Hakle-Pleite: Jetzt hat Deutschland ausgeschissen

Wie kommen wir ohne Klopapier und ungeheizt durch den nächsten Corona-Winter? (Symbolbild:Pixabay)

Jetzt geht es den Deutschen ans Allerheiligste: Die ersten Klopapierhersteller geben auf. Eine Hiobsbotschaft für das Volk, dessen größte Sorge es im ersten Lockdown der sogenannten „Pandemie“ vor zweieinhalb Jahren war, noch genügend WC-Papier zu hamstern, um diese zuhause zu bunkern. Nach so vielen anderen mittelständischen Unternehmen haben die explodierenden Rohstoff- und Energiekosten nun auch den traditionsreichen Toilettenpapierhersteller Hakle in den Ruin getrieben. Gestern gab das Unternehmen verdruckst bekannt, die „massiv gestiegenen Kosten für Material- und Energiebeschaffung sowie der Transporte“ hätten bislang nicht in hinreichendem Umfang an die Kunden im Lebensmitteleinzelhandel und den Drogeriesektor weitergegeben werden können. Im Klartext: Der Betrieb ist nicht mehr tragfähig.

Eine Sprecherin des Düsseldorfer Amtsgerichts bestätigte, Hakle habe ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Der Geschäftsbetrieb soll dennoch in vollem Umfang weitergeführt werden. Geschäftsführer Volker Jung sagte, die Eigenverwaltung biete „die notwendige Flexibilität und Geschwindigkeit, um unseren Betrieb nachhaltig zu sanieren.“ Man sei zuversichtlich, „dass diese Neuaufstellung in dieser herausfordernden Lage einer als historisch zu bezeichnenden Energiekrise gelingt.“ Erste Schritte zur Stabilisierung des Unternehmens seien bereits eingeleitet worden, so der Hakle-Chef. Bis November diesen Jahres seien Löhne und Gehälter durch Insolvenzausfallgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Noch 2020 – auch als Nutznießer des psychedelischen Klopapier-Prepper-Hypes während Corona – hatte Hakle einen Umsatz von 80 Millionen Euro und einen Gewinn von 650.000 Euro vermelden können.

Opfer der hausgemachten Energiekrise

Jetzt, maßgeblich durch die von der Ampel mutwillig vom Zaun gebrochene Energiekrise, kam es binnen weniger Wochen zur Insolvenz. Damit ist Hakle kein Einzelfall: Die stetig steigenden Kosten zwingen viele große und mittelständische Unternehmen in die Knie – und dabei geht es um Existenzielleres, als sich auch künftig feucht durch den Schritt wischen zu können: Der größte europäische Stahlkonzern ArcelorMittal sah sich wegen der Energiekosten zum Stopp zweier Produktionsanlagen in Norddeutschland gezwungen. Schlimmer noch, hatte kürzlich auch der EU-weit größte Harnstoff- und AdBlue-Produzent Europas, die SKW Stickstoffwerke Piesteritzkürzlich seine Produktion stilllegen müssen – mit unabsehbaren Folgen für den überwiegend dieselbasierten LKW- und Logistikverkehr.

Bundesweit sind zudem viele Bäckereien vom Ruin bedroht, weil sie die Energiekosten nicht mehr stemmen können. Eine Umfrage des Deutschen Mittelstands-Bundes (DMB) hatte zudem ergeben, dass 73 Prozent der befragten Unternehmen stark bis sehr stark von den aktuellen Energiepreisen belastet sind. Und: 32 Prozent der deutschen Mittelständler bewerten den Geschäftsausblick für die nächsten sechs Monate als „schlecht“, zehn Prozent rechnen gar mit ihrem Zusammenbruch. Bei einer Mitgliederbefragung des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) ergab sich ein ähnlich katastrophales Stimmungsbild. Nun gesellt sich also auch Hakle zu den alteingesessenen Unternehmen, die durch die Energiepolitik der Bundesregierung kollabieren.

