Eine noch stärkere NATO – war das das Ziel Putins?

NATO-Plakat aus der Frühphase des Kalten Krieges (Bild:Netzfund)

Die Abkehr von der Neutralität und die Entscheidung für den NATO-Sicherheitsschirm ist ein schwerer Schlag für Putin, der mit Drohungen vor jedweder Ausbreitung des Bündnisses gewarnt und sogar den Rückzug von NATO-Truppen aus den östlichen Mitgliedstaaten gefordert hatte. Der Überfall auf die Ukraine treibt die Finnen und Schweden regelrecht in die Arme der NATO. Putin hat sich das selbst eingebrockt, wie Finnlands Präsident zu Recht anmerkte. Putin bekommt, was er nicht haben wollte: eine stärkere NATO. Die Botschaft ist deutlich: Abschreckung eines durchgeknallten Russlands.

Finnlands und Schwedens Beitrittspläne sind ein Gewinn für das Bündnis. Nordeuropa würde zu einer großen NATO-Zone. Das verschiebt Gewichte in Ostsee und Arktis. Es gefällt auch den verunsicherten Balten. Finnland hat zwar nur 5,5 Millionen Einwohner, aber eine der größten Reservisten-Armeen Europas. Sein Arsenal an schweren Waffen ist groß und modern.

NATO lebendiger und gesünder denn je

Finnland und Schweden machen den Nordatlantikpakt nicht nur militärisch stärker, sondern auch politisch. So scheint nun nicht nur klar, daß die NATO an ihrer Nordostflanke mit Finnland ein potentes Neumitglied bekommt: Das Land kann im Kriegsfall 280.000 Soldaten mobilisieren, besitzt Europas größte Artillerie und erfüllt theoretisch schon heute das Zwei-Prozent-Ziel der NATO. Damit wird die geopolitische Landkarte Europas neu gezeichnet. Die Geschichte, die mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und ihres Imperiums am Ende schien, wird mit Putins Krieg gegen die Ukraine neu geschrieben. Die Nato ist lebendiger und gesünder denn je.

Der Kreml wird wahrscheinlich noch versuchen, den schnellen Marsch der Finnen und Schweden in die NATO zu stoppen. Moskau wird sich bemühen, ein schwaches Glied im Bündnis zu finden, in dem wichtige Entscheidungen einstimmig getroffen werden. Ganz unerwartet könnte der kroatische Präsident Milanović diese Rolle übernehmen, der kürzlich sagte, er würde gerne ein Veto gegen die NATO-Erweiterung um Schweden und Finnland einlegen. Aber er wird keine Chance haben, weil die kroatische Regierung mit ihrer Mehrheit im Parlament anderer Meinung ist.

Moskaus Drohungen haben nicht funktioniert

Trotz seiner Neutralität war sich Finnland seit dem Zweiten Weltkrieg stets der Gefahr bewußt, die von Russland ausgehen kann. Das kleine Finnland mit 5,5 Millionen Einwohnern hatte daher ein besonderes Verteidigungssystem aufgebaut. Nach Ansicht vieler Experten ist Finnland das am besten auf einen russischen Angriff vorbereitete europäische Land. Sollte Finnland tatsächlich NATO-Mitglied werden, wird die europäische und weltweite Sicherheitslandkarte in einer Weise umgestaltet, die zuvor undenkbar war und die enorme Konsequenzen für Russland haben könnte.

Der wahrscheinliche Beitritt zweier bisher bündnisfreier nordischer Staaten in die Atlantische Allianz ist ein bezeichnendes Beispiel für die kontraproduktiven Ergebnisse von Putins Krieg gegen die Ukraine. Alle Annahmen des Kremls haben sich als falsch erwiesen: Er hat die Stärke der ukrainischen Verteidigung unterschätzt und fälschlicherweise angenommen, interne Spaltungen auf beiden Seiten des Atlantiks würden dafür sorgen, daß Moskau nicht auf eine einheitliche Reaktion treffen würde. Die sich nun abzeichnenden Veränderungen zeigen, wie Putin die westliche Sicherheitspolitik nachhaltig verändert hat, wenn auch nicht auf die von ihm beabsichtigte Weise.

