Die NATO expandiert weiter – wann explodiert sie?

NATO-Flaggen vor ihrem Brüsseler Hauptquartier (Foto:Imago)

Die US-Strategie, die Ukraine als 31. NATO-Mitglied gegen Russland in Stellung zu bringen, dürfte sich so schnell nicht erfüllen. Dafür fallen den Militärstrategen der NATO nun zwei andere Länder fast in den Schoß: Finnland und Schweden. Beide Völker lebten mit ihrer Neutralität zwischen Europas Blöcken recht gut, bekamen aber durch die Invasion russischer Streitkräfte in der Ukraine kalte Füße. Oder war dieser Krieg vielleicht nur der willkommene Auslöser zu einer längst erwogenen letzten Nordosterweiterung der NATO? Die „Ostfront” zu Russland vergrößert sich dadurch um die Hälfte der bisherigen Länge und bindet so dementsprechend mehr Streitkräfte Russlands, das schon jetzt kaum mehr in der Lage ist, seinen verwerflichen Angriff auf die Ukraine erfolgreich weiterzuführen.

Bei den Finnen mag der Wunsch nach dem Beitritt nachvollziehbar sein, da sie eine 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland (und eine entsprechend leidvolle Vergangenheit mit dem großen Nachbarn im Osten) haben. Diese bot im Spannungsfeld mit Russland und auch Deutschland eine recht wechselvolle Geschichte. Von 1941 bis 1944 beteiligte sich Finnland an der Seite Hitler-Deutschlands am Krieg gegen die Sowjetunion, der den Russen bis heute in den Knochen steckt. Doch der Separatfrieden mit Russland vom 19. November 1944 erwies sich für Finnland über Jahrzehnte als segensreich; das Land stürzte erst mit dem Zerfall der Sowjetunion in eine schwere Wirtschaftskrise.

Gefundenes Fressen

Finnland ist ein „gefundenes Fressen” für die übermächtigen USA: Im Kriegsfall könnten bis zu 520.000 Mann in kurzer Zeit unter Waffen gestellt werden. Das skandinavische Land ist ein Musterknabe Amerikas, ein neuer Frontstaat im Kampf gegen Russland. Was aber vor allem für Deutschland wichtig ist und keinesfalls übersehen werden sollte: Die Pipelines über Land befinden sich in Selenskyjs Hand. Und Nord-Stream 1 verläuft nur wenige Kilometer vor der Südküste durch den Finnischen Meerbusen – in durchschnittlich nur 38 Meter Tiefe! Wie vorteilhaft wäre es für die USA, wenn diese Lebensader für uns Deutsche im Fall der Fälle, zum Beispiel „bei einem Schiffsunfall”, zerstört würde, um uns endgültig von russischem Gas abzukoppeln und uns sodann noch mehr US-eigenes Fracking-Flüssiggas verkaufen zu können?

Warum sich Schwedens Mächtige hingegen von den USA kaufen lassen, ist ein Rätsel. Es gibt keine gemeinsame Grenze mit Russland, dazwischen liegen mehr als 250 Kilometer Finnland. Die schwedische Armee kann mit nicht einmal 15.000 Mann aufwarten und ist keine militärische Bereicherung für die NATO. Schweden hat zwar viele Feinde im Innern (Islamisten, Banden) – aber keinen einzigen Feind jenseits seiner Grenzen. Nur 1981 strandete einmal ein russisches U-Boot vor der schwedischen Küste (die Navigationssysteme seien angeblich ausgefallen). Und im Zweiten Weltkrieg war Schweden zwar neutral, aber es pflegte Beziehungen mit dem Dritten Reich und ließ es zu, dass mehr als zwei Millionen deutsche Soldaten durch Schweden an die Kriegsfronten in Finnland und Norwegen transportiert werden konnten.

Schwedens und Finnlands Beitritt wäre große Chance, die Türkei loszuwerden

Das alles macht aber die heutigen Schweden nicht zu einem bedrohten Volk. Wenn die Russen uns Deutschen verziehen haben und uns sogar wiedervereinigen ließen, werden sie heute wohl kaum die Schweden für ihre zwiespältige Rolle vor 80 Jahren bestrafen wollen! Jedenfalls würde der NATO-Beitritt diesem Land mehr schaden – weil seine Soldaten dann nicht mehr unter Blauhelmen geschützt in der Welt unterwegs wären, sondern unter Helmen, die keinen UN-Schutz mehr bieten.

