Donnerstag, 18. Juli 2024
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Mehrheit der Deutschen will kein Zwangs-Geduze durch Unternehmen

Mehrheit der Deutschen will kein Zwangs-Geduze durch Unternehmen

Standard der allgemeinen Distanzlosigkeit: Das ewige “Du” (Symbolbild:Imago)

Nicht mehr nur in der Gastronomie, sondern auch beim Kundendialog, am Telefon oder im Einzelhandel kommt Zwangs-Duzen immer häufiger vor. Das im Zuge von Amerikanisierung und schleichendem Verfall der Umgangsformen in immer mehr deutschen Unternehmen eingeführte, auch im Alltag gegenwärtige “Du” selbst bei der Anrede von Wildfremden wird von einer Mehrheit der Menschen in Deutschland gar nicht geschätzt. Sie empfinden es als respektlos und schnodderig. Nur 21 Prozent finden es in Ordnung.

Allerdings dürfte für die mehrheitliche Ablehnung eher der noch dominierende ältere Bevölkerungsteil sorgen: Denn ein größerer, bereits hinreichend fehlsozialisierter Teil – darunter wohl vor allem die jüngeren Deutschen und Mehrsprachige mit Migrationshintergrund – hat auch mit dieser unweigerlichen Zeitgeistentwicklung keine Probleme. Unter den Jüngeren (unter 30 Jahren) liegt die Zustimmung zum Duzen durch wildfremde Mitarbeiter von Firmen bei 54 Prozent.  Für 37 Prozent der Bundesbürger jedoch wird ein Unternehmen nach eigener Aussage unsympathischer, wenn es sie duzt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und “n-tv”, über die “dts” berichtet.

Umerziehung wirkt

Auffällig ist allerdings auch die Unterscheidung je nach Art des Unternehmens oder der Einrichtung. Während eine Ansprache mit “Du” besonders im Onlinehandel für die meisten Kunden “in Ordnung” (31 Prozent) oder sogar “besonders sympathisch” (28 Prozent) ist, bilden Banken, Behörden, Ärzteeinrichtungen und Versicherungen den Kontrast. Hier wird ein “Sie” klar vorgezogen: Mit 81 Prozent und 84 Prozent ist der eindeutige Wunsch, als Kunde bei einer Bank oder Behörde gesiezt zu werden. Bei Ärzten sind es 70 Prozent. Im Einzelhandel ziehen 57 Prozent das “Sie” vor, 21 Prozent mögen das “Du“, und 22 Prozent haben keine Präferenz. 63 Prozent der 18- bis 29-Jährigen fänden es “super”, wenn es in Deutschland keine Unterscheidung zwischen Duzen und Siezen gäbe – ähnlich wie im Englischen.

Dass – ähnlich wie krampfhafte Werbung mit “diversen” Darstellen (die keine reale Gesellschaft abbilden, sondern die einer angestrebten “schönen bunten Zukunft”) – von den meisten Firmen dennoch eine Anredeform praktiziert wird, für die es offensichtlich keine Mehrheiten gibt, liegt daran, dass Werbung und Marktforschung heute nicht mehr die Bedürfnisse der Menschen, sondern an ihrer Umerziehung und Gehirnwäsche interessiert sind. Was das betrifft, unterscheiden sie sich nicht von der Politik: Menschen sollen so sprechen, leben, konsumieren und fühlen, wie es ein wokes Zeitgeistdiktat fordert – egal ob es um Gendersprech geht oder um als altbacken-konservativ verleumdete, distanzwahrende Anredeformen geht, die ganz bewusst verschliffen werden sollen, um zur neuen Gleichheit eines indifferenten kulturlosen Pöbels beizutragen, der sich alles diktieren und vorschreiben lässt.

41 Responses

  1. Die schlimmste Form des “Du” ist für mich, wenn es auch noch klein geschrieben wird wie andere Pronomen wie dich und dein. Das ist der Gipfel der Respektlosigkeit ;-(

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    1. “Die schlimmste Form des “Du” ist für mich, wenn es auch noch klein geschrieben wird wie andere Pronomen wie dich und dein.”

      Dich und dein werden aber auch großgeschrieben, wenn sie ein persönliche Anrede sind.
      Persönliche Anreden werden immer großgeschrieben.

      Im Gegensatz dazu, wird “euch” kleingeschrieben, denn es ist, außer man hat einen König vor sich, eine allgemeine Anrede und keine persönliche.

      Die deutsche Sprache wird zerstört. Angelsächsische Sammelbegriffe ersetzen deutsche spezielle Worte. Die Rechtschreibung heute ist eine Katastrophe. Bindestriche in zusammengesetzten Wörtern hält man im Kopf nicht aus. Es wird gegendert.
      Alles dient dazu, uns platt zu machen.

  2. Ich gehöre zum älteren Semester, das noch ein wenig Wert auf gegenseitigen Respekt legt. Wenn einer von Beiden das “Du” anbietet, kann man das erwiedern. Duzen können mich Freunde, Verwandte und Bekannte; – und mein Hausarzt, weil der Stellen von meinem Körper kennt, die ich noch nie gesehen habe !

