Das seltsame Schweigen der Muslime zu den Corona-Maßnahmen

Deutsche Muslime: Bei sonstigen Demos immer mit dabei (hier eine Kundgebung der radikalislamistischen Furkan-Gemeinschaft in Dortmund), nicht aber bei Corona-Spaziergängen (Foto:Imago)

Entgegen der Behauptung des Mainstreams, an den Demonstrationen gegen die unverhältnismäßigen Corona-Maßnahmen wären in erster Linie Rechtsradikale zugegen, spiegeln die Teilnehmer in Wirklichkeit einen Querschnitt der Bevölkerung wider. Natürlich tummeln sich dort auch manche Extremisten, aber auch viele Konservative, Linke, ehemalige Grünen- Wähler, Esoteriker oder besonders religiöse Menschen – Leute eben, wie es sie auch sonst überall in Deutschland gibt.

Eine große Ausnahme bilden jedoch die Muslime, die auf den Demonstrationen praktisch nicht anzutreffen sind – obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung hierzulande dank Massenzuwanderung und hohen Geburtenraten rasant ansteigt. Vor allem westdeutsche Großstädte wie Köln, Frankfurt oder Offenbach ziehen die Muslime an wie Motten das Licht: Egal, wo man hinsieht, ob in Geschäften, Zügen oder beim Einkaufen: überall wimmelt es nur so von Mohammedanern mit zumeist türkischen und arabischen Wurzeln. Kindergärten und Schulen mit keinen oder nur noch wenigen deutschen Kindern sind in vielen deutschen Ballungsräumen eher die Regel als die Ausnahme.

Fast nur Deutsche bei Corona-Protesten

Ganz anders jedoch bei den Corona-Demos und -Spaziergängen: Weit und breit sind hier – bis auf wenige Ausnahmen – nur Deutsche oder zumindest europäischstämmige Menschen anzutreffen. Nirgendwo sonst in westdeutschen Großstädten kann man derzeit wohl so viele autochthone Deutsche gleichzeitig antreffen wie hier – und das, obwohl es auch unter den Muslimen eine große Anzahl an Maßnahmen-Gegnern gibt; nicht wenige von ihnen scheuen die Impfung, Masken, Desinfektionsmittel und sonstige Schutzmaßnahmen wie der Teufel das Weihwasser.

Im Gegensatz zu den meisten deutschen Geschäftsleuten sind muslimische Inhaber von Restaurants, Supermärkten, Kiosken oder auch Taxifahrer in puncto Masken- sowie Abstandsregeln recht liberal. Da ich grundsätzlich ohne Maske einkaufen gehe, spreche ich hier aus Erfahrung. Habe ich es mit deutschen Verkäufern zu tun, muss ich mich wesentlich öfter erklären und auch mein Attest vorzeigen, wogegen muslimische Händler und deren Mitarbeiter oft gar nicht erst nach dem Grund für mein unverhülltes Gesicht fragen – mehr noch, ein Großteil von ihnen trägt selber weder Maske noch hält er Abstände ein!

Zudem ist es kein Geheimnis, dass besonders die konservativen und strenggläubigen Muslime der Pharmaindustrie wenig Vertrauen schenken. Sie haben Vorbehalte und glauben etwa, die Gen-Spritze könnte unfruchtbar oder impotent machen. Dies bedeutet eigentlich, dass sie aufgrund der fast überall in Deutschland geltenden 2G- bzw.  2G+ Regeln am öffentlichen Leben nicht teilnehmen können.

Warum kein Widerstand?

Umso eher müssten sie eigentlich in Scharen zu Demos sowie Spaziergängen strömen oder sogar selbst welche organisieren, müssten öffentlich ihren Unmut kundtun, Protestbriefe schreiben und sich offiziell weigern, die Maßnahmen zu befolgen. Warum ist das nicht der Fall?  Ein wichtiger Grund dürfte sein, dass Muslime mit Deutschland kein Heimatgefühl verbindet und sie hier in ihren Parallelgesellschaften leben. Großen Volksfesten, Karnevalsumzügen sowie Weihnachtsmärkten sind sie größtenteils sowieso ferngeblieben und viele andere Aktivitäten können sie ins Private verlegen.