Jedoch böte der Beitritt der nordischen Länder eine große Chance: Nämlich den Rausschmiss der Türkei aus der NATO! Hierzu zitiere ich den Athener Auslandskorrespondenten Gerd Höhler, der gestern treffend analysierte (wenn er auch die türkische Mitgliedschaft vorsichtiger thematisierte, denn so etwas ist nicht ungefährlich!): „Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan will sich seine Zustimmung (zum Beitritt) teuer abkaufen lassen. Die Türkei spricht von beiden Ländern als ‚Gästehäuser für Terrororganisationen‘. Damit meint Erdogan nicht nur die kurdische PKK. Ihn stört auch, dass in Skandinavien regierungskritische türkische Exil-Journalisten leben. Ihnen möchte er einen Maulkorb verpassen. Dass die Regierungen in Helsinki und Stockholm darauf eingehen, ist nicht zu erwarten.

Permanente türkische Vertragsverstöße

Höhler fährt fort: „Ein weiterer Adressat der Veto-Drohung sind die USA, mit denen Erdogan über die Lieferung von Kampfflugzeugen verhandelt. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich Erdogan in der Nato querlegt: Mit der Anschaffung russischer Raketen, Militäroffensiven in Nordsyrien und einem aggressiven Auftreten gegenüber Griechenland strapaziert er seit Jahren die Geduld seiner Bündnispartner. Bevor er jetzt anderen Ländern Steine in den Weg legt, sollte er sich fragen, ob eigentlich sein Land noch die Voraussetzungen für eine NATO-Mitgliedschaft erfüllt. In der Präambel des NATO-Vertrages steht etwas von Achtung der Demokratie, Freiheit der Person und Rechtsstaatlichkeit.

Die NATO sollte Erdogan allerdings nicht erziehen wollen – sondern seine Türkei besser gleich aus dem Bündnis entlassen, wegen ihrer permanenten Provokationen und Verstöße gegen den NATO-Vertrag. Diese Türkei liegt im übrigen auch nicht im Entferntesten am Nordatlantik. Sie wurde lediglich zu einer Zeit von den USA in die NATO geholt, als es noch keine Langstreckenraketen gab und es galt, die amerikanischen Thor– und Jupiter-Atomraketen auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges gegen die Sowjetunion in der Türkei zu stationieren – das Land am Bosporus galt Washington als „unsinkbarer Raketenträger“. Was Russland dann bekanntlich wiederum veranlasste, den USA seine eigenen Raketen mit ihrer Stationierung auf Kuba vor die Nase zu setzen. Wir schrammten damals knapp am dritten Weltkrieg vorbei – weil beide Seiten miteinander verhandelten und ihre Raketen jeweils wieder aus der Türkei und Kuba abzogen. War die Gefahr damit vorbei?

Politischer Herdentrieb

Der Auslöser für den heutigen Herdentrieb, der eigentlich ganz unmögliche und undenkbare Länder in die NATO streben lässt, dürfte nicht weniger gefährlich sein als die brenzlige Situation vor 60 Jahren. Dieses Phänomen des Herdentriebs gibt es anscheinend nicht nur in der Tierwelt – und dieser Trieb kann tödlich enden, wie man von den Lemmingen kennt. Auch in der menschlichen „Tierwelt” gibt es Leithammel, denen man nicht blindlings folgen sollte. Das gilt nicht nur für die Führung der USA, sondern in Ansätzen auch für die Ukraine und Deutschland.

In Kiew gibt Iryna Wereschtschuk den Ton an, die „Ministerin für Wiedereingliederungen” abtrünniger Volksrepubliken und jetzt die rechte Hand Selenskyjs (oder umgekehrt?). Sie tut alles, was Putin zur Weißglut treibt – eine Kunst, die man inzwischen aber auch in Deutschland gut beherrscht. So wurde dieser Dame in Frankfurt der „Friedenspreis für Starke Frauen” verliehen. Bemerkenswert auch, dass die Führer der zwei skandinavischen NATO-Beitrittsländern Schweden und Finnland ebenfalls – sozialdemokratische – Frauen sind.

