
Diese Bundesregierung ist noch nicht lange im Amt – und dennoch zeichnet sich bereits ein klares Muster ab: Friedrich Merz regiert nicht für die breite Bevölkerung, sondern für wirtschaftlich gut Situierte, geopolitische Gefolgschaft und betreibt eine Politik der Härte nach unten. Die innenpolitische Realität offenbart eine deutliche Schieflage: Die Regierung setzt ihre Schwerpunkte nicht dort, wo der gesellschaftliche Druck am größten ist. Die rotschwarze Koalition steht für Aufrüstung statt sozialem Ausgleich, denn Während Millionen Menschen unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden, setzt Merz andere Prioritäten: mehr Militär, mehr geopolitische Konfrontation – und gleichzeitig Druck auf den Sozialstaat. Die Richtung ist klar: Wer unten ist, soll sparen. Wer oben ist, wird entlastet. Das ist kein Zufall, sondern entspricht dem wirtschaftsliberalen Kurs, für den Merz seit Jahrzehnten steht. Schon lange fordert er Entlastungen für Unternehmen und höhere Leistungsanreize für Kapital – verbunden mit der Forderung, Sozialausgaben zu begrenzen, zu „überprüfen“ oder effizienter zu gestalten.
Hinter diesen hochtrabenden Begriffen verbirgt sich politisch nichts anderes als eine klare Verschiebung: weniger staatliche Umverteilung, mehr Eigenverantwortung – und damit faktisch Druck auf soziale Sicherungssysteme. Ob bei der Diskussion um das Bürgergeld, bei Rentenfragen oder bei Sozialtransfers insgesamt – der Tenor ist derselbe: Der Sozialstaat gilt nicht als Schutz, sondern als Kostenfaktor. In der Praxis bedeutet das: Während Entlastungen für Unternehmen und Besserverdienende als notwendig für Wachstum dargestellt werden, geraten soziale Leistungen zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Hier zeigt sich die politische Schieflage – und sie ist kein Betriebsunfall, sondern Programm. Diese politische Schieflage zeigt sich jedoch nicht nur in der Sozialpolitik – sie wird besonders deutlich in der sicherheitspolitischen Ausrichtung der Regierung.
Nicht an Beendigung des Krieges interessiert
Statt auf Deeskalation und diplomatische Lösungen zu setzen, treibt Friedrich Merz eine Politik der Aufrüstung voran. Der Begriff der „Kriegstüchtigkeit“ macht wieder die Runde, die Verteidigungsausgaben steigen, und die Rüstungsindustrie erlebt einen neuen politischen Stellenwert. Milliarden fließen in militärische Strukturen – während gleichzeitig im sozialen Bereich gespart oder zumindest gebremst wird. Das wirft eine grundlegende Frage auf: Ist diese Entwicklung sicherheitspolitisch alternativlos – wie es aus Regierungskreisen oft dargestellt wird – oder das Ergebnis einseitiger politischer Entscheidungen? Nichts ist alternativlos und irreversibel, Frau Merkel und Herr Merz!
Ich werfe Friedrich Merz vor, dass er zu stark auf militärische Stärke setzt und gleichzeitig diplomatische Optionen zu wenig ausschöpft. Insbesondere der fehlende ernsthafte Versuch, wieder in einen direkten politischen Dialog mit Russland einzutreten, ist ein zentrales Versäumnis, und zeigt in meinen Augen, dass Merz – ebenso wie seine bellizistischen Kollegen Keir Starmer, Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen – an einer Beendigung des Krieges nicht ernsthaft interessiert ist. Die genannten, eliteinstruierten Politmarionetten gefährden in einem hohen Maße die Sicherheit Europas bei gleichzeitiger Füllung der Kassen der Rüstungsindustrie. Die Folgen dieser Politik sind nicht nur sicherheitspolitischer Natur. Der anhaltende Konflikt wirkt sich auch massiv auf die wirtschaftliche Lage aus – insbesondere über die Energiepreise. Die hohen Kosten für Energie belasten Industrie und Verbraucher gleichermaßen und schwächen den Standort Deutschland spürbar.
Entbürokratisierung? Von wegen!
Statt aktiv auf Entspannung hinzuwirken, forciert die Regierung diese Entwicklung – mit weitreichenden Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Kombination aus geopolitischer Konfrontation, steigenden Militärausgaben und wirtschaftlichem Druck verstärkt die Belastungen, unter denen große Teile der Bevölkerung bereits leiden. Diese Politik setzt auf Eskalation, wo Deeskalation möglich wäre – und setzt damit nicht nur die wirtschaftliche Stabilität, sondern auch die sicherheitspolitische Lage des Landes zusätzlich unter Druck.