Statt genüsslich im Restaurant dinieren die islamischen Großfamilien nun eben im Gemeindezentrum oder zu Hause, wie sie es vor Corona sicherlich auch schon sehr oft getan haben. Viele der Frauen sind nicht berufstätig und aufgrund traditioneller und konservativer Rollenbilder ohnehin daran gewöhnt, für ihren Mann, die zahlreichen Kinder sowie die sonstigen Familienmitglieder ständig den Kochlöffel zu schwingen.

Statt in Clubs oder Shishabars vergnügen sich die Männer zudem oft in privaten Räumlichkeiten oder „Hinterzimmer-Runden“, weshalb sie auch die amtlich kontrollierten Etablissements entbehren können. Zudem muss man bedenken, das viele Muslime auch schon vor Corona gar nicht so häufig öffentliche Freizeiteinrichtungen besucht haben, da sie – weitaus häufiger als die säkularen Einheimischen hierzulande – mit der Ausübung ihres Glaubens beschäftigt sind und deshalb, wie bereits erwähnt, reichlich Zeit mit ihren Gemeindemitgliedern oder in den Moscheen verbringen, die ja durchgehend ohne Zugangsbeschränkungen geöffnet sind. Zumindest gibt es kein Zugangsverbot für Ungeimpfte – und wie streng hier Testnachweise kontrolliert werden, sei einmal dahingestellt.

Polizisten meiden No-Go-Areas

Im Klartext: Die Muslime sind, anders als die meisten Deutschen, nicht so sehr auf das öffentliche Freizeitangebot angewiesen, da sie den meisten Aktivitäten innerhalb ihrer Gemeinschaft nachgehen können, wo ihre eigenen Regeln gelten.

Apropos „eigene Regeln“: Jedes Kind weiß mittlerweile, dass es in Deutschland allerhand No-Go-Areas gibt, um welche die Polizei einen großen Bogen macht und sich gar nicht mehr hineintraut, weil sie ahnt, was ihr sonst blühen kann: Dort haben muslimische Clans das Sagen, und sie würden nicht lange fackeln, im harmlosesten Fall die Fäuste spielen zu lassen und deutschen Polizisten entweder ruckzuck das Fürchten zu lehren oder sie gnadenlos zu vermöbeln. Und weil dies unseren „Freunden und Helfern” bestens bewusst ist, kommt es meist erst gar nicht so weit. Insofern wage ich einmal zu behaupten, dass Restaurants, Bars, Schwimmbäder und sonstige Einrichtungen zum Zeitvertreib, welche sich in muslimischer Hand befinden, deutlich weniger strikten – und selteneren – Kontrollen unterworfen sind als ordentlich angemeldete deutsche Betriebe. Und wenn die 2G-Regeln dort gar nicht gelten – wozu dann also Widerstand leisten?

Bei sonstigen Demos ganz vorne dabei

Denkbar wäre zwar auch, dass manche Migranten sich nicht trauen, an den Protesten teilzunehmen, weil sie sich vor etwaiger Abschiebung fürchten oder meinen, dadurch Schwierigkeiten bei der Erlangung der deutschen Staatsangehörigkeit bekommen zu können. Bedenkt man allerdings, was sich insbesondere viele orientalische Einwanderer ansonsten hierzulande so alles herausnehmen – insbesondere was Demos anbelangt -, ist dies eher unwahrscheinlich; man denke hier nur an den antisemitischen Al-Quds-Marsch oder auch an öffentliche Kundgebungen nach Terroranschlägen, auf denen sich zahllose organisierte, „gemäßigte“ Muslime die Klinke in die Hand geben und nicht müde werden, sich vom Terror zu distanzieren und gebetsmühlenartig betonen, dass die „islamistischen” Gräueltaten nichts mit dem Islam zu tun hätten.

Des weiteren profitieren sogar nicht wenige, insbesondere muslimische, Migranten vom Corona-Regime: Zahlreiche Betreiber von Shisha-Bars, Fitnessstudios oder Obst- und Gemüsehändler haben die Chance ergriffen und betreiben mittlerweile „nebenberuflich” Testzentren – womit sie das Geschäft ihres Lebens machen. Vor allem dann, wenn sie es mit der Anzahl der getesteten Personen nicht so genau nehmen.

