
Mehr als zwei Jahre ist es mittlerweile her, dass Robert Sesselmann zum neuen Landrat im Thüringer Landkreis Sonneberg gewählt wurde. Die Entscheidung der Bürger hatte für massive Empörung der üblichen “Gegen-Rechts”-Agitatoren bundesweit gesorgt, wurde gar als Sündenfall betrachtet. Aus demokratischer Sicht war es überfällig, notwendig und richtig, die AfD endlich in Verantwortung zu nehmen, damit sie beweisen kann, ob sie es am Ende besser macht als die etablierten Vertreter – auch wenn die Kommunalpolitik hier nur geringe Spielräume erlaubt. Zieht man eine Zwischenbilanz, so fällt diese zweifelsohne gemischt aus: Erreicht wurde in Sonneberg vor allem eine Modernisierung der Verwaltung durch konsequente Digitalisierung. Eine Haushaltskonsolidierung ist eingeleitet, umfangreiche Sparmaßnahmen hat der 52-Jährige Sesselmann in Gang gesetzt. Zwar auf niedrigem Niveau, aber dennoch spürbar hat sich die Zahl der Abschiebungen aus dem Landkreis immerhin verdreifacht.
Gemessen daran, dass entsprechende Verwaltungsakte nur im Zusammenspiel mit einer Vielzahl anderer Behörden möglich sind, die tendenziell gegen den AfD-Politiker im Amt gearbeitet haben dürften (und weiterhin arbeiten), um die These vom angeblichen Blendwerk der AfD zu bestätigen, die auch nur mit Wasser koche, ist das ein respektabler Erfolg. Auch wurde die Bezahlkarte für Flüchtlinge eingeführt. Und das Bemühen um einen Erhalt örtlicher Gesundheitsstrukturen – ebenfalls nur im Rahmen der für einen Landrat limitierten Möglichkeiten – ist kaum zu übersehen. Zudem hat der AfD-Kommunalchef lokale Projekte wie die Sternwarte-Sanierung gefördert. Außerdem sattelte er auf einen günstigeren Dienstwagen um und hat erfolgreich den Bau weiterer Windkrafträder-Ungetüme blockiert.
Limitierte Möglichkeiten eines Landrats
Natürlich werden diese Erfolge madig gemacht durch die hämischen Verweise der politischen Gegner in den Kartellparteien und ihrer Medienverbündeten, die Sesselmanns Amtszeit als Desaster hinstellen, um das, was sie schon von Beginn an behaupteten, zu “beweisen”: Dass die AfD es nicht nur nicht könne, sondern ihre Wählern täusche, weil sie die vollmundigen Versprechen selbst nicht umsetzen würde. So werfen Kritiker Sesselmann etwa vor, dass die Kreisumlage für die Gemeinden während seiner Amtszeit gestiegen sei. Auch sei das Versprechen einer pragmatischen Lösung für Infrastrukturprobleme nicht eingelöst worden, wie die weiterhin gesperrte Straße nach Lauscha zeige. Auch sei die konsequente Umstellung von Geld- auf Sachleistungen für Migranten trotz der Bezahlbare ausgeblieben, ein Antrag zu Maßnahmen gegen den „Kollaps durch Masseneinwanderung“ wurde zurückgezogen. Und trotz anderslautender Vorhaben musste der lokale Klinikträger „Regiomed“ 2024 Insolvenz anmelden; in der Folge kam es zu Jobverlusten. Die Schließung der Grundschule in Mengelsdorf-Hämmern nach 160 Jahren Bestehen konnte ebenfalls nicht abgewendet werden – und die angekündigte Streichung von Geldern für „Demokratie“-Projekte wurde vom Landkreis abgesagt.
Aber bei all diesen Rückschlägen oder Versäumnissen muss ebenfalls fairerweise eingestanden werden, dass dem AfD-Verwaltungschef hierbei eben zahlreiche Kompetenzen fehlten, um tatsächliche Veränderung herbeiführen zu können. Die Bürger in Sonneberg wissen dies und sind im Großen und Ganzen mit dem ersten AfD-Landrat Deutschlands mehrheitlich zufrieden. Der Rechtsanwalt wird im Auftreten als bürgernah und pragmatisch beschrieben, als „normaler Typ von nebenan“, der sich nicht scheut, weiteren die “Eliten” und die Landesregierung herauszufordern. Dem wie seine gesamte Partei als „rechtsextrem“ gebrandmarkten Sesselmann wird ein vermittelnder und ausgleichender Charakter bescheinigt. Den von Linken befürchteten strukturellen Anstieg von Ausländerfeindlichkeit gab es in Sonneberg natürlich ebenfalls nie.