Furcht vor „Nebenwirkungen“

Die Konfrontation zwischen den demokratischen Staaten und autoritären Staaten wie Russland oder China spitzt sich somit weiter zu. Der Beitritt der Skandinavier bedeutet nicht nur eine Stärkung der NATO. Vor allem der Kurswechsel der Bundesregierung bei der Aufrüstung zeigt deutlich, daß sich Europa selbst verteidigen muß. Neben der Sorge, daß ein durch die NATO-Erweiterung gereiztes Russland einen Dritten Weltkrieg beginnen könnte, gibt es andere Nebenwirkungen: Die Europäer verlieren eine ihrer Stärken, nämlich die Rolle des Vermittlers. Insbesondere die neutralen Skandinavier hatten in der Weltgeschichte für eine Lösung der angespannten Lage – etwa im Nordkorea-Konflikt – eine wichtige Rolle gespielt.

Finnland war einst der Zankapfel zwischen Schweden und Russland, bis es sich schließlich in einem blutigen Krieg mit der Sowjetunion seine Unabhängigkeit erkämpfen konnte. Es ist kaum zu erwarten, daß der Kreml dieser fortschreitenden Ausdehnung der NATO, der sich auch Schweden anschließen dürfte, tatenlos zusehen wird. Der russische Bär wird sich zunehmend in die Ecke gedrängt fühlen. Ein besiegter Putin könnte sich dann aber als noch gefährlicher erweisen, als er es für Europa jetzt schon ist.

Druck wird wachsen

Und der Druck wird noch größer werden: Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat viele wachgerüttelt, mehr für die Verteidigungsfähigkeit ihres Landes zu tun. Auch in Nato-Ländern wie Tschechien wurde der Weckruf gehört. Die Regierungskoalition in Prag will das Nato-Ziel erfüllen, zwei Prozent der Wirtschaftskraft für Verteidigung auszugeben – und das schneller als erwartet. Man plant, moderne westliche Waffen zu beschaffen, um die alten sowjetischen zu ersetzen, die auf das Schlachtfeld in der Ukraine geschickt wurden.

Bei alledem braucht Europa nicht zu befürchten, als „Kriegstreiber“ oder Anheizer dargestellt zu werden. Weder die EU noch Europa als solches haben Putin gereizt – und schon gar nicht militärisch bedroht. Das behaupten nur die, die vor lauter Putin-Verehrung den Bezug zur Weltlage verloren haben. Bei mehr Ehrlichkeit zu sich selbst kämen nämlich auch sie zu der Feststellung: Diesen Krieg hat Putin angezettelt – und damit trägt er die ganze Verantwortung für das große Leid, das er den Ukrainern zufügt.

 

Dieser Beitrag erschien auch auf Conservo.

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Auf Ansage! schreiben unterschiedliche Autoren mit ganz unterschiedlichen Meinungen zum Russland-Ukraine-Konflikt. Die Beiträge der jeweiligen Verfasser geben daher nur dessen persönliche Meinung wieder, nicht die der Redaktion.

31 Kommentare

  1. Das Finnland und Schweden der Nato beitreten, stand doch schon vor dem Krieg fest. Die Ukraine ist doch wie immer ein Alibi. Es ist doch kein Geheimnis mehr, daß die Nato bzw die USA, Russland im mehr einreisen wollen um so ein Keil zwischeN Ruund China zu treiben. Was sonst hat Georgien mit der EU und der Nato zu schaffen. Würde mich auch nicht wundern, wenn in der Regierung Finnlands, Leute von Schwab und Soros sitzen.