27 Kommentare

  1. Brief vom Islam- Moschee- Zentrum : ruhig bleiben, Füße flach halten, Ziel ist – immer kuschen, der etablierten Macht zuarbeiten – so wenig Widerstand wie möglich ; Ziel Dschihad : Ausbreitung u. Machtergreifung…

  2. Warum sollten die gegen Vorschriften auf die Straße gehen, die ihnen sowieso am Allerwertesten vorbeigehen? Die haben ihre „Kulturvereine“, Shisha-Bars, Lebensmittelläden etc. wo der Islam-Kumpel sowieso nie nach einem Impfpass o.ä. fragen würde und die von deutschen Ordnungsamt-Mitarbeitern niemals kontrolliert werden („Rassismus“). Die treffen sich in ihren Großfamilien, während Oma Hanne verzweifelt zu Weihnachen alleine zuhause sitzt.
    Im Grunde genommen machen die alles richtig…..

  3. Der Moslem an für sich hält von der BRD Gutmenschenpolitik nicht viel, Er nimmt zwar gerne viel von den Langnasen, aber ansonsten hält er sich zurück. Die mRNA Plörre ist sowieso nicht halal und warum sollte er sich einer Panikapokalypse anschließen, wenn er Koran sowieso was anderes sagt.

    Ausserdem schauen unsere muslimischen Nachbarn kein deutsches Staatsfernsehen. Die bekommen TV via Satelit direkt aus der Türkei. Die lesen auch keine deutschen Zeitungen.

    Als ich meinen muslimischen Gärtner frage, ob er sich impfen lassen will, sagte der „Warum“!
    Maske tragen sie in der Shishabar sowieso nicht und im türkischen Viertel sehe ich auch niemanden mit Maske, höchstens verschleierte Frauen.

    Unserer muslimischen Mitbürger warten einfach ab, bis alle deutschen Deppen und Deppinen sich todgeboostert haben und dann ist der Weg frei ins Paradies. So etwas nennt man Pragmatismus!

    • „Unserer muslimischen Mitbürger“

      Das sind keine Mitbürger, schon gar nicht unsere.
      Die halten von Deutschland gar nicht.

      Arbeitskollege in den 1980er Jahren:
      Deutsche scheiße. Deutschland Scheiße. Deutsche Mark gut.

      Damals fand deren Radikalisierung noch nicht so statt. Ihre Meinung haben die garantiert nicht geändert.
      Nur aus Deutsche Mark wurde der Euro.

      Gute Nacht Deutschland. Ruhe in Frieden.

  4. Weil uns so langsam zu verstehen gegeben wird, dass wir demnächst sowieso nur noch zahlende „Gäste“ nach den Vorschriften des Koran sind https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/wuppertal-neue-ditib-moschee-geplant-106.html Das die mitlerweile schon ganze muslimische Stadtviertel in deutschen Städten planen dürfen wird wahrscheinlich von RotGrün unterstützt. Wie sagte doch die Grüne Eckardt so ähnlich „Deutschland wird sich verändern und ich freu mich drauf“. Dann wollen wir uns alle mal über die Veränderung freuen (Ironie off)

  5. Ist denen vielleicht peinlich, wenn die bei derartigen Spaziergängen gesichtet werden würden? Andere Nichteuropaer sind ja, so weit man das erkennen kann, ebenfalls nicht anwesend.

    Mich überkommt auch eine Art Fremdschaemgefuehl, wenn hier paar Hänsels laut krakelend „spazieren“ gehen.

    • Aber, aber … Sie brauchen sich doch für die „Gegendemos“ nicht schämen, das sind doch die Guten! 😉

      Aber so wie ich das lese, sind Sie ja zumindest kurz davor, selbst bei einer solchen „Gegendemo“ mitzumachen. Da kommt dann in mir das Fremdschamgefühl auf.

  6. „Im Klartext: Die Muslime sind, anders als die meisten Deutschen, nicht so sehr auf das öffentliche Freizeitangebot angewiesen, da sie den meisten Aktivitäten innerhalb ihrer Gemeinschaft nachgehen können, wo ihre eigenen Regeln gelten.“

    Die Buntejunta stellt an dieser fest, es handelt sich dabei nicht um Parallelgesellschaften.

  7. „Eine große Ausnahme bilden jedoch die Muslime, die auf den Demonstrationen praktisch nicht anzutreffen sind…“.