Von der versprochenen Entbürokratisierung keine Spur: Erinnern Sie sich noch an die Bierdeckelgeschichte von Friedrich Merz, werte Leserinnen und Leser? Sie stammt aus einer Zeit, in der Friedrich Merz als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und maßgeblicher finanzpolitischer Kopf der CDU/CSU-Opposition auftrat. 2003 sagte Merz: „Die Steuererklärung muss auf einen Bierdeckel passen.“ Bürger sollten ihre Steuer sehr einfach, etwa auf einem Bierdeckel berechnen können. Gemeint war damit ein radikal vereinfachtes Steuersystem mit wenigen Stufen – und vor allem: deutlich weniger Bürokratie in Deutschland. Die Realität ist heute denkbar weit davon entfernt. Die Zahlen sind eindeutig – und sie sind ein politisches Armutszeugnis. Nach Angaben des Normenkontrollrats belaufen sich allein die messbaren Bürokratiekosten für Unternehmen auf rund 17 Milliarden Euro jährlich. Studien gehen insgesamt sogar von Belastungen in der Größenordnung von über 60 Milliarden Euro aus. Mehr als die Hälfte der Unternehmen nennt Bürokratie inzwischen als eines der größten Geschäftsrisiken. Zeit, Geld und Personal fließen nicht in Innovation oder Wachstum, sondern in Formulare, Nachweise und Verwaltungsvorschriften. Während andere Länder Genehmigungen beschleunigen und Verfahren digitalisieren, bleibt Deutschland bei langsamen Prozessen und komplexen Zuständigkeiten zurück.
“Sondervermögen”: Schulden unter neuem Etikett
Dies ist keine Randnotiz, sondern zeugt von einem strukturellen Problem, das die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit direkt trifft. Diese Entwicklung steht im völligen Widerspruch zu dem, was Friedrich Merz einst versprochen hat. Weniger Bürokratie, mehr Klarheit, mehr Einfachheit – der berühmte „Bierdeckel“ war das Symbol dafür. Und Merz, der einst die Vereinfachung versprach, steht heute für mehr Komplexität, mehr Regulierung und mehr Stillstand. Das deutsche Steuerrecht ist weiterhin komplex – und von der versprochenen radikalen Vereinfachung fehlt jede Spur. Der „Bierdeckel“ ist damit nicht nur ein gebrochenes Versprechen – er ist zum Symbol einer Politik geworden, die Probleme erkennt, aber nicht löst. Er steht heute vor allem für eines: große Worte und kleine Ergebnisse. Besonders deutlich wird die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei den sogenannten „Sondervermögen“. Was politisch als cleveres Instrument verkauft wird, ist in Wahrheit Schuldenpolitik mit neuem Etikett. Die Schuldenbremse wird formal eingehalten, praktisch aber unterlaufen, weil Ausgaben aus dem Kernhaushalt verschoben werden können und so im regulären Etat Spielräume entstehen, die dann für ganz andere Zwecke genutzt werden.
Davor warnte kürzlich das ifo-Institut ausdrücklich: Wenn bereits geplante Investitionen im Kernhaushalt gekürzt und in schuldenfinanzierte Sonderhaushalte verlagert werden, ist das nach den Worten von ifo-Präsident Clemens Fuest nichts anderes als Zweckentfremdung. Die neuesten Zahlen sind brisant. Nach Reuters, unter Berufung auf aktuelle Berechnungen des Instituts, stieg die Verschuldung über das “Infrastruktur-Sondervermögen” 2025 um 24,3 Milliarden Euro, während die tatsächlichen Investitionen des Bundes gegenüber 2024 nur um 1,3 Milliarden Euro zunahmen. Das ergibt eine Lücke von rund 23 Milliarden Euro zusätzlicher Schulden, die eben nicht in zusätzliche Investitionen geflossen sind. Reuters berichtet weiter, das ifo-Institut veranschlage die Zweckentfremdung auf 95 Prozent der eingesetzten Mittel. Fuest formulierte es unmissverständlich: Die Regierung habe die schuldenfinanzierten Mittel „nahezu vollständig“ für andere Zwecke genutzt, also zum Stopfen von Haushaltslöchern.
