Energiemanager Fritz Vahrenholt warnt vor Winter des Grauens

Ein weiterer Rufer in der Wüste: Fritz Vahrenholt (Foto:Imago)

Wie lange dauert es wohl noch, bis Wettermacher, Schamanen und Geisterbeschwörer in Deutschland wieder Konjunktur haben? Dank der Energiepolitik der Ampel-Regierung und der bereits unter Angela Merkel eingeleiteten Energiewende befindet sich unser Land nun endgültig in einer Lage, in der es nur noch beten kann, dass es zumindest Petrus noch gut genug mit ihm meint. Nicht das Abstraktum „Klima”, sondern das Wetter und die akuten Temperaturen bringen Deutschland an den Rand des Zusammenbruchs: Wirtschaft und Privathaushalte müssen bangen, dass die Energieversorgung nicht schon in diesem Winter zusammenbricht. Dass sich die Engpässe schon jetzt, nach der ersten mehrtägigen kurzen Frostperiode, derart abzeichnen, war angesichts der – mit derselben Beharrlichkeit wie letztes Jahr noch die „Inzidenzwerte” verkündeten – scheinbar triumphalen Erfolgsmeldungen zum Füllstand der Gasspeicher eigentlich nicht erwartet worden. Jetzt zeigt sich, dass der Zweckoptimismus nur vom Blindflug der Regierung ablenken sollte, der uns diesen ganzen Wahnsinn eingebrockt hat, und nicht einmal ein sommerlich warmer Oktober und ein überdurchschnittlich milder November konnten daran etwas ändern.

Wie wenig die Füllung der Gasspeicher, für die Wirtschaftsminister Robert Habeck sich von seinen Medien feiern ließ, mit der realen Versorgungslage tatsächlich zu tun hatte, zeigen die seit Monaten anhaltenden Appelle von Bundesnetzagenturchef Klaus Müller, bloß nicht zu viel Gas zu verbrauchen – und zwar nach Möglichkeit bitte noch nicht einmal bei kalten Temperaturen. Es war nicht die erste kriminelle Fehleinschätzung des zum obersten politischen Wächter der Energieversorgung eines Hochindustriestaates gemachten praxisfernen Kinderbuchautors: Ende August hatte Habeck sogar sinkende Gaspreise
prophezeit. Tatsächlich sieht sich die EU nun sogar gezwungen, einen bereits im Keim zum Scheitern verurteilten Gaspreisdeckel einzuführen. Und das alles nur, weil der böse Winter bei den Klimaprognosen nicht mitspielt und plötzlich mit Eis, Schnee und Minustemperaturen aufwartet. Wie unfair, dass die Grünen somit gar vom Fetisch ihrer politischen Heilslehre, der Erderwärmung, schmählich im Stich gelassen werden!

Gas, solange der Vorrat reicht

Was anhaltend kalte Temperaturen für Deutschland tatsächlich bedeuten würden, hat der frühere Hamburger SPD-Umweltsenator und Energiemanager Fritz Vahrenholt nun in schonungslosen Ausführungen skizziert. Seit Dezemberbeginn, stellt Vahrenholt fest, haben weder Solar- noch Windenergie einen nennenswerten Beitrag zu Energieversorgung geleistet: Am 10. Dezember lag der Anteil der Solarenergie bei 0,7 Gigawatt (GW), jener der Windenergie bei 1 GW. Dagegen lag Erdgas bei 16 GW, Steinkohle bei 12 GW und Braunkohle bei 14,6 GW. Sogar die Kernenergie der letzten drei (sich bereits im Streckbetrieb befindenden) Atomkraftwerke habe mit 3,8 Gigawatt deutlich mehr geliefert als Solar und Windenergie zusammen. Vahrenholt verweist darauf, dass bereits ein „mittelmäßig kalter Winter die Regierung vor kaum lösbare Probleme“ stelle. Die Gasspeicher würden sich mit einer täglichen Rate von 0,5 Prozent oder mehr leeren. Bei einem Füllstand von 94 Prozent könne sich jeder ausrechnen, wie lange der Vorrat reiche, wenn die Regierung im Februar noch über 40 Prozent Speicherstand verfügen wolle. Zur Info: Schnee und Minustemperaturen gab es im letzten Winter bis in den April; die Heizperiode reicht eher noch länger als früher. Zudem würden die Strompreise immer weiter explodieren, wenn Braun- und Steinkohle sowie Kernenergie durch teures Fracking-Gas ersetzt werden sollten.

