Autofeindlicher „Spiegel“ jammert: Zuwenig Tempo 30, zu viele Raser

Grüne Verkehrsträume (hier in der Berliner Friedrichstraße) (Foto:Imago)

Die Stillstandssekte im Land hadert nach wie vor damit, dass das Tempolimit auf Autobahnen nicht im Koalitionsvertrag Eingang gefunden hat – als Ergebnis des „Verhandlungserfolgs“, besser: gesichtswahrenden Feigenblatts von FDP-Chef und Porschefahrer Christian Lindner, der sich ansonsten von Rot-Grün famos über den Tisch ziehen ließ. Willkommener Stoff für Hyper-Heuchler wie Multimillionär Sebastian Vettel, der dieser Tage in seiner fernen Schweizer Villa darüber wütete, dass den Deutschen ihr immer kärglicheres Dasein nicht noch ein wenig schwerer gemacht wurde und dass Autofahrer nicht noch mehr gegängelt werden.

Doch das Tempolimit treibt nicht nur dekadente Berufsraser um, die anderen das Gaspedal auf der Autobahn verbieten wollen. Gerade wieder echauffieren sich die Spießbürgereliten der linken Volkserzieherpresse darüber, dass auch innerorts die Autos „häufig viel schneller fahren als erlaubt“. Der „Spiegel” beklagt pikiert, dass vor allem nachts, wenn die Straßen frei sind, „ordentlich Gas” gegeben werde, und zitiert entrüstet aus einer eigenen Datenanalyse, demzufolge etwa in Dresden, Halle (Saale) oder Kiel die Hälfte aller Autofahrer mit mindestens 40 Stundenkilometern durch Tempo-30-Zonen fahren würden. Nachts, auf menschenleeren Straßen, 10 Stundenkilometer zu schnell? Welch unhinnehmbares Skandalon!

Journalistische Recherche, solange sie neuen Verbotsrufen nützt

Journalisten, die ein Problem damit haben, dass auch noch nicht der letzte Lebensbereich und Alltagswinkel durchreguliert, gegängelt und dauerüberwacht wird, scheuen plötzlich keine Mühen, jenen Rechercheeifer zur Entfaltung zu bringen, den sie ansonsten sträflich vermissen lassen – etwa bei der angemessenen Würdigung der Corona-Politik und der ihr zugrunde gelegten Phantasie- und Willkürdaten. Geht es nämlich darum, den Menschen die letzten „leichtfüßigen“ Freiheiten zu nehmen, dann sind die linksgrünen Klima-Calvinisten gerade beim „Spiegel“ ganz vorne mit dabei: Weder Kosten noch Mühe scheuten sie, um eine Analyse auf Grundlage von Daten des Navigationsanbieters „TomTom“ durchzuführen und hierzu die digital erfassten Verkehrsdaten für 40 deutsche Städte auszuwerten.

So fanden die knallhart-investigativen Rechercheure des früheren Nachrichtenmagazins (das diese Selbstbezeichnung heute sinnentstellend immer noch im Namen führt) Unerhörtes heraus, das nach promptem politischem Handlungsbedarf schreit: So werde nicht nur in 30er-Zonen, sondern auch auf Tempo-50-Abschnitten „vielerorts zu schnell gefahren”. In Kiel seien nachts 22 Prozent aller Autos mit mindestens 60 Sachen unterwegs, in Aachen, Bremen und Halle/Saale lägen die Anteile zwischen 18 und 19 Prozent. Überhaupt sähe man es in den Hamburger Mediensalons wohl lieber, wenn „Verkehrsberuhigung” (neudeutsch: „Entschleunigung“) gleich überall im Land flächendeckenden Einzug hielte. Die politischen Genossen sind jedenfalls bereits instruiert: Etliche Grüne sowie Fahrrad- und Fußgängerverbände, vermerkt der „Spiegel“ zufrieden, fordern bereits, in Ortschaften und Städten grundsätzlich Tempo 30 einzuführen. „Dafür spricht Einiges: Der Lärmpegel sinkt, Fußgänger und Radfahrer fühlen sich sicherer, die Lebensqualität der Anwohner steigt.

Bestechende Logik

Sogar Verkehrspsychologen bemüht der „Spiegel“ – denen als Erklärung für das Ärgernis, warum zu viele der niedrigtourigen „Erste-Gang-“ bzw. „Zweite-Gang-Raser” in Deutschland die Straßen „unsicher“ machen, nichts Besseres einfällt, als die in Deutschland angeblich noch immer „viel zu niedrigen Bußgelder” für Verkehrssünder zu bemühen. Die teils großen Unterschiede zwischen deutschen Städten und Kopenhagen, Zürich und Oslo beim Tempo innerorts ergäben sich aus den deutlich höheren Sanktionen im Ausland: Wer in der Schweiz mit 40 durch eine 30er-Zone fährt, zahlt 116 Euro. In Dänemark sind es sogar mehr als 470 Euro. In Deutschland hingegen kostet dieses Vergehen „nur” 30 Euro, und das „trotz gerade erst erhöhter Bußgelder” – schimpft der „Spiegel“.