  3. Die Mehrheit lehnt das Gendern ab.
    Die Mehrheit lehnt weitere Massenzuwanderung ab.
    Die Mehrheit lehnt das Verbrennerverbot ab.
    Die Mehrheit lehnt Insekten als Fraß für Menschen ab.
    Die Mehrheit war gegen das Abschalten der letzten Kernkraftwerke.

    Und ?
    Was schert das die “Volksvertreter” ?

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    1. Ohne ein Haar spalten zu wollen, ……
      … jene, die alle gelisteten Kernpunkte des Volkswillens stumpf ignorieren, mögen ja alles nur Denkbare sein, aber eines sind diese Protagonisten ganz sichert nicht …
      Volksvertreter

      DASS diese Subjekte irgendjemandes Vertreter sind, davon gehe ich aus. Für Eigenwerk vermute ich da jedoch oftmals zu wenig des wirklichen Denkens fähige Substanz zwischen den Ohren und bei weitem zu wenig Kraft für Eigenverantwortung in den Herzen.

      Es ändert jetzt zwar nichts an der Tatsache, dass diese Vertreter nicht tun, was Volk von ihnen erwartet, aber es wird vielleicht klarer, dass man das auch nicht erwarten sollte, da sie eben KEINE Volksvertreter sind. Zumindest nicht ihrer Taten nach. Als was sie sich nach außen etikettieren ist belanglos. TATEN zählen, nicht das substanzlose Geschnatter.

  4. 😡Hat mit dem Alter nichts zu tun!!!
    Das Zauberwort heißt -Respekt-!
    Gleichwohl, Sie Arschloch hört sich besser an, als Du Arschloch!🌬️🕳️

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  5. Lichtblicke kamen mir als erstes mit diesem Du daher, was ich zu unterbinden versuchte. Es wurde (angeblich) vermerkt, dass im Telefonat das SIE anzuwenden ist, schriftlich ist “leider! nur noch ein Du möglich. Wohlgemerkt, ich komme aus der Baubranche, aus Niederbayern, da ist ein Du üblich in der Handwerkerbranche …
    Es soll der Gleichmacherei dienen … NICHT MIT MIR dieser SCHWACHSINN … wir müssen eine Individualität ausbilden, unsere Kräfte bündeln und gemeinsam etwas komplett Neues ersinnen (mit lauter gleichgeschalteten Volltrotteln ist das ja unmöglich) … jeder trägt sein Bestes zum Gelingen des Projektes MENSCHHEIT bei. Punkt, ganz so wie es unsere deutsche Mentalität, unser Charakter, unsere Tugenden einfordert! Ich kann nur immer wieder auf Rudolf Steiner hinweisen, der als geistiger Seher diese Zustände voraus gesehen hat oder auch auf Oswald Spengler “Vom Untergang des Abendlandes” … in welchen Zeiten leben wir? Die einzig mögliche Schlußfolgerung: Vernichtung der Menschheit, Sieg des Ahrimanischen über die göttliche Schöpfung … WAS NICHT GELINGEN WIRD!

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    1. @loreley
      Natürlich wird es nicht so sein, dass das Ahrimanische über die göttlich Schöpfung siegen wird.
      Wie kommt man denn auf sowas 🙂
      Gott ist der Schöpfer allen Daseins.
      Ahriman und Luzifer SIND Teil diese Schöpfung.
      Bei sind nicht und waren auch nie “die Vernichter der Menschheit” – können es auch nicht sein, weikl der Schöpfergott kein kleingeistuger Idiot ist, der Freude daran hat, sein Gechöpfe zu quälen.
      Dr. Rudolf Steiner … wenn er schon erwähnt wird … ist der bisher einzige mir bekannte Erklärbär, der mir meine zentralste aller zentralen Zentralfragen glasklar beantwortet hat.
      Die Frage war:
      Wenn es schon einen Schöpfergott gibt, warum zum Hernker hat der dann die Mebnschheit erscghaffen????

      1. den ersten Textteil mal wieder versehentlich halbfertig abgeschickt 😉
        … darum hier weiter im Text …

        Und die Antwort -lt. Dr. R. Steiner lautete (sinngemäß):
        Mensch wurde erschaffen, auf dass er sich zum Geist der Freiheit entwickele.

        Klingt banal … ist es aber nicht.
        In diesem kleinen Satz ist m. E. soviel Offenbarung auf das Dichteste komprimiert und codiert, dass man allein damit die ganzen beschissene Gegenwartssituation und das an sie anzuknüpfende WARUM umfassend und erschöpfend dekodieren kann – ja und das so böse anmutende Treiben Ahrimans gleich mit.

        Nein – ich werde jetzt keinen 8-Meter-Post verfassen, um meine obige Aussage mit solider Subsrtanz zu befüllen, ABER … ich gönne mir zumindest noch eine Aussage darüber, was ICH FÜR MICH unter der Begrifflichkeit “Geist der Freiheit” als Antwort erarbeitet habe.

