Queer und superwoke, aber immer noch nicht gut genug

Das volle Programm: Erwünschte Minderheiten (Symbolbild:Imago)

Armer Sven Lehmann! Er hat wirklich Pech im Leben. Dass er schwul ist, bringt ihm zwar ein paar Pluspunkte bei der Kür des „Mr. Superwoke” im Ringen um den neugeschaffenen Posten des Queerbeauftragten ein, aber das war’s auch schon. Um ein voll akzeptiertes Mitglied in der Elite der Unterdrückten zu sein, müsste er wenigstens eine winzige Behinderung haben. Vielleicht einen fehlenden dicken Zeh? Da könnte man biografisch was draus machen: „Ihm blieb aufgrund seines fehlenden Zehs und der strukturellen Behindertenfeindlichkeit der Vereine eine Karriere als Hochleistungssportler verwehrt!” Und dann noch seine Hautfarbe, rosig frisch und viel zu weiß. Sieht man ja gleich, dass der keinen Migrationshintergrund hat und somit einen Großteil der Bevölkerung nicht abbildet. Wahrlich eine Fehlbesetzung!

(Screenshot:Twitter)
Langsam beginne ich zu begreifen, warum heute alle Welt „genderfluid“ sein will und Hautfarbe als Konstrukt begriffen wird: Man kommt sonst gar nicht mehr nach, alle Anforderungen zu erfüllen, welche bestimmte Ämter an einen stellen, da muss man flexible Mimikry betreiben können. Qualifikationen sind Nebensache, ebenso die persönliche Erfahrung im Aufgabengebiet – viel wichtiger ist Intersektionalität, sprich multiple Benachteiligung. Eine sich als nicht-binär begreifende Schwarze im Rollstuhl, mit Kopftuch und nigerianischem Migrationshintergrund – das wäre die Idealbesetzung! Sie ist vielleicht als Informatikerin erfolgreich… aber jetzt heißt es, die eigene Pflicht an der Diskriminierungsfront zu erfüllen!

Dabei haben wir noch gar nicht die Frage nach dem Sinn und Zweck eines Queerbeauftragten gestellt. Das scheint mir ein ähnlich diffus-undefiniertes Amt zu sein wie das der „Staatssekretärin für zivilgesellschaftliches Engagement“. Warum reicht es nicht aus, wenn sich queere Menschen einfach zu privaten Interessenvertretungen zusammenschließen, um sich dort über ihre Erfahrungen in der „feindlichen Umwelt“ auszutauschen? Mir ist bis heute noch nicht ganz klar, wer denn nun eigentlich zur Szene gehört und ob sie in etwa deckungsgleich mit der LGBT(ABCDEFG)-Bewegung ist. Nach dem Willen einiger Aktivisten sollen sogar Pädophile in deren Schoß Aufnahme finden dürfen – weil das schließlich eine legitime Spielart der Sexualität sei. Man darf allerdings auch nicht den Fehler machen, seine Liberalität etwa mit der Aussage wie „was erwachsene Menschen unter sich machen, ist deren Privatsache und geht niemanden etwas an” zu bekunden – denn das käme dann wiederum der Unterstellung gleich, alle queeren Menschen seien latent pädophil. Ebenso ungern gesehen im Kreise der Erlauchten sind auch konservative Homosexuelle, die nach gemeinsamem Eigenheim und Glück in der Vorstadt streben. Das ist bäh – und zeigt wieder einmal, dass die Szene längst nicht so tolerant ist, wie sie uns glauben lassen will.

Entscheidend ist, wer der Aggressor ist

Gerne hält man alles ein wenig offen, schon um den Einwand auszuhebeln, der Aufwand für eine so kleine Gruppe innerhalb der Gesellschaft sei möglicherweise nicht angemessen. Dem liegt schließlich schon das Klischee zugrunde, dass jeder Angehörige einer Minderheit, sei er nun homosexuell oder behindert, permanent unter dieser Tatsache leidet, niemals Glück empfindet und ständig auf Aggressionen stößt. Ist dies dann doch einmal der Fall, so kommt es im besten Deutschland aller Zeiten noch arg darauf an, wer der Aggressor ist. Gehört dieser einer Gruppe an, die ebenfalls Minderheiten-Schutz genießt, dann stehen die Chancen auf Hilfe und öffentliche Beachtung schlecht. Man frage einmal homosexuelle (Ex-)Muslime nach deren Erfahrungen; die an sie gerichteten Todesdrohungen kommen sicher nicht von Sven und Malte.

