Nase voll vom Meinungszwang: Die Rebellion der Genervten

Das Ende der Geduld (Symbolbild:Imago)

Meine derzeitige Badezimmer-Lektüre heißt „Die neue Schweigespirale“ von Ulrike Ackermann, einer Soziologin und Politikwissenschaftlerin. Die Autorin würde wohl weit von sich weisen, „rechts“ zu sein, und sie ist klassischen „linken“ Themen nicht unbedingt abgeneigt – so etwa dem Feminismus. Den finde ich ebenfalls nicht grundsätzlich schlecht; nur treibt letzterer eben seit einigen Jahren seltsame Blüten, die nichts mehr mit der Verbesserung der Entfaltungsmöglichkeiten der Frauen zu tun haben, sondern lediglich auf Geschlechterkrieg aus sind. So ähnlich, wie auch der berechtigte Kampf gegen „Rassismus” zu einem Dauerkrieg gegen alles Weiße und Europäische geworden ist, frei nach der Devise „Jetzt zahlen wir euch alles heim!”. Ackermann beschreibt in ihrem Buch die Entstehung des „Wokeness”-Kults und seine Folgen für die Gegenwart.

Die sogenannte „Frankfurter Schule“ hatte bereits den Grundstein für die fatale Entwicklung gelegt, der Wissenschaftsfreiheit an den Universitäten langsam, aber sicher die Luft zum Atmen abzuschnüren. Über deren Absolventen – seien es Lehrer, Journalisten oder Politiker – ist diese Haltung mittlerweile längst in die Gesellschaft durchgesickert: Gerne wird uns der Eindruck vermittelt, eine „Mehrheit denke so”, wenn es wieder einmal gilt, zu irgendeinem Thema eine Einheitsmeinung zu etablieren.

(Screenshot:Twitter)

Man fragt sich oftmals, wo die Umfragen eigentlich gemacht wurden, die uns die Medien präsentieren: Auf einem Treffen der Jusos oder dem Nachwuchsparteitag der Grünen? Im eigenen Umfeld kennt man nämlich kaum jemanden, der so denkt – was natürlich auch daran liegen könnte, dass man sich gemeinhin mit ähnlich denkenden Menschen umgibt. Aber dennoch zeigt sich daran die Pluralität der Meinungen, wenn sie auch nicht in dogmatischer Reinform auftreten. Ob Corona, Zuwanderung oder Ukraine-Krise – bei vielen ergibt sich kein klares „Dafür” oder „Dagegen”; man will einfach das Recht haben, sich sein eigenes Bild zu machen.

Doch was, wenn der Austausch untereinander immer schwieriger wird – weil in der Gemeinschaft die oben beschriebene Schweigespirale greift, bis sich jemand aus der Deckung wagt und laut „Nein!“ ruft? Dann ist Schluss mit Konsens und plötzlich fliegen die Fetzen. Und das ist gut so. Nicht umsonst wird sehr darauf geachtet, wie sich Musiker und Schauspieler öffentlich zu Rassismus, Corona und dem Weltklima verhalten. Auch wenn diese Menschen genauso viel oder wenig über das aktuelle Weltgeschehen wissen wie wir, avancieren sie in der öffentlichen Wahrnehmung zu moralischen Instanzen. Jedoch: Es regen sich Funken des Protests, auch wenn es manchmal verwundert, was die Bürger auf die Palme treibt. Es ist sicherlich verständlich, wenn die politisch korrekte Umdichtung eines Klaus-Lage-Hits durch Florian Silbereisen einen Sturm der Entrüstung auslöst – aber warum funktionierte dasselbe nicht auch im Lockdown? Vielleicht deshalb, weil die Meinungsmacher ab und an in unwesentlichen Dingen auch einmal nachgeben, um den demokratischen Schein zu wahren?

Spätes Erwachen

Auch in der Politik ist nicht jedes Aufbegehren glaubwürdig. Derzeit gibt Friedrich Merz den harten Kerl, um die Abwanderung von Wählern, die mit der Migrationspolitik unzufrieden sind, abzufangen. Er spricht von „Sozialtourismus” und „kleinen Paschas”, was ihn derzeit zum Ziel wüster Beschimpfungen macht, während bei einigen CDU-Wählern die Hoffnung keimt, es könnte so etwas wie eine konservative Renaissance der Partei geben. Die markigen Sprüche haben einen wahren Kern, denn unser ach so furchtbar „rassistisches” Land ist für Asylbewerber attraktiver denn je. Und das Auftreten der jungen Männer in Neukölln entspricht so ziemlich genau dem, was Feministinnen als „toxische Männlichkeit“ umschreiben. Aber warum macht Merz es erst jetzt zum Thema, während die Berliner Randale noch in aller Munde ist? Es war schließlich seine eigene Partei – oder zumindest Angela Merkel -, welche die Türen 2015 sperrangelweit aufgemacht hat. Das Aufwachen kommt also erst reichlich spät – und sobald es opportun wird, schläft Herr Merz auch schnell wieder ein.