        Und zwar …..
        Repräsentierte der Mensch den “Geist der Freiheit”, wenn er, sagen wir, frei von aller Arbeitslast. Gefahr und Mühsal, den ganzen Tag auf einer kühl beschatteten Luftmatratze im karibischen Pool dümpeln könnte, den Longdrink am kurzen Arm und säuselnde Mucke in den Ohren und die Gedanken an Sex and Drugs and Rock’n Roll nur noch gelegentlich von Updates der Milliarden-Kontostände gestört?
        Nun …
        Ja – ich kennen tatsächlich Zeitgenossen, die sich genau das als die größte erreichbare Freiheit vorstellen.
        Dass solche Protagonisten im Weltendrama natürlich die “Lieblingsspeise” der Herren Ahriman und Luzifer repräsentieren wird offenbar, wenn man sich über deren Aufgabe ins Bild setzt.

        Allerdings hat diese “Freiheit” nicht viel mit der Freiheit zu schaffen, die m. E. jenem Geist eines fernen Tages zuteil geworden ist, der dann als “Geist der Freiheit” denn Sinn seiner Schöpfung erfüllt haben wird.

        Ich versuche so knapp wie möglich zu fassen, was es m. E. mit dieser Freiheit auf sich hat:
        Steht der Menschengeist eines fernen Tages da und ist so weit gediehen, dass er auf ein Erfahrungsfeld zugreifen kann, in dem es KEINEN BLINDEN FLECK mehr für ihn gibt (was einen entsprechend umfassend Erfahrungsschatz* voraussetzt!), dann ist er im Stande, von keinem Widersacher mehr durch Lug, Trug, Täuschung, Verführung, Verblendung oder Bedrohung hinters Licht geführt und in Ketten gelegt zu werden. Wenn der Geist des Menschen diesen Stand erreicht hat, dann ist er m. E. frei.

        *Dass so ein Erfahrungsschatz erworben wird, durch eine Menge von Fehlschlägen, die einen lehren, wie es NICHT geht, und in dem man eine Unzahl von Wegen beschreitet, die einen lehren, wie man NICHT zum Ziel kommt, wird wohl jeder bestätigen können, der selbst schon auf eine ordentliche Portion Erfahrungen zurückblicken kann. Egal ob beruflich oder privat. Bevor ich einen ersten richtig, also richtig richtig guten Tisch geschreinert bekomme, werde ich einige Gebilde zusammenfummeln, die nur mit viel gutem Willen und Liebe als “guter Tisch” bezeichnet werden können 🙂

        Ahriman und Kollegen machen, was das operative Geschäft angeht, ohne Frage eine Menge böööser Dinge. Aber die tun das doch nicht, weil der Schöpfergott gerade auf dem Klo oder in Urlaub ist. Es ist deren JOB genau das zu tun, denn auch sie sind -nach anthroposophischem Weltbild- zwar wirklich, wirklich mächtigen Wesen, aber dennoch Teil der Schöpfung und KEINE GEISTER DER FREIHEIT!!! Sie tun, wozu der Schöpfer sie erschaffen hat … comprehende? …
        Sie MÜSSEN – dem Drehbuch folgend – uns mit Dreck bewerfen, DAMIT Mensch in Ergreifung seines freien Willens bestimmen kann … NEIN – ich will den Dreck nicht. Sie müssen uns ins Dunkle stoßen, damit wir Kraft unseres freuen Willens bestimmen können – NEIN, ich will das Dunkle nicht. Sie müssen und mit Reichtum, Blut und Macht verführen, damit wir Kraft unseres freuen Willens bestimmen können, ob das wirklich das ist, was wir wollen – oder eben nicht.

        So .. genug getippt für den Moment 🙂

        1. M. E. nach ist das eher philosophisch und anthroposophisch.
          Und es hieße, daß der Schöpfer eher ein Masochist denn ein Menschenfreund ist und zudem ein Sadist.
          Keines davon ist für mich bestimmend. Der Schöpfer schuf die Geschöpfe aus reiner Liebe und nicht aus Zynismus und Berechnung!
          Natürlich hat der Mensch hier auf der Erde die Aufgabe in Liebe zu seinen Mitgeschöpfen zu leben und dafür hat er für sein begrenztes Hiersein einen Seelenauftrag, dieses umzusetzen, so gut er kann und es versteht. Das ist auch immer ein gewisses Ergründen des Vorlebens des Einzelnen. Jeder Mensch schleift sein Wesen in seinen verschiedenen Leben auf seine Weise – in Richtung Vollkommenheit. Und das ist ein langer Weg mit unendlichen Zwischenstationen hier und anderswo. —-
          Kann man auch unendlich drüber schreiben.
          Nur, daß der Schöpfer zu diesem Zwecke gleichzeitig derart viel Böses schafft, ist nicht im allgemeinen Sinn der Schaffung.
          Beim besten Willen nicht !!!