Ein Landrat ist kein Ministerpräsident
Zwar hat laut Umfragen die Polarisierung vor Ort zugenommen, weil die einstige „Weltspielwarenstadt“ in der öffentlichen Wahrnehmung zu einem „Testlabor für die Blauen“ degradiert wurde – doch dies ist vor allem auch dem Treiben der berüchtigten “Zivilgesellschaft” geschuldet. Regionale Initiativen organisieren pausenlose “Gegenwehr” und sorgen damit erst für den Imageschaden, den sie dann versuchen, Sesselmann und der AfD in die Schuhe zu schieben. Inwieweit dieser wirklich dazu führte, dass Investoren und Touristen das Gebiet meiden, lässt sich nur schwer objektivieren. Die Kriminalitätsrate in Sonneberg erweist sich als konstant und entspricht dem südthüringischen Niveau , dasselbe gilt für die Wirtschaftsleistung. Die Arbeitslosenquote änderte sich entsprechend des bundesweiten Trends, und auch der Ausländeranteil unter der Bevölkerung bleibt gleich. Die Armutsquote Sonnebergs liegt ebenfalls im Durchschnitt. Dass die Zahl der ankommenden Asylbewerber innerhalb von sechs Monaten um 80 Prozent stieg, ist die Schuld der Landesregierung, die hier dem AfD-Landrat wohl trotzig erst recht einen “Stein in den Garten werfen” wollte – und auch hiergegen konnte sich der Landrat ob seiner begrenzten kommunalen Zuständigkeiten und Kompetenzen kaum wehren.
Das alles war absehbar und bekannt, seine damalige Wahl war daher auch mehr von symbolischer Bedeutung, als dass sie einen realen lokal begrenzten Politikwechsel hätte zur Folge haben können. Wer Sesselmann jedoch Stagnation vorwirft, der hatte seine Erwartungen wohl allzu steil angesetzt und zu hoch gepokert. Ein Landrat ist kein Ministerpräsident. Treffender könnte man seine bisherige Amtszeit als Kontinuität mit neuen Akzenten überschreiben. Generell mag es ernüchternd klingen, ist, aber wenig überraschend: Nein, die AfD ist kein Heilsbringer, Wunder wird es auch unter ihrer Regentschaft nicht geben. Eine politische Wende muss vom Bund ausgehen.
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8 Antworten
@Punktuelle Erfolge und viel Kontinuität
wie sagten die Umfragen bei Merkel : die besser-als-erwartet-Kanzlerin – so auch hier.
Angesichts der Situation, das im Regime ein Netzwerk der Abhängigkeiten aufgebaut ist – Dorf kann nicht ohne Stadt, Stadt kann nicht ohne Kreis, Kreis kann nicht ohne Land, Land kann nicht ohne Bund – und alle „unsere Demokraten“ gegen die AFD arbeiten und sabotieren, ist dieses Ergebnis mehr als respektabel.
Die Untergeordneten können erst richtig erfolgreich arbeiten, wenn die AFD im Bund die Oberkontrolle hat und von dort die Sabotage dann minimieren kann – es gibt da nicht wenige, die gefeuert werden müssen, da paßt es ganz gut, das die AFD die Zahl der Staats- ver…, ich will bei denen nicht Staatsdiener sagen – und alles andere könnte einen Besuch des Staatsschutzes hervorrufen – auf jeden Fall verringern will – dabei muß durch gute Auswahl dafür gesorgt werden, das die linken Saboteure draußen sind und die guten Leute bleiben.
Und – hihi – die Linken haben sich ja oben hingesetzt – das heißt auch – wenn die draußen sind, gibt es wieder Aufstiegsmöglichkeiten für die, die arbeiten und was von ihrer Arbeit verstehen. Beförderungen durch Eigenleistung verdienen – in den oberen Chargen eine ganz neue Erfahrung.
Tja aber in Thüringen und im ganzen Idiotenland ist der ein Nazi und ein absolut unwillkommener Mensch. Ein Mensch den die Kommunisten in diesem Drecksstaat am liebsten an die Laterne hängen würden.