  2. Der Autor dieses Beitrages hat offenbar eine Gehirn-Schleuderwäsche samt Heißmangel von ARD & ZDF ausgiebig genossen.

  3. Dieser Artikel erinnert mich an meine Kindheit in den 70ern, zur Zeit des Kalten Kriegs. Damals, mit sechs oder sieben Jahren, hätte ich mich auch gefreut, wenn jetzt die Finnen und die Schweden „bei uns gegen die Russen mitmachen“ …

  4. Wir könnten an einen Punkt gelangen, an dem die einzige Möglichkeit, die Welt zu retten, darin besteht, dass die industrialisierte Zivilisation zusammenbricht. Liegt es nicht in unserer Verantwortung, dies herbeizuführen?
    Eröffnungsrede von Maurice Strong auf dem ersten UN-Klimagipfel (1992) in Rio de Janeiro, Brasilien

    Wie kann ein vernünftiger Mensch dieses Land und die Welt von heute betrachten und nicht verstehen, dass alles, was vor sich geht, absichtlich geplant und inszeniert wurde, um ein Umfeld zu schaffen, das die Einführung einer globalen Herrschaft durch eine „Neue Weltordnung“ ermöglicht?

    Alles wurde zugegeben, offen vorhergesagt, in „Schein“-Simulationen durchgespielt und lange vor den tatsächlichen Ereignissen unter falscher Flagge oder den grausamen gesellschaftlichen Veränderungen (Problem-Reaktion-Lösung), die von den staatlichen Kontrolleuren vorgenommen wurden, angekündigt. Dies ist äußerst beunruhigend, da es darauf hindeutet, dass die Gleichgültigkeit die Menschheit in einem solchen Ausmaß vereinnahmt hat, dass die modernen Gesellschaften nichts weiter als eine kollektive Masse feiger Narren sind. Das ist im Wesentlichen der Kern der Sache; die Grundlage des Zusammenbruchs der Zivilisation, über den diejenigen so unbekümmert sprechen, die wie Maurice Strong, Henry Kissinger, Margaret Sanger, Bill Gates, Klaus Schwab, Herrscher und Präsidenten, Politiker, kontrollierte Medien und so viele andere an den globalistischen, eugenischen und entvölkerungspolitischen Bemühungen beteiligt sind, die von den herrschenden „Eliten“ angestrebt werden.

  5. Von welcher Demokratie schreibt der Autor da gerade? Wir haben jetzt 2 Jahre mit erlebt, wie alle demokratischen Rechte geschleift wurden. Hat sich jemand dagegen gewehrt oder eine andere Meinung vertreten, dann wurde er niedergeprügelt ( siehe Kanada) oder beruflich vernichtet. Der sogenannte demokratische Westen täte gut daran, erst einmal vor seiner eigenen Haustür zu kehren.

    • Die Demokratie ist die schlimmste aller Regierungsformen.
      Das Volk denkt, es habe die Macht und geht immer wieder an die Wahlurnen, um die zu wählen, die auf ihnen herumtrampeln.
      Keine Demokratie in der Menschheitsgeschichte hat überlebt. Es sind einfach zuviele, die was zu sagen haben.
      Jetzt werden wir von Minderheiten regiert, denn weder die SPD, noch die Grünen und auch nicht die FDP haben einen Regierungsauftrag bekommen. Diese 3 Parteien haben einfach die Macht an sich gerissen.
      Koalitionen sind Betrug am Wähler.

  6. Selten solchen Bullshit gelesen. Die NATO ist ein aggressives Bündnis mit dem alleinigen Ziel der Durchsetzung imperialistischer US-amerikanischer Weltmachtsfantasien. Die USA agieren seit jeher mit Erpressung, wirtschaftlicher und politischer Art, und haben über diesen Weg die dummen Nordländer auch hinzugepreßt. Eines ist sicher, sollten die Russen wirklich die hedonistische, gegenderte und verkommene westliche Gesellschaft übernehmen wollen, gäbe es ganz andere Möglichkeiten. Und hätten sie sich dann wirklich 1994 aus der annektierten DDR zurückgezogen? Vielleicht kommen sie auch wieder? Dürfen dürften sie ja, zumindest was ich so im Netz zum Thema gelesen habe.

