Zum Verschwinden: Impressionen vom Jenaer Weihnachtsmarkt

Zum Verschwinden: Impressionen vom Jenaer Weihnachtsmarkt

Karte Absperrungen statt festlichem Bundeszauber: Kulturtod in Jena (Foto:Schneidereit)

Eine Stunde Weihnachtsmarkt in Jena. Ich wollte es nochmal wissen und mich davon überzeugen, dass ich als pessimistische Schreib-Unke die Tatsachen zuweilen vielleicht doch zu schwarz male. Denn just gestern erst hatte ich einen satirischen Artikel über ein durchweg endbereichertes “Winterfest in einem muslimischen Deutschland des Jahres 2035 verfasst. Nun weiß ich, dass dieser in Wortwahl und Detailbeschreibungen wohl noch zu gesittet war – denn die nackte Realität grinste mir kurz nach Veröffentlichung dieses Satiretextes süffisant ins Gesicht, sobald ich vor den Sperren stand. Die neuesten High-Tech-Entwicklungen aus massivem Panzerstahl – “sicher”, made in Germany. Grenzbefestigungen, Autobrecher, Hochsicherheitsbarrieren rings um den Marktplatz, rings um die Fußgängerzone. Ich machte einige Stimmungsbilder, doch all die zusätzlichen, trist-grauen Betonsperren à la Berliner Mauer habe ich gar nicht erst fotografiert.

Aber das ist längst nicht alles, denn die innovative „Lichtstadt“ Jena geht noch einen Schritt weiter: Vor ein paar Tagen schrieben die “Jenaer Nachrichten” auf ihrer Facebook-Seite stolz: „Weihnachtsmarkt in Jena wird jetzt zur Safe-Now-Zone“ (ja, richtig gelesen!). Der Grund: Es gibt hier nun eine App für die „schnelle Hilfe in der Not“, wie man weiter liest. Mit anderen Worten: Wenn es ab jetzt ein moslemischer Friedenskrieger mit seinem LkW trotz Sperren doch bis zum Glühweinstand geschafft hat oder Messer-Ali vor dem Räucherschinkenhändler noch schnell die Kehlen von Günter, Uschi und Bärbel zu schlitzen in der Lage war, können Wilfried, Dieter und Manuela sofort ihre Knöpfchen auf der App drücken und alles wird “safe” und gut. Safe-Now-Zone… weißte Bescheid!

Queere Adventsshow und Thüringer frisch vom Elektrorgrill

Ach ja, fast hätte ich’s vergessen: Dafür gibt’s aber nun eine „Queere Adventsshow im Spacement“ – also ein weiteres, kunterbuntes Kleinkunst-Schwuchteltheater, um – so wie üblich in diesen Zeiten – Althergebrachtes „neu zu interpretieren“. Wer das alles nicht glaubt: Schaut gern mal auf besagte Facebook-Seite der „Jenaer Nachrichten“; ich habe mir das nicht ausgedacht. Ja, da kommt doch Festtagsstimmung auf! Halleluja! Das ist meine Heimatstadt Jena im Dezember 2025. Die berühmte Universitätsstadt; Stadt der Dichter, Philosophen und Wissenschaft; Wirkungsort Goethes und Schillers altehrwürdige, einstige Musenstadt.

Fazit: Es ist zum Brechen. Zum Heulen. Zum Verschwinden. Ehe ich Letzteres für mich in die Tat umsetzte, ließ ich mich leider noch zu einer faden, überteuerten vorgeblichen „Thüringer Bratwurst“ überreden, bevor ich realisierte, was hier vor meinen Augen gerade geschah: Das kulinarische Kulturgut meiner Heimat wurde blasphemisch auf einem Elektrogrill (!) gebräunt – denn seit diesem Jahr sind die unerlässlichen Holzkohle-Bratroste mit offenem Feuer, nach nunmehr mindestens 600 Jahren auf dem Weihnachtsmarkt, nicht mehr gestattet. Der letzte Killer für mich. Das war’s. Jenaer Weihnachtsmarkt, du kannst mich mal!

