Mittwoch, 17. Juli 2024
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Zwei gegen Björn oder: Wenn Prinzipien plötzlich schnuppe sind…

Zwei gegen Björn oder: Wenn Prinzipien plötzlich schnuppe sind…

Unerwartete Allianzen: BSW-Wähler dürften sich hübsch verschaukelt vorkommen (Collage:Netzfund)

Sahra Wagenknecht: Sie war und ist die große Hoffnung aller, die sich vor überbordender Einwanderung und dem Kriegseifer der Grünen fürchten – sich aber nicht trauen, bei der nächsten Wahl ihr Kreuzchen der AfD zu geben. Denn wenn Sahra Wagenknecht gegen den Ukraine-Krieg aufsteht und die Masseneinwanderung in unsere Sozialsysteme kritisiert, klebt daran noch immer ein linkes Etikett. Und das gilt als fast so überzeugend wie das »BIO-Siegel« beim Discounter, das dem Käufer suggeriert, trotz des niedrigen Preises etwas Gutes zu tun. Mit anderen Worten: Auch wenn man vom Bündnis Sahra Wagenknecht vorgeblich ein wenig salonfähige AfD-Politik bekommt, bleibt man irgendwie “anständig”. Zwar ist die linke Politikerin ebenfalls ein wenig vom Hauch des Bösen umweht – was die öffentlich-rechtlichen Medien aber nicht davon abhält, sie in eine Menge Talk-Shows einzuladen; ein Privileg, das vielen AfD-Politikern nicht zuteilwird. Nicht zu Unrecht keimte deshalb der Verdacht auf, Frau Wagenknecht solle als “kleineres Übel” zur AfD medial aufgebaut werden, um wie ein gigantischer Staubsauger noch vor den Wahlen im Osten die Simmen der “Rechten” im Beutel ihres Bündnisses aufzunehmen. Manche sprechen auch von kontrollierter Opposition.

So ganz hat das schon bei der Europa-Wahl nicht funktioniert. Denn auch wenn Sahra Wagenknecht sich auch im Osten großer Beliebtheit erfreut, weiß man nicht genau, was von ihrer Gefolgschaft zu erwarten hat. Die ist zum Beispiel häufig längst nicht so migrationskritisch eingestellt wie sie selbst. Allerdings kann man nicht ableugnen: Die Sahra hat schon was. Im Gegensatz zu den meisten grünen Politikerinnen versteht sie es, ihre Botschaft in intelligente, gewählte Worte zu kleiden und strahlt eine gewisse Kompetenz aus. Das Haar sitzt streng und perfekt, sie verströmt einen kühlen Charme. Ein wenig wie eine “Edel-Domina”, bei der wohlhabende Herren 2.000 Euro auf den Tisch legen, um ihr die Schuhe am Fuß polieren zu dürfen. So ganz kann man sich Sahra Wagenknechts Charisma nicht entziehen, und vieles von dem, was sie in den Talk-Runden erzählt, klingt äußerst vernünftig.

Wohltuende Abwechslung vom Kriegsgepolter

Das ist erst einmal eine wohltuende Abwechslung vom Kriegsgepolter einer Marie-Agnes Strack-Zimmermann oder den seltsamen Wortkreationen von Annalena Baerbock. Da fällt es schwer, sich in Erinnerung zu rufen, wie positiv sich Wagenknecht noch ein paar Jahren zum real existierenden Sozialismus in der DDR äußerte. Und ihre Begeisterung für Stalins Industrialisierungsoffensive ist ebenfalls noch nicht lange her. Zu dieser Zeit verhungerten Millionen von Menschen – aber über die Opfer von Sozialismus und Kommunismus wird in linken Kreisen bekanntlich gern geschwiegen. Und auch Sahra Wagenknecht ist damit immer wieder gut durchgekommen. Man stelle sich vor, ein AfD-Politiker lobte Hitlers Autobahnbau, was da – vollkommen zurecht! – los wäre.