Zweckentfremdung und Veruntreuung von “Infrastruktur“-Mitteln
Mit dieser Kritik steht ifo nicht allein. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) war bereits zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass 86 Prozent der Mittel für 2025 zweckentfremdet worden seien Das IW beschreibt mehrere konkrete Fälle, in denen Ausgaben aus dem Kernhaushalt abgesenkt und anschließend über das “Sondervermögen” ersetzt wurden — etwa bei Schiene, Brücken, Breitbandausbau und Klimaposten. Der Effekt ist politisch bequem, aber wirtschaftlich irreführend: Es sieht nach Investitionsoffensive aus, während in Wahrheit Haushaltsluft geschaffen wird. IW-Haushaltsexperte Tobias Hentze sprach in diesem Zusammenhang von einem Verlust an Glaubwürdigkeit und warf der Regierung vor, statt neuer Infrastruktur mit dem Sondervermögen faktisch andere Haushaltslasten zu entlasten.
Zuvor war wiederum von ifo bereits in der Analyse des Bundeshaushalts 2025 eine ähnliche Warnung vorgebracht worden. Darin hieß es, zentrale Infrastrukturprojekte seien im Kernhaushalt gekürzt und ins “Sondervermögen” ausgelagert worden. Die formale „Zusätzlichkeit“ könne so zwar auf dem Papier erfüllt werden, tatsächlich würden aber reguläre Haushaltsmittel ersetzt. Zudem verweist die ifo-Analyse darauf, dass im schwarz-roten Entwurf Sozial- und Verteidigungsausgaben deutlich an Gewicht gewinnen, während die kreditfinanzierten Ausgaben insgesamt steigen. Konkret bedeutet das: Der Staat gibt mehr Geld aus, als er einnimmt. Für steigende Sozialausgaben und massive Investitionen ins Militär reicht das vorhandene Budget nicht aus – also wird die Differenz über neue Schulden finanziert. Das passt ins Bild einer Regierung, die lieber neue Schulden macht, um ihre Probleme zu verstecken, statt offen zuzugeben, dass ihr das Geld an den entscheidenden Stellen fehlt.
Verheerende Zwischenbilanz
Das Problem fehlender Gelder wäre in meinen Augen relativ einfach lösbar: den Kontakt zu Russland wieder suchen, und die Abhängigkeit von den USA reduzieren. Die schwachsinnigen, überzogenen Rüstungsausgaben würden sich reduzieren, und ständen vermehrt für soziale Zwecke zur Verfügung. Mit der vorhandenen Personalqualität in der Regierung scheint dies aber nicht machbar zu sein. Selbst in der wirtschaftswissenschaftlichen Beratung des Bundesfinanzministeriums (BMF) ist die Problemlage benannt worden. Der Wissenschaftliche Beirat beim BMF kritisierte laut der ifo-Analyse, Sondervermögen seien zwar formal mit der Schuldenbremse vereinbar, unterliefen aber deren Logik, weil sie Umschichtungen aus dem Kernhaushalt ermöglichten. Darin liegt der Kern des Problems: Was die Regierung als Zukunftsinvestition verkauft, wird politisch zu einem Verschiebebahnhof.
Für die Zwischenbilanz der Regierungsarbeit von Friedrich Merz ist das verheerend. Der eigentliche Skandal ist nicht nur die neue Verschuldung, sondern die politische Täuschung dahinter: Der Öffentlichkeit wird Aufbruch versprochen, tatsächlich werden alte Löcher mit neuem Geld zugeschüttet. Statt eine marode Infrastruktur konsequent zu modernisieren und das Land zukunftsfähig zu machen, bedient sich die Große Koalition eines Schattenhaushalts, um Luft im regulären Etat zu schaffen. Das ist keine Investitionspolitik mit klarem Kompass, sondern Umbuchungskosmetik auf Pump. Und Friedrich Merz trägt dafür politische Verantwortung — nicht nur, weil er diese Linie mitträgt, sondern weil sie das genaue Gegenteil dessen ist, was als wirtschaftliche Vernunft vor der Bundestagswahl verkauft wurde.
Wirtschaftspolitik: Viel angekündigt, wenig geliefert
Auch wirtschaftspolitisch fällt die Bilanz ernüchternd aus. Die Hoffnung, dass unter Friedrich Merz wirtschaftliche Kompetenz und Stabilität zurückkehren würden, hat sich bislang nicht erfüllt – im Gegenteil. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Bereits 2024 wurde ein deutlicher Anstieg verzeichnet, und auch 2025 setzte sich dieser Trend fort. Experten sprechen von der stärksten Insolvenzwelle seit Jahren. Besonders betroffen sind energieintensive Branchen, das Baugewerbe sowie weite Teile des Mittelstands. Für viele Unternehmen werden hohe Energiekosten, steigende Zinsen und bürokratische Belastungen zunehmend zur Existenzfrage. Parallel dazu zeigt sich ein weiterer, langfristig noch gefährlicherer Trend: Unternehmen ziehen sich zurück. Investitionen werden verschoben, Produktionskapazitäten ins Ausland verlagert oder gar nicht erst in Deutschland aufgebaut. Prominente Beispiele wie BASF haben angekündigt, ihre Aktivitäten verstärkt ins Ausland zu verlagern – unter anderem wegen dauerhaft hoher Energiepreise und ungünstiger Standortbedingungen. Auch viele andere Industrieunternehmen prüfen oder vollziehen ähnliche Schritte.
