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Reformation von Kirche und Staat

Reformation von Kirche und Staat

Martin Luther, der größte “Augenöffner” der Deutschen (Foto:Wikicommons)

Karl V., der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der mächtigste Herrscher seiner Zeit, verstarb am 21. September 1558. Bis an sein Ende verfolgte den tiefgläubigen Katholiken die Schuld, dass während seiner Herrschaftszeit die Kirche gespalten wurde. Dabei hatte er doch auf dem Reichstag zu Worms dieses Mönchlein Martin Luther in den Händen. Er hätte nichts weiter zu tun brauchen, als diesen Helden des Volkes zu töten. So wie man es mit Jan Hus gemacht hatte. Auch dem war versprochen worden, dass er nach seinem Verhör beim Konzil von Konstanz 1415 anschließend wieder in Freiheit abziehen durfte. Doch dann hatten die hohen Herren einfach ihre Meinung geändert und den Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. So hätte es Karl V. auch mit Luther machen können.

Hätte Karl V. Martin Luther damals töten lassen: Die Welt heute sähe anders aus. Die Reformation hätte wahrscheinlich nie stattgefunden. Die Zeit der Aufklärung wäre anders verlaufen. Die Besiedlung Amerikas wäre anders verlaufen. Es hätte keinen 30jährigen Krieg gegeben. Und die Vereinigung der Deutschen, die Zusammenführung dieser Vielzahl von deutschen Ländern damals, hätte entweder nie stattgefunden oder hätte sich völlig anders entwickelt. Und ohne den Kurfürsten Friedrich den Weisen von Sachsen, den Fürsprecher und Beschützer Luthers, der sich dem Kaiser, der kein Deutsch sprach, nicht unterwerfen wollte, ohne Friedrich den Weisen von Sachsen auch keine Reformation. Es ist erstaunlich, dass der Kurfürst bis zu seinem Tode katholisch blieb. Es ging eben damals zu Zeiten der Reformation um viel mehr als nur um Religion.

Ein Martin Luther der heutigen Zeit

Eine wahrhaftig große Leistung von Martin Luther war es, den Betrug der Kirche damals aufzudecken und den Menschen im Lande klarzumachen, dass sie keinen Priester oder Bischof oder Papst brauchten, um mit dem lieben Gott zu reden. Sie konnten das unmittelbar selbst tun. Und als Luther dann die Bibel übersetzt hatte, konnten die Menschen in Deutschland selbst die Botschaft Jesu lesen. Auf Deutsch. Es war ein Akt der Befreiung. Und daher kein Wunder auch, dass bald der Großteil der Menschen in deutschen Landen lutherisch war. Die deutschen Fürsten hatten verstanden, dass sie jetzt die Gelegenheit hatten, sich auch politische Freiräume zu verschaffen von diesem Kaiser, den sie nicht verstanden und der sie nicht verstand. Und nicht nur das. Dieser Kaiser, der in Spanien hockte, der sie nicht verstand und den sie nicht verstanden, dieser katholische Kaiser, führte dann sogar Krieg gegen die Deutschen.

Und auch der Papst zu Rom führte Krieg gegen die Deutschen, wollte sie wieder unter seine Ordnung zwingen. Erst wurde 1534 der Jesuitenorden gegründet, um eine Gegenreformation durchzuführen. Und dann kam die wohl größte Katastrophe in der Geschichte über Deutschland, der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648. Die Deutschen hatten, schon damals, einen hohen Preis für Religionsfreiheit, Denkfreiheit und Freiheit überhaupt von fremder Unterjochung gezahlt. Die Parallelen zu heute sind wohl nicht zu übersehen. Lediglich die Namen der maßgeblichen Kräfte der Gesellschaft haben sich geändert. Die Kirche spielt keine große Rolle mehr. Aber sonst: Der Herrscher, der Kaiser, heutzutage in Washington, spricht noch immer kein Deutsch; die grassierende Korruption, das ausschweifende Leben einer kleinen herrschenden Klasse, zu Lasten der Mehrheit des Volkes; die totale Verachtung des Wertes eines Menschenlebens, der Würde des Menschen; die Blindheit der verblendeten Massen durch Propaganda und Lügen ohne Ende. Und dann das moralisch total verkommene Führungspersonal. Alles Symptome einer Zeit, die, wie damals, ihrem Ende entgegen geht.
Wer sehen will, der sieht, dass die Zeit reif ist für einen Wechsel. Man kann es sogar geradezu spüren. Die Revolution liegt in der Luft. So kann es unmöglich weitergehen. Worauf wartet die Welt also? Die Welt wartet auf einen John Wycliffe, auf einen Jan Hus, auf einen Johannes Calvin, auf einen Martin Luther.

Trennung von Staat und Kirche?

