Flüssiggas-Terminals: Die Regierung versucht ihre eigene Schizophrenie zu rechtfertigen

Bau von Gas-Terminals (Symbolbild:Pixabay)

Ein Bundeskanzler, der im Senegal eine Erdgasindustrie mit deutschen Hilfsgeldern aus dem Boden stampfen will, während in Deutschland seit Jahren nagelneue, modernste und sauberste Gaskraftwerke abgeschaltet werden und das eigene Land mit Windmühlen und Solarkollektoren zugepflastert wird. Ein Klima-Minister, der im Enddarm arabischer Terrorfinanziers, Arbeitssklaventreiber und Schwulenauspeitscher rotiert, damit Deutschland von der russischen in die katarische Erdgasabhängigkeit gelangt. Und jetzt noch eine grüne Umweltministerin, die den zuvor fanatisch bekämpften Bau von Flüssiggas-Terminals verteidigt. Wenn man die deutsche Energiepolitik seit der Jahrtausendwende nachzeichnet, fallen einem zwangsläufig Begriffe wie Schizophrenie, Nihilismus oder Unzurechnungsfähigkeit ein.

Zwar wird insbesondere bei den grünen Selbstverbiegern stets betont, ihr plötzliches Eintreten für fossile Energieträger sei – ebenso wie ihre neu erwachte Kriegs- und Rüstungslust – nur eine temporäre Erscheinung, die den Sonderumständen des Ukraine-Konflikts geschuldet sei. Tatsächlich strotzen ihre 180-Grad-Kehrtwenden nur so von Doppelmoral, Inkonsequenz und erratischster Willkür.

Fataler Stimmungsopportunismus

Der Stimmungsopportunismus, der außenpolitisch zu einer fatal einseitigen Anti-Russland-Haltung geführt hat, verschiebt alle früheren Politikziele und Prioritäten und schmälert die Restglaubwürdigkeit der Politik nochmals erheblich.

Dass die in Deutschland jahrzehntelang sabotierten Flüssiggas-Terminals, ein infrastrukturelles Manko ersten Ranges, jetzt plötzlich binnen Monaten durchgesetzt werden sollen, wenn auch nur „befristet“ und gedacht für „erneuerbares Gas für die Zukunft“ (Lemke), kann Natur- und Artenschützern bislang nicht beschwichtigen. Für sie klingt es wie Hohn, dass Lemke wenigstens „die Umweltvorschriften beachten” will.

Natürlich sind solche Terminals sinnvoll. So wie auch die Renaissance der Atomenergie und Bestrebungen zur weitgehend autarken Selbstversorgung sinnvoll – und überfällig – wären. Doch was jetzt im Namen des Russland-Bashings durchgedrückt wird, folgt ja keiner logischen Einsicht – sondern lediglich Affekten. Wenn die linksgrüne Ampel also objektiv einmal die richtigen Entscheidungen trifft, dann garantiert aus den ganz falschen Gründen.

11 Kommentare

  1. Die schlechteste Regierung seit Bestehen der BRD.
    Tja, wie fast überall, der Fisch beginnt bekanntlich vom
    Kopf her an zu stinken.

  2. Man mag zu Gerhard Schröder (SPD) stehen, wie man will, aber ich bin der Überzeugung, dass er ein Stratege ist.

    Man muss kein Hellseher sein, wenn man die Entwicklung, die sich in der Ukraine seit 2014 abspielt, kennt, dass es zu einer Eskalation kommen musste, die sich heute leider in der Aggression Russlands ausdrückt.

    Schröder hat die Unsicherheiten, die eine Gasversorgung über eine Pipeline durch die Ukraine für Deutschland bedeutet, meiner Meinung nach vorhergesehen und wollte Deutschland durch Nordstream 2 wirtschaftlich absichern.

    Die wirtschaftliche Macht Deutschlands und die Rohstoffresourcen Russlands hätten womöglich ein Europa hervorgebracht, das die USA wirtschaftlich stark in Bedrängnis gebracht hätte. Und das musste unbedingt verhindert werden.

    • War das das Ziel der Russland-Sanktionen?

