Montag, 22. April 2024
Suche
Close this search box.

Der Dreisatz und die Bienchen

Der Dreisatz und die Bienchen

Bienenporno: Die Natur ist nicht länger Vorbild (Symbolbild:Imago)

Aufklärung ist ein Kapitel für sich. Viele wissen ein Lied davon zu singen. Kinder sind wissbegierig und haben viele Fragen, mit denen sie die – antiquiert, ewiggestrig oder einfach nicht mehr zeitgemäß ausgedrückt – Eltern, also Vater und Mutter, löchern. Es ist nicht immer einfach, kindgerechte Antworten parat zu haben, besonders wenn es sich um Fragen zu dem Themenkreis Bienchen und Blümchen handelt. Diese Angelegenheit entwickelt sich für Erziehungsberechtigte dann gerne zu einem Feld mit scharf gestellten Minen. Wie sag ich’s meinem Kinde? Das produziert unweigerlich den einen oder anderen hochnotpeinlichen Moment.

Dabei war es in grauer Vorzeit viel einfacher als heute: Es gab das Bienchen und es gab das Blümchen. Es galt lediglich die Aufgabe des Bienchens und die des Blümchens zu verdeutlichen und beides zu erklären – und man hatte vorläufig seine elterliche Pflicht getan. Selbst die Musikindustrie eilte damals zu Hilfe. Wir erinnern uns gerne an das Lied “The birds and the bees”, gesungen von Jewel Akens. Diese pädagogische Hilfestellung erweiterte die Sachlage um Vögel und den Mond und auch um das Stichwort “Liebe”. Jetzt war man perfekt ausgerüstet für ein Gespräch mit den artigen Kleinen und in der Lage, das Zusammenspiel aller Komponenten behutsam darzustellen.

Der diesbezügliche Kenntnisstand der Abkömmlinge war dann einige Zeit ausreichend, bis die geliebte Leibesfrucht – gerne auch bei Familienfeiern oder bei Einladungen im Bekanntenkreis – ihre bisherigen Einsichten, zusammen mit weiteren Fragen, für alle gut hörbar kundtat. Nachdem sich Rötungen der Gesichtshaut gelegt und erhöhte Temperaturen im Kopfbereich der Eltern wieder normalisiert hatten, galt es, das Bienchen-Blümchen-Modell mit Bedacht anzupassen, zu erweitern und gegebenenfalls umfänglicher zu erläutern. Aber auch das war durchaus im Rahmen des Machbaren – wenngleich es eine gesunde Portion Humor erforderte.

Die gute alte Zeit ist leider vorbei!

Diese für Eltern angenehme Zeit ist nun leider unwiederbringlich vergangen. Das Bienchen-Blümchen-Modell hat sich überholt und ist heutzutage einer komplexen Verknüpfung einer Vielzahl von Sachverhalten gewichen. Heute gilt es der geliebten Nachkommenschaft zu erklären, wie Bienchen mit Bienchen ohne Blümchen und Bestäubung bei Mondschein Liebe machen. Oder, je nach Vorliebe des In-Form-Bringers, Vögel mit Vögeln oder Blümchen mit Blümchen. Das ist schon ziemlich kompliziert, wäre aber im Rahmen des Intellekts von Heranwachsenden gerade noch handzuhaben .

In der besten aller Zeiten und im besten Deutschland, das es je gab, ist das aber noch lange nicht ausreichend. Was ist mit Bienchen, die einmal Vögel waren? Oder mit Vögeln, die gerne Bienchen wären? Welche Rolle spielen dabei die Blümchen und der Mond und natürlich die Liebe? Die verschlungenen Deutungspfade der modernen Zeit enden aber auch nicht an diesem Punkt: Was ist mit Bienchen, die wie Vögel aussehen, aber noch einen Stachel haben? Was mit Blümchen, die denken, sie könnten fliegen? Wie können Eltern den Umstand erklären, dass Bienchen heute Bienchen und im nächsten Jahr schon Vögel sein können?

Die Schule ist gefordert

Seit den Zeiten der alten Ägypter und Sumerer wurde Schule missbraucht, um sich völlig unnötige Fertigkeiten wie Schreiben, Lesen oder Rechnen anzueignen. Schluss damit! Das passt überhaupt nicht mehr in die neue Zeit! Um Pyramiden oder große Festungen zu bauen, bedurfte es guter mathematischer und geometrischer Kenntnisse. In Zeiten von Tiny-Häusern oder Zeltstädten in den Zentren ehemals blühender Großstädte und der Verblödung breiter Bevölkerungsschichten ist dieses Wissen überholt.

