„Zero-Covid“-Horror in Shanghai: Was das ZDF unter Lockerungen versteht

Lockdown-Alptraum in Shanghai: Deutschen Coronazis gefällt das (Foto:Imago)

Der Anblick einiger chinesischer Städte hat auch ohne Lockdown etwas Deprimierendes: Diese riesigen Wohntürme können einem als Europäer Angst einflößen. Tausende Wohnungen dicht an dicht, in den oberen Stockwerken kann man wahrscheinlich noch nicht einmal ein Fenster öffnen. Klapprige Klimaanlagen hängen an den bröckelnden Fassaden der ärmeren Wohnviertel, aber auch die modernen Wolkenkratzer für wohlhabendere Bewohner wirken eher wie Designer-Termitenbauten als ein Platz, an dem man sich zuhause fühlen kann. Auch wenn die schiere Notwendigkeit besteht, in den übervölkerten Städten Wohnraum auf engstem Raum zu schaffen, schreit diese Architektur laut nach Kommunismus: Die, die ihr hier einzieht, lasst alle Individualität fahren! Leider hatte ich bisher weder die Gelegenheit, nach China oder Japan zu reisen, und beziehe meine Informationen daher aus diversen Dokumentationen – aber in Tokyo scheint man wenigstens deutlich mehr Wert auf eine schöne Umgebung zu legen als in China.

Auch wenn viele Bewohner wahrscheinlich froh sind, überhaupt in der Stadt leben zu können, so muss es für die Menschen in Shanghai doch furchtbar sein, in so einer Massenwohnanlage auch noch eingesperrt zu werden – dicht an dicht mit anderen Menschen, die aufgrund eines rabiaten „Zero-Covid”-Lockdowns die Nerven verlieren. In Videos aus Shanghai ist zu hören, wie die Bewohner fluchen, vor Verzweiflung oder sogar vor Hunger schreien. Es ist wahrlich kein Wunder, dass einer den anderen mit seiner Panik ansteckt, denn hier werden Menschen nicht vor Corona geschützt, wie die chinesische Regierung behauptet, sondern einfach weggesperrt und im Stich gelassen. Man kennt es aus archaischen Kulturen: Kranke werden in einer Hütte isoliert, aus der sie mit etwas Glück nach gewisser Zeit lebend wieder herauskommen. Nur können diese Kulturen zu ihrer Entschuldigung vorbringen, mangels moderner Medizin keine andere Möglichkeit zu haben. Und man hat immerhin den Anstand, dem Kranken etwas zu Essen vor die Tür zu stellen und ihm ein paar freundliche Worte zuzurufen. Doch die Bewohner von Shanghai bekommen weder das eine noch das andere. Heute habe ich ein Foto gesehen, auf dem jemand aus Protest seinen leeren Kühlschrank ans Fenster stellte. Selbst die staatlichen Quarantänezentren werden offenbar nicht ausreichend mit Nahrung versorgt.

Dystopische Science Fiction

Stattdessen patrouillieren Drohnen und Roboterhunde durch die Straßen und bedrohen aus Lautsprechern jeden, der auch nur den Gedanken fasst, aus der Tür zu treten. Was nach Science-Fiction aussieht, folgt einer militärischen Taktik: Auch wenn sich Asiaten aus kulturellen und religiösen Gründen in der Gegenwart von Robotern nicht so unwohl fühlen wie Europäer, wird hier eine deutliche Botschaft gesendet. Man hält es schlichtweg nicht für nötig, den Eingesperrten ein wenig menschliche Zuwendung zu gönnen – und sei es nur in Form von Soldaten in Schutzanzügen, welche zwar die Quarantäne kontrollieren, aber auch Notrationen vorbeibringen und nachsehen, wie die Lage ist. Roboter sendet man gemeinhin in kontaminierte Gebiete, dorthin, wo es für menschliche Einsatzkräfte zu gefährlich ist, etwa wegen hoher Strahlenbelastung. Die Bewohner von Shanghai werden also behandelt wie Gefahrgut. Man sieht, welchen Stellenwert der Bürger in einem totalitären Staat hat: Keinen.

