Der Fall Sarah-Lee Heinrich: Alles halb so schlimm?

Sarah-Lee Heinrich (2.v.r.) inmitten „ekliger weißer“ Frauen (Foto:Imago)

Autsch – die eigene Medizin schmeckt bitter! Sarah-Lee Heinrich, bei den Grünen mit einem Amt als Sprecherin ausgestattet, hat im Netz gerade mächtig Ärger. Differenzierende Sprache ist nicht wirklich ihr Ding. Sie hat in den letzten Jahren Dinge getwittert, die sogar einem Rapper die Schamesröte ins Gesicht treiben würden. Und auch inhaltlich ähnelten ihre Beiträge denen der martialischen „Wortkünstler“: Von F-Bomben bis hin zur offenen Homophobie war alles dabei. Nicht fehlen auf ihrer Abschussliste durften natürlich auch „die Weißen“ im allgemeinen und „die alten weißen Männer“ im besonderen. Auch ihre Differenziertheit zum Spannungsfeld Israel und Antisemitismus war bestechend:

(Screenshot:Twitter)

Alles Schnee von gestern„, sagen ihre Verteidiger, „da war sie doch noch so jung!“ – aber immerhin schon teilweise in einem Alter, in dem Jugendliche nach dem Willen der Grünen schon wählen sollten. Wenn man nach Ausreden für jemanden sucht, sollte man gut darauf achten, was man im Programm stehen hat. Zudem ist es recht spannend zu sehen, welche Milde man bei der eigenen Blase walten lässt, das kennen wir schon vom Fall Nemi al-Hassan: Es wird jede halbherzige Entschuldigung akzeptiert, auch wenn das kritisierte Verhalten noch immer in Erscheinung tritt – vielleicht ein wenig dezenter. So wie Cem Özdemir:

(Screenshot:Twitter)

Schauen wir uns hingegen den Umgang mit dem politischen Gegner an, so wird bei diesem jedes vermeintliche oder echte Fehlverhalten noch jahrelang immer wieder recycelt, um ihn zum Abschuss freizugeben. Linke „Menschenjäger“ lassen es noch nicht einmal dabei bewenden: Gnade einem Gott, wenn der Großonkel die falschen Zeitschriften abonniert hatte, die auch auf das Objekt der Betrachtung eventuell einen schändlichen Einfluss ausübten. Bei mir klänge das dann so: „Auf der eiskalten Etagentoilette ihres Onkels lagen stapelweise Panzerjournale aus, weshalb nicht auszuschließen ist, dass sie schon früh eine militaristisch-nationalistische Prägung erhielt.“ Das klebt fest wie diese Etiketten, die man niemals richtig von seinem Salatseiher entfernt bekommt.

Merke: Der Gegner muss noch nicht einmal selbst etwas verbrochen haben, um sich schuldig gemacht zu haben. Es reicht aus, wenn er „fremdkontaminiert“ wurde. Spricht man jedoch das an, was Frauen wie Nemi al-Hassan oder Sarah-Lee Heinrich ganz aus eigener Kraft verbockt haben, gilt das im besten Falle als kleinlich. Weitaus wahrscheinlicher ist es jedoch, sich plötzlich in der Kategorie „Sexist“ oder „Rassist“ wiederzufinden. Darüber hinaus ist man zu blöd, um zu begreifen, dass diese „unbedeutenden Ausrutscher“ natürlich nur das Ergebnis jahrelanger Diskriminierung und Ausgrenzung waren. Mit dem selben Argument könnte man auch die jungen Leute verteidigen, welche an ihrer Schule Amok laufen.

