Dienstag, 16. April 2024
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SPD-Politiker aus MeckPomm macht auf Sprechpuppe in Endlosschleife

SPD-Politiker aus MeckPomm macht auf Sprechpuppe in Endlosschleife

Dieses Interview brachte jeden Schädel zum Detonieren (Symbolbild:ScreenshotTwitter)

Der bislang wohl selbst in seinem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wenig bekannte Landtagsabgeordnete und parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Philipp da Cunha, hat es schlagartig zu bundesweiter “Berühmtheit” gebracht: In einem Interview von vergangener Woche, das neue Maßstäbe in politischer Kommunikation setzte und wohl in keinem Jahresrückblick fehlen wird, brachte er es fertig, sich durch roboterhaftes Aufsagen immer derselben Satzbausteine ohne Beantwortung der gestellten Frage einen ARD-Reporter des “Norddeutschen Rundfunks” gründlich zu zermürben, der wohl schon lange nicht mehr so viel für sein Gebührengehalt leiden musste.

Nachfolgend das – selbst von wohlwollenden Journalisten als “respektlos” titulierte – Interview in voller Länge:

Hintergrund dieses Auftritts, der zum Beispiel für kultverdächtige Idiotie taugt, war eine gewöhnliche Provinzposse um mutmaßliche Vetternwirtschaft: Die SPD Meck-Pomm hatte ihre turnusmäßige “Bürgersprechstunde” im Vier-Sterne-Hotel „Golchener Hof“ abgehalten – weil sich angeblich kein anderer Ort dafür fand. Wie der Zufall so spielt, gehört das Hotel „zufällig“ dem Ehemann einer Fraktionskollegin da Cunhas, der stellvertretenden Vize-SPD-Fraktionschefin im Landtag, Christina Klingohr.

Der NDR-Mann wollte von da Cunha nicht mehr und nicht weniger wissen, wie hoch die Saalmiete für die Veranstaltung war. Der Befragte verfing sich daraufhin in einer Art “Hänger”, einer verbalen Endlosschleife, und antwortete bei jeder Wiederholung der Frage, ohne eine Miene zu verziehen, mit praktisch derselben Wortstanze in allenfalls minimaler Variation: „Wir haben als SPD-Fraktion viele Bürgerforen gemacht. Wir haben überall im Land Gespräche gesucht. Der Golchener Hof war nicht unsere erste Wahl. Wir haben vorher von anderen Lokalitäten auch Absagen bekommen. Es war ein ortsüblicher Preis“, spulte er die üblichen Politikerphrasen ab, verbunden mit der Betonung, wie wichtig es der SPD sei, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Als der Reporter seine Frage nach der Höhe der Miete wiederholte, sonderte da Cunha diesen Sermon immer und immer wieder fast wortgleich ab. Man könnte meinen, hier stünde ein unter Drogen gesetzter und hypnotisierter Kriegsgefangener beim Verhör seine ihm eingetrichterte Standardantwort ab.

Kapitulation nach der zehnten Fragewiederholung

Fast vier Minuten zog sich diese Farce hin, bis der Journalist schließlich nach der zehnten (!) Nachfrage enerviert aufgab. Man weiß nicht, was man mehr bewundern soll: Dessen Hartnäckigkeit, oder da Cunhas hirngewaschene Beharrlichkeit, eine legitime Frage mit derart konsequenter Dreistigkeit nicht zu beantworten. Übrigens rang sich die SPD am nächsten Tag dann doch noch zu der Auskunft durch und teilte mit, dass die Miete rund 15.000 Euro betragen habe. Da Cunha habe dies jedoch noch nicht wissen können, versuchte man dessen bizarren Interviewauftritt zu rechtfertigen, weil die Endabrechnung zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht vorgelegen habe. Eine schlappe Ausrede; das hätte da Cunha ja auch einfach sagen können. Sein Fraktionschef Julian Barlen entblödete sich anschließend nicht, dem NDR zu unterstellen, er wolle mit seiner Recherche offenbar das “erfolgreiche Veranstaltungsformat” der SPD in Misskredit bringen. Und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig schoss den Vogel endgültig ab, indem sie auf die Frage nach der Saalmiete tatsächlich erwiderte: „Was haben Sie eigentlich gegen starke Frauen in der SPD?“ – womit sie dem Sender Frauenfeindlichkeit gegenüber Klingohr unterstellte, die, so Schwesig weiter, „eine sehr kluge, engagierte und erfolgreiche Landtagsabgeordnete“ sei.