Ein fundierter Umgang mit den Tabuthemen der Gesellschaft sieht anders aus und geht in die Tiefe. Auch Caroline Fourest hat es in Frankreich mit ihrem Buch „Generation beleidigt“ vorgemacht. Wer sich linke Identitätspolitik einmal so gründlich vorgeknöpft und ihre Wirkung auf das kulturelle Leben beleuchtet hat, dürfte endgültig wach geworden sein. In Deutschland trifft dieser Zorn gerade Juli Zeh, weil sie andeutete, Thilo Sarrazin könnte mit seiner Migrationskritik eventuell doch recht gehabt haben. Sind das alles Rassisten? Mit Sicherheit nicht. Wahrscheinlich fangen sie einfach nur an, sich wieder zu erden. Wenn sie jetzt noch den Schritt wagen würden, mit anderen „Verdammten von rechts“ in Dialog zu treten, könnte die Rebellion der Genervten eventuell Fahrt aufnehmen. Das heißt nicht, in allem einer Meinung zu sein – den Einheitsbrei wollen wir schließlich hinter uns lassen -, aber ein Zweckbündnis sollte möglich sein. Ohne das kommen wir aus der Misere nicht mehr heraus, bevor uns der Wokismus ganz den Hahn zudreht.

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19 Kommentare

  1. Ja, es ist nicht mehr auszuhalten. Habe gestern seit langer Zeit mal wieder einen Fernsehtag verbracht. Aber egal welcher Sender, welches Thema, irgend wie kam der angeblich Mensch gemachte Klimawandel ständig vor. Wenn es mir dann zu dumm wurde, habe ich umgeschaltet, und siehe da, es hat nicht lange gedauert, da ging das Theater schon wieder los. Habe mir dann überlegt, meinen Fernsehtag wieder zu beenden, habe mir dann aber doch noch eine Stunde die Berieselung angetan. Keine kritische Frage, kein Hinweis auf andere Ursachen, wie z.B. Landabsenkung, usw. .
    Erschreckend finde ich zunehmend, auch angeblich gebildete Menschen übernehmen diesen Schwachsinn, der uns dargeboten wird, scheinbar unhinterfragt. Und so ist es ja mit fast allen Dingen, nicht nur dem Klima. Nur noch einen Satz zum Ende, ich habe in der Schule noch gelernt, CO2 ist die Lebensgrundlage für alle Pflanzen, somit auch für alles Leben auf unserer Erde. Heute wollen selbst studierte Leute CO2 aus der Atmosphäre entfernen. Wie haben diese Deppen es geschafft, mit ihrem Unwissen an einer Uni zu studieren? Sind höhere Bildungsabschlüsse heute ein Zeichen für Unwissenheit und Ignoranz?

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    • Man schaue sich die Werbespots bei den Privaten an. Da ist es besser einen schnellen Finger zu Haben und sofort wegzuschalten. Sonst glotzt einen sofort ein „People of Coluor“ oder eine ganze sogenannte „Familie“, zusammengewürfelt mitsamst Kindern aus allen Erdteilen dieser verkommenen Welt an. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann sind es Homos aller Varianten oder Menstruierende Ne..gerweiber. Die Autowerbung für die teuersten Modelle wird jetzt auch immer mehr von Ne..gern gemacht. Es ist einfach unerträglich geworden in dieser verblödeten Gesellschaft.

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    • „Sind höhere Bildungsabschlüsse heute ein Zeichen für Unwissenheit und Ignoranz?“

      Unwissenheit ist nicht das Problem, denn diesen Menschen kann man Wissen vermitteln.
      Jeder Mensch wird unwissend geboren, nicht dumm.

      Dumme Menschen lehnen Wissen ab und machen sich noch über die lustig, die ihnen Wissen bringen.

      Es sind skrupellose Menschen. Menschen, die dem Geld folgen. Die wissen ganz genau, was sie machen.

      Auch diese Warmzeit wird der Mensch überleben. Wie alle vorher auch.
      Gefährlich wird es, wenn es kalt wird. Blöd dann nur, wenn das CO2 weiter steigt.
      Das Lebensmolekül lebe dreimal hoch, hoch, hoch. Mehr davon braucht es in der Atmosphäre.
      Die Menschheit geht auf die 9 Milliarden zu. Die brauchen alle was zu futtern. Und dafür sorgt das CO2. Kein CO2 -> kein Essen -> tot.