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20 Antworten

  1. Als Ergänzung
    Jena, Weihnachtsmarkt, Impressionen, Vieleicht auch Thema in dem Gespräch!
    :::

    Interview mit Björn Höcke (AFD) | Bericht aus Erfurt

    ca 13 min.

  2. @sobald ich vor den Sperren stand
    ja – die Merkel-Poller sind schon spaßbremsen.
    Aber ich vermisse etwas, oder was das eine Fake-Meldung ?
    Irgendwo wurde berichtet, man habe als Merkelpoller jetzt Merkel-Büsten in Zement und Stahl und 1,50m hoch eingesetzt. Aber dann hätte ich doch mehr bebilderte Berichte gesehen – ob jetzt coloriert oder nicht !
    Eigentlich schade – ich hätte die Idee gut gefunden !

    1. geht nicht … vermutlich zu fett meiner meinung nach….
      dumm dümmer saudumm deutsch… die poller sind da die verbrecher auch… werden ja bereits erwartet sonst wären keine poller da… oh ihr volldeppen im namen des herrn… alice erlöse uns von allen politidioten und kopfgestörten… jag raus was raus muss…. feg weg was weg muss… erledige was zu erledigen gilt…!!!!! alles für alieceutschland… alles aus einer hand….. afd arbeit für deutschland…

  3. Tipp:
    Geh im März 2026 zum Zuckerfest, da kannste wieder Naschen!
    So wie ich unsere Kommunen kenne weden die das ganz groß und ohne Safe-Now-Zone, aufziehen.

    Sarkasmus aus

  4. als christ gehe ich nur noch auf islamische demonstrationen und strassenfeste .. ramadan und inshallah…. keine polizie keine poller keine maschienegewehre, keine kontrollen , keine bevormundung und keine politidioten… und warum… weiter so- es leben die linksrotzgrünen schwarzen dummdeppen in deutschland… wünsch euch explodierende weihnachten mit knall und fall und viel polizei… bin dann mal weg….

  5. Ich kann mich noch sehr gut an eine Reportage von NIUS aus dem letzten Jahr erinnern. NIUS begleitete einige Male ein paar Polizisten auf einem Weihnachtsmarkt, die auf den Weihnachtsmärkten gezielt nur bei alten Omas die Taschen nach Messern durchsucht haben.Die Migranten wurden bei diesen NIUS-Reportagen nicht ein einziges Mal durchsucht. Warum?
    Man kann nur spekulieren, wahrscheinlich wäre das einfach zu rassistisch gewesen, wenn die Polizei die Taschen bei den Migranten nach Messern durchsucht hätte.

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  6. Blasphemisch ist wohl ziemlich übertrieben, es sei denn, man betrachtet das Holzkohlefeuer als heilig.

    Ansonsten stimme ich dem Inhalt des Artikels größtenteils zu. Es kommt keine Freude auf, wenn man die vielen Absperrungen und Sicherheitsmaßnahmen sieht, vielmehr wird man davon abgeschreckt und bleibt lieber zu Hause.
    Die innerhalb der Marktzone verlangten Mondpreise helfen bei dieser Entscheidung.
    😜

  7. Der Michel denkt sich: Vollfressen und zusaufen kann ich mich auch trotz Poller und Security! Viel wichtiger ist, dass die Kinder nicht schwarz angemalt sind, es keine Mohrenköpfe und Zigeunersauce gibt. Jeder Schwachsinn, jedes kranke System wird eben auch durch seine hirnlosen Mitläufer möglich gemacht! Mal schauen, was in diesem Jahr so alles passiert…

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  8. Lieber Jörg Schneidereit,
    herzlichen Dank für Ihre Impressionen. Da ist Ihnen mal wieder ein sehr guter Artikel gelungen. Ich selbst war kürzlich auch auf einem Weihnachtsmarkt (in Niederbayern) und habe die Dinge ähnlich empfunden. Im kommenden Jahr werde ich mir den Besuch dort sparen. Mir tun nur immer die vielen Händler leid. Mit den Umsätzen werden sie nicht zufrieden sein.