Gleichzeitig bleibt Deutschland für internationale Investoren zunehmend unattraktiv. Hohe Energiekosten, komplexe Regulierung und langwierige Genehmigungsverfahren gelten als zentrale Standortnachteile. Während andere Länder gezielt um Investitionen werben und Verfahren beschleunigen, verliert Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit. Besonders deutlich wird die Entwicklung in der Automobilindustrie – lange das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Der politisch forcierte Strukturwandel hin zur Elektromobilität, kombiniert mit regulatorischem Druck und strategischen Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre, setzt die Branche massiv unter Druck. Die Unsicherheit wächst, Investitionen werden vorsichtiger, und zentrale Wertschöpfungsketten geraten ins Wanken. Das Gesamtbild ist eindeutig: Die wirtschaftliche Dynamik lässt nach, Investitionen bleiben hinter den Erwartungen zurück, und die Verunsicherung in der Wirtschaft wächst. Gerade vor diesem Hintergrund wiegt es schwer, dass die erhoffte wirtschaftspolitische Wende ausbleibt. Friedrich Merz, der angetreten ist, wirtschaftliche Vernunft und Stabilität zu verkörpern, bleibt diesen Anspruch bislang schuldig. Statt klarer Impulse entsteht der Eindruck einer Politik, die zentrale Probleme erkennt – aber nicht entschlossen genug handelt, um sie zu lösen.
Migration: Große Ankündigungen, kleine Wirkung
Auch in der Migrationspolitik zeigt sich das gleiche Muster: große Ankündigungen, begrenzte Umsetzung. Verschärfungen wurden versprochen, eine „Wende“ in Aussicht gestellt – doch in der Realität bleibt vieles Stückwerk. Verfahren dauern weiterhin zu lange, Rückführungen scheitern häufig an rechtlichen, organisatorischen oder politischen Hürden, und selbst beschlossene Maßnahmen werden nur zögerlich umgesetzt. Ein Blick auf die Zahlen macht die Schieflage deutlich: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 168.000 Asylanträge gestellt – deutlich weniger als in den Vorjahren, aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig gelingt es nur begrenzt, abgelehnte Asylbewerber tatsächlich zurückzuführen. Zwar wurden über 22.000 Menschen abgeschoben, doch ein großer Teil der Rückführungen scheitert – Schätzungen zufolge rund 60 Prozent der Versuche. Hinzu kommt: Hunderttausende Menschen gelten weiterhin als ausreisepflichtig, viele von ihnen mit Duldung. Gleichzeitig steigen die Belastungen für Städte und Gemeinden spürbar. Kommunen berichten von wachsenden Kosten für Unterbringung, Integration und Verwaltung sowie von strukturellen Engpässen bei Wohnraum, Kitas und Schulen. Die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und praktischer Umsetzung wird damit immer offensichtlicher.
Die Probleme sind also längst Realität – nur eine klare Linie der Regierung fehlt weiterhin. Dabei ist Migration kein isoliertes Thema. Sie ist eng mit außenpolitischen Entwicklungen verknüpft – mit Konflikten, Instabilität und geopolitischen Entscheidungen. Umso schwerer wiegt es, dass die Regierung weder innenpolitisch konsequent handelt noch außenpolitisch eine Strategie erkennen lässt.