Doch man buhlt um Wagenknechts Gunst. Sogar Bodo Ramelow streckte schon seine Fühler in Richtung ihres Bündnisses aus, denn für seine rot-rot-grüne Thüringer Koalition sieht es düster aus. Allerdings suchte sich Wagenknecht – zumindest im Interview – lieber eine weibliche Bündnispartnerin: Niemand geringeren nämlich als Katrin Göring-Eckardt. Holla, die Waldfee! Da habe ich nicht schlecht gestaunt und mich erst einmal am Kopf gekratzt. Immerhin vertreten die beiden Damen gerade bei den Themen Migration und Ukraine vollkommen entgegengesetzte Ansichten und geben auch sonst ein seltsames Gespann ab. Freut sich Wagenknecht nun plötzlich doch über Menschengeschenke, Masseneinwanderung und drastische Gesellschaftsänderungen? Und will sie ihren russischen Freunden mit einem Male mit “Tierpanzahs” (Annalena Baerbock) zu Leibe rücken? Es steht nicht zu erwarten, dass die Grünen bei diesen ihnen heiligen Punkten irgendwelche Zugeständnisse an Frau Wagenknecht machen werden – und das weiß diese auch. Noch vor ein paar Monaten bewegte sie die Massen mit der Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine – und prompt da flogen ihr sogar ein paar “rechte Herzen” zu, die sie selbstverständlich gebrochen zurückließ.

Den Kompass aus den Augen verloren

Da muss schon eine globale Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes heraufdämmern, um einen drohenden Dritten Weltkrieg oder den Kollaps des deutschen Sozialsystems in den Schatten zu stellen. Eine Katastrophe, welche die westliche Zivilisation in ihren Grundfesten erschüttern und das Ende alles biologischen Lebens auf diesem Planeten einläuten würde. Was also könnte wichtiger sein als ein Waffenstillstand in der Ukraine, die Bekämpfung des Klimawandels oder der Einschlag eines Meteors der Größe Manhattans? Die Verhinderung eines Wahlsiegs der AfD in Thüringen selbstverständlich – mit dem Björn Höcke Bodo Ramelow als Ministerpräsidenten ablösen würde. Das zu verhindern haben sich die beiden Damen auf die rot-grünen Fahnen geschrieben. Da muss die Weltpolitik schon einmal zurückstehen!

Es fällt schwer, sich auszumalen, dass Björn Höcke schlimmere Dinge mit Thüringen anstellen könnte als Stalin weiland mit der Sowjetunion – zumal er keinerlei Ambitionen hegt, den Freistaat in eine Diktatur nach stalinistischem Vorbild umzuwandeln. Auch müsste Frau Göring-Eckardt wissen, dass die Zuneigung ihrer neuen Freundin zu Präsident Putin weitaus stärker ausgeprägt scheint als die Höckes, dessen Schwerpunkt dabei auf wirtschaftspolitischem Pragmatismus liegt. Aber das alles muss mit einem Male vollkommen gleichgültig geworden sein. Wie im übrigen Altparteiekartell gilt nun offenbar auch für das BSW: Als einzige Gemeinsamkeit genügt es, die AfD zu verhindern. Man fragt sich, ob die beiden Damen nicht bei der Festlegung ihrer Prioritäten ihren Kompass vollkommen aus den Augen verloren haben. Die Grünen würden dabei die weitaus kleinere Kröte zu schlucken haben, denn sie werden stramm auf ihrem Kurs bleiben und weder zu Pazifisten werden noch die Grenzen dichtmachen wollen. Die Wähler Wagenknechts hingegen müssten sich ordentlich hinters Licht geführt fühlen – wurde ihnen doch eine Art “AfD light” versprochen und stattdessen gibt es nun grüne Kriegspolitik. Vielleicht gesellt sich ja auch noch Mario Voigt von der Thüringer CDU zur trauten Runde hinzu? Dann bleibt alles wieder wie gehabt.

35 Responses

  1. Letztlich liegt es doch am Wähler selbst, was er mit seiner Stimme anrichtet. Und wer ein “Weiter so!” favorisiert – wie große Teile der Bevölkerung – lässt sich auch von Wagenknecht verarschen. Also nix Neues. Wer nicht versteht oder verstehen will, dass alle Parteien – außer (vielleicht?) die AfD – gleich geschaltet sind, wird denselben Schrott wählen wie sonst auch. Nur mit anderem Namen.

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    1. Hier mal eine Antwort aus Bremen!
      Hier hat die SPD, heute mit den Grünen, in ca. 80 Jahren das Land und im Grunde Alles ramponiert. Und als Belohnung werden sie immer wieder von den Bremern gewählt!
      Ich kann mir darauf absolut kein Reim machen!

