Krömer bittet Reichelt zum Verhör: Das ging gründlich daneben

Reichelt bei „Chez Krömer“ (Foto:ScreenshotYoutube)

Kurt Krömer ist eine als „Comedian“ bezeichnete Kunstfigur, die beim linksverstrahlten und seit Jahren ÖRR-(v)erzogenen Publikum der leicht zu Beeinflussenden als „Kult” gilt. Dabei ist „Kurt Krömer” eigentlich der Künstlername von Alexander Bojcan, der nach der 10. Klasse seine schulische Laufbahn beendete, um dann nach begonnener aber abgebrochener Ausbildung als Aushilfe bei einer Berliner Reinigungsfirma und als Hilfsarbeiter auf dem Bau seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mit dieser Vita hätte sich natürlich eine steile Karriere als Politiker bei den Grünen angeboten, aber Bojcan entschied sich für die andere steile Leiter für Menschen ohne Abschluss, aber mit viel Haltung und Ideologie: Beim zwangsfinanzierten Staatsfunk.

Hier, in dieser inzestuösen Medienblase, überhäuft man sich ja gerne gegenseitig mit Preisen und Auszeichnungen – und so bekam auch Kurt den „Deutschen Comedypreis”, den „Deutschen Fernsehpreis”, den „Deutschen Kleinkunstpreis” und den Grimme-Preis. Gerne auch mehrfach. Als Lohn für flegelhaftes Benehmen und polemische Attacken auf seine Gäste, die in herabwürdigender Weise bloßgestellt werden, damit sich das grenzdebile Publikum in seiner Schadenfreude auf die Schenkel klopfen kann. Der unvergleichliche Henryk M. Broder beschrieb ihn als „Proll aus dem Wedding, der gerne pöbelt. Er ist eine Krawallnudel, die dem Nachbarn vor die Tür scheißt und dann mit ihm über gute Manieren und Sauberkeit plaudern möchte.

Julian Reichelt nimmt die Herausforderung an

Genau diese Erfahrung machte auch Matthias Matussek, ehemaliger Kulturchef des Spiegel, als er 2013 den Fehler machte, eine Einladung Krömers anzunehmen. Praktisch ohne je zu Wort zu kommen, wurde er von Krömer ständig als „hinterfotziges Arschloch“ und „Puffgänger“ bezeichnet. Eine Gaudi auf Schlammcatch-Niveau.

Beim neueren Sendeformat „Chez Krömer“ wartet der Gast in einem Verhörraum hinter einer abschließbaren Tür, bis der „Inquisitor” Krömer sich den „Delinquenten“ zur Brust nimmt. So sollte es auch mit Julian Reichelt geschehen, dem ehemaligen Bild-Chefredakteur und jetzigen Geschäftsführer der Rome Medien GmbH, die unter anderem den Youtube-Kanal „Achtung, Reichelt!” produziert. Dazu, ob dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt war, gleich mehr. Zunächst hatte Krömer am 11. November auf der Bühne des Admiralspalastes Julian Reichelt als seinen nächsten Gast bekanntgegeben. Er beendete diese Ankündigung, indem er ein Kotzgeräusch imitierte, sich die Hände vor das Gesicht hielt und so tat, als müsse er sich erneut übergeben. Soweit also das Gebaren öffentlich-rechtlicher Comedians.

Ein durchweg unangenehmer Mensch

Doch wie gestaltete sich denn nun der zu erwartende Schlagabtausch? Die Resonanz im Medienwald ist zwiespältig, obwohl die Sympathien der linken Journalisten eigentlich doch klar verteilt sind. Aber es gibt auffällig viele Stimmen, die den Ausgang differenziert bewerten. Der „Focus” schreibt gar: „Beim Reichelt-Auftritt in der Krömer-Show geht jeder Schlag am Ziel vorbei”, die „Süddeutsche Zeitung” titelt: „Wie man Julian Reichelt besser nicht interviewt”. Da ist wohl einiges nicht so gelaufen wie geplant. Tatsächlich geriet Krömer ins Schwimmen und sah zeitweise eher hilflos aus („die Fragen stelle ich hier!”). In jedem Fall bewies er, dass er durchweg ein äußerst unangenehmer Mensch ist. Einer, der leider von uns allen zwangsalimentiert werden muss.

