Abstieg in die Bedeutungslosigkeit: Kein einziges deutsches Unternehmen mehr in den globalen Top-100

Ehemaliges Industrie-Mekka Deutschland: Wir sind abgehängt (Foto:Pixabay)

Der von der deutschen Politik seit Jahren aktiv betriebene wirtschaftliche Niedergang des eigenen Landes wurde kürzlich einmal mehr in einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) dokumentiert (siehe hier und hier), die feststellte, dass sich kein einziger deutscher Konzern mehr unter den 100 Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert befindet. Der höchstplatzierte deutsche Vertreter in dem Ranking ist der Software-Hersteller SAP auf Rang 113 (!), mit einem Börsenwert von 106 Milliarden Dollar. Auf Platz 120 folgte die Deutsche Telekom mit 98 Milliarden Dollar. Zwar landete der Industriegaskonzern Linde auf Rang 74; dieser hat jedoch seinen Firmensitz seit der Fusion mit Praxair in Irland. Zum Vergleich: Ende 2007 waren noch sieben deutsche Unternehmen unter den wertvollsten 100 gewesen; Ende letzten Jahres waren es noch ganze zwei – und jetzt, ein halbes Jahr später, gar keines mehr.

Das teuerste Unternehmen der Welt ist der Untersuchung zufolge der Erdölkonzern Saudi Aramco mit einem Börsenwert von 2,3 Billionen US-Dollar. Auf Platz zwei folgt Apple. Dominiert wird das Ranking nach wie vor von US-Unternehmen, von denen 60 unter den Top-100 auftauchen – nur eines weniger als Ende 2021. Allein in den Top 10 befinden sich unter anderem die Google-Muttergesellschaft Alphabet, Amazon, Tesla, der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson und der Facebook-Konzern Meta. Das wertvollste europäische Unternehmen ist derzeit der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé auf Rang 20. Der Bedeutungsverlust betrifft jedoch nicht nur Deutschland selbst (wenn auch vor allem), sondern die gesamte Alte Welt: Laut EY stammten vor der Finanzkrise 2007 noch 46 der 100 wertvollsten Unternehmen weltweit aus Europa; heute sind es lediglich noch 16. Erschütternder lässt sich der deutsche und europäische Bedeutungsverlust kaum demonstrieren.

Anhaltende Abwärtsspirale

Der durch den Ukraine-Krieg, Zinssteigerungen und Rezessionsängste ausgelöste Kurssturz an den Weltbörsen hat dem Bericht zufolge zur Vernichtung von Billionen-Werten geführt. Der Wert der an der Börse gehandelten Aktien sank im ersten Halbjahr 2022 um 6,1 Billionen Dollar auf rund 29,8 Billionen Dollar. Während der Börsenwert der Tech-Unternehmen gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2021 um 28 Prozent zurückging, konnten die Öl- und Gasunternehmen unter den Top 100 ihren Wert um 19 Prozent steigern. Der EY-Vorsitzende Henrik Ahlers erklärte: „Zuletzt setzten Investoren eher auf Profitabilität als auf Wachstum. Das Geld sitzt nicht mehr so locker, die Anforderungen an Zielunternehmen und ihre Finanzkennzahlen steigen.“ Für die zweite Jahreshälfte rechnet er mit einer weiteren Verschlechterung: „Die Hiobsbotschaften häufen sich, viele Krisen, die sich teils gegenseitig befeuern, müssen bewältigt werden, die Gefahr einer weltweiten Rezession ist inzwischen real.“ Auch für Deutschland und Europa sieht Ahlers keine guten Aussichten: Für den Digitalisierungsschub, der Wirtschaft und Börsen zukünftig entscheidende prägen würde, seien beide schlecht aufgestellt. 17 von 23 Technologieunternehmen in den Top 100 hätten ihren Hauptsitz in den USA, vier in Asien und nur zwei in Europa.

Dies alles sind weitere Anzeichen dafür, dass Deutschland und Europa sich in einer unaufhaltsamen Abwärtsspirale befinden. Ein parasitärer Steuern- und Abgabenstaat, eine monströse Bürokratie, die jede Innovation im Keim erstickt und nur noch sich selbst dient und der selbstzerstörerische Wahnsinn der angeblichen Klimaschutzmaßnahmen, denen Europa sich völlig unterworfen hat, werden den Niedergang stetig weiter vorantreiben.

7 Kommentare

  1. Was soll auch anderes geschehen?

    Merkel war die Abrissbirne von Deutschland,  und von der Leyen ist die Abrissbirne von Europa.

  2. Die Spaß-Gesellschaft wird noch viel Spaß bekommen, wahrscheinlich sogar mehr, als ihr lieb ist. Nun, sie wollte es so.

  3. Nun das ist bitter aber es bedeutet auch, dass dem Weltsozialamt die Kohle ausgeht, Erst wenn diese Politseelenmörder permanent auf dem Trockenen sitzen, sind die von sich aus zu Änderungen bereit. In den hohlen Politikerbrägen wird freilich kein anderer Gedanke Raum gewinnen, als die schwer geschundenen Arbeitnehmer noch brutaler und menschenverachtender auszuplündern und das ist dann schon mit großer Wahrscheinlichkeit deren letztes Politverbrechen! Die Arbeiter und Angestellten werden wahrscheinlich nicht zusehen, wie wegen der weltsozialstaatlichen Ausplünderei die eigene Familie umkommt und sobald die auf der Straße stehen, ist das Weltsozialamt gescheitert.

  4. Das Gute ist, wer wirtschaftlich keine Rolle spielt kann auch nicht mitreden. Willkommen am globalen Katzentisch.

    Euer E. Koslowski II

  5. Muss man da nicht dankbar sein? Bekanntlich nutzt unsere Regierung doch jedes umherschwirrende Feigenblättchen, um den Liedergang des Landes zu kaschieren – und hatte bis zur Stunde noch immer Erfolg damit. Lieber also das sprichwörtliche Ende mit Schrecken.

  6. In der BRD wird Politik ausschließlich für ElitePolitikern, ihren Vorstellungen u.Anordnungen gemacht u.voll-
    zogen, – das Dt. Volk bezahlt murrend aber pünktlich alles – ohne gefragt zu werden – so funktioniert die
    westliche Wertegemeinschaft als vorbildliche Demokratie !!!

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