29 Kommentare

  1. Nur die wenigsten haben wirklich begriffen, in welcher Situation dieses Land und der Westen generell ist.

    „Das ist das Ende des Finanzsystems in Europa, wie wir es kennen. Ob es nun am 30. [September] passiert oder kurz danach im November oder Dezember. Es ist der völlige Zusammenbruch der Wirtschaft. Aber das ist notwendig, um das neue System mit digitalem Zentralbankgeld (CBDC), persönlichem CO2-Konto, hundertprozentiger Verfolgbarkeit jedes einzelnen ausgegebenen Cents und bedingungslosem Grundeinkommen zu installieren. Das System muss an einen Punkt gebracht werden, bis es zum größten Kollaps seit dem Römischen Imperium kommt für dieses neue System zur totalen Kontrolle des Geldes, und wenn Sie dann das Falsche sagen, drehen sie Ihnen einfach den Geldhahn ab. Der Kollaps muss so gigantisch und angsteinflößend sein, dass man alles akzeptiert.“

    — David DuByne ( https://www.youtube.com/watch?v=6ASYGJ0dwq0 )

  2. Deutschland ist ein reiches Land und wir können alle, die die lebensgefährliche Fahrt im Schlauchboot angetreten haben aufnehmen, wir heißen sie alle willkommen, wir haben genügend bezahlbaren Wohnraum und viele Dumme, die mind. 40 Stunden die Woche arbeiten um alle zufriedenzustellen.Wir schaffen es sogar Putin den Geldhahn zuzudrehen, indem wir gerne auf auf sein günstiges Gas verzichten, dafür von USA das teuere Flüssiggas „klimaneutral“ von dort zu beziehen. Wir stehen an der Seite der Ukraine und frieren für den Frieden…..

  3. Ich sage nur: Rockefellerplan Lockstep 2010. Der wird jetzt umgesetzt. Genau das war gewollt, was jetzt eintritt.

    • @Wolfgang K : Vor dem Benutzen aber die Lügenblätter etwas rubbeln, damit die etwas weicher werden, sonst kratzt es so. Hat man früher in der DDR gemacht, da gab es auch Zeitungen die besonders dafür geeignet waren weil das Papier schon von Hause aus weicher war.

    • Ich nehme dann doch lieber das Grundgesetz, dann ist es wenigstens noch zu etwas nutze.
      Obwohl, darauf haben ja schon alle Politiker geschissen…

      Das wird schwierig..

      Zeitungen kaufe ich ja nicht.

  4. „Hakle“ ist ein Marken- also Hochpreisanbieter.

    Die wohl fehlende Bereitschaft, die Gewinnspanne etwas runter zu nehmen, könnte ja bei der momentanen Schieflage auch eine Rolle gespielt haben.

    Aber momentan wird es wohl von so manchen Unternehmen als praktisch erachtet, alles auf den Ukrainekrieg, die hohen Gaspreise und sonst was zu schieben, um dann vielleicht auf staatliche Unterstützung zu hoffen.

    Die Frage ist doch, wie glaubwürdig so manche Unternehmen in ihren Schieflage-Ursachenschilderungen sind, wenn sie ansonsten doch wohl am liebsten Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren würden.

    Sind sie so glaubwürdig wie jener von Stütze lebender Vater, der einst, als Flachfernseher noch Luxusgüter waren, in seinem Wohnzimmer vor seinem riesigen Flachfernseher im Hintergrund in einem TV-Interview schilderte, wie schlecht es seiner Familie ging, so dass er seine Tochter sogar zur Tafel schicken müsse.

    Als 2007 das „Elterngeld“ als Nachfolger des vorherigen deutlich geringeren „Erziehungsgeldes“ für junge Eltern eingeführt wurde, weil Eltern wohl die Politik für ihre angeblich schlechte finanzielle Situation sensibilisiert hatten, war nicht zu übersehen, dass die einschlägigen Märkte (Promarkt, Saturn u. Co.), vor allem deren TV-, Hifi-, Foto- und Computerabteilungen, plötzlich von auffallend vielen jungen Eltern mit Babykorb im Arm besucht wurden.

    Da stellt sich doch gleich die Frage, ob das mit der Geldspritze zu tun hat, die aber nicht „HiFigeld“, „Kamerageld“ oder „Flachfernsehergeld“ sondern „Elterngeld“ genannt wird.

    Blöderweise ist der Politik, da ja der Begriff „Kindergeld“ der assoziiert, es sei Geld für die Kinder, schon besetzt war, nicht besseres als „Elterngeld“ eingefallen, das entsprechend assoziiert, es sei Geld für die Eltern.
    Klar, dann werden einfache Gemüter glauben, nichts unredliches zu tun, wenn sie sich dafür zweckentfremdend eine teure nicht lebensnotwendige Stereoanlage kaufen.
    Für das Kind gibt es ja zur Not dann die Tafel.

