümiert wird, wird die Wahrheit kriminalisiert. Im nächsten Schritt wird jeder Versuch der Gegenfrage, der hermeneutischen Nacharbeit, des Moment, wie meinen Sie das? selbst als „putinisierend“ etikettiert.

Moralin ohne Metaphysik

So wächst die Wortpolizei. Der kleinste Zweifel wird zur Komplizenschaft. Der kategorische Imperativ der neuen Sprachmoral lautet: Du sollst dich nicht fragen, sondern zuordnen. Die Moderne hat ein Problem mit dem Übel, weil sie es zwar permanent beschwört, aber theologisch entkernt hat. Was bleibt, ist ein Moralin ohne Metaphysik. Darin gedeihen Ersatzreligionen, die das Bekenntnis verlangen und die Absolution versprechen. Auch die Lüge erhält ihre Sakramente: Sie heißt nicht mehr Lüge, sie heißt „Narrativ“, „Framing“, „Schutzbehauptung“ oder „Fehlinformation“. Die Liturgie dieses Kultes kennt nur zwei Feste: die skandalisierte Enthüllung des Feindes und die ritualisierte Entlastung der Freunde. Und damit das alles elegant bleibt, verwandelt man die Dinge in Verben, die nichts mehr sagen müssen, weil sie alles schon eingefärbt haben. „Putinisieren“ – das ist die externe Projektion der internen Schwäche. Wer es gebraucht, zeigt weniger Mut zur Wahrheit als Sucht nach moralischer Deckung.

Denn die Probe aufs Exempel wäre ja einfach: Welcher Satz ist falsch? An welcher Stelle wurde getäuscht? Welche Quelle belegt das? Stattdessen zaubert man Gespensterwörter. Es sind Stempelkissen der Gesinnung, nicht der Erkenntnis. Die Lüge selbst ist indes nüchterner. Sie braucht die großen Wörter nicht. Sie lebt von kleinen Verdrehungen, von Auslassungen, vom „Kontext“, der, passend geschnitten, jedes Zitat in jedes Gegenteil verwandelt.

Stempelkissen der Gesinnung

Sie liebt nicht Pathos, sondern Bequemlichkeit. Ihre Kunst ist die Bürokratie des Halbwissens: die Redaktion, die den zweiten Absatz streicht, der Minister, der die Zahl relativiert, die Expertin, die die Ausnahme zur Regel erklärt. Sie „arbeitet“ leise. Dass man in diesem Rieselregen der Halbwahrheiten die großen Feindwörter aufspießt, ist eine Art Theaterdonner: eindrucksvoll, aber die Statik verändert sich nicht.
Wer also ernst macht mit der Wahrheit, muss zuerst die Hygiene der Begriffe wiederherstellen. Das beginnt mit der Rehabilitation der „Lüge“ als Kategorie. Das Wort ist hart, aber gesund. Es zwingt zur Arbeit am Satz. Wer lügt, sagt X, obwohl er Nicht-X für wahr hält. Das ist nachweisbar oder widerlegbar. Es zwingt zur Syllogistik, zu Quellen, zu Akten. „Putinisieren“ hingegen zwingt zu nichts. Es ist Anmutung, keine Analyse. Es entlastet den Sprecher und belastet den Gegner – automatisch, ohne Rechnung.

Die konservative Intelligenz, sofern sie konservativ bleibt, hat keine Angst vor der Wahrheit, gerade weil sie weiß, dass Wahrheit nicht Besitz, sondern Verpflichtung ist. Wahrheit ist eine asymptotische Größe; man nähert sich ihr, indem man den Abstand misst – nicht, indem man die Konkurrenz diffamiert. Wer „rechtsintellektuell“ sagt und es nicht als Schimpfwort meint, meint damit: die Bereitschaft, das Unbequeme zu benennen, auch wenn es die eigene Hälfte trifft. Es gibt keine Immunität durch Etikett. Ein konservatives Denken, das sich seiner theologischen Wurzeln erinnert, weiß: Die Erbsünde sitzt in jedem Herzen, nicht nur im Gesicht des Gegners.