Die immer wieder gleichen Muster der Verteidigung sind ermüdend, denn das alles hat rein gar nichts mehr damit zu tun, eine sinnvolle Verhaltensanalyse durchzuführen, um künftigen Fällen entgegenzuwirken. Ähnliches zeichnet sich ab, wenn es um das Thema „Rassismus gegen Weiße“ geht. Dass es diesen nicht gibt, wird als Dogma in die Welt gesetzt, bei jedem Gegenargument schlängeln sich die Freunde dieses Dogmas um wichtige Punkte herum. Notfalls werden weiße Opfer von Rassismus – so etwa auch Juden und Slawen – zu „Persons of Color“ ehrenhalber erklärt. Da hat wohl jemand nicht mitbekommen, dass es Juden in allen farblichen Varianten gibt.

Ermüdende Verteidigungsmuster

Eine Machtfrage sei es, warum es keinen Rassismus gegen Weiße geben könne. Ein netter Versuch, der vollkommen außer Acht lässt, dass dies auch eine Frage der Geographie ist. Es ist einmal wieder eine Binsenweisheit, aber wenn in einem Land der Anteil der schwarzen Bevölkerung höher ist, wird man auch mehr Schwarze in höheren gesellschaftlichen Positionen antreffen – ich werde in meinem Leben wohl nie so viel verdienen wie Oprah Winfrey oder so mächtig sein wie Barack Obama es war. Apropos Oprah Winfrey: Auch um sie wurde vor ein paar Jahren ein Rassismusskandal konstruiert, der sich letztlich als heiße Luft entpuppte: Die Talk-Masterin empfand es als diskriminierend, dass ihr eine Verkäuferin Taschen zeigen wollte, die nur 25.000 Euro kosten. Diese Form der Diskriminierung muss man sich erst einmal leisten können!

Die „es ist alles nur Sexismus„-Masche hingegen wandten die Grünen schon wenig glaubwürdig bei Annalena Baerbock an. Bei jedem verbalen Fauxpas und allen aufgedeckten Plagiaten. Nachweisbaren Fakten also – mit etwas Anstand hätte man besser geschwiegen. Baerbock, die von allen Seiten wohlwollend mit einer Fülle von Vorschusslorbeeren überschüttet worden war, erhielt schließlich die Quittung an der Wahlurne – worauf die Kritiker sich vorwerfen lassen mussten, die letzte Chance auf die Rettung unseres Planeten vertan zu haben.

Nemi al-Hassan, Sarah-Lee Heinrich oder auch Annalena Baerbock: Alle drei erhielten als Frauen einen Startbonus. Die ersten beiden Damen auch als Menschen mit Migrationshintergrund. Sie haben nichts daraus gemacht, es selbst vergeigt, weil sie sich in ihrer Rolle zu sicher fühlten, zu unangreifbar. Allerdings haben sie den Bogen dessen, was die Allgemeinheit außerhalb ihrer Blase zu ertragen bereit war, maßlos überspannt. Wer die Fahne der Moral allzu hoch hält und einer Gruppe angehört, die sich als „besser“ als der Rest ansieht, steht eben unter genauerer Beobachtung. Es ist unglaublich dreist, mit welcher Arroganz gerade die Grünen diese einfache Regel immer wieder ignorieren.

8 KOMMENTARE

  1. Von wegen „da war sie doch noch so jung!“

    An dem Tag, an dem sie fand, dass „wir so ne eklig weiße Mehrheitsgesellschaft haben“ war die am 22. März 2001 in Iserlohn geborene Sarah-Lee Heinrich schon längst 18 Jahre alt.

    Immerhin dauerte es fast 2 Jahre, bis bei den Grünen sowas als Qualifikation für das Amt einer Sprecherin durchschlägt:

    „Ich glaube, dass es für die Leute einfacher ist… sich mit Greta Thunberg zu identifizieren, weil man dann direkt so denkt, eine von uns so, und weil wir so ne eklig weiße Mehrheitsgesellschaft haben, war es dann einfacher zu sagen, na ja, das sind halt auch alles unsere Kinder, weil wir definieren unsere Kinder halt als weiße unsere Kinder.“ – Sarah-Lee Heinrich (GRÜNE) in „Fridays for Future: zu weiß? I KARAKAYA TALK“ am 18.11.2019

    https://www.funk.net/channel/karakaya-talk-12084/fridays-for-future-zu-weiss-i-karakaya-talk-1643338