Solche weiblichen Leithammel geben auch in Deutschland den Takt an: „Wir werden den Beitritt dieser Länder als Erste ratifizieren”, lehnte sich Annalena Baerbock weit aus dem Fenster. Verteidigungsministerin Lambrecht mausert sich derweil zur Kriegsministerin, und die Rüstungslobbyistin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, zu einer Möchtegern-Generalin; vielleicht bemerkten dieses Gebaren ja die Wähler in NRW – und straften die FDP auch wegen dieser Dame ab? Wenn ja, dann wäre es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Grünen endlich ihr fragwürdiges Prädikat als Öko- und „Friedenspartei” (sowie ihre Anhängerschaft) verlieren.

 

Dieser Artikel erscheint auch auf der Webseite des Autors.

 

 

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Auf Ansage! schreiben unterschiedliche Autoren mit ganz unterschiedlichen Meinungen zum Russland-Ukraine-Konflikt. Die Beiträge der jeweiligen Verfasser geben daher nur dessen persönliche Meinung wieder, nicht die der Redaktion.

24 Kommentare

  1. @Politischer Herdentrieb
    vergessen sie nicht, daß alle europäischen Staaten dem US-Finanzwesen unterworfen sind, ihre Politiker sind nach römischen Vorbild alle in den USA oder anderen US-konformen Schulen ausgebildet und vernetzt!
    Es gibt weltweit kaum noch Politiker oder Wirtschaftsfachleute, die nicht in der US-Schule waren !

    • geh ins Komintern – da kannste die kommunistische Wirtschaftslehre dir reinziehen – die ideale vollkommene Gesellschaftsform –

  2. Um die Frage zu beantworten, muss man sich nur die amerikanische Sicht zu eigen machen! Alles andere ist Pippifax.

    Solange die USA noch ein Land auf der Welt sehen, in dem sie nicht bestimmen können, was gilt, wird keine NATO explodieren! Schließlich ist sie ein Verteidigungsbündnis und wer nicht nach ihrer Pfeife tanzt, ist ein potentieller Aggressor, den es in Schach zu halten gilt. Oder anders gesprochen: Solange China oder Madagaskar noch nicht eingegliedert sind, ist das Endziel nicht erreicht.

    Wenn der Autor keinen Sinn im Beitritt Schwedens oder Finnlands sieht, so dürfte dies ausschließlich daran liegen, dass man in „gewissen Kreisen“ dies eben für sinnvoll hält. Als Provokation hat dies bereits sein Ziel erreicht und 1300 km finnisch-russische Grenze vereinfachen gewiss die Sicht aus dieser Position ins Nachbarland – und verkürzen so nebenbei „ggf“ (!) Raketenflugzeiten …

    Im übrigen, im oben dargestellten Geplänkel muss man sich halt fragen, wie hoch schätzen die USA den Wert des Verkaufs ihrer Waffen in die Türkei ein? Sieht die USA einen Sinn, eine Türkei zu schützen, die die Außengrenze der EU schützt usw. usw. usw.

    In manchen Frage ist die Welt heillos kompliziert, was dagegen die politische Großwetterlage betrifft, ist es jedoch geradezu banal: Immer fragen, was nützt dies oder jenes den USA? – Plopp, dann haben Sie Ihre Antwort!

    • das „Endziel“ wird dich schneller erreichen – du wirst stramm stehen vor den Mullahs – wetten ?

  3. Die Nato wird so lange weiter wachsen bis der Russe umzingelt ist. Dann hat er nur noch eine Chance, er gibt auf und schneidet sich selbst die Eier ab, oder er zündet ein paar Bömchen über den Köpfen der Natomitglieder. So oder so finden die Grünninen Krieg voll geil. Da geht ihnen richtig einer ab, wenn Blut fließt und Soldaten sterben. Wohlgemerkt meist Männer, die diese Sekte sowieso hast wie die Pest. Also ist doch Krieg genau das richtige um die Männlichkeit abzuschaffen. Und da ist den Flintenweibern doch alles recht. Also NATO weiter expandieren, damit der Russe an der Wand steht. Und moralisch sind wir natürlich alle mal wieder auf der richtigen Seite. Krieg kann ja so erotisch sein, wenn Frau ist.

    • Guter Gedanke: Offenbar steckt in vielen Frauen ein Hass auf alles, was mit Männern in Verbindung steht!

