
Nein, der folgende Beitrag ist keine Satire, genau so läuft es inzwischen ab. Es beginnt alles beim Chef: Die Firma sucht einen neuen Angestellten; weil der Chef aber keine Zeit und keine Lust hat, schreibt er den Text für das Stellenangebot nicht selbst. Er füttert seine KI mit drei schnellen Wörtern. Die KI baut daraus einen ganz tollen Text. Der strotzt nur so von viel heißer Luft, von großer Leistung und toller Zukunft. Es ist eine Lüge aus dem Computer. Eine Maschine tut so, als wäre die Firma der beste Arbeitsplatz der Welt. Dieses Inserat wird veröffentlicht.
Auf der anderen Seite sitzt der Jobsucher: Er sieht das Stellenangebot im Internet. Statt das alles mühsam zu lesen, scannt er die Anzeige, gibt diese in die KI ein und gibt den Befehl: Schreibe eine noch tollere Bewerbung. Seine künstliche Intelligenz liest den Text ein. Sie sucht nach den wichtigsten Wörtern. Dann schreibt das Programm ganz von alleine die Bewerbung. Dieser Brief glänzt vor Begeisterung. Da steht dann, wie sehr sich der Mann genau auf diese Arbeit freut. Der Bewerber schickt den Brief ab. Er hat selbst kein einziges Wort selbst formuliert.
Das schöne Bild ist weg
Nun landen hunderte solcher Bewerbungen beim Chef. Der hat natürlich erst recht keine Zeit für diesen Berg aus Papier. Also nutzt er wieder eine KI, diese soll nun die Bewerber sortieren. Die KI des Chefs liest nun die Briefe, welche die KI des Bewerbers geschrieben hat. Weil die eine Maschine genau weiß, was die andere Maschine hören will, gibt das System sofort grünes Licht. Es zeigt eine perfekte Note an.
Es ist, als würden beide Seiten vor dem Treffen zu einem Maskenbildner gehen: Sie schminken sich ein perfektes, schönes Gesicht auf. Doch im echten Alltag kommt schnell der große Regen. Die ganze falsche Schminke läuft von den Wangen. Das schöne Bild ist weg. Beide stehen plötzlich im Unterhemd da und starren sich fassungslos an. Sie merken, dass alles nur Show war.
Wie ein schlechter Scherz
Das dicke Ende kommt aber erst beim Kunden: Der neu eingestellte Mitarbeiter hat in Wahrheit natürlich keine Ahnung von der Arbeit; sein ganzes Wissen wurde ja nur auf Grundlage entsprechender Prompts von der KI erfunden. Wenn er im Laden dann auf einen realen Kunden aus Fleisch und Blut trifft, wird dieser sofort merken, dass der Mitarbeiter nichts kann.
Die Folge: Er wird stinksauer und die Firma im Internet schlecht bewerten. Weil der Kunde aber faul ist, lässt er die Wut-Bewertung von einer KI schreiben. Und der Chef der Firma beauftragt wiederum eine KI-Agentur, die schlechte Bewertung zu löschen. Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist im wirtschaftlichen Alltag längst die Realität.
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9 Kommentare
Da fehlt noch was: Die Firma jammert öffentlich herum, dass sie keine Mitarbeiter findet, weil angeblich „der Markt leergefegt“ ist.
Für Bewerber mein Vorschlag zu einem Anschreiben an einen potenziellen AG:
Für ein Jahresgehalt > 120k EUR bin ich gerne bereit, mein Wissen, Können und berufliche Erfahrung in ihr Unternehmen als „XY“ einzubringen.
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Roboter sucht Roboteuse für ein gemeinsames Gläschen Maschinenöl!
😜
Alle Dinge haben zwei Seiten:
Feuer kann nutzen und zerstören
Räder machen Transporte leichter, man kann aber auch Überfahren werden.
Messer sind nützliche Werkzeuge aber auch zum Morden gut geeignet.
Nuklearkraft kann preiswert Hitze und damit Strom erzeugen, aber auch – wie in israelischer Hand – eine Region bedrohen.
Die Liste kann endlos fortgesetzt werden.
KI spart manchmal etwas Zeit für eigene Suchvorgänge, man muss sich aber immer fragen, was mit den Antworten wirklich beabsichtigt ist und welche Gesichtspunkte unterschlagen und falsch dargestellt werden!
Alle Dinge haben zwei Seiten:
Feuer kann nutzen und zerstören
Räder machen Transporte leichter, man kann aber auch Überfahren werden.
Messer sind nützliche Werkzeuge aber auch zum Morden gut geeignet.
Nuklearkraft kann preiswert Hitze und damit Strom erzeugen, aber auch – wie in israelischer Hand – eine Region bedrohen.
Die Liste kann endlos fortgesetzt werden.
KI spart manchmal etwas Zeit für eigene Suchvorgänge, man muss sich aber immer fragen, was mit den Antworten wirklich beabsichtigt ist und welche Gesichtspunkte unterschlagen und falsch dargestellt werden!
Es hängt vom Menschen ab, wie er Werkzeuge nutzt.
@ist im wirtschaftlichen Alltag längst die Realität.
und wir beginnen die Geschichte dann mit : es war einmal ein Berater …
Da gibt es ja immer noch das Bewerbungsgespräch, wenn dabei keine anspruchsvollen Testfragen gestellt werden, selber schuld. Außerdem werden es die Kollegen und Vorgesetzten in der Probezeit merken, dass der Neuling nix kann, Tschüss. Zur KI, ich find es gut, dass alle sie fleißig nutzen, sich dabei immer mehr davon abhängig machen und dabei ebenso unweigerlich wie für sie selbst unmerklich verblöden. Das macht es mir dann umso leichter, denen meinen Willen aufzuprägen.
Da soll es tatsächlich Firmen geben, die lassen Probe-arbeiten..
dann kommt der große Knall