    Im flunkern und übertreiben angeblicher Notlagen scheinen sich so manche Unternehmen kaum von so manchen Bedürftigen zu unterscheiden.

    Nur wird dies unterschiedlich bewertet, gesellschaftlich hoch angesehenen Unternehmern traut man dies weniger zu, dagegen Bedürftigen schon eher.
    Denn immerhin müssen sich Bedürftige gläsern machen um Stütze zu bekommen.

    Scheidungsbedingt brauchte ich von gleich auf jetzt eine eigene Wohnung, weil der Familienrichter meinte, unsere kleine Tochter solle, alter Tradition gemäß ohne Würdigung des Einzelfalls (das macht den Gerichten die wenigste Arbeit), mit der Mutter in der gewohnten Ehewohnung bleiben können (ein halbes Jahr später habe ich dennoch das alleinige Sorgerecht bekommen..).

    Nun hatte mir das Amt Möbel für meine neue Wohnung bewilligt.
    Auf einer Liste waren die Möbel und Haushaltsgeräte aufgelistet, mit maximal bewilligten Preisen. Also begab ich mich mit dieser Liste zu einem „Sozialen Gebraucht-Möbellager“.

    Vor dem Lager fiel mir gleich der fette hochpreisige „SUV“ des Betreibers auf.

    Dem hielt ich die Liste unter die Nase, der zeigte mir dann die entsprechenden Möbel und Geräte, die z.T. in einem Zustand waren, dass ich mich sogar geniert hätte, so was überhaupt an den Sperrmüll zu stellen.

    Aber gaaaanz zufällig pappten an den Teilen genau die Maximalpreise, die auf der Liste als noch genehmigt ausgewiesen waren.
    Also nutzte zumindest dieser Betreiber, dem die vom Amt festgelegten Maximalpreise bestimmt bekannt waren, auch den Umstand aus, dass Bedürftige, zumal u.U. unter Zeitdruck stehend, da gar nicht lange um den Preis feilschen, weil die Sachen eh vom Amt, also dem Steuerzahler, bezahlt werden.

    Ich habe den Laden dann fluchtartig verlassen und ging zu einem anderen Lager.
    Dort aber das gleiche Spiel, habe die Möbel dann dort genommen, denn warum sollte ich dem Amt zum Gefallen feilschen, wenn es wie auch die fehlinformierte Öffentlichkeit Bedürftige unter Generalverdacht stellt, das Amt betrügen zu wollen.

    Aber die wirklichen Betrüger, wie diese beiden Möbellager-Betreiber, die sich noch nicht mal Mühe machen, ihr Tun zu verschleiern, hat das Amt nicht auf dem Schirm.

    Nach derartigen Erfahrungen habe ich für so manche Behauptungen von Unternehmen aber auch von Bedürftigen, wie schlecht es ihnen doch angeblich ginge, glaubwürdigkeitstechnisch nur noch ein müdes Lächeln übrig.

    • „Aber die wirklichen Betrüger, wie diese beiden Möbellager-Betreiber,“

      Und was ist jetzt genau der Betrug?

      Du würdest doch nicht anders handeln. Ich auch nicht.
      Und der Hinweis auf den SUV kommt wie Sozialneid rüber.
      Wie wäre es denn mit etwas, na ja, Dankbarkeit, dass Du überhaupt etwas bekommen hast?
      Hättest es ja nicht in Anspruch nehmen müssen. Bezahle es eben von Deinem eigenen Geld.

      Einen geschenkten Gaul, schaut man nicht in Maul.

  5. Ja, das wird brutal. Ich arbeite in der
    Industrie und sehe was da los ist.
    Das betrifft aber alle. Niemand kann bei den Energiepreisen noch soziale Einrichtungen wie Pflegeheime und Krankenhäuser betreiben. Wenn die erst kalt und dunkel sind, sehen die Leute was los ist. Wirklich sehen werden die Menschen erst dann, denn in der Industriellen Wertschöpfung arbeiten ja wenige Menschen, obwohl am Ende alles genau davon abhängt.
    Unsere Inflationsrate wird sich in nichts von der türkischen unterscheiden. Wenn für
    Geld am Ende nächsten Jahres überhaupt
    noch was zu kaufen ist. Also die Geldillusion, die wir jetzt benutzen. Jeder sollte sich auf einen langen Zeitraum einrichten.