      Ob ihnen das nun bewusst sein mag oder nicht, ob man letztlich tatsächlich den Freud’schen Penisneid bemühen muss, oder ob dies eine umgeleitete Wut ist, die sich aus dem islamischen Frauenverständnis herleiten lässt, das man ja bekanntlich und merkwürdigerweise toleriert, sein ausdrücklich dahingestellt. Fakt ist jedenfalls, dass mit der Steigerung von Frauen in verantwortlichen, insbesondere politische Funktionen, die Aggressivität und Verblendetheit gegenüber medizinischen (Corvid) oder kriegerischen Fragen, deutlich gestiegen ist. Deutschland vorn: vdLeyen, Baerbock, Faeser, Lambrecht usw. …

      Männliche Domäne war bislang vor allem der Krieg, da Frauen davon – zumindest im Militärdienst – nicht betroffen waren. Doch tatsächlich bieten Kriege immer noch die besten Voraussetzungen um Männer nachhaltig ins Jenseits zu schicken. Da sind keine nationalen Unterschiede zu machen.

      So wird gegenwärtig mit zwei Stellschrauben an der Reduzierung der Menschheit gearbeitet: Für Männer den Krieg fördern; für alle Einfältigen eine Pandemie, die erst durch sogenannte Impfungen das eigene Immunsystem schwächt und zum Sterbebeschleuniger wird. Wer’s nicht glauben mag, kann’s nachlesen: Michael Morris: Es ist Krieg!

      Deswegen ist mehr Wissen gefordert: Es wird schon wieder auf eine „allgemeine Impfpflicht“ hingearbeitet. Diese stellt allerdings die Macher auf die Stufe der Nazis! Aufgrund der Nazi-Verbrechen wurde völkerrechtlich im Nürnberger Kodex vereinbart, dass niemand gegen seinen Willen medizinisch „behandelt“ werden darf, nicht durch Gewalt, nicht durch Drohung, nicht durch Täuschung usw. Eine klare Botschaft, die man nicht mehr gelten lassen will.

      • Ich habe den Eindruck, all diese verantwortungslosen kriegsgeilen Weiber genießen es einfach, mal so richtig auf den Putz zu hauen und dabei groß rauszukommen. Den Kopf hinhalten, werden andere müssen. Es ist dasselbe Niveau wie von Selenskyj – unterirdisch.Woher kommen bloß all diese Idioten!?

  4. Da gibt es nur zwei Lösungen. 1. Wer den Frieden will muss ( Selbstbestimmungsrecht der Völker, falls die sowas haben) die militärischen Komponenten auf Verteidigungsmaß zurück stutzen. Und das hieße die Nato muss weg. 2. Die Völker der EU lassen sich in einen Krieg mit Russland oder China oder sogar gegen beide hineinziehen, dann hat sich die Nato, aber auch die europäische Geschichte erledigt. Es liegt an den Völkern Europas, nicht nur der EU das zu zu lassen oder zu verhindern. Aber in jedem Fall ob Sieg oder totale Niederlage ist die Wiederholung vorprogrammiert mit dem Imperator USA an der Spitze sowieso und mit diesem System in dem wir leben auch, falls es dann noch Leben auf der Erde gibt. Die Herrschenden haben sich ihre Bunkerdomizile gebaut. Wie sieht das für die Völker dieser Erde aus? Auch dies ist ein Baustein den wir dem elitären Pack entziehen müssen. Denn die Wahrscheinlichkeit das von diesem Pack welche überleben ist 50 zu 1. Die der Völker ist 1 zu 99

  5. Finnland und Schweden hat sich der Putin selbst eingebrockt. Hätte er die Ukraine nicht überfallen, wären die beiden überhaupt nicht an der NATO interessiert.
    Ich habe früher Putin sehr geschätzt. Doch was er z.Zt. veranstaltet ist Russlands Selbstmord.

    • Er ist eben in die Falle der USA getappt, so wie Deutschland 1939 auch.
      Damals waren es die Polen und heute die Ukraine.
      Gewinner: USA.
      Verlierer: Die Welt.

  6. ZITAT: „In der Präambel des NATO-Vertrages steht etwas von Achtung der Demokratie, Freiheit der Person und Rechtsstaatlichkeit.“

    Wenn das so ist, was haben wir denn dann noch dort verloren? Achtung der Demokratie? Vergiss es. Freiheit der Person? Das war einmal. Rechtsstaatlichkeit? Ins Gegenteil verkehrt.

    • Wir hatten noch nie eine Rechtsstaatlichkeit, da die Justizminister das Sagen über die Staatsanwaltschaft hat.
      Deutschland ist ein Sonderfall. (…)

  7. ist Euch schon mal aufgefallen das es zuletzt meist weibliche Regierungschefs sind die kriegerische Gelüste ausleben oder ihre Länder selbst in Gefahr bringen?

