Wokoharam und Genderterror: Seid doch einfach mal bockig!

Immer schriller, immer bekoppter: Der regenbogenbunte Meinungsfuror (Symbolbild:Imago)

Die „Beleidigungsschwelle“ in der Regenbogen-Community und bei den Wokoharam ist mittlerweile so tief angesetzt, dass darunter nicht einmal mehr eine Ameise Limbo tanzen könnte – selbst wenn sie sich ganz tief duckt. Der neueste Coup wird gerade in den sozialen Medien verbreitet: „Menstruierende” (man bezeichnete sie bis vor kurzem noch als „Frauen”), sollen auf das Gebären von Nachwuchs verzichten. Trans-Frauen könnten sich sonst zurückgesetzt fühlen, weil ihnen dieses Glück versagt bleibt. Natürlich werden wir deshalb gern den Fortbestand der Menschheit aufs Spiel setzen, wir wollen schließlich niemanden kränken. In anderen Ländern der Welt würde man über ein solches Ansinnen in schallendes Lachen ausbrechen, aber in Deutschland wird das Thema durchaus ernst genommen – wir sind gerade dabei, die USA als Mekka der politischen Korrektheit links zu überholen.

In Flensburg musste sich jüngst ein Karikaturist für eine Zeichnung entschuldigen, welche eine bei der „Tafel“ anstehende Menschenmenge zeigt, während im Hintergrund die Regenbogen-Flagge zu sehen ist. Und das, wohlgemerkt, obwohl diese Menschenschlangen vor der Essensausgabe längst bittere Realität sind. Schon lange vor der Ukraine-Krise waren die „Tafeln“ gut besucht, vor allem zum Monatsende hin.

(Screenshot:Twitter)

Bei etwa 8 Prozent Inflation (tatsächlich sind es viel mehr), deren Folgen wir bei jedem Einkauf zu spüren bekommen, wird sich diese Situation eher noch verschlimmern. Ein knallhartes Problem, das vor allem Normal- und Geringverdiener trifft. Die Inflation fragt nicht danach, ob jemand gern lieber eine Frau sein, seinen Teddybären heiraten oder als divers anerkannt werden möchte, sie fragt auch nicht nach Hautfarbe oder Religion, sie reißt ganz gleichberechtigt allen ein Loch ins Portemonnaie.

Es gibt also nichts, wofür sich der Zeichner hier schämen müsste. Er hat lediglich darauf hingewiesen, dass im Rummel um Diversität oft das ganz Alltägliche unter die politischen Räder kommt. Ich weiß nicht, ob ich es gewagt hätte, an seiner Stelle eine saftige Entgegnung rauszuhauen – der Mann ist wahrscheinlich auf den Job angewiesen -, aber wenn mir der Kragen geplatzt wäre, hätte es wohl so geklungen: „Jetzt passt mal auf, ihr Luschen: Es gibt Leute in Deutschland, die haben echte Probleme, etwa weil am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist. Vielleicht wissen sie nicht, wie sie sich ihre Miete noch weiter leisten können, obwohl sie die ganze Woche dafür schuften. Also geht ins Nagelstudio und heult leise!”.

Werdet endlich erwachsen!

Das wird der Mann natürlich nicht tun, denn heute wird sich kaum noch eine Redaktion solidarisch mit ihm erklären – weil die Kollegen wahrscheinlich selbst Angst um ihre Arbeitsplätze haben, sollten aufgrund der Karikatur erste Boykott-Aufrufe gegen die Zeitung erscheinen. Dabei wäre es nötiger denn je, eine deutliche Ansage in Richtung der Gender-Ideologen zu machen: Werdet erwachsen und lernt, wie man debattiert! Denn es hat sich längst etabliert, den Gegner einfach durch Lautstärke zu überrollen. Dabei verhält es sich wie mit einem Kollegen, dem man ständig erlaubt, seine cholerischen Anfälle bei einem auszutoben. Irgendwann betrachtet er das als selbstverständlich, und es wird schwierig, jetzt noch Boden zurückzugewinnen. Genauso ist es mit diesen Aktivisten: Sie bekommen kaum Gegenwind – zumindest nicht von der Mehrheit – und müssen einfach nur ein paar lautstarke Freunde zusammentrommeln, um zu erreichen, was sie wollen. Mag die Kritik an ihnen noch so harmlos und berechtigt sein (in diesem Fall ging es nur darum, aufzuzeigen, dass die Not an anderer Stelle groß ist): Sie wird mit der Dampfwalze niedergemacht.