Hingegen ist Reichelt ein Medienprofi, ein paar Hausnummern größer als Krömer in puncto Persönlichkeit und Format – und er lässt sich eben nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen. Souverän behauptete er sich bravourös, konterte die hinterhältigen Angriffe und die ungebührlichen Versuche Krömers, ihm das Wort abzuschneiden, ebenso wie dessen immer wieder ins Private zielenden Fragen mit sachlichen Darlegungen und erhellenden Fakten. Was er zum Beispiel über die Interventionen Friede Springers bei ihm als Chefredakteur zu sagen hatte, war hochinteressant: Die Verlagschefin hatte tatsächlich versucht, durch ein Machtwort die Berichterstattung auf Regierungskurs zu bringen. Dies ließ sich Reichelt aber nicht gefallen – weil er wahrscheinlich einer der ganz wenigen Journalisten unseres Landes ist, der die eigentliche Aufgabe des Journalismus, als Vierte Gewalt im Staate zur Ahndung von Machtmissbrauch da zu sein, noch ernst nimmt.

Kurt Krömer hingegen bewies mit seiner so anmaßenden wie peinlichen Gesprächsführung, dass er in beiden früheren Diktaturen auf deutschem Boden sicher auch eine adäquate Betätigung gefunden hätte. Beim rbb ist er in seiner Rolle jedenfalls gut aufgehoben – hier ergänzt sich so einiges.

BITTE BEACHTEN: Klarstellung der Redaktion zu Leserkommentaren

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann freuen wir uns, wenn Sie unsere Arbeit mit einer Zuwendung unterstützen.

27 Kommentare

  1. Nun diese „Sendung“ schaue ich schon lange nicht mehr, da ich die ÖRR schlichtweg ablehne da die Propagandamaschine doch zu sehr an die wahren Nazis erinnert. Krömer halte ich persönlich für eine ausgemachte Nullnummer und eine emporgekrochene Dumpfbacke die beim RBB sehr gut aufgehoben scheint. Krömer ist der lebende beweis im übrigen wie viele dieser heutigen „Talk Fuzzis“ sogenannte Schauspieler Pseudokabarettisten und ähnliches unausgebildetes Völkchen der sogenannten Seiteneinsteiger die nix können aber grosse Fresse und dafür verantwortlich zeichnen, dass wir eine mediale Unterhaltung unterster Schiene, ähnlich Bastei Heftchen der Doktor liebt mich aber kann sich nicht von seiner Frau trennen denn dann bringst sie die Kinder um…blah blah blah… aber ich bleib bei ihm ermacht es soooo gut
    Niveau ein echtes Reizwort in diesem Land denn das Niveau wurde ja über die letzten 16 Jahretotal niedergeprügelt da ein Minister ohne Niveau neben sich auch keinen Vasallen geduldet hat der evtl etwas mehr an Fachwissen oder ähnlichem Unsinn mit sich brachte. Und auf diese Art ging es immer weiter nach unten und nun sind wir da angekommen wo Niveau etwa so ausschaut wie eine überfahrene sehr sehr alte Kröte.
    Man nehme diese Regierung als Beispiel und da könnte Herr Krömer sicher auch gut nen Job übernehmen vielleicht als Kulturreferent
    AUA es tut einfach weh mit ansehen zu müssen wie meine Heimat zu einem Dreckstall verkommt!

