
Es ist ein vertrautes Schauspiel – und diesmal könnte es das letzte sein. Während US-amerikanische und israelische Bomben auf Teheran fallen und die Mullahs um ihr politisches Überleben kämpfen, schickt die CIA wieder einmal kurdische Kämpfer in den Sturm. Laut übereinstimmenden Berichten von CNN, Reuters und der New York Times versorgt der US-Geheimdienst iranisch-kurdische Milizen entlang der irakisch-iranischen Grenze mit Waffen, um einen Aufstand in Irans Nordwesten zu befeuern. Die Botschaft aus Washington klingt dabei vertraut, fast eingeübt: “Ihr seid wichtig! Ihr seid unverzichtbar! Wir brauchen euch!” Nur: Die Kurden haben diesen Satz schon einmal gehört. Mehrmals. Und sie kennen inzwischen auch den Satz, der danach kommt – den, den Washington nie ausspricht, aber immer meint: „…bis wir euch nicht mehr brauchen.“ Wer glaubt, dass dieses CIA-Programm zufällig an die Presse gelangte, versteht nicht, wie das Spiel gespielt wird. Und wer es als harmlosen Geheimdienstfehler abtut, unterschätzt, mit welcher Kaltblütigkeit hier Kurs gesetzt wird.
Der Leak ist kein Versehen. Er ist die eigentliche Operation Wenn ein Geheimdienst etwas durchsticht, das er unter normalen Umständen um jeden Preis geheim halten würde, dann lohnt sich eine simple Frage: Wem nützt es – und wann? Ich bin nach allem, was ich über diese Region weiß und in den letzten Jahren beobachtet habe, überzeugt: Diese Enthüllung ist keine Panne. Sie ist kalkuliert. Und sie verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig. Das erste Ziel ist Iran. Die Botschaft nach Teheran ist unmissverständlich: Kommt an den Verhandlungstisch – oder wir destabilisieren euren ethnisch-kurdischen Nordwesten von innen. Eine glaubwürdige Drohung ist bei Verhandlungen oft nützlicher als ein tatsächlicher Angriff. Man muss die Waffe nicht abfeuern, man muss sie nur sichtbar auf den Tisch legen. Der Leak ersetzt die Operation. Er ist Druck ohne Kosten – zumindest für Washington.
Öffentlicher Zugzwang
Das zweite Ziel sind die Kurden selbst. Indem der Leak die kurdische Beteiligung als bereits laufendes Programm darstellt, entsteht öffentlicher Zugzwang auf jene Fraktionen, die noch zögern oder intern diskutieren. Wer jetzt nicht mitmacht, riskiert, als Blockierer eines amerikanischen Projekts dazustehen – politisch isoliert, intern gespalten, von Washington als unzuverlässig abgestempelt. Das ist keine Einladung zur Partnerschaft. Das ist Nötigung durch Publicity. Washington drängt seine eigenen Verbündeten über die Presse, weil ein offizieller diplomatischer Kanal Rechenschaftspflicht bedeuten würde. Und Rechenschaftspflicht gegenüber kurdischen Partnern hat Washington seit Jahren, nein: seit Jahrzehnten, systematisch verweigert.
Das dritte Ziel ist die Türkei. Ein öffentlich bekanntes kurdisches Mobilisierungsprogramm entlang der türkischen Süd- und Ostflanke zwingt Ankara in eine strategische Zwickmühle: NATO-Solidarität auf der einen Seite, die eigene tiefverwurzelte Sicherheitsdoktrin auf der anderen. Für die Türkei ist die Entstehung eines weiteren kurdischen Machtgebildes an ihren Grenzen der schlimmste aller Albträume – und das weiß Washington genau. Auch dieser Druck auf Ankara ist kein Zufall. Er ist einkalkuliert.
Das Ergebnis dieser dreischichtigen Strategie: Die Kurden werden zum Spielball mehrerer konkurrierender Agenden – ohne dass eine davon die ihre ist.
