Meldeportale in NRW: Das Denunziantentum feiert fröhliche Urständ in Deutschland

Ab sofort wieder politisch erwünscht in Buntland: „Meldung machen“ über verdächtige Subjekte (Symbolbild:Shutterstock)

Aktuell hat man das untrügliche Gefühl, dass die Führungspersönlichkeiten unserer Grünpartei alle für unser Land nachteiligen Effekte bis ins Unendliche potenzieren – und tatsächlich kommt man kaum noch hinterher, alleine nur die seit Ampel-Beginn angedachten Verbote, Regulierungen und Drohungen im Blick zu halten. Wollte man eine Liste mit allen Faktoren erstellen, die Deutschland als Nation und seine indigene Bevölkerung maximal möglich schädigen, abwerten und ruinieren, könnte man sich die Mühe sparen – und einfach nur das aktuelle Parteiprogramm der Grünen kopieren.

So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die gerade ins Amt bestellte grüne nordrhein-westfälische Ministerin Josefine Paul, die den ideologiegetränkten Verantwortungsbereich Integration und Gleichstellung abdeckt, flächendeckend Meldeportale errichten will, in denen fortan jedermann anonym „Hass“ und „Hetze“ gegen Migranten, Minderheiten und Transmenschen melden kann – und zwar auch unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit, also sogar dann, wenn juristisch überhaupt keine Regelübertretung vorliegt, worunter auch eingebildete „Meinungsverbrechen“ oder missliebige Wertungen fallen können, die fortan erfasst und faktisch kriminalisiert werden. Dies ist an bösartiger Hinterhältigkeit und Infamie in der Tat kaum noch zu übertreffen. Die Tatsache, dass eben nicht jedes „Opfer“ automatisch im Recht ist, das sich verletzt fühlt oder „Beleidigung” und „Hassrede“ wittert, bleibt dabei völlig unberücksichtigt.

Reminiszenzen an finsterere Zeiten

Somit haben Zeitgenossen, denen das Denunziantentum im Blut liegt, zukünftig noch leichteres Spiel darin, unliebsame Mitbürger, Andersdenkende und all jene, die sie als natürliche Feinde ihrer totalitären Verbuntung wahrnehmen, anzuschwärzen, um sie schneller einer „gerechten Strafe“ – und sei es die öffentlich Diskriminierung bzw. ihre vorprozessuale Überführung in die behördliche „Aktenkundigkeit“ – zuzuführen. Wer sich hier an dunkle, lange zurückliegende Zeiten erinnert fühlt, liegt sicher nicht ganz falsch. Kaum zu glauben, dass so etwas im Jahre 2022 wieder etabliert werden kann. Das so geschaffene Klima der gegenseitigen Ausspitzelung, Ausgrenzung und Überwachung bedient jedenfalls die alleruntersten menschlichen Instinkte und Reflexe und ist geeignet, Spaltung, Gräben und gegenseitiges Misstrauen in der Gesellschaft weiter zu vertiefen.

Niedere Charaktereigenschaften und Sekundärtugenden, von denen wir geglaubt haben, sie längst zu Randerscheinungen gemacht zu haben, werden zum sozial erwünschten Verhalten erklärt; das wohl widerlichste Gebaren, wozu Menschen imstande sind, wird einmal mehr salonfähig gemacht und kultiviert – diesmal von grünen Ideologen, die es ja angeblich „gut meinen“. Wo soll das noch enden?

Unnötig zu erwähnen, dass diese Abnormitäten perfekt ins programmatische Portfolio der Grünpartei passen – und daher sicherlich zeitnah umgesetzt werden, gegen jeden nur denkbaren Widerstand. Eine Nachahmung auch außerhalb von NRW in den übrigen grün (mit-)regierten Bundesländern steht zu befürchten. Das ist insofern konsequent, als innerhalb des Umfeldes dieser Öko-Snobs Heimtücke, Arglist und Intriganz Primärtugenden sind. Uns als alternativen Medien bleibt nur die Möglichkeit, das perfide Ansinnen dieser so unscheinbar und unbedarft daherkommenden Ministerin zu verbreiten – und somit auch den Menschen zur Kenntnis zu bringen, die keine Systemmedien (mehr) konsumieren. Auf dass sich jeder kritische Bürger selbst seine Meinung darüber bilde und diese verstörende Entwicklung angemessen einordnen möge!

