Sommer 2022: Politisch und ökologisch korrektes Grillen ist angesagt

Grillen, wie wir es kannten: Im Fadenkreuz der Klimasekte (Symbolbild:Imago)

Das Ritual des Grillens an sich ist eine der genussvollsten Leidenschaften, der man im Sommer so frönen kann. Landauf, landab laufen die Grillroste heiß und werden mit allerlei Leckereien bestückt, ganz so, wie es der Einzelne gerne haben möchte. Eine schöne Tradition, die zudem auch von unseren zugereisten Mitbürgern eifrig praktiziert wird – dort auch gerne einmal im größeren Umfang, wie der Besuch deutscher Parkanlagen an Sommertagen zeigt.

So weit – so gut… doch halt: So gut dann auch wieder nicht. Zumindest dann nicht, wenn man – so wie es im Lande bei mittlerweile jeder Aktivität ungute „Sitte” ist – die Ökobilanz seines Tuns im Auge behalten möchte. Denn Grillen erzeugt zwangsläufig, je nach Grillgut und -typ, unterschiedlich hohe Ausstoßraten an „klimaschädlichem CO2” sowie anderen gefährlichen Schadstoffen. Von daher sehen sich nun schon einige Medien bemüßigt, alle potentiellen Griller der anlaufenden Saison sanft, aber nachdrücklich auf die umweltschädigenden Einflüsse ihres Handelns hinzuweisen – oder gleich generell davon abzuraten, dabei Fleischprodukte zu verwenden.

Ein System gegenseitiger Erziehung wird etabliert

Wohl demjenigen, der sich bislang noch keine Gedanken darum gemacht hat, welchen ökologischen Fußabdruck sein sommerliches Grillvergnügen zur Konsequenz hat. Denn was manche Journalisten dazu absondern, vergällt die Freude am Grillen gründlich, macht die nächste liebgewonnene Tradition mies und impft den Menschen prophylaktisch schonmal ein schlechtes Gewissen ein. So erfahren wir etwa aktuell im schwäbisch-superkorrekten „Schwarzwälder Boten” („Schwabo”), dass beim Grillen eine ganze Menge Dinge beachtet werden müssen, wenn man sich an der geschundenen Natur nicht noch mehr versündigen möchte: Denn viel wichtiger als Spaß, Genuss und unbeschwerte Lebensfreude in Gemeinschaft ist es hierzulande natürlich, hinsichtlich der gerade noch vertretbaren „Klimabilanz” keinen Fehler zu machen. Das verwundert nicht weiter, bedenkt man, dass der Klima-Hype längst zu einer allgegenwärtigen Ersatzreligion geworden ist.

Bereits in der Artikelüberschrift bedient sich der besagte „Schwabo” einschlägiger Buzzwords und konstruiert einen haarsträubenden Konnex zwischen Umweltsünden und Hobbygrillen: „Kohle- oder Gasgrill: Welcher ist schädlicher fürs Klima? Das zeigt dieser Faktencheck und verrät auch, dass das Grillgut oft der wahre Umweltsünder ist.” Und weiter heißt es dort: „Beim Einsatz des Holzkohlegrills werden 6,7 Kilogramm CO2 freigesetzt. Mit einem modernen Auto, das nur etwa sechs Liter Benzin verbraucht, käme man damit fast 50 Kilometer weit. Beim Gasgrill werden laut Studie bei einem Einsatz nur 2,3 Kilogramm an CO2 freigesetzt. Hier käme das Auto nur etwa 16 Kilometer weit. Insgesamt bedeutet das Ergebnis: Der CO2-Ausstoß ist beim Grillen mit Holzkohle fast drei Mal so groß wie mit Gas.

Als ökologisch untragbar etikettiert

Hier wird also tatsächlich, im pseudowissenschaftlichen Gewand, ein sommerliches Grill-Event mit einer Autofahrt verglichen – und als ökologisch untragbar etikettiert. Man spürt hier förmlich die moralinsaure Absicht nebst dem erhobenen Zeigefinger, mit dem man den unbedarften Grill-Jüngern die eigene Botschaft näherbringen will; Volkserziehung pur. Zudem, so erfahren wir nebenbei, sei das üblicherweise in Deutschland verwendete Grill-Fleisch in seiner Produktion maßgeblich „klimarelevant” – und sollte, wenn es geht, besser ganz vermieden werden. Stattdessen könne man ja, wenn man partout nicht aufs Grillen verzichten will, Gemüseerzeugnisse wie beispielsweise Mais oder Grilltomaten verwenden. Das war’s dann auch mit dem klassischen Barbecue.

Abschließend wird noch auf den – durchaus umstrittenen – Geflügelproduzenten Wiesenhof verwiesen, der für die Erhebung der im „Schwabo”-Beitrag angeführten Daten mitverantwortlich sei und deshalb seit einiger Zeit sogenannte „Fleischersatzprodukte“ im Portfolio führt; wie überaus vorausschauend! Diese Erweiterung der Produktpalette passt dann ideal zu den islamisch-korrekten Halal-Erzeugnissen, die Wiesenhof ebenfalls im Sortiment hat, versteht sich. Letzteres wird allerdings nicht erwähnt; vermutlich möchte man die letzten verbliebenen biodeutschen Fleischkonsumenten, vor allem an der Grill- und Schwenkerfront, nicht allzu sehr verunsichern.