Eine bestechende Logik: Warum nicht gleich ein Monatsgehalt Mindestbuße pro Verstoß? Oder noch besser wäre es, bei geringsten Geschwindigkeitsübertretungen die Autos gleich zu beschlagnahmen und direkt den Führerschein einzuziehen! Für den Anfang könnte es auch reichen, die Spritpreise einfach so weiter zu verteuern, dass sowieso nur noch Grüne in ihren Dienstwagen oder Schwerreiche in Luxuskarossen, nicht zu vergessen natürlich auch arabische Clanbrüder in ihren getunten Boliden, die Straßen für sich haben. Die einen jucken höhere Bußgelder sowieso nicht, weil sie nicht selbst am Steuer sitzen – und letztere ignorieren sie einfach. Der Rest der Meute kann zu Fuß gehen (Achtung: nicht jedoch Spazierengehen!). Garantiert ohne Tempolimit.

17 KOMMENTARE

  1. Manche sollten ernsthaft über den Schwachsinn was sie von sich geben, nachdenken.
    80% der deutschen Autobahnen sind bereits reguliert.: 100 km/h Bergauf – 100 km/h Bergrunter mal nur
    das sinnloseste zu nennen A3.
    Seit Jahren sollen Arbeitnehmer bis zu 100Km Entfernung zu Arbeit fahren – eine Richtung.
    Bahnstrecken seit Jahren abgebaut.
    Klimaretter – Vettel ??? Innerhalb eines Jahres von einem Rennen zum anderem ca. 1Mio Km.
    GRÜNEN seit je her Spritschleuderautos gefahren.
    Nahrungsmittel vom Fang bis Verbraucher 100.000 Km absolviert, um anschl. mit Gift zu konservieren.
    Ich höre jetzt auf, sonst schreibe ich noch ein Buch.

    • So ganz facherfahren scheint der Facherfahrene nicht zu sein, sonst wüsste er, das mittlerweile immer mehr stillgelegte Bahnstrecken reaktiviert werden und das die Verkehrsverhältnisse auf deutschen Autobahnen mittlerweile höhere Geschwindigkeiten, als 100 bis 120 km/h allenfalls nur noch tief in der Nacht zulassen. Eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung tut deshalb kaum noch weh und trägt sicherlich zum Umweltschutz durch geringere Verbräuche und Lärmreduktion bei. Innerorts allerdings ist Tempo 30 Unsinn, da die Getriebe unserer Autos nicht darauf ausgelegt sind und so mehr Verbrauch und höherer Lärm entsteht.

      • Wenn es so wäre, daß „auf (allen?) deutschen Autobahnen“ keine höheren Geschwindigkeiten als 100 – 120 km/h möglich sind – was defintiv nicht so ist, wozu dann noch ein Tempolimit? Mir stehen diese verlogenen „Argumentationen“ bis Oberkante Unterlippe.

      • komisch, meine alte 8 Zylinder 30 Jahre alte Karre fährt immer mit Tempomat auf 180 eingestellt am effektivsten, also jetzt so auf Verbrauch und dem ganzen links-grünen Bullshitgeschwätz aufsetzend…

      • Matt Wurst, in den regulierten Strecken ist
        weder tagsüber noch in nächtlichen Stunden
        eine höhere Geschwindigkeit erlaubt.
        Das beinhaltet auch die Nachtruhe 22-6 Uhr.
        Und Sie sind fest davon überzeugt, dass man eine Kette nach dem schwächstem Glied ausrichten soll???
        UMWELTSCHUTZ?? bei Tempolimit wird der Verbrauch nur erhöht, und durch schlechte Verbrennung der Schadstoffausstoß verdreifacht.
        Danke für ihre durchaus interessante Meinung.

  2. High, es gibt schon lange einen international angebotenen Sportwagen aus Japan, Typenbezeichnung GTR, der und zur Zeit nur in Japan, über Satellit gesteuert, automatisch die Geschwindigkeitsvorschriften einhält. Noch geschieht dieses nur in Japan. Doch die Technologie existiert. Es ist nur eine Frage der Zeit… Freundlichst Fiete

    • Ja, und es wird alles immer weiter heruntergebrochen, d.h., vom „das mußt doch auch Du verstehen, da kann man doch nicht gegen sein“ bis zum „das konnte doch keiner ahnen, tu mal nicht so“.
      Faktisch:
      Gilt dann für die grünen Lasten-E-Bikes, die ja schon glühender verehrt werden, als ehemals das goldene Kalb. Die werden dann auf Schritt heruntergebremst, weil innerorts längst verkehrberuhigt flächendeckend gilt und auf BAB und Bundesstraßen 30.
      Und wenn jetzt hier einer meint, das sei ein wenig übertrieben: Von mir etwa 5km entfernt ist ein Teil der Bundesstraße 1, Mülheim/Ruhr, Mühlenbergheide, da ist allen Ernstes 30 auf der Bundesstraße. Luftreinhaltung als Grund!
      Eine Hauptverkehrsader in Bolschewiki City, vormals Duisburg, führt vor dem Stadttheater vorbei und hat über 200 m verkehrsberuhigt, völliger Irrsinn.