Linke Identitätspolitik ist mittlerweile Staatsräson

Inwieweit die in NRW am Rande mitregierende CDU (die formal stärkste Partei, programmatisch jedoch nur mehr Wurmfortsatz der Grünen ist) bei der Ausarbeitung von Pauls finsterem Spitzelprojekt involviert war, muss sich noch zeigen. Zumindest kommen ein paar spärliche und scheue Lippenbekenntnisse von Parteimitgliedern, die Distanz bis hin zu merklicher Abscheu gegenüber dem Vorhaben der Ministerin erkennen lassen. Das hat allerdings nichts zu heißen – denn letzten Endes hat sich die einst „bürgerliche” Union, schnöder Machtreflexe wegen, noch jeder grünen Doktrin untergeordnet. Zumindest in den vergangenen Jahren, auch schon unter Merkel, war diese opportunistische Attitüde kaum zu leugnen, als die Union eine Kapitulation nach der nächsten vor dem grünlinks-dominierten Zeitgeist vollzog, die den weiteren Auflösungsprozess aller bürgerlichen Werte und Traditionen im Land noch weiter beschleunigen wird.

Etwas von sehr großem Wert geht hier gerade verloren: Der ohnehin schon brüchig gewordene, letzte Zusammenhalt der Gemeinschaft wird final zerstört. Und wir stehen ohnmächtig daneben. Tatsächlich haben die extremistischen Grünen, obwohl „nur“ 20 Prozent mächtig, eine derartige Machtfülle angehäuft, dass selbst eine rechnerische Bevölkerungsmehrheit gegen sie nichts ausrichten kann.

17 Kommentare

  1. Wie moralisch verkommen muss man eigentlich sein, die Bürger, die Nachbarn, die Mitmenschen des eigenen Landes gegeneinander auszuhetzen?

  2. Werhet den Anfängen , so hat es 1933 auch angefangen und Trümmer und Asche waren das Ende, dennlinks-güner (jeder) ISMUS IST EIN BESCHISSMUSS…

  3. Jetzt haben es Grünen es in die sog. ReGIERung geschafft.

    Und was wird laut? Der Ruf nach einen Systemwechsel. Die Themen Klima, Rassismus, Gender und Corona-Willkürherrschaft belegen das.

    Der alte weiße Mann muss weg. Ihm wird eine Erbsünde angehangen. Er kann Abbitte leisten, soviel er will. Es nützt nichts. Die Erbsünde bleibt.

    Der Kern dafür ist die Auffassung, die bessere Moral zu vertreten. Damit wird jedes sachliche Argument und jeder Andersdenkende niedergeknüppelt.

    Es ist ein Kulturkampf, eine Kulturrevolution.

    Eine solche Kulturrevolution führte seinerzeit schon Mao durch. Sie hieß:

    „Großer Sprung nach vorn“
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Sprung_nach_vorn

    Das und nichts anderes wollen die Grünen:

    Eine Kulturrevolution, ganz im Sinne von Mao. Das ist ihr wahres Ansinnen.

    Und wir leben schon mitten in dieser von den Grünen angezettelten Kulturrevolution.

    Denn die Heimstadt der Grünen ist der Maoismus, damals wie heute.

    Martin Reichardt (AfD) bringt es auf den Punkt:

    „Wer Grüne wählt, wählt Krieg und Armut!“
    https://youtu.be/FK9uJuX6H8c

    Damit ist alles gesagt!

    • Exakt.. wir befinden uns bereits in der Kulturrevolution nach maoistischem „Vorbild“.
      (M)eine kleine Transformation: zahlungen an den „Staat“ minimieren, „maoisten“ aus dem eigenen Umfeld aussortieren und.. das Leben ist noch schöner 😌

  4. Denunziation, Verrat, falsche Verdächtigungen, Beschuldigungen über staatl. Portale anzeigen, diese
    hinterlistig den Sicherheitsorganen melden, sind tägliches Menschen verachtendes Werkzeug macht-
    gieriger Diktatoren u. Bevölkerung verlorenes politisches Vertrauen unbeliebter Regierungspolitik -Angst
    vor Staatl. Machtverlust! Älteren Dt.Zeitgenossen sehen sich wieder in frühere düstere Vergangenheiten
    versetzt! So wiederholen sich Zwangsmittel vs, die Bevölkerung aus der Vergangenheit zum politischen Machterhalt immer wieder aufs Neue !

