Schulmassaker und die linksutopische Gesellschaft

Gedanken eines evangelikalen US-Pastors über die Situation Amerikas

Gedenken für die Opfer des Schulattentats an der Robb Elementary School im texanischen Uvalde (Foto:Imago)

Alleine in den letzten zwei Wochen ereigneten sich zwei Amokläufe mit Massenerschießungen in den Vereinigten Staaten; die zweite fand diese Woche an einer Grundschule im texanischen Uvalde statt. Diese Attentate wurden prompt dazu genutzt, die bereits intensiv vorangetriebenen Anstrengungen der US-Bundesregierung weiter voranzutreiben, die Bevölkerung umfassend zu entwaffnen. Die Leichen der getöteten Kinder aus der Schule waren noch nicht abtransportiert, da sprach unser geistig geschwächter Präsident schon zur Nation und forderte, dass pauschal alle „Schusswaffen” (die er nicht einmal genau beschreiben kann) in einem Land mit 330 Millionen Einwohnern, das sich über einen kompletten Kontinent erstreckt, beschlagnahmt werden müssten .

Dieser verabscheuungswürdige Politiker und die Legion soziopathischer Ghule, die sich hinter ihm aufstellen, sind über Klassenzimmer voller toter Kinder in Texas sichtlich überglücklich. Ihnen geht es nämlich nicht wirklich um die Nöte der Eltern, die ihre Kinder nun nie mehr aufwachsen sehen werden; deren Tod ist für sie nur eine willkommene politische Staffage.

Riesengroßes soziales Experiment

Man kann sich kaum ausmalen, wie totalitär diese Sorte Politiker ist: Es handelt sich bei ihnen um dieselben sadistischen Freaks, die besagte 330 Millionen Amerikaner wochen- oder monatelang in ihren Häusern eingesperrt haben und es ihnen anschließend – leider oft erfolgreich – schwer bis unmöglich gemacht haben, weiter für ihren Lebensunterhalt und für ihre Familien zu sorgen, sofern sie sich weigerten, sich eine hochgefährliche und wirkungslose mRNA-Injektion spritzen zu lassen. Wir als Bürger sind für diese Politiker nichts weiter als Versuchskaninchen oder Laborratten in einem riesengroßen sozialen Experiment. Der einzelne zählt nichts mehr, Kinder spielen keine Rolle mehr. Wir existieren für diese Politiker nur, um sie an der Macht zu halten und zu versorgen.

Es gilt zu begreifen, dass Schulattentate und andere Massenmorde nur das akute Symptom einer schrecklichen Krankheit sind, die die amerikanische Nation seit langem heimsucht: Wir leben in einer unglaublich kranken Gesellschaft. Weil wir in sie hineingeboren wurden und nichts anderes kennen, haben wir das Bewusstsein eingebüßt, wie schrecklich die Dinge in Wahrheit sind. Doch damit es zu einer Umkehr, einer Veränderung der Realitäten kommen kann, ist es unerlässlich, dass wir alles schonungslos durch die Linse des Hier und Jetzt wahrnehmen.

Aus einem Grund hat die Gegenwartsfixierung auf „the current thing“ eine solche memetische Kraft: Die ursächliche Realitätsverzerrung, die zwanghafte Konzentration auf das, was gerade ist, schneidet uns von einer historischen Perspektive ab. Im konkreten Falle von Schul-Amokläufen oder Massenerschießungen wie in Uvalde verhindert diese verengte Wahrnehmung die Erkenntnis, dass solche Vorfälle eigentlich ein sehr junges Phänomen sind. Vor vielen Jahrzehnten, als die Vereinigten Staaten noch weitaus liberalere Waffengesetze als heute hatten und sich jedermann sogar vollautomatische Maschinenpistolen überall kaufen oder per Post nach Hause schicken lassen konnte, passierten solche Tragödien so gut wie nie. Die Frage, die sich hier stellt, lautet: Warum nicht? Was war in Amerika etwa vor 90 Jahren anders als heute?