Noch im Jahre 1990 waren etwa 58 Millionen Deutsche Mitglied einer Kirche. Heute sind es nur noch 41 Millionen – Tendenz weiter fallend. Ich war eigentlich erstaunt, als ich herausfand, dass es noch so viele sind. Allerdings muss man wohl die Frage stellen, wie viele von den 41 Millionen wirklich aktiv an der Kirche teilhaben? Unter den ungefähr 21 Millionen Katholiken in Deutschland besuchten im Jahre 2022 lediglich 1,2 Millionen den Gottesdienst. Die „Schlagkraft“ der Kirche ist zwar theoretisch noch immer beachtlich, aber in der Realität mehr oder weniger heutzutage zu vernachlässigen. Keiner macht sich mehr Sorgen darüber, was denn wohl der Herr Pastor, der Herr Bischof oder selbst der Herr Papst zu einem Thema sagen möge. Der Einfluss der Kirche zum Beispiel auf den Krieg in der Ukraine oder jetzt in Israel ist unbedeutend.

Kirche und Staat gehen heuer ihre eigenen Wege. Nur selten kommt zusammen was eigentlich vielleicht doch zusammen gehört. Oder nicht? Auf dem evangelischen Kirchentag in Berlin im Jahre 2017 erschienen Merkel und Obama. Es ging nicht um kirchliche Botschaften sondern um Wahlkampfhilfe für die Kanzlerin. Da saßen die beiden oben auf der Bühne, ein Kriegsverbrecher neben Mutti, die einige ihrer berühmten Sprechblasen absonderte. Man fragte sich nur, was die beiden da auf dem Kirchentag machten? Wieso hatte sich die evangelische Kirche missbrauchen lassen? Man nennt das wohl heute „politisch korrektes Handeln“. Und damit sind wir endlich beim eigentlichen Thema unserer Zeit. Vor 500 Jahren gab es keine Trennung von Staat und Kirche. Die Kirche gab den Herrschern in einem pompösen Schauspiel ihren offiziellen, unabdingbaren Segen. Kirche und Staat gehörten zusammen, weil das die Natur des Menschen widerspiegelt, weil das Leben eines Menschen geistige und körperliche Bedürfnisse enthält, weil der Mensch eben nicht von Brot allein lebt. Allerdings versuchen die Mächtigen dieser Welt, uns das heute einzureden. Sie reduzieren den Menschen auf eine materielle Dimension, die sein eigentliches Menschsein ausschließt. Der Mensch wurde seiner Göttlichkeit beraubt. Und die Kirche schaut nur noch zu.

Die Verantwortung der Kirche für die Menschen

Die große Diskussion unter den Denkern der Zeit damals, vor 500 Jahren, war, ob der Mensch für sein Leben selbst verantwortlich sei, ob er in der Lage sei, seinen Lebensweg selbst zu bestimmen. Oder ob Gott den Weg des Menschen lenkt? Diese Frage ist bis auf den heutigen Tag nicht beantwortet. Wieviel Freiheit hat der einzelne Mensch eigentlich? Vor allem in der heutigen Zeit der immer mehr um sich greifenden Kontrolle über das Verhalten des Einzelnen. Das wäre doch schon mal ein Thema, zu dem die Kirche nicht nur etwas sagen sollte, sondern wo sie unmittelbar herausgefordert ist. Denn so wie dereinst die ersten Astronauten aus dem Weltall vermeldeten, dass sie keinen Gott ausmachen konnten, so wird die weiter fortschreitende Technisierung dazu führen, dass der Mensch sich in totaler Kontrolle über die Schöpfung glaubt. Und damit über sein Schicksal. Ohne Gott. Und die Kirchen schweigen.

Eugen Drewermann, inzwischen 83 Jahre, ist ein weiser Mann der Kirche, der in aller Öffentlichkeit auftritt und sich vor allem für den Frieden in der Welt einsetzt. Aber die Kirche konnte mit dem Mann nicht leben, und daher trennten sich ihre Wege. Allerdings ist Eugen Drewermann kein Martin Luther. Er zeigt lediglich seit vielen Jahren die Missstände dieser Welt auf und klagt an. Jede hierarchische Ordnung entwickelt über einen gewissen Zeitraum ihre eigenen Überlebensregeln, die für alle Mitglieder gelten. Diese schließlich verkrusteten Strukturen verhindern jegliches Wachstum. Und somit macht sich das System eines Tages überflüssig. Ist die Kirche heute mehr und mehr überflüssig? Selbst in den U.S.A., wo dereinst fast jeder sich als Christ bezeichnete, sind das heute nur noch etwa 50 Prozent. Irgendetwas muss da schief gelaufen sein.

Staat und Kirche sind eins

Bei den Muslimen ist die Frage der Trennung von Kirche und Staat völlig überflüssig. Ein Muslim ist vor allem erst einmal Muslim. Immer und überall. Sie werden wenige Menschen in Deutschland finden, die sich primär als Christ identifizieren. Obwohl das einstmals so war. Die meisten Deutschen leben heute als weltliche Bürger, die alle Fragen der Spiritualität weit von sich weisen, die kein Interesse am Thema „Geist“ haben. Erst wenn es ans Sterben geht, erst dann überkommt viele eine große Angst, da sie sich nie auf ihr eigentliches Menschsein eingelassen haben. Sie wurden in ihrem Leben mehr oder weniger vom Leben um sie herum getrieben, haben versucht, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Mehr nicht. Das Thema ihrer eigentlichen Göttlichkeit hat sie nie beschäftigt. Sie verlassen diese Welt, ohne wirklich gelebt zu haben. Wie man so sagt: Sie tragen die Musik noch immer in sich, die sie nie spielten. Jetzt ist es zu spät. Wir erleben in unserer Zeit nicht nur eine gigantische Verblödung der Bevölkerung, sondern auch eine gigantische Entspiritualisierung der Bevölkerung, eine Reduktion des Menschen auf Produktionsfaktor und Konsument. Und die Kirche macht da mit, ruft nur manchmal, ohne großes Selbstvertrauen, eigentlich peinlich berührt und schüchtern: „Ich möchte auch vielleicht noch etwas sagen, wenn ich darf.“ So macht man keine Revolution. Und es braucht eine Revolution.