  7. Was für ein Jubelperser.

    Haben Sie auch mitbekommen das USA und GB den beiden Ländern die Sicherheitsgarantien vorenthalten?
    Wissen Sie was das bedeutet?

  8. Nun zuallerest zitiere ich Herrn Helmes: „Bei alledem braucht Europa nicht zu befürchten, als „Kriegstreiber“ oder Anheizer dargestellt zu werden. Weder die EU noch Europa als solches haben Putin gereizt – und schon gar nicht militärisch bedroht“. Soweit so ungut!! Deutschland ist Kriegstreiber, sowie alle EU-Mitläufer, die Waffen an die ukrainischen Faschisten liefern und deren Soldaten daran ausbilden, D ist in diesem Fall sogar „Kriegspartei“. Wieder totale Geistesblockade bei Herrn Helmes. Durch ständige Nato-Erweiterung und der Sabotage von sinnvollen Verhandlungen kann ich Putin verstehen, wenn dieser seine Landsleute vor den ukrainischen Faschisten schützen will. Jetzt weiß Putin auch woran er ist und hat nun Gewissheit darüber, dass Finnland seine Neutralität aufgibt und wieder lauthals Gebietsansprüche an Russland stellen wird. Die Russische Förderation wird den Entwicklungen begegenen, die die NATO wieder aufregen wird und die Baltischen Staaten sehr beunruhigen werden. Da ja die US-Sklaven der NATO witerhin sehr uneinsichtig und dazu noch baerbockmäßig mit Lügen und Falschannahmen argumentieren wird es wohl die Ostsee als Meer des Friedens wohl kaum noch geben, dank auch solcher Kriegspropagandisten wie dem CDU-Pateikader Helmes, der einem die Welt erklären will. Mir tun alle ukrainischen Zivilisten leid, die ums Leben gekommen sind, vor allen Dingen die, die durch Ihre eignen Landsleute (ASOW etc.) getötet worden sind.

  9. Dann mal auf Herr Helms, in das Großreich von Darth Vader Schwab und seinen Förderern
    die US Vanguardplutokratie. Great Reset, Agenda 20 30 , das ist das Endziel, aber das scheinen
    sie ja nicht ansatzweise zu begreifen.
    Was solche substanzlosen Behauptungen ,wie diese, beweisen :

    „Bei alledem braucht Europa nicht zu befürchten, als „Kriegstreiber“ oder Anheizer dargestellt zu werden. Weder die EU noch Europa als solches haben Putin gereizt – und schon gar nicht militärisch bedroht. Das behaupten nur die, die vor lauter Putin-Verehrung den Bezug zur Weltlage verloren haben.“

    Im Reich der Dummen, in einer untergehenden Kultur, könnte man zu so einer einfälltigen
    Meinung kommen, falls man den ganzen Tag nur die Medien des manipulierenden Milliardärssozialismus schaut. Die Argumente gegen den „Wertewesten“ sind wirklich
    bedeutend besser , als gegen Russland und seine Regierung. Die europäischen US Kolonien
    und ihre Bevölkerung, welche gut durchgemischt aus aller Länder (vor allen Dingen unproduktiven) besteht, sind aufgrund ihrer dekadenten, hedonistischen ,biodeutschen
    Generation Ballerspiel Schneeflocke ,auf der einen Seiten und auf der anderen Seite
    Zugewanderte aus wirtschaftlich völlig unbedeutenden Kulturen, nicht in der Lage einen
    Krieg gegen Russland zu gewinnen. Aber wer diesen Krieg schon riskiert, in Europa, wegen,
    einer ukrainischen , Diktatur, geführt von einem Komiker, der sich die Taschen vollsteckt
    und anderen korrupten Politikern , welche in einem selbst verursachten Armenhaus leben –
    ja Derjenige, ist geisteskrank. China z.b hat keine andere Wahl, als Russland im Krieg, bei
    zu stehen, falls der „Wertewesten“, den krieg weiter eskaliert, durch sein Waffenlieferungen
    und Militärausbilder. Her ist auch völlig schei…. egal, ob Russland ,den Krieg angefangen hat.
    Aus der deutsch europäischen Mischkultur, kommt nichts mehr, was für großen wirtschaftlichen
    Erfolg, in der Welt spricht. Die Rohstoffe in Europa, reichen bei weitem nicht aus, um den
    heutigen Lebensstandart zu erhalten. Der „Wertewesen“ , hat also nichts mehr zu bieten,
    außer einer Moral und Ethik aus Sodom und Gomora, welche die NATO, im Auftrag der USA,
    der ganzen Welt, notfalls gewaltsam, aufzwingen möchte.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=83846