Fabrik für Psychopathen

Die Antwort ist ziemlich offensichtlich: Die moderne amerikanische Gesellschaft ist eine Fabrik für Psychopathen. Junge Menschen von heute werden auf dem nordamerikanischen Kontinent in ein Feld gepflanzt, das mit gesellschaftlicher Atomisierung, Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit gedüngt wird. Viele Jugendliche haben ihren Vater nie kennengelernt, noch mehr haben keine intakte Beziehung zu ihm. Überhaupt fehlt es heute den meisten amerikanischen Kindern und Jugendlichen an einer sinnvollen Verbindung zu der Gemeinschaft, in der sie aufwachsen – und auch zu der Nation, in der sie leben. In der Schule sind viele Teenager heute sozial Ausgestoßene, die in Nischen-Internet-Communities getrieben werden, um dort einen schalen Ersatz für zwischenmenschliche Interaktionen in zu finden. Viele werden in diesem Milieu entweder durch Gewalt oder Hardcore-Pornografie geradezu „mariniert” – oft sogar, bevor sie die Pubertät erreicht haben.

Gerade junge Männer wissen (oder nehmen zumindest wahr), dass sie niemals die Liebe einer realen Frau aus Fleisch und Blut erfahren werden. Viele sind durch Drogen oder Medikamente abhängig von einem pharmakologischem Cocktail, der sie zu einem Verhalten treibt, das jede vormoderne Gesellschaft „Hexerei” oder „Dämonenbesessenheit” zugeschrieben hätte. Sie haben nichts, wofür es sich für sie zu leben lohnt – und niemanden, der sie liebt. Angesichts der schieren Masse an solchen jungen Männern, die unsere Nation auf diese Weise hervorbringt, stellt sich weniger die Frage, wie es zu solchen Katastrophen wie in Texas kommt, sondern warum sie nicht viel öfter passieren.

60 Jahre umfassende Kontrolle

Amerika ist heute eine unglaublich kranke Nation. Sie ist von einer spirituellen Krankheit befallen, die alles wie eine dunkle Wolke überdeckt. Die dafür verantwortlichen Menschen, die inzwischen jede Institution in unserem Land beherrschen, sind seit mindestens sechzig Jahren an der Macht. In diesen sechzig Jahren haben sie diese Nation als eine große soziale Versuchsanstalt behandelt. Vor allem haben sie dabei die natürliche Familie, dieses eigentliche Fundament der menschlichen Zivilisation, zu einer antiquierten, veralteten Institution gemacht, über die wir „hinweggekommen” sind.

Sie haben das gesamte menschliche Leben ökonomisiert und zur Ware gemacht, haben die Menschen ihren Traditionen und Großfamilien entwurzelt und sie zu Söldnern gemacht, die einem immer schneller entwerteten Dollar nachjagen. Sie haben die Industrie und ganze Wirtschaftszweige ins Ausland exportiert, haben das Kernland der USA verarmt und immer mehr Menschen in eine existenzielle Verzweiflung getrieben. Sie verherrlichen und bejubeln Untergang oder Austausch der verhassten einheimischen Bevölkerung, während sie dies zugleich abstreiten. Sie haben rassische und ethnische Konflikte nach Amerika importiert und im so angerichteten gesellschaftlichen Chaos die Rechtsstaatlichkeit aktiv untergraben. Sechzig Jahre umfassende Kontrolle durch utopistische Sozialingenieure haben die wohlhabendste und freieste Gesellschaft der Menschheitsgeschichte in eine Hölle auf Erden verwandelt.

Das alles ist nicht zufällig passiert. Die Hintermänner dieser Entwicklung werden von einem tiefen Hass auf die Menschheit angetrieben. Das gilt auch für den geriatrischen Totalausfall, der derzeit das Oval Office besetzt und die Interessen dieser Eliten exzellent vertritt. Die gegenwärtige Regierung kümmert es einfach nicht, wie sehr die Menschen unter ihren Machenschaften leiden. Man könnte annehmen, dass es sich bei all den linksprogressiven Gesellschaftsreformen um ideologische „Versehen“ handelt, die als Irrtum erkannt würden. Doch das ist nicht der Fall. Die Verantwortlichen hatten mehr als sechzig Jahre Zeit, das volle Ausmaß des menschlichen Elends zu begreifen, das ihre Ideologie hervorbringt – und das sich umso destruktiver auswirkt, je gesünder und wohlhabender die Ausgangsbedingungen waren. Sie wissen genau, was sie tun.