Martin Luther war ein unfreiwilliger Revolutionär. Er stellte einfach nur die großen Fragen seiner Zeit, in aller Öffentlichkeit, ohne revolutionäre Absicht, wurde dann für die Statthalter der Macht unbequem, so unbequem, dass sie ihn schließlich töten wollten. Wen von unseren Kirchenfürsten wollten die Mächtigen heute töten? Niemanden. Diese Würdenträger verkörpern alle die allmächtige Harmlosigkeit. Sie sind irrelevant. Und somit ist auch die Kirche irrelevant. Denn wir alle wissen von Luther, dass die Bibel völlig reicht, um sich mit Gott auseinander zu setzen. Und Gott hat auch nichts dagegen, wenn ich ihn selbst anspreche, ohne einen gut dotierten Popen als Mittelsmann einzusetzen. Für mich Einzelnen ist die Kirche also nicht wirklich von Bedeutung. Aber als Kraft gegen die Einflüsse der Mächtigen dieser Welt, die den Menschen als Menschen abschaffen wollen, Leute wie Obama und Merkel, als Kraft gegen die Gegner der Christen, ist die Kirche eine unabdingbare Bastion. Aber diese Kirche sieht das nicht so. Diese Kirche verklüngelt sich mit dem Staat anstatt sich gegen den Staat zu erheben. Und damit verschwindet die Kirche in der Belanglosigkeit.

…und der Islam?

Staat und Kirche sind eins. Und beide Seiten behaupten das Gegenteil. Ein Alibi, um ihre Verklüngelung zu verschleiern, um uns den Schein vorzuspielen, dass der Mensch durchaus ein gespaltenes Dasein führen kann, egal was die Muslime sagen und was die Geschichte lehrt. Es geht nicht mehr um Religion. Es geht um Ideologie. Es geht nicht mehr um Gott, es geht um das Arrangement mit den Herrschern dieser Welt, die ihnen genehme Gedanken in unser Hirn pflanzen. Die Kirche als Organisation hat sich damit selbst erledigt. Eifrig bemüht, jetzt auf jeden Fall ganz „woke“ zu sein, sich anzupassen und ein Angebot zu offerieren, das attraktiv für junge Menschen sein könnte, und um die eigene Existenz zu rechtfertigen, versinkt die Kirche immer mehr in ihrer selbst geschaffenen Nichtigkeit. Nicht einmal der Papst bringt es mehr zum Superstar. Wenn selbst die Medien gähnen, wird aller Welt die Bedeutungslosigkeit der Kirchen klar.

Der Islam gehört nicht zu Deutschland“: So steht es im Parteiprogramm der AfD. Obwohl dies nicht ausdrücklich erwähnt wird, kann man wohl davon ausgehen, dass laut AfD das Christentum zu Deutschland gehört? Frage: Wie wird dann das Christentum in der AfD gelebt? Und was bedeutet das eigentlich, wenn das Christentum zu Deutschland gehört? Dazu schweigt sich die AfD aus. Wie auch alle anderen Parteien. Allerdings hatte Frau Merkel 2018 eine völlig andere Meinung vertreten. Sie sagte: „Diese Muslime gehören auch zu Deutschland, und genauso gehört ihre Religion damit zu Deutschland, also auch der Islam.“ Damals lebten 4 Millionen Muslime in Deutschland. Und es gab auch Millionen von Menschen, die sich anderen Religionen zugehörig fühlten. Aber was hat das mit Deutschland zu tun? In Deutschland geht es um Deutschland und um die Deutschen. In Deutschland gibt es eine deutsche Kultur. Ist der Islam Teil der deutschen Kultur? Natürlich nicht. Was soll also all dieses Gelaber? Wieso sagte Frau Merkel etwas was völlig grotesk war und ist. Die werden doch in Saudi Arabien nicht sagen, dass das Christentum zu Saudi Arabien gehöre, nur weil da ein paar tausend Christen aus irgendwelchen Gründen im Lande aufgetaucht sind. Das ist doch völlig absurd. Das ist so absurd und dumm und falsch, dass doch damals die Kirchen die Frau hätten aufklären müssen. Aber da kam nichts. Die schluckten das. Die waren nicht einmal bereit, das Offensichtliche zu sagen, nur um nicht anzuecken. Und jetzt muss eine politische Partei dieses Offensichtliche sagen, obwohl es eine total überflüssige Aussage ist, nur um das Offensichtliche offensichtlich zu machen. Wir leben in verrückten Zeiten. Es existiert ein Pakt der Mittelmässigkeit von Staat und Kirche. Beide Seiten wollen einander nicht weh tun. Und schon gar nicht irgendwelche unangenehme Wahrheiten unter das Volk streuen.