  10. Wenn man das Auftreten V. Putins verfolgt, wird immer klarer, dass es in diesem Krieg nicht nur um territoriale Ansprüche geht, sondern um ideologische Ziele. V. Putin will die Demokratie bekämpfen und das Gesetz der Macht und der Stärke durchsetzen.

    • Dito. Ein Jammer und eine sehr große Enttäuschung.
      (Hat sich der Autor womöglich „impfen“ lassen?)

  11. Diesen Krieg hat Putin angezettelt – und damit trägt er die ganze Verantwortung für das große Leid, das er den Ukrainern zufügt. Dieser krieg läuft schon seit 2014 mit 14000!!! Toten und die schuld daran trägt ausschliesslich der Wertewesten.wer etwas anderes behauptet ist entweder dumm oder betreibt bewusste Irreführung.

  12. „Die Konfrontation zwischen den demokratischen Staaten und autoritären Staaten wie Russland oder China spitzt sich somit weiter zu…“

    Bitte noch einmal nachdenken, dann den Satz umbauen und erneut veröffentlichen!

    • „„Die Konfrontation zwischen den demokratischen Staaten und autoritären Staaten wie Russland oder China spitzt sich somit weiter zu…““

      Ich lach mich kaputt. Jetzt kommt schon wieder das bekannte Mainstream Narrativ, dass es eine fiktive Grenze gibt zwischen demokratischen Staaten und autoritären Staaten (Ukraine/Russland Grenze). DIe Ukraine ist kein demokratischer Staat. Seit der Maidan Revolution 2014 wurde die Demokratie in der Ukraine immer weiter abgebaut, dank der prowestlichen Machthaber Selenskij und Poroschenko.
      Unter anderem wurden mehrere politische demokratisch konforme Parteien verboten, Journalisten werden auch genauso wie in Russland gejagt, nur in der Ukraine vom prowestlichen Regime. Viele bekannte regierungskritische Blogger und Journalisten sind seit der
      Maidan-Revolution 2014 nach Europa geflohen. Außerdem werden in der Ukraine ethnische Minderheiten unterdrückt (darunter die Ungarn und Russen)!

      • Dem kann ich nur zustimmen. Habe trotzdem eine Frage: Wo gab es wann auf dieser Welt schon einmal Demokratie, im Sinne dieses Begriffs? Ich suche vergeblich nach einer objektiven Antwort. Der Kapitalismus kann diesen Begriff nicht beanspruchen, er ist eine Diktatur des Kapitals. Feudalismus und Sklaverei schließe ich ganz aus. Sozialismus ist auch eine Diktatur. Und was gab es sonst noch für „demokratische“ Diktaturformen? Es gibt keine Demokratie in einer Diktatur. Aber kann ja sein ich sehe da was falsch. Deshalb meine Frage.

  13. Politikwissenschaftlerin Florence Gaub während eines ZDF-Auftritts bei Markus Lanz (ungefähr Mitte April 2022):
    „Wir dürfen nicht vergessen, auch wenn Russen europäisch aussehen, dass es keine Europäer sind“

    Auch zu den Themen Gewalt und Tod hätten Russen einen „anderen Bezug“.