      • Auf der A1 von Dortmund in Richtung Köln befinden sich elektronische Anzeigetafeln. Gleich nach dem Kreuz Dortmund/Unna geht es dreispurig geradeaus eine leichte Steigung hinauf. Seit letztem Jahr zeigen diese Tafeln immer öfter eine Geschwindigleitsbegrenzung von 60 (!) auf allen drei Spuren an. Wohlgemerkt, eine frei befahrbare, dreispurige Fahrbahn ohne Baustellen oder sonstige Behinderungen. Damit werden systematisch Staus provoziert und die Autofahrer zermürbt, denn viele halten sich an diesen Blödsinn und eiern auf der dritten Spur mit max. 70 herum.

        • da kommt das ganze mit dem rechts überholen her, in solchen Fällen mach ich da nicht herum, es gibt auch das rechts vorbei fahren…kleiner Unterschied wenn der Blockwart mal wieder Meldung macht…

  3. „ZUWENIG TEMPO 30, ZU VIELE RASER…“.

    Die meinen sicher zu viele Raser/Biker mit mehr als Tempo 30 auf Fußwegen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1

  4. Für mich ist jeder ein ideologischer verblödeter Lügner, der mir erzählt, Tempo 30 wäre im Interesse von Radfahrern. Es gibt für Radfahrer nichts Nervtötenderes, als 30, oder gar 20 fahrende Autos.
    Sie schleichen neben einem her, kommen nicht vorwärts und bremsen immer wieder wegen etwas und sobald es mal etwas bergab geht, oder einfach gute Windverhältnisse, ist man mit 20-25 sogar in einem Bereich, daß sie simpel und einfach behindern.
    Heißt, man hat sie stets direkt vor sich, neben sich, hinter sich, ist damit ständig in einem Hab-Acht Modus, bzw. muß ständig bremsen, während normal und schnell fahrende Autos einfach schnell an einem vorbei sind und sich ebenso schnell entfernen, was erheblich entspannter ist.
    Also:
    Wieder einmal deutsch-dekadent ideologische Erbitterung, fast schon religiöse Verklärung, kein sachlicher Hintergrund. Ab in die Wüste mit den Grünsektierern, Sandkörner zählen!

  5. meine Empfehlung in den 30iger Zonen mit dem 1. Gang/Automatik niedrigste Fahrstufe gesperrt fahren. Die Karre jault – macht viel mehr Krach und haut richtig schön den Dreck raus, anders merkelns diese DUW und sonstige Co2GasKöpfe nicht mehr was für einen Schwachsinn die fordern. Wohnte mal an einer Durchgangsstraße mit einer Ampel vor der Haustüre, was war das anfahren und abbremsen immer für ein Krach und dann kam der Tag der Tage, einer donnerte in die überflüssige Ampel rein, wumms war das Mistding weg und anschließend fuhren alle mit etwa 60-70kmh durch, es war wesentlich ruhiger bis zu dem schlechten Tag an dem das rote-Wellen-Drecksding wieder repariert in Betrieb ging. Am liebsten hätte ich diesen rot-grünen Politpfosten wieder umgesägt…

  6. Lieber Fiete, wenn das rüberkommt, dann fahre ich mit der Bahn denn mit dem Auto kommt man dann nicht mehr von der Stelle. Künstliche Intelligenz ist nur was für Gehirnlose.
    Ziel eingeben, und warten bis man die Starterlaubnis erhält. Bitte bestätigen, dass sie kein Roboter sind,
    wenn sie zu viel unterwegs sind. Na da wird es auch noch einige geben, die die Software hacken können.

    Viel Spaß im Kindergarten.

  7. Wenn ich wie Vettel ständig nur im Kreis fahren würde, dann hätte ich es auch nicht eilig.

    Der Spiegel hat sich zu einer journalistischen Intensivstation entwickelt. Da arbeiten nur noch Kranke.

  8. meine Rede: die Karre von anderen bezahlt wie irre im Kreis fahren, um dann zu „Erziehende“ zu sagen was sie zu tun und zu lassen haben; doch selbst sich mit Fluggeräten durch die Lüfte zu bewegen, ist etwa so glaubwürdig wie dieses Regime. Übrigens den SPON habe ich schon vor über 15 Jahren „abgeschaltet“…und diese digitalen Dreckschleudern noch NIE angeschaltet!

  9. …der Spiegel ist so ziemlich mit das Letzte, was Deutschland an „Presse“ zu bieten hat…Inhaltlich geteilt durch extremer Dummheit, Verlogenheit, Ideologistisch auf dem Niveau eines dreijährigen Kleinkindes…als WC-Papier einfach ungegeignet, zum anzünden der Ofenheizung ebenfalls ungeeignet…weg mit diesem Scheissblatt! Jeder habwegs klar denkende Mensch heutzutage hat erkannt, das es den Spiegel nur noch gibt, damit sich ein paar nur schwer difinierbarer Looser in dieser, von ihnen selbst angerührten Pinkelsoße sühlen können…

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