      Der Euro fällt und fällt und fällt …
      https://www.heise.de/tp/features/Der-Euro-faellt-und-faellt-und-faellt-7080515.html

      „Energiekrise, Spannungen mit Russland, Abkehr von China: Wie weit können die Konflikte noch zugespitzt werden?

      Mit aller Kraft versuchen Bundesregierung und EU derzeit, ein Wirtschaftsdesaster durch eine Energieversorgungskrise in Folge von Ukraine-Krieg und Russland-Sanktionen zu verhindern. Die Märkte scheinen keine große Hoffnung in diese Initiativen zu haben. Der Euro verliert ständig weiter an Wert, Experten gehen schon jetzt von einer Euro-Dollar-Parität im kommenden Quartal aus.“

  3. Die linksgrüne Phrasendreschmaschine, auch Bundesregierung genannt, ist besonders kreativ, wenn es darum geht, ein Narrativ für ihre desaströse Politik zu erfinden. Ansonsten ist Versagen in allen Ressorts angesagt!

  4. Ein Bundeskanzler, der im Senegal eine Erdgasindustrie mit deutschen Hilfsgeldern aus dem Boden stampfen will, ….

    Kennen wir schon aus Vietnam, wo Honnecker die Kaffe-Plantagen zur Versorgung für die DDR aus dem Boden stampfen lies, die dann in westlichen Konzernen aufgegangen sind.

    Aktuell, Freitag 27.05.22, bei uns Diesel wieder 12 Cent billiger als die E10-Plörre. Läuft wohl nicht so richtig mit der Kriegs-Versogungslogistik in der Ukraine.

    Euer E. Koslowski II

  5. Natur- und Artenschützer gegen die Grünen? Das sagt ja wohl schon alles. Braucht die noch einer, oder können die weg?

  6. „Fataler Stimmungsopportunismus“: Das erinnert an die weibliche Irrationalität und Sprunghaftigkeit. Hormonelle Stimmungsschwankungen auf das ganze Land gehebelt.

    Es ist auch absurd Flüssiggasterminals bauen zu wollen und praktisch im gleichen Atemzug zu verkünden, man wolle die Gasinfrastruktur bundesweit schleifen. Mir kommt das so vor, als dienten die meisten Handlungen nur der Verschleierung der wahren Absichten. Viel Geld wird dabei aber trotzdem sinnlos versenkt. Typisches, divenhaftes Verhalten.

  7. Willkommener Ukraine-Krieg: EU setzt die Stabilitätskriterien weiter außer Kraft
    https://zuerst.de/2022/05/27/willkommener-ukraine-krieg-eu-setzt-die-stabilitaetskriterien-weiter-ausser-kraft/

    Den EU-Bürokraten kommt der Ukraine-Krieg gelegen: so haben sie einen Grund, um die dringend nötige Rückkehr zu den strengen Stabilitätskriterien immer weiter hinauszuschieben. Der sogenannte Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU war zu Beginn der Corona-„Pandemie“ 2020 ausgesetzt worden und sollte es den Ländern ermöglichen, auch gegen die Stabilitätsvorschriften mehr Schulden aufzunehmen. 2023 hätte der Pakt wieder in Kraft treten sollen – jetzt soll er aufgrund des Ukraine-Krieges ein weiteres Jahr ausgesetzt bleiben.

  8. Was habe ich denn da übersehen?
    ZItat: „Wenn die linksgrüne Ampel also objektiv einmal die richtigen Entscheidungen trifft, dann garantiert aus den ganz falschen Gründen.“

    Könnte das mal jemand mit einem Beispiel untermauern? – Mir fallen vor allem falsche Entscheidungen (Waffenlieferungen ohne Rechtsgrundlage) und falsches Untätigsein (Steuern auf Energie senken) mit falschen Gründen oder falschen/unausgegorenen Argumenten ein!

    Die angedachten und noch lange nicht gezahlten Entlastungen durch gestiegene Lebenshaltungskosten und Energiekosten werden aufgrund ihrer Komplexität und schlichten Unausgereiftheit (!) noch manchen Steuerberater, Lohnbuchhalter, Mini-Jober und Teilzeitkräfte in den Wahnsinn treiben!

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