          1. Mit Verlaub … werter Herr Rolf …. welches Menschlein wollte sich anmaßen zu behaupten, verlässlich zu WISSEN, welchen Sinn der Schöpfer seiner Schöpfung gibt???

            Es mag dazu jeder (s)eine Meinung oder Empfindung haben – aber WISSEN?

            *Nichtsdestotrotz * ist es in meinen Augen ein Segen, wenn jemand so ein klares Bild vom Willen seines Schöpfers hat und fest davon überzeugt ist, auch zu wissen, welche Aufgabe dieser ihm und der Menschheit an sich, hier auf Erden stellt.

            Was genau im kommentierten Beitrag führt Sie jedoch zu der Schlussfolgerung, dass das Dargelegte so nicht sein könne, weil es den Schöpfergott als Masochisten und Sadisten hinstellte und als jemanden, der viel Böses erschüfe?
            Ich erkennen keinen Satz, auf den dies zuträfe, freue mich aber auf einen Fingerzeig, falls ich was übersehe.

            Es steht ohne Fragen jedem mit freiem Willen beschenkten Menschen frei, zu glauben was er mag. Heikel wird es erst, wenn auf einen an nichts festzumachenden Glauben ein ganzes Weltbild gebaut wird, welches dann als Navigationshilfe für den Lebensweg dient.

            Ich bin auf der Suche nach Antworten auf folgenden, wie ich finde bedeutenden Sachverhalt gestoßen:
            Ich kann NICHT WISSEN, was mein Schöpfer mit der Schöpfung beabsichtigt, was er tatsächlich WILL. Ich stand nicht neben ihm als er schöpfte und er hat mit mir auch nicht erörtert, was er da vor hat. ABER ….
            … es ist eine Tatsache, dass er mich mit der Fähigkeit zu eigenständigem Denken ausgestattet hat. Also … zumindest diesen winzige Fakt kann ich jetzt als echtes WISSEN verbuchen.
            Na und das hat Tragweite, weil das Denken ein wirklich göttliches Werkzeug ist, denn damit kann ich beginnen, nach ihm, meinen Schöpfer, zu forschen. Kann versuchen, etwas darüber zu erfahren, was er denn wohl beabsichtigt hat mit dieser Schöpfung.

            Dass dieser Schöpfergott natürlich kein Idiot, kein Masochist und auch kein Sadist ist, steht außer Frage. Nicht dass ich WISSEN davon hätte, aber Kraft des Denkens gelangte ich zu diesen für mich schlüssigen Schluss. Und dann noch zu einem zweiten: Was immer der Schöpfer beabsichtigt – es wird rundum erbaulich, ewigkeitstauglich und lichtvolles sein.

            Und um nun auch etwas über Sinn, Zweck und Ziel dieser Schöpfung, über die Absichten meines Schöpfers in Erfahrung zu bringen, dazu hat er mich -logische Kette- ja sogar ganz offensichtlich aufgerufen, weil er mir diese Fähigkeit des freien Denkens geschenkt hat.
            Und wie kann ich diese Fähigkeit anwenden, um ihm näher zu kommen??
            Nun – in dem ich mir a) genau anschaue, was er alles in seine Schöpfung einbezogen hat und b) daraus die Lehre ziehe.

            Es ist m. E. die wache Wahrnehmung der Phänomenologie der Lebenswirklichkeit, in die ich hinein gestellt bin. Sie offenbart mir, was der Schöpfer geschaffen hat und es ist das darauf angewandte, freie Denken, was lernen kann, zwischen den Zeilen des Alltäglichen zu erkennen, was der Sinn dessen ist. Ein Prozess des sukzessiven Erkennens.

            Mit Pauschalkonzepten aus der Abteilung “Glauben to go” im Sinnen von Gott ist die Liebe, Das Böse ist der Satan, kann ich nichts anfangen. Es ist die Wirklichkeit, die zu durchleben ich hier bin und in der alles eingewoben ist, was der Schöpfer seiner Schöpfung – quasi in Klartext – mitzuteilen willig ist. Und wer sich dazu berufen fühlt, kann damit beginnen, diese Wirklichkeit Kraft seines Denkens zu durchdringen und die darin eingebetteten Offenbarungen zu extrahieren. Das ist m. E. der einzige Weg, zu einer Erkenntnis zu gelangen, die man mit allem was man ist auch verantworten kann.
            Wem sollte ich auch die Verantwortung für meinen Glauben zuschustern, wenn ich einfach nur geistiges Fertigfutter der Marke “Glauben to go” kaum gekaut und schnell geschluckt habe?