“Mein größter Fehler war es, den USA zu vertrauen”
1975 ließ Kissinger die irakischen Kurden fallen, als der Schah und Saddam Hussein im Algier-Abkommen Frieden schlossen. Über Nacht versiegte die amerikanische Unterstützung. Die kurdische Bewegung brach zusammen. Hunderttausende wurden vertrieben. Mustafa Barzani, der legendäre Peshmerga-Führer und Vater des heutigen KDP-Chefs Masud Barzani, sagte damals mit einer Bitterkeit, die seither nichts von ihrer Schärfe verloren hat: „Mein größter Fehler war es, den USA zu vertrauen.“
1991 rief Washington die Kurden und Schiiten im Irak zum Aufstand gegen Saddam Hussein auf. Die Antwort war heroisch – und das Ergebnis katastrophal. Die USA schauten zu, wie Saddam die Aufständischen mit Hubschraubern und Artillerie niederwalzte. Washington hatte seine taktischen Ziele erreicht. Die Kurden nicht.
2017 hielt Kurdistan sein Unabhängigkeitsreferendum ab. Fast 93 Prozent stimmten in einer nach westlichen Standards abgehaltenen Wahl für die Eigenstaatlichkeit. Ich war als offizieller Wahlbeobachter vor Ort. Es war einer der bewegendsten politischen Momente in der Geschichte dieses Volkes. Washington sabotierte ihn stillschweigend. Kirkuk, das Herzstück der kurdischen Hoffnungen, fiel zurück an Bagdad. Die Briten sicherten sich die Ölfelder. Die Kurden bekamen die Rechnung. 2019 genügte ein Telefonat zwischen Trump und Erdoğan, um die SDF – jene Kraft, die das territoriale Kalifat des Islamischen Staates auf Kosten zehntausender eigener Kämpferinnen und Kämpfer zerstört hatte – über Nacht dem türkischen Militär auszuliefern. Amerikanische Truppen zogen sich von den Grenzpositionen zurück. Kein Wort der Entschuldigung. Keine Erklärung. Eine Entscheidung, getroffen in einem Telefonat, vollzogen ohne Rücksprache.
Ohnmacht ist keine Zustimmung
Und dann die letzten Monate: Ich habe in Rojava – Kurdistan-Syrien – gesehen, was passiert, wenn Amerika die Augen schließt. Als US-Truppen sich aus strategischen Stützpunkten in Nordostsyrien zurückzogen und Washington einen Deal mit Damaskus fädelte, der die SDF faktisch zur Selbstauflösung zwang, war das keine Überraschung. Es war die Fortsetzung eines Musters. Und als das neue Regime in Damaskus eine Offensive gegen kurdische Gebiete startete, herrschte aus Washington wieder diese vertraute Stille. In Aleppo wurden Kurdinnen und Kurden abgeschlachtet. Amerika schwieg. Das war kein Missverständnis. Das war Politik. Dass die kurdische Regionalregierung in Erbil trotzdem mitmacht, dass sie sich in dieses neue CIA-Programm einspannen lässt, ist für manche vielleicht überraschend. Für mich ist es das Bild von Ohnmacht. „Es ist sehr gefährlich, aber was können wir tun? Wir können Amerika nicht widersprechen„, sagte ein hochrangiger KRG-Offizieller gegenüber CNN. Das ist kein Einverständnis. Das ist nicht Begeisterung. Das ist die Sprache eines kleinen Akteurs, dem man ein Messer an die Kehle hält und der trotzdem freundlich lächelt, weil er keine Wahl hat.
Die Kurden im Iran sollen also die Drecksarbeit erledigen. Sie sollen iranische Sicherheitskräfte in den Grenzgebirgen binden, Ressourcen strecken, vielleicht einen Korridor schaffen. Und was dann? Gibt es schriftliche Garantien für eine Autonomieregion? Einen Vertrag, den man vor Gericht einklagen könnte? Eine internationale Absicherung, die Bestand hat, wenn die Mullahs weg sind und ein neues Teheran die alten Nationalismen wiederbelebt? Die Antwort kennen wir. Es gibt mündliche Zusagen. Andeutungen in Hinterzimmern. Hoffnungen, an die sich niemand mehr erinnern kann, wenn der strategische Moment vorbei ist. Das Muster wiederholt sich mit einer Regelmäßigkeit, die jeden Vorwurf der Verschwörungstheorie entkräftet: Es ist schlicht die nachgewiesene Praxis amerikanischer Kurdenpolitik.