Strukturen neu besetzen – oder ersetzen

Was aber können wir tun? Es gilt, die utopistischen Schädlinge, die unsere Nation beherrschen, endlich abzuschütteln. Wir müssen – jeder von uns – zu dem Geist des christlich geprägten Amerikas zurückfinden, der diese große Nation einst aufgebaut hat. Wir müssen alles in unserem persönlichen Einflussbereich tun, um die Strukturen wieder aufzubauen, die unsere Feinde zerstört haben. Das fängt damit an, dass wir die Kirchen wieder aufbauen müssen, die heute von Linken oder willensschwachen „Konservativen” dominiert werden. Wir müssen intakte kommunale Nachbarschaften und zwischenmenschliche Gemeinschaften wieder aufbauen. Wir müssen die Spannung überwinden und die Verbindung zu denen wiederherstellen, die ebenfalls noch Liebe für die Nation empfinden, die ihre Vorfahren einst aufgebaut haben, und die noch immer denselben Gott anbeten, der diesen einst so viel Kraft gegeben hat.

Wir müssen unser Leben der Rückeroberung der gesellschaftlichen Institutionen widmen, wo immer dies möglich ist, und Alternativen aufbauen, wo dies nicht möglich ist. Es genügt nicht länger, darüber zu jammern, dass die linken Kulturzerstörer alles ruiniert haben. Natürlich haben sie das; ihre Ideologie ist wie ein Krebs. Aber es gilt, eine Gegenvision für das Volk zu entwickeln. Wir müssen ihm das zurückgeben, was man ihm genommen hat – Hoffnung für die Zukunft. Wir können die Welt zurückgewinnen, die das linksglobalistische Regime zerstört hat! Eine Welt, in der wieder Ehrfurcht vor dem dreieinigen Gott das Land durchdringt – anstelle von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Wir können zu einer Welt zurückfinden, in der schreckliche Ereignisse wie Massenerschießungen an Schulen nicht länger an der Tagesordnung sind. Dorthin führt uns nur ein Leben in Demut, Glauben und der unstillbaren Leidenschaft für die wahren, guten und schönen Dinge, die Gott uns gegeben hat.

 

 

Zum Autor

Reverend Andrew Isker ist Pastor an der of 4th Street Evangelical Church in Waseca, Minnesota/USA. Er schloss sein theologisches Studium an der Minnesota State University and an der Greyfriar’s Hall Ministerial Training School ab und hat seither an mehreren Kirchen in Missouri, West Virginia and Minnesota gewirkt. Der verheiratete fünffache Vater ist Autor des Buches „The Boniface Option”. Er veröffentlicht unter dem Account @BonifaceOption auf der Plattform „Gab”, wo auch der obenstehende (hier von Ansage! übersetzte) Text erschienen ist. .

12 Kommentare

  1. Etwaige Ähnlichkeiten mit den Zuständen in einer anderen westlichen Nation wären rein zufällig …

  2. Tote Kinder für eine politische Agenda auszunutzen ist schon fast das ekelhafteste, was man sich vorstellen kann. Der Autor dieses Textes hat offensichtlich nicht mal ein Mindestmaß an Empathie.

  3. Die jungen Menschen werden von den Milliardären und ihren Marionetten in Politik und Medien zu Konsumjunkies erzogen. Wichtig in der Gruppe ist nur, wer viel und hochpreisiges konsumiert. Und um sich alles leisten zu können, werden junge Menschen nur noch auf Leistung getrimmt, um dann später in der Gesellschaft ein Ansehen zu haben. Arbeiten bis zum Umfallen um sich Dinge kaufen zu können, welche man eigentlich nicht braucht. In den Schulen wird nur gefordert statt gefördert. Wer den Anschluß zur Leistungsgesellschaft verpasst, fühlt sich oft wertlos. Man sollte sich vielleicht einmal fragen, warum es schon bei jungen Menschen zu einem solchen Hass auf die Mitmenschen kommen kann. Da Verfall alter aber haltgebender Werte und stetig wachsender Konsum aber im Sinne der geld- u. machtgierigen Hochfinanz sind, werden die wahren Gründe niemanden interessieren.