In den USA wurden ganz ähnliche Laufroboter übrigens nicht nur als Tragehilfe für das Militär entwickelt, sondern man weiß auch um den einschüchternden Effekt auf Zivilisten – angeblich soll dies helfen, blutige Auseinandersetzungen im Vorfeld zu verhindern. Wer so eine Maschine schon einmal im Einsatz gesehen hat, der weiß warum. Mittlerweile können diese Roboter nicht nur Hindernisse mühelos überwinden, sie sind auch in der Lage, Türen zu öffnen. Diese Technologie in den falschen Händen nimmt einem das letzte bisschen Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden – die Dystopie von gestern ist heute Realität. (Dass zum angeblichen gesundheitspolitischen Ziel des behaupteten „Infektionsschutzes“ noch ganz andere Motive kommen und speziell Shanghai von der Staatsführung in Peking abgestraft wird, kann hier nachgelesen werden.)

Ein „richtiger Lockdown“, wie ihn Kretschmann, Lauterbach und Drosten erträumten

Wenn das ZDF in diesem Zusammenhang allen Ernstes von „Lockerungen“ in Shanghai spricht, kann einem nur noch die Kinnlade vor Ungläubigkeit herunterklappen. Angeblich ist es in Ausnahmefällen jetzt sogar wieder möglich, die Wohnung zu verlassen – was für eine Befreiung! Die Eingesperrten bekommen also ein wenig Freigang auf dem Gefängnishof gewährt. Während andere deutsche Medien wie die „Welt“ oder „Focus“ immerhin über die desolate Versorgungslage berichten – es ist deshalb schon zu Selbstmorden gekommen! -, hört man in den öffentlich-rechtlichen Nachrichten nur wenig über die Zustände in Shanghai. Vielleicht auch deshalb nicht, weil sie genau dem entsprechen, was sich die „Zero-Covid”-Aktivisten auch für Deutschland gut vorstellen konnten: Totale Kontrolle über die Bevölkerung auszuüben. Manch einer wird ebenfalls schon von patrouillierenden Robotern fantasiert haben. Dabei erweist sich gerade in Shanghai eines: Wenn man Menschen zusammenpfercht, verbreitet sich das Virus erst recht. Diesen Effekt konnte man auch in Deutschland in Stadtvierteln beobachten, wo Großfamilien auf engstem Raum zusammenleben. Da bleibt eine Ansteckung nicht aus – auch wenn dieser Gedanke für viele Deutsche inzwischen an Schrecken verloren hat.

Auch die subtile Botschaft, dass es „bei uns doch nicht so schlimm war mit dem Lockdown”, beruhigt nur hier wenig. Zwischen den Zeilen schwingt da stets unterschwellig „stellt euch nicht so an!“ beziehungsweise „da seht ihr mal, wie gut ihr es hattet!“ mit, und man fühlt sich an Winfried Kretschmanns Drohung…dann machen wir mal einen richtigen Lockdown” erinnert. Sicher ist: Hätte man Lauterbach und Drosten mit den notwendigen politischen und logistischen Möglichkeiten ausgestattet, wäre es auch hier zu noch härteren Maßnahmen gekommen.

Wehret den Anfängen!

Wie viele Corona-Paniker haben auch hierzulande vorgeschlagen, Infizierte oder Ungeimpfte in Lagern unterzubringen, und nach harten Strafen für Skeptiker gerufen! Dass es so weit nicht kam, scheiterte nicht am Bewusstsein für die hochproblematische diktatorische Dimension solcher Zustände – sondern allein an ihrer Umsetzbarkeit. Die Deutschen – das hoffe ich zumindest – hätten bei aller Corona-Hörigkeit vielleicht doch nicht alles mitgetragen. Zumindest nicht alle.

Ihn China ist die Umsetzbarkeit jedoch gegeben – und Shanghai zeigt auf, was Totalitarismus und Kommunismus in einer Gesellschaft anrichten können. Das dortige KP-Regime ist ein Meister darin, mit voller Effektivität die unmenschlichsten Maßnahmen umzusetzen, die einen an Adolf Eichmanns eiskalt-funktionalen Bürokratismus erinnern. Für diesen waren Menschen nämlich auch nur Zahlen, die man beliebig hin und her verschieben kann. Ist es erst einmal so weit gekommen, lässt sich Demokratie kaum noch wiederherstellen – nicht nur wegen der staatlichen Kontrolle, sondern weil die Bürger mental und psychisch gar nicht mehr in der Lage sind, sich zur Wehr zu setzen, und den Glauben an die unangetastete, vom Staat respektierte Freiheit für immer verloren haben. Am Satz „Wehret den Anfängen!“ ist schon etwas dran – auch wenn er in Deutschland oft missbraucht wird. Aber wer zu lange wartet, hat irgendwann keine Chance mehr, noch Widerstand zu leisten.