Washington und Israel spielen verschiedene Spiele – und Riad mischt mit
Was die Lage noch komplizierter macht und was in der öffentlichen Debatte kaum thematisiert wird: Washington, Israel und Saudi-Arabien verfolgen durch dieselben kurdischen Netzwerke und durch denselben Krieg völlig unterschiedliche Endziele. Und nicht alle davon werden vor laufenden Kameras ausgesprochen. Die USA wollen keinen zusammengebrochenen Iran. Sie wollen einen geschwächten Iran – einen, der unter Druck an den Verhandlungstisch kommt, ein Nuklearabkommen unterschreibt, seine regionalen Proxys zurückpfeift und im Gegenzug eine geordnete Reintegration in die Weltwirtschaft erhält. Ein kontrollierter, begrenzter Regime-Druck dient diesem Ziel. Ein echter Zusammenbruch nicht – zumindest nicht in der ursprünglichen Washingtoner Kalkulation.
Israel denkt anders. Für Jerusalem ist die Islamische Republik eine existenzielle Bedrohung, keine verhandelbare Größe. Israelische Strategen haben jahrzehntelang über ein post-islamistisches Iran nachgedacht, das an alte, vorrevolutionäre Beziehungen anknüpfen könnte. Israelische Unterstützung für iranische Oppositionsbewegungen, einschließlich kurdischer Gruppen, ist keine Neuigkeit – sie reicht weit vor die aktuelle Krise zurück. Und dann ist da noch Riad. Abseits der Kameras, in den langen Gesprächen zwischen dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und der Trump-Administration, dürfte ein Thema dominieren: die endgültige Beseitigung des Mullah-Regimes. Denn Saudi-Arabien zahlt seit Jahren einen blutigen Preis für die iranische Expansionspolitik. Der Jemen-Krieg ist kein regionaler Konflikt – er ist ein von Teheran gesteuerter Stellvertreterkrieg gegen Riad, geführt durch die Huthis, finanziert und bewaffnet durch die Islamische Republik. Die Huthi-Drohnen und -Raketen auf saudischem Territorium tragen iranische Handschrift. Für Mohammed bin Salman al Saud, genannt MBS, ist das keine abstrakte Bedrohung; es ist eine existenzielle.
Springt diesmal endlich ein echter eigener Kurdenstaat heraus?
Hinzu kommt: Für den Kronprinzen wäre ein Iran ohne Mullah-Regime strategisch weit leichter zu händeln. Ein post-islamistischer Iran, der mit einer neuen Führung um regionale Einflusszonen verhandelt, ist kalkulierbar. Das heutige Regime mit seinem ideologischen Sendungsbewusstsein und seinem Netzwerk aus Hisbollah, Huthis und irakischen Milizen, wie al-Haschd asch-Schaʿbī, ist es nicht. Saudi-Arabien wird daher hinter den Kulissen erheblichen Druck auf Washington ausüben – auf Trump, der enge wirtschaftliche und persönliche Bande nach Riad pflegt – um nicht bei einem Verhandlungsdeal mit Teheran zu landen, sondern bei einem Regimewechsel. Wenn also Washington verhandeln will, Israel transformieren will und Saudi-Arabien beseitigen will, dann laufen drei Verbündete parallele, sich teils ausschließende Operationen durch dieselben Netzwerke. Die Kurden navigieren dann nicht mehr zwischen Freund und Feind. Sie navigieren zwischen drei Mächten, von denen jede ihre eigene Vorstellung vom „Tag danach“ hat – und bei keiner davon stehen die Kurden oben auf der Prioritätenliste.