Marketingsprache der Moral

Darum ist die erste Tugend nicht das Denunzieren, sondern die Unterscheidung der Geister. Und da stehen wir: auf einem Marktplatz, auf dem Händler die Ware „Wort“ feilbieten, mit wechselnden Preisen und garantierter Moralplakette. In den Nebengassen verkaufen NGOs, Medienhäuser, Ministerien und Think Tanks die neue Saison: Desinformation, Demokratiegefährdung, toxische Männlichkeit, Klimaleugnung, Hate Speech. Die Hierarchien der Empörung werden jährlich aktualisiert, die Lieferketten bleiben dieselben. Wer dort einkauft, erhält die passende Sprache gratis dazu: Sprechzettel, die die Wirklichkeit in die Komfortzone schieben. Das Ergebnis sind Bürger, die noch sprechen, aber nicht mehr reden; Journalisten, die noch schreiben, aber nicht mehr fragen; Kirchenleute, die noch predigen, aber nur noch die Sünden der anderen beichten lassen. Die Gegenstrategie ist doppelt: Askese und Architektur. Askese der Wörter: keine Parfümverben, keine Gummibegriffe, kein moralisches Spray. Sagen, was ist, und wenn man es nicht weiß, sagen, was man nicht weiß. Und Architektur der Verfahren: Wo es um Wahrheit geht, braucht es Institutionen, die die Belege erzwingen. Öffentlichkeit, die nicht Empörungskaraoke, sondern Bühne der Prüfung ist. Ein Journalismus, der nicht Haltung, sondern Handwerk schuldet; eine Wissenschaft, die keine Ketzerordnung führt; ein Recht, das nicht Gesinnung, sondern Tat ahndet.

Die Kultur der Checkliste schlägt die Mode der Metapher – nicht weil Metaphern verboten wären, sondern weil sie erst am Ende, nicht am Anfang stehen dürfen. Natürlich ist das mühsam. Die Parfümverben sind so bequem, weil sie uns die Arbeit abnehmen. Doch wer Freiheit will – intellektuelle, politische, religiöse –, der muss die Arbeit lieben. Freiheit ist die Bereitschaft, den eigenen Irrtum prinzipiell für möglich zu halten.

Ironie ja, Abkürzung nein

Bleibt die Frage, ob man jene, die „putinisieren“ und „lawrowieren“, anklagen oder belächeln soll. Vielleicht beides. Ironie ist erlaubt, solange sie die Ernsthaftigkeit nicht ersetzt. Die Polemik ist erlaubt, solange sie am Ende auf den Satz zurückführt, der stimmt oder nicht stimmt. Was nicht erlaubt sein sollte, ist das Abkürzen des Denkens durch Duftwörter. Denn jedes Parfüm verfliegt, und darunter bleibt die Haut der Sache. Wer die Lüge bekämpfen will, muss die Haut sehen wollen.

Also runter mit den Tüchern! Zurück zu den Sätzen! Wer lügt, der lügt; wer sich irrt, der irrt; wer täuscht, der täuscht. Und wer die Sprache benutzt, um die Verantwortung für das Urteil zu umgehen, der sollte nicht mit moralischem Parfum, sondern mit der Frage nach dem Beleg konfrontiert werden.
Vielleicht riecht die Wahrheit nicht immer angenehm. Aber sie riecht nach Wirklichkeit, und das ist der einzige Duft, in dem man atmen kann. Am Ende steht ein altmodisches Wort: Wahrhaftigkeit. Nicht Pose der Rechthaberei, sondern Haltung der Prüfung – Zucht und Demut, Mut und Geduld. Gegen die Faulheit der Etikette hilft nur die Tapferkeit des Widerspruchs. Alles andere ist Duftmarketing.

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2 Antworten

  1. Jetzt versuchen die Medien und die deutschen Strafverfolgungsbehörden schon wieder irgendetwas der AFD anzuhängen:

    SEK-Einsatz in SüdthüringenRazzia bei AfD-Stadtrat wegen Terrorverdachts
    Die sogenannte „Kaiserreichsgruppe“ plant vor drei Jahren Sprengstoffanschläge und die Entführung des früheren Gesundheitsministers Lauterbach. Im März werden die Rädelsführer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Nun nehmen die Ermittler einen AfD-Stadtrat im thüringischen Ilmenau ins Visier.

    Wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung sind Räume eines AfD-Politikers in Ilmenau durchsucht worden. Zur Sicherung von Beweismitteln wurden die Wohnung des Mannes sowie zwei weitere Objekte durchsucht, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Jena bestätigte. Eine Festnahme sei nicht geplant gewesen.

    Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einer geplanten Entführung des früheren Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach. Gegen den AfD-Politiker laufe ein Ermittlungsverfahren der Thüringer Generalstaatsanwaltschaft, da er in Verdacht stehe, die sogenannte „Kaiserreichsgruppe“ unterstützt zu haben, sagte der Sprecher. Die Ermittlungen liefen unter anderem auch wegen des Verdachts der Beihilfe zur Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens gegen den Bund.
    Die sogenannte „Kaiserreichsgruppe“ ist eine rechtsterroristische Vereinigung, die spätestens im Januar 2022 mit dem Ziel gegründet wurde, die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland zu beseitigen und durch ein autoritäres Regierungssystem nach dem Vorbild der Verfassung des Deutschen Reiches von 1871 zu ersetzen.

    Um dieses Ziel zu erreichen, plante die Gruppe konkrete Gewaltakte wie Sprengstoffanschläge auf die Energieversorgung, die Entführung von Lauterbach und das Auskundschaften von Bahn-Stellwerken. Im März dieses Jahres wurden vier Rädelsführer der Gruppe vom Oberlandesgericht Koblenz zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Ein fünfter Angeklagter erhielt eine Strafe von zwei Jahren und zehn Monaten. Er war der einzige der fünf, der zuletzt nicht mehr in Untersuchungshaft gesessen hatte.
    https://www.n-tv.de/politik/Razzia-bei-AfD-Stadtrat-wegen-Terrorverdachts-id30018844.html

  2. Ergänzend etwas über die Subjektive Philosophie der Wissenschaft

    Hilft wirklich erst der Tod?

    „Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist ...

    Eine neue große wissenschaftliche Idee pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner allmählich überzeugt und bekehrt werden – dass aus einem Saulus ein Paulus wird, ist eine große Seltenheit – sondern vielmehr in der Weise, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die nachwachsende Generation von vornherein mit der Idee vertraut gemacht wird.“

    – Max Planck: Planck, Max K. (1950). Scientific Autobiography and Other Papers. New York: Philosophical library.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Plancksches_Prinzip

    Nun ein Versuch Gullivers, eine Reise in die Gegenwart zwecks Selbsterfahrung zu absolvieren.

    Planck trifft eine Feststellung, die eher darauf beruht, dass seine Wissenschaft wenig mit den praktischen Erfahrungen der meisten Menschen auf dem Planeten Erde zu tun hat. Da reicht meist die Eklidische Geometrie, getrennt vom Phänomen der Zeit und damit auch Veränderung, Entwicklung.

    Alles was abstrakt ist, ist schwer zu vermitteln, bedarf der Übung und der Kontrolle, denn ohne Kontrolle kann das Abstrakte selbst zur Wahnvorstellung werden.

    Solche Theorien sind auch im Experiment schwer zugänglich, wie Heisenbergs Unschärfe-Relation zeigt.

    Und jedes Modell hat Grenzen, die in der Zeit regelmäßig verschoben wurden.

    Ein Modell ist also nie die reale Wirklichkeit, sondern nur eine Vorstellung von der Funktionsweise der Wirklichkeit.

    Wir können aber nur in dem abstrakten Raum der Modelle über die Wirklichkeit nachdenken, das kennzeichnet Wissenschaft und das macht diese auch störanfällig.

    Diese Modelle werden mit der Zeit oft besser, so dass diese als Richtschnur des eigenen Handelns hilfreich sein können.
    Selbst falsche Modelle können eine Zeit lang ein gesellschaftliches System hinreichend stabilisieren, manche haben sogar eine sachliche und historisch begründbare Notwendigkeit und innere Logik, die nicht mit der binären Logik allein zu erfassen ist.

    Der Weltgeist von Hegel kann durchaus als Mephisto in Goethes Faust verstanden werden.

    Es ist aber nur die eine Richtung der Dialektik in der Welt zwischen Geist und Materie, die Richtung des Denkens zur Umgestaltung der Wirklichkeit.