Für diesen Winter könne es „mit Glück“ vielleicht noch gutgehen, meint Vahrenholt. Wenn also der Klimawandel mitspielt und es doch deutlich milder würde als im langjährigen Durchschnitt, kann die Regierung nochmal aufatmen (und im Sommer dann wieder in den Alarmismus der „Klimaschützer” einstimmen, der letzte Winter sei ja wieder „viel zu warm” gewesen).  Was aber passiert im nächsten Winter, fragt Vahrenholt rhetorisch? Anstatt realistisch zu planen, habe Bundeskanzler Olaf Scholz die Förderung von Schiefergas bereits kategorisch ausgeschlossen – weil solche Investitionen sich „kaum lohnen” würden. Gegen diese lapidare Abwiegelung des Kanzlers führt Vahrenholt drei Gegenargumente an: Erstens lohne sich Schiefergas sehr wohl wirtschaftlich, weil es dauerhaft günstiger als US-Fracking-LNG-Gas sei; zweites könne bereits nach nur einem Jahr, nicht erst in mehreren Jahren das erste Gas fließen; und drittens werde der Gasbedarf sicher nicht zurückgehen.

Auch Ölpreise explodieren wohl

Und schließlich komme bei alledem noch hinzu, dass auch die dringend benötigte Ölzufuhr aus Russland, die bis zum Beginn des Ukraine-Krieges 35 Prozent des deutschen Bedarfs gedeckt hatte, völlig unnötigerweise gefährdet werde, weil etwa Robert Habeck der EU versprochen habe, ab dem 1. Januar 2023 kein Öl mehr über die die Standorte Schwedt und Leuna verbindende Druschba-Pipeline zu beziehen. Weiterhin habe die EU mit ihrem planwirtschaftlichen Gaspreisdeckel beschlossen, Russland nur noch 60 US-Dollar pro Barrel zu bezahlen – obwohl der Weltmarktpreis deutlich höher liegt. Da Putin bereits erklärte, zu diesem Preis keinesfalls zu liefern, werde Russland sein Öl folglich bei anderen Marktteilnehmern wie China oder Indien unterbringen. Wenn dies aber nicht gelinge, gebe es schnell zu wenig Öl auf dem Weltmarkt – weil die OPEC+ bereits angekündigt habe, die Ölförderung nicht zu erhöhen. Die Ölpreise würden dann trotz gleichbleibender Nachfrage weltweit steigen.

Vahrenholt vergaß auch nicht darauf hinzuweisen, dass all die Atom- und Kohleausstiege nur vorgenommen wurden, um der Chimäre einer angeblich die ganze Menschheit bedrohenden Erderwärmung nachzujagen. Tatsächlich liege der durchschnittliche Temperaturanstieg pro Jahrzehnt seit 1979 aber nach wie vor bei 0,13 Grad Celsius, seit 2016 gingen die Temperaturen weltweit sogar leicht zurück. Das alles zeigt, dass eine ideologisch verbohrte und von Lobbygruppen geschürte Politik lieber imaginäre Probleme bekämpft und erst damit reale Probleme schafft, und wie sehr außerdem eine blindwütige Sanktionspolitik die Energieversorgung eines ganzen Kontinents gefährdet. Für die Folgen dieses destruktiven und irrationalen Treibens bezahlen Abermillionen von Bürgern mit ihrer Verarmung infolge Inflation, Preissteigerungen und Arbeitsplatzverlust.