Nicht das Eine ohne das Andere

Martin Luther, August 1520: „An den christlichen Adel deutscher Nation.“ Zitat: „Ein Schuster, ein Schmied, ein Bauer, ein jeglicher hat seines Handwerks Amt und Werk, und doch sind alle gleich geweihte Priester und Bischöfe, und ein jeglicher soll mit seinem Amt oder Werk den andern nützlich und dienstbar sein, so dass vielerlei Werke alle auf eine Gemeinde gerichtet sind, Leib und Seele zu fördern, gleich wie die Gliedmassen des Körpers alle eines dem anderen dienen.“ Hat es je ein Mensch klarer ausgedrückt? „Leib und Seele zu fördern.“ Und: „Ein jeglicher soll mit seinem Amt oder Werk den andern nützlich und dienstbar sein.“ Noch irgendwelche Fragen? Und Luther wendet sich „an den christlichen Adel deutscher Nation.“ Nation! Nicht Staat! Der Begriff Staat wurde im 15. Jahrhundert von Niccolo Machiavelli erfunden, der vor allem auch diese verfluchte Staatsraison einführte. Aber der Staat ist keine Nation. Der Staat ist eine Gesamtheit von politischen Institutionen. Er ist ein Kunstprodukt. Der Staat führt ein Eigenleben.

Der deutsche Staat, genannt BRD, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg rechtlich von den Vereinigten Staaten von Amerika vereinnahmt. Was ist nun eine Nation? Eine Nation ist eine Gemeinschaft von Menschen mit gleicher Abstammung, Geschichte, Sprache, Kultur. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Die Deutschen vor 500 Jahren wollten zu einer Nation zusammengefasst werden. Zu einer Nation! Mit Staat hatten die nichts am Hut. Warum um alles in der Welt soll auch eine Nation zu einem Staat werden? Das mündet doch in die Sklaverei. Und zwar immer. Schauen Sie sich um. Ich präsentiere Ihnen: Das deutsche Sklavenvolk. Nun lebten die Deutschen vor Martin Luther unter der Vorherrschaft der Kirche in Rom. Und der Vorherrschaft des Habsburger Kaisers in Spanien. Martin Luther versprach Freiheit von Rom. Und dann war der Freiheitsdrang nicht mehr aufzuhalten. Die Deutschen wollten zu einer freien Nation werden. Vor 500 Jahren. Die Tragik liegt nun darin, dass, infolge Luthers Revolution, im Norden Deutschlands die Menschen größtenteils evangelisch waren. Und im Süden waren die Menschen größtenteils katholisch. Ein gespaltenes Land. Und selbst hunderte Jahre später, zu Bismarcks Zeiten, gab es immer noch den Kirchenkampf, den man damals „Kulturkampf“ nannte. Papst Pius IX. versuchte durch kirchliche Weisungen, die Stellung der katholischen Kirche zu stärken. Bismarck widersetzte sich dem vehement. Die Zentrumspartei wurde 1870 gegründet, um die Interessen der katholischen Kirche in Deutschland zu vertreten.

Es wird nie ein vereintes Deutschland geben

Um die Spaltungen in Deutschland zu überwinden, müssten die Kirchen drastische Reformen durchführen und zu einer einzigen deutschen Kirche werden. Meinen Sie, solch eine Erwartung sei realistisch? Wohl kaum. Zudem müssten der Osten und der Westen Deutschlands zusammenfinden. Meinen Sie, solch eine Erwartung sei realistisch? Wohl kaum. Die Lösung vor 500 Jahren lag darin, dass die Katholiken in lutherischen Ländern zu den Ländern ziehen konnten, in der ein katholischer Herrscher herrschte. Und die Lutheraner in katholischen Ländern konnten in die Länder ziehen, in denen ein lutherischer Herrscher herrschte. Wie sonst sollte solch ein Konflikt auch gelöst werden?

Also werden in der Zukunft in deutschen Landen wieder verschiedene Gebräuche gelten. Und verschiedene Gesetze. Und einem jeden Deutschen sollte erlaubt sein, in dem deutschen Land seiner Wahl zu leben, um nach den Regeln des jeweiligen Landes und nach seiner eigenen Facon selig zu werden. Es ist so gut wie ausgeschlossen, dass es ein vereintes, wahrhaftig demokratisches, wahrhaftig freies Deutschland geben wird. Dazu ist es zu spät. Dazu leben auch inzwischen viel zu viele Ausländer in Deutschland, die, ob sie wollen oder nicht, die deutsche Kultur zerstören werden. Bald mögen die Muslime gar ein Kalifat ausrufen. In Deutschland. Die deutsche Kultur kann nur noch in einigen Ländern innerhalb Deutschlands überleben. Ebenso wie die simple Erkenntnis Luthers: Da der Mensch ein geistiges Wesen ist, wird er ohne ein Leben im Geiste nicht in Gesundheit und im Segen und im Frieden mit sich selbst bestehen können. Der Körper kann nicht ohne den Geist leben. Und der Geist nicht ohne den Körper. Nicht das Eine ohne das Andere. Martin Luther hatte das klar erkannt. Es hat keinen Sinn, zusammenwachsen zu lassen, was nicht zusammen gehört. Es muss das zusammenwachsen, was fürwahr zusammen gehört. Es ist ein Grundgesetz des Lebens. Überall auf Erden.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Anderweltonline.