    Ohne das Höllenfeuer gibt es keinen Stahl und keinen Dampf.

    Und wenn die Dampfturbine dann durch eine Turbine ersetzt wird, die heißes Kohlendioxid verwendet, das atomar aufgeheizt wurde, wird das Modell der atomaren Wasserkocher, also der alten Druckwasserreaktoren entwertet.

    Die Unschärfe in der makroskopischen Erfahrungswelt des Menschen kommen nicht aus der Quantenmechanik sondern entstehen im Kontext des universellen Zusammenhanges aus der Komplexität der Wirkungszusammenhänge der Naturgesetze und doch gibt es oft ein Hautkettenglied, dass jede alte gesellschaftliche systemische Ordnung in ihren eigenen Untergang zieht.

    Gesellschaft kann Naturgesetze nicht aufheben, aber sie entwickelt ihre eigenen Triebkräfte, die im Kopf der Menschen als widerstreitende Ideen entstehen und sie kann entgegen den Naturgesetzen handeln, wenn die Menschen so dumm sind, den falschen Priestern Glauben zu schenken.

    Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Der Apparatschik lebt davon, seinen Anhängern eine Illusion zu verkaufen.

    Der Vasall muss seinem Herrn dienen und wer nichts kann, der glaubt zu gern auf die Rettung durch den Staat, also auf jene, die ihn laufend betrügen.

    Es kann aber nicht auf Dauer funktionieren, wenn das Denken der Eliten die Naturgesetze missachtet.

    Wenn scheinbar plötzlich die Grundlagen einer Gesellschaft, ihre produktive Basis, zusammenbrechen, dann kommt das nicht aus dem Nichts.

    Es kommt gar nicht plötzlich, sondern lange schleichend, bevor es überhaupt ins Bewusstsein dringt.
    Und wenn es doch ziemlich plötzlich kommt, dann muss es so in seiner Genese verschleiert werden, das keiner mehr die tatsächliche Ursachen gerichtsfest beweisen kann.

    Die heutige Staatsschuldenkrise hat ihre Ursache bereits im FIAT-Geld, also einer Erfindung der Banker aus der Not der USA, sich so verschuldet zu haben, dass sie den Dollar schon damals nicht mehr mit Gold decken konnten.

    Die eigentliche Genialität der FED-Banker bestand aus deren Sicht darin, die Schulden nun über den Petrol-Dollar auf den Rest der Welt abschieben zu können.

    Aber auch die echte Welt hat Grenzen und erzeugt notwendigerweise Widerstand.

    Die Zeitenwende erweist sich damit als Antwort auf die Frage, was nach dem FIAT-Geld kommt.
    Hier entscheidet sich, ob wir eine Zukunft als Gattung haben, oder nicht.
    Sie geht sogar noch weit darüber hinaus, menschliche kreative Intelligenz oder Degenerieren der eigenen Fähigkeiten als Anhängsel digitaler Fernsteuerung.

    Jene Art der beabsichtigten Transformation von oben kann eine neue Ordnung entstehen lassen, ob diese lebensfähig ist oder nicht, vermögen jene, die diese aus Eigeninteresse errichten wollen, nicht zu erkennen, sie halten sie für notwendig aus Eigennutz, zur Sicherung ihrer Privilegien, was natürlich geschickt in den Rahmen eines Gemeinnutz gestellt und verkauft werden muss.

    Deshalb verkünden sie uns Ziele, die wir als vernünftig betrachten können und verschweigen, was sie wirklich vorhaben.

    Das eigentliche Problem der Wissenschaft liegt nicht in der Quantenphysik und auch nicht nur darin, dass alles historisch begrenztes Wissen ist, sondern vor allem darin, dass die Wissenschaftler meist unfrei sind und nach Anerkennung gieren, sich kaufen lassen und ihre Ergebnisse politisch manipulieren und so jede Wissenschaft in eine Religion verwandeln können.

    Religion lebt vom Glauben, nicht vom Wissen, wird aber als wahrhaftiges Wissen angenommen und deshalb gar nicht hinterfragt.