Wahrscheinlich können viele Bürger den Hype um die kunterbunte Gendertruppe nicht mehr nachvollziehen. Der gestandene Niederrheiner würde ihnen dringend raten, ihm mit dem „Driss“ nicht auf die Pelle zu rücken: „Macht, was ihr wollt, aber lasst mich in Ruhe damit! Leben und leben lassen!“ Aber je offenkundiger es wird, welcher unwissenschaftliche Unfug hinter der Ideologie von den unzähligen Geschlechtern steckt, desto rabiater wird diese verteidigt. Es geht längst nicht mehr um Akzeptanz, sondern um eine alleinseligmachende Wahrheit. Nachdem selbst die Religionen diesen Status eingebüßt haben (außer einer, die fast ebenso rabiates „Marketing” betreibt wie die Gender-Community), musste wohl etwas her, was diese Lücke füllt. Das hätte im Grunde jede totalitär geprägte Ideologie sein können. Aber diese hier ist deshalb so gefährlich, weil sie sich unter dem Deckmantel der Toleranz tarnt, aber in Wirklichkeit jeden „Andersgläubigen“ erbarmungslos zum Schweigen bringt. Dabei ist es doch so: Ich kann morgen zwar behaupten, die Schwerkraft gelte nicht für mich; das ändert jedoch nichts daran, dass sie dennoch existiert. Und solange es mir nicht gelingt zu schweben, werde ich wohl damit leben müssen, dass andere Menschen mir ins Gesicht sagen, dass ich Unfug rede.

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10 Kommentare

  1. Na ja, auch wenn die normalen Heteros als „Brüter“ (Burkhard Scherer) immer nur wenige neue Mitglieder der Regenbogensekte produzieren, sind sie doch die Einzigen, die dafür sorgen, dass es auch in Zukunft noch Menschen mit Geschlechtsentwicklungsstörungen, Geschlechtsidentitätsstörungen, ichdystonen Störungen oder Störungen der Sexualpräferenz gibt.

    Eigentlich kann sich die Regenbogen-Community gemütlich in ihr Designer-Sofa zurücklegen und die Zukunftssorgen ihren gestressten Brüter-Freunden überlassen.

  2. Die ganze irre Gender Scheisse geht mir so was von am Arsch vorbei!! Jeder soll so “ leben“ ,wie er will,aber mich lasst mit dem Irrsinn zufrieden,denn sonst gibt’s die passende Antwort!!

  3. Bei diesem Thema bin ich für die Einführung der Scharia, auch weil dadurch der Bundestag bedeutet kleiner würde.

  4. Die Mehrheit in diesem Land, weiß und heterosexuell, verdient das Geld, mit dem die absonderlichsten Minderheiten gepäppelt werden. Aber was soll man von der besten Regierung, die wir jemals hatten, anderes erwarten? (adaptiert von unserem besten Bundespräsidenten, den wir jemals hatten).

  5. Was bitte ist an der Karikatur auszusetzen? Wahrheit tut schon mal weh, insbesondere dann, wenn man es nicht mehr gewohnt ist, sich mit der Realität auseinander zu setzen.

  6. Es ist an der Zeit dass sich Verlag und Redaktion für ihr Verhalten zu Lasten Notleidender schämt. nicht der der das Elend und die Verursacher anprangert. Das ist keine witzige Zeichnung sondern die zeichnerische Darstellung einer Notlage der Ärmsten um aufzurütteln. Karikatur at its best

  7. Das Gender Mainstreaming gibt es seit Jahrtausenden, wobei der Mann sämtliche weibliche Attribute männlich gemacht hat und das ist bewiesen in der Religionswissenschaft (Vater, Sohn und Heiliger Geist). Es ist wirklich nicht ehrlich nur einseitig zu berichten.
    Was das Foto angeht, so weiß ich von einer Frau, die einmal ein Mann war, und tatsächlich zur Tafel gehen muss. Viele Antworten hier zeigen doch auch wie ausgegrenzt diese Menschen sind und es natürlich sehr schwer auf dem Arbeitsmarkt haben und das als Frau sowieso, die meistens in sozialen Berufen unterbezahlt arbeitet.

  8. Solange dieser Genderquark in seiner Blase bleibt, muß man auch keine Angst haben, daß die Spinner neue kleine Spinner zeugen !

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