    • Sollte in der Tat jedem auffallen, daß es die Weiber sind, deren kranke Gouvernantengene erwachen, wenn sie irgendeine Politstelle bekommen.
      Soviel auch zum Thema „wer die menschliche Gesellschaft will, muß die männliche abschaffen“.
      Pustekuchen, Unmenschlichkeit, verlagert von körperlicher, auf seelische Gewalt, zeichnet den blutigen Weg der herrschsüchtigen Gewitterziegen ideologischer Prägung aus.

  8. Die Bedrohung Russlands ist nicht militärischer Art. Aber als Mitglied der westlichen Welt könnte es den Ukrainern wirtschaftlich um einiges besser gehen in Freiheit und Wohlstand. Und genau das könnte die russische Bevölkerung nachdenklich machen und somit gefährlich werden für V. Putin und seine Helfer.

    • So ein Blödsinn.
      Dein Kommentar zeigt, dass Du überhaupt keine Ahnung hast, was dieses Thema betrifft.

    • Daß es der ukrainischen Bevölkerung wirtschaftlich so schlecht geht, hat einzig und allein zu tun mit ihren korrupten Regierungen und den genauso korrupten Oligarchen. Putin hat den Oligarchen in Rußland gewisse Fesseln angelegt. Sie dürfen zwar verdienen, aber nicht auf Kosten Rußlands. Es könnte der ukrainischen Bevölkerung somit schon erheblich besser gehen, wenn die eigene Regierung dem putinschen Vorbild im Hinblick auf die Oligarchen folgen würde, Es muß nicht immer der Westen sein.

  9. Wie lange es der Bevölkerung in der westlichen Welt noch besser geht, sehe ich jeden Tag beim Einkaufen und an der Tankstelle. Ich als gelernter ,,Ossi“ habe es nach der sogenannten friedlichen Revolution gesehen. Arbeitsplatzverlust habe immer wieder einen Job gefunden, aber meine Gesundheit ruiniert, viele Überstunden und mit zunehmenden Alter auch finanzielle Einbußen. Das war der Preis für einen vorgegaukelten Wohlstand. Die Dummbürger der Ukraine fallen auch darauf herein und werden es bitter bereuen. Wer heute noch von der besseren westlichen Wertegesellschaft redet lebt von ihr als Politiker, Beamter und im öffentlichen Dienst oder bei einer kirchlichen Einrichtung. Oder man ist Unternehmer. Entschuldigung, für meinen etwas abschweifenden Kommentar, aber wer hier was von Freiheit und Wohlstand schreibt hat den Schuss noch nicht gehört oder er ist einer der zu den Gruppierungen gehört die ich gerade aufgezählt habe.

  10. V. Putin wählt die Gründe für seinen Überfall auf die Ukraine, wie es ihm gerade passt. Zuerst will er die Ukraine „entnazifizieren“, mal behauptet er, die Ukraine sei überhaupt kein echter Staat, sondern in Wirklichkeit ein Teil Russlands und er müsse seine Landsleute vor angeblichen Aggressionen beschützen. Inzwischen ist es die Nato, die angeblich Russland bedroht. Wer ständig neue Gründe braucht, zeigt damit, dass keiner wirklich stimmt. V. Putin hat ausser der Illusion imperialer Grösse nichts zu bieten.