  2. von wegen, bei der 14 jährigen Tochter von Nicole Höchst war die Presse 2018 nicht so gnädig das auf das Alter zu schieben. Hier galt mehr, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

    Nur zwei Beispiele:

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/poetry-slam-tochter-von-afd-politikerin-sorgt-fuer-eklat-in-speyer-so-wehrt-sich-die-szene-jetzt-a-7d158f35-3531-4054-8f08-998b6130026e

    https://www.stern.de/neon/wilde-welt/gesellschaft/speyer–tochter-von-afd-politikerin-sorgt-mit-gedicht-fuer-eklat-8384992.html

  3. In einem Satz zusammengefasst: Will man die heutige junge Generation bis ~30 verstehen, muss man wie ein Kind denken und mit denen reden. Wie ein kleines Kind mit leicht erhöhtem Sprachwortschatz.

    „Kinder an die Macht“ von Herbi Gröni ist nun die bittere Realität, ob der sich das so gedacht hat? Nur werden wir nicht in Grund und Boden gelacht, sondern regiert! In Grund und Boden muss man sich dafür vor den Augen der Ahnen schämen.

  4. Man stelle sich vor, ein Jung – AFDler hätte im Teeniealter das Wort „Heil“ in einem entsprechenden Zusammenhang geschrieben, oder sich im jugendlichen Übermut über die maximalpigmentierte Rasse ausgelassen; – das gäbe eine Hexenjagd Erster Klasse ! Aber bei dem grünen Mädel …….Jugendsünden, nicht so schlimm, in dem Alter ist man eben so , da kann man schon mal drüber wegsehen; zumindest nach Ansicht der Grünen und Roten !

  5. Was wird wohl in der gut aussehenden Frau rechts im Bild vorgehen, sich mit drei solchen Runkelrüben abbilden zu lassen. Nein wie unappetitlich das ist.

  6. …ganz ehrlich: Für wen ist die Meinung und Ansicht dieser moralisch mißlungenen, dummen Göre wichtig?
    Mir persönlich ist die Hautfarbe einer Person völlig unwichtig, es zählen Klugheit, Weitsicht, Einfühlungsvermögen, Moral, Loyalität und soziales Miteinander, und, nicht zu vergessen Fleiss…was davon kann diese Person aufwarten? Richtig! Nichts hat sie bisher geleistet und es ist zu erwarten, das sich genau daran auch nichts ändern wird…die kann mir sowas von gestohlen bleiben…ich seh und höre die einfach nicht…Ende…

  7. Das Mädel ist psychisch krank…kommt mit ihrer Mischhaut nicht klar und versucht ihren Selbsthass der weißen Gesellschaft zuzuschreiben…total durchschaubar