            Was die Phänomenologie der Lebenswirklichkeit nicht beinhaltet – existiert m. E. n. auch nicht. Aussagen, Postulate und Konzepte, welche die Phänomenologie der Wirklichkeit nicht bestätigt, sind Gedankengebilde aus dem Wolkenkuckucksheim – wie DR. R. S. es vielleicht ausdrücken würde 🙂

          2. Jeder soll seine Meinung behalten. Auch Sie. Ich werde immer dafür einstehen. Meine Meinung ist, daß Sie sich gerne reden hören!
            Ich habe mit keinem Wort behauptet, daß ich weiß.
            Für mich sind es feststehende Werte, nach denen ich mich orientieren kann.
            Das, was Sie machen, ist – mit Verlaub – Zerrederei wegen völliger Unsicherheit! Das geziemt sich nicht für einen aufrechten Deutschen.
            Meine Ansicht, PUNKT

  6. Neben den genannten Aspekten ist es ein weiterer Schritt Richtung Infantilisierung. Große Kinder will man haben, die alles glauben, Unternehmen und Staat für ihre Freunde halten. Dabei aber hoch traumatisiert sind, Angst vor Viren und allem Möglichen haben, gar die Zumutung des menschlichen Körpers nicht ertragen oder auch nur betrachten können. Das wurde die Tage mit dieser “Bonusloch” Geschichte normalisiert. Mensch ist kindgerecht zu behandeln, alle haben sich an entsprechende Sprachregelungen zu halten. Man schafft ein Umfeld, in dem die Kinder abhängig sind, materiell, da besitzlos. Ein Umfeld, in dem es Schutz durch Polizei braucht, da man die Gesellschaft mit unregulierten Individuen gemischt hat, die Kinder selbst aber sind unbewaffnet, bis zum Taschenmesserverbot. Auch ausgewachsene Kinder dürfen natürlich keine Naturkräuter rauchen, oder gar selbst über Medikamente entscheiden. Impfungen oder Klimaschutz, sowas kann Kind nicht beurteilen, darf es auch nicht, da Gemeinwohl. Entscheidend hier ist ausschließlich das Narrativ, nicht die Realität.

    1. Wunderbarer Beitrag, Herr Krumm. !!!!!!!!!!!!!!!

      Was Sie da skizzieren ist auch meiner Einsicht nach exakt der Dreh- und Angepunkt.
      Der Missbrauch von im kindlichen Reifegrad erstarrten Individuen in erwachsenen Körpern.
      Ich hatte gerade heute mit einer Freundin eine Korrespondenz angestoßen, um einen Gedanken zu debattieren, der mir aus genau dieser Wahrnehmung heraus aufkam.
      Der Gedanke ist:
      Jene, die absichtsvoll und wissentlich ihre Macht dazu missbrauchen, dass diese in erwachsenen Körpern verpackten, kindlichen Seelchen von einer willigen Schergenschar ausgebeutet und missbraucht werden, machen sich der Pädophilie schuldig, und zwar der “Mental-Pädophilie”, oder nennen wir es der “Seelen-Pädophilie”.
      Dies zu sehen und zu begreifen, ist meiner Ansicht nach ein Erkenntnisakt, der es möglich macht, sich Kraft des eigenen Willens von solchen Praktiken zu distanzieren und auch den womöglich durch Mitmachen-beim-Ausbeuten lockenden Gewinn von noch mehr Geld und noch mehr Macht als das zu erkennen, was er in Wirklichkeit ist: Ein Blutzoll zum Eintritt in die (irdische) Hölle. Und damit auch gleichsam eine Erkenntnis und Willensübung für jene, die geboren wurden, um einen Weg des Erkennens zu beschreiten. Dass der streckenweise steinig, ja blutig sein kann, ist so, und auch das Wahrheit nicht selten ans Kreuz führt, ist eine phänomenologisch kaum zu bestreitende Tatsache. Aber nun … die Erlangung hoher Ziele verlangt für gewöhnlich auch die Überwindung hoher Hürden. Isso ….

  7. Ich habe gerade meinen Gasanbieter gewechselt aus genau dem Grund, daß die (durchweg jungen) Mitarbeiter, von denen ich als Kunde in jedem Schreiben ebenfalls lediglich den Vornamen erfuhr, trotz meiner mehrfachen Bitte, mit der respektlosen unerwünschten Duzerei aufzuhören, ungerührt damit fortfuhren. Meine Beschwerde bei der Geschäftsführung blieb unbeanwortet.
    Ich habe mich gerächt, indem ich den Mitarbeitern in diesem schwierigen Geschäftsjahr durch ständige Nachfragen per Email Einiges an Mehrarbeit verursachte und der Firma keine Abbuchungsvollmacht erteilte. Willem, Kathrin und Jan blieben für mich in jedem Schreiben grundsätzlich die “sehr geehrten Damen und Herren”. Ob sich ihnen beim Lesen die Zehennägel gekräuselt haben, blieb leider offen.

    Ob man sich gegenseitig duzt oder siezt, muß auf einer gegenseitigen Absprache beruhen. Ich werde mich von niemandem mehr zwingen lassen, gegen meinen Willen geduzt zu werden. Wenn ich künftig den Strom- oder Gasanbieter wechsele, erkundige ich mich vorher, wie dort die Gepflogenheiten sind. Das persönliche Weltbild eines Firmeninhabers muß mir als Kunden egal sein dürfen. Bislang ging ich immer davon aus, der Kunde sei König. Tatsächlich muß ich aber offenbar eher damit rechnen, missioniert zu werden.