  4. …völlig falsch…in der angestrebeten Umbauphase stören plötzlich bewaffnete Bürger.In Diktaturen sind die Waffengesetze immer destruktiv aus Angst vor Gegenwehr.In einer gesunden, angstfreien Demokratie kann der zufriedene Bürger durchaus mit nem Leopard 2A6 zum Aldi fahren, wofür eine Regierung naturgemäß zu sorgen hat.Ausserdem kann ich den scheiss Umgang und dem verharren der erlaubten Rhetorik mit ner affigen Coronapandemie nicht mehr ab, es gab nie irgendwas, was auch einen ungeimpften Deep Evil State bedrohen würde, im Gegenteil, die Herrschaften aus dem Rothschildirrenhaus sind alle ungeimpft.Es gebe noch anzumerken, liebe rhetorisch erlaubt Diskutierende*innen—die Zeit mit der Maus auf dem Rücken ist lange Kindergarten, genau wie Klonschaf Dolly.Heute sagen wir mal, ist die Biochemie in der Lage, in den Nukleinsäuren des Zellkernumfeldes, in der Mitochondrien DNA einen Botenstoff zu parken, der in der Lage ist, alle möglichen Imun-Eigenschaften der körpereigenen Abwehr zu blockieren und ihn so erkranken zu lassen,Der Botenstoff der mRNA-Anreicherung (m steht übrigends für messenger) wartet nun, bis ihn ein Akkumulationsstoff, über Wasser oder Luft, Nahrung oder Spritze aktiviert und er sein zerstörerisches Werk beginnen kann.Dies könnte eine Gatesmedienlandschaft auch gut als neue, gefährliche Variante verkaufen, gesteuert durch die neuen WHO Weltweitgesetze zur Pandemiebekämpfung, was auch begründen würde, warum durch Impfpficht auch die verfluchte Kontrollgruppe der Ungeimpften verschwinden muss, weil denen natürlich wie durch ein Wunder nichts passieren würde.Bei zb einer Trinkwasseranreicherung kämen wir den Wunschzahlen der in Schwabs Buch kreative Zerstörung genannten Umbaumaßnahmen der Gesellschaft hin zu Weltbevölkerungswünschen zu 500Mio Restkreaturen sicher sehr nahe…Comprendes todos, Coronadiskutierer???

    • Und was wollen Sie tun? Mit einer Knarre rumlaufen und umher ballern? Was wollen Sie? Einen Bürgerkrieg jeder gegen jeden?

  5. Amokläufer gab es schon immer.

    20. Juni 1913 in Walle, Bremen: Ein anscheinend geistig verwirrter 30-jähriger Lehrer verübte einen Amoklauf an der Sankt-Marien-Schule, bei dem fünf Mädchen im Alter von sieben bis acht Jahren getötet sowie 18 weitere Kinder und fünf Erwachsene teilweise lebensgefährlich verletzt wurden.

    11. Juni 1964 in Köln-Volkhoven, Nordrhein-Westfalen: Bei dem Attentat von Volkhoven tötete der 42-jährige Frührentner Walter Seifert mit einem selbstgebauten Flammenwerfer und einer Lanze acht Schüler und zwei Lehrerinnen. 20 Kinder und zwei weitere Lehrerinnen wurden verletzt. Auf der Flucht beging der Täter Suizid.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Amokl%C3%A4ufen_an_Bildungseinrichtungen

    IN Japan kommt es wohl auch ab und zu zu Amokläufen an Schulen und Kindergärten.
    Da Schusswaffen kaum zu bekommen sind nimmt man Messer,so wie früher im Malaysia wo das Wort herkommt und die MEsser nach alter Sitte in Gift getaucht waren…

    • Isker behauptet ja auch nicht, dass es früher keine Amokläufer gab. Er sagt nur, es habe sie SO GUT WIE NIE gegeben.

      Der von Ihnen verlinkte Wikipedia-Artikel listet für das gesamte 20. Jahrhundert 5 Fälle auf, also durchschnittlich ein Fall alle 20 Jahre. Für die Zeit seit 2002 werden dort 12 Fälle aufgelistet – für einen Zeitraum von 20 Jahren. Das bedeutet eine Verzwölffachung. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied und scheint mir Iskers Ansicht zu stützen.