Diese Posse entpuppt sich damit – neben dem viral gegangenen, unfreiwillig an eine Loriot-Satire erinnernden Auftritt da Cunhas – als eine selbst für deutsche Politiker besonders peinliche Fremdschämveranstaltung. Schwesig wird daraus wahrscheinlich ihre Lehren ziehen, und in ihrer Eigenschaft als künftiges Mitglied im ZDF-Verwaltungsrat ihr Möglichstes tun, damit ihr und ihren Genossen solche unangenehmen Fragen, zumindest von dieser Seite, künftig erspart bleiben.

16 Antworten

  1. das zeigt die Möglichkeiten und Grenzen derer, die heute in der Politik Spitzenposten besetzen!
    Wie heißt das noch ?
    Peter-Prinzip ?

  2. Grosser Gott! Ich habe versucht, dabei ernst zu bleiben!
    Aber nach dem 5. Mal konnte ich nicht mehr….

  3. Das Problem haben nicht nur die Sozen, sondern das ist auch bei Grünen sehr beliebt ( oder die einzige Möglichkeit sich auszudrücken ) ! Ein Bekannter ist bei den Würzburger Grünen und im Stadtrat. Bei einer Diskussion mit mir zum Thema Zuwanderung konnte er mir nur mit 2 oder 3 Gegenargumenten kommen, bevor er sich nach jeder von mir neu gestellten Gegenfrage oder Argumentation anhörte, als würde die Platte springen. Das sagt mir doch, daß nach kürzester Zeit die Luft raus ist, denn, wo es keine Gründe, oder Argumente FÜR Migration gibt, da kann man auch keine dazu erfinden ! Das Gleiche gilt übrigens auch für die Windkraftdebatte, Energiepolitik und eigentlich ALLES was die grünroten Phantasten anpacken !!

  4. Dem Video zufolge muss ich das Bübchen für mich als geistig behindert einstufen. Jeder kann das für sich beurteilen, aber als einzige Alternative zu dieser Einschätzung: Ist das ein Roboter? Das jemand, der bei der SPD ist im Allgemeinen eher einen unterdurchschnittlichen IQ hat ist ja hinreichend bekannt, aber der Bub in dem Interview scheint wirklich wie aus einer Behindertenschule. Den Grad der Geschäftsfähigkeit wird er wohl nie erreichen, daher ist es für mich unverständlich, wie man eine solch arme Gestalt überhaupt zu irgendeinem relevanten Thema befragt.

  5. Das geht jetzt auf allen alternativen Kanälen viral.

    Ist das jetzt Elon Musks ersten Testballon zum Thema künstliche Intelligenz?

    Oder ist das ein gut gemachter Fake?

    Wahr kann das ja wohl nicht sein.

  6. Das erinnert mich stark an die Ricarda, die macht das auch so, nur Allgemeinplätze, Phrasen aber keine Antworten. Gibt es bei den Linksgrünrotverwirrten denn Rhetorikkurse wo die das lernen können? Der junge Mann hat sicher eine eins+ bekommen.

  7. (Auszug RT)
    Bei nicht näher definierten “sozialen Unruhen” können künftig soziale Plattformen europaweit gesperrt werden, falls sie die neuen EU-Regeln des “Digital Services Act” (DSA, auf Deutsch “Gesetz für digitale Dienstleister”) – nicht umsetzten. Das erklärte der dafür offenbar verantwortliche EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen Thierry Breton am Montag in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender France Info.
    Als zugleich ehemaliger Chef der französischen Telecom drohte er damit, im Falle “sozialer Unruhen” alle sozialen Netzwerke in Europa abzuschalten.
    Auf der Grundlage des europäischen Digital Services Act könne er TikTok, Twitter, Facebook, Instagram, YouTube und Snapchat vollständig sperren lassen, sofern deren Betreiber nicht gegen mutmaßlich rechtswidrige Inhalte vorgingen. Darüber berichtete auch Der Standard in Österreich am Dienstag.
    Demnach müssten 19 große Onlineplattformen, darunter TikTok, Snapchat, Instagram und Twitter, ab dem 25. August neue rechtliche Voraussetzungen zur Eindämmung  “illegaler und schädlicher Inhalte” erfüllen: “Plattformen mit mehr als 45 Millionen Nutzern in der EU müssen der Kommission außerdem eine erste detaillierte Bewertung ihrer größten Risiken für die Nutzer vorlegen”, gab Der Standard die neue Regelung wieder.
    “Wenn es hasserfüllte Inhalte gibt, Inhalte, die zum Beispiel zur Revolte aufrufen, die auch zum Töten oder zum Abfackeln von Autos aufrufen, sind sie verpflichtet, diese Inhalte sofort zu löschen. Wenn sie dies nicht tun, werden sie sofort bestraft.”
    Sollten “die Plattformen nicht sofort handeln, ja, dann können wir zu diesem Zeitpunkt nicht nur eine Geldstrafe verhängen, sondern auch die Nutzung auf unserem Territorium verbieten (…) Die Interventionen werden extrem schnell sein”, versicherte Breton.
    Nach der Interpretation von France Info hieße das: “Abschaltung der sozialen Netzwerke, die sich nicht an die Regel halten.” Dazu habe Breton betont, dass dies dann keine Entscheidung einer Person oder eines Landes sei: “Das wird das Gesetz tun” und nicht “eine Person, ein Staat oder ein Vorstand”, erklärte er die Verantwortlichkeit für den Abschaltungsprozess.