    Widerspruch: Ich sehe nicht nur zunehmend Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch Menschen mit arabischem und türkischem Migrationshintergrund. Den Männern sieht man nun nicht an, ob sie Muslime sind. Denn Salafisten habe ich der Tat dort noch nicht gesehen, die als solche leicht zu erkennen wären.

    Wenn ich mich recht erinnere, haben einige auf den Spaziergängen auch Reden gehalten.

  8. So rassisch dieser Artikel! Ich bin fassungslos.. wer hier eine Parallelgesellschaft schafft, seid nur ihr! Ich wünsche keinem Moslem diesen Artikel zu lesen. Ich würde euch liebend gern anzeigen! Schämt euch

    • Hier ist nichts Rassistisches, Nimm mal ein Lexikon und lese Dich mal in Rassismus ein, bevor Du hier Dein Senf abgibst, ich bin ein „zugewanderter“.

    • Defininition von Rassismus, und was rassistisch bedeutet, wird bei Wiki erklaert.
      Sind Moslems eine Rasse?
      Wenn ja, dann welche?
      Drohungen, wenn jemand anderer Meinung ist, sind genau das, naehmlich parallelgesellschaftlich.
      Der jenige, der sich entschliesst den Artikel zu lesen, egal ob Moslem oder anderer Glaubensrichtung, kann selbst entscheiden, ob er sich beleidigt oder betroffen fuehlen moechte und benoetigt keine vorsorgliche Obhut oder Empoerung.
      Diemokratisch freiheitlich, heisst tolerant sein gegenueber unterschiedlichen Ansichten .
      „We agree, that we disagree.“

    • Fragt der Autor in seinem Artikel nicht nur, warum Muslime nicht bei Demos sind und hier unauffällig sind? Für mich ist das eine „Untersuchung“ warum das so ist. Man kann auch überall was sehen! Die sich am meisten beschweren, sind die, welche sich mit Ihrem SUV „nur mal eben kurz“ auf den Behindertenparkplatz stellen, vor deren Auffahrt aber jeder gleich angezeigt wird. Oh, warum darf kaum noch diskutiert und Fragen gestellt werden. Langsam glaube ich mehr und mehr, sie haben recht, wenn sie die Menschheit „dezimieren“ wollen. Denn bei allem „Problemschaffen“, wo gar keine sind. Wenn die „Hetzer“ sich um Obliegenheiten kümmern würden, wo „exremer Handlungsbedarf“ ist. Hochwasser, Kirche, Politik & Parteien ach die Liste wäre lang …
      Aber gemütlichen Abend noch.

  9. Ich bin selber Muslimen und normalerweise lese ich andere Artikel sehr gerne. Es tut mir wirklich weh, wenn ich solch einen Artikel lese. Das ist nicht nur Menschenverachtend, sondern schafft eine Parallelgesellschaft. Echt traurig, wenn ich andere Artikel lese, die für eine Gemeinschaft sprechen, aber parallel sowas lese. Das ist nicht nur unglaubwürdig, sondern widersprüchlich. Ich fühle mich hier zu Hause und das wird auch so bleiben, auch wenn es dem Verfasser nicht passt.
    Traurig!!!!

  10. Soviel Negatives die muslimische Bevölkerung hier auch zu verantworten hat, in Sachen Corona-Politik können wir uns ein grosses Stück von denen abschneiden.
    Die kuschen nicht und wehe ein Polizist schmeisst eine Frau zu Boden, er würde es nur mit Glück überleben. Richtig in meinen Augen. Wenn sich der Rechtsstaat, die Polizei und Justiz nicht mehr an die Gesetze und Verfassung halten, wieso sollen es dann wir?!
    Abgesehen davon haben türkische Ladenbesitzer die vorbeiziehenden Demonstranten immer wohlwollend betrachtet und mit ihnen symphatisiert.
    Ich meine, wir haben Probleme mit Muslimen, das stimmt, aber wo wir zusammen etwas bewirken können sollten wir es auch tun.
    Und zum Schluss: Ich kann die Muslime verstehen. Mich hat die ganze Corona-Politik auch nicht gross betroffen 1. weil ich aufsässig bin, 2. weil ich vieles ignorieren konnte und dies auch gemacht habe und 3. weil ich den Staat schon lange nicht mehr für voll nehme. Das war mal. Bye bye. Selber Schuld. Und das Ansehen der Polizei ist bei mir massiv gesunken in den letzten 2 Jahren.