Um eine vollständige Beseitigung des Regimes und seines Machtapparats wird man dabei wohl nicht herumkommen – zu tief sind die Strukturen des IRGC in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verankert, als dass ein bloßer Führungswechsel reichen würde. Ob nach diesem Zusammenbruch für die Kurden eine echte Autonomie herausspringt – oder gar ein eigener Staat im iranisch-kurdischen Nordwesten – dürfte die spannendste geopolitische Frage der kommenden Jahre werden. Die Antwort hängt davon ab, wer beim Neuschreiben der iranischen Nachkriegsordnung am Tisch sitzt. Und bisher saßen die Kurden bei solchen Tischen immer nur so lange, wie man sie brauchte, um die Einladungen zu verteilen.
Was die Kurden wirklich brauchen
Masud Barzani wurde 1946 in Mahabad geboren – der kurzlebigen Republik Kurdistan im heutigen Iran. Eine Stadt, in der er heute nicht ohne Lebensgefahr auftreten kann. Es ist das Sinnbild für ein tiefes, historisches Unrecht: Ein Volk von schätzungsweise 50 Millionen Menschen, aufgeteilt auf vier Staaten nach dem Ersten Weltkrieg, deren Nationalismus sich jeweils auf Kosten der Kurden definiert hat und bis heute definiert. Irgendwann will auch Masud Barzani ohne Angst seine Geburtsstadt besuchen. Das ist kein großer politischer Anspruch. Es ist das Mindeste, was einem Menschen zustehen sollte. Dieses Unrecht löst sich nicht durch einen CIA-Geheimdienstplan, der in drei Jahren vergessen ist. Nicht durch eine Operation, die primär konzipiert wurde, um Druck auf Teheran zu erzeugen – und bei der die Kurden selbst das Druckmittel sind. Nicht durch mündliche Zusagen zwischen Geheimdienstlern, die keine Vollmacht haben und keine Konsequenz fürchten müssen.
Was es braucht, hat sich seit Mustafa Barzanis bitterem Urteil von 1975 nicht verändert: rechtsverbindliche, international garantierte Vereinbarungen. Verträge – keine Absprachen in Hotelzimmern. Abkommen, die von mehreren Staaten mitgetragen werden, einschließlich der Türkei, des Irak und perspektivisch eines zukünftigen Iran. Ein regionales Sicherheitsrahmenwerk, das kurdische Autonomie nicht als temporäres taktisches Instrument begreift, sondern als dauerhaften Stabilitätsfaktor in einer chronisch instabilen Region. Das klingt utopisch. Ich glaube, es ist es nicht. Was tatsächlich utopisch ist, ist die Vorstellung, dass ein Volk immer wieder als Werkzeug eingesetzt werden kann, ohne dass irgendwann die Bereitschaft erlischt, dieses Spiel mitzuspielen – und ohne, dass irgendwann die Welt zur Kenntnis nimmt, was hier systematisch geschieht. Die Kurden können helfen, Teile Irans zu befreien.
Es braucht Konsequenzen für den Fall des Verrats
Das mag militärisch stimmen. Aber solange sie selbst nicht frei sind – solange sie zwischen Bagdad, Ankara, Damaskus und Teheran zerrieben werden, während Washington ihnen auf die Schulter klopft und wenige Monate später den Rücken zudreht – bleibt jeder Einsatz wertlos. Jeder Sieg ohne Fundament ist nur der Beginn der nächsten Niederlage. Vertrauen reicht nicht mehr. Die Zeit dafür ist vorbei. Es braucht Verträge. Es braucht Zeugen. Es braucht Konsequenzen für den Fall des Verrats. Und es braucht eine internationale Gemeinschaft – gerade auch Europa –, die aufhört, die Kurdenfrage als regionales Randproblem zu behandeln, und sie als das anerkennt, was sie ist: eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit.
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Der obige Beitrag stammt von dem Nahost- und Kurdistan-Experten, Journalisten und Blogger Tobias Huch und wurde von ihm auf X veröffentlich. Der Autor hat 2019 das Buch „Kurdistan – Wie ein unterdrücktes Volk den Mittleren Osten stabilisiert“ im riva-Verlag veröffentlicht, das inzwischen als Standardwerk der jüngeren Geschichte Kurdistans gilt. Huch ist berichtet regelmäßig vor Ort aus Krisengebieten im Nahen Osten – Kurdistan, Syrien, Irak, Israel – und betreibt auch einen reichweitenstarken Youtube-Kanal.