    • „Das betrifft aber alle.“

      Sehr vielen Menschen ist das aber nicht klar.

      Sie denken nicht daran, dass es JEDEN treffen wird.

      Hochmut kommt immer vor dem Fall. Auch Millionäre sind in der Weltwirtschaftskrise pleite gegangen. Es kommt mir vor, als wäre sie nur ein laues Lüftchen gewesen, im Gegensatz zu heute.

  6. das nennt sich „Lastabwurf“;

    denn, wenn weniger produziert wird, kommen „wir“ lt. Herrn Robert Habeck auch gut durch diesen Winter…spart Strom und Gas.

    Insolvenzwelle sieht er bei KMU auch nur, sofern die produzieren und nichts mehr wegen hoher Preise verkaufen könnten. Nicht zu produzieren impliziert also die Lösung und beugt Insolvenzen vor (vermutlich leben die aus grüner Sicht dann alle vom Schwarzgeld).

    Unbedingt ansehen (Mediathek), Interview bei Maischberger, habe Tränen gelacht, wortwörtlich. Danke, Robert.

    • Solche Sendungen lade ich runter, damit ich im Winter was zu lachen habe. Die Grünen sind gelebte Real Satire sie haben keine Ahnung aber davon viel. Das Problem an der Sache ist, das diese Dilletanten es geschafft haben Deutschland zu regieren und in der Folge wird es dazu kommen das viele Alte mit kleinen Renten in ihren Wohnungen erfrieren oder verhungern werden. Das geht dann komplett auf die Kappe der Grünen – diese Partei samt ihrer gefährlichen Ideologie und ihren gewaltbereiten Vorfeldorganisationen müssten verboten und ihre Vordenker in U-Haft genommen werden

  7. Das passt nicht zum Thema, allerdings finde ich es wichtig darauf hinzuweisen !

    „Neuer Psychoterror: Wieder die Polizei, wieder die Banken
    Erneut wollen sie meine Seite platt machen! Aber sie unterschätzen meine Leser!“
    VERÖFFENTLICHT AM 07. Sep 2022 – Boris Reitschuster

    https://reitschuster.de/post/neuer-psychoterror-wieder-die-polizei-wieder-die-banken-1/

    Bitte lest selber, was hier im Lande abgeht !
    Es ist nicht mehr auszuhalten.
    Wie kann man das ändern bzw. den Unverhältnismäßigkeiten und der Autokratie entgehen?
    Da bietet sich nur die Auswanderung in ein Nicht-EU-Land an !

    • Der gute Herr Reitschuster führt einen ehrenwerten „Kampf“ gegen das Meinungs-Monopol. Dafür spende ich gelegentlich von meinem bescheidenen Einkommen ( wie kann man an Ansage.org spenden ?).

      Auswanderung ist im Hinterkopf und teilvorbereitet, aber..

      warum vorschnell flüchten und die Kraft der Einigkeit für Freiheit nicht ausprobieren ?

      Steuerstreik ist ein hocheffizientes Mittel.
      Mit etwas (legaler) Kreativität dem gierigen Apparat die Mittel verknappen – wirkt IMMER 😌

  8. Eigentlich unfassbar: eine Partei mit 14% (!) bestimmt die Politik und die Ampel ebnet den Weg Weg zur wirtschaftlichen Vernichtung unseres Landes!!!!Die Bürger Interessenß “ Scheiß drauf!“ Hauptsache die zahlen überhöhte Steuern. Ich kann nicht so viel essen wie ich brechen möchte. Aufstehen…auf die Straße und kämpfen!!!!

    • Wo auch immer diese verlogenen Psychopathen und Vollversager öffentlich auftreten – ausbuhen, auspfeifen, beschimpfen und vor allem die Wahrheit verbreiten!
      Diese Bilder müssen um die Welt gehen, diese Regierung muss blamiert werden wo es nur geht, ihre Lügen sollen damit bloßgestellt werden, vor der ganzen Welt!