14 Antworten

  1. “Es wird nie ein vereintes Deutschland geben”

    Stimmt, nur anders als der Herr Geese denkt, weil 50% Deutschlands zuerst von Russen, Litauern, Polen, Tschechen, Italienern, Franzosen, Belgiern und Dänen zurückgewonnen werden müßte.

    Außerdem verkennt er Luther, denn der wollte gar nicht der große Reformator sein und war über die eigene Wirkung sehr erschreckt.

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  2. Glücklicherweise kann der Geist doch ohne Körper leben. Jeder Mensch wird
    das beim “Hinübergehen” erfahren. Das Christentum ist in der grössten
    Krise seit 2000 Jahren. Die wahre christliche Kirche ist eine unsichtbare
    Kirche – und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen!

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  3. das regelt sich von alleine…
    oder habt ihr schon mal gesehen dass die muslime kath. kirchensteuer bezahlen….
    also wird es bald keine mehr geben… vermutlich auch keine kirchen mehr… so wollen es die gestörten politiker…
    und die pfaffen werden wohl in den bäumen hängen… oder wohnen…
    afd und alles wird ok…..

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    1. “so wollen es die gestörten politiker”

      Na wenn es nur das wäre, aber der Papst will es. Die EKD will es.
      Die Kirche selber will das so.
      Die sind vollkommen, na ja, verblödet. Ich kann das wirklich nicht mehr anders bezeichnen.

      Vor 1000 Jahren gab es die Kreuzzüge, um den Islam zu bekämpfen. Heute gibt es Züge, die die Moslems in die christlichen Länder fahren.
      Das kann doch niemand mehr verstehen, der auch nur noch einen Funken logischen Verstand besitzt.
      Und die Kirche befeuert das ohne Ende. Die steuert sich selber in den Abgrund. Die schauen vielleicht nur noch blöd aus der Wäsche, wenn die Vatikanstadt zur Großmoschee wird.

  4. Ach Gottchen, neue Inquisition etwa? Haben wir doch eh schon.
    Religiöse, absurde Regeln befolgen? Glaubt Ihr doch wohl selber nicht!

  5. Martin Luther ist kein Vorbild.
    Selbst dann nicht, wenn man die Zeit berücksichtigt, deren Kind er war.

    Man lese einmal, was er zu Juden und was er zu Frauen geschrieben hat, und was er den Fürsten riet, wie mit den aufständischen Bauern zu verfahren sei (die einfach nur genug zum Leben haben wollten).

    In den zur Folge seines Wirkens gehörenden Religionskriegen, darunter der 30-jährige Krieg, wurden weite Teile Europas verwüstet und ein Drittel der damals lebenden Deutschen getötet. In der Schrift eines evangelischen Theologen — der Name ist mir entfallen — las ich einmal, wären die Fürsten Luthers Rat gefolgt, hätte darüber hinaus die Shoa schon im 16. Jahrhundert stattgefunden.

    Auch die Hexenverfolgungen hat Luther nicht kritisiert, sondern unterstützt, im Gegensatz zu einem andern Geistlichen, dem Jesuiten Friedrich Spee von Langenfeld, der damit beweist, man konnte auch anders.

    Die Zeit war reif für eine Reformation, in Holland gab es Zuflucht für viele religiös Verfolgte, und Reformatoren, darunter oft wenig ehrwürdige Gestalten, aber auch solche wie Jan Hus, gab es viele. Auch als Übersetzer der Bibel in eine Landessprache war nicht Luther allein oder auch nur der erste, erwähnen will ich hier nur die deutsche Übersetzung von Johannes Mentelin 1466.

    Luther hatte eben das Glück, als einer der ersten nicht mehr auf dem Scheiterhaufen zu landen, die das Mittelalter andauernde Herrschaft der katholischen Kirche war vorbei.