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10 Kommentare
Müssen wir uns in Deutschland um die Probleme der ganzen Welt kümmern?
Haben wir nicht eigene Probleme genug?
Welches Land der Welt kümmert sich um unsere Probleme?
Mich kotzt das alles nur noch an.
Gute Nacht!
😜
@Wird Washington die Kurden wieder opfern?
wäre nicht das erste Mal – schon erstaunlich, wie blöde die sind, das immer wieder zu versuchen – alles Blondinen !
Oder – na ja – aus Afghanistan haben sie erzählt, das die CIA den Scheichs ein paar Viagra-Pillen verehrt haben, um sie auf ihre Seite zu ziehen ! Soll zeitweilig funktioniert haben !
Solange es dem kleinen Drecksland, dem gefährlichsten Verbrecherstaat nützt, selbstverständlich.
Vieleicht hilfreich, habe es noch nicht gesehen.
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Wie der Krieg im Mittleren Osten die Weltordnung verändert
ARTE Journal Sondersendung
Eine Woche nach Beginn des israelisch-amerikanischen Angriffs auf den Iran geht ARTE Journal der Frage nach, wie die Iraner mit dem Konflikt umgehen – mit Bildern, die in den letzten Tagen in Teheran gedreht wurden.
Diese Sondersendung bietet auch die Gelegenheit, die Folgen der Regionalisierung des Konflikts zu analysieren und zu verstehen, wie sich die Weltordnung dadurch verändern könnte. (Text ARTE)
https://www.arte.tv/de/videos/129044-019-A/wie-der-krieg-im-mittleren-osten-die-weltordnung-veraendert/
Kurdenführer: „Mein größter Fehler war es, den USA zu vertrauen.“
Was hat er denn gedacht, was die USA ihm versprochen haben? Einen Kurdenstaat? Das können die USA gar nicht, dazu reicht auch deren Macht bei weitem nicht aus.
Auch die UNO wird nichts in Richtung „Kurdenstaat“ unternehmen. Zwar spricht sie im Artikel 1 der UN-Charta von der „Selbstbestimmung der Völker“, aber wohl nur, weil es so schön klingt. In Artikel 2, Punkt 7. wird klargestellt, dass die UN nicht in die inneren Angelegenheiten der einzelnen Staaten eingreifen wird.
Und ein Kurdenstaat wäre eine je innere Angelegenheit von Syrien, dem Irak, dem Iran und der Türkei. Die UNO wird hier ebensowenig was machen wie die USA dies wollen und können.
– Wenn die Kurden denken, die USA würden gegen Irak, Iran, Syrien und Türkei kämpfen, ist das absurd.
– Wenn die Kurden denken der Iran, der Irak, Syrien und die Türkei würden sich zusammensetzen und einen Kurdenstaat aus Teilen ihres Staatsgebiets bilden, ist das absurd.
– Wenn die Kurden sich irgendwas von der UN versprechen, ist das absurd.
Die Kurden sollten mal die politischen Realitäten ohne Ressentiments ins Auge fassen und anerkennen. Die Kurden sind ja nicht die Einzigen, die unter der exorbitanten Dummheit der Siegermächte des 1. Weltkrieges zu leiden hatten und haben. Bei den völlig überzogenen Reparationszahlungen der Deutschen und die Abtrennung eines Teils vom Deutschen Reich hätte sogar Idioten deutlich werden müssen, dass das nicht gutgehen wird. Ein ähnliches Schicksal wie den Kurden ist auch den Ungarn widerfahren. Das Volk der Ungarn wurde aufgeteilt auf ein Rest-Ungarn (hier haben sie es besser als die Kurden, denen dies nur kurzzeitig vergönnt war), auf die südliche Ukraine, auf die südliche Slowakei und auf das nördliche Rumänien. Auch hier besteht keinerlei Chance, das ungarische Volk wieder in einem gemeinsamen Staatsgebiet zu vereinen, und das, obwohl Ungarn, die Slowakei und Rumänien zur EU gehören.