    50
  2. Ja ein primitiver Clown und bezahlter Staatskläffer ohne Format und Charakter und Ehre dieser Krämer oder wie er sich nennt. Sowas gilt bei den Grünroten natürlich als „Kult“ und wird mit Staatspreisen überhäuft, „Verdienter Hetzer des Linksstaates“ fehlt noch in der Sammlung.

    37
  3. „Der unvergleichliche Henryk M. Broder beschrieb ihn als „Proll aus dem Wedding, der gerne pöbelt.“
    Für mich ähnelt dieses „Comedy“-Format einem nachgestellten Stasi-Verhör. Im Übrigen hielt ich Krömer auch ohne Broders Charakterisierung zu kennen, für einen Proleten. Gut zu wissen, daß nicht ich alleine so denke.
    Die linke Blase auf YouTube ist geradezu voll des Lobes für diesen „Komiker“. Meinem Geschmack entspricht er nicht.

    31
    1
  4. Der Typ ist ein Test, die Bankrotterklärung der ÖR. Wer diesen unfassbar unfähigen Irren schaut, kann nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Die Frage ist, was den Reichelt dahingetrieben hat.

    35
  5. Gott wie öde. Da sitzen zwei untalentierte Luftpumpen beisammen der eine systemtreu, der andere war es bis vor kurzem. Was will man von solchen Arschlöchern denn erwarten?

    6
    2
  6. Bei dem Typen kommt einem doch gleich Wilhelm Busch in den Sinn ^ Auch Dummheit ist eine natürliche Begabung ^ Und von diesen Begabten haben wir jede Menge in diesem Land, ganz besonders in den einschlägigen Institutionen

    10
  7. „Im Rahmen seiner Sendung Chez Krömer im März 2021 berichtete Bojcan, seit rund dreißig Jahren an einer Depression zu leiden, die sich drei bis fünf Jahre zuvor das erste Mal bemerkbar gemacht hatte.Von Oktober 1996 bis Dezember 1997 besuchte er die „TuT – Schule für Tanz, Clown und Theater“ in Hannover.Nach der 10. Klasse verließ er die Gesamtschule und begann eine Ausbildung, ohne sie abzuschließen – zum Herrenausstatter/Einzelhandelskaufmann.“

    Nun, ich gebe zu, die ersten Krömer Folgen gesehen zu haben. Über die habe ich oft so gelacht, das ich auf dem Boden lag, besonders wenn er mit „Omi Elfi“ sprach. Das ist lange her,sehr lange. Heute nur noch dümmlicher Erfüllungsgehilfe des ÖRR.Unerträglich, ich staunte selbst über meine Frau, die ansonsten diese Sendung kaum gesehen hat. Die unterirdische Art der Beschimpfung und Dif·fa·mie·rung seiner Gäste, die nicht in sein Weltbild paßen-und das sind fast alle bisher. ARD Mediathek schreibt:Chez Krömer
    Chez Krömer – die Show von und mit Kurt Krömer und einigen Gästen, die nichts Besseres verdient haben.
    Nun, das Sprachvokabular bei den meisten Gästen seitens Krömer zum Beispiel H.C.Strache ,wie sollte es auch anders sein Nazi,Nazi und Hitler. Und Krömer sein „Lebenslauf“ wäre doch wirklich die Mindestanforderung für eine Karriere bei den Grünen.Nichts können, nichts gelernt und trotzdem in aller Munde. Aber ich sehe mir als Ausgleich jeden Tag Julian Reichelt. Das entschädigt mich auf jeden Fall für solche „Propaganda Sendungen vom rbb“ im Stile eines aus früheren Diktaturen bekannten „Reichspropagandaleiters“!
    Applaus von Klatschautomaten in Form von gebrieften und 4.geimpften hirnlosen Zombie kann ich mir auch täglich auf CD anhören.

  8. Solche Sendungen des heutigen Staatsfunks sind in etwa wohl das, was seinerzeit der Stürmer eines Julius Streicher war: Geistiges Futter für primitive Deppen und niederträchtige Versager.