Wirtschaftsschädigende Entscheidungen auch in der Außenpolitik
Auch die außenpolitische Linie dieser Regierung fügt sich nahtlos in das Gesamtbild ein: klare Positionierungen, aber wenig erkennbare strategische Eigenständigkeit. Die Bundesregierung setzt auf Gefolgschaft statt Souveränität. Auch außenpolitisch zeigt sich ein klares Muster: Merz setzt auf enge Anbindung an die USA – in meinen Augen Vasallentum und offene politische Gefolgschaft. Ob Ukraine-Krieg oder Nahostkonflikt: Die Bundesregierung positioniert sich schnell und eindeutig auf Seiten westlicher Bündnispartner – während diplomatische Initiativen oder eigenständige europäische Strategien kaum sichtbar sind. Eine aktive Rolle als Vermittler oder Impulsgeber für Deeskalation ist nicht erkennbar. Diese Politik hat einen Preis: Hunderttausende vermeidbare Tote sowie hohe Energiepreise, wirtschaftliche Unsicherheit und zunehmender Druck auf die Industrie! Der Wegfall günstiger Energiequellen, geopolitische Spannungen und die zunehmende Entkopplung von wichtigen Märkten wirken sich direkt auf Produktionskosten und Wettbewerbsfähigkeit aus.
Für viele Unternehmen bedeutet das konkret: steigende Kosten, sinkende Planungssicherheit und wachsende Investitionsrisiken. Energieintensive Industrien geraten besonders unter Druck, während gleichzeitig Alternativen oft fehlen oder nur mit erheblichem finanziellen Aufwand erschlossen werden können. Die deutsche Wirtschaft gerät so zunehmend zwischen geopolitische Fronten – und die Regierung liefert darauf bislang keine überzeugende strategische Antwort. Statt einer eigenständigen, ausgewogenen Außenpolitik entsteht eine Linie, die sich primär an den Interessen und Vorgaben der imperialistischen und bellizistischen USA orientiert.
Doppelte Maßstäbe
Besonders deutlich wird die außenpolitische Schieflage in der Frage der Maßstäbe. Während der russische Angriff auf die Ukraine zu Recht als völkerrechtswidrig verurteilt wird, zeigt sich in anderen Konflikten eine auffällige Einseitigkeit – und damit eine Doppelmoral, die immer schwerer zu übersehen ist. So hat sich die Bundesregierung, und mit ihr Friedrich Merz, im Gaza-Konflikt klar und ohne erkennbare Distanz an die Seite Israels gestellt. Merz betonte wiederholt, Deutschland stehe „fest an der Seite Israels“. Gleichzeitig geraten Berichte über massive zivile Opfer – angeblich mehr als 20.000 getötete Kinder –, zerstörte Infrastruktur und mögliche Verstöße gegen das Völkerrecht politisch in den Hintergrund oder werden relativiert. Wer dieses “Völkerrecht” ernst nimmt, kann es nicht selektiv anwenden. Entweder gelten humanitäre Maßstäbe universell – oder sie verlieren ihre Glaubwürdigkeit. Ebenso deutlich wird diese Widersprüchlichkeit im Umgang mit militärischen Spannungen im Iran. Im Zusammenhang mit Aktionen gegen den Iran wurde von der Regierung Verständnis für militärisches Vorgehen signalisiert, statt klar auf Deeskalation und diplomatische Lösungen zu drängen. Besonders irritierend ist dabei die politische Tonlage: Während gegenüber Russland scharfe moralische Urteile gefällt werden, werden militärische Maßnahmen westlicher Verbündeter deutlich zurückhaltender bewertet oder sogar als notwendig dargestellt. Diese unterschiedliche Bewertung vergleichbarer Situationen wirkt nicht wie Prinzipientreue – sondern wie politische Zweckorientierung.
Die Folge ist ein massiver Glaubwürdigkeitsverlust. Von wegen „wertegeleitete Außenpolitik“, wie die ebenfalls kriegstreiberische Ex-Bundesaußenministerin Annalena Baerbock ihre verfehlte, bellizistische Außenpolitik zu betiteln pflegte. Eine Außenpolitik, die sich auf Werte beruft, diese aber nicht konsequent anwendet, untergräbt ihre eigene Grundlage. Sie wirkt nicht moralisch klar – sondern politisch selektiv. Friedrich Merz, der für sich in Anspruch nimmt, außenpolitische Klarheit und Führung zu zeigen, ist vorzuwerfen, dass diese Klarheit nur in eine Richtung gilt. Wo es politisch passt, wird scharf verurteilt. Wo es geopolitisch opportun erscheint, wird relativiert. Das ist keine wertegeleitete Außenpolitik – das ist eine Politik mit doppeltem Maß.
Deutschland als Zielscheibe?