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  2. ultimative Blenderin! mir schon immer maximal unsymphatisch; dieser widerlich nach Verwesung stinkender kommunistische Geist, der tief in ihr sitzt dazu dieser Ehemann, Vollkatastrophe…
    Da können nur Blinde & Volldebile drauf reinfallen.

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    1. Ist ein kommunistisches U-Boot und soll nur den Druck aus dem Kessel nehmen. Der AfD Stimmen abjagen und sich dann mit den etablierten Parteien ins Bett legen. Sie kann und wird nicht ihre Urgesinnung ablegen! Wer das glaubt wünscht sich die STASI zurück?

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  3. Eine der schlimmsten Rassen derzeit auf diesem Planeten: Wohlstandsverwahrloste Deutschnerds, ohne Liebe und Kultur, dafür aber mit H&M, DSDS und Papis Kohle aufgewachsen. Selbst als Erwachsene noch Milchbubis und flachtittige Mädels, so furchbar lieb und doch so bitterböse. Was das Dorf ihnen eintrichtert, wird exakt wiedergekäut. Ein Gehirn so soft wie Schmierkäse, aber genau deshalb und in erhöhter Anzahl so gefährlich!

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  4. @Sahra Wagenknecht
    nach allem, was ich bisher von ihr in BSW gesehen habe, ist sie ein Flügel der Blockpartei und soll nur die Unzufriedenen aufnehmen, damit die Kreise der Eliten nicht gestört werden – aber sie wird nichts ändern.
    Wer eine andere Politik will als die antideutsche verarmungs- und Verelendungspolitik der Blockpartei, hat nur die AFD – das kann man gut oder schlecht finden – es ist so. Ob es nach einer Wahl dann auch so bleibt, oder ob diese dann Merkel macht, muß man abwarten, denn leider sind auch Politikern die Gedanken nicht auf die Stirn getackert !

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  5. PRUUUUUSSSSTTTT

    Wenn Wahlen etwas ändern würden …

    Das die Systemparteien im Zweifelsfall eine Superkoalition bilden, CDU+FDP+SPD+GRÜN+SED, wenn ansonsten keine Regierung gebildet werden kann, weil sonst die “Nazis” regieren, kommentiere ich euch seit einem Gründung der “A”fD vor 11 Jahren.

    Irgendwer hatte euch (wie üblich) auch vorher, vor eurem “neusten” “Hoffnungsträger” gewarnt. Ach ja, das war ich. Nicht das ich zu Rosa Luxemburg 2.0 seit bald 15 Jahren entsprechend kommentieren würde, denn so “neu” ist das alles mit ihr. Aber wer konstant nur selektiv das wahrnimmt, was in sein Weltbild paßt, z.B. zu der Frau, der hat irgendwann ein Problem mit der fortgesetzten Verleugnung dieses Teils der Wirklichkeit und tut dann 2024 total überrascht.

    Es ist außerdem extrem naiv in der Politik an Prinzipien zu glauben, es geht um Macht und Geld (für die Politiker, Parteien und deren Hinterleute), um nichts anderes, dies ist das System “Westen” (=USA). Alles andere ist die Gutenachtgeschichte (Propaganda) für den dummen Pöbel. Das war mal anders, aber damals nannte sich der Laden hier noch Deutschland, nicht Besatzungsgebiet und es gab einen Kaiser (oder vielleicht ist auch das nur eine Gutenachtgeschichte, wenn, dann ist sie jedoch weit besser, als die der BRD).

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    1. “Das die Systemparteien im Zweifelsfall eine Superkoalition bilden, CDU+FDP+SPD+GRÜN+SED”

      Da lobe ich mir das Mehrheitswahlrecht. In Frankreich oder Großbritannien müssen sich die “Demokraten” schon zu einer einzigen Partei vereinigen und somit das wahre Wesen dieser “Demokratie” entlarven um die Rechten in Zukunft von der Macht abzuhalten.

  6. Wagenknechtspartei ist eine Ablenkung. Alles in der CIA Regie -dabei musst selbst “Domina” nicht wissem dass sie eine Marionette ist.