Die UNO ist nicht ins Leben gerufen worden, um die Fehler der Weltkrieg-I-Siegermächte zu korrigieren, sie hat sie im Gegenteil eher zementiert. Die UNO hatte eher sowas wie eine Aufsichtsfunktion für die Entkolonisierung und spätestens mit der Kubakrise hatte sie auch eine Vermittlerposition im Kalten Krieg, zumindest stellte sie hier eine Kommunikationsplattform zur Verfügung. Entkolonisierung und Kalter Krieg, beides ist Vergangenheit. Daher kann auch die UNO liquidiert werden. Schon um Platz für was Neues zu schaffen.
Denn auch zur gefährlichsten Krise der Gegenwart, dem Ukraine-Krieg, hat die UNO rein gar nichts zur Beilegung beigetragen. Das allein ist schon eine Bankrotterklärung. Und eine Organisation, die ohne Gegenstimme ein islamisches Land in den Vorsitz der hauseigenen Frauenrechtskommission wählt, brauche ich nicht. (So einen Vorschlag hätte man vor 50 Jahren allenfalls von Monty Python gehört.)
PS zur UN: Am 1. März 2022 tagten in Genf von der UN der Menschenrechtsrat und die Abrüstungskonferenz. Der russische Außenminister Lawrow sprach dort per Videoeinspielung und stellte die russischen Gründe dar für die kriegerische Aktion der Russen in der Ukraine. Jetzt kommt’s: Mehr als hundert UN-Diplomaten verließen demonstrativ den Raum, wollten nicht hören, was Lawrow sagt. Das muss man sich mal vorstellen: Da finanzieren die Menschen weltweit mit sehr viel Geld (vor allem die Bürger der westlichen Staaten) eine Organisation, um im Konfliktfall eine Kommunikationsplattform zu haben für unmittelbare diplomatische Aktionen der Beilegung dieses Konflikts, und die gehen einfach raus —- die gehen einfach! Die UNO muss weg; auch hier muss der Reset-Schalter gedrückt werden für einen Neustart von etwas Neuem, das den heutigen Anforderungen gewachsen ist.
Die Kurden lernen nichts dazu !!! Entweder USA/ISR verfüttern sie in Iran/Irak/Syrien – oder die Türkei macht es.
Die Türkei kann eine milit.-aufgerüstete Kurden nicht dulden. Die ganze Region mit ihren Stammesfürsten werden
ausgelöscht. USA/ISR wollen die totale Kontrolle über die Rohstoffe, wie in Venezuela = totaler Krieg gegen RU/China
Wie ich schon schrieb wird Kuba ausgehungert. Wenn China/RU u.a. überleben wollen – müssen sie jetzt handeln, auch
um Europa zu retten. Wie sagte Trump “ vdl eine gute Frau und Meloni eine schöne Frau – ich glaube die Bedeutung
dürfte jedem klar sein.
@Die Kurden lernen nichts dazu !
Das geht anderen aber genauso. Die Polen laufen ganz streng hinter faulen versprechen her – und sind dabei schon öfters hereingefallen, und auch die Deutschen – naja – von 1871 bis 1946 haben sie nichts gelernt – und in der fremdbestimmten Besatzungszone gibt es nichts zu lernen !
Interessant finde ich eher, wie sich die Araber ganz allgemein zurückhalten, sich für die Amerikaner vor den Zug zu werfen. Scheinbar haben die noch immer ihren eigenen Kopf und lassen sich nicht so ganz nach Belieben gegen ihre Interessen einsetzen. Ganz anders als die Europäer, die da alle von Gier und Neid gelenkt über jedes Stöckchen springen!
Beim Iran hat es mich damals beeindruckt, wie Ayatollah Khomeini damals auf amerikanische Waffen verzichtet hat trotz Irak-Krieg. Da hat die CIA geglaubt, sich mit den mit Drogengeldern bezahlten Waffen einschleimen zu können, und der hat ihnen was gehustet. Kein Wunder, das die Amerikaner auf die Iraner so einen Haß haben. Bin schon neugierig, ob und wann die Ayatollahs den großen Bösen der letzten 70 Jahre ablösen !