Mit der Rolle Deutschlands als militärischer und logistischer Knotenpunkt wächst auch das Risiko, selbst stärker zur Zielscheibe internationaler Konflikte zu werden. Standorte wie Ramstein sind dabei längst mehr als bloße Infrastruktur – sie sind zentrale Elemente militärischer Netzwerke der USA und der NATO und spielen eine Schlüsselrolle bei Kommunikation, Logistik und operativer Koordination. Es ist seit Jahren bekannt, dass über Ramstein unter anderem militärische Datenströme laufen und Einsätze technisch unterstützt werden. Deutschland ist damit nicht nur Beobachter, sondern Teil einer militärischen Architektur, die weltweit in Konflikte eingebunden ist. Im Kontext aktueller Spannungen im Nahen Osten ist darauf hinzuweisen, dass solche Strukturen für die militärische Handlungsfähigkeit westlicher Staaten von zentraler Bedeutung sind. Und hier liegt die sicherheitspolitische Brisanz: Wer Teil dieser Infrastruktur ist, wird im Ernstfall auch als Teil eines Konflikts wahrgenommen. Damit steigt zwangsläufig das Risiko, selbst in den Fokus möglicher Gegenmaßnahmen zu geraten.
Hinzu kommt, dass diese Rolle politisch gewollt und über Jahre hinweg gefestigt wurde. Die enge Einbindung Deutschlands in militärische Strukturen der USA und der NATO ist das Ergebnis politischer Entscheidungen – auch unter früheren Bundesregierungen, etwa unter Olaf Scholz, der diese Kooperation nicht nur fortgeführt, sondern in Teilen auch weiter gefestigt. Es stellt sich die entscheidende Frage: Muss Deutschland diese Rolle in der aktuellen geopolitischen Lage weiterhin in diesem Umfang erfüllen? Statt diese Frage offen zu diskutieren, hält die politische Führung – und mit ihr Friedrich Merz – an dieser Linie fest. Eine kritische Neubewertung der Risiken ist nicht erkennbar. Im Gegenteil: Die Bereitschaft, Deutschland weiterhin als Teil dieser militärischen Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, bleibt bestehen. Das ist sicherheitspolitisch hochriskant. Denn im Fall einer weiteren Eskalation internationaler Konflikte könnten solche Standorte ins Visier geraten – mit potenziell gravierenden Folgen für die Bevölkerung. Eine verantwortungsvolle Politik müsste hier zumindest prüfen, ob eine stärkere Distanzierung oder Begrenzung notwendig ist. Stattdessen ist erkennbar, dass geopolitische Bündnistreue über die sicherheitspolitischen Interessen des eigenen Landes gestellt wird.
Politik gegen die eigene Bevölkerung
Mit alledem wächst nicht nur die außenpolitische Abhängigkeit – sondern auch das Risiko, dass Deutschland in Konflikte hineingezogen wird, die es selbst nicht entschieden hat, und deren Auswirkungen es nicht kontrollieren kann. Das Fazit ist am Ende eine Politik gegen die eigene Bevölkerung. Zusammengefasst steht Friedrich Merz für eine Politik, die klare Prioritäten setzt – und zwar die grundsätzlich falschen: Aufrüstung statt sozialer Ausgleich, wirtschaftliche Interessen wiegen weniger als “gesellschaftlicher Zusammenhalt”, der in Wahrheit immer mehr zerfasert; außenpolitische Gefolgschaft statt strategische Eigenständigkeit. Der berühmte Bierdeckel sollte einst zeigen, wie einfach Politik sein kann. Heute zeigt er vor allem, wie einfach politische Versprechen gebrochen werden. Dass es – zumindest außenpolitisch – auch anders geht, beweisen andere europäische Länder – wie zum Beispiel Ungarn, die Slowakei oder Spanien. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat in den vergangenen Monaten wiederholt deutlich gemacht, dass nationale Interessen und gesellschaftliche Stabilität nicht automatisch hinter militärischen oder geopolitischen Erwartungen zurückstehen müssen. Er hat sich gegen eine übermäßige Aufrüstung positioniert und betont, dass sein Land nicht jede Form internationaler Eskalation politisch oder praktisch unterstützen wird.