    Viel neues Wissen war in der Vergangenheit zufällig entstanden, oft sogar mit ganz anderen Absichten und manches kam aus Quellen, die die etablierte Wissenschaftler ablehnten.

    Neue Erkenntnis und Irrtum waren dabei oft Geschwisterkinder, etwa die Vorstellung eines Äthers im Zusammenhang mit den Maxwellschen Gleichungen.

    „Maxwell selbst und andere formulierten mehrere mechanische Äthermodelle, wie z. B. das weithin diskutierte Modell der Molekularwirbel von Maxwell (Bild rechts). Damit konnten, wie auch Maxwell selbst feststellte, nur Teilaspekte erklärt werden, denn diese Modelle widersprachen sich häufig gegenseitig – was feststand, waren die mathematischen Ergebnisse, die in Maxwells Gleichungen kulminierten.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84ther_(Physik)

    Und Religion ist ein Werkzeug der Gehirnwäsche, weil diese absolute Erkenntnis behauptet und jeder Widerspruch als Ketzerei mit der Vernichtung bestraft wird.

    Dabei ist das Postulat ewiger Wahrheit ein Widerspruch in sich, weil die Götter erst im Hirn des Menschen entstanden sind und nicht schon im Null-Punkt der bekannten Schöpfung.

    Das Universum hat sich also schon seit über 13 Milliarden Jahren so entwickelt, dass heute Kohlenstoffwesen diesen Planeten besiedeln und gleichzeitig zerstören und von einem neuen Wahn befallen sind, sie könnten, wenn sie mit Atmen aufhören, den Klimawandel aufhalten. Nicht mal der Freitod der Grünen wie bei manchen anderen Sonnenanbeter-Sekten üblich, würde das bewirken.

    Also Plancks These ist angreifbar, schlimmer geht immer.

    Nun drohen die Maschinen mit Silizium-Organellen den Verstand ins Hirn der MENSCHEN blasen zu sollen, aber so ist es ja gar nicht, denn hinter den Silizium-Maschinenwesen stehen immer noch dumme Kohlenwasserstoffwesen mit ihren perversen Machtgelüsten.

    Ja, Macht fasziniert und Trump ist einer , der die Massen begeistern kann, wenn er unsere Feinde bloß stellt.
    Und gleichzeitig trifft uns der Missbrauch seiner Macht in dem, was wir uns wünschen, Freiheit und Souveränität.

    Wir nutzen aus Gewohnheit den Autoritätsbeweis, indem wir uns auf andere berufen, die unsere Meinung bestätigen.
    Natürlich freue ich mich auch über Anerkennung, aber ich brauche diese nicht.

    Ich freue mich darüber, wenn mir ein Licht aufgeht und wenn ich diesen Moment der Erleuchtung anderen vermitteln kann, um so besser.

    Mehr Lohn erwarte ich nicht und würde ich gar nicht annehmen wollen.

    In jenem Momentum, einen Lohn zu empfangen, hätte ich meine Freiheit bereits verloren.

    Weil es dem Verhalten von Menschen weitgehend entspricht, dass sie sich den vermeintlich Mächtigen und Erfolgreichen beugen oder jenen, die sie für klug halten, gehen wir oft diesen kurzen Pfad.

    Weil der aufwändige, der mit Argumenten, die nachprüfbar sind, beschwerlich ist und auch noch scheitert, wenn der Intellekt des anderen blockiert ist oder seine Absichten, die eines geschickten Betrügers sind.

    Dabei bin ich überzeugt davon, dass die richtigen Verhältnisse in der Gesellschaft des Menschen, kein schwieriges Studium verlangen, um eine lebendige und natürliche Wirtschaftsweise zu verstehen.

    Lebendig im Sinne als wirksamer und effizienter Widerstand gegen die Entropie, natürlich im Sinne einer gesunden stabilen Umwelt, die das Leben achtet und die Einzigartigkeit unseres Planeten begreift und vor Zerstörung bewahrt. Den Wandel kann niemand aufhalten.

    Aber wenn ein Vertreter des Klerus etwa zu Limburg in die goldene Badewanne steigen wollte, um dann zum Bruder perverser Liebe sagen wollte, siehe, unser Kind atmet, wenn er einen Furz lässt, dann wird die Dekadenz deutscher Priester mehr als augenscheinlich.