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11 Kommentare

  1. ooch ne Runde Mitleid, aber eigentlich habe ich Lust zum nachtreten und zwar richtig! Fordert diese krumme EU nicht schon wieder die Energiepreise weiter drastisch zu erhöhen um deren grünen Schwachsinn umzusetzen, der auf keinerlei wissenschaftlicher Basis seinen Wahnsinn treibt? Oder Billy Boy lamentiert von aggressiver Verteuerung der Energie. Ist ja nur einer der führenden Globalisten, welche den grünen WEF Kommunismus in dieser neuen Spitzel DDR 2.0 steuern. Von daher gilt, wer pennt wacht im dunkel-kalten Sklaventum auf, aber scheint die indigenen Bewohner dieses Gebiets nicht sonderlich zu kratzen. Darum: wer nicht hören will und schon gar nicht bereit ist für seine vitalen Lebensinteressen einzutreten, braucht sich nicht zu wundern, wenn der ganze Mist in sich zusammen fällt. Doch die Rettung naht: Die grünen Genossen schaffen sicher noch die Industrie und alles was mit Strom produziert noch schneller abzuschalten, um sich anschließend feiern zu lassen, na also geht doch kein Blackout. So dämlich geht in diesem Land das ohne Widerstand durch und die Mehrheit klatscht wieder dazu!

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  2. Ich erlaube mir hier einen Link zu einem Vortrag von Prof. Vahrenholt zu posten, den er wohl am 1.12.22 auf einem Investor-Forum in München gehalten hat: https://youtu.be/5n1QNiR9_14

    Es gibt viele interssante Aspekte in Vahrenholts Vortrag. Aber einer ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Deutschland emitiert pro einem bestimmten BIP-Volumen eine gewisse Menge an Kohlendioxid (CO2). Wenn jetzt aber die gleiche Menge BIP beispielsweise von einem Land wie China erbracht wird, dann emittiert China für diese Menge BIP ca. das VIERFACHE an CO2. Das heißt, jedem deutschen Klimaschützer muss eigentlich „vierfach“ daran gelegen sein, dass einem in Deutschland produzierenden Unternehmen alles zur Verfügung gestellt wird, dass es die Menge BIP hier in Deutschland erwirtschaften kann und nicht seine Produktion bspw. nach CN verlegt. Anders ausgedrückt, jeder von D nach CN abgewanderte Arbeitsplatz bedeutet einen global gesehen höheren CO2-Ausstoß, Faktor 4.

    Ich weise zudem daraufhin, dass Prof. Hans-Werner Sinn bereits von einigen Jahren einen Vortrag mit dem Thema „Energiewende ins Nichts“ gehalten hat. Gleichlautende Aussagen. Auch den gibt es bei YT. Bitte selber suchen.

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    • Jeder mit geringen Mengen Resthirn weiß -aus deren eigenen Aussagen- daß die Grünen germany abschaffen wollen.Wer mit den Grünen mitregiert hat ganz offensichtlich das gleiche Ziel auch wenn er was anderes behauptet.Die Fakten zeigen es.
      Die Grünen haben es v o r der Wahl versprochen : „Kein Strom,kein Gas,kein Öl,kein Holz ,keine Kohle,keine Heizung,kein Auto,kein Haus,kein Fleisch,keine Arbeit,kein Einkommen ,kein etc.Das Paradies ist nahe.Sie halten Wort im Gegensatz zu den anderen Parteien.Und der kleine Masochist ist beglückt.
      20% -jeder 5.-wollen grün wählen.

  3. @Tatsächlich liege der durchschnittliche Temperaturanstieg pro Jahrzehnt seit 1979 aber nach wie vor bei 0,13 Grad Celsius, seit 2016 gingen die Temperaturen weltweit sogar leicht zurück.
    tja – der Bürger wird von den globalen Finanzoligarchen und deren Politikern rundum vera… – und nicht nur beim „Klima“ – sondern allgemein !
    Und die meisten finden es gut !
    Und die Justiz ist ein williger Komplize – schon vor Jahren sagte mir ein Jurist : 90% sind politische Justiz ! Recht ist nur Zufall !
    Recht hatte er !

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  4. https://report24.news/gruen-wirkt-stromkosten-zu-hoch-deutsche-mobilfunkbetreiber-drosseln-leistung/

    „Grün wirkt: Stromkosten zu hoch – Deutsche Mobilfunkbetreiber drosseln Leistung“

    Quelle: Report24 – 19.Dez.2022

    Der persönliche Freund von Habeck, Müller, ist eine größte Gefahr für
    das einwandfreie, unabhängige arbeiten der Bundesnetzagentur.