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  8. Als ich bemerkte, dass mein Second-Hand-Bücher-Händler mich duzt, habe ich nie wieder bei ihm bestellt: Medimops.

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    1. Hmmm .. das ist eine konsequente Tat!
      Ist mir offengestanden noch nie aufgefallen. Beim Mops, muss ich aber auch gestehen, wäre es mir auch völlig Latte. Da ist eh alles oberanonym, die Zweitnutzenbücher finde ich aber perse klasse und die Preise eh.
      Allerdings in der direkten Korrespondenz steht es mir frei, selbst konsequent beim Sie zu bleiben. Das kann dort a) keiner verhindern – und wie die das dann b) “verkraften” – ist deren Bier 🙂

  9. Was mir schon früher aufgefallen ist. Da gibt es ältere Damen die einem als Jüngeren im Gespräch duzen aber wenn man die auch duzt sind die pikiert. Herabwürdigender einem gegenüber geht es nicht. Aber ich hab es gelassen hin genommen.

    1. Manche (zum Glück nicht alle) älteren Frauen, die gelangweilte Gattinnen reicher Männer sind, gehören mit zu den schlimmsten Exemplaren eingebildeter Wesen. Ich habe es erlebt.

      1. an @Jürgen R.
        2 Von Denen waren im Arbeitsleben äußerst dominant. Eine, selbständig, hat 2 Männer wohl mit ihrem Ehrgeiz in den Tod getrieben. Ihre Söhne wurden auch mächtig angetrieben so das die schon mit Anfang 40 ergraut waren. Wie ich im Internet verfolgen konnte haben die sich auch immer weiter mit ihrem Betrieb vergrößert. Eine Studienkollegin hat, in meinem Alter, auch 2 Männer durch ihre Rachsucht, der Betrieb konnte nicht groß genug werden, in den Tod getrieben. Scheint wohl alles verspielt zu haben, Betrieb wurde immer kleiner, jetzt Betrieb nicht mehr auffindbar trotz Companion*in.

  10. Schön, dass das einmal jemand thematisiert. Ich dachte schon, ich sei mit meiner Ansicht ganz allein.

    Bei uns in der Arbeit wurde das auch eingeführt, alle duzen sich. Oder sollen es zumindest. Ist für mich ok, das war schon immer so, bis auf oberste Ebene der Chefetage. Die ist jetzt auch dabei, das passt mir nicht.

    Das Schlimmere aber ist, dass in E-Mail-Konversationen keine Nachnamen mehr benutzt werden. Man muss immer raten, welcher Thomas, welche Sabine, oder welcher Thorsten dies und das angeordnet, herausgefunden, oder bestellt hat. Nur noch krank!

    1. Interessant.
      Offenbar weder nützlich noch hilfreich und auch nichts verbessernd – aber interessant.

      Interessant, weil es die Frage in der Raum stellt …
      Welchem Zweck soll dass dienen?

      Ich Duze meine Freunde, Menschen mit denen mich ein gewisses Maß an Vertrauen verbindet, von denen ich erwarte, nicht zu meinem Nachteil gegen mich zu agieren, mich zu unterstützen wenn ich es brauche.
      Und das wird jetzt “von oben verordnet??
      Klappt sich super – oder?

      Stelle mir gerade vor ….
      Ein Idiot von Abteilungsleiter, einer, der mir schon immer auf den Keks gegangen ist, weil intrigant, opportunistisch, nie authentisch, fachlich mäßig und allgemein unterirdisch gebildet, faul, feige, rückgratlos und zu allem Überdruss der Schwiegersohn vom Boss ist. Sodala … und den soll ich jetzt – weil verordnet – Duzen.
      🙂
      Mannomann bin ich froh, dass ich in diesem Radel nicht mehr rennen muss 🙂
      Das erinnert mich an Besetzungen durch “Quotenregeln”.
      Das Kindergartenkram …..
      “Ich will auch vorne sitzen dürfen” plärrplärr*
      “Ihr müsst alle lieb zueinander sein” plärrplärr*
      “Ich bin hässlich, aber das darf keiner sagen” plärrplärr*
      “Ihr müsst alle euer Spielzeug miteinander teilen” plärrplärr*

      Dieses Wir Duzen uns jetzt alle als PFLICHTÜBUNG ist m. E. dem selben BrainfXck entsprungen, wie all die griffigen Beispiele, die weiter oben im Kommentar von dem Herrn Holger Krumm aufgeführt sind. Eine absichtsvolle Verkindlichung des Verstandes, auftragsgemäß um- und durchgesetzt von Kleingeistern, die selbst nicht hell genug leuchten, um ihre kleine Welt so weit ausleuchten zu können, dass sie der Fäden gewahr werden, an denen sie geführt werden. Ganz zu schweigen davon, dass sie so viel Licht entfalten, um sehen zu können, wer da am anderen Ende an diesen Fäden zuppelt.

