Besteht doch noch Hoffnung für den Verbrennungsmotor?

Inbegriff deutscher Wertarbeit und Erfindungsgeistes: Verbrennungsmotor (Symbolbild:Pixabay)

Der Versuch der FDP, im Interesse der Gesichtswahrung zumindest einmal den Versuch zu wagen, innerhalb der Ampel-Regierung – nach knapp acht Monaten als rotgrüner Bettvorleger – wieder etwas eigenes Profil zu zeigen, anstatt sich nur zum Vollstrecker wolkiger Wahnsinnsprojekte zu machen, könnte zumindest teilweise Erfolg zeitigen: Mit seiner kategorischen Ablehnung der auf EU-Ebene geplanten Abschaffung des Verbrennungsmotors ab 2035 hat Finanzminister Christian Lindner mittlerweile immerhin fünf Länder auf seine Seite gebracht, mit deren Hilfe Deutschland das Ende des Verbrenners wenigstens bis 2040 hinauszögern könnte. Gemeinsam mit Italien, Portugal, Bulgarien, Rumänien und der Slowakei soll, so sein Plan, wenigstens ein Aufschub dieser buchstäblich „autodestruktiven” Verbotsentscheidung um fünf Jahre erwirkt werden. So lautet jedenfalls der von diesen Staaten am Wochenende eingebrachte Vorschlag.

Selbst Bundeskanzler Olaf Scholz scheint sich diesmal auf die Seite der FDP zu stellen. Und auch wenn natürlich ein grundsätzliches Verbrennerverbot auch erst in 18 statt in 13 Jahren dennoch eine industriepolitisch aberwitzige Entscheidung bleibt, so eröffnet die Verzögerung wenigstens die Chance, dass bis dahin ein ähnliches Umdenken einsetzen könnte wie derzeit gerade bei der Kernenergie – etwa wenn sich bis dahin abgezeichnet haben wird, dass die Elektromobilität eben doch nicht der „nachhaltige” Game-Changer war. In begründeter Vorwegnahme dieser Befürchtung tritt Lindner dafür ein, sich statt der blindwütigen Anschaffung des Verbrennungsmotors für technologische Innovationen wie die synthetischen Kraftstoffe („E-Fuels”) einzusetzen.

Aussicht auf Minimalkompromiss

Unterstützung dafür erhielt der FDP-Chef sowohl von seinem Fraktionsvize Lukas Köhler als auch vom Präsidenten des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Jürgen Karpinski, der Lindners Aussagen als „positives Signal für die technologieoffene Gestaltung einer umweltgerechten individuellen Mobilität“ bezeichnete. Auch er befürwortete den Einsatz von E-Fuels und verwies zudem auf den hohen Anteil an Fahrzeugen, die mit dieser innovativen Kraftstoffklasse klimaneutral verkehren könnten. Die Grünen, die keinerlei Widerspruch mehr gewöhnt sind, beharrten in Gestalt von Umweltministerin Steffi Lemke trotzig darauf, dem Beschluss trotz Lindners Widerstand zuzustimmen. Offenbar ist man jetzt aber doch zu dem Minimalkompromiss bereit, E-Fuels in die entsprechende Vorlage aufzunehmen. Auch an anderer Stelle wird Lindner den Grünen wohl entgegenkommen: Am Freitag will er den Haushaltsentwurf für 2023 und den Finanzplan bis 2026 vorlegen. Darin könnte die Förderung für den Verkauf von E-Autos gestrichen sein.

Linder hatte die Abschaffung der als „Umweltbonus“ bekannten Subvention
gefordert, die eigentlich bis 2025 weiterlaufen sollte, da man sich „fehlgeleitete Subventionen“ nicht mehr leisten könne. Robert Habecks Wirtschaftsministerium plant nun stattdessen die Einführung eines Bonus-Malus-Systems für die KFZ-Steuer. Dieter Janecek, der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen, sagte: „Wir sollten über die stärkere Berücksichtigung von CO2-Emissionen bei der KFZ-Steuer dafür sorgen, dass neu zugelassene Autos mit geringem Ausstoß steuerlich besser gestellt werden als neu zugelassene Autos mit hohem Ausstoß.“ Das System habe den Vorteil, dass es den Haushalt „nicht belaste”. Zudem würde man damit auch die Forderungen der Umweltverbände befriedigen, die Autos mit hohen Emissionen seit langem mit noch mehr Steuern belegen wollen.