Irgend so ein knallroter Altparteienarsch hat doch schon wieder rumgekotzt, das unter dem AfD Landrat eine Grundschule geschlossen wurde. Glatte Lüge, denn das haben die Kommunisten vor ihm schon beschlossen. Die Altparteien – Drecksbande versucht einfach alles, um AfD ler zu diskreditieren. Von Beschimpfungen ünd Sachbeschädigungen ganz zu schweigen.
„Russisches trojanisches Pferd AfD“ als neue Rechtfertigung für AfD-Verbot
Die völlig eskalierte Bundestagsdebatte vom 5. November hatte wohl zweifelsfrei Signalwirkung. Das „Altparteien-Gespons“ scheint offenbar nun zum widerholten Male die „Ultima Ratio“ im Umgang mit dem schier unaufhaltsamen Aufstieg der AfD, gefunden zu haben.
Säbelrasseln und Kriegsgeschrei allerorts
Hatte man besagte, von den Fraktionen der Regierungsparteien anberaumte Debatte verfolgt, mochte man meinen, Deutschland befinde sich bereits im Krieg mit Russland, wie auch anonymousnews berichtet hatte.
Auswirkungen des Verhältnisses der AfD zu Russland auf Deutschlands Sicherheitsinteressen, Kein Patriotismus, sondern mögliche Gefährdung unserer Sicherheit” lautete der Titel der Debatte. Obendrein würden freilich die Russland-Kontakte der AfD, die deutsche Sicherheit gefährden. Keinesfalls jedoch das unaufhaltsame wie unüberhörbare „Kriegsgeschrei“ eines Friedrich Merz oder Johann Wadephul.
Die Grünen wollten in der AfD gar das „trojanische Pferd” des Kremls erkannt haben.
Von einer „russlandtreuen Schläfer-Zelle” in den Reihen der Rechtskonservativen war vonseiten der CDU die Rede, womit die AfD fraglos in die Nähe des Terrorismus gerückt wurde.
Auch die Linke, vertreten durch den Redner Jan Köstering, eiferte freilich bei der Spionage-Hysterie gegen die AfD mit. Sowohl Grüne als auch Linke schlugen die Trommel für einen Verbotsantrag euphorisch.
https://www.unser-mitteleuropa.com/180929
Erzbistum Berlin
Katholische Kirche führt Gesinnungs-Tüv für Pfarrei- und Gemeinderäte ein
Kandidaten für Gemeinderäte des Erzbistums Berlin müssen künftig einen Gesinnungs-Tüv durchlaufen. Nun ist der Verfassungsschutz Maßstab dafür, wer noch antreten darf.
https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2025/katholische-kirche-fuehrt-gesinnungs-tuev-fuer-pfarrei-und-gemeinderaete-ein/
Mein Respekt gilt diesem Landrat, weil er sich diesem System stellt und trotz kleinster Erfolge weiter macht.
Im ganzen Land muß sich das Politische ändern, nur so kann viel mehr umgesetzt werden. Den Noch-Politikern liegt viel daran ihre Macht festzuhalten, sonst verlieren sie doch die vielen Annehmlichkeiten.
Der radikalisierte Corona-Diktator Söder teilt mal wieder heftig gegen die AFD aus und verbreitet verschwörungsideologischen Schwachsinn:
JU-Veranstaltung
„Bücklinge“, „Hofnarren Putins“ und „Kremlknechte“ – Söder teilt hart gegen die AfD aus
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat der AfD große Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen. „Diese Truppe, das sind Bücklinge, das sind die Hofnarren Putins, das sind Kremlknechte“, sagte Söder beim Deutschlandtag der Jungen Union im südbadischen Rust. AfD-Bundestagsabgeordnete würden Besuchergruppen in die russische Botschaft in Berlin einladen. „Das sind keine Patrioten, das sind Verräter an unserem Land“, sagte Söder.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article6919b90501d4323346e4f6bb/soeder-und-die-afd-buecklinge-hofnarren-putins-und-kremlknechte-csu-chef-teilt-hart-aus.html
Klar muß ein grundlegender Wandel zum Besseren vom Bund ausgehen. Ein Landrat ist nur ein Beamter, der die bestehenden Gesetze umsetzen muß.