Youtube löscht Imad Karims Dokumentarfilm über tapfere Polen

Zensur ganz im Sinne der EU-Kommission, die schweres Geschütz gegen den Nachbarn im Osten auffährt

Nach EU-Kritik stummgeschaltet: Filmemacher Imad Karim (Foto:Imago)

Die Polen gleichen den Bewohnern jenes gallischen Dorfes von Asterix und Obelix, das sich von den imperialen Römern unter Cäsar nicht alles gefallen lassen wollte. Und ähnlich wie Polen zur EU gehört, war ganz Gallien Herrschaftsgebiet des fernen Rom. Ganz Gallien? Nein, ein kleines Dorf im nordwestlichen Europa wollte sich seine Eigenständigkeit bewahren und in den eigenen Wäldern weiterhin leckere Wildschweine jagen dürfen. Ihr Häuptling Majestätix erlaubte ihnen dies, ohne den Römern Wildschweine als Tribut zu entrichten.

Polen hat zwar auch Wildschweine – wie jedes EU-Land -, aber um solche Schwarzkittel geht es hier nicht. Polen hat vor allem Menschen, darunter exzellente Politiker und Juristen, die sich nicht jeder Ausgeburt von „Recht“ unterwerfen wollen, die in Brüssel und Luxemburg erdacht und in Straßburg abgesegnet wird. Was dies anlangt, übrigens nicht ganz unähnlich den deutschen Verfassungsrichtern vor ihrer „Einkassierung“ durch Merkel, die dem Europäischen Gerichtshof durchaus schonmal die gelbe Karte zeigten und sogar die rote bereits in der Hand hatten. Deutschland konnte oder wollte man aber sowieso nicht so richtig an den Karren fahren kann – schließlich sind wir das größte Geberland der EU.

Aber mit den Polen kann man ja „Schlitten fahren” – auch wenn kein Schnee liegt – und den unbotmäßigen Eigenbrötlern zeigen, wo der EU-Hammer hängt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die möglichst „siegreiche“ Machtprobe mit Warschau – und, wegen umstrittener Urteile der höchsten polnischen Richter, ein weiteres Verfahren gegen Polen einleiten. Im eigentlichen Sinne geht es dabei aber nicht nur um die von Brüssel als nationalsouveräne Provokation empfundenen Gerichtsentscheide, sondern um Grundsätzliches: Die EU bestreitet die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit des polnischen Verfassungsgerichts – und will dieses anscheinend durch EU-parteiische Richter ersetzen. Auch das kennt man von früheren Fremdherrschern und Imperatoren, nicht nur bei Asterix: Sie versuchen, die ihnen genehmen Rechtsauffassungen in den unterworfenen Gebieten durchzusetzen.

Rufer in der EU-Wüste

Wie einst Johannes der Täufer vereinsamt in der Wüste, so versuchte jetzt der Filmemacher Imad Karim, Rufer in der „europäischen Wüste“ zu sein und für die angegriffenen Polen eine Lanze zu brechen: Mit seinem Film „Eine Hommage an Polen, dort, wo die Seele Europas noch atmet!” will er drängenden und brandaktuellen Fragen auf den Grund gehen. Kurz vor Weihnachten schrieb er mir: „Lieber Albrecht, hier der Link zu meinem neuen Film, den ich in Polen, Deutschland und Irak gedreht habe. In meinem aktuellen Film nehme ich die jüngsten illegalen Masseneinwanderung an der polnisch-belarussischen Grenze zum Anlass, der grundsätzlichen Frage nachzugehen, in welchem Europa die kommenden Generationen leben werden: In einem hauptsächlich von Deutschland dominierten, multikulturalisierten, gesellschaftsumfassend gegenderten und womöglich stark orientalisierten Europa? Oder in jenem von den Polen selbst, Ungarn und anderen südosteuropäischen Staaten erstrebten Europa, das seine spezifische, historisch gewachsene und werteverbundene kulturelle Identität verteidigt und an dieser als Leitkultur und Kompass für die Integration eingewanderter Menschen festhält?

Doch bevor sein sehenswertes neues Werk überhaupt viral gehen konnte, wurde der seines YouTube, welch Wunder, gelöscht; die Machthaber in China könnten so etwas nicht besser. Auf wessen Geheiß die Zensur erfolgte wurde, ist nicht bekannt; als offiziellen Vorwand nannte YouTube das Willkürkriterium „Mobbing und Belästigung”. Wer immer hier die Löschtakte drückte, tat dies offenbar (vorauseilend) im Sinne von EU-Kommission und  Bundesregierung.  Zwar handeln die Polen an der östlichen Grenze Europas effektiv im Interesse der Deutschen – doch anscheinend nicht im Interesse der neuen deutschen Regierung mit ihrer Außenministerin Annalena Baerbock. Denn diese will bekanntlich, dass Deutschland für alle Migranten dieser Welt offenstehen soll. Kein Wunder, dass Deutschland für die Migranten dieses Erdballs weiterhin bevorzugtes Zielland bleibt und als gelobtes Land gilt, in dem Milch und Honig fließen.