      • Früher gab es mehrere Institutionen, die die Kinder aufgefangen haben:
        – Familie und Großfamilie, häufig gab es einen gemeinsamen Feierabend, man traf sich Abends beim Essen mindestens mit 1 Elternteil, was heute bei Schicht- und Gleitarbeitszeiten seltener vorkommt
        – Kirche: nicht nur religiöse Aktivitäten sondern auch Pfadfinder-Aktivitäten oder Handarbeitskurse für Mädchen
        – Sportvereine und andere Vereine, früher sangen viele Männer in Chören, auch viele Betriebe hatten eine Sportmannschaft

        Der junge Mann, der in Uvalde dieses Massaker verübt hat, hat mindestens 2 Bezugspersonen in seinem Leben gehabt: Mutter und Großmutter.

  6. „Es genügt nicht länger, darüber zu jammern, dass die linken Kulturzerstörer alles ruiniert haben. Natürlich haben sie das; ihre Ideologie ist wie ein Krebs.“

    Wie ein Krebs. Wie wahr!

    Die Antwort eines evangelikalen US-Pfarrers auf diesen Zerstörungsfeldzug der Linken lautet natürlich: Rückkehr zum Glauben. Als nicht gläubiger Mensch tu ich mich damit schwer. Und trotzdem:

    Der Mensch braucht Einbindung in eine soziale Gemeinschaft, geistig/moralischen Halt und ein sinnvolles Lebensziel. All dies haben die linken „Sozialingenieure“ in der Tat ruiniert. Erst in den letzten Jahren beginne ich zu erkennen, in welchem unfassbaren Ausmaß dies geschehen ist.

    Irgendwo muss man mit der Rückeroberung des normalen Lebens anfangen.

    Aber es ist in der Tat äußerst schwierig, selbst wenn man den Glauben als Angelpunkt akzeptiert. Denn die Kirchen in Deutschland sind ja in demselben erbärmlichen Zustand, den Isker auch für die USA konstatiert. Sie haben sich dem ebenso dümmlichen wie bösartigen linken Zeit(un)geist ergeben und dazu beigetragen, die Gläubigen zu willfährigen Marionetten des Linksstaats zu machen. Oder ihre Gläubigen aus der Kirche vertrieben.

    Wo könnte man also ansetzen? Es ist an der Zeit, dass alle, die erkannt haben, in welchen Abgrund wir gerade stürzen, gründlich darüber nachdenken. Vernetzung aller linksgesellschaftkristischen Kräfte ist auf jeden Fall die Voraussetzung. Wobei – klingt absurd, ist es aber nicht – zu diesem Netz auch Linke gehören sollten, bei denen der soziale Gedanke der klassischen Linken noch lebendig ist, z.B. jemand wie Sahra Wagenknecht. Nicht alle Linken sind Zerstörer. Das trifft nur auf diese von Isker beschriebene Clique zu, die Wagenknecht als „Lifestyle-Linke“ bezeichnet und von denen sie sagt, diese Leute nähmen sich selbst zwar als „linksliberal“ wahr, seien aber in Wahrheit weder links noch liberal. Ich stimme dem zu.

    „… ein Leben in Demut, Glauben und der unstillbaren Leidenschaft für die wahren, guten und schönen Dinge, die Gott uns gegeben hat …“ sollen wir laut Isker führen. Nun Demut und Leidenschaft für das, was uns Gott (aus Sicht der Gläubigen) oder die Natur (aus Sicht der nicht ganz so Gläubigen) geschenkt haben können nicht schaden, im Gegenteil. In einer von Hybris geprägten Zeit wäre Demut ein erster Schritt zu einer Umkehr. Demut angesichts des eigenen Landes und seiner Schätze, Demut vor dem eigenen Volk, Demut vor den Menschenrechten – all dies stünde den überheblichen, arroganten und ignoranten Politikern und Medienmachern von heute gut an. Aber natürlich auch jedem Einzelnen im Volk.

    Um „die wahren, guten und schönen Dinge“ überhaupt zu erkennen, wäre Demut auch ein guter Ausgangspunkt. Aufhören, alles schlechtzureden, aufhören alles Gute zu zerschlagen, aufhören mit dem kranken Kulturrelativismus, aufhören, das eigene Land und das eigene Volk zu zerstören – ja, das wäre was!

  7. Wer sich undifferenziert gegen private wie auch staatliche Bewaffnung ausspricht, möge doch mal erläutern, wie er etwa sein privates Eigentum schützt.