Die Schulzeit gilt es ab jetzt zu nutzen, indem den Kindern alle möglichen Varianten von Bienchen, Blümchen, Vögeln, Mond, Sonne und Liebe nahegebracht werden! Dazu gehören auch das Vermitteln ideologischer Konzepte und das Erläutern zur Verfügung stehender Hilfsmittel. Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass damit schon im Kindergarten begonnen wird. Nie mehr müssen sich Eltern, peinlich berührt, Erklärungen ausdenken. Das hat die Schule bereits gründlich getan. Und noch weit darüber hinaus.

Dreisatz rechnen? Das war vielleicht einmal Schulziel. Heute steht die Fähigkeit im Mittelpunkt, den Penis eines Mannes von dem eines Transsexuellen zu unterscheiden. Lesen, rechnen, nähen, kochen oder unterweisen in den Traditionen der Großeltern? Der pansexuelle, vegane, insektuide Klimareligionszugehörige braucht all das nicht mehr. Ein erbärmliches Sprachniveau reicht allemal aus, um die eingetrichterten Worthülsen bei Bedarf erbrechen zu können.

Die Schule muss ihre Anstrengungen erhöhen

In den letzten Jahren ist an den Schulen viel geleistet worden, um die natürlichen Anlagen der Kinder zu verbiegen und zu zerstören. Die PISA-Studien geben gute Hinweise darauf, wie weit die deutsche Gesellschaft schon auf dem Weg in die totale Verblödung gekommen ist. Aber es reicht noch nicht! Bei der Zerstörung von Sitte, Anstand und Moral sind die Leistungen des Schulsystems zwar gut bis befriedigend; aber noch gibt es Abiturienten, die lesen und schreiben können. Das muss sich schleunigst und grundlegend ändern! Für die Obliegenheiten eines Angehörigen der Epsilon-minus-Kaste in der wunderbaren neuen Welt des WEF ist die Intelligenz eines 6-Jährigen ausreichend. Der Geschlechtstrieb sollte allerdings noch vorhanden sein, um für Kurzweil zu sorgen.

Die Schule muss deshalb fortan dem Zweck dienen, den Kindern irgendeine der modernen Pseudowissenschaften wie Gender Studies oder CO2-Klimaschutzprojekte näherzubringen, ohne dass die Belehrten auch nur den Hauch einer Ahnung haben, worum es eigentlich geht. Damit unterbindet man wirkungsvoll jegliches selbstständiges Denken und degradiert den Verstand zur nutzlosen Beigabe evolutionärer Entwicklung. Fragen – welcher Art auch immer -, die Eltern in Verlegenheit bringen könnten, erledigen sich dann von selbst. Das Bienchen-Blümchen-Modell und alle anderen Deutungen des menschlichen Seins sind Relikte der Vergangenheit und damit inhaltsleer geworden für den modernen Menschen der Kategorie Epsilon minus. Gott sei Dank!

8 Antworten

    1. Gender ist ein Konstrukt des Geistes (oder Ungeistes?) und Physik ist eine haargenaue Naturwissenschaft, die sich zudem in mathematische Formeln gießen läßt. Da gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten. Ebenso gibt es zwischen Biologie und Gender keine Gemeinsamkeiten. Wer so etwas nicht begreift, hat an einer Universität nichts verloren. Wer es dennoch macht, ist kein Wissenschaftler sondern Ideologe.

  1. Genau, die Summe aller ideologischen Verrenkungen ist negativ!
    Aber nur für den, der immer noch gestrig in den alten Denkstrukturen gefangen ist. Ansonsten findet zugunsten der WEF-Macker oder -Macher eine wohltuende Umpolung statt, sodaß der Aufprall nach dem Fall ins Geistig Bodenlose relativ abgefedert ist, nachdem man sein Gehirn in Watte packen durfte.
    Oder so …

    Gott zum Gruße
    Rolf

  2. Für mich wird es für immer und ewig zwei Geschlechter geben. Wer etwas anderes behauptet, hat entweder einen an der Waffel oder will bösartig spalten! Spalten geht sowieso nur, wenn es keine Familie mehr gibt die Rückhalt vermittelt.
    Diese komischen, neuen Menschen, die anscheinend jetzt so hip sein sollen, würden in der Natur keine zwei Tage überleben. Das ist das Resultat der Realität und die unumstößliche Wahrheit der Natur.
    Wer den Bezug zur Natur verliert, verliert seine Daseinsberechtigung.
    Denn es gibt nichts Unnatürliches unter Gottes Himmel, das von Bestand ist!

  3. “…degradiert den Verstand zur nutzlosen Beigabe evolutionärer Entwicklung.”
    Hervorragend, Dick Beaver! ☺

  4. Besser hätte man den Irrsinn nicht beschreiben können. Ein Lesevergnügen trotz allem, bei dem ich zwischendurch immer wieder lachen mußte.