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11 Kommentare

  1. Keine Sorge! Ich habe in die Glaskugel geschaut und zur Sicherheit noch das Orakel befragt: In zehn Jahren redet keiner mehr über Klima, Elektroauto, Ukraine, Grüne und den ganzen anderen Dünnschiss.

  2. Ich lass mir nicht vorschreiben, welchen Antrieb mein Auto haben muss.
    Das geht mir zu weit und ist nur noch Schikane.

  3. wenn die links-grün weltfremde Ideologen (eigentlich würde ich hier ganz andere Begriffe gebrauchen -Zensur sie wissen schon) jedenfalls so weiter machen, wird es in Deutschland wirklich keine Verbrenner Technologie mehr geben. Die Vorstands-Grünen verschenken das an China oder wer auch immer laut genug hier schreit genauso wie den Transrapid oder sonst so vieles. Egal, ABER Flächenländer wie Brasilien (214Mio Konsumenten) udgl. können in diesen noch wenig verbleibenden Jahren nicht einmal theoretisch auf Batteriekärren umstellen. Es ist völlig absurd und infantile Phantasterei was die da vor haben, das kann man sogar als mäßig begabter Normalmensch erkennen. Wenn also die Deutsche Autoindustrie weg ist, dann ist sie halt weg, das war mit vielen anderen Dingen auch so, wie Elektronik, Foto usw und so fort. In solchen Ländern geht man jedenfalls andere Wege, egal ob die wok-gegenderten links-grünen Kommunisten die Welt zur Scheibe erklären oder nicht. Bei dem Beispiel Mercedes-Benz wundert mich nur, warum die Mitarbeiter, vor allem die mittleren Führungsschicht, nicht richtig auf die Barrikaden geht. Erst die Firma halb zerschlagen, Entwicklungszentrum ab nach China und jetzt will der weltfremde grüne Schwede nur noch Kistchen für extrem reiche WEF Genossen bauen? Das kann jeder minder begabte BWL-Student erkennen, daß das eigentlich schon bewußte Sabotage der übelsten Art ist. Doch in D? – regt sich niemand auf, machen auf abgehoben cool uns tangiert gar nichts. Nun denn wohl bekomms, wir kaufen hier halt dann andere Marken die nicht aus D kommen. Wir können auf D verzichten, aber ob D auf große Masse seiner Kunden verzichten kann, kann ich klar beantworten: NEIN, aber die haben es nur noch nicht gemerkelt, bis sie wieder vor lauter Not den Putz von der Wand fressen müssen. Mitleid haben wir dann keines mehr, es reicht zum 4x in 150 Jahren. Ende!

  4. der E-Unsinn wird uns noch gewaltig auf die Füße fallen. Größter Nonsens ever. Allein die Energiemenge, die dann wieder als Nachfrage die Stromkosten treibt. Der von grüner Politik immobilisierte und energieverarmte Unterschichtenbürger im kalten Wohnzimmer darf somit über seine Haushaltstromrechnung den Akku-Wahn mitbezahlen.

    Dann die Entsorgung der Akkus. Alle 4-5 Jahre fallen pro Auto 600-800Kg hochgiftigem Zeugs an. Die Ressourcen für neue Akkus, wo und wie soll das alles herkommen?

    Man hätte das 1-Liter Klein-Auto weiter fördern sollen. Selbst wenn am Ende 2-3 Liter bei herausgekommen wären. Ebenfalls Techniken, wo Energie nur 1x bereitgestellt wird, statt Millionenfach. Z.B. Magnetbahn bzw. Magnetstrecken. Aber das wurde ja wundersam nihiliert.