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  6. Mir kommt die REFORMATION VON KIRCHE UND STAAT durch Luther ganz anders vor. Wer mal im Petersdom war und auf die Kuppel stieg, erkennt sofort, dass dieses Bauwerk für die damalige Zeit dasselbe war, wie die Raumfahrt für das 20. Jahrhundert. Und unter Karl V. wurden Mittel- und Südamerika kolonisiert und die Türken an der Eroberung Europas gehindert. Das waren Leistungen, die epochale Folgen hatten. Luther hingegen war keinesfalls ein Aufklärer und Reformator, sondern ein Hassprediger und Separatist. So beantwortete er die großen Fragen der Zeit.
    Luther über Hexen. “Schaden fügen sie nämlich an Körpern und Seelen zu, sie verabreichen Tränke und Beschwörungen, um Hass hervorzurufen, Liebe, Unwetter, alle Verwüstungen im Haus, auf dem Acker, über eine Entfernung von einer Meile und mehr machen sie mit ihren Zauberpfeilen Hinkende, dass niemand heilen kann … Die Zauberinnen sollen getötet werden, weil sie Diebe sind, Ehebrecher, Räuber, Mörder … , weil sie Umgang mit dem Satan haben.“ – Predigt vom 6. Mai 1526, WA 16, 551f.
    Über die Juden: „sie lassen uns arbeiten in Nasenschweiß, Geld und Gut gewinnen, sitzen dieweil hinter dem Ofen, faulenzen, pompen und braten Birnen, fressen, sauffen, leben sanft und wohl von unserm erarbeiteten Gut, haben uns und unsere Güter gefangen durch ihren verfluchten Wucher, spotten dazu und speien uns an, das wir arbeiten und sie faule Juncker lassen sein […] sind also unsere Herren, wir ihre Knechte.“
    Über die Bauern: “Drum soll hier zuschmeißen, würgen und stechen, heimlich oder öffentlich, wer da kann, und gedenken, dass nichts Giftigeres, Schädlicheres, Teuflischeres sein kann, denn ein aufrührerischer Mensch. Gleich als wenn man einen tollen Hund totschlagen muss; schlägst du nicht, so schlägt er dich, und ein ganzes Land mit dir.”
    Und was ist mit Religionsfreiheit? cuius regio, eius religio („wessen Land, dessen Religion“) war das Ergebnis des Augsburger Religionsfriedens 1555. Wenn also ein Fürstbischof die Religion wechselt, musste sich auch das Volk umbekehren, was schließlich zum Restitutionsedikt und zum dreißigjährigen Krieg führte.
    Luther wurde von den separatistischen Fürsten benutzt, um ein Erstarken des Kaisertums zu verhindern. Dazu riefen diese sogar die Franzosen ins Reich. Danach begann das HHR immer mehr zu verfallen, bis Ferdinand II 1618 durch den Prager Fenstersturz zur Gegenwehr gezwungen wurde. Mit dem Prager Frieden wurde 1635 der Bürgerkrieg beendet und das Reich reformiert. Man wollte die Schweden aus dem Reich vertreiben, doch nun griffen die Franzosen ein. Bis zum westfälischen Frieden wurde die Hälfte der Bevölkerung vernichtet und übrig blieb nur noch ein loser Staatenbund, und nach dem siebenjährigen Krieg bestand das Reich nur noch nominell. Und erst 110 Jahre später entstand das kleindeutsche Reich mit seiner verheerenden Geschichte, lauter Fliegenschiss auf eine tausendjährige Vergangenheit.
    Und noch zum Schluss, Karl V. mit Biden zu vergleichen, kommt mir irgendwie durchgeknallt vor. Karl sprach Französisch und Flämisch, aber Deutsch nicht fließend, und musste Spanisch mit 17 erst erlernen.

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    1. @Torwächter 12. November 2023 um 22:49 Uhr

      ” Luther hingegen war keinesfalls ein Aufklärer und Reformator, sondern ein Hassprediger und Separatist. So beantwortete er die großen Fragen der Zeit.”

      Wie sehen Sie die Rolle Martin Luthers im Bauernaufstand 1524-1526? Warum hatte Luther damals nicht die Bauern unterstützt, um sich endlich von den gierigen Fürsten udn Herzögen zu befreien.

      “1524-1526: Bauernkrieg oder Bauernaufstand
      Der Deutsche Bauernkrieg war die Revolution von Bauern, Städtern und Bergleuten, die 1524 in weiten Teilen Süddeutschlands, Thüringens, Österreichs und der Schweiz begann und in deren Verlauf die Bauern mit den Zwölf Artikeln von Memmingen erstmals Forderungen aufstellten, die als frühe Formulierung von Menschenrechten gelten. Die Aufstände wurden blutig niedergeschlagen, wobei mehr als 70.000 Menschen getötet wurden.”

      In dieser Bewegung forderten nicht nur die Bauern ihr Recht und eine angemessene Integration in die Gesellschaft des 16. Jahrhunderts, wie sie ihnen nach Gottes Gerechtigkeit („Göttliches Recht“) zustand, sondern auch die nicht privilegierten Schichten.[3]

      Die Bauern- Bewegung forderte die Abschaffung der Leibeigenschaft mit Zinsen und Zehnten und die Freigabe der Allmenderechte, wie Jagd und Fischfang. Ferner wandte sie sich gegen „Pfaffen“- und Klösterherrschaft. Papst und Kaiser wollte man als einzige Herren aner­kennen. Die Parole der Bundschuh-Bewegung „nichts denn die Gerech­tigkeit“10 stammte aus der „Reformatio Sigismundi“ des Jahres 1438/39. Sie stand auf der Fahne der Bewegung über dem Bilde des gekreuzigten Hei­lands, an dessen Seite der den Bauern im Unterschied zum Ritter kenn­zeichnende Bundschuh zu sehen war. Ähnliche Bewegungen fanden sich auch in den österreichischen Alpen, im Allgäu, in Oberschwaben und in der Schweiz.
      Inhaltlich wandte sich die Bauernkriegsbewegung gegen persönliche wie kollektive Belastungen. Die persönlichen Belastungen des einzelnen bezogen sich vor allem auf die Leibeigenschaft, sofern sie noch bestand, Höhe und Un­gleichheit von Diensten und Abgaben, Unterbindung der Ehefreiheit sowie Steuerdruck. Die kol­lektive Belastung meinte die Beschränkung dörflicher Autonomie, die Einschränkung der Allmenderechte in Nutzung von Land, Wald, Jagd und Fischerei.