Umwelthysterie wird geschürt und ausgenutzt

Einmal mehr gilt hier zu konstatieren: Der grüne Zeitgeist lässt nichts unversucht, mit seiner Schattenarmee in den Medien immer tiefer in die Lebensgewohnten und die Intim- bzw. Privatsphäre seiner Bürger einzudringen, und ihnen nicht nur Fahr-, Reise-, Heiz- und Konsumgewohnheiten vorzuschreiben, sondern zunehmend auch ihre Ernährung. Noch sind es natürlich reine „Empfehlungen”, die hier abgegeben werden; doch warten wir einmal ab, wie es sich damit in naher Zukunft verhält: Möglicherweise finden wir schon in wenigen Jahren Grill-Anträge zum Download auf der Seite des Bundesumweltamtes, zusammen mit den auszufüllenden Standardformularen zu ihrer Genehmigung. Und wer Nachbarn meldet, die „falsch” oder „klimaschädlich“ grillen, erhält dann möglicherweise Bonuspunkte in seiner (Klima-)Bewertung.

Spannend bleibt abschließend auch die Frage, wie unser eingewandertes Bevölkerungs-Potpourri aus aller Herren Länder mit derlei „grillpolitischen“ Bevormundungen umgehen wird. Schließlich sind die Neubürger dafür bekannt, nicht gerade rücksichtsvoll oder zimperlich zu sein, was sowohl die Dimension der Hinterlassenschaften ihrer Grillaktivitäten als auch die mangelhafte anschließende Müllbeseitigung angelangt.

Wehmütige musikalische Reminiszenzen

Gerne erinnert man sich da doch an die eigene Jugend zurück, als man noch weitgehend ungestört seinen Leidenschaften in Wald und Flur nachgehen konnte, ohne sich dabei von linksgrünen Verhaltenswächtern, gouvernantenhaften Medien oder übergriffigen freiheitsfeindlichen Politikern bedrängt zu fühlen, und sich auch nur einen Deut um die Obliegenheiten einer bis ins Mark ökokorrekt ideologisierten Gesellschaft kümmern zu müssen, in der das Social Scoring des Alltags, die permanente grüne Normenkontrolle zum Dogma erhoben wird.

Aus diesem Grund sei hier einmal an das herzerfrischend unbekümmerte Liedgut einer 1970er-Jahre-Band namens „Zupfgeigenhansel” erinnert und an ihr legendäres „Waldfest”, in dem Brauchtum, unbeschwerte Lebensfreude und vor allem das Grillen eine maßgebliche Rolle spielen. Es ist der Nachklang einer Zeit, die nie mehr wiederkehren wird. Möglicherweise erinnert sich der eine oder andere geneigte Leser ja noch… In diesem Sinne: Guten Appetit!

18 Kommentare

  1. Noch Co2-sparender ist es, wenn man anstelle des outgesourcten und in der Gesäßtasche tragbaren Gehirns den angeborenen Denkapparat nutzt.

  2. Sollte man Pressefuzzis oder Grüne und Genossen beim grillen sehen, sofort dokumentieren oder noch besser , ein Eimer Wasser. Sollten deren Kleinen nun bösartig werden, darauf hinweisen, daß Elternteil 1 und 2 die Umwelt geschädigt haben.

  3. Wir werden am Wochenende wieder grillen ! Schweinenackensteaks auf dem Familien – Holzkohlegrill ! Hoffentlich steht morgen der Wind günstig, dann bekommen es auch die muslimischen Mitbürger, die unten an der Straße wohnen, mit !

  4. Empfehle hier als grünkonforme und kuturelle Alternative: über mit Gasfeuerzeug geröstetes Knäckebrot. Natürlich nur mit zertifiziertem Frackinggas und ja nicht mehr als 165° C wegen Acrylamid. (hat diesmal nix mit Farben zu tun) Belegt mit Biokarotte und dazu ein Glas stilles Minrealwasser. Was für ein schöner Grillabend.

  5. Ich sags mal so, die können mich mal, denn meine Bemühungen konzentrieren sich darauf, bestmöglichst stabil durch, aber nicht mit dem Wandel zu gehen, denn ob man nun durch, oder mit dem Wandel geht, darin ist ein himmelweiter Unterschied zu sehen.

    In diesem Zusammenhang werde ich innerhalb dieses Wandels weitgehend alles wie bisher meinen Gewohnheiten und Überzeugungen entsprechend aufrecht erhalten, während ich mich jedem Aspekt dieses Wandels, der nicht meinen Überzeugungen entspricht, schlichtweg entziehe.

    Demnach huldige ich nicht dem Klima-Dogma, lasse mich nicht zum Veganismus umerziehen, lehne kulturmarxistische Ideologien wie Cancel-Culture, sozialistische Einheitsmeinung oder Wokeness und Regenbogen-GenderGaga ab, habe keine Angst vor Viren und konsumiere keinerlei Pharmaprodukte.