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    1. Das die SiAjEj ihre dreckigen Finger im BSW hat, ist an der Hetze der Wagenknechte gegen Russland zu merken. Frau Wagenknecht hetzt genüsslich mit und faselt was vom Überfall Russlands auf die Ukraine.
      Die Wagenknechte nebst der obersten Wagenknechtin sind dazu da, unzufriedene Wähler aufzufangen und ändern wird sich trotzdem nichts.

  7. Das BSW heißt zwar nach Frau Wagenknecht, aber sie selbst gestand schon ein, dass sie sich nicht als typische Führerin bzw. Alpha Frau sieht. Und tatsächlich bescheinigen ihr die meisten Experten mit Hintergrundwissen, dass sie wohl eine typische Sigma-Frau ist, die sich ganz schnell anpasst oder bei unüberbrückbaren Zumutungen, das Weite sucht und nicht stets bereit ist, kompromisslos wie eine Alpha die Sache zu klären, nämlich dann, wenn ihr „Team“ mehrheitlich etwas ganz anderes möchte. (Die Begrifflichkeiten bitte selbst googeln.) Ich bin selbst ein Sigma-Mann und weiß, wovon ich rede. Ich kämpfe niemals, wenn es sich nicht lohnt oder nur um meine dicken Eier zu beweisen. Aber wenn es wirklich darauf ankommt, dann werde ich zum schlimmsten Alptraum für jeden Alpha. Mein Wappentier könnte der Honigdachs sein, wie ich etwas autonom unterwegs und bekloppt in der Birne.

    Schauen wir uns also ihr „Team“ einmal genauer an und erkennen dann ganz eindeutig, mehr als eine aufgehübschte Version von der LINKEN ist das BSW nicht.

    Die große Mehrheit in Schland hat noch gar nicht begriffen, dass die alten Rezepte der Altparteien und erst recht der Sozialisten und Kommunisten absolut nichts verbessern, im Gegenteil noch viel schneller in den Untergang führen werden. Der Karren sitzt mittlerweile dermaßen tief im Dreck, dass nur noch ein radikal libertärer Schnitt, nach der Art von Herrn Krall, die Umkehrung vom Desaster bewirken könnte. Gleichzeitig müsste dem Volk und jedem Einzelnen ein Mindestmaß an Souveränität, echter Mitbestimmung und Verantwortung zurückgegeben und damit die Fremdbestimmung, auch und gerade die von außen, zum Teufel gejagt werden. Der Parteienstaat und die darin verankerten gekauften Parteien als typische Schmarotzer, bewirken letztendlich immer den Tod jeglicher Gemeinschaft. Das politische System gehört grundlegend zu mehr echter und direkter Demokratie reformiert und die Macht aller gesellschaftlichen und politischen Parteien auf ein Tausendstel reduziert. Lobbyismus ist Korruption und ist ein Verbrechen an der Gesellschaft und an jeder freiheitlich denkenden Person.

    Das BSW ist die letzte Reserve des verkommenen Schweinesystems, um weiterhin gegen die tatsächlichen Interessen der Menschen durchregieren zu können. Wer diese globale Verarschung, wie sehr globale Kapitaleliten bzw. Oligarchen und linke Faschisten Hand in Hand die ganze Welt an sich reißen zu wollen, nicht erkennt, der ist ein kompletter Narr. Boostert euch Ihr Narren und dann ganz schnell ab in die Urne oder haltet euch wenigstens bei der politischen Willensbildung heraus, – elende Schwachmaten!

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  8. Höcke hat versprochen, dass seine erste Amtshandlung als Ministerpräsident von Thüringen, die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages wäre. Seitdem spielt die Meute wilde Sau. Der ÖrR ist eine einzige Sumpflandschaft, die korrupt, sittenwidrig und totalitär die Bürger ausnimmt und als Gegenleistung die Bürger Beschimpfungen, AfD-Bashing und Volksverhetzung zukübelt. Das Gleiche soll mit der sogenannten “Zivilgesellschaft” geschehen. Auch dort blubbert ein endloser Sumpf, durch von Milliarden an Steuergeldern finanzierter Sozialfaschisten, deren einzige Aufgabe in der Bekämpfung der Opposition besteht. Und aus diesem Grund haßt das rot/grüne Establishment die AfD – und vor allem Höcke, denn der will ihnen das Geld entziehen.