Das Völkerrecht taugt leider nichts, wenn es Terrorstaaten wie den Iran schützt und stützt. Das Völkerrecht ist nur eine Konstruktion für schwache und hilflose Staaten wie Deutschland, Österreich oder Belgien.
Neuer Aufreger:
Angriffe auf US-Truppen in Nahost: Russland liefert Iran offenbar Informationen – Weißes Haus spielt Bericht herunter
https://www.tagesspiegel.de/internationales/angriffe-auf-us-truppen-in-nahost-russland-liefert-iran-offenbar-geheimdienstinformationen-15325436.html
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-03/russland-iran-geheimdienst-infos-satellitenbilder-us-truppen
Tja und was ist mit den USA und NATO, die ja seit 2022 das Ukraine-Faschisten-Regime mit Geheimdienstifnormationen und Satellitendaten versorgen und der Ukraine dabei helfen RUssen zu töten? Ist das in Ordnung? Auch Elon Musk mit seinen Starlink liefert seit Jahren viele weichtigen Infos an die Ukraine.
Trump versprach ja vor mehr als einem Jahr die Hilfen für die Ukraine einzustellen.
Er hat dreist gelogen! Die USA helfen immer noch der Ukraine. DIe Ukraine wäre quasi und blind und ohne Gehirn, wenn die USA ihre Hilfe für die Ukraine einstellen würden. Darüber berichteten im letzten Jahren viele US-Medien.
Und die CIA ist auch schon seit vielen Jahren in der Ukraine aktiv. Die CIA hat dort sogar viele Basen.
In 12 CIA-Geheimbasen an der russischen Grenze steht das ukrainische „Nervenzentrum“
https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/unsichtbare-front-cia-errichtet-zwoelf-geheime-spionagebasen-in-der-ukraine-entlang-der-grenze-zu-russland_id_259713203.html
Die CIA hat laut Medienberichten in der Ukraine nahe der russischen Grenze mehrere Spionagebasen errichtet. Auch soll der US-Geheimdienst in unterirdischen Bunkern ukrainische Spione ausbilden.
Wie „The Telegraph“ berichtet, hat der US-Geheimdienst CIA in der Ukraine zwölf geheime Spionagebasen entlang der russischen Grenze aufgebaut, die als „Nervenzentrum“ der ukrainischen Militärs im Krieg agieren. Zudem wurde enthüllt, dass die US-Behörde über acht Jahre hinweg in unterirdischen Bunkern, die tief in den ukrainischen Wäldern verborgen sind, ukrainische Geheimdienstoffiziere ausgebildet und ausgerüstet hat.
Laut „New York Times“ soll die CIA diese Basen auch vollständig finanziert und zum Teil ausgestattet haben. Diese Basisstationen seien in der Lage, russische Spionagesatelliten aufzuspüren und die Kommunikation zwischen russischen Kommandeuren zu belauschen. Ihre Aufgabe besteht darin, Berichte an die CIA zu senden.
Ignoriert vom Mainstream: Die CIA leitet Sabotageakte in Russland an
https://report24.news/ignoriert-vom-mainstream-die-cia-leitet-sabotageakte-in-russland-an/
Und Trump weiß auch schon seit vielen Jahren darüber Bescheid. Dass die CIA den Ukrainern dabei hilft RUssen zu töten, damit scheint Trump auch überhaupt gar kein Problem zu haben…
Man könnte jetzt sagen, wer den USA vertraut, ist selber schuld. Aber die Kurden hatten nie eine Chance, sich als ethnische Minderheit in den undemokratischen Ländern des mittleren Ostens und der Türkei zu entwickeln. Der Weltpolizist USA versprach immer wieder einen geeinten kurdischen Staat und immer wieder wurden sie missbraucht.
Es wäre der größte und vermutlich finale Fehler, würden die Kurden sich gegen das Mullah-Regime instrumentalisieren lassen.