  9. Habecks historische Aussage bei Maischberger zum Thema Insolvenzwelle:

    „Sie könnten ja auch einfach aufhören zu produzieren.
    Dann sind sie nicht insolvent,
    hörten nur auf zu verkaufen“

    Markerschütternde Aussage für Menschen mit etwas Bezug zu Geld / Wirtschaft.

    Dürfte einen großen Exodus auslösen.

  10. Bei der lausigen Umsatzrendite von 650.000 Euro bei 80 Millionen Umsatz in guten Zeiten (!) ist es kein Wunder, daß die Firma jetzt in die Insolvenz fährt. Da ist ja überhaupt kein Puffer gegeben. Gesund wären 10 bis 15% Umsatzrendite gewesen.

    • JA, das dachte ich mir auch.
      650 k ist doch ein schlechter Witz bei 80 Mill. Umsatz.

      Ist das dann noch vor oder nach der Steuer?

  11. Alle Roten und damit auch die Grünlackierten waren schon immer gegen den Mittelstand und haben den finanziell oder einige Staaten sogar physisch vernichtet. Begreift das doch endlich.

  12. Die naechsten sieben, acht Jahre kommen die Deutschen mit ihren Klopapierreserven locker durch. Danach gibts wohl ein Kackverbot oder aehnliches in der EU. Also keine Panik, Leute.

  13. Wenn Hakle beim Klopapier-Run bei einem Umsatz von 80 Millionen Euro nur einen Gewinn von 650.000 Euro vermelden konnte, dann war das Unternehmen schon schwer angeschlagen. In normalen Jahren sind die dann entweder defizitär oder waren bei der Nachfrageexplosion nicht in der Lage, ihre Produktion auszuweiten.
    Bei einem derartig mageren Gewinn droht stets die Insolvenz. Der Staat hat das Ausnehmen der deutschen Wirtschaft im Sinne der Leistungsbezieher eben derartig perfektioniert, dass nun schon mittlere Veränderungen wie der Anstieg der Energiekosten vielen Unternehmen das Genick brechen.
    Ich sehe es wie nicht wenige andere, dieses System ist aufgrund einer zu großen Zahl an Leistungsempfängern, woran sich auf die Schnelle wenig ändern lässt, nicht reformierbar, es muss erst crashen. Der Versuch eine leistungslose Gesellschaft in Form einer Ineptokratie (die Unproduktivsten wählen die Ungeeignetsten zum Zweck der totalen Güterteilung) einzuführen, bewirkt am Ende das exakte Gegenteil des intendierten Effektes, die Menschen werden anstatt an imaginären sozialen Attributen nur noch an ihrer wertschöpfenden Leistung gemessen.

  14. @Rudolf Müller : „Und was ist jetzt genau der Betrug?“

    Gut, „Betrug“ war von mir vielleicht ein wenig zu dick aufgetragen.

    Unanständig ist vielleicht passender für das von mir beschriebene „Geschäftsgebaren“ dieser Möbellager-Betreiber.

    Gewiss, „Unanständigkeit“ ist im Gegensatz zu „Betrug“ kein justiziabler Begriff, aber so manches einst aus moralischer Sicht als unanständig bewertetes Verhalten wurde früher oder später in strafrechtlich relevantes Verhalten umdeklariert. Nur eine Frage der Zeit und allgemeinen Akzeptanz.

    Und was jetzt genau die Unanständigkeit (ich nannte es Betrug) ist, können Sie in meinem Beitrag nachlesen.

    „Du würdest doch nicht anders handeln. Ich auch nicht.“

    Ich lasse mir von niemandem, der mich nicht kennt, Unanständigkeit unterstellen.

    „Und der Hinweis auf den SUV kommt wie Sozialneid rüber.“

    Sorry, aber Ihre bemühte Sozialneid-Keule ist so was von allgemein abgedroschen und dient all zu oft dazu, vom wirklichen Thema oder Problem abzulenken, oder wenn einfach die Argumente ausgehen.

    Übrigens ich muss da bezgl. SUV was verwechselt haben, laut Erinnerung meines Schwiegersohns, der mich damals zu den Möbellagern fuhr, war es ein viertüriger Maserati.

    „Wie wäre es denn mit etwas, na ja, Dankbarkeit, dass Du überhaupt etwas bekommen hast?“

    Als ich die Möbelunterstützung brauchte, war ich zu dem Zeitpunkt bereits in meinem 35. Arbeitsjahr.