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    • CO2 ist die Grundlage der Pflanzen. Die Kohle, so habe ich in der Schule gelernt, besteht aus riesigen Bäumen, die durch Naturkatastrophen versunken sind. Die Bäume benötigten zum Wachstum sehr viel CO2. Woher kam dieses CO2 zu einer Zeit, in der es keine Industrialisierung gab?

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    • Ja, ein höherer Bildungsabschluss bedeutet heute, dass du vorgegebene Texte gelesen hast, dem Prof zugehört hast und dazu brav Zusammenfassungen und Aufgaben verschiedenster Länge geschrieben hast. Eigene Gedanken sind unerwünscht. Diskussionen werden sehr schnell unterbunden, wenn die Verbindung zwischen Theorie und realen Zuständen aufgezeigt wird. Die angepasstesten Bücklinge kommen am schnellsten durch. Der Prof / Dozent hat keine Zeit für Diskussionen oder Erklärungen abseits des politisch geforderten Kurses, weil er Korrekturen und Konferenzen für jeden Sch*** machen muss. Beispiel: neue, ganz einfache Vorhänge (Gardinenschine mit diesen Plastikgleitern) für einen Seminarraum, der Fenster nach Süden hatte und die Mittagssonne schlicht blendete, Ergebnis: 3 Sitzungen diverser Ausschüsse, insgesamt 32 Leute, bevor die Dinger bestellt werden konnten.

  2. Man sollte das Kind beim Namen nennen, denn hier geht es nicht um Fehlentwicklungen. Sondern um gezielt gesteuerte Indoktrinantion und Meinungsbildung. Entsprechend der Feststellung der Rockefeller Stiftung beim WEF 2017: „wir(!) können nun weltweit zeitgleich die öffentliche Meinung in jede Richtung steuern“. Und genau das tun „sie“ auch.

    Harmlos wirkende Beispiele gefällig ?
    Angefangen bei den in der TV Werbung dargestellten „Normalos“, die seit neuestem zu einem derart massiven Teil Schwarze oder arabischen Phänotyps sind, dass man sich fragt, ob die Werbung für eigentlich für den afrikanischen Kontinent erstellt worden ist. Oder ob Schwarze in D neuerdings die Käuferzielgruppe von zB Luxuskarossen sind ? Oder: EU propagiert Insekten als Nahrung – am gleichen Tag strahlt VOX (Bertelsmann) im harmlosen Format „perfektes Dinner“ eine Folge aus, in der Insekten propagiert werden. Oder: im aktuellen RTL-Quotenhit „Dschungelcamp“ (Bertelsmann) ist erstmalig eine(r) der Protagonisten „trans“. Bertelsmann (WEF-„Partner“) ist besonders übel, übrigens auch bei der Kriegshetze, aber kein Aussreisser.

    Um es etwas deutlicher mit den Worten von Warren Buffet von 2006 auszudrücken: es herrscht Krieg zwischen der Kaste der Ultrareichen und der Normalbevölkerung ! Die Medien sind Kriegswaffen in deren Arsenal.

    Die ganzen von diesen Medienwafen vollkommen sinnfreien, bewusst inszenierten und am Laufen gehaltenen Meinungskriege über „Klimaschutz“, „Gender“, „Migration“, „Covid“… sind durchweg lediglich Schlachten in diesem Krieg, der von der kriminellen Bonzenseite der angeblichen Philantropen und ihren Stiftungen befeuert wird, um als Endziel „Global Governance“, vulgo: Neofeudalismus = Sklavenhaltergesellschaft zu erreichen.

    Solange DAS nicht in der Breite ins Bewusstsein der Menschen eindringt, sondern als VT von Aluhutträgern betrachtet wird, ist jeder Versuch einer sachlichen Themendiskussion schon deshalb ein aussichtloses Rückzugsgefecht, weil die Angreifer der Gegenseite ausschließlich auf der Moralebene und quasi-religiös arbeitet und sich dadurch gegenüber jedem rationalen Argument immunisieren. Deren Parolen sind „alternativlose Haltung“ und „Überzeugung“, wie bei der katholischen Kirche im Mittelalter oder den Nazis 33-45.

    Schon mal überlegt, welche Erfolgsaussichten eine Sachdiskussion mit religiös Überzeugten hat ?

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    • Man muss sich inzwischen die Frage stellen, ob wir geistig nicht in einem Gefängnis leben, ohne es zu merken. Wir bleiben inzwischen freiwillig und ohne sichtbare Zäune in diesem Gefängnis. Jedenfalls die Masse.