  5. Ich hab kurz gedacht, das wäre ein Portal, wo man etwa Rumänenkinder melden kann, die den ganzen Tag im Garten herumbrüllen und später in der Wohnung schrei-trampeln, hatte mich schon gewundert. Und so ist es wie erwartet, die Rumänen haben nun ein Portal, um sich über jene zu beschweren, die für sie zu arbeiten gezwungen werden. Kaputtland.
    Das ist das einzige Land auf der Erde, das jedem fremden Staatsbürger auf seinem Grund das Recht einräumt, die einheimische Blödvölkerung ein Lebtag lang für sich schuften zu lassen. Mit etwas Verstand hat der Ausländer bald eine Villa, vom Asozialstaat finanziert und zwar ohne einen Finger zu krümmen. Ist schon klar, dass man sich da gewisse Vorkehrungen zu treffen genötigt sieht, die halbstummen Asozialstaats-Werkzeuge (Nutzvieh der Römer und deutsche abhängig beschäftigte Arbeitnehmer) ruhig zu halten.

  6. Da hilft nur eines, die Meldportale zu müllen. An beschaffe sich die Namen der Politiker und Mit glied oder ohne von den Grünen, Sozis usw und bezichtigt sie, man habe sie von Rechts schief angesehen. Sie haben in Bus oder BaHaltestelle, ihren Sitzplatz nicht einen traumatisierten jungen ann angeboten. Sie wurden mit Herr oder Frau angesprochen oder angeschrieben, dabei sind keinem Geschlecht zund gehörig usw.

  7. Es ist schon Sonderbar das eine 15 % Partei , CDU und SPD vor sich hertreiben und die machen was die Grünen wollen . Merkel regierte Grüner als die Grünen und Niemand in der CDU hatte sich dagegen aufgelehnt . Die es wagten wurden mit Hilfe der Medien ins Abseits geschoben . Merz ist nun zurück und nach anfänglichen Hoffnungen auf eine endlich bürgernahen Politik der CDU hat sich zerschlagen . Er ist nun ebenfalls Mitglied des Eineinheits Parteienbrei . Wie auch im Schwarz Grünen NRW zusehen und zuspüren .In Schleswig Holstein war schon durch Günthers Politik vorher klar , wohin es ihn treiben würde und wurde dennoch gewählt . Vielleicht weil die SPD mit den Grünen in SH noch schlechter regierten .
    Kann es sein das sich GRÜN an den Rändern langsam Braun verfärbt . Natürlich ganz anders als Rechts , sondern ganz Links aber mit der selben Wirkung wenn man sie läßt

  8. Deutschland wird beherrscht von SED, Stasi und RAF.
    Stasi = Verfassungsschutz, RAF = Antifa, gesteuert von Stasi-Abteilung AAS (Amadeo Antonio Stiftung).
    SED = Grüne, der Rest Blockparteien, incl. dem verschämten Pseudooppositiönchen, das, neben ein paar kleineren Wahrheiten ansonsten auch nur im Distanzierungsmodus herumheult.
    Dazu eine „Wählerschaft“, die zu 90% aus völligen Deppen und belehrigen Giftnudeln besteht.
    Nix mehr zu retten, auflösen!

  9. Und daß die so genannte Bevölkerung nichts dagegen ausrichten kann, liegt nicht allein daran, daß sie sich täglich verdummen, gehirnwaschen und dadurch maipulieren läßt sondern eben an der Umerziehung des Deutschen Volkes insgesamt. Ansonsten hätte es sich niemals solch ein antisouveränes System aufdrücken lassen. Jetzt kommen Sefton Delmers Worte in die realistische Phase (Auszug):

    … Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig …

    Gruß Rolf

  10. Die Grünen, SPD und Linken, die CDU und FDP waren es hingegen schon immer, sind seit dem Taxifahrer Fischer und dem Fall der SED Mauer zum dümmsten Werkzeug einer klitzekleinen faschistischen Globalelite angelsächsischem Ursprungs verkommen und deren Anhänger und Mitläufer merken es noch nicht einmal. Sowie diese Vollidioten ihr zugedachtes Zerstörungswerk vollbracht haben oder wenn diese globale Ekelelite für sich einen Vorteil erkennen sollte, spätestens dann wird der gesamte linkspolitische Faschistendreck den verblödeten Völkern zum Fraße vorgeworfen und dann werden wir eine Auferstehung einer Tötungsindustrie im gigantischen Ausmaße erleben. Auch in diesem Fall geht der Krug solange zum Brunnen bis er zerbricht. Jeder der nur im Verdacht steht einmal grün-links gewählt zu haben wird man dann gnadenlos töten und die heuchlerischen Wendehälse werden wieder einmal die Schlimmsten von allen sein.

  11. Volksgegner haben es gewollt.
    Faschisten können nicht alle überwachen und wenn es nach dem
    GG gehen würde, wäre solch ein „Denunziantenladen“ gar nicht erst ins
    Leben gerufen worden.

    Nur ein Beispiel für Denunziantentum aus dem alltäglichen Leben.
    In einem Getränkediscounter war die Kasse gefühlte lange Zeit
    nicht besetzt. Der alte Mann hinter mir war auch schon unruhig.
    Ich rief laut i.d. Raum „Kasse bitte“.
    Kurz darauf kam die Kassiererin und der alte Mann hatte nur eine
    Bemerkung gemacht. Der vor mir hat sich beschwert und zeigte
    mit dem Finger auf mich.
    Darauf hin, habe ich ihn „Denunziantenklepper“ benannt.
    So sind sie halt, auch die Alten, können kaum krauchen und wollen
    überall ihren Unsinn dazu tun !

  12. Wenn eine Gesellschaft diesen ganzen Sprachdiktatur-Horror und entsprechende „Meldeportale“ durchgehen lässt, wird am Ende auch noch die ganze schreibende Zunft (Dramaturgen, Poeten, Dichter, Satiriker..) wichtiger Stilmittel beraubt, etwa dem Spiel mit Worten, Begriffen, Formulierungen, der Kunst der Unschärfe und des Weglassens, des „Unausgesprochenen“, des „zwischen den Zeilen“ gesagten, dem „Anecken“, der „schrägen Töne“ aber auch neuen Wortschöpfungen oder „geflügelten Worten“, wovon einige in der Umgangssprache ihren festen Platz gefunden haben.

    Das Endziel der Antidiskriminierer, Genderisten und Sprachreformer ist wohl, eine vormals reiche, anregende, mittels gezielten Unschärfen, Mehrdeutigkeiten, Ausschmückungen und Wortspielen bereicherte Sprache durch eine quasi mathematisch präzise und damit kalte facettenarme Sprache zu ersetzten (die natürlich in vielen Fachbereichen unabdingbar ist).

    Davon profitieren könnten doch wohl lediglich dem Autismusspektrum zuzuordnende Menschen, vielleicht sind darunter auch einige Politiker, die eine sachliche, präzise und schmucklose Sprache bevorzugen, aber darüber hinaus, im privaten umgangs- oder musisch-sprachlichen Bereich nicht in der Lage sind, besagte Unschärfen, Mehrdeutigkeiten, Wortspiele und Sprachwitze zu verstehen bzw. sie richtig zu interpretieren und zu genießen (etwa ein flapsig vorgetragenes freundschaftliches Kompliment u.U. als Tadel oder gar Angriff deutend, wie auch die entsprechende Mimik und Sprachmelodie nicht einordnen könnend..).

    Wenn sich solche mathematisch trockene, kalte, körperlose (also auf Körpersprache und Sprechmelodie verzichtende) Umgangs-Sprache durchsetzen würde, bräuchten wir keine zig Gesichts- und Mundmuskeln mehr, mit denen wir Worte melodisch modulieren, mimisch begleiten und damit auch unsere Persönlichkeit in Gesagtes mit einbeziehen und ihm damit individuelle Bedeutungen geben können und eine Stimme unverwechselbar machen.