    Das Gefährliche für selbstdenkende Menschen ist deren schiere Masse. Siehe „Theorie der Dummheit“ von Dietrich Bonhoeffer …

  9. Zwischen dem geistigen Niveau von Krömer und Reichelt liegen
    ganze Galaxien.
    Krömer als „Linksgrünchen“ und als 2. klassiger Komödiant kann dem
    Reichelt nicht annähernd das Wasser reichen.
    Ich schaue keine Sendungen wo dieser grünlichlinke Schmutz gesendet
    wird.
    Wünsche mir einen politischen Kanal/Nachrichtensender, wo sich alle
    freien, ehrlichen Medien sowie die AfD beteiligt.
    Dann endlich gibt es zum zwangsfinanzierten Mainstream eine wirkliche
    Alternative !!!

    10
      • AfD und Arsch in der Hose?
        Die scheißen sich doch ein, wenn nur davon geredet wird, dass der Verfassungsschutz sie beobachtet.
        Der Verfassungsschutz hat in einer Demokratie aber mal gar nichts zu melden.
        Die AfD ist ein trauriger Haufen, die so wie alle anderen Parteien auch, keine Stimme verdient hat.
        Diese Demokratie ist Volksverarsche. Und das Volk macht das Theater mit.
        Vielleicht ist auch jede Demokratie Volksverarsche. Diese auf jeden Fall.

        Jeder, der wählen geht, unterstützt das, was hier schiefläuft und macht sich mitschuldig. Das Einzige, was der Wähler nicht kann, Wahlen entscheiden. Denn jeder Politiker belügt und betrügt das Volk.

        2
        2
    • „wo sich alle freien, ehrlichen Medien sowie die AfD beteiligt.“

      Da es davon keine gibt, wird es auch nicht kommen.

  10. Solche überflüssige Sendungen kann sich kein halbwegs intelligenter Mensch antun! Für mich sind solche Figuren, wie auch Böhmermann, einfach nur asoziale Irre.

    16
  11. Nun ja, ich mache einfach mal noch Werbung für Tim Kellner, der hat auch täglich, wenn ein neuer Beitrag erscheint über 100 000 Zugriffe!! Böhmermann habe ich noch nie gesehen, und wenn Werbung kam mit diesem Hetzer nur für Sekunden. Genauso solche unermüdlichen Hetzer sind Joghurt im Glas,teilweise Nuhr, ganz schlimm Mittermeier und der letzte im Bunde, Oliver Kalkhofe. Früher konnte ich noch darüber lachen, aber Kalkhofe hat sich völlig gewandelt, nur noch hetzen gegen AfD und Pegida. Ach,ich vergaß Oliver Welke.Einfach nur grauenvoll. Solche Sendungen gehen mir eigentlich nur noch am Auswurf meines Körpers in der unteren Region vorbei.

  12. „In jedem Fall bewies er, dass er durchweg ein äußerst unangenehmer Mensch ist. Einer, der leider von uns allen zwangsalimentiert werden muss.“
    Nein muss nicht zwangsalimentiert werden, einfach nicht mehr zahlen und gut ist.

  13. Satiresendungen im ÖRR sind mir zu anstrengend, weil bei denen die wenigen Sekunden von geistiger Leistung nur schlecht zu erkennen sind. Also wird gleich weiter geschaltet.

  14. ich kenne Herrn Krömer nicht und nach dem Lesen Ihres Beitrages habe ich da auch absolut nichts versäumt. Es grenzt schon an einem gewissen Größenwahn, sich einzubilden Herrn Reichelt“ vorführen“ zu können.Sehr ärgerlich ist, das Menschen wie Herr Krömer von unseren Zwangs Beiträgen bezahlt wird (sicherlich sehr gut) und dann noch Preise bekommt für unflätige Fragen und Aussagen.

Kommentarfunktion ist geschlossen.