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    1. Die zweite Amtshandlung von Höcke müsste sein, alle etablierten Politiker, welche uns Schaden zugefügt haben und an dem Corona Betrug beteiligt waren, vor ein Gericht zu bringen. Aber vor kein korruptes deutsches Gericht, denn diese Richter halten nur das Regime am laufen!

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  9. Viel Text, wenig Substanz.

    Wo wurde was von K. G.-E. oder S.W. gesagt oder geschrieben, was diesen Artikel motiviert hat?
    Nicht, dass ich der Autorin keinen Glauben schenke, aber ein Link oder Zitate wären nett gewesen

    1. Das Interview ist im Magazin “Der Freitag” erschienen – einen Link kann ich leider nicht liefern, da mir selbst auch nur ein Foto des Artikels vorlag (er steht wohl nur in der Print-Ausgabe), das ich von einem Kollegen bekommen habe.

      1. Danke.
        Aber ich wüsste wirklich gern, was S.W. sinngemäß gesagt hat. Hat sie der grünen Partei tatsächlich ein Koalitionsangebot gemacht?

  10. Also wer jetzt immer noch wählen geht, dem ist echt nicht mehr zu helfen.
    Die Politiker spielen ihr Spiel mit euch.

    Ich weiß nicht, wer schlimmer ist. Der Wähler oder der Politiker.

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    1. Was wird durch nicht wählen gehen besser?
      Wenn man wählen geht, dann wird man nicht viel ändern, aber ein wenig schon. Wichtig ist nur, dass man es nicht beim Wählen gehen belässt und glaubt man hätte damit seine Schuldigkeit getan.

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      1. “Was wird durch nicht wählen gehen besser?”

        Das ist die falsche Frage.
        Du solltest dich fragen:

        Was wurde durch Wählen gehen besser?

        Na? Was wurde besser?
        Das Chaos vor Deiner Tür ist demokratisch gewählt. Der Wähler will das so. Es spielt keine Rolle, wen er wählt. Er muss nur am Wahltheater teilnehmen. Nach jeder Wahl geht es dem Wähler schlechter, aber hey, der Souverän will das so.

        Es ändert sich erst etwas, wenn der Wähler sich der Wahl verweigert und die Politiker auflaufen lässt. Aber wie mir die 7 Daumen nach unten zeigen, will die Mehrheit die Scheiße da draußen.

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        1. “Was wurde durch Wählen gehen besser?”

          AfD-Politiker bekamen für vernünftige Ansichten/Gegenpropaganda ein öffentliches Forum, das sie ohne die Wahlerfolge nicht erhalten hätten. Die AfD konnte dank ihrer parlamentarischen Auskunftsrechte Skandale aufdecken. Die machthabenden Extremisten haben einige ihrer unpopulärsten Vorhaben aus Angst vor der AfD fallen lassen, z.B. Impfpflicht. Öffentliche Gelder gehen an Politiker und Projekte, die gegen die Machthabenden Widerstand leisten.
          Aber vor allem: indem die Machthabenden immer absurdere Maßnahmen treffen müssen, um die AfD von der Macht abzuhalten, entlarven sie sich und das System. Die Illusion, dass wir in einer Demokratie leben, wird zerstört. Und diese Illusion ist ihre mächtigste Waffe.

          Wenn man nicht wählt, dann sinkt die Wahlbeteiligung. Das hat Herrschende noch nie gestört. Dann heißt es: die Leute sind zufrieden, wenn sie nicht zufrieden wären, würden sie ja alternative Parteien wählen.

  11. Man konnte sich von Anfang an darüber informieren, wer die Gründungsmitglieder des BSW sind und dadurch einschätzen, in welche Richtung die Reise geht.

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  12. Wenn man die letzten Jahre betrachtet, so haben Frauen in der Politik überall da wo man sie gelassen hat, einen verheerenden Schaden angerichtet. Das muss wohl in ihrer Natur liegen. Man könnte sogar spekulieren, dass da wo Männer Schaden anrichten im Hintergrund Frauen am Werk waren.
    Daher: Keine Weiber mehr in der Politik.