8 Kommentare

  1. Wir wissen doch alle, dass es bei Shanghai nicht um Covid geht, sondern um eine Strafmaßnahme. Und natürlich einen erneuten „Test“. Wie dieser ausfällt, wird im Westen mit Argusaugen beobachtet.

  2. Mir kommen wieder die chinesischen Bilder von Wuhan bei Coronabeginn in den Sinn .
    Wo auch alles , aber zu spät , abgeriegelt wurde und Corona die ganze Welt überflutete .
    Diese Bilder mit vielen Toten auch in den USA und Massengräber dort zeigten , hatten ihr Ziel uns auf eine andere Welt vorzubereiten erreicht . Dann kamen Impfstoffe die nur extrem gekühlt wirken sollten und Impfzentren wurden hier förmlich aus dem Boden gestampft , bei denen aber der Impfstoff fehlte . In dieser Zeit bei diesen Schreckensbildern und genügend Impfstoff hätte es wohl keine Impfverweigerer gegeben .
    Heute liest man von starken Nebenwirkungen , ja stellenweise von Umwirksamkeit bei Corona und von Kühlung des Impfstoffs lese ich nichts . Auch hat keine Regierung bisher China eine Rechnung präsentiert . Waren die meisten vielleicht an Laborversuchen in China beteidigt ?

  3. Wenn hier noch einmal ein Coronaleugner, etwas erzählt von zu scharfen Maßnahmen (Lockdown Maskenpflicht etc) in Deutschland, der darf gerne mal ein paar Monate nach Shanghai oder andere Große Stadt in China gehen 🙂

    • Ich bin nicht nur ein Coronaleugner, nein , ich bin sogar der Meinung das sie nicht ganz Dicht sind. Das ich bis heute noch nicht einmal Getestet bin beweist mir das der ganze Coronakram gar nicht Existiert. 3 mal sollte ich schon gestorben sein weil nicht Abgespritzt, aber Violá ich freue mich bester Gesundheit und habe Freude am Leben und das ganz Windelfrei!!!

      • Dass Sie bisher her noch nie getestet wurden beweist lediglich, dass Sie noch nie an Orten waren wo das Pflicht/Zwang war und tlw. mmer noch ist.

        Freillig gibt es CoronaViren.
        Das ganzeTheater dies bzgl., ist seit fast drei Jahren das Problem.

  4. „Das dortige KP-Regime ist ein Meister darin, mit voller Effektivität die unmenschlichsten Maßnahmen umzusetzen,“

    Menschlichste Maßnahmen.
    Auch das KP Regime besteht nur aus Menschen. Menschen können unmöglich unmenschlich sein.
    Sind ja keine Hunde oder andere Tiere.

  5. Florida kommt seit über siebzehn Monate völlig ohne Maßnahmen aus und es starben nachweislich weitaus weniger als im rigiden New York oder auch in Deutschland. Irgendwann sollten doch auch mal die völlig Verblödeten, elende Feiglinge und Hypochonder in diesem Land kapieren, dass die Maßnahmen nur negatives und sonst gar nichts bewirkten. Geht doch alle in den Keller und mauert euch dort ein, aber lasst gefälligst die übrige Menschheit ihr Leben führen wie Sie es wollen.

    Genauso verhält es sich mit dem erhofften staatlichen und pharmazeutischen Impfzwang. Von diesen betrügerischen Massenmördern und elendigen Profitgeiern ever, wird nur Höllenleid verbreitet und Ihre Angst besetzten Fanboys und -girls, so wie Sie einer sind, sollen sich zum Teufel scheren!

    Afrika unterstellt man mittlerweile wissentlich falsch eine durchschnittliche Impfquote von 16 %, tatsächlich ist sie weit unter 10 %, und was haben sie saudumm herum gequakt diese gekauften Wissenschaftler und tatsächlichen Verbrecher und Untermenschen, „Afrika hätte angeblich hunderte Millionen Tote zu beklagen, wenn nicht mindestens 60 % geimpft werden. Ich kann diesen verbrecherischen Bullshit von diesen widerwärtigen Dreckstypen nicht mehr ertragen. Haltet also besser eure Scheißfresse“!!!

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