Gehörte der Aggressor hingegen der „Minderheit“ der Impfskeptiker an, würde daraus sofort ein Skandal gemacht und die Presse wäre voll damit – in Hamburg etwa wurde ein (!) einzelner Teilnehmer eines Spaziergangs mit dem sogenannten Impfstern festgesetzt, was natürlich wieder der Beweis dafür ist, dass ausnahmslos alle Teilnehmer böse Nazis und Antisemiten sein muss. Man stelle sich vor, jemand behauptete, alle Angehörigen der LGBT-Bewegung wären – wegen der oben erwähnten Aktivisten – Pädophile; vollkommen zurecht wäre da die Hölle los.
Lassen wir einmal die Frage offen, ob Gesa Teichert die Unterdrückten besser vertreten hätte als Herr Lehmann (die Logik erschließt sich mir nicht): Die Einsetzung eines solchen Beauftragten zeigt wieder einmal die Pseudo-Toleranz der Regierung, die ein wenig an das römische „Brot und Spiele“ erinnert. Man setzt sich für eine Minderheit ein, die von den meisten Deutschen ohnehin nicht angefeindet wird und die eigene Agenda nicht gefährdet. Wir sind ja so dolle tolerant! Hat man es hingegen mit politischen Gegnern zu tun, dann ist die „Minderheit“ plötzlich etwas Verwerfliches. Ab und an einmal eine wohlfeile Erklärung abzugeben, ist billig. An die eigenen Fehler erinnert zu werden, tut weh. Deshalb bekommen die ersteren einen Beauftragten – die anderen nur wüste Unterstellungen. So ist das, wenn Toleranz nach Belieben an- und abgeschaltet wird.

14 KOMMENTARE

    • Das wäre ja „ethnische Aneignung“, nur um mehrere diskriminierende Erfahrungen durch überlappende, gleichzeitige Formen der Unterdrückung vorzutäuschen. Auf diesen Trick fällt wohl nicht einmal eine Kimberlé Crenshaw nachäffende „intersektionale Feministin“ herein.

  1. Familie scheint in diesem kaputten Land nicht mehr zu zählen. Jeder der sich irgendwie outet, irgendetwas tolles oder abartiges zu sein ist ein Held. Olivia Jones im Bundestag war schon Geschmacklos, dann das ewige Gelabber von Herrn Glöökler oder bei Hot oder Schrott die Vorzeige-Schwuchteln.Einfach nur furchtbar.Vor allem sollten diese Menschen einmal nicht vergessen,ihr Schandmaul zu halten. Sich immer und ewig darüber zu echauffieren, das alle Menschen hier sie verachten oder beleidigen,in anderen Ländern hingegen würden ihnen viel schlimmeres passieren.Ich habe Familie verinnerlicht mit Mann,Frau und Kind,so wurde ich erzogen und der liebe Gott hat sich sicherlich etwas dabei gedacht,zwei Geschlechter auf die Erde zu schicken.Denn ansonsten würde wohl die Anzahl der Bewohner auf dieser Erde sehr knapp bemessen sein.Hier noch etwas zum lachen, leider hat sich Kalkhofe auch sehr linkslastig entwickelt,Hauptsache gibt Kohle.https://www.youtube.com/watch?v=kL0paCiTtlQ&ab_channel=TurbineMedien

  2. Die Schwulenszene in Deutschland ist längst ziemlich kaputt. Schon ab den 90ern kamen die Lesben, Transen, Genders, Queeres, Inters und was es sonst noch alles gibt, forderten ihre Beteiligung, und verdrängten die Schwulen immer mehr. In den einschlägigen Kneipen ist es nicht viel anders, weil man kein Wort mehr sagen kann, ohne sofort angegriffen zu werden.
    Was aber auch bestätigt, dass es nie um Toleranz gegenüber einer Minderheit ging. Dahinter steckten Linke, die die Schwulen schlicht und einfach als Vehikel ausgenutzt haben, um das Land auf Kommunismus umzubügeln. Ähnlich ging es ja zuvor schon mit dem Feminismus.

  3. Ich bin über den Begriff der „intersektionalen Feministin“ gestolpert, als die sich diese Gesa bezeichnet. Was ist das überhaupt?

    „Ein intersektionaler Feminismus konzentriert sich auf die Stimmen derjenigen, die überlappende, gleichzeitige Formen der Unterdrückung erleben, um die Tiefen der Ungleichheiten und die Beziehungen zwischen ihnen in jedem Kontext zu begreifen.“

    aus:

    „Intersektionaler Feminismus – UN Women Deutschland“
    https://www.unwomen.de/ueber-uns/un-women-kaempft-fuer-gleichstellung/intersektionaler-feminismus.html

    Goethe, Faust:

    „O glücklich, wer noch hoffen kann
    Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!
    Was man nicht weiß, das eben brauchte man,
    Und was man weiß, kann man nicht brauchen.“

    Nein, ich will das alles gar nicht wissen!