    Dazukommend versuche mich mit allen mir bekannten technischen, aber auch passiven Widerstandsstrategien, bestmöglichst meiner Digitalisierung entgegenzustellen, indem ich beispielsweise längst mein Smartphone abschaffte, oder meiner Krankheitskasse kein neues Photo für eine E-Card liefere, obwohl die mich bereits seit Monaten damit nerven.

    Desweiteren verweigere ich meinen seit Jahren abgeleaufenen Personalausweis zu erneuern, gab vor Jahren das Fernsehen auf, lese kaum noch Mainstream-Presse, kaufe nichts bei Konzernen wie Amazon, bezahle nie mit Karte oder anderweitigen digitalen Zahlmethoden.

    Während ich nicht an den bösen Russen glaube, den Kampf gegen Rechts nicht unterstütze, in Leuten wie Klaus Schwab oder Bill Gates ausgemachte Menschenfeinde erkenne, der fremdbestimmten einschlägig ideologisierten Bundesregierung nicht vertraue und es ablehne für den Frieden zu frieren, suche ich unermüdlich nach alternativen Wegen und Ausweichmöglichkeiten, um wenn auch manchmal aufwendig wie virtuos, sämtliche Verwerfungen dieses forcierten Wandels zu umgehen.

  6. einer der wenige punkte, bei denen ich den grünen recht gebe.

    im park tränen einem die augen weil alle 2 meter jemand grillt. auf dem balkon habe ich ständig den gestank gerösteter toter tiere in der nase.

    frische luft sollte geschätzt werden!

    ausser den müllhaufen bleiben auch noch verpackte grillwaren zurück, diese tiere sind umsonst gestorben.
    die grillkohle wirft man in den see oder kippt sie in kaninchenbauten. einige kippen sie auch in mülleimer.

    • Wenn die Polizei in den Parks für Ordnung sorgen würde, statt nur zu kontrollieren ob alle auch richtig Maske tragen, wären die Parks sauberer und die Leute würden sich besser benehmen – evtl.!

  7. Wer sich beim Grillen über seine „Klimabilanz“ oder sonstigen Political Correctness Blödsinn Gedanken macht, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen….

  8. also ich beobachte so seit 2-3 Jahren,
    eine kleine Gruppe Elitegriller mit Weber-XXL 3.500 Euro-Grill, und die andere Gruppe unsere Neubürger in Parks und Grünanlagen.
    Von OttoNormalo finden seltsamerweise kaum noch Grillfeiern statt. Möglciherwweise müssen die jetzt schon eher zur TK-Pizza greifen, als für 20-30 Euro Grillfleisch durchzurösten. Plus Beilage und Hopfenkaltgetränke, das summiert sich.

  9. Auch wenn die Mehrheit der Kommentatoren mich deswegen vielleicht gerne grillen würde, gebe ich „hohpe“ in allen Punkten recht.

  10. Nach Vorgaben des NABU/BUND

    Essen für den Klimaschutz
    • Gehen Sie bewusster mit dem Lebensmittel Fleisch um – seien Sie sich im Klaren darüber, woher es kommt, wie es produziert wurde, und welche Konsequenzen seine Produktion hat.

    • Versuchen Sie, weniger Fleisch zu essen, und kochen Sie überwiegend vegetarisch.

    • Wenn Sie Fleisch essen, gönnen Sie sich Bio-Fleisch: Die Produktion von Ökoschweinefleisch braucht 40 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als bei konventioneller Erzeugung. Fleisch und Milch aus Weidehaltung kann sogar annähernd klimaneutral erzeugt werden, wenn die Nährstoffe im Kreislauf geführt werden.

    • Verzichten Sie auch öfters mal auf andere tierische Erzeugnisse, wie zum Beispiel Milchprodukte.

    • Regional statt global: Flugware ist der schlimmste Klimakiller überhaupt. Der Kauf regionaler Produkte stützt dagegen die Kreislaufwirtschaft in der Heimatregion.

    • Saisonal statt Unterglas: Saisonal geerntetes Obst und Gemüse belastet das Klima weit weniger als Pflanzenkost, die außerhalb der Saison im beheizten Treibhaus wächst.

    • Frisch statt tiefgekühlt: Frischgemüse belastet das Klima produktionsbedingt dreimal weniger als Gemüse aus der Gefriertruhe.

    • Rohkost statt Fertigpizza: Je höher ein Lebensmittel verarbeitet ist, desto klimaschädlicher seine Herstellung.

    • Magerquark statt Camembert: Je fetter ein Milchprodukt, desto schlechter seine Klimabilanz.

    • Wer wurde da nur befragt??
      Sicherlich ausschließlich im Berliner Reichstagsgebäude oder vielleicht auch im EU-Parlament in Brüssel…

  11. Wir normale Bürger sollen das Klima retten, was gerade die Grünen mit Lieferung von schweren Waffen und Kriegstreiberei millionenfach schädigen!
    Finde den Fehler!

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