    1. @The Rob 13. Juli 2023 Beim 12:10
      “Bei nicht näher definierten “sozialen Unruhen” können künftig soziale Plattformen europaweit gesperrt werden, falls sie die neuen EU-Regeln des “Digital Services Act” (DSA, auf Deutsch “Gesetz für digitale Dienstleister”) – nicht umsetzten. ”

      Genau das erwägt auch der radikale liberale Antidemokrat Macron seit den Krawallen in Frankreich durchzusetzen.
      https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/macron-erwaegt-blockade-sozialer-netzwerke-bei-weiteren-unruhen-19011234.html

  8. Das Thema Korruption getraut sich kein Journalist offen anzusprechen. Und wer dumm fragt, bekommt auch dumme Antworten. Nehammer§Co reagieren auch nicht anders, und Armin Wolf stellt auch gern minutenlang dieselbe Frage, wie “koalieren sie mit…”, worauf die Antwort wohl lautet, “das entscheidet der Wähler”. Weiter gehts mit “würden sie koalieren” und “das entscheiden wir nach der Wahl”. Oder “treten sie zurück, wenn sie angekagt werden”, ” es gibt nur eine anonyme Anzeige”, “treten sie zurück, wenn sie angekagt werden”, “das ist kein Grund für einen Rücktritt”, “treten sie zurück, wenn sie verurteilt werden”, “ich werde nicht verurteilt” usw..

  9. Bisher kannte ich nur die Inselgruppe Tristan da Cunha, aber man lernt immer dazu. Die Vetternwirtschaft in den Parteien ist sehr ärgerlich, aber leider nicht verboten. Auch die Postenschieberei von Abgeordneten in die Rundfunkanstalten oder Behörden wie die Bundesagentur für Arbeit stinkt zum Himmel. Dabei ist der gesamte Bundestag doch alleine schon ein schamloser Selbstbedienungsladen.

  10. nun ja, gestern kam wieder “Der König von Köln” (ARD),

    ein als köstliche Satire aufgemachter Film über
    Beamtenfilz/Mittelhoff/Bankhaus-Oppenheim/Esch-Fonds/Karstadt-Quelle;

    Ist aber kein kölscher Klüngel Einzelfall, sondern absolut totaler Standard im Neo-Ökofaschistoiden-Feudalismus mit maximaler Selbstbedienung gewisser Gruppen. Sprechpuppen inklusive.

  11. Sprung auf der Platte und in der Schüssel, dieser Politikdarsteller. Schuld an dieser Perversion eines Interviews sind aber die Journalisten, die sich von Politikern aushalten lassen und ihnen Puderzucker in den Hintern blasen, statt sie zu grillen. Sowas kommt von sowas.

  12. HEILBRONN. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic hat Wähler der AfD auf eine Stufe mit Anhänger der Hitler-Partei NSDAP gestellt. „Wir müssen die Wähler nicht schonen. Die gleichen Wähler, die heute AfD wählen, hätten damals NSDAP gewählt“, sagte Juratovic nach Angaben der Heilbronner Stimme auf einer Podiumsdiskussion in der Stadt am Mittwoch abend.

    „Wer in der Demokratie schläft, wacht in einer Diktatur auf. Und dann fließt Blut“, ereiferte sich der Sozialdemokrat. Empört zeigte er sich, „daß heute niemand mehr bereit ist, für die Demokratie zu sterben“.

    Jetzt drehen die SPD-Leute völlig durch. Was zum Teufel haben die geraucht oder welche Tabletten haben die eingenommen?