    In diesen Jahren habe ich wie alle Lohnsteuerzahler mit meinen Steuerabgaben bestimmt vielen Bedürftigen anteilig geholfen.
    Mir ist jedoch noch nie in den Sinn gekommen, mich darüber zu ärgern oder gar zu erwarten das sich die mir sowieso unbekannten Bedürftigen bei mir bedanken sollten.

    Warum sollte ich mich also bei den mir ebenso unbekannten Steuerzahlern bedanken weil sie mir bei der Möbelbeschaffung geholfen haben.

    Das auf Gegenseitigkeit bzw. Rollentausch beruhende Solidarprinzip baut nun mal auf der Einsicht auf, dass der heutige Unterstützer genauso gut (oder schlecht) morgen zum Hilfeempfänger werden kann und umgekehrt.

    Würden das alle verstehen, gäbe es abfällige, nicht selten unüberlegt nachgeplapperte Beschwerden wie etwa „Bedürftige durchfüttern müssen“ usw. nicht.

    „Hättest es ja nicht in Anspruch nehmen müssen. Bezahle es eben von Deinem eigenen Geld.“

    Wie gesagt war meine Bedürftigkeit durch eine Scheidung bedingt, ich hatte kurz zuvor hohe gemeinsame Eheschulden ganz alleine bei der Bank beglichen und war dadurch so gut wie mittellos geworden.
    Dass mich fast zeitgleich der von der gegnerischen Anwältin „angespitzte“ Familienrichter per Verfügung aus der Ehewohnung verjagte, war gelinde gesagt ungünstig.

    „Einen geschenkten Gaul, schaut man nicht in Maul.“

    Gemäß oben beschriebenem Solidaritätsprinzip sind mir die Möbel (der „Gaul“) nicht „geschenkt“ worden, sondern standen mir quasi als Gegenleistung meiner Jahrzehnte langen Unterstützung anderer Bedürftiger zu (Rechtsanspruch).

    Deshalb darf ich durchaus „dem Gaul ins Maul schauen“, denn ich muss mich nicht mit überteuerten Müll-Möbeln abspeisen lassen und damit auch noch den Maserati eines unanständigen Betreibers mit finanzieren.

    Sogar ein junger Mensch, der noch nie gearbeitet hat und somit auch noch keine Hilfsvorleistungen erbringen konnte, hat dennoch einen Rechtsanspruch auf Unterstützung. Dann liefert er eben die Gegenleistung mittels seiner zukünftigen Lohnsteuerabgaben nachträglich.

    Es muss sich ja auch niemand bei seiner Krankenkasse für deren Leistungen bedanken. Er hat sich immerhin durch seine Krankenkassenbeiträge einen Rechtsanspruch auf diese Leistungen erworben. Und wenn er nie krank war, hat er eben die Behandlung anderer Kranker mit finanziert.

    Und ein Lottospieler der dazu neigen mag, Jackpotgewinnern die Hölle auf Erden zu wünschen, hat das Prinzip des Spiels nicht verstanden, obwohl er rein mittels seiner Spielteilnahme still zugestimmt hat, dass Lotto prinzipiell lediglich eine per Zufallsprinzip geregelte Umverteilung eingezahlter Spieleinsätze ist. Also ein ganz und gar untadeliges Prinzip, bei dem man den Gewinnern icht böse sein kann.

    Es sollte aber auch klar sein, dass Solidarsysteme nicht, auch wenn vor allem bei (frömmelnden) Politikerreden versucht wird den Anschein zu erwecken, auf rein ethischen Werten basieren, dann wäre ja so was wie Bedankungs-Gefühlsduselei vielleicht angebracht, sondern aus dem knallhart pragmatischen Gedanken heraus, dass soziale Hilfen so etwas wie „Schutzgelder“ sind, um sozialen Frieden und Sicherheit zu gewährleisten.

    Denn Bedürftige, denen mangels Rechtsgrundlage Unterstützung verweigert würde, werden ja nicht tatenlos zusehen, sondern ihr Überleben und das ihrer Lieben durch Diebstahl oder gar Einbrüche sichern wollen/müssen. Das kann dann über kurz oder lang bis zu Bürgerkriegen eskalieren.

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