      Aber …. das Gute an diesem Duz-Ding:
      Eine m. E. exzellente Übung, um sein eigenverantwortliches Denken zu trainieren 🙂

  11. ´Du´ als Anrede bei Unbekannten ist in der Tat die Sprache eines kulturlosen Pöbels, wie Sie richtig erwähnen.

    Es ist aber auch das Ergebnis schlechter Bildung und gesteigerter Rücksichtslosigkeit insbesondere bei jungen türkischen und arabischen Muslimen, die damit ihre tiefe Verachtung gegenüber Deutschen zum Ausdruck bringen wollen. Man wird höchst selten von diesen per Sie angeredet. Diese nüchterne Feststellung ist entgegen der Meinung in linksgrünen Gruppierungen kein antimuslimischer Rassismus, sondern seit langem eine Alltagserfahrung.

    1. Interessant in diesem Zusammenhang, dass gerade diese Gruppe unentwegt die Worte “Respekt” und “Ehre” im Munde führt.

    2. Pardon … Tippfehler:
      Der erste Satz meines vorangehenden Textes sollte heißen:

      Ja genau … scheint aber jene Vielen NICHT zu stören.

    3. Ihre Aussage, auch schlechte Bildung als Ursache für diese Veränderung zu benennen, gefällt mir, weil es das bisher hier benannte Ursachenspektrum um einen zusätzlichen Aspekt erweitert.

      Die Phänomenologie dieses Prozesse hat scheints viele Facetten. In einem Forum wie diesem, in dem alle Beiträge frei zusammengetragen werden dürfen, kann sich auf diese Weise ein großes Mosaik aller Wahrnehungen wunderbar zu einem großen Bild fügen. Manche formulieren schärfer, andere weniger scharf. Einzelne, mehrfach aufgegriffene Aspekte, werden zudem aus teils mehr, teils weniger veränderten Blickwinkeln kommentiert.
      Großartig 🙂

      Manche der von Ihnen dargelegten Wahrnehmung sind nach der von “Big Brother” plakatierten Messlatte plotitisch unkorrekt. Faktisch liegen dem aber für mich nachvollziehbare, reale Wahrnehmungen zugrunde, die m. E. mit einem Wortschatz und Bildungshintergrund zum Ausdruck gebracht werden, der jenen Menschen, die erst in dieser Gegewart ihren Wortschatz und Bildungshintergrund aufbauen, oftmals nicht mehr erdacht und verfasst werden können. In Folge dessen werden Ihre Darlegungen von einem nach “neuen Normen” konditionierten Denkprozess auch kaum mehr in ganzer Tiefe, wahren Tragweite und Bedeutung erfasst, geschweige denn durch darauf auzfsetzendes, eigenes Denken reflektiert und erweitert werden können.

      Gut möglich, ja ich denke sogar -wahrscheinlich – dass die sich rasant verschmälernde Bildungsbasis zu einem immer schneller voranschreitenden Tumbau-zu-Babel-Effekt fürt und sich die verschiedenen Gruppen immer weniger einvernehlich werden verständigen können. Abgesehen von Einzelfallausnahmen.

      Die Verunklimpfung solcher Darlegungen durch politisch, bzw. idelogisch verzerrte “Marker” unterstreich un befeuert m. E. ja die oben angesprochene, fortschreitende Spaltung.

      Die spannende Frage ist da für mich:
      Was sind da für Kräfte am Werke, die binnen so kurzer Zeit eine geradezu explosionsartige Veränderung des Bewusstseins innerhalb einer Gesellschaft bewirken können?
      Oder ist es gar kein explosionsartiger Effekt, sonden viel mehr ein schon lange, langsam aber stetig voranschreitender, der lediglich in der jüngsten Vergängenheit und Gegenwart den Punkt der exponentiell hochschießenden Flanke erreicht hat?
      Ja – ich denke, der letztere Gedanke trifft es am besten…
      .. was dann die Frage nach den Kräfte, die diese Entwicklung bewirken und bewirkten, noch um so bedeuteder macht.

  12. Das ‘du’ – Teil der “vollständigen Transformation unserer Gesellschaft…” die bereits Kanzler Merkel ankündigte und in ihren Koalitionsverträgen festsschrieb und die die Ampel mit Leidenschaft weiter vorantreibt.

    Das ‘du’ greift um sich, wie Neger, Muselmänner und sexuelle Exoten in Fernsehen und anderen Systemmedien und in unseren Nachbarschaften.

  13. Und leider auch von den Federführenden auf vielen Seiten der alternativen Medien.

    “Ansage” ist hier eine rühmliche Ausnahme.

    Die Administratoren der besagten Blogs wandeln vermeintlich mit dem Zeitgeist.

    Traditionelles wird dabei gedankenlos über Bord geworfen und der Nutzer zwangsvergewaltigt.