    Mein Kommentar: Wenn das wirklich so wäre. Warum zählen die Finnen dann zu den europäischen Völkern und warum zählt Finnland überhaupt zu Europa?
    Wo endet Europa geografisch?
    Die EUrokraten wollen ja auch Georgien irgendwann in die EU aufnehmen. Dabei sind Georgier auch ein asiatisches Volk.
    Und noch etwas über Finnland: Die finnische Sprache zählt zu den sogenannten uralischen Sprachen, die asiatischen Urpsrungs ist.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Uralische_Sprachen

    Die Finnen zählen auch genetisch (Abstammung betreffend) eher zu asiatischen Völkern als zu europäischen. Jetzt die Frage: Warum sind die Finnen bzw. das Finnland überhaupt in der EU?
    Tja. Das ist der ultimative Beweis, dass viele studierte Politikwissenschaftler
    mit erfolgreichen Abschlüssen, von vielen Dingen (aus anderen wissenschaftlichen Bereichen) überhaupt gar keine Ahnung haben und nur ihre transatlantische Propaganda verbreiten.

  14. Eine einseitige Schuldzuweisung gegen Russland, ist genau das was die USA und ihre Vasallen wollen. Die Geschichte negieren nennt man das was sie hier beschreiben. Erinnern sie sich was zur Zeit der Gründung der Sowjetunion der Antrieb des Westens war? Vielleicht erinnern sie sich der Entente. Genau das selbe geschieht jetzt wieder. Die Ukraine war nie der Grund dafür einen Krieg gegen Russland auf europäischem Boden zu führen. Die Ukraine war ein willkommener Vorwand, den man solange missbrauchte um einen Krieg gegen Russland möglich zu machen. Das Problem Finnland und Schweden war damals genauso bedeutungsvoll wie heute. schauen sie nach. Die Geschichte der Entente ist eine Geschichte der militärischen Vereinigung kapitalistischer Länder gegen die Sowjetunion. Was ist heute das Ziel? Es ist kein anderes als damals . Es geht um die Zerschlagung des Russischen Staates als ganzes um sich der natürlichen Reichtümer auf Kosten der Bevölkerung Russlands zu bedienen. Es ging damals um geostrategische Ziele, Zerschlagung eines Landes und Macht genauso wie heute. Aber es gibt zwei wesentliche Unterschiede. Die Sowjetunion gibt es nicht mehr, Und sie war relativ arm bei den Kriegen die man gegen sie führte. Russland ist ein kapitalistisches Land und schon lange nicht mehr ein armes Land. Und Russland wird keine Rücksicht nehmen wenn es angegriffen wird. Egal von wem. Die Fragestellung hätte also nicht lauten müssen, ob Putin das wollte sondern wer diesen Krieg wollte, ihn finanzierte und versucht so Russland in die Knie zu zwingen. Diesen Kapitalismus und seine Wolfsnatur zu entlarven wäre viel sinnvoller als sich mit einer Einzelperson, wie wichtig sie auch sein mag auseinandersetzen zu wollen. Es gibt keinen Menschen der allein entscheidet was in einem Land oder auf dieser Welt passiert. Aber es gibt mächtige Finanz- und Wirtschaftsinteressen die hinter den Vasallen des Kapitals stehen.

  15. „Die Geschichte, die mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und ihres Imperiums“

    Habe ich irgendwas nicht mitbekommen? Wann haben die denn ein Imperium gehabt?
    Die Briten hatten eines, was ihnen die USA 1945 wegnahm und es einfach nicht mehr hergeben.
    Das sind die Einzigen, die ein Imperium haben. Die UdSSR hatten nie eines.

    Im Grunde genommen ist der amerikanische Präsident ein Imperator. Allerdings hat er nichts zu sagen, also ist er wohl doch nur ein Präsident. Der ja aber auch nichts zu sagen hat. Ein Verkünder also. Eine Marionette, die in der Öffentlichkeit steht.