      Luther war nicht der Befreier oder der Freiheitskämpfer, für den ihn heute viele halten.

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    2. Genau so ist es. Vielleicht hätte sich der Autor Herr Geese vorher informieren sollen, bevor er Luther “den größten Augenöffner Deutschlands” genannt hat.

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  7. .
    Nun ja, Ferdinand II.
    wurde von Jesuiten erzogen, besser scharf gemacht, damit dieser die Reformation wieder in toto rückgängig machen sollte. Und als das nicht so recht gelingen wollte, kam sozusagen Plan B zur Anwendung, dh. den Deutschen für ihre Abtrünnigkeit einen solch brutalen Denkzettel zu verpassen, daß sie für Jahrhunderte daran zu knabbern haben.

    Im übrigen gingen
    vor Luther nach Schätzungen des amerikanischen Historikers Lewis Spizer zwei Fünftel aller Einkünfte der Kirche in deutschen Landen nach Rom … (Das kommt einen doch bekannt vor).

    Und was die Jesuiten
    angeht die Empfehlung, am besten sich mal mit dem Nachfolger von Loyola, dem Marranen Lainez, beschäftigen. Der hat nämlich dafür gesorgt, daß das Konzil von Trient mit dem Ziel einer Zusammenführung bzw. einer konstruktiven Einigung mit den Protestanten endgültig zum Scheitern gebrachtt wurde.

    Ach ja, ein Buch
    von K. Bayer in Sachen jesuitische Sphinx könnte in diesem Zusammenhang auch sehr aufschlußreich sein …
    .

  8. “Die Deutschen vor 500 Jahren wollten zu einer Nation zusammengefasst werden. Zu einer Nation! Mit Staat hatten die nichts am Hut. ”

    So viel ich weiß war das Habsburger Reich (Heilige Römische Reich Deutscher Nationen) auch multi-ethnisch und multikulturell . Und die Habsburger waren stolz darauf. Im Preußisch Deutschen Reich lebten auch viele unterschiedliche Ethnien (vor allem viele Slawen). Das war auch auch kein homogenes Volk.Und es gibt noch einen Unterschied: DIe Preußen fühlten sich weder zum Westen noch zum Osten hingezogen. Sie waren Mitteleuropäer.

    Meines Wissens wurde das Eigenschaftswort „völkisch“ im ausgehenden 19. Jahrhundert geprägt – nicht im rassistischen Sinne, aber doch so, dass es zum Ausdruck bringt: homogene Abstammungsgemeinschaften haben einen Standortvorteil gegenüber multi-ethnischen Gesellschaften. Damit behaupte ich nicht, Vielvölkerstaaten müssten per se scheitern – die Habsburger Doppelmonarchie, das Zarenreich und die russische Foederation sind prima Beispiele für jeweils mehrere Völker, die sich schiedlich-friedlich in einem historisch-organischen Prozess in einem Staatsgebilde zusammengefunden haben. Die Aufklärung hingegen ist weltbürgerlich. Sie stuft völkische und biologisch-stammesgeschichtliche Zusammenhänge herunter. Diese Unterschiede sind aber gerade nicht nebensächlich, vgl. die äusserst leistungsfähigen, lebenskräftigen homogenen Völker in Asien und Afrika. Nur in West- und Mitteleuropa u. angelsächsischen Ländern entstehen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges künstlich gewollte, langfristig geplante multi-ethnische bzw. multi-kultuerelle Gebilde. Das sind Machenschaften, die vor der Geschichte keinen Bestand haben. Denn „Völker sind Gedanken Gottes“ (J.G. Herder).

    Die westliche Welt (Machtblock der Westeuropäer) wurde Jahrhundertelang von deren Machthabern und Monarchen bewusst polarisiert. Der Mitteleruopäische Machtblock (Preussen, Habsburgerreich, Österreich-Ungarn) als ein zuverlässiger Vermittler und als so eine Art Brücke zum östlichen Kulturraum existiert nicht mehr, weil die Westeuropäer udn die Angelsachsen das unbedingt zerstören und abschaffen wollten. DIe ANgelsachsen überlegten schon am Ende des 19-ten Jahrhunderts, wie sie das Deutsche Reich unter ihre Kontrolle bringen können, weil vor allem die Briten im prosperierenden Deutschen Reich eine Bedrohung für ihre Hegemonie sahen.Danach gab es Zwei Weltkriege udn Deutschland als eine souveräne mitteleuropäische Macht existiert nicht mehr. Deutschland ist nun ein Teil Westeuropas bzw. Mitglied der EU und hat seine Souveränität seit 1945 verloren (Aussage von Schäuble im Jahre 2011).
    Heute gibt es nur noch Wir (westliche Machtblock) gegen die bösen Feinde aus dem Osten: Wir bestehend aus den “zivilisierten Westeuropäer”
    (mit Deutschland) + ANgelsachsen gegen den Rest der Welt (unzivilisierte Barbaren).