    • @Peter Lüdin
      Sie sollten sich mal mit den Verhältnissen in der Ukraine seit dem von den USA initiierten Maidan 2014 und dem damaligen Sturz der demokratisch gewählten Regierung beschäftigen. Trotz der Minsk-Verträge acht Jahre Raketenbeschuß und sonstiger Terror gegen die russische Bevölkerung in der Ostukraine, Verbot der russ. Sprache, Einstellung von Rentenzahlungen, Unterbrechung der Versorgung mit Gas und Strom, brutale Morde durch die national gesinnten Asow-Rechtsradikalen, denen die jeweiligen ukrainischen Rgierungen freie Hand ließen. Nicht nur die russische Bevölkerung in der Ostukraine wird seit 8 Jahren unterdrückt und mit Waffen und Terror bekämpft. Auch der Westen verhält sich seit 2000 hochaggressiv gegenüber Rußland, indem die NATO ihren Machtbereich entgegen den Versprechungen im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands Stück für Stück immer weiter ausdehnte und dadurch die Pufferzone zwischen Rußland und der NATO nahezu auslöschte. Sehen Sie sich die Landkarte doch an! Rußland hat immer wieder deutlich gemacht, daß durch das illegitime Verhalten des Westens die existentiellen Interessen Rußlands mißachtet werden. Die derzeit geplante Vereinnahmung der Ukraine in die NATO war und ist nun das absolute No-Go für Rußlands berechtigte Sicherheitsinteressen. Da die USA, wie kürzlich offen zugegeben wurde, sich seit Jahren weigert, mit Rußland über dessen Recht auf Sicherheit zu sprechen, hatte Putin gar keine andere Wahl, als seinen Forderungen mit mit wenig Soldaten und Waffen maßvoll Nachdruck zu verschaffen. Noch geht es ihm dabei nicht um die Eroberung der Ukraine, sondern um den Schutz der Russen in der Ostukraine, die Zerstörung der nationalrechten Asowtruppen und die Zerstörung sämtlicher militärischer Einrichtungen in der Ukraine einschließlich US-geführter Biolabore, welche die Sicherheit auch Rußlands gefährden könnten. Aber für den Westen ist selbst diese Reaktion Putins kein Grund, die einseitige Aggression endlich zugunsten eines Friedenserhalts zu beenden. Ganz im Gegenteil: der Westen WILL offenbar Krieg und muß aus diesem Grund Putin (zu Unrecht) zum gefährlichen und skrupellosen Aggressor stempeln. Machen Sie doch die Augen auf, sehen Sie sich die ständige Kriegshetze gegen Putin, Rußland und die Russen an und lesen Sie mal Artikel der Gegenseite (z.B. anti-spiegel.ru, gemacht von einem Deutschen, oder den sehr guten neutralen Bericht, der erst kürzlich erschien auf
      https://multipolar-magazin.de/artikel/ukraine-zukunftaussichten.

  11. Ich hätte niemals gedacht, dass ich im Jahr 2022 in einem Land aufwache, daß ganz ähnlich Züge wie das damalige NAZI-DEUTSCHLAND hat.

    Das alle nach Willy Brand, Helmut Kohl und der Wiedervereinigung Deutschlands, die uns Russland OHNE REPARATIONEN und verzeihend der Vergangenheit mit 27 Millionen getöteten Russen, geschenkt hat.

    Der Gründer und Vorsitzende des führenden privaten US-amerikanischen Think Tank STRATFOR (Abkürzung für Stategic Forecasting Inc.) George Friedman bestätigt am 4. Februar 2015, dass die USA seit mehr als 100 Jahren die deutsch-russische Zusammenarbeit mit allen Mitteln verhindern wollen.

    Dazu ist ihnen jedes Mittel recht, inclusive vorsätzlicher Lügen bis zum Krieg. Dieses Video (15 Minuten) unbedingt ansehen.

    STRATFOR: US-Hauptziel seit einem Jahrhundert war Bündnis Russland+Deutschland zu verhindern ==> https://www.youtube.com/watch?v=gcj8xN2UDKc

    Wenn es schon seit 100 JAHREN die VERHINDERUNG der ZUSAMMENARBEIT zwischen Deutschland & RUSSLAND durch die USA abläuft, kann man eindeutig den Rückschluß ziehen, daß auch der Angriff auf Russland im 2. WK von den USA gesteuert wurde !!!

    So soll es lau US-PLAN wieder ablaufen, und WIEDER haben wir Politiker die dies KRITIKLOS, VERANTWORTUNGSLOS mitmachen !!

    George Friedmann von der US-Stratfor sagte: WENN SICH DAS BLUT DER DEUTSCHEN UND DER RUSSEN MISCHT IST DAS GUT FÜR DIE USA !!

    Alles anhören, dann wissen wir wer auf dieser Welt DIE SCHLIMMSTE KRAFT ist !!

    https://www.facebook.com/100008445613190/videos/391179722690617/?d=w

    Für alle die immer noch glauben der Russe ist der Böse ‼️

  12. “ In der Präambel des NATO-Vertrages steht etwas von Achtung der Demokratie, Freiheit der Person und Rechtsstaatlichkeit.”

    Dann muss sich die NATO aber sofort auflösen, denn das erfüllt kein Mitgliedsstaat „mehr“.

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