Diese Haltung ist sicher nicht frei von Risiken – aber sie zeigt von einem: politischer Eigenständigkeit und der Bereitschaft, auch gegenüber engen Partnern eigene Grenzen zu setzen. Daran fehlt es der deutschen Politik unter Friedrich Merz. Statt eigenständiger Entscheidungen entsteht der Eindruck einer Linie, die sich stark an äußeren Vorgaben orientiert und dabei die eigenen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen aus dem Blick verliert. Ein Bundeskanzler sollte in erster Linie dem eigenen Land verpflichtet sein. Wer diesen Anspruch ernst nimmt, muss auch den Mut haben, sich zu positionieren – nicht nur im Einklang mit Partnern, sondern insbesondere im Interesse der eigenen Bevölkerung. Daran muss sich Friedrich Merz messen lassen. Die Zwischenbilanz ist miserabel. Dass eine Person wie Friedrich Merz dennoch zum Kanzler gewählt werden konnte, hat vielfältige Gründe. Ein gleichgesinnter, von mir sehr geschätzter Autor, der Satiriker Werner Roth, ließ mir diesbezüglich folgenden Internetfund zukommen, der Einiges verrät über die momentanen gesellschaftlichen und intellektuellen Verhältnisse Deutschlands: „Insgesamt betrachtet zeigt die Kanzlerschaft dieses Herrn Merz aber, auf welch intellektuell unterirdischem Niveau sich sowohl die herrschenden als auch die beherrschten Klassen in Deutschland befinden.“
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17 Kommentare
„Migration sei nur dann Migration, solange sie sich kulturell anpasse. Geschieht das nicht, werde sie zur Invasion.“
Argentiniens Präsident Javier Milei
Quelle: https://report24.news/milei-warnt-europa-in-budapest-vor-dem-selbstmord/
Mann kannn es noch viel deutlicher ausdrücken.
Es ist kein Krieg, nein vielmehr ist es die moderne Land-, Kultur- und Recht Unterwanderung, viel zu oft durch körperliche Gewalt bis hin zur Tötung durch
vorwiegend Importierte, die kein westl. Land benötigt !
Sollen wir das Sozialamt für unzählige Faule sein, die unsere Sozialkassen beanspruchen?
Kein Dank an bornierte Politik !
Es sind nicht alle Ausbeuter und Gewalttätige, allerdings viel zu viele.
Da trifft Mathematik auf Realität, denn je mehr von diesem Klientel hier eingelassen wird,
je höher wird die Gefahr für dies und jenes werden !
https://www.youtube.com/shorts/x62hBHqluM0
Schaut und hört.
Der jüngere Mann mit dem Bart lügt noch nicht einmal, weil er die Tatsachen anspricht!
Wenn es mit der Politik so weiter geht wie bislang, dann hilft nur noch die Auswanderung in ein Nicht-EU-Land !
Die einzige und wirklich wichtige Aufgabe der etablierten Politiker, seit Merkel ist doch, die Abschaffung Deutschlands. Der Unsinn, der da immer wieder geschrieben wird, ist doch nicht mehr zu glauben. Selbst ein Kind könnte bessere Entscheidungen treffen! So dumm, das man sich selbst die Kälte und den Hungern ins Haus holt kann man doch nur Dummen erzählen!
Das neueste vom Aussen- CDU Kanzler 2. Wahl
Er will chatkontrolle wenn es gegen die Freiheit im Netz geht ist auf Friedrich Merz Verlass
https://apollo-news.net/wenn-es-gegen-die-freiheit-im-netz-geht-ist-auf-friedrich-merz-verlass/
Der Generalversager Bierdeckelsteuermerz ist genauso ein Hanswürstchen des globalen Kapitals wie Trump.
Die Politiker sind nur die Aushängeschilder eines pervertierten Finanzkapitals das uns wieder in die Katastrophe reiten wird.
Das sind die Leute die weg müssen
Die Angst vor der AfD kann man förmlich riechen: Brandenburgs Altparteien verbieten AfD Teilnahme am Praktikumstag
Während man in autoritären Staaten Oppositionelle offen mundtot macht, passiert in Brandenburg dasselbe – nur etwas feiner, mit Aktenzeichen und unter dem Deckmantel „Verfassungsschutz“.
https://journalistenwatch.com/2026/03/25/die-angst-vor-der-afd-kann-man-foermlich-riechen-brandenburgs-altparteien-verbieten-afd-teilnahme-am-praktikumstag/
Sauerfritze wird zum Nilpferd.
Das Wasser steht ihm bis zum
Hals.
Aber immer noch ein großes Maul.
Irrsinn des Tages:
Deutsches Historisches Museum behauptet, mehr Staatsschulden hätten den Nationalsozialismus verhindert
https://nius.de/gesellschaft/deutsches-historisches-museum-staatsschulden-nationalsozialismus-verhindert
„Insgesamt betrachtet zeigt die Kanzlerschaft dieses Herrn Merz aber, auf welch intellektuell unterirdischem Niveau sich sowohl die herrschenden als auch die beherrschten Klassen in Deutschland befinden.“
Einer der Wenigen, die noch die Wahrheit aussprechen.
Denn trotz der wahren Aussagen des Artikels hat Schwarz -Rot immer noch, mit den Linken, die Mehrheit.