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  9. Hätte da einen Vorschlag zu
    machen.
    Wir könnten zwei Dinge tun.
    Der Weihnachtsmarkt kann
    jetzt eine BW – Ausstellung
    machen. Mit Panzern als
    Schutz!!!
    Dazu gibt es Glühwein und
    Weihnachtsplätzchen.
    Die Bundeswehrkapelle spielt
    Weihnachtslieder und die
    Tanzgruppe der Türken gibt
    ihren Einstand.
    Allen wäre geholfen.

    1. Man kann dann auch noch diese Adventskalender verteilen:
      Am Dienstag, dem 2. Dezember, hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Henri Schmidt auf seinem Instagram-Konto ein kurzes Video geteilt, in dem er einen ganz besonderen Adventskalender zeigt. Dieser hat die Form eines Panzers von Rheinmetall.

      Rheinmetall beglückt CDU-Politiker mit Adventskalender
      https://odysee.com/@RTDE:e/Panzerschokolade–Rheinmetall-begl%C3%BCckt-CDU-Politiker-mit-Adventskalender:9

  10. Das ist dann eher der zornige Jörg. Der gefällt mir aber besser, als der von gestern. Und Bratwurscht vom Elektrogrill ist ein Nogo zum Togo! Boykottieren ist die einzig richtige Antwort. Wie immer im Leben, es muss erst richtig wehtun bevor sich was ändert! Beste Grüße

    1. Es grillt die Hitze, egal aus welcher Quelle.

      Manche mögen allerdings den Geschmack von Asche auf ihrem Grillgut.
      Das ist wie bei dem Gleichnis mit den beiden Affen und der Seife.
      Das Gleichnis kennen Sie nicht?
      Dem einen Affen hat die Seife geschmeckt, dem anderen nicht.
      😜

  11. Es ist doch ganz offensichtlich. Unsere Traditionen werden kaputtgemacht. Sie werden nicht mehr wieder kommen. Genausowenig wie das Deutschland meiner Jugend. Denn, wie man hört, gehört dieses Land schon dem Islam, so sagt der eine oder andere Weitgereiste. Und er hat damit Recht.

    Wir waren auf 3 Weihnachtsmärkten. Einer davon in einer Kleinstadt. Der war doch tatsächlich noch ganz deutsch. Und da fuhr doch der Nikolaus in einer Kutsche. So eine kolonialistische und rassistische Sauerei wird wohl in wenigen Jahren, wenn auch dort der Markt vielfältiger wird, beendet sein.

    Und es gab die Thüringer Rostbratwurst vom Holzkohlegrill für 4 €.

    Ich bin dankbar für die Gnade der frühen Geburt und ich bedauere die Jüngeren, die gezwungen werden bei der Zerstörung ihrer Heimat zusehen zu müssen und dafür auch noch die Kosten tragen dürfen. Den anderen, den Vielfältigen, den Omas (naja die werden wohl nicht betroffen sein), den Schreihälsen von „Unserer Demokratie“, die da ständig das Maul aufreißen mit „Nie wieder ist jetzt“ und dabei dermaßen blind sind das es nicht mehr unbedarft sein kann, wünsche ich das sie die Konsequenzen ihrer Taten mit Würde tragen werden. Das ist falsch. Sie werden sie tragen müssen.