  3. Diktaturen und Sekten haben eines gemeinsam. Sie dulden keine abweichenden Meinungen. Diktaturen und Sekten haben auch bestimmte Sprachformulierungen. „1984“ ist dafür ein gutes Beispiel. Wir nähern uns in immer größerem Tempo dem an. CDU-Wähler werden sicherlich enttäuscht sein, wenn bei der nächsten Regierungsbeteiligung ihre heißgeliebte CDU alles vergisst, womit sie jetzt zaghaft blinkt. Wenn sie sich Hoffnung auf Änderung machen, lassen sie sich wieder einmal hinter die Fichte führen. Das scheinen die Deutschen ja zu lieben. Statt wirklich einmal strategisch zu wählen, wählt man lieber die Altparteien und bekommt, was man verdient. In Punkto Feminismus, kann ich dem Artikel nicht folgen. Frauen können, wenn sie gewillt sind, auch Entbehrungen auf sich zu nehmen und sich gnadenlos Wissen anzueignen, eigentlich so gut wie jeden Job machen. Die Weichen sind schon längst gesetzlich gestellt. Feminismus ist, dass man den Preis ohne Fleiß erreichen will, was inakzeptabel ist. Feminismus wird nicht gebraucht. Es ist die Bringeschuld der Frauen, den gesetzlichen Rahmen, auszufüllen. Es ist da gleiche, wie bei der Integration.

  4. „so etwa dem Feminismus. Den finde ich ebenfalls nicht grundsätzlich schlecht; nur treibt letzterer eben seit einigen Jahren seltsame Blüten, die nichts mehr mit der Verbesserung der Entfaltungsmöglichkeiten der Frauen zu tun haben“

    Gratulation, damit ist auch Frau Lübke nur ein weiterer nützlicher Idiot der NWO, wenn auch unwissentlich. Der Feminismus ist nicht „seit einigen Jahren“ dabei alles zu zerstören, er macht es seit den 60ern ganz offen, seit dem Zusammenbruch der Geburtenzahl und dabei beschränke ich mich schon auf eine Geburtenzahl, die nur noch der Bestandserhaltung entspricht. Gleichzeitig damit liefen (junge) Frauen bei den 68er Demos mit und wenig später mordeten sie bei der RAF. Die Familien wurden zertrümmert, bergeweise Kinder wuchsen und wachsen zu neurotischen Erwachsenen heran, weil es nie einen Vater gab und die Infantilisierung greift so richtig um sich. Bester sichtbarer Auswuchs davon ist die Haut von (jungen) Frauen, die mich stark an das Malbuch einer Sechsjährigen denken lassen (wer das nicht verstanden hat, Tätowierungen von quitschebunten Kleinekindermotiven).

    Frauen wählen und wählten immer massiv linke Parteien, egal ob NSDAP oder heute SPD / Grüne, weil sie besonders anfällig für dieses Sozialgeschwafel sind, was zwar immer leicht durchschaubarer Betrug ist, aber wen kümmerts.

    Überall wo Feminismus gemacht wird, also schon lange genug gemacht wird, vergehen die davon befallenen Völker, während sie durch jene ersetzt werden, wo es für Feminismus Schläge, Steinigung, Auspeitschung, Ehrenmord gibt. Damit hat die Natur schon ihr Urteil über den Feminismus gesprochen, von mir aus auch einfach Darwin.

    Das mag Frau Lübke ja nicht passen, ist aber die täglich beobachtbare Realität.

  5. alles richtig – aber das einzige legale Mittel sind die Wahlen – falls sie noch darstellen, was da anonym angekreuzt wird.
    Alles andere fällt unter die Rubrik : gelesen – gelacht – gelocht – abgelegt !

    Und das selbst die Wahlen nicht mehr so einfach sind, zeigt sich gerade in Berlin oder in Thüringen !
    Und auch, wie die ungewählten und per Anweisung eingesetzten Politiker dann auftreten !

  6. Nicht unwissend…, weder Deppen noch Idioten!
    Ich glaube das die Dauerberieselung mit Propaganda aller Art genau so funktioniert!
    Wenn ab heute alle 20min auf allen Kanälen in allen Nachrichten, Sendungen und Magazinen kundgetan wird, das 5+5=9 ist… Nach genügend Zeit, und darauf gehe ich jede Wette ein, fragt man Menschen was 5+5 ist und sie werden, ohne Nachzudenken, die passende Antwort, nämlich 9 liefern!

    • Man hat vor vielen Jahren schon mal Kinder befragt, wie eine Kuh aussieht. Die sagten wie aus der Pistole geschossen. ..LILA! Heutzutage wissen die verblödeten Plagen nicht mal mehr was eine Kuh ist.

      • Nur daß die „Blagen“ nichts dafür können, daß ihre Eltern keine Zeit mehr für Erziehung und Bildung haben.

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