    Es wird sich garantiert niemand finden, auch unter den leidenschaftlichsten Pazifisten nicht, der nicht seine Wohnung, sein Fahrrad oder Auto mittels Schlössern, sein Bankkonto mittels Zahlencodes vor unbefugter Nutzung und seine Familie vor Übergriffen, Vereinnahmung, Gewalt, Gefahr und Verletzung schützt. Auch nimmt er ein ihn schützendes Rechtssystem in Anspruch.

    Diese ganzen Schutzsysteme kann man durchaus auch als eine Art Verteidigungswaffen betrachten.

    Demnach befinden wir uns alle im kalten Krieg zwischen potentiellen Opfern und Tätern. Letztere schreiten nur nicht zur Tat, solange besagte Schutzsysteme sie vorbeugend davon abhalten können, also eine „abschreckende“ Wirkung haben.

    Erst wenn etwa dem Dieb eine Methode eingefallen ist und er sich mit dafür nötigem Einbruchs-Werkzeug also „Angriffswaffen“ eingedeckt hat, und sich über seinen Erfolg sicher ist, schreitet er zur Tat, begeht damit eine Art Angriffskrieg. Ähnlich handeln Unternehmen, die von Anwälten und Wirtschaftsexperten Strategien ausarbeiten lassen, um gewinnbringend bzw. steuersparend Gesetzeslücken auszuloten und sich dabei u.U. sogar in gesetzliche Grauzonen begeben.

    Der dann Übervorteilte (als Individuum oder Staat) wird aber dann bessere Schutzsysteme (oder Steuergesetze) installieren, er rüstet also auf.

    Er wird aber auch noch zusätzlich den potentiellen Dieben zwecks Abschreckung mitteilen, mit welchen Widerständen und Risiken der Dieb zu rechnen hat, indem er Hinweisschilder wie etwa „kameraüberwacht“ oder „alarmgesichert“ anbringt, was durchaus auch als eine Art Appell an die Einsicht zu betrachten ist.

    Potentielle Diebe werden dieser Aufrüstung natürlich nicht tatenlos zusehen oder gar ihren „Beruf“ aufgeben und auf diesen Appell sowieso pfeifen.
    Sie werden eher ihre Einbruchsmethoden und Werkzeuge bzw. ihre „Steuersparmodelle“ den neuen Begebenheiten anpassen, also auch aufrüsten.

    Und schon kommt ein gegenseitiges Aufschaukeln, ein „Wettrüsten“ in Gang, das durchaus mit dem militärischen Wettrüsten zwischen Staaten und Staatenbünden vergleichbar ist.

    Dieses Wettrüsten nebst gegenseitiger Information über die jeweils zu Verfügung stehende neueste moderne und leistungsstarke Waffentechnik hat nach dem 2ten Weltkrieg durch den Abschreckungseffekt für Frieden, zumindest zwischen der „großen Blöcken“, gesorgt.

    In dieser Zeit des „Kalten Krieges“ habe ich mich weitaus sicherer gefühlt, als heute in einer Zeit, in der „Tugend-Signalisierer“ und „Pseudo-Pazifisten“ das Prinzip Abschreckung völlig welt- und lebensfremd in Frage stellen und hier bei uns etwa konkret die Bundeswehr leichtfertig und gefährlich in ihrer Verteidigungskraft reduzierten, Gemeinschaftsbunker verfallen ließen oder umfunktionierten, weil sie nicht begreifen, dass das Universum, unsere Erde, selbst das Leben, in einer Art Dauer-Kriegszustand ist. Einem Kampf um Nahrung, Raum, Dominanz, Anerkennung, Ausgleich, Entspannung. Individuell aber auch zwischen Firmen oder Volkswirtschaften. Hier wird dann sogar von Handels-,Wirtschafts- oder Designkrieg gesprochen.

    Unsere ganzen technischen und sozialen Errungenschaften, sind Ergebnis solcher „Wettbewerbs-Kriege“ im Kampf um das bessere Produkt, das dann auch wieder mittels Verteidigungswaffen wie etwa Patenschutz, vor Ideendiebstahl und dann unerlaubter und unverdienter Vermarktung schützt.