    Es stinkt, genauso, wenn die Hure Babylon als Zeiterscheinung in den Institutionen an die Spitzenpositionen gerät und sei es als Pressesprecherin der DBK.

    Wir suchen den Schutz bei anderen vor einer Masse, die wir für dumm und gefährlich halten, weil die Trägheit der Masse nur das Resultat der bestehenden Verhältnisse sein kann.
    Wer also diese Trägheit überwinden will, der muss diese Verhältnisse der Lügenpriester überwinden.

    Und um diese Trägheit zu überwinden, bedarf es einer Avantgarde, so eine geläufige These.

    Höre ich aber auf mein Inneres, will ich gar keiner dieser Avantgarde mehr sein, ich fordere nur die Freiheit für alle, aber ohne Dummheit. Und da kann jeder selbst etwas tun.

    https://www.neuroreset.ch/

    Die Methode des Neuroreset hat natürlich einen realen Hintergrund, aber Abschalten falscher Stereotype reicht nicht, man muss den Denkapparat auch wieder einschalten können.

    Manches lässt sich mit Metaphern tatsächlich besser beschreiben, als mit realen Geschichten.

    Als jener junge Mann, der so nebenbei 3 große Nöte der Menschen überwinden wollte, auf dem Weg zum Teufel, um den Vater der Braut zur Zustimmung zu gewinnen, mit Hilfe der Großmutter des Teufels dessen 3 Goldenen Haare stahl, fragte er auch, wie der Fährmann die Last seiner Führung über den, was man wohl als Jordan bezeichnen könnte, loswerden könne.

    Dass er den Stab einfach an den nächsten Fahrgast übergeben solle, offenbarte klugerweise der Held die Wahrheit erst dem Fährmann, als er dessen Nachen wieder verlassen hatte.
    Und dem König, der ihn betrügen wollte, der wollte auch beim Teufel sein Glück suchen. Und wurde der neue Fährmann zwischen Erde uund Hölle.

    Gib einem Menschen ein Amt und er wird der Sklave dieses Amtes werden, ohne jemals anzukommen.

    Also ist für mich der Weg mein Ziel und das was ich so am Wegrand sehe, amüsiert mich tatsächlich, die Lächerlichkeit der Liliputaner und der Riesen, mit ihren Zwergengehirn.

    Nun werde ich trotzdem nicht den weißen Einhörnern etwas zugestehen, was auch die nicht leisten können, den Menschen von seinen Irrtümern und seinen falschen Trieben zu befreien.

    Wenn die Not erzwingt, was unabweisbar geworden ist, dann wird es geschehen, der Untergang oder die Selbsterlösung.

    Zukunft ist und bleibt offen, das kann niemand ändern, es sei denn, er fängt an, sich selbst zu begreifen und es werden derer viele notwendig sein, hinreichend viele.

    Gerade wieder zeigt uns ein Objekt, das älter als unser Sonnensystem ist, sehr deutlich, wie wenig wir wissen und verstehen.

    Bis vor wenigen Jahren wussten wir nicht mal, dass es diese gibt.

    https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/komet-3i-atlas-unverhoffte-begegnung-im-all/

    Und schon gibt es alle möglichen Spekulationen bis zum versteckten Raumschiff außerirdischer Eroberer in diesem merkwürdigen Besucher.

    Nur Herrn Putin hat man da noch nicht beschuldigt, das wäre ja auch erschreckend, wenn die Außerirdischen jetzt mit Putin zusammenarbeiten würden. 😉

    Aber auch jene, die von Vernunft reden, müssten erst mal beweisen, was ihre Vernunft tatsächlich bewirken kann.

    Haben wir uns nicht oft schon selbst dabei erwischt, dass wir uns in der Beurteilung einer Sache geirrt haben?

    Wir entscheiden oft auf der Grundlage von Informationen, die wir gar nicht überprüfen können.

    Und die meisten glauben sogar Dinge, die sie überprüfen könnten, die aber gar nicht stimmen können, wenn sie bestätigte Naturgesetze beachten würden.

    Auch Einsteins Gehirn war nicht nur weise, auch sein Denken hatte Grenzen.