  11. @Das seltsame Schweigen der Muslime
    warum sollten sie was sagen – sie sind nicht betroffen, und wenn sich die Ungläubigen gegenseitig umbringen, kann ihnen das nur recht sein – nicht anders als Churchill seinerzeit!
    Kann ich gut verstehen ! An deren Stelle würde ich mich auch zurücklehnen und Popcorn essen, anstatt mich in die Händel der Ungläubigen einzumischen !
    Und je mehr durch die Gen-Experimente krank sind oder gleich sterben, desto besser für sie !

  12. „Ganz anders jedoch bei den Corona-Demos und -Spaziergängen: Weit und breit sind hier – bis auf wenige Ausnahmen – nur Deutsche“

    Sehe ich auch so auf der Straße und vermute dafür eine ganze Reihe von Gründen:

    a) Migranten (oder Deutsche mit migrantischen Wurzeln) haben fast immer eine Zweitoption: wenn es hier nicht mehr geht, haben sie oft noch ein Dorf, eine Gemeinschaft, eine Verwandtschaft, einen Kiez, einen Rückzugsort, einen Rückhalt in der ursprünglichen Heimat. (für viele nur in Deutschland verwurzelte Deutsche gibt es eine solche Option nicht – daher sind die Lebensbedingungen hier die einzigen, die wir „zur Wahl“ haben. Auswandern in die „Fremde“ ist oft eine schlechte und für die meisten „normalen Deutschen“ kaum in Frage kommende „Option“)

    b) Migranten (oder Deutsche mit migrantischen Wurzeln) haben oft andere Erfahrungen mit Autorität, Übergriffigkeit, staatliche Zumutungen, Willkür – damit sind sie auf der einen Seite weniger alarmiert durch solche aufkommenden Zustände, auf der anderen Seite aber auch souveräner im Umgang damit, da man das aus der Heimat (und der patriarchalischen Familie) ja „kennt“. Meine Erfahrung ist, das man sich „pro forma“ an die „Regeln“ hält, völlig unaufgeregt … mehr nicht. Und wenn gerade keiner kuckt oder man „unter sich“ ist…

    c) Migranten, die die Sprache schlecht beherrschen, solche, die kaum mit der einheimischen Kultur in Kontakt kommen (Hausfrauen oder sich fast vollständig im eignen Kulturkreis im eigenen Kiez Bewegende) sind häufig unsicher über ihre Rechte und aktuelle Rechtslagen und vermeiden schon aus verständlicher Vorsicht alles möglicherweise ihren Status gefährdente oder verschlechternde. Daher sieht man oft zum Teil Übererfüllung (Maskentragen wo kein Mensch Maske trägt, …) und vorauseilenden Gehorsam als Signal: „ich bin brav, ich befolge alles, was man mir vorschreibt. Lasst mich bloß in Ruhe.“

    Es ist leider eine traurige Folge von übermäßiger Zuwanderung, dass damit auch das Verhältnis „Bürger versus Staat“ neu justiert wird – und zwar bis jetzt eher zugunsten einer Stärkung des Zugriffs der Staatsmacht gegenüber dem Bürger, und einer Schwächung des Einflusses der Bürger auf den Staat. Das Verhältnis Staat-Gesellschaft wird damit neu justiert. Und zwar rückschrittlich.

    Es ist sicher kein Zufall, dass zB heute kaum noch eine Aufbegehren gegen eine Volkszählung denkbar wäre, wie es damals 1987 noch der Fall war. Oder etwa der Widerstand gegen die „Notstandsgesetze“, 1967. Oder der Widerstand gegen WAA und Anti-AKW in den Neunzehnhundertachziger-Jahren. … In der BRD in den Zweitausendzwanziger-Jahren ist so ein breiter und resoluter Widerstand zu einem Einzelthema kaum noch vorstellbar. (Man denke wie die Anti-TTIP-Proteste hier niedergeschrieben wurden mit dem genau gleichen Schema wie heute: „Alles rechts, rechts, Nazis, Nazis, … wer da mitläuft …“)

    Der Widerstand heute richtet sich (glaube ich, im Kern) gegen den laufenden Totalumbau von Staat („EU“, WEF, WHO, Weltkonzerne, …), Gesellschaft, politischen und wirtschaftlichen Strukturen, Werten, Normen, Traditionen, Eingebunden-Sein und Selbstverständnis der Menschen und ist deshalb so weitgehend unabhängig von Gesinnungen und politischen und weltanschaulichen Differenzen.