    Der denkbare Versuch, völlig friedfertige Menschen klonen zu wollen, hört sich erst mal gut an, wir bräuchten keine Schlüssel, Codierungen und Feuerwaffen mehr.

    Klar sollte aber auch sein, dass mit dem „herauszüchten“ eines gesunden Maßes von Aggressivität zwangsläufig auch die Kreativität verschwindet. Heraus kämen dabei apathische kiffende Menschen die mit Blümchen im Haar „hare krishna“ singen, aber in jeder Beziehung, technisch, medizinisch, gesellschaftlich, kulturell, nichts mehr zustande bringen.

    Das jedem zugänglich technische Wunderwerk „Smartfon“ etwa ist weder herbei gesungen, noch herbei gebetet worden, sondern durch Bildung in richtige Bahnen gelenkte schöpferische und lebensbejahende, statt zerstörerische Aggressivität.

    Selbst in unseren Körpern ist ständig Krieg etwa zwischen Keimen und Abwehrzellen, sowie gegen Chemikalien, Strahlungen, Hitze, Kälte oder Luftpartikel, nicht zuletzt bis hin zu Abwehrverhalten gegen individuell nicht genehme Politikerreden oder offensichtlichen reinen Tugend-Signalisierern.

    Selbst ein Felsen oder Schneebrett an einem Hang laufen Gefahr, einen Steinschlag oder eine Lawine auszulösen.

    Das alles können wir nicht mit den guten Wünschen, Träumen und Worten von Tugend-Signalisierern, die sich an ihre Worte selbst nicht halten, aber die anderen ihre Ideen umsetzen und die Risiken wie auch Kosten übernehmen sollen, abwehren, sondern nur mit starken Abwehrtechniken, mit Argumenten und Logik und bei Keimen entsprechenden Abwehr-Medikamenten, falls der Körper das („dank“ Pharma) nicht mehr aus sich heraus leisten kann.

    Und letztlich lässt sich eine Feuerwaffe nicht mit der sprichwörtlichen Blume im Haar oder im Lauf des Holzgewehrs abwehren.

    Wenn die Tugend-Signalisierer und Pseudo-Pazifisten mir vormachen, all ihre privaten Schlösser und Codesicherungen abzubauen in der Gewissheit, sie könnten potentielle Diebe mit guten Worten und Blümchen im Haar von ihren Vorhaben abbringen, bin ich sofort dabei und werde umgehend meine Wohnung und mein Fahrrad nicht mehr absichern und somit für alle frei zugänglich machen, voller Überzeugung, dass absolut niemand dies zu meine Nachteil ausnutzt.

    Das wäre ja dann das Paradies auf Erden. Wir bräuchten keine unsere Hosentaschen ausbeulenden Schlüsselbunde mehr und beim Eintippen der Codenummern an der Kasse müssten wir zwecks Blickschutz keine körperlichen Verrenkungen mehr machen, weil ja unsere Mitmenschen so ehrlich und friedlich sind und sich für fremde Codenummern und Kontostände nicht interessieren.

    Wie viel mehr Freizeit wir hätten, angesichts des Umstandes, dass wir momentan eine beachtliche Zeit unseres Lebens damit verplempern müssen, ständig irgendwelche Schlösser auf- und zuzuschließen, Codes einzugeben oder ellenlange Verträge durchzulesen und zu unterschreiben.
    Und wie viel Geld wir individuell aber auch volkswirtschaftlich sparen könnten, wenn wir die ganzen Schutzmaßnahmen bzw. Verteidigungswaffen nicht mehr bräuchten.

    Das wird jedoch immer eine schöner Traum bleiben. So wie die Sonne uns nicht den Gefallen tun wird, unsere Erde eines Tages zu verschlingen.

    Dennoch sollten wir niemals damit aufzuhören, Ideale und Träume über eine bessere friedfertige Welt wenigstens zu formulieren und unseren Kindern etwa durch Vorleben oder mittels Märchen unseren Traum von „heiler Welt“ zu vermitteln.
    Das ist besser als nichts und es wird dabei immer wenigstens ein bisschen davon in den Köpfen der dann erwachsenen Kinder hängen bleiben und Einfluss auf die Gestaltung der zukünftigen Welt haben. Auch bezüglich des Umganges der Kinder mit ihren dann alten und gebrechlichen Eltern.

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