    Aber seine Vermutung über die Unendlichkeit der Dummheit beim Menschen ist historisch belegbar.

    Seine Vermutung ist aber nicht etwa abzählbar unendlich, sie wird sofort zur definitiven Endlichkeit mit der Selbstauslöschung der Menschheit durch ihre Dummheit und mit der Endlichkeit der Erde durch die Erhitzung der Sonne als Roter Riese. Beruhigend ist das aber nicht.

    Zwar existieren wir als Affen mit Sprechwerkzeugen vielleicht schon 2 Millionen Jahre, davon den größten Teil als Höhlenbewohner, aber mit der Ermordung von Abel durch Kain beginnt erst die eigentliche Geschichte des Homo sapiens. Es ist die Geschichte der Teilung der Arbeit. Und die Geschichte der Götter. Sogar in der klassischen griechischen Demokratie.

    Die ging unter in der Herrschaft der Tyrannen. Und die Tyrannen gingen unter wegen ihrer Tyrannei. Der König ist tot, es lebe der König.

    Und wieder wurden die Kaiser nackt und ihre Vasallen lobten den Glanz der nicht vorhandenen Kleider.

    Wenn das arbeitende Volk in seiner tiefsten Seele schon immer wusste, was die Herrschenden vergessen machen wollen, dass diese unnütz werden, sobald sie Macht erlangen, warum suchen wir nicht nach den Wegen, die schon lange gesucht wurden, denen der Emanzipation und Selbstverwaltung der schaffenden Bürger?

    Erst, wenn die Folgen der alten Arbeitsteilung überwindbar werden, können wir eine neue Kulturstufe uns selbst erarbeiten, die zumindest die Dummheit in solchen Grenzen halten kann, dass diese nicht zum hyperschnellen Weg in den Untergang führt.

    Kinderbücher erscheinen plötzlich im Neuen Licht, denn ihre Autoren waren in früheren Epochen aufmerksame Beobachter ihrer Zeit und keine, die eine Kulturrevolution von oben den Menschen aufzwingen wollten.

    Wahrlich, ich bin froh kein Riese zu sein, ich würde sonst Habeck und all dieses Ungeziefer zertreten wollen.

    Sie kämen aber wie die Ratten aus neuen Löchern, solange wir die Ursachen des Übels nicht an der Wurzel packen und aus dem Boden reißen.

    Und dann müsste ich mich wieder den Zwergen unterwerfen und ihre Paläste mit Urin vom Feuer befreien und wäre wieder Verfolgter von Zwergengehirnen.

    Ein Alter ego von Jonathan Swift

    Made in Bavaria

    Gibt es jemand, der eine KI auffordern kann, den Text zu analysieren, ein Excerpt oder ein Replik oder auch eine Gegenrede zu erstellen?

    Sie können auch die Ideen eines Wahnsinnigen aufgreifen.

    https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20240913IPR23903/draghi-europa-hat-die-wahl-zwischen-austritten-und-lahmung-oder-integration

    Erst der Austritt Deutschlands kann Deutschlands Souveränität und Zeitenwende bewirken.
    Wir hatten eine leistungsfähige Industrie, die ans Ausland verschachert worden ist, den Niedergang haben wir dem Vasallentum zu verdanken.

    Natürlich sind Investitionen wichtig, auch in die digitale Revolution aber mit der gesellschaftlichen Superintelligenz freier Bürger und nicht als digtale Kopie in einem Matrix-Speicher und anonymer Fernsteuerung.

    Klima-Religion hat uns auf einen falschen Pfad geführt und Draghi will den Wahnsinn fortsetzen.

    Wer also Lösungen hat, dann sollten diese öffentlich zur Diskussion gestellt werden.

    https://www.anderweltonline.com/satire/ideen-zum-tiefen-staat/

    Man könnte in Anlehnung an Brechts Worte über die Bedeutung der Gründung einer Bank die Frage stellen, wie gründen die Bürger ihre eigene Bank, wie machen diese ihr Geld als ihr Eigentum auch ohne Gold wertstabil und wie machen wir das ohne eine Börse, das sind doch die Fragen von Sein oder Nichtsein im 3. Jahrtausend.

    Oder gibt es eine menschliche Intelligenz, die darauf antworten kann?

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