  12. Die Kreuzigung der Orthodoxie im 21. Jahrhundert

    Spirituelle Kriege, ökumenische Offensive und globale Politik. Internationale Konferenz in Belgrad

    Am 4. Dezember 2025 fand in Belgrad eine jener Veranstaltungen statt, die man in den großen westlichen Medien mit Sicherheit nicht finden wird – und genau deshalb sind sie umso wichtiger. Unter dem Titel „Die Kreuzigung der Orthodoxie im 21. Jahrhundert: Spirituelle Kriege, ökumenische Offensive und globale Politik“ versammelten sich im Pressezentrum des serbischen Journalistenverbands Theologen, Kirchenvertreter und Geostrategen aus halb Europa, um das zu benennen, was viele im Westen lieber totgeschwiegen sehen wollen: Die Orthodoxe Kirche steht unter einem systematischen, weltweit koordinierten Angriff – und dieser Angriff kommt nicht nur von außen, sondern vor allem aus den Reihen jener, die sich selbst als „christlich“ bezeichnen.
    Eine Schweigeminute für einen Kämpfer der Wahrheit

    Die Konferenz begann mit einer Schweigeminute für Prof. Dr. Miodrag Petrović, den großen serbischen Kirchenhistoriker und Kanonisten, der vor kurzem verstorben ist. Petrović war einer jener selten gewordenen Gelehrten, die noch wussten, was Kanonizität bedeutet, und die den Mut hatten, das auch laut auszusprechen – gegen Rom, gegen das Phanar, gegen die gesamte „ökumenische“ Political Correctness.

    Der Geist von Davos trifft auf die Heilige Sofia: Dragana Trifković, Leiterin des Belgrader Zentrums für Geostrategische Studien und Organisatorin der Tagung, brachte es auf den Punkt:

    „Wir erleben einen neuen, spirituellen Front des westlichen liberal-globalistischen Blocks gegen die letzte Bastion traditioneller christlicher Werte – die Orthodoxie.“

    Was sich anhört wie eine Verschwörungstheorie aus den dunklen Ecken des Internets, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als nüchterne Bestandsaufnahme:
    Die Schaffung der „Orthodoxen Kirche der Ukraine“ durch das Ökumenische Patriarchat unter massivem Druck Washingtons.
    Die Instrumentalisierung des Ökumenismus als geopolitisches Brecheisen.

    Die schleichende Übernahme orthodoxer Strukturen durch NGOs, die vom Soros-Imperium und westlichen Geheimdiensten finanziert werden. Der Versuch, die Orthodoxie mit den Giftpfeilen von Gender-Ideologie, technokratischer Überwachung und einer entchristlichten „Klimareligion“ zu durchsetzen.
    https://philosophia-perennis.com/2025/12/10/die-kreuzigung-der-orthodoxie-im-21-jahrhundert/

    1. Für negative Entitäten ist die Lehre Christi eine Gefahr und Bedrohung.
      Darum wird sie auf mehreren Ebenen bekämpft.

  13. (Schreib-) Genosse Schneidereit! Ja, es ist zum Heulen. Das gilt jedoch nicht nur für Jena – jahrelang – wenn nicht gar jahrzehntelang wurden über Generationen Heranwachsender ganze Kübel gefüllt mit Geschichtsklitterung, kultureller Selbstverstümmelung und bedingungs- und alternativloseloser Verherrlichung anderer Kulturen (wir Deutschen lieben offensichtlich diese „Bedingungslosigkeit“) ausgeschüttet. Das die Opfer einer derartigen Masse an Fake-News und Undifferenziertheit irgendwann selbst zu dem werden, vor dem sie ihr Leben lang gewarnt wurden (self fulfilling prophecy), hat ihnen niemand gesagt, denn die mahnenden Stimmen – JA! Stimmen wie die Deine zum Beispiel – wurden weitestgehend mundtot gemacht. Warte auf Deinen Anruf – Grüße aus dem Zwinger von Goslar.. 😉

  14. Jenseits des Inhalts dieses aufrüttelnden Artikels ärgert mich am meisten eines: der Verlust des Gebrauchs der deutschen Sprache.
    Safe Now Zone
    Queere Adventsshow im Spacement
    geht’s noch? Wie kann man das Eigene so verachten, dass nur noch ein Denglisch-Wirrwarr herauskommt?