  14. Ein früherer Arbeitgeber sagte einmal : Es agt sich leichter du A….och als Sie A….och

    1. Ja genau … scheint aber jene Vielen zu stören.

      Was die Frage auf den Plan bringt… WARUM nicht?
      ANTWORT:
      Wenn es mich nicht stört, dass sich die Form von etwas verändert, dann ist es offensichtlich der Fall, dass mir die Form des Betreffenden nicht wichtig war.

      Was die Frage auf den Plan bringt… WARUM nicht?
      ANTWORT:
      Wenn mir die eigen Muttersprache nicht wichtig ist, dann ist es offensichtlich der Fall, dass ich mich nicht mit ihr identifiziere.

      Was die Frage auf den Plan bringt… WARUM nicht?
      ANTWORT:
      Wenn ich mich mit der eigen Muttersprache nicht identifiziere, kenne ich offensichtlich keine solide Gründe die dafür sprächen.

      Was die Frage auf den Plan bringt… WARUM nicht?
      ANTWORT:
      Wenn ich keine soliden Gründe kenne, die ich als erstrebenswert empfinde, mich mit meiner Muttersprache zu identifizieren, dann wird es solche Gründe a) nicht geben, oder b) es gibt sie, aber ich habe sie noch nicht gefunden oder c) es gibt sie, aber sie wurden mir vorenthalten.

      Was die Frage auf den Plan bringt… WER von diesen Denglisch-Verführten hätte a) überhaupt bis zu dieser Zeile gelesen und würde jetzt b) mit der ab nun tatsächlich interessant werdenden Ursachenforschung weitermachen?
      ANTWORT
      nahezu NIEMAND, denn …

      … wäre dem nicht so, dann wäre es nicht so.

  15. “Zwangs-Duzen”

    Zwangsduzen. Das Wort Zwangs gibt es nicht. Deshalb kommt auch kein Bindestrich da rein. Ich weiß echt nicht, wozu der gut sein soll, außer wenn jemand nach Zeichen bezahlt wird. Denn das ist dann ein zusätzliches.

    Mit geht das auch auf den Sack. Es ist respektlos.
    Im Internet und Chats ist es etwas anderes, denn man weiß ja nicht, wer auf der anderen Seite sitzt.
    Aber im realen Leben, als Kunde, weiß man, wer auf der anderen Seite sitzt und dem hat man Respekt entgegenzubringen.

    1. Ich bin da genau entgegengesetzter Ansicht, was den Bindestrich betrifft:
      alles, was nicht eindeutig der Deutschen Schriftsprache und Kultur zuzuordnen ist, sollte grundsätzlich mit Bindestrich versehen werden, um es ab -bzw. ausgegrenzt zu halten!
      So z.B auch “Verschwörungs-Theorie” – allein vom Wortsinn her. Dieses Wort ist in den Fünfzigern des vergangenen Jahrhunderts vom CIA in die Welt gesetzt worden.

  16. Du “Ars..lo.. kommt prollig rüber.

    Sie “Ars..loch ist doch die etwas feinere Art sich zu artikulieren
    und der Ansager bringt damit zum Ausdruck, das er nichts
    weiter mit dem Gegenüber zu tun haben will !

  17. “Wenn Du ein Volk vernichten willst, zerstöre zuerst dessen Kultur”! Die Sprache eines Volkes ist eines der höchsten Güter. Es ist nur erstaunlich, dass dieser Umstand den wenigsten bekannt ist. In der Öffentlichkeit sind Mischwörter und Mischsätze, sogenanntes Denglisch wahrzunehmen. Es ist einfach haarsträubend. Als Verfechter meiner Muttersprache hatte ich auch beruflich, wo es auf eine eindeutige Formulierung und beherrschende Rechtschreibung ankam, einiges wegzustecken. Gerade bei Praktikanten mit Abitur musste ich verstärkt feststellen, dass Rechtschreibung und Ausdruck große Defizite aufwiesen. Heutzutage hat das Denglisch bei der Masse der Einheimischen den Charakter von Normalität. Ich bin nicht mehr berufstätig, achte aber mündlich und schriftlich immer noch sehr genau auf das, was ich von mir gebe. Ich muss mich nicht verbiegen und ich reihe “OK” u.v.a. ganz konsequent auch nicht als Neudeutsch in mein Vokabular ein. Es lohnt darüber nachzudenken.

    1. Das ist völlig richtig.
      Auch ich bin von Kindesbeinen mit OK und anderen Anglizismen aufgewachsen. Ich bin seit einigen Jahren dabei, mir das wieder abzugewöhnen. Ist nicht leicht aber ich will es und halte auch argumentativ meine nächste Umgebung dazu an.
      Dazu gehören auch andere Begriffe, die man uns austreiben will. So z.B. “Samstag” Rührt von der Germanischen Göttin SAMS her und ist urdeutsch. Das andere Wort mit der Sonne im Wort wurde uns reingedrückt!
      Aufmerksam sein !!! 🙂