  16. Der Kommentar ist von einem geistig unbewaffneten geschrieben. Sieht er nicht ,das der Westen sich selbst zu Tode sanktioniert.. Russland liefert nach wie vor Öl und Gas. Der Westen treibt aktiven Haltungssuizid.

  17. Je mehr Staaten der NATO beitreten, je größer die Gefahr eines 3 Weltkrieges.Warum das so ist ,man stelle sich vor denn jetzigen Krieg in der Ukraine gäbe es nicht und die Ukraine wäre in der NATO …Hat man die NATO an der Seite provoziert man z.B. militärisch die Russen(um die Krim zurückzuholen ) schiebt denen denn Zwischenfall mittels Lüge in die Schuhe und der große Krieg beginnt….Besser keine neuen NATO Mitglieder ,also neutrale Staaten als Puffer zwischen NATO und Russland. Früher konnte man Kriege gewinnen je mehr Soldaten man hatte, gegen Russland mit seinen Atomwaffen funktioniert dies nicht. Kommt es zu einen Weltkrieg zwischen NATO und Russland ,wäre dies unser aller Untergang….Also verhandeln und Lösungen suchen und nicht immer mehr Staaten in die NATO……

  18. „Finnlands und Schwedens Beitrittspläne sind ein Gewinn für das Bündnis.“
    Aber Hallo! Dieser Aussage kann man beipflichten, wenn man davon ausgeht,
    dass die NATO ein Verteidigungsbündnis ist! Ja, das war sie mal, um . . .
    „die Amerikaner drinnen, die Russen draußen und die Deutschen drunten halten.“.

    Inzwischen aber rückt das „Verteidigungsbündnis“ dem draußen gehaltenen Russen auf den Pelz!
    Fair (was für ein Wort!) wäre doch gewesen, bei der Auflösung des Warschauer Paktes bei der NATO ähnliche Absichten kund zu tun.

    Den Oberbefehl über diese hat nach wie vor ein US-Vier-Sterne-General, momentan der Christopher G. Cavoli. Der NATO-Oberkommandierende (Supreme Allied Commander Europe, kurz SACEUR) ist traditionell ein US-General, während die Europäer den Generalsekretär – dies ist derzeit der Norweger Jens Stoltenberg – stellen. (Ergo, wir haben hier nichts zu sagen, bzw. keinerlei Machtbefugnisse).

    Warum einer meiner konservativen Lieblingsautoren diese Gefahr für Russland nicht sieht,
    entzieht sich meiner Kenntnis.

  19. Vieles, was da kommentiert wurde ist durchaus zutreffend. Der entscheidende Punkt – und damit auf die wohl rhetorische Frage – ist jedoch ein anderer:

    Offensichtlich wollte Putin in einem Blitzkrieg die Ukraine unterwerfen, um dann aus einer gestärkten Position heraus, dieses Gebiet „Nato-frei“ halten zu können und sich vor allem endgültig völkerrechtlich abgesichert, die Krim und den Donbas aneignen zu können. Ziel war es wohl möglichst schnel möglichst einfache Fakten zu schaffen.

    Mit dem Scheitern der Offensive vor Kiew wendete sich das Blatt. Die Nato konnte sich neu sortieren und womöglich so auch den Druck auf Schweden und Finnland zu erhöhen. In der sogenannten westlichen Welt hatte die Propaganda dafür gesorgt, dass alle an einen Angriff Russlands auf Europa glaubten. Offenbar ist nichts absurd genug, um nicht doch geglaubt zu werden. Diese „Gewissheit“ habe ich mit Erschütterung bei vielen Menschen wahrgenommen.

    Bei allem Wehklagen um die Folgen für die Bevölkerung vergisst man dabei eines: Zu jedem Kriegsgräuel, das die Russen begangen haben oder dessen man sie beschuldigt, gibt es nachgewiesene Verrechen seitens der USA und der Nato. Oder wie stellt man sich den Krieg in Vietnam, Irak oder Jugoslawien vor? Inzwischen gibt es jedenfalls genug Beweise, wie diese Kriege geführt und was das für Folgen für die – auch dort – Zivilbevölkerung hatte.

