
Gegner entwaffnen statt beschimpfen: Mit menschlicher Größe, sympathischer Gelassenheit und Dialogbereitschaft erreicht Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund selbst Anti-AfD-Demonstranten. Es sind oft die kleinen Szenen am Rande politischer Veranstaltungen, die mehr über einen Politiker verraten als jede vorbereitete Rede. Ein kurzer Videomitschnitt, der derzeit in den sozialen Netzwerken kursiert,, zeigt Siegmund nun im Gespräch mit einer Gruppe von Anti-AfD-Demonstranten. Bemerkenswert ist dabei weniger der politische Schlagabtausch als die Dynamik, die sich innerhalb weniger Minuten entwickelt.
Zu Beginn scheint die Situation von der üblichen Konfrontation geprägt zu sein. Auf der einen Seite politische Gegner, auf der anderen ein führender AfD-Politiker. Man erwartet gegenseitige Vorwürfe, lautstarke Parolen und ein schnelles Ende des Gesprächs. Doch genau das geschieht nicht. Statt Distanz aufzubauen oder die Demonstranten mit scharfen Gegenangriffen zu überziehen, sucht Siegmund auf sehr sympathische Weise das direkte Gespräch. Er bleibt ruhig, hört zu und begegnet seinen Gesprächspartnern mit einer Gelassenheit, die im heutigen Politikbetrieb selten geworden ist. Gerade diese Ruhe verändert die Atmosphäre spürbar.
Er kann es einfach
Besonders aufschlussreich ist der Moment, in dem aus der zunächst aggressiven Stimmung persönliche Anerkennung wird. Am Ende fällt jener Satz, der inzwischen fast sprichwörtlich für viele Begegnungen zwischen AfD-Politikern und ihren Kritikern geworden ist: „Gegen Sie persönlich habe ich ja nichts.“ Der Spruch wirkt auf den ersten Blick banal; tatsächlich offenbart er jedoch ein interessantes Phänomen: Er zeigt, dass zwischen dem mainstreammedial geprägten Bild eines Politikers und der persönlichen Begegnung manchmal ein erheblicher Unterschied besteht. Wer dem politischen Gegner unmittelbar gegenübersteht, erlebt häufig einen Menschen statt eines Feindbildes – oder umgekehrt.
Genau darin scheint inzwischen eine besondere Stärke Ulrich Siegmunds zu liegen. Er versucht offenbar nicht mehr in erster Linie, politische Gegner inhaltlich zu besiegen; stattdessen nimmt er ihnen die emotionale Grundlage ihrer Ablehnung. Wo Wut erwartet wird, begegnet ihnen Ruhe. Wo Eskalation naheliegt, entsteht ein Gespräch. Und wo man einen aggressiven Schlagabtausch vermutet, endet die Begegnung mit einem Handschlag oder zumindest mit gegenseitigem Respekt. In Zeiten immer größerer Polarisierung eine Tugend, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann – und die zeigt: Siegmund kann Ministerpräsident für alle!
Ganz anders als Merz & Co.
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass die politischen Unterschiede verschwinden. Niemand wird durch wenige Minuten Gespräch seine Überzeugungen vollständig ändern. Aber er beginnt vielleicht nachzudenken und die Kampagnen und Hetze der gleichgeschalteten Staatsmedien zu hinterfragen. Politische Kommunikation besteht eben nicht nur aus Programmen und Argumenten; sie lebt – das muss derzeit Merz in umgekehrter Weise schmerzlich erfahren – auch von Vertrauen, Glaubwürdigkeit und persönlicher Ausstrahlung. Gerade darin unterscheidet sich Siegmunds Auftreten von dem vieler Altparteien-Berufspolitiker. Während politische Debatten häufig in moralischen Verurteilungen oder gegenseitigen Beschimpfungen enden, setzt er sichtbar auf den persönlichen Kontakt. Er begegnet seinen Kritikern nicht als Gegner, die es zu demütigen gilt, sondern als Menschen, mit denen ein Gespräch überhaupt erst möglich sein muss.
Auch das erklärt Ulrich Siegmunds wachsende Popularität weit über die eigene Anhängerschaft hinaus. Wer Menschen mit Respekt begegnet, schafft oft mehr Überzeugungsarbeit als durch die brillanteste Rede, die Siegmund freilich zudem beherrscht. Persönliche Begegnungen können Vorurteile schneller abbauen als monatelange Kampagnen in sozialen Netzwerken. Der kurze Videoclip liefert dafür ein bemerkenswertes Beispiel. Er zeigt, dass politische Auseinandersetzung nicht zwangsläufig in Feindseligkeit enden muss. Im Gegenteil: Manchmal genügt ein ruhiges Gespräch, um aus einer aufgeheizten Konfrontation einen Moment gegenseitigen Respekts entstehen zu lassen. Gerade in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung ist das vielleicht die Botschaft, die dieses Video so besonders macht.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf “Philosophia Perennis”.
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7 Kommentare
Wenn ich mir die „linken Gegendemonstranten“ auf dem Titelbild anschaue, weiß ich genau, daß die unbedingt notwendig sind, damit wir glücklich werden können.
😂 😂🤣🤣🥳
😜
Super,genau so isses……jetzt müßten die “ Gegner “ davon halt mal was abgucken…..
Genau aus diesen Gründen hassen die Altparteien die AfD so sehr. Sie wissen, dass sie der Konkurrenz bei der AfD nicht das Wasser reichen können. Nichts fürchten und hassen Minderleister mehr als gute Leute beim Wettbewerb. Es gibt einfach zu viele Politiker bei der AfD, die Fachwissen und praktische Erfahrung mitbringen und daher auch wissen, wovon sie reden. Das stellt die Politiker der Altparteien auch immer wieder bloß.
Dem Charme dieses Mannes kann sich offenbar kein noch so entschiedener Gegner im direkten Kontakt entziehen.
Mit seiner unbeeindruckbaren Frohnatur brachte er kürzlich selbst eine Lanz-Sendung völlig aus dem Konzept. Besser geht´s nicht!
wird er an der windkraft thematik kratzen um die sich auch ansage, wie viele weitere „freie“ medien, seit jahren drückt, als ob sie dafür bezahlt würden?
die land und menschen seit über 20 jahren und mit zunehmender gewalt schädigt und tötet?
frage für eine freund, der grad eine kombucha an die wand schmeisst
Bitte zieht euch das Hitlied von Uli Siegmunds Wahlkampfauftakt rein…
u.a. auf AFD TV
Anhaltlied Du schönes Land das mich geboren
(new wave edit)
Zum Wahlkampf in Sachsen-Anhalt
Live aus Magdeburg großer Wahlkampfauftakt mit Alice Weidel Ulrich Siegmund