    Eine für zwischenmenschliche Kommunikation extrem wichtige und bereichernde Mischung aus Laut- und Körpersprache eben. Dass diese unverzichtbar ist, mögen an den im Netz den Worten angehängten „Smileys“ oder Kunstworte (schniff, trän, lol, augenbauenhochzieh..) belegen, mit denen versucht wird, eine bei reiner Textkommunikation nicht sichtbare Mimik zu ersetzen.

    Diese versuchten Sprachentmündigungen schmecken mir wie Vorboten einer angestrebten gleichmacherischen sozialistisch/kommunistischen Gesellschaft. Ohne jegliche Individualität, alle mit gleicher bzw. fehlender Mimik, deren „Mund“ ähnlich wie bei einer Holzmarionette beim Sprechen nur auf und zuklappt, weil sie sowieso nur gleiche präzise nicht uminterpretierbare und von oben vorgeschriebene genormte Phrasen aufsagen (vielleicht dann auch Zivil-Uniformen tragend wie einst im klassenlosen China unter Mao).

    Eine solche Gesellschaft mit solcher langweiligen weil hyperpräzisen Sprache wird an kollektivem Einschlafen untergehen.

    Aus all dem wird deutlich, dass diese zeitgenössischen “ Komfort-Revoluzzer“ nichts weiter als einen Millimeter weit vorausschauen können, hinsichtlich der von ihnen herauf beschworenen Tabuisierung und Zerstörung kultureller Errungenschaften, auf die wir unsere und andere Völker deren Identität, und damit aber auch Wirtschaftskraft und sozialen Standards bauen.

    Diese Leute kommen mir wie wohlstandsverwöhnte Blagen vor, für die ein leerer Smartphon-Akku den denkbar größten je erlebten Schicksalsschlag darstellt.
    Die damit aufwuchsen, Wünsche mittels Mausklick innerhalb von Sekundenbruchteilen erfüllt zu bekommen, aber mit dem wahren Leben, in dem wir uns nun mal im dreidimensionalen Raum zeitintensiv bewegen und uns live mit Mitmenschen austauschen müssen, um zum Ziel zu kommen, nicht mehr zurecht kommen.

    Ihnen geht es doch wohl überwiegend um die krampfhafte Suche nach Möglichkeiten auf Eltern und Großeltern einen generationskonflikttechnischen Eindruck zu schinden. Egal wie und mit welchem Thema.
    Es geht weniger um edle Weltverbesserung, sondern eher um Rabatz machen und zwar spektakulärer und nachhaltiger als es die 68er-Generationen davor taten. Ganz im Sinne des höher, schneller, länger, dicker, schriller Zeitgeistes.
    Was diese Leute da veranstalten, lässt die so genannte 68er-Bewegung fast wie Kindergeburtstag erscheinen

    Und das Gesülze von Kultur und deren Erhalt ist reiner Hohn, sobald lediglich unter dem Denkmäntelchen Kultur reine Geschäftsinteressen verfolgt werden.

    Ich habe 25 Jahre, bis 1980, in Mönchengladbach gelebt und leide, wie bestimmt unzählige Mitmenschen auch in ihren Städten, darunter, dass Gebäude also Erinnerungen ohne Not (weder Baufällig oder sonst was) platt gemacht und durch was anderes ersetzt werden.

    Nun wurde vor einigen Jahren an der Hindenburgstraße das Stadttheater aus den 50er Jahren platt gemacht und durch einen „Einkaufstempel“ ersetzt und damit ein Teil Heimat vieler Gladbacher vernichtet, eine Art ideelle Heimatvertreibung.

    Am rheydter Marktplatz hat man momentan auch was „großes“ vor.
    Auf dem Neubau-Entwurfsbild ist das 125 Jahre alte Rathaus zu sehen, das erhalten werden und daran ein lang gezogener „Glaspalast“ angebaut werden soll.
    Dafür sollen dann aber das etwa Mitte der 70er Jahre gebaute Karstadt-Gebäude wie auch das 1955 gebaute markante Sparkassengebäude (mit viertelkreisförmigem Vorbau) abgerissen werden.

    Denkmalschutz hat aber doch wohl den Sinn, der Nachwelt, den Nachfolgegenerationen zu ermöglichen, vor Ort zu schauen, wie früher aus technischer und ästhetischer Sicht gebaut wurde. Verbauter Zeitgeist quasi als kollektives Kulturgedächtnis und Spiegel kultureller Herkunft und Identität.