    Passend dazu ein Zitat von EU-Chefdiplomat Borrel aus dem Jahre 2022:
    EU-Chefdiplomat Borrell: “Wir sind ein Garten, der Rest der Welt ist ein Dschungel”
    https://www.telepolis.de/features/EU-Chefdiplomat-Borrell-Wir-sind-ein-Garten-der-Rest-der-Welt-ist-ein-Dschungel-7311304.html

  9. “Der Körper kann nicht ohne den Geist leben. Und der Geist nicht ohne den Körper.”

    Wird der Körper nach seiner Geburt nicht beseelt, stirbt er, denn die Atmung wird nicht in Gang gesetzt.
    Stirbt der beseelte Körper, wird die Seele wieder frei und zieht weiter. Die Seele stirbt nicht, der Körper schon.

    Ich setze Seele mit Geist gleich.

    Mit Gott (egal wie er genannt wird) kann ich gar nichts anfangen. Der bestimmt nicht über mich. Der verkörpert für mich Leid und Elend. Unterdrückung und Hass. Vernichtung und Tod.
    Kurz, er ist etwas Grausames. Wieso? Ich brauche mir nur die Juden, Christen und Moslems anschauen, wie die untereinander, aber auch anderen gegenüber sich benehmen.
    Der liebe Gott? Den gibt es wohl. Nur ist der, der sich Gott nennt, das nicht.

  10. Die Völker werden schon seit Beginn der Menschheit durch Ammenmärchen gefüttert, um sie für die jeweils Herrschenden gefügig zu machen. Da gibt es aber deswegen heute nirgends etwas zu feiern oder zu vermissen.

    Dass auch die Entstehung der Ammenmärchen durchaus etwas mit den historischen Verhältnissen zur Zeit ihrer Entstehung zu tun hat, wird geflissentlich überspielt. Man stelle nur einmal einen „Jesus“ oder einen „Mohammed“ in seine Zeit und analysiere die damaligen Zu- und Umstände. Ganz gewiss ernüchternd und bereichernd für den, der sich diesen Bildungserwerb gönnt!

    Es wird selbstredend so getan, als lieferten die Religionen da – jeweils versteht sich! – ewige „Wahrheiten“, die über die Menschen gekommen seien. Keine Schlussfolgerung und Mutmaßung ist dabei zu absurd. Deshalb wird sich keine Regierung grundlegend mit einer Religion anlegen – schon gar nicht, wenn die Mehrheit in diesem Irrglauben verhaftet ist.
    (Wer das glaubt, glaubt anscheinend alles! Glauben heißt einfach nichts wissen! Wer nichts weiß, muss/wird alles glauben!)

    Noch kommt man allemal mit irgendeinem religiösen Bekenntnis deutlich weiter, als wenn man sich als Vernunftsorientierter oder einfach humanistisch Gesinnter vorstellt. Statt bei bekennendem Aberglauben jedweder Art eher eine geistige Verarmung zu konstatieren, werden Gläubige klammheimlich gar als Teil einer höheren Weisheit behandelt/hofiert.
    (Kurz: Um „Gottes Willen“ doch nichts gegen Gläubige!)

    Luther war eben auch ein gutes Leuchtfeuer seiner Zeit: Der Machtanspruch und die Manipulationen durch die katholische Kirche wurden durch ihn für alle sichtbar, der Antisemitismus erhielt jedoch gerade durch einen Luther gewaltigen Auftrieb und nicht zuletzt wurde die Herrschaftsordnung radikal über die Forderungen der Minderheiten, insbesondere der ausgebeuteten Bauern gestellt. Seine Kommentierungen zu Bauernaufständen und zum Umgang mit Juden lassen keine Zweifel aufkommen, wie er sich seinen Staat vorstellte.

    Religionen sind und bleiben das Gift, dass zahllose Konflikte erst möglich machte und macht. Gleichgültig, ob die Kontaminierten ihren Vergiftungszustand erkennen oder nicht.

  11. Was für ein Quatsch (eines Ostagenen) von den bösen Westlern, die Deutschland seit Ende des 19.Jahrhunderts schon ins Verderben stoßen wollten, zu denen aber 1945 9/10 der Deutschen wollten und heute auch die Mehrheit den westlichen freiheitlichen Lebensstil bevorzugt. – Ganz im Gegensatz zu den gefährlich verrückten AfDlern wie Europaliste Nr.1 Krah (der den Sieg der Taliban begrüßte, die Preisverleiung Rushdies als Provokation ultra-liberalistischer Westler der islamischen Welt erklärte und jetzt sogar China zur Besetzung Tibets beglückwünschte) mit ihrem Wahngebilde von der multipolaren, werte-relativierenden Welt mit den Diktaturen Rußland, China, Iran gegen das ach so böse Amerika. – An Deutschlands Unglück sind vor allem die versagenden deutschen Führungen schuld: Wilhelm II. mehr aus Dummheit (wie Preisung des Islams vor 1 Mio Türken in Istanbul, Brechung des Vertrages mit Rußland, Überschätzung der deutschen Stärke ) und der Verbrecher Hitler, ein völlig indiskutables Scheusal voller psychopathischer Abgründe mit seiner kranken Obsession von Rasse und Juden!