    Hatte vor vielen Jahren die Gelegenheit mit Müller als der noch „Verbraucherschützer war, zu telefonieren.
    Schon damals ist er mir alles andere als „Verbraucherschützer“ negativ aufgefallen.
    Müller ist heute nur noch ein einseitig funktionierender Lakai einer grünlich verkommenen Ideologie-Sekte !

    Deshalb fordere ich schon lange, das in den Spitzen von Behörden politisch freie und
    unabhängige Beamte tätig sein müssen !
    Alles andere ist von vorn herein als politisch korruptes einseitiges System einzuordnen.

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  5. Karma is a Bitch! Die haben von NIX ne Ahnung, aber davon sehr viel. Wie lange muss man studieren um so einen Scheiß zu verzapfen?

    Das Blöde daran ist ja, dass mindestens 70 % der Biodeutschen diesen Scheiß auch noch glauben. Und sie zahlen gerne für die Profite der Konzerne, die täglich steigen und der Michel hat täglich weniger.

    Wie war das noch? Sie werden nichts bersitzen und sie werden glücklich sein! Na denn!

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    • grün hat alle gesellschaftlichen Ebenen erreicht und zersetzt diese planmäßig, absichtsvoll und sehr erfolgreich. In allen Schlüsselfunktionen (Politik, EZB, EU, allen Parteiebenen, Presse, etc.) sitzen WEF die Ideologen. Widerstand mit friedlichen Mitteln? Selbst die „friedlichen Mittel“ wie Meinungsfreiheit und Demonstrationrecht sind – um es freundlich zu formulieren: neutralisiert! Wie kann der „Rettungsplan“ für unser Land und für unsere Demokratie aussehen? Mir fällt viel dazu ein! Ein Lösungshinweis steht sogar in unserem GG!

      • glaube leider, das Narrenschiff ist nicht mehr aufzuhalten. Es sind einfach zu viele, die davon profitieren (Grüne, bestimmte Wirtschaftsteile, Freie Berufe, Beamte/ÖD, Zugereiste). Und diejenigen, die absaufen, haben keine Lobby (Rentner, Kranke, Niedriglöhner) oder keine Zeit (Alleinerziehende) sich tiefergehend damit zu befassen.

  6. Wer diesen Schwachsinn mit dem Klimawandel in der Form wie propagiert glaubt, dem fehlt einfach Verstand! Der Wahnsinn, um die Menschheit abzuzocken, ist eine Erfindung von Psychopathen die die Welt regieren wollen. Dazu benötigen sie Panik und Angst, denn damit kann man geistig ungebildete, die Eigenverantwortung aufgebende Menschen, sehr gut steuern. Der Faschismus läßt grüßen und wird nur all zu willig willkommen geheißen. Was für eine Schande für die westliche Welt, in der man dann wieder Nichts gewußt haben will.

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  7. Dem Strom – und Gasmangel kann sehr einfach abgeholfen werden: Die noch funktionierende NS2 kann in Betrieb genommen werden.Putin selbst hat erklärt ,daß dies möglich ist und daß Gasprom auch liefern würde.Man kann die Druschba weiterlaufen lassen ,die Russen liefern gerne.Man kann die bereits stillgelegten Braunkohlekraftwerke wieder in Betrieb nehmen.Esgibt also sicher genug Möglichkeiten einem Mangel abzuhelfen,wenn man will.Die Regierung will aber nicht weil sie im fremden Auftrag die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zerstören will/muß.Solange der kraut weiter so wählt ,will er das offenbar auch.Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

  8. Ich sehe hier inzwischen die gleichen „Hochrechnungen“ wie bei Corona oder den Klimakatastrophen die schon vor 20 Jahren eintreten hätten sollten.
    Also wenn ich mir meinen Alltag so ansehe ist nichts von Energieverknappung zu sehen, es ist ziemlich merkwürdig das es so gut wie keine Szenarios für die Massenverbraucher PKW und LKW gibt, wieso ist mein Heizverhalten und „Licht aus“ relevanter für solche Horrorszenarios?
    Ich soll zuhause frieren aber Auto kann ich fahren was das Spritgeld hergibt, das ist ziemlich unglaubwürdig…

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