    Hoffnung machen mir die neue Art der Widerständler und die neuen Formen des Widerstandes. Neben spazieren gehen auch immer mehr Subversion, Verweigerung, Sand im Getriebe, …

  13. Ich denke, daß auch für viele Muslime, die schon lange in Deutschland leben, nach 2015 ein anderer Wind weht. Seit 2015 kamen in großen Mengen noch Fundamentalisten und Kriminelle, die nicht nur für Deutsche eine Bedrohung sind. Ich habe z.B. immer gerne im türkischen Supermarkt gekauft. Früher saßen an den Kassen moderne junge Frauen mit offenen Haaren, lachten und schwatzten – dann kamen die ersten Kopftücher und heute sitzen nur noch Kopftuchträgerinnen da. Gelacht und erzählt wird auch nicht mehr, und ich als deutsche Frau fühle mich auch nicht mehr so wohl. Ich habe auch nach und nach festgestellt, daß immer weniger Deutsche hingehen – früher kaufte dort jeder, die hatten das beste Obst. Ich selbst war auch schon lang nicht mehr da. Lange Rede, kurzer Sinn: vermutlich können es sich viele Türken und andere Muslime gar nicht mehr erlauben, sich mit Deutschen zu ‚verbrüdern‘, weil sie sonst mit ihren eigenen Fundamentalisten Ärger kriegen – oder mit deren gewaltaffinen Schlägertrupps auf der Strasse.

  14. Ich denke mal das die „deutschen Muslime“ oder eher die Muslime in Deutschland zu mehr als 99% von staatlichen/zwischenstaatlichen Stellen in ihren Meinungen und Überzeugungen gelenkt werden. Viel brauch man da ja auch nicht beachten/bewirten…. bissle Religion, Feindbild (was meist geziehlt auf entfernte Regionen gelenkt wird, es sei denn hier ist politisch grad was durchzusetzen…) und naja das wars…Fi.ken und Frauen verwalten die denn in ihrer Freizeit selbst ,genau so wie die Versorgung mit Genussmitteln.
    Da herrscht so viel Kontrolle und gleichzeitig sind die auch so gut ausgelastet in ihrer Freizeit ,die kommen gar nicht auf die Idee gegen Einschränkungen ,die sie ,wie im Artikel richtig beschrieben auch gar nicht wahrnehmen, zu Demonstrieren.
    Bei diesen „anderen“ Demos ,wo man sie sonst sieht, sind sie ja denn aus religiösen und/oder Feindbild-gesteuerten Gründen.
    Es ist also für unsere „Staatslenker“ ein leichtes ,mit wenig Personal zu bewerkstellendes Unterfangen, unsere Moslems in ihren Interessen zu steuern/kontrollieren.
    Ich kenne hier einen Türken vom Imbiss, Muslim aber nicht streng gläubig, der wurde vor kurzen gerade erstmals geimpft, weil sein Chef es halt so wollte und immer rumblubberte und ihn damit stresste😉.

  15. Ich habe kürzlich den türkischen Lebenssmittelladen bei uns im Flecken wieder entdeckt. Das Gemüse – frisch und schmackhaft, besser als aus dem Supermarkt. Persische Datteln, saftige Feigen, Halva, Oliven…und das alles kann man einkaufen ohne Maulkorb und wird noch freundlich bedient. Deutsche Supermärkte haben mich als Kunden verloren. Ich bin nicht alleine.

    • Auch ich empfinde türkische Supermärkte als Bereicherung. Und das Beste: sogar der Rewe um die Ecke ist hier türkisch. Das bedeutet: entspannter Umgang, kein Problem mit Maskenfetischisten. Man muss zwar signalisieren, dass man sich im Prinzip daran hält (Polizei und Gewerbeaufsichtsamt ist ja nie weit), aber unter der Nase stört keinen …

      Alle Läden, in denen ich schon mal dumm angemacht worden bin, haben mich als Kunden verloren. Wobei ich noch unterscheide ob ich im Einzelfall das Gefühl hatte, einfach einem verhinderten KZ-Wächter gegenüber zu stehen, oder ob das mit der Haltung der Leitung und Geschäftsführung zu tun hat …

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