    • Wir dürfen nie vergessen, dass das Ziel der Grünen nicht einfach der Ersatz der heutigen Verbrenner durch E-Mobile ist. Nein, die wollen, dass höchstens 10% der heutigen Verbrenner durch E-Mobile ersetzt werden und im Übrigen Verbrenner verboten werden sollen. Insofern sind alle Einwände, wie man bräuchte dazu viel zu viel Strom,, man hätte nicht die E-Infrastruktur, der Materialverbrauch sei viel höher als beim Verbrenner, fehlgeleitet. Für das, was die Grünen wirklich vorhaben, reicht es allemal.

  5. Klappt doch wie geplant. Ein Hoch auf die Feudal-Faschisten und unsere Pferdefuhrwerke!

    Euer E. Koslowski II

  6. Wenn die ersten Blackouts passiert sind, die Leute im Winter frieren und erhebliche Teile der Bürger sich das Essen nicht mehr leisten können, dann sind die Grünen Geschichte. Und sie können dann froh sein, wenn man sie nicht nackt durch die Strassen treibt, um sie anschließend auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. So ging es Savonarola, einem Kind aus wohlhabendem Hause, der analog zu den Grünen auch Moral und Verzicht predigte, bis die Bürger die Schnauze voll von ihm hatten. Der hatte wie die Grünen heute auch seine Kinderpolizei (https://www.welt.de/geschichte/article226364475/Savonarola-Seine-Kinderpolizei-trieb-die-Leute-zum-Scheiterhaufen.html). Der Analogien zu den Grünen gibt es viele. Insofern sollte das Rezept, das die damaligen Bürger gegen ihn fanden, auch heute funktionieren!

  7. „ich statt der blindwütigen Anschaffung des Verbrennungsmotors für technologische Innovationen wie die synthetischen Kraftstoffe („E-Fuels”) einzusetzen“
    FDP wird für ein AfD- Plagiat gefeiert. Die AfD brachte schon in der letzten Legislaturperiode einen sehr detaillierten Antrag ein…siehe Erläuterungen dazu von Dr. Dirk Spaniel,AfD,bei youtube auffindbar.
    Der AfD-Antrag wurde von dem Altparteienblock inkl. FDP abgelehnt.
    Und nun kommt dieser Plagiator…

  8. nein – zur Vernichtung der Menschheit ist die Zerstörung der Motorentechnik unerläßlich ! Und bis es nicht mehr vertuscht werden kann, sind die Fachleute für moderne Motoren nicht mehr greifbar und selbst die Werkstätten und Fabriken zerstört – die Entwicklung muß dann von vorne anfangen – zu spät !
    Sie können das am Beispiel Atomkraft beispielhaft nachvollziehen. Erst wurde die Forschung eingestellt – in der Bananenrepublik kein Lehrstuhl für Atomkraft aber hunderte für Gender, Namen tanzen und wissen, wie Bordell geht. Mit dem Ende der Forschung wurde das Ende der Anwendung eingeleitet – Merkel hat nur den Schlußstrich gezogen – denn es ist wirklich nicht akzeptabel, diese Dinge ohne fachkundiges Personal zu betreiben!
    Zusammen mit den anderen Maßnahmen geht die Zeit der vollständigen Energieversorgung zu Ende – die Zukunft gehört den Blackouts, dem Hunger und der Kälte ! Wenn es den nächsten kalten Winter gibt, werden vor allem alte Menschen in ihren ungeheizten Wohnungen – falls sie noch welche haben – oder Ablagestätten erfrieren – ganz selbstverständlich !
    Wie sagt die Politik dazu : sie hätten ja einen Pullover mehr anziehen können !

  9. Wenn es tatsächlich noch dazu kommt, daß der von der jetzigen Junta beschlossene Müll umgesetzt wird und nicht ersatzlos gestrichen, dann haben wir auf ganzer Linie verloren und die NWO gewonnen.
    Entweder ist weit vorher dieses Regime beseitigt und der ganze Dreck der letzten 20-30 Jahre in den Kübel gekloppt, oder es gibt uns nicht mehr, sondern nur noch ein Haufen Zombies, die dann auch untergehen.

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