  4. Man muss heutzutage schon aufpassen dass diese (noch) Minderheit egal welches Coleur nicht bald zur Meinungsmehrheit wird. 24 Stunden rund um die Uhr tauchen inzwischen bereits im Dauerloop auf jedem Fernsehsender diese Diversity, PoC und Woke Typen in der Werbung der bekanntesten Firmen als neue Testimonial auf.(Testimonial bezeichnet in der Werbung im Englischen die konkrete Fürsprache für ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Idee oder Institution durch eine Person, die der Zielgruppe meist bekannt ist und mit ihrem Auftritt die Glaubwürdigkeit der Werbebotschaft erhöht.) Political Correctness und Diversity (Multikulti) Milieu wird mit allen Mitteln ins Hirn der Verbraucher gebracht.
    Alles ist drüber, drunter quer – bezahlen wills keiner mehr. nur der deutsche Michel!
    Afrika Color verkauft jetzt den neuen SUV Elektro Mercedes, ebenso z.B. Renault. Andere sitzen gemischt in der Badewanne, oder verkauft für telecom die neue Handygeneration,ect. pp. u.u.u.u.u.u.
    Wers nicht mitmacht wird bereits als „Rassist“ gebranntmarkt. die rotgrüne Regierung ist dazu der Dampfhammer. (die durchgeknallte Grüne KG Eckardt : „ich freue mich darauf!)
    Verrückt. Man sollte den Wahnsinn boykottieren.
    Deutschland schafft sich ab. Zeit für Gegenwehr!

  5. Queer Beauftragte(r), wie lächerlich gehts denn noch?
    LBTQXYZ sind insgesamt nicht mal 3% der Bevölkerung
    Wir haben mehr H4 Empfänger im Lande als alle Lesben-Schwulen-Trans-Omni-Inter-Metro-1stes-bis-128stes-Geschlecht zusammengerechnet.

    Und die Schwulen/Lesben die ich kenne das sind normale Menschen die keinen Beauftragten wollen.
    Nur jene die gerne im Rampenlicht stehen und sich toll fühlen weil sie einer Minderheit angehören und alle vor ihnen kuschen müssen wollen so etwas.

    *PS: Solche „Menschen“ wie auf dem Titelbild…. Wer braucht so was?
    Fett, dumm hässlich und im Leben schon als Mann gescheitert.
    Keiner will sich mit diesen alten fetten weissen Männern abgeben weil sie hässlich sind und nichts haben, weder Geld noch Charakter.
    Als Frauen finden sie plötzlich wieder Beachtung, na DAS ist doch was!

  6. „Mir ist bis heute noch nicht ganz klar, wer denn nun eigentlich zur Szene gehört…“

    Da sehen Sie schon, wie wichtig so ein Queerbeauftragter ist.

    Genau so wie Religionsfreiheitsbeauftragte und Drogenbeauftragte werden Ihnen Queerbeauftragte durch ihre Öffentlichkeitsarbeit nicht nur beibringen, was alles zur Szene gehört, sondern auch, vor welchen Gesslerhüten Sie in Zukunft in Bauchlage nicken müssen.

  7. Ich finde es enttäuschend, dass das woke und bunte Deutschland nur einen queeren Beauftragten bekommt. Ein Ministerium muss her.

  8. Meine Güte, wenn ich mir die Figuren so ansehe, muss ich an den Film „Freaks“ denken.. Und dafür unsere Steuergelder. Was ist aus diesem Land geworden….

  9. Ich sehne mich immer öfters an die Zeit meiner Kindheit und Jugend zurück ! In den 60er und 70er Jahre war die Welt so schön einfach. Vor Allem waren die Politier noch normal und maßvoll. Die bahnbrechendste Erfindung meiner Zeit war der der tragbare Ghettoblaster und der Videorekorder ! Heute muß alles möglichst schräg und bunt sein – hauptsächlich in der Politik. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis eine Olivia Jones für irgendeine der birneweichen Parteien im Parlament sitzen wird !

    • @ s Braun
      Zitat: …..“Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis eine Olivia Jones für irgendeine der birneweichen Parteien im Parlament sitzen wird !“

      Ja, der Diversity Typus Olivia Jones wird bereits politisch hofiert als ist dies das bunte neue Deutschland.
      Oliviabekommt dann im Bundestag sicherlich ein kleines Beistelltischchen auf dem ein rosa Lippenstift und Blubberwasser steht. Und dann….. Stösschen mit Baerbock, Habeck. Claudia Fatima Roth.

      Unsere Welt der 60er und 70er Jahre -so schön einfach – wird als „Kulturrelativierung“ wegge(h) ixxxxxxxxxxxt. Wir leben bereits im Irrenhaus.
      Ps. die nächsten O.Jones Kandidaten sind schon im Anmarsch – siehe:
      Dschungelcamp 2022 Für diese zwölf Stars geht es nach Südafrika
      https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.rtl-gibt-alle-teilnehmenden-bekannt-dschungelcamp-2022-fuer-diese-zwoelf-stars-geht-es-nach-suedafrika.d785fe27-c7be-4daa-9268-ae9de5b6d56f.html

      Hilfe holt mich hier raus! Deutschland was ist nur aus Dir geworden?! Merkel hat ganze Arbeit geleistet!

  10. Die Überpräsenz
    und Überrepräsentanz dieser kaputten Typen, die sich auch noch gottweißwas drauf einbilden, in Medien, Kultur, Politik, Werbung usw. kann ich längst nur noch unter dem Stichwort Minderheitenterror verbuchen. Tja, die leisten wie gewünscht Zersetzungs- und Abbrucharbeit und kriegen jede Menge Aufmerksamkeit und Kohle dafür. Und warum ?! Najanu, weil sie sich im besonderen Maße um die (neuen) westlichen Werte verdient machen …

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