  8. Soziologen sagen dass Kinder in Ihrer Sozialistion und Glaubensystemen beim Alter von 10/12 Jahren dauerhaft gepraegt sind. Macht auch Sinn, wenn manan all die junge, radikalen Moslems denkt.
    Deshalb ist es auch keine Jugendsuende was Sarah-Lee jm Alter von 15/16 Jahren getwittert hat. Im Gegenteil, dieses Glaubensystem, dass ie ein des Opfer auf Grund Ihrer Hautfarbe ist und ihr Hass auf eklige Weisse wird sich weiter verfestigen.
    Dies zeigt der Link von „@Gier“ zu einem Talk von 2019 sehr gut. Also Hate speech als Erwachsene und Anzeige wert.
    Viele POC,s haben herausgefunden, dass man sich wunderbar als Opfer stilisieren kann und deshalb nie Egenverantwortung zu uebernehmen braucht, es sind ja immer die ekelhaften weissen Buerrigs schuld, wen man mit seinen unsinnigen, masslosen Forderungen mal nicht durch kommt und und ach so benachteiligt ist.
    Das Prinzip, „wie man in den Wald ruft, so schallt es zurueck“, gilt fuer solche Personen nicht. Wen solche auf grundihres arroganten, aufmuepfigen, rassistischen und verachtenden Verhaltens einen Backlash erhalten ist es natuerlich, wegen ider Hautfarbe und wegen ihres poesen , weissen ekligen Umfeldes der Nazees und Rassisten, Die Racecard ziehen, sagen die Amis dazu.
    Wahrscheinlich wurde sie gerade wegen ihres Poc Status in Schule und Umfeld mit Handschuhen angefasst , hat kaum Konsequenzen erfahren un hat deshalb so ein ueberzogenes Selbstbewusstsein. Nun erlebt, dass arme Kind Konsequenzen und Aufsclag in der Realitaet .Wie sie sich zeigt, verhaelt und artikuliert, wirft Fragen auf, wie ihre Eltern bzw. die Mutter sie erzogen hat oder welches Wertesystem ihr vermittelt wurde. Wahrscheinlich war der Vater nicht vorhanden und Realitaet dieses Einflusses bzw. dieser Kultur wurde nicht erfahren und gelebt. Dies wuerde auch die Idealisierung der afrikanischen Kultur und ihres POC Anteils erklaeren.
    Wie es @Setenhieb schreibt, nehme ich ebenfalls an, dass eine Portion Selbthass vorhanden ist und dazu noch Minderwertigkeitskomplexe Diese Art von Komplexen wird oft mit Grosskotzigkeit, Arroganz und Niedermachen bzw. Verurteilen von Anderen ueberspielt, dass gibt ein gutes Gefuehl.. Alles in allem eine Mischung, die sie mit einem Therapeuten aufarbeiten sollte und nicht als Sprecherin der jungen Gruenen. Wie die die Amis sagen wuerden, ein Nutcase.Sie wuerde auch gut zu Burn, Loot und Murder Movement passen.
    Es gibt Promiente wie Maria Carey oder Halle Berry, die aehnlich ticken. Beruehmtes Beispiel Barrack Hussein Obama Ein typischer Oreo, der mit der Herkunft und dem Leben der Farbigen in USA nichts gemeinsam hat.. Sie habe weisse Muetter, zeigen deshalb, wie farbige Amis sagen, weisses Verhalten auch „Oreos“, aussen schwarz und innen weiss. genannt. Sie sind weiss sozatlisiert, fuehlen sich auf Grund ihrer Hautfarbe jedoch als Schwarze, obwohl ihre Vaeter abwesend bzw nicht in deren Leben vorhanden waren. Die Hautfarbe aka die Racecard kann man jedoch immer gegen jegliche Kritik hervorholen, besonders gegen Weisse. Farbige sind oft genauso rassistisch gegen ueber helleren POC’s, doch da trautman sich nicht dagegen anzugehen, man will ja dazu gehoeren.
    Im 60iger Jahre Civil Rights Movement, wollten die Farbigen in die weisse Gesellschaft integriert werden. Nun laeuft es wieder umgekehrt. Die jungen Farbigen wollen unter sich bleiben z.B. in Schule un UNi’s, fordern jedoch noch mehr Recht bzw. Narrenfreiheit, aufgrund ihrer Hautfarbe .
    Beispiel USA: Affarmative Action , fianzielle Unterstuetzung free College,seit Mitte der 70iger Jahre., doch dass ist nicht mehr genug. Nun wollen sie bestimmen und ueber die poesen Weissen regieren,trotzdem sie Minderheit. sind und fuehlen sich ueberlegen. Dies blueht uns auch Deutschland.
    Martin Luther King wird wohl zwischenzeitlich staendig im Grab rotieren,wenn er an seine beruehmte Rede, mt dem Inhalt “ the content of your Character denkt“ denkt. Fuer die jungen Schwarzen ist er ein „Onkel Tom“ oder noch besser wuerde er heute als dass schwarze Gesicht des weissen Supremacy bezeichnet werden.

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