Als Kronzeuge kommt in dem Film unter anderem der emeritierte Mannheimer Soziologieprofessor und Kabarettist Hans-Peter Schwöbel zu Wort. Am Beispiel einzelner Flüchtender, die ihren Schleppern – auf abstruse Versprechungen über die Freigebigkeit des deutschen Sozialstaats hin – im Tausch gegen das „Fluchtticket“ nach Deutschland ihren Besitz vermacht hatten, erläutert Schwöbel, wie Deutschland zum Mekka der Weltenbummler werden konnte.

Schnell amortisierte Schlepperkosten

Wörtlich sagt er: „Sowohl die Dame in Ihrem Film, die nicht gerade unvermögend wirkt, als auch der Herr, der in einem stattlichen Haus lebt, von dem viele Deutsche träumen würden, hätten, wenn der Menschenschmuggler sie nicht reingelegt hätte, sondern seinen Teil der Vereinbarung erfüllt, ein sehr lukratives Geschäft abgeschlossen… Nehmen Sie die Dame als Beispiel. Angenommen, ihr Haus ist 100.000 Euro wert. Selbst dann hätte sie mit diesem Deal ein gutes Geschäft gemacht. Bereits nach wenigen Monaten Aufenthalt in Deutschland hätte sich ihr Tauschgeschäft amortisiert. In Deutschland wären sie und ihre Kinder rundum medizinisch versorgt. Dazu kostenlose Schulbildung, Wohnraum, Kindergeld und monatliche Zuwendungen vom Sozialamt, Jobcenter oder durch andere, künstlich geschaffene Förderungsmaßnahmen. … Die Monatskosten für die vierköpfige Familie würde ich auf etwa 8.000 Euro beziffern, sowohl für die bereits von mir beschriebenen Leistungen als auch für weitere Aufwendungen. Etwa Kosten für die Registrierung, Unterbringung im Asylverfahren, Integrationsleistungen, Mietzuschüsse, Sprachkurse, außerordentliche medizinische Eingriffe, sozialtherapeutische Behandlungen und Sondertransfersozialleistungen eventuell auch für Gerichts- und Anwalts kosten, wenn Gerichts- und Behördenbescheiden widersprochen wird. Bereits nach einem Jahr etwa würde die vierköpfige Familie den Steuerzahler ca. 100 000 Euro kosten. Die 100 000-Euro-Investitionen hätten sich für die Dame und ihre Kinder absolut gelohnt.

Und Schwöbel fährt fort: „Was Sie auch nicht vergessen dürfen: Einer der Hauptgründe, besonders für Menschen aus dem Nahen Osten, die mit ihrem Reisepass nirgendwo hinreisen können, ist der begehrte deutsche Reisepass. Nach relativ kurzer Zeit, in der Regel zwischen 3 und 6 Jahren, folgt dann automatisch die Einbürgerung. Selbst falsche Angaben zur Fluchtursache, Namen oder Geburtsdaten oder auch Straftaten stehen einer Einbürgerung nicht im Wege. Eingebürgerte Familien können dann ganz offiziell wieder in eben jene Heimat als wohlhabende Touristen reisen, aus der sie ursprünglich geflüchtet waren. Dass die Menschen vorher, also bei ihrer Asylantragstellung, angaben, ihr Leben sei in der Heimat gefährdet, hat plötzlich keinerlei Relevanz mehr.

Im Übrigen ist Imad Karims Film eine wahrhaftige Hommage an Polen.Diese Stunde sollte man sich unbedingt gönnen. Er selbst war wegen der Sperrung fix und fertig, und schaltete mittlerweile einen Anwalt ein – was ihn erneut, neben dem Produktionsaufwand für den Film, Etliches kosten wird. Karim: „Je nach Streitwert können das 5-10.000 EUR sein. Ich bin ziemlich am Ende meiner Kräfte. Dieser Film hat mich mehr als 58.000 Euro gekostet, ich habe bisher nur die Reisekosten, das Hotel und die Sprecher bezahlt. Alleine für die Sprecher und das Ton-studio habe ich ca. 3.000 EUR bezahlt. Die anderen Kollegen habe ich immer noch nicht bezahlt. Und nun ist er (der Film) weg, und mir könnten, falls ich Youtube verklage, bis zu 10.000 Euro Zusatzkosten entstehen… Ich habe in meinem Film zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gruppe oder einen Menschen in ihrer oder seiner Würde verletzt und habe mich stets bemüht, sachlich und objektiv zu berichten, so wie ich diesen Beruf gelernt habe… Ich verstehe die Welt nicht mehr!”.

Urteilen Sie nach dem Film selbst: Karim hat seinen Film nun zusätzlich auf seinem alten Kanal hochgeladen, hier ist er weiterhin zu sehen. Wer Karim unterstützen möchte, findet dort weitere Informationen.

 

Dieser Artikel erscheint auch auf der Webseite des Autors.

6 KOMMENTARE

  1. Vielen Dank für den Hinweis auf den Film von Imad Karim. Ein eindrucksvolles Dokument polnischer Zeitgeschichte. Dieser Film gehört in jede Schule, ins Abendprogramm von ARD und ZDF und sollte mit Preisen und Auszeichnungen bedacht werden…Man wird ja wohl noch träumen dürfen…

  2. Nehme an, fuer die Entfernung des Films sind Gelder geflossen. Die Kriegskasse der Regierung ist tief.

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