    Der russische Geheimdienst und das russische Militär haben bei der Einschätzung der Lage versagt und dies gibt nun der Nato die Möglichkeit sie weiter aufzublähen.

    Ich verabscheue jegliche Gewalt, aber die Ausweitung der Nato ist und bleibt der Grund für diesen Krieg und das Elend, das er über die Menschen bringt. Und dies nicht nur für die Ukraine, sondern offensichtlich wegen der Folgen auch Hungersnöte in anderen Ländern.

    Ein Frieden ohne Gesichtsverlust für keine der beiden Seiten wäre lange Zeit leicht möglich gewesen. Der Westen mit seiner unter US-Interessen tätigen Nato wollte ihn nicht, da man – zu recht, wie sich nun zeigt – die Schlinge schon zu sehr um den russischen Hals gelegt hatte. Entweder musste Russland akzeptieren, dass wenige hundert Kilometer von seiner Grenze gegen Russland gerichtete Raketenbasen installiert würde – oder es musste zu Gewalt greifen, um das zu verhindern. Das Ergebnis sieht man damit heute. Mit Finnland und über 1300 km Grenze wird es noch brisanter.

    Kurz: Ein Verteidigungsbündnis auf dem Vormarsch – ein Hohn auf alle Rechtfertigungsversuche!

  20. Der Krieg der wechselnden Ziele.
    V. Putin beweist Flexibilität.
    Kiew wollter er angeblich doch nicht. Charkiw wird nun ebenfalls fallen gelassen.
    Neues Ziel wird anscheinend die Linie Isjum – Slowjansk – Donezk.
    Dieser Krieg ist geprägt von Logistik, Terror gegen die Bevölkerung. Mit Schrecken stellt man dazu fest, wie von russischer Seite auch in heutiger Zeit noch Soldaten als Material betrachtet und verheizt werden.

  21. Es existiert derzeit keine Bedrohung Russlands die einen atomaren Schlag politisch oder militärisch rechtfertigen könnte.
    So setzt V. Putin auf psychologische Kriegsführung, ausgehend von seiner Grundüberzeugung, dass der Westen so dekadent sei, dass er vor einer atomaren Bedrohung einknicken würde.
    Daher hat der Westen zwei Möglichkeiten:
    Jedesmal wenn V. Putin sich äusserst erleidet der Weste eine kollektive Panikattacke.
    Oder man ist intelligent genug, um mit der Bedrohung rational umzugehen.
    NSA, CIA etc. haben alle Augen und Ohren auf Russland gerichtet und sagen, dass es derzeit keine atomar vorbereitende Aktivitäten gibt.
    Sollte sich das ändern, wird der Westen klar machen müssen: einen Schritt weiter und ihr werdet vernichtet.

  22. Passt doch! Die finnische Luftwaffe verwendet die Swastika! Es gibt Jahrtausende alte Symbole, die von Sozialisten missbräuchlich dargestellt werden. Dies geschah unter Adolf Hitler genauso wie heute durch Antifaschisten. Jemand, der sich der Bedeutung der Swastika, die auch Hakenkreuz genannt wird, bewusst ist, würde sie niemals auf Garagentore oder Hauswände sprühen. Dies tun lediglich antifaschistische Schlägertrupps und Provokateure eines Landesverfassungsschutzes, um die Aufmerksamkeit auf friedliche Mitglieder der Nationaldemokratischen Partei oder sogar auf ewiggestrige Anhänger des Nationalsozialismus zu lenken. Die weit verbreitete Unwissenheit über die internationale Bedeutung der Swastika wird durch Leitmedien gefördert.

    Und noch etwas habe ich entdeckt, ausgerechnet in den USA: Wernher von Braun’s original designs for a NASA moon base. (1958) oder hier Wikipedia: Naval Amphibious Base Coronado. Es findet zusammen, was zusammengehört.

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