    Das soll nun plötzlich für genanntes Karstadt- oder Sparkassengebäude, aber auch seinerzeit etwa für das abgerissene Stadttheater an der Hindenburgstraße nicht mehr gelten?

    Welcher Logik folgt solche unterschiedliche Wertung?

    Hat ein, wie früher üblich, mehr oder weniger verschnörkeltes Gebäude mehr Recht als „Zeitzeuge“ zu dienen und zu „überleben“ als vergleichsweise sachlich und zweckmäßig gestaltete Gebäude, wie nun mal im letzen Jahrhundert durch die „Bauhaus-Ära“ ausgelöst und wohl in den 70er Jahren ihren Höhepunkt erlebend.

    Fehlt den verantwortlichen Entscheidungsträgern und leidenschaftlichen „Abreißern“ die Vorstellungskraft, dass in 50 oder 100 Jahren die Menschen ebenso gerne wüssten, wie Mitte des 20ten Jahrhunderts gebaut wurde, welcher „Zeitgeist“ in Stein gemeißelt wurde?

    Daran ist doch ersichtlich, das dieses Kultur-Gesülze nur vorgeschoben wird um Geschäfte zu machen, Bausubstanz als „kollektives Kulturgedächtnis“ geht diesen Leuten, den möchtegern Bau- wie auch Spracherneuerern am Allerwertesten vorbei.

    Bin mal gespannt wann das geflügelte Wort „am Allerwertesten vorbei“ den „Vordenkern“ auch nicht mehr passt, zumal Autisten mit solchen Wortspielen sowieso wenig anfangen können. Dann ist eines Tages wohl nur noch erlaubt „das geht denen am Po vorbei“ zu sagen. Ein Autist würde aber fragen, was denn am Po vorbei geht, weil er nicht versteht, was diese Redensart für Gleichgültigkeit steht.

    Aber dennoch sind wir doch bisher mit solchen genau genommen unpräzisen Redensarten, sprachlichen „Metaphern“ und „Unschärfen“ ganz gut ausgekommen. Wenn etwa jemand im Zusammenhang mit Computern von „Chips“ spricht, wird doch normalerweise niemand an Kartoffenchips denken.

    Nach meiner Einschätzung werden die Interessen von Minderheiten teilweise von Politikern und (z.T. selbsternannten) Experten vertreten, die selbst eine Minderheit darstellen, da sie in ihrer Wesensart mehr oder weniger wohl dem „autistischen Spektrum“ zuzuordnen sind.

    Eine denkbar schlechte Konstellation, da hier Helfer oder Retter von Minderheiten durch ihren eigenen, u.U. auch anders gearteten Minderheitenstatus in ihrem Tun und Lassen nicht die größtmögliche Objektivität beisteuern können.

    Ließe man das „normale“ Leute machen, hätten sie natugemäß noch einen Blick für eine anzustrebene biologische, sprachliche und gesellschaftiche Normalität. Eine dominiernde Normalität, die jedoch Minderheiten nicht im Stich läßt.
    Ähnlich der „Sozialen Marktwirtschaft“, also eine dominierende Marktwirtschft die die Schwachen ebenso nicht im Stich lässt.

  13. Na ja, so eine Aufforderung Abweichler zu denunzieren, hat nun mal eine wichtige Funktion in der Herrschaftssicherung politischer Systeme: Schon die bloße Drohung von Systemlingen, man werde die zuständigen Stellen informieren, führt zur Selbstzensur der Bürger in der alltäglichen Kommunikation und damit zu einem Verschweigen von Dissens.

    Es gibt eben nichts Neues unter der Sonne.

    „Wenn du nun noch einen gries­grämigen Volksgenossen triffst, so weißt du, daß er einer von denen ist, die es noch immer nicht begriffen haben, [. . .]. Notiere ihn dir. Das sind die Männer, die dem Führer in den Rücken fallen.“ – Joseph Goebbels, Anordnung vom 19.11.1938 (aus Joseph Goebbels, Tagebücher 1924-1945, Seite 1288)

  14. Warum auch nicht. Müssen die Deutschen nicht explizit lernen, das Gen haben die meisten serienmäßig.

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