Und wie die letzten Landtagswahlen zeigen: Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber!
Bis auch der letzte, von dieser Regierung über den Tisch gezogene Bunzelbürger begreift, wie er verarscht
und betrogen wird fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter.
Oder wie der Lateiner sagen würde: Tempus fugit
@Volksnähe ist etwas anderes
Das ist auch nicht sein Ziel – der Blackrock-Kanzler zweiter Wahl hat andere Ziele und liegt gut im Plan !
Meint er mit Arbeit, die völlige Zerstörung Deutschlands?
Ja, dann hat er gut gehandelt!
sch-merz lass nach… hau endlich ab… gehe zu blackrock dort kannst du die deppen weiter anlügen… hier ist schluss… jetzt kannste noch abhauen bevor wir dich endgültig davon jagen… alice erlöse uns von dem übel…
neues thema… z.b. – ein depp weiss nicht dass er ein depp ist…
Zitat: „Ein Bundeskanzler sollte in erster Linie dem eigenen Land verpflichtet sein.“ – Sollte? In erster Linie?
Was Merz sich leistet, wird auch hier noch viel zu harmlos beschrieben… – zum Fremdschämen das alles.
*
In der Geschichte hat er sich unzweifelhaft schon jetzt einen vermutlich epochenübergreifenden Namen gemacht! Wer spricht noch von einem „Bismarck-Zeitalter“, wenn er an ein „Merz-Zeitalter“ denken kann?
*
Mit seiner Kanzlerschaft hat er etwas erreicht, was nur ganz wenige Politiker überhaupt und kein einziger mit dieser Stoßrichtung und konsequenten Inkonsequenz erreicht hat. (Einzige Ausnahme: Haltung zur AfD)
*
Sein Name ist schon jetzt mit unzähligen politischen Feldern unauslöschlich nachhaltig verbunden und die Bedeutung seines Kanzlertums lässt sich nur im zigfachen Milliardenbereich annähernd erfassen.
Friedrich Merz und „Volksnähe“ ? – Habe ich was verpasst? Raubbarone suchen nur die Brieftaschen des Volkes…
2.000 zusätzliche Windräder
Bundeskabinett beschließt acht Milliarden Euro Mehrausgaben für Klimaschutz
Die Grünen toben und sprechen von einer „dreisten Täuschung“. Ihnen geht das neu beschlossene Klimaschutzprogramm nicht weit genug. Derweil denkt Bundesumweltminister Schneider, das acht Milliarden umfassende Vorhaben stärke die Wirtschaft.
https://jungefreiheit.de/wissen/umwelt/2026/bundeskabinett-beschliesst-acht-milliarden-euro-mehrausgaben-fuer-klimaschutz/
Der Lügner Pinocchio weiß ganz genau daß seine Parteigenossen das Elend angerichtet haben. Er bezieht kurzfristig eine AfD-Position, um mal eben besser dazustehen um dann das Gegenteil zu tun oder auch nicht!!!. In Wirklichkeit geht ihm Deutshland am Allerwertesten vorbei. Mal sehen, wie lange es dauert, bis er wieder das komplette Gegenteil behaupten wird. Das hatten wir ja bereits alles mit der Stadtbild Diskussion. Ein Lügner bleibt halt einfach ein Lügner.
Debattiert wird schon zu lange. Mit wem will er was ändern? Mit der SPD ? Die Unterstützung der AfD, deren Forderungen er übernommen hat, will er nicht. Ländersache? CDU geführte Länder schieben auch kaum ab. Grenzkontrollen? Da ich jeden Tag die Grenze in Braunau passiere, sehe ich die offene Grenze wie ein „Scheunentor“…Die offenen Grenzen entfalten keine wesentliche Veränderung der Kriminalitätslage. Er will und kann es nicht,und schaut die Bürger für DUMM an, Frage??? sind sie es???. Amüsant, dass der Wählertäuscher Merz die offensichtlichen Folgen instrumentalisiert, die seine Partei vorsätzlich und hartnäckig im letzten Jahrzehnt verantwortet hat, um die Digitale ID und eine vollständige Kontrolle und Zensur des Internets als letzten Raum freier Meinungsäußerung umzusetzen.
Absolut volksnah und direkt! Die meisten wollen genau so die Fresse voll! Sie betteln darum und haben diese ekelhafte Schicksal genau so gewählt! Lasst sie ihre Scheiße fressen! Sie wollen es so!!!
Der will doch gar keine Volksnähe, der verachtet doch das Volk. Soviel Abstand wie möglich möcht er einhalten. Völlig abgehoben.