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  13. BSW hat bei der Europawahl keine AfD Wähler abziehen können, das stimmt, aber es hat verhindert, dass Wechselwähler von den Blockparteien zur AfD gehen, sondern diese selbst angelockt. Außerdem hat Sahra Wagenknecht in einer Talkshow Krah und Höcke als Nazis bezeichnet. Das erregte bei mir den Verdacht, sie würde Koalitionsgespräche mit der AfD führen und fordern, dass die “Nazi” dafür kalt gestellt werden, um die AfD zu spalten. Jetzt lese ich also, dass sie mit den Grünen koalieren will. Ich glaube, das ist Plan A. In diesem Fall kommt aber Plan B zuerst, weil er scheitern wird, und Sahra einen Grund liefert, mit den Grünen zu koalierten. Ich glaube aber, dass sie auf jeden Fall probieren wird, die Grünen zu spalten. Viel Glück dabei, Sahra!

    1. Sie wird mit den Faschisten auf den Regierungsbänken paktieren, das ist tausend Prozentig sicher!

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  14. Wenn man ihr genauer zuhörte war schon klar wie sie tickt und in welche Richtung das BSW geht. Allein schon, daß ihr Name Programm ist, ist äußerst verdächtig, da dies nach Überheblichkeit, Geltungsbedürfnis und anderen negativ zu bewertenden Begriffen führt. Sie und ihre Anhänger sind keine Option!

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  15. Ja, Sahra ist hübsch und redegewandt, aber Sie ist ein kommunistischer Werwolf in einem demokratischen Schafpelz.

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  16. sie ist ein “trojanisches Pferd – mehr nicht – Wähler von der AFD weglocken, das ist ihr Auftrag

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  17. Allein die Meldung, dass Wagenknecht einer Koalition mit den Grünen nicht abgeneigt ist, sollte dem blöden Deutschen klar machen, dass sie einen Dreck tun wird für sie. Ob Massenmigration, Energiewende usw., alles bleibt, wie es ist. Wenn sie wirkliche eine Wende in der Politik herbeiführen wollte, würde sie sich mit der AfD unterhalten. Sicher nicht mit den Altparteien. Aber es ist zwecklos, irgendetwas zu sagen, die Deutschen versemmeln auch diese Wahlen wieder.

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  18. Wer verdächtig oft ins Zwangsbeitragsfernsehen eingeladen wird, kann nur unter Zwängen stehen.

  19. OMG “Edel Domina” mit strenger Haarfrisur. Ein Look der Kommunistin Rosa Luxemburg vor Hundert Jahren. Bald sind Kommunistenweiber verschleiert. Dann ist schluß mit Frisur. Dann gehts an den Kochtopf und ans Kindermachen. Die Deutschen wollen es so. Die letzten Wahlen haben es gezeigt.

  20. divide et impera (teile und herrsche)
    das Prinzip haben die Römer vor 2000 Jahren schon sehr effektiv umgesetzt.
    Ich würde aktuell so vorgehen:
    – im Umfeld von Mdm. S.W. mehrere Vertrauenleute positionieren.
    – Mdm. konzertiert einflüstern, sie sei der neue Stern am Politikhimmel und die neue weiße Hoffnung und all das, was sie ohnehin immer schon sein wollte.
    – Mdm. in den Medien hochjazzen lassen.
    – die AfD – Umfragewerte im Blick haben und mich freuen, wie mein Plan funktioniert.

  21. Die Anziehungskraft der Frau Wagenknecht für rechte Wähler ist vor allem auf zwei Themen zurückzuführen: Außenpolitik und Migrationspolitik. Das sind aber gerade zwei Politikfelder, auf die Regierungen von Bundesländern praktisch keinen Einfluß haben. Das Establishment kann also das BSW in den Ostländern gewähren lassen ohne befürchten zu müssen, einen Rückschlag in der “Transformation” zu einer Diktatur zu erleiden.
    Eher im Gegenteil, denn das BSW schwört auf den Segen von Verstaatlichung und Umverteilung. Und angesichts der stramm politisch korrekten Lebensläufe der meisten linken BSW-Kandidaten in den Ländern ist es trotz zensurkritischer Äußerungen von Frau Wagenknecht nicht zu erwarten, dass es dem BSW an Eifer in der Abschaffung von Bürgerrechten im “Kampf gegen rechts” mangeln wird.

  22. Fritz Niedlich sagt:

    @ Frau Mirjam Lübke: Wie immer: klar, sachlich-analytisch und dabei brilliant